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First Time

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P18 / Het
Draco Malfoy Hermine Granger
23.07.2022
10.08.2022
4
14.796
47
Alle Kapitel
47 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
06.08.2022 2.778
 
Also, ihr Lieben...
Mit meiner langen Dramione bin ich nicht sehr weit gekommen, bisher sind nur der Prolog und zwei Kapitel fertig. ABER, wie einige bei instagram schon gelesen haben, mich hat die Muse regelrecht überrollt und ich habe eine andere Story angefangen. Eigentlich sollte es eine Short Story mit ca 8 Kapiteln werden, jetzt habe ich schon zehn geschrieben und es kommen mindestens noch drei - vielleicht mehr, denn irgendwie hat die Story sich verselbstständigt, und ich muss gestehen, dass ich noch nie so viel Spaß beim Schreiben hatte wie bei dieser neuen Geschichte. Ich verrate so viel, dass es mal WAS GANZ ANDERES wird. Keine Sorge, eine Dramione, aber vom Stil her wird es sich etwas von meinen bisherigen Geschichten abheben. Ich denke aber, dass sie euch sehr gefallen wird.
Nach First Time geht es dann also übergangslos weiter mit der nächste Geschichte, und wenn ihr möchtet, kann ich von der Neuen dann immer gerne zwei Kapitel pro Woche hochladen.
Ihr dürft sehr gespannt sein! Ich habe mal was Anderes ausprobiert. :)
Jetzt aber das vorletzte Kapitel von First Time. Auch hier habe ich mich mal in Bezug auf Draco an etwas gewagt, was ich so bisher noch nie hatte. Bin gespannt, was ihr sagt.
Jenny


---—---—---—---—---—---—---—---—---

Draco Malfoy war ein verdammt guter Küsser.
Und er küsste sie bei jeder Gelegenheit.
Half sie ihm am Wochenende bei den Aufgaben, die Filch ihm aufbrummte, nahm er sich grundsätzlich etliche Minuten Zeit, sie zu küssen.
In der Bibliothek zog er sie in die wenig besuchten Ecken, in denen Bücher über das Balzverhalten der Schrumpfhörnigen Schnarchkackler (deren Existenz umstritten war) und die Pflege von Flubberwürmern (die niemand als Haustier halten und somit auch nicht pflegen wollte) standen, was klar machte, warum diese Abteilung sich geringer Beliebtheit erfreute.
In den Pausen versuchte er, sie zumindest kurz zu erwischen und zu küssen.
Und am schönsten waren die Abende.
Hermine nutzte alle Ecken mit ihm, in denen sie früher, als Vertrauensschülerin, ihre Mitschüler bei ebenjenen Aktivitäten bei ihren Rundgängen erwischt hatte. An den Abenden hatten sie mehr Zeit, konnten die Zweisamkeit mehr genießen.
Was Draco Malfoy mit seinen Lippen tat, raubte ihr den Verstand.
Es ließ sie von ihm träumen, im wachen wie im schlafenden Zustand.
Und es ließ sie erneut nach mehr verlangen.
Aber er hielt sich überraschend zurück.
Egal, ob er sie sanft, vorsichtig und einfühlsam küsste, oder ob er leidenschaftlich, zügellos und fordernd wurde (beides konnte er unfassbar gut) – er ging niemals weiter.
Das höchste der Gefühle war, dass er ihren Hals küsste und seine Hände unter ihrem Oberteil auf Wanderschaft schickte, wobei er dabei unfassbar... brav blieb. Er berührte ihre nackte Haut an Bauch, Seiten und dem unteren Rückenbereich, an keinen weiteren Stellen.
Anfänglich hielt er beim Küssen auch einen nahezu überanständigen Abstand zu ihr – bis sie irgendwann bestimmend ihre Hände in seine Gürtelschlaufen hakte und ihn nah an sich zog.
Kurzzeitig hatte sie sich nämlich gefragt, ob es nur sie so verdammt stark anmachte, sich mit ihm auf eine solche Art und Weise zu küssen.
Fand er sie vielleicht gar nicht so anziehend wie sie ihn?
Als er schaudernd dicht an ihren Körper gedrängt dastand, zerschlug sich ihr Verdacht.
Die Härte in seiner Hose war auch durch mehrere Lagen Stoff nicht zu ignorieren.
Draco Malfoy war eindeutig scharf auf sie!
Musste sie denn alles selbst in die Hand nehmen?
Hermine suchte die besten, gemütlichsten und stillsten Orte in ganz Hogwarts aus, in der Hoffnung, dass Draco sich trauen würde, endlich weiter zu gehen. Einmal zog sie sogar unter ihrem Pullover keinen BH an, in der Hoffnung, er würde es merken. So weit ging sie schon! Aber er ließ vollkommen keusch seine Hände an ihrem Bauch und bekam es gar nicht mit!
„Draco?“
„Hm?“
Sie hatten sich am Abend in ein leerstehendes Klassenzimmer zurück gezogen, und Hermine stellte fest, dass sie genauso klischeehaft auf einem Schülertisch saß, mit Draco zwischen ihren Beinen, wie sie häufig Mitschüler knutschend erwischt hatte.
Er war gerade dabei, ihren Hals mit seinen Lippen und gelegentlich auch zaghaft mit der Zunge zu verwöhnen, seine Hände kneteten ihre Taille unter dem Oberteil.
Sie hatte es geschafft, sein Hemd aus der Hose zu ziehen und die untersten Knöpfe zu öffnen, um ihre Hände über seine Bauchmuskulatur gleiten lassen zu können.
Deutlich merkte sie, wie die Berührung ihm gefiel, wie sein Bauch sich anspannte, seine Seiten unter ihren Händen zuckten und eine Gänsehaut sich auf seiner Haut ausbreitete.
Und wenn er sich dicht an sie presste, spürte sie wie immer die eindeutige Beule in seiner Hose.
Langsam ließ sie ihre Hände zu seinem Gürtel gleiten.
Er erstarrte sofort.
„Weißt du“, sagte sie. „Ich kenne die Rundgänge noch in- und auswendig aus meiner Zeit als Vertrauensschülerin. Der Raum hier wurde vor einer Stunde bereits kontrolliert und es wird heute Abend niemand mehr hier auftauchen.“
Er löste sich etwas von ihr.
„Tatsächlich?“
Täuschte sie sich, oder klang er plötzlich regelrecht nervös?
„Ja, und daher dachte ich...“
Sie nahm ihren Mut zusammen und begann, seinen Gürtel zu öffnen.
Sofort bewegte er sich ein paar Zentimeter weg von ihr.
„Und wenn doch jemand vorbei kommen sollte?“
Sie hatte seinen Gürtel losgelassen.
War es das, was ihn die ganze Zeit davon abhielt, weiter zu gehen? Die Angst, jemand könnte sie überraschen?
„Aber Draco, du hast doch sicherlich hier irgendwo im Schloss schon mal Sex gehabt, oder?“, fragte sie und kurz meinte sie, sein Blick würde merkwürdig flackern. „Du wirst das ja wohl nicht nur in den Ferien getan haben, vermute ich.“
Sein Kiefer spannte sich an, er schwieg.
Hermine zögerte.
„Also, ich... bin mir wirklich sicher, dass wir hier nicht überrascht werden, und ich... würde wirklich gerne mit dir schlafen, Draco.“
Sie sah deutlich, wie er schluckte – die Bewegung seines Kehlkopfes war nicht zu übersehen.
„Aber“, fügte sie rasch hinzu. „wir müssen natürlich nicht.“
Er nickte.
„Ja“, kam es leise von ihm. „Besser nicht hier. Ich meine... wir... wir könnten in den Weihnachtsferien irgendwo unterkommen... In einem Gasthaus oder so...“
Hermine gingen sofort zwei Dinge durch den Kopf:
Ja, er musste hier wohl eine blöde Erfahrung gemacht haben, vielleicht war er tatsächlich mal von Vertrauensschülern (oder sogar vom Lehrpersonal) erwischt worden.
Und bis zu den Weihnachtsferien waren es über vier Wochen Zeit.
Das war verdammt lang.
„Gut“, sagte sie. „Wenn dir das lieber ist und du mehr Ruhe möchtest, machen wir das so.“




Hermine ging das Gespräch nicht aus dem Kopf.
Sie war sich sicher, so sicher, dass er sie genauso wollte wie sie ihn. Seine körperlichen Reaktionen waren eindeutig.
Und sie war sich sicher, dass auch er es bevorzugen würde, nicht bis zu den Ferien zu warten.
Also schmiedete sie einen Plan.
Etwas kribbelig saß sie schließlich mit Draco im Drei Besen.
Nach wie vor gingen sie fast jedes Wochenende zusammen aus, um etwas zu entspannen.
Draco wirkte zufrieden, er hielt wie immer ihre Hand, und ab und an beugte er sich zu ihr, um sie sanft zu küssen.
Schließlich entschuldigte Hermine sich kurz, um zur Toilette zu gehen.
Dahin ging sie tatsächlich, allerdings war es mehr oder weniger ein Vorwand.
Sie kühlte ihre vor Aufregung warmen Wangen mit etwas Wasser, richtete ihr widerspenstiges Haar, so gut es eben ging, und verließ den Toilettenraum wieder, um direkt Madam Rosmerta am Tresen anzusteuern, die ihr, wie verabredet, mit einem leichten Lächeln einen Schlüssel in die Hand drückte.
Draco war dies natürlich nicht entgangen und er blickte ihr fragend entgegen.
Hermine griff seine Hand.
„Komm mal mit“, bat sie.
Sie zog ihn die Treppe des Drei Besens hinauf, geleitete ihn zum richtigen Zimmer, trat mit ihm ein und sperrte die Tür gründlich ab.
Es war ein einfaches, aber sehr gemütliches Zimmer.
Hermine sah, dass Dracos Blick rasch umherhuschte.
„Was wird das, wenn es fertig ist?“
Sie war erstaunt, wie unfreundlich er es fragte.
„Nun, ich... Weißt du, du sprachst von einem Zimmer in den Weihnachtsferien... Und ich habe mir überlegt...“
„...dass wir nicht bis dahin warten sollten“, beendete er merkwürdig tonlos ihren Satz.
Das war der Moment, in dem Hermine merkte, dass es vielleicht eine dumme Idee gewesen war.
„Tut mir leid“, sagte sie rasch. „Wir müssen es natürlich nicht tun. Ich dachte, du möchtest es genauso gerne wie ich.“
Sein Blick war nicht deutbar, der Gesichtsausdruck nahezu steinern.
Was war bloß los mit ihm?
Er räusperte sich.
„Bist du dir sicher?“, fragte er, und sie meinte, ein leichtes Zittern in seiner Stimme zu hören. „Ich meine, bist du denn gut in Verhütungszaubern? Nicht, dass-“
Hermine musste kurz und fast erleichtert auflachen.
Das war es also, was ihm Sorgen machte!
„Wir brauchen keinen“, sagte sie rasch und mit einem Lächeln auf den Lippen. „Ich nehme einen Trank.“
Er nickte daraufhin, merkwürdig abgehackt.
„Ok... Aber... findest du es nicht etwas... früh?“
Hermine blinzelte.
„Früh? Eigentlich nicht, nein. Ich meine, wir wollen es beide, ist es da nicht egal, wie lange wir schon zusammen sind? Ich meine, wir sind volljährig und kennen uns beide mit solchen Dingen aus. Es ist ja nicht so, als müsste hier jemand so aufgeregt sein, als wäre es das erste Mal.“
Sein Gesichtsausdruck wurde mit jedem Wort verschlossener.
„Oh Merlin! Draco! Versteh mich nicht falsch. Ich meine, natürlich ist das alles mit dir trotzdem total aufregend. Denn du... du bist wirklich etwas besonderes für mich, weißt du?“
Seine Hände ballten sich zu Fäusten, er wirkte angespannt.
„Ok“, sagte er matt. „Aber findest du es nicht trotzdem etwas übereilt?“
Hermine schmunzelte.
„Warst du bei den anderen Mädchen, mit denen du geschlafen hast, auch so umsichtig?“, fragte sie.
Seine Lippen wurden zu einem schmalen Strich.
Sie legte nachdenklich den Kopf schief.
„Draco, was ist los?“
„Nichts“, sagte er abweisend.
„Bitte sag die Wahrheit“, bat sie. „Was ist los?“
Sie merkte deutlich, wie er immer mehr auf Abstand ging.
„Nichts, verdammt! Was erwartest du? Du schleppst mich hier in irgendein Zimmer und erwartest-“
„Draco, es tut mir leid. Ich erwarte gar nichts. Ich-“
„Weißt du, wir sollten das hier einfach beenden, ok?“
„Was meinst du mit das hier?“, entfuhr es ihr entsetzt. „Unsere Beziehung?“
Er presste fest den Kiefer zusammen und kurz hatte sie Angst vor der Antwort.
„Nein“, presste er dann hervor. „Ich meine das Gespräch.“
Sie war erleichtert, ja, aber sie sah das Gespräch noch nicht als beendet an.
„Draco, bitte erklär mir, was los ist. Es tut mir leid, wenn ich dich bedrängt habe, es war nicht meine Absicht.“
Sie erschrak darüber, wie heftig er reagierte.
„Ich habe doch gerade gesagt, wir sollten das Gespräch beenden. Und ob es deine Absicht war oder nicht, du hast mich jetzt nunmal bedrängt.“
Sie schluckte. Natürlich hatte er Recht, aber trotzdem kränkten sie seine Worte.
Außerdem passte es einfach nicht ins Gesamtbild.
Sie war sich so sicher, dass auch er sich körperlich nach ihr sehnte!
„Es tut mir leid, wirklich. Aber bitte verstehe, dass ich gerne wissen möchte, was dein Problem ist.“
„Welches Problem? Ich sehe kein Problem.“
„Du weichst mir aus“, sagte sie vorwurfsvoll. „Erklär mir jetzt bitte, was bei mir der Unterschied ist zu den Mädchen, mit denen du bisher geschlafen hast.“
„Es reicht, ich gehe jetzt“, fauchte er und wandte sich Richtung Tür.
„Draco! Bitte!“
Tatsächlich blieb er stehen, sah aber stur auf die geschlossene Tür.
„Das alles ist es nicht, stimmts? Es geht nicht um Verhütung und auch nicht darum, dass du dich bedrängt fühlst. Es ist dir nicht zu früh. Wenn wir uns küssen... Draco, ich merke, dass du es auch möchtest. Was ist bloß los mit dir?“
Sie sah deutlich, wie seine Schultern sich anspannten.
„Nichts.“
Resigniert fuhr Hermine sich mit der Hand über das Gesicht.
„Ist es... ist es wegen des Dunklen Mals? Willst du nicht, dass ich es sehe?“
Kurz rührte er sich nicht, dann schüttelte er, immer noch mit dem Rücken zu ihr, den Kopf.
„Wenn es das nämlich sein sollte“, fuhr Hermine ungerührt fort. „Dann kann ich dir versichern, dass es nichts ist, was mich stört. Und der Anblick wird mich ganz sicher nicht schocken. Draco, bitte-“
Abrupt fuhr er zu ihr herum.
„Das ist es nicht, verdammt noch mal!“, fuhr er sie an.
„Lügst du mich an?“
Mit einem wütenden Knurren öffnete er den Knopf seines Hemdsärmels und krempelte den Ärmel hoch, um ihr das Mal entgegen zu halten.
„Ich finde es nicht toll, wenn du es siehst“, spie er. „Genau genommen hasse ich dieses Mal. Aber es ist nicht das verdammte scheiß Problem, ok?“
Sie sah einen Augenblick auf das Dunkle Mal, dann wieder in sein zorniges Gesicht.
Er erinnerte sie plötzlich wieder an den alten Draco, aus ihrer Schulzeit früher.
„Was ist es dann?“
„Lass mich doch jetzt einfach in Ruhe!“, fauchte er und verdeckte das Mal wieder.
„Ich verstehe das nicht“, sagte Hermine leise. „Es wirkt fast so, als hättest du noch nie-“
Sie brach ab, als die Erkenntnis sie traf wie ein Schwall kaltes Wasser.
„Das ist es, oder?“, fragte sie leise. Plötzlich erklärten sich seine merkwürdigen Reaktionen, wenn sie ihn auf Mädchen angesprochen hatte, mit denen er bisher geschlafen hatte. „Du hattest noch nie Sex, oder?“
Hermine konnte deutlich sehen, wie sämtliche Farbe aus seinem sowieso stets blassen Gesicht wich.
Einen Moment lang starrte er sie regelrecht entsetzt an.
Dann wurde sein Gesichtsausdruck hart, die Augen eiskalt.
„Glückwunsch! Geheimagentin Granger hat es herausgefunden“, sagte er höhnisch. „Dann viel Spaß beim Kaputtlachen darüber in einem stillen Kämmerlein. Ich hoffe, du bist jetzt glücklich.“
Wütend wollte er sich erneut abwenden.
„Draco! Warte!“
Sie hielt ihn am Arm fest, aber er riss sich ruckartig los.
„Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass ich das schlimm finde, oder?“
Hermines Gedanken fuhren Karussel.
Sie begriff, er war die ganze Zeit nicht weiter gegangen, weil er Sorge gehabt hatte, sie könnte merken, dass er noch nie mit einem Mädchen geschlafen hatte.
Oder... steckte noch mehr dahinter?
Er schwieg, reagierte zuerst gar nicht, sah zu Boden, und zuckte schließlich leicht mit den Schultern.
„Weiß nicht. Vielleicht. Es ist mir unangenehm, ok?“
„Aber warum?“
Er schnaubte.
„Ist das dein scheiß Ernst? Warum? Ich bin achtzehn, ich bin seit einem Jahr volljährig, ich hatte immer einen gewissen Ruf, was Mädchen anging... Es ist einfach nicht normal!“
Sie musste leise lachen.
„Aber Draco... Wer sagt denn, was normal ist? Es hat doch nicht jeder schon mit fünfzehn oder sechzehn Sex! Oder hattest du in unserer bisherigen Schulzeit das Gefühl, dass alle um dich herum ihr erstes Mal bereits hinter sich haben, nur du nicht? Ich hatte mein erstes Mal auch erst, als ich schon eine ganze Weile volljährig war.“
Vages Schulterzucken war die Antwort.
„Wie auch immer... Ich will nicht drüber reden, ok?“
Aus irgendeinem Grund hatte Hermine das Gefühl, dass sie nur die eine Hälfte seines Problems aufgedeckt hatte und die andere noch verborgen war.
„Bitte, setz dich einen Moment mit mir aufs-“
„Ich will nicht reden, verdammt noch mal!“, fuhr er sie an.
Ja, irgendetwas war da noch, sie war sich sicher. Und es hatte einen direkten Zusammenhang mit dem, was sie bisher herausgefunden hatte.
„Wenn du nicht reden willst, akzeptiere ich es“, sagte Hermine. „Aber bitte sag mir nur noch eins... Du hattest in der Vierten und Fünften mehrere Freundinnen – wolltest du zu diesem Zeitpunkt noch keinen Sex oder-“
„Merlin, du bist anstrengend“, fuhr er sie aufgebracht an. „Ich war vierzehn beziehungsweise fünfzehn, was denkst du denn? Natürlich hätte ich gerne Sex gehabt. Genau genommen drehten sich meine Gedanken kaum um etwas anderes.“
Fast hätte sie geschmunzelt nach dieser Aussage, aber sie zwang sich, ernst zu bleiben.
„Aber die Auswahl in Hogwarts ist nunmal nicht sehr groß gewesen, besonders für mich. Es kamen fast nur Schülerinnen aus Slytherin in Frage, am besten natürlich reinblütig, nicht halbblütig. Ein ganzer Teil davon fiel schon mal weg, weil die Mädchen mir nicht zusagten oder zu jung waren. Die Freundinnen, die ich dann hatte, ließen das zu, was wir beide bisher getan haben. Alles andere war ihnen zu früh. Jetzt, rückblickend, verständlicherweise, auch wenn mich damals mein Hormonstau fast umgebracht hat.“
Wieder musste sie ein Schmunzeln unterdrücken.
„Aber die Mädchen waren allerhöchstens fünfzehn. Hättest du dich in diesem Alter einfach so flachlegen lassen?“
Rasch schüttelte Hermine den Kopf.
Kurz überlegte sie, wenn Viktor, der umsichtige, liebevolle Viktor, sie dazu gedrängt hätte, mit ihm zu schlafen. Nein, sie wäre damals heillos überfordert gewesen! Sie hätte nein gesagt!
„Und... in der Sechsten? Du warst Anfang des Schuljahres mit Pansy Parkinson zusammen...“
Sie sah deutlich, sie hatte einen Fehler gemacht.
Er war gerade dabei gewesen, sich etwas zu öffnen, aber kaum, dass sie den Satz ausgesprochen hatte, gingen alle Klappen bei ihm wieder runter.
„Es reicht“, sagte er, und es klang beinahe bedrohlich. „Ich muss jetzt hier raus. Sofort!“
Und Hermine wusste, es machte gerade keinen Sinn, ihn weiter mit Worten zu bedrängen.
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