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Die Seuche

von Salarial
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Het
Draco Malfoy Hermine Granger
10.07.2022
13.08.2022
6
28.020
13
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1 Review
 
06.08.2022 5.180
 
Kapitel 5 - Todesser

Leider wohnte Margareth Fonds in einem Mehrfamilienhaus, was jetzt kein zu großes Problem gewesen wäre. Doch dauernd kamen irgendwelche Leute zu besuch, weshalb sie ihre Observation nach zwei Tagen beendeten und sich Lucas Canthall zuwandten. Er wohnte tatsächlich allein in einem großen Haus. Sie bekamen wenig von ihm zu Gesicht, da er einen Großteil des Tages schlief und erst nachts das Haus verließ, um morgens betrunken nach Hause zu kommen.

Malfoy und sie warteten bis zu einem Samstag, bis sie ihre Sachen nahmen und Malfoy die Zauber löste, die auf der kleinen Hütte lagen. Die Hütte schien beim Zusehen zu zerfallen.

Hermione hatte ein beklommenes Gefühl im Magen, als sie sich zu Canthall auf den Weg machten. Sie wusste, dass es nicht richtig war, was sie taten, aber sie hatte schon ein paar faule Kompromisse eingehen müssen in ihrem Leben. Außerdem war Malfoy ebenfalls der Meinung, dass es die Beste Option war. Was es wahrscheinlich trotzdem nicht besser machte.

Malfoy wich ihr in der Muggelwelt nicht von der Seite und sie glaubte seine Unsicherheit fast zu spüren, als sie die Rolltreppe zur Tube runterfuhren. Im nächsten Moment war das Gefühl weg. Hermione war der Meinung, dass es an den Ringen lag. Seine Okklumentik war nicht immer ganz perfekt und manchmal spürte sie seine Emotionen und Ängste. Auch ihr viel es nicht einfach die ganze Zeit darauf konzentriert zu sein damit er ihre Gefühle nicht spürte. Aber er hatte sie nie darauf angesprochen. Er war diskret genug zu ignorieren was auch immer er bemerkte und sie war ihm dankbar dafür. Die Okklumentik war nur die Sicherheit Gefühle verbergen zu können, wenn man es wollte. Aber dass sie ab und zu doch spürte, wie es ihm ging, gab ihr ein Gefühl der Sicherheit. Irgendwie glaubte sie ihm vertrauen zu können. Denn eines hatte sie in ihm noch nie gespürt, selbst in den Momenten in dem sie den Ring aufzog und seine Gefühle kurz ganz intensiv wahrnahm. Sie hatte noch nie Falschheit in ihm gespürt.

In der Tube setzten sie sich in einen hinteren Wagon und Hermione beobachtete wie Malfoy etwas verunsichert die Tunnel musterte. als sie hindurchrauschten. Ihm war die Muggelwelt nicht geheuer. Wo immer sie hingingen, blieb er stets nah an ihrer Seite und versuchte so wenig wie möglich zu sagen. Trotzdem war er nicht auf den Kopf gefallen. Hermione hatte ihm in ihrer Hütte erklärt wie ein Computer funktionierte und schon am zweiten Tag, hatte er davorgesessen und angestrengt im Internet gesurft. Zu sehen, wie sehr er versuchte sich an alle Widrigkeiten im Leben anzupassen machte ihn irgendwie sympathisch.

Schließlich verließen sie die Untergrundbahn und kamen in eine Muggelwohngegend. Sie mussten ungefähr zehn Minuten laufen, als Hermione vor einem großen Haus mit Garten anhielt. Ein Porsche stand in der Einfahrt, also war Lucas Canthall da.

Unbeirrt klingelte sie und bemerkte, wie Malfoy unauffällig das Gartentor mit einem Zauber öffnete. Sie gingen hoch zum Haus und mussten noch zwei Mal klingeln, bis Canthall ihnen öffnete. Er sah verschlafen aus, obwohl es schon ein Uhr mittags war.

„Was wollt ihr?“, schnauzte er sie unfreundlich an und Hermione konnte seine Alkoholfahne riechen.

Imperio“, sagte Malfoy neben ihr, noch bevor sie reagieren konnte.

„Lassen sie uns rein“, befahl Malfoy barsch und Canthall trat zur Seite.

„Ist noch jemand da?“, wollte Malfoy wissen. Hermione schloss die Tür hinter ihnen.

„Ich bin allein“, antwortete Canthall monoton, als er sie in die Wohnung führte. Der Imperius zwang ihn zwar nicht die Wahrheit zu sagen, aber Hermione glaubte nicht, dass er log.

„Bist du betrunken?“, fragte Malfoy und verzog angewidert die Nase.

„Nichtmehr. Ich bin erst vor fünf Stunden Nachhause gekommen und war gerade dabei meinen Rausch auszuschlafen.“

„Gut. Wohnt hier jemand mit dir? Gibt es irgendwelche engen Freunde, von denen wir wissen sollten, wenn wir hier wohnen? Irgendjemand der zu Besuch kommt“, fragte Malfoy in gebieterischer Stimme und Hermione war einen Moment wieder an den Todesser erinnert, der die Muggel getötet hatte. In den letzten Wochen hatte sie diese Seite an ihm fast vergessen. Sie war in seiner Unsicherheit untergegangen.

„Alle meine engen Freunde sowie meine Familie sind in Birmingham umgekommen. Ich habe ein paar flüchtige Bekannte. Einmal in der Woche kommt eine Putzfrau vorbei und einmal im Monat ein Gärtner.“

„Klingt vielversprechend“, sagte Malfoy und grinste düster. Hermione war sich nichtmehr so sicher, ob es eine gute Idee gewesen war, Malfoy den Imperius-Fluch benutzen zu lassen, doch sie selbst hatte ihn nie angewandt und wusste nicht was alles schiefgehen konnte.

„Wir wollen ihnen nicht wehtun, Mr Canthall. Wir brauchen nur ein Dach über dem Kopf“, sagte Hermione entschuldigend und hoffe, dass es den kontrollierten Muggel beruhigen würde.

„Dann erzählen sie uns jetzt alles von ihrem Alltag und ihren Terminen. Nebenbei können sie uns einen starken schwarzen Tee machen“, befahl Malfoy.

„Kommandier ihn nicht herum! Er ist kein Hauself. Ich habe zugestimmt ihn zu kontrollieren, aber du wirst ihn nicht missbrauchen“, fauchte Hermione aufgebracht und Malfoy verdrehte genervt die Augen.

„Dann vergiss den Tee. Setz dich an den Küchentisch und erzähle.“

Canthall setzte sich und begann zu erzählen. Von seinen zwei Brüdern und seinen Eltern die umgekommen waren. Von dem Psychologen, den er einmal in der Woche besuchte. Von seiner Arbeit und den Kollegen, mit denen er oft feiern ging. Von seiner Wut und seinem Hass auf die Menschen die ihm seine Familie genommen hatten. Von seinen Gewaltausbrüchen und seinen Vorladungen bei der Polizei.

Hermione ging in die Küche und begann in den Schränken zu wühlen. Schnell hatte sie Tee gefunden und machte den Wasserkocher an.

„Möchten sie auch einen Tee, Mr Canthall?“, fragte Hermione als sie Tassen aus dem Schrank holte.

„Ja“, antwortete der Muggel und klang dabei normaler.

Hermione stellte ihnen dreien eine Tasse Tee vor.

„Nachdem wir heute Morgen bis sechs Uhr gefeiert haben, bin ich nachhause gekommen, um zu schlafen und dann seid ihr bösen, mörderischen, zerstörerischen Magier aufgetaucht“, sagte er und Malfoy verkniff die Augen.

„Sag nie wieder in unserer Gegenwart ein böses Wort über Magie, Hexen oder Zauberer“, befahl er. „Und jetzt trink deinen Tee und schweig.“

Der Muggel begann vorsichtig an seinem Tee zu nippen und Malfoy wandte sich Hermione zu.

„Also, was hältst du davon?“, fragte er sie.

„Ich hätte jemanden vorgezogen, der uns nicht ganz so sehr hasst, aber es müsste klappen. Das Haus ist groß genug. Gib ihm die Befehle uns niemals zu verraten. Ich brauche seine Kreditkarte und die Ausweise von seinen Eltern und Geschwistern. Daraus kann ich uns vielleicht eine vorübergehende Identität machen. Sag ihm, sollte ihn jemand fragen, dann bin ich seine Cousine und du bist ein Freund von mir. Wir studieren hier in London und leben so lange bei ihm. Er hat es uns angeboten, weil er genug Platz hatte.“

Malfoy nickte und gab ihm die entsprechenden Befehle. Er führte sie noch etwas präziser aus und Hermione wusste, dass es wahrscheinlich eine gute Idee gewesen war, doch Malfoy die Kontrolle über den Muggel zu geben. Sie musste nur darauf achten, dass er ihm nichts antat. Genauso wie Malfoy dem Muggel den Befehl gab, ihnen nichts anzutun.

„Ich denke, es wird Zeit, dass du uns das Haus zeigst“, sagte Malfoy schließlich und sie standen alle auf.

Canthall führte sie in den Keller, wo der Ausgang zur Garage war sowie die Waschmaschine und der Trockner standen. Hermione machte sich eine gedankliche Notiz, dass sie Malfoy erklären musste, was eine Waschmaschine war. Danach kam das mittlere Geschoss, mit Küche, Wohnzimmer und Balkon. Im ersten Stock, lag das ehemalige Schlafzimmer seiner Eltern ein großes Bad und sein eigenes ehemaliges Zimmer. Diese Räume hatte er jetzt belegt. Das Elternschlafzimmer war zu einem Fitnessraum geworden und Hermione musterte Canthall und stellte fest, dass er durchaus trainierte. Er könnte sie beide wahrscheinlich körperlich überwinden und Hermione war froh über Malfoys vorsorglichen Befehl ihnen nie zu schaden.

Im obersten Stockwerk war eine Empore, von der man bis ins unterste Stockwerk schauen konnte. Dort stand ein großer Tisch mit Stühlen und vor einem riesigen Fernseher in der Ecke stand eine Ledercouch. Riesige Boxen waren in der Ecke angebracht und haufenweise CDs, Videokassetten und Spielekonsolen lagen herum. Von der Empore gingen drei Türen ab. Eine war ein weiteres großes Badezimmer und in den anderen schien das Chaos ausgebrochen zu sein. Aller möglicher Kram war hineingeworfen worden und lag überall verstreut.

„Das waren die Zimmer der Zwillinge“, erklärte Canthall als sie die Türen öffnete. „Ich habe die ganzen Sachen von meinen Eltern einfach hier reingeworfen. Ich wollte mich noch nicht von all diesen Sachen trennen.“

„Sie sind doch schon ein Jahr tot“, sagte Hermione und sah Canthalls gequälten Gesichtsausdruck. Er vermisste seine Familie. Sie fühlte sich ziemlich schlecht.

„Jetzt bring uns alle Dokumente, die du von deiner Familie noch hast, dann legst du dich ins Bett und schläfst den Rest von deinem Rausch aus“, befahl Malfoy und Canthall tat, wie er befohlen hatte.

„Ich denke wir können diese Zimmer nehmen. Wir müssen sie nur etwas ausräumen“, sagte Malfoy und sah sich auf der Empore um. Er wirkte zufrieden, als er aus dem Fenster sah und die Aussicht über die Dächer auf sich wirken ließ. Hermione nickte. Sie hatte ein schlechtes Gewissen hier zu sein, aber was sollte sie tun.

Sie begannen die Zimmer durchzusehen und Hermione stapelte die ganzen persönlichen Gegenstände der Verstorbenen vorsichtig in einen Karton. Sie würden sie in den Keller stellen. Die Schulbücher der beiden Jungen legte sie auf einen zweiten Stapel der stetig wuchs. Die beiden Zwillinge waren ungefähr in ihrem Alter gewesen. Sie hatten gerade ihr Abitur gemacht und wollten bald auf die Universität gehen. Die Mutter war Hausfrau gewesen und der Vater ein erfolgreicher Investmentbanker. In den beiden Zimmern fanden sie Laptops und Handys, Kleidung, CD- und Film-Sammlungen, Tennispokale, Fotos von Freunden und Klassenfahrten. Sie durchstöberten ein ganzes Leben. Gegen Mittag machten sie eine Pause und Hermione bestellte Pizza beim Lieferdienst, die sie mit Canthalls Portemonnaie bezahlte. Er hatte recht viel Bargeld da. Sie hatte ihm auch eine Pizza mitbestellt, die sie ihm in sein Zimmer brachte. Er nahm sie mit einem Danke entgegen und machte die Tür wieder zu. Dass er sie nicht knallte und dass er sich bedanke, lag wahrscheinlich nur daran, dass Malfoy ihm den Befehl gegeben hatte nett zu ihnen zu sein.

Sie ging mit den Pizzakartons ins obere Stockwerk und hörte, wie die Dusche rauschte. Mithilfe von Magie hatten sie die verstaubten Räume schnell sauber bekommen. Es würde reichen, um dort zu schlafen.

Als Malfoy aus dem Bad kam, erkannte sie ihn im ersten Moment kaum wieder. Er hatte alle Illusionszauber abgelegt und trug jetzt ordentliche Muggelkleidung. Er hatte sie von den Zwillingen und wohl etwas der Größe verändert. Die Jeans passte wunderbar zu dem dunklen Hemd und frisch rasiert und gewaschen sah er tatsächlich ziemlich gut aus. Er fuhr sich einmal durch das noch immer nasse Haar und strich es sich nach hinten, bevor er sich an den Tisch neben sie setzte.  

„Jetzt fühlte ich mich endlich wieder wie ein Mensch“, sagte er gut gelaunt und öffnete den Pizzakarton. Es war erstaunlich was ordentliche Kleidung und ein Bad aus Menschen machen konnte. Sie sollte sich wahrscheinlich auch mal wieder ordentlich duschen. Es ging nichts über eine ordentliche Dusche, wenn man Wochenlang in einem Bergbach gebadet hatte.

„Es gefällt dir hier“, stellte Hermione fest.

„Naja, es ist nicht zuhause, aber eindeutig besser als die Hütte. Sagen wir ich habe meine Erwartungen zurückgeschraubt.“

Sie konnte sich ein Schnauben nicht verkneifen. Es war nicht so, dass dieses Haus eine Bruchbude wäre oder die Zimmer, die sie für sich beansprucht hatten irgendwie klein. Eher das Gegenteil. Sie war sich sicher, dass sie ohne Malfoy niemals hier gewesen wäre. Aber es gab schlechtere Orte, an denen sie hätte sein können. Es fiel ihr zumindest gerade kein besserer ein.

Nach dem Essen verschwand auch Hermione ins Bad und ließ sich Wasser in die Wanne laufen. Sie hatte keine Ahnung, wann sie das letzte Mal warm gebadet hatte, es kam ihr wie in einem anderen Leben vor. Genießend schloss sie die Augen. Es war das vermutlich beste das sie in den letzten Monaten getan hatte.

Wenn Malfoy nicht wäre hätte sie sich niemals im Leben darauf eingelassen einen Muggel mit dem Imperius zu versklaven, um in seinem Haus zu leben. Sie hätte lieber in einer zugigen Hütte gehaust, als dies zu tun. Andererseits mussten sie den Anschluss an die Muggelgesellschaft finden und dazu brauchten sie einen Wohnort, Zugang zu Elektrizität und auch so schnell wie möglich einen Arbeitsplatz. Sie war sich darüber im Klaren, dass es ein Kampf zwischen Rationalität und Gewissen war. Ihr rationaler Verstand hatte gesiegt.

Als Hermione wieder auf die Empore kam, lag Malfoy auf der Couch, und las in einem Buch. Durch das Dachfenster schien Mondlicht hinein und eine Uhr an der Wand sagte ihr, dass es schon weit nach Zehn war. Die Situation wirkte zu normal, um real zu sein.

„Ich gehe mal frisches Bettzeug suchen“, sagte Hermione und machte sich auf den Weg nach unten. Sie fand den Muggel vor dem Fernseher im Wohnzimmer

„Könnten sie mir bitte zeigen, wo ich frische Bettwäsche finden kann?“, fragte Hermione freundlich.

Ohne sie auch nur eines Blickes zu würdigen, ging der Muggel mit ihr in den Keller und öffnete einen Schrank. Nachdem er ihren Befehl ausgeführt hatte, war er so schnell verschwunden, als hätte sie ihn auffressen wollen. Malfoy hatte ihm befohlen auch ihren Wünschen zu gehorchen. Aber er tat dies alles sehr widerwillig, wenn auch stets, ohne zu murren.

Mit einem schlechten Gewissen bezog sie die Betten und setzte sich dann zu Malfoy, der noch immer in dem Buch las. Evolution – der Anfang des Lebens stand auf dem Einband. Hermione glaubte, dass sein Vorbesitzer das Buch nicht mal angerührt hatte.

„Gute Nacht“, sagte Hermione irgendwann, nachdem sie weiter in dem Okklumentikbuch gelesen hatte und Malfoy sah von der Muggellektüre auf.

„Schlaf gut“, sagte er und nickte ihr zu.



Leider schlief sie nicht gut. Sie hatte auch die letzten Nächte schon Albträume gehabt. Eigentlich hatte sie seit Monaten Albträume. Der Baldrian und die Snargaluffblüten hatten geholfen, aber sie hatten nichtmehr viel davon, also schlief sie schlecht. Am nächsten Tag machte sich Hermione über die alten Pässe her und Malfoy tippte an dem Laptop rum, der in seinem Zimmer gestanden hatte. Es war lustig zu sehen, wie er immer wieder leise fluchte, wenn der Laptop nicht das tat, was er von ihm wollte. Nachdem dem Laptop der Akku ausgegangen war, ließ sie ihn zehn Minuten verzweifelt auf den Tasten rum hauen, bis sie ihm erklärte was damit los war. Er warf ihr einen wütenden Blick zu. Hermione amüsierte sich köstlich darüber. Es war ihre kleine Rache für all die Schmähungen in der Schule.

„Wir brauchen neue Namen, die ich in die Papiere eintragen kann“, sagte Hermione nachdenklich und musterte den Ausweis in ihren Händen. Sie wusste nicht, ob es wirklich eine gute Idee war diese Ausweise zu benutzen. Die Vorbesitzer waren sicherlich als verstorben gemeldet.

„Und neue Gesichter. Es wird nötig sein unser Aussehen dauerhaft etwas anzupassen, wenn wir auch nur einkaufen, gehen möchten“, sagte Malfoy und steckte das Netzteil in die Steckdose. Mit einem Summen fuhr der Laptop wieder hoch.

„Glaubst du wirklich, dass es so schlimm ist? Ich habe bis jetzt keine zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen in der Muggelwelt entdeckt.“ Bis jetzt hatten sie jedes Mal ihr Aussehen verändert, aber ihr missfiel der Gedanke dauerhaft mit anderem Aussehen rumzulaufen.

„Ich denke, dass es nötig ist. Weißt du, ich habe die letzten Tage viel im Internet gesurft. Da stehen sehr viele Informationen drinnen. Ich habe mir überlegt, ob da auch Informationen über Hexen und Zauberer drinnen sind und habe unsere Namen in dieses Google eingegeben, das du mir gezeigt hast.“

„Und?“, fragte Hermione jetzt doch etwas aufmerksamer.

„Es gibt im Netz eine Seite, die vor Hexen und Zauberern warnt. Dort gibt es Steckbriefe mit Eckdaten zu uns. Die Muggel werden dort gewarnt, sich vor uns in Acht zu nehmen und sofort eine Sondernummer anzurufen, sollten sie uns sehen. Unsere Bilder wurden auch in vielen Tageszeitungen abgedruckt.“

„Was?“, fragte Hermione geschockt. Sie ließ die Ausweise liegen und ging um den Tisch herum zu Malfoy um ihm über die Schulter zu blicken.

Er gab eine Adresse ein und eine Seite mit mehreren kleinen Bildern erschien. Schließlich kickte er auf eines und eine Aufnahme von Hermione war zu sehen. Sie wusste woher dieses Bild stammte. Es war im Ministerium gewesen, als sie versucht hatten, in die apparierfreie Zone zu kommen. Ihr Blick war entschlossen und ihre Haare durch die vorherigen Kämpfe ziemlich zerzaust. Sie wusste, dass Harry und Smith an ihrer Seite standen, doch beide hatte man aus dem Hintergrund retuschiert.

„Da schaust du nicht gerade nett aus. Ich wusste gar nicht, dass du so böse schauen kannst, Granger“, sagte Malfoy belustigt.

„Es gibt eine Menge über mich, dass du nicht weißt, Malfoy“, antwortete Hermione ungehalten. Sie griff an ihm vorbei und scrollte runter.

Dort stand ihr voller Name, ihr Geburtstag, der Name ihrer Eltern und das sie spurlos verschwunden waren. Dort stand in wessen Gesellschaft sie meistens angetroffen wurde und dass sie sich gut in der Muggelwelt tarnen konnte, da ihre Eltern beide magisch nicht begabt waren. Dort stand in welcher Grundschule sie gewesen war und dass sie oft an vorderster Front stand und stets engagiert war. Dort stand viel zu viel über sie. Auch dass sie sich nicht gewaltlos hatte festnehmen lassen und dabei zehn Menschen schwer verletzt hatte. Hermione schluckte, als sie daran dachte.

„Wann hast du die ganzen Muggel verletzt?“, fragte Malfoy neben ihr und markierte die Stelle im Text.

„Es war beim Kampf im Ministerium. Wir waren auf dem Rückzug, nachdem die Muggel uns schon schwer zugesetzt hatten. Ich habe das Atrium einstürzen lassen. Und sie alle begraben. Es ist nur Glück, dass keiner gestorben ist.“

„Glück“, sagte Malfoy abfällig. „Glück für die Muggel oder für uns.“

„Sie sind auch Menschen“, ereiferte sich Hermione. Dieser Zauber im Ministerium hatte sie viele schlaflose Nächte gekostet. Sie war selbst von sich entsetzt gewesen, zu was sie fähig gewesen war, um zu überleben. Jetzt wusste sie, dass sie niemanden dabei getötet hatte und es erleichterte sie ungemein.

„Nein, sie sind keine Menschen. Sie sind nicht mehr als Tiere. Ihr Wert liegt irgendwo weit hinter dem von Kobolden und Hauselfen“, sagte Malfoy grimmig.

„Das ist genauso ein Unsinn wie dieses Geschwätz vom reinen Blut, dass du immer abgezogen hast. Ich dachte damit hast du abgeschlossen, seit du mich nichtmehr Schlammblut nennst“, warf Hermione ihm ungehalten vor. Ihn sowas sagen zu hören machte sie wütend. Sie hatte tatsächlich die Hoffnung gehabt, er hätte das überwunden. Was für ein Irrtum.

„Du bist eine Hexe, Granger“, sagte Malfoy kalt. „Du bist verdammt nochmal eine von uns. Du hattest die Krankheit so wie ich. Du hast deine Zukunft verloren, so wie ich. Du wirst gejagt, so wie ich. Du wirst immer eine Hexe sein. Aber ich kann niemals akzeptieren, dass sie Muggel mehr sind als widerwärtige Tiere. Sie haben einen Moment der Schwäche ausgenutzt, um uns zu vernichten.“

„Ich bin niemals wie du“, schleuderte sie ihm wutentbrannt entgegen.

„Dann sag mir eines, Hermione“, sagte er und betonte dabei ihren Vornamen. Bedrohlich richtete er sich vor ihr auf. Hermione wurde mit einem mulmigen Gefühl im Magen bewusst, dass er fast einen Kopf größer war als sie.

„Hasst du die Muggel nicht für das, was sie uns angetan haben. Dafür das sie deinen Potter abgeknallt haben. Dafür das sie den Todkranken und Sterbenden in den Kopf geschossen haben. Ohne Mitleid, ohne Erbarmen, nur weil wir zu einer anderen Rasse gehören?“

Wütend presste Hermione die Lippen zusammen. Sie versuchte, durch die Ringe, nach seinen Gefühlen zu forschen, doch sie spürte nur seine Okklumentik.

„Du hast Recht, das ist bestialisch und ich hasse sie dafür. Aber du kannst nicht von ein paar auf alle schließen. Es gibt genug Muggel, die genauso unschuldig sind wie unsere Toten. Wir sind alles Menschen. Die Todesser haben unter Voldemorts Herrschaft auch furchtbares getan.“

„Sie sind Muggel, sie sind keine Menschen“, fauchte Malfoy.

„Du willst doch selbst unter ihnen leben, weil sie uns so ähnlich sind. Sie haben nur keine Zauberkräfte. Sie sind uns sogar ähnlicher als Kobolde und Hauselfen!“, widersprach Hermione und stemmte die Hände in die Hüften. Sie würde sich nicht darauf einlassen Malfoy anzuschreien. Sie war sich sicher, dass sie ihm argumentativ überlegen war.

„Sie sind keine Menschen“, knurrte Malfoy bedrohlich. Ehe Hermione reagieren konnte, hatte er sich auf dem Absatz umgedreht und war in sein Zimmer geflüchtet. Das Krachen seiner Zimmertür hallte durch das gesamte Haus.

Wütend stierte Hermione die Tür an. So ein Feigling. Brachte nicht mal genug Mut zum Streiten auf. Wahrscheinlich waren ihm nur die Argumente ausgegangen.

Noch immer wütend blickte Hermione auf das Bild von sich selbst. Es war Notwehr gewesen, gegen diese Muggel. Sie hatte keinem schaden wollen.

Übellaunig klickte sie auf den zurück Button und scrollte weiter durch die Bilder. Sie hatte nicht wirklich danach gesucht, aber wahrscheinlich hatte sie doch danach gesucht, denn zielsicher fand der Cursor das Bild von Draco Malfoy.

Das Bild zeigte Malfoys Gestalt auf einer großen Marmortreppe. Das musste bei ihm zuhause sein. Er hatte den Zauberstab erhoben und sein Gesicht war so kalt, dass es Hermione fröstelte. Direkt unter seinem Namen stand ich großer roter Schrift Gefährlich, sofort meiden. Das hatte bei ihr nicht gestanden.

Mit einem unguten Gefühl im Magen las sie weiter.

Draco Lucius Malfoy ist ein extrem gefährlicher Zauberer, dessen ganzes Handeln von einem rassistischen Hass auf alles nichtmagische geprägt ist. Malfoy gehört einer Gruppierung an, die direkt für die durch Magie verursachten Toten während des Jahres 1998 in Birmingham verantwortlich ist. Er hat bei Versuchen ihn festzunehmen bereits einundzwanzig Soldaten getötet, die mit seiner Ergreifung beauftragt waren. Malfoy macht keine Gefangenen und tötet sofort. Sollten sie ihn sehen, versuchen sie erst unbemerkt so viel Abstand wie möglich zu ihm zu bekommen, bevor sie die Sicherheitshotline anrufen. Versuchen sie unter keinen Umständen ihn allein zu überwältigen. Für Hinweise, die zu einer Ergreifung führen ist eine Belohnung von 100.000 Pfund angesetzt.

Hermione begann zu zittern und konnte nicht weiterlesen. Verängstigt wanderten ihre Augen zu der Tür, hinter der er verschwunden war. Einundzwanzig Menschen hatte er umgebracht? Das konnte nicht stimmen. Malfoy war zwar nie gut gewesen, aber dazu hielt selbst sie ihn nicht für fähig. Mit einem flauen Gefühl im Magen dachte sie an den einen Zauber, mit dem er die Muggel ermordet hatte, die sie gejagt hatten. Er hatte es damals nicht zum ersten Mal getan. Aber sie hätte niemals erwartet, dass er so viele getötet hatte. Das er immer tötete, anstatt zu verletzen.

Einen Moment war sie versucht zu flüchten. Einfach vor ihm wegzurennen. Aber er würde ihr nichts tun, oder? Er war ein Todesser, aber er hatte ihr nie etwas getan. Er hatte sie gerettet. Sollte sie sich nicht wenigstens seine Version anhören? War sie es ihm nicht schuldig, dafür das er ihr das Leben gerettet hatte?

Mit klopfenden Herzen ging sie zu seiner Zimmertür. Vielleicht sollte sie besser warten, bis er sich beruhigt hatte? Bevor sie es sich anders überlegen konnte, klopfte sie.

„Was willst du!“, fauchte er durch die Tür und Hermione brauchte ihren ganzen Mut, um die Tür zu öffnen. Doch anstatt danach irgendeinem verrückten Massenmörder gegenüber zu stehen, stand sie nur vor Malfoy, der auf seinem Bett saß und einen Tennisball gegen die gegenüberliegende Wand warf.

„Hast du wirklich einundzwanzig Menschen getötet?“, fragte Hermione tonlos. Sie wusste nicht was sie anderes sagen sollte.

„Nein“, antwortete Malfoy kühl und Hermione wollte schon aufatmen. „Es waren siebenundzwanzig. Es gab noch welche in der Winkelgasse und du musst die vier mitzählen die ich getötet habe, um dich zu retten.“

Hermione stockte. „Hast du denn gar kein Gewissen?“, fragte sie fassungslos und blickte in Malfoys höhnisches Gesicht.

„Es waren doch nur wertlose Muggel“, spukte er aus, doch irgendwie glaubte sie es ihm nicht. Nein, Malfoy war kein so schlechter Mensch. Oder gingen seine Vorurteile soweit?

Sie musste es wissen. Unauffällig zog sie den goldenen Ring vom Finger und steckte ihn schnell wieder auf. Das verursache eine Rückkopplung seiner Gefühle. Da war Schuld, Hass, Wut. Da war eindeutig Gewissen.

Malfoy schnaubte verächtlich. „Ich habe dich tatsächlich unterschätzt“, sagte er. Hermione spürte, dass er die Verbindung nicht mit Okklumentik wieder schloss. Er ließ sie offen. Sie hatte sowieso schon erfahren was sie wollte.

„Du hast wohl nicht nur was schulische Dinge angeht einiges im Kopf. Du hast sofort verstanden, wie du die Ringe zu deinem Vorteil nutzen kannst, selbst wenn ich es nicht will“, stellte er bitter fest.

Hermione kniff die Lippen zusammen. Sie war nicht blöd. Was dachte er denn von ihr.

„Du fühlst dich schuldig, weil du die Muggel umgebracht hast“, sagte sie vorwurfsvoll und verschränkte die Arme vor der Brust. Er hatte eben versucht ihr etwas vorzumachen.

„Ja, ich fühle mich schuldig“, gab er genervt zu. „Aber ich würde es wieder tun. Ich wollte nie jemanden verletzen. Ich habe den Dunklen Lord überstanden, ohne jemanden zu töten. Ich habe andere furchtbare Dinge getan, ja. Aber ich habe in meinem ganzen Leben nie Zaubererblut vergossen. Doch die Muggel haben unser Blut literweise vergossen. Nicht nur unseres, sondern auch das von anderen magischen Wesen die ihnen in die Quere kamen. Sie haben all unsere Hauselfen getötet. Wesen die ihnen niemals etwas getan haben.“

Malfoy hatte sich in seine Wut hineingesteigert und einen Moment fragte sich Hermione, warum es ihm etwas ausmachte, wenn Hauselfen getötet wurden.

„Die Muggel umzubringen war eine Kurzschlussreaktion“, fügte er grimmig hinzu. „Ich kannte unser Haus. Die alten Geheimgänge… Die Porträts waren auf meiner Seite. Ich habe sie einen nach dem anderen in die Falle gelockt und getötet. So wie sie mich in die Falle locken und töten wollten. Wenn man einmal mit dem Töten angefangen hat, ist es garnichtmehr so schwer.“

„Und warum hast du die Todessermaske getragen, als du sie im St.-Mungos angegriffen hast?“, fragte Hermione. Das war etwas was sie sich schon die ganze Zeit gefragt hatte. Wenn es eine Kurzschlussreaktion gewesen war, warum hatte er diese Maske dann getragen. Die Maske war ein Symbol.

„Sie hat dir Angst gemacht, oder?“, fragte Malfoy und grinste zynisch. Hermione glaubte nicht, dass sie viel dazu sagen musste. Es war doch offensichtlich.

„Ich habe die Maske wegen des Rauchs aufgesetzt. Schon bei mir zuhause. Überall im Haus war Tränengas, ein Teil des Südflügels stand in Flammen. Die Muggel haben versucht mich auszuräuchern, nachdem ich die Hälfte von ihnen erwischt hatte. Die Maske schützt gegen Feuer und sorgt dafür, dass man darunter gut atmen kann. Sie ist keine Erfindung des Dunklen Lords, sondern kommt aus der Zeit, als Hexen und Zauberer an Walpurgisnacht durch die Feuer gingen um die Magie um Fruchtbarkeit und Wohlstand zu bitten. Die Masken hatten für unser Volk schon immer einen rituellen Charakter. Unter dem Dunklen Lord benutzten sie seine Anhänger nicht nur, um ihr Aussehen zu verbergen, sondern auch, um an die traditionellen Hintergründe ihres Handelns zu erinnern.“

Gebannt hörte Hermione ihm zu. Das hatte sie nicht gewusst. Sie hatte erwartet die Todessermaske sei Voldemorts Erfindung. Malfoy berührte sein Gesicht und die Maske erschien. Er nahm sie ab und drehte das schimmernde Silber in den Händen.

„Auch das Auftreten als Todesser war in seltsamen Maße passend“, sinnierte er mit einem bitteren Lächeln. „Nicht für die Muggel oder für dich, sondern mehr im übertragenen Sinne. Der ursprüngliche Name der Todesser, den sie sich selbst gaben, war Sündenesser. Von dem Glauben übernommen die Sünden eines anderen auf sich zu nehmen, um ihm im Tod von aller Schuld zu befreien. Der Grundgedanke der Todesser war, anstatt der Zauberergesellschaft die Sünden auf sich zu nehmen, um unser Volk vor den Muggeln zu retten. Natürlich hat sich das alles später verlaufen und wir wissen was aus den Todessern geworden ist. Aber der Grundgedanke war nie so schlecht, der dahintergesteckt hat.“

Er setzte die Maske wieder auf und sie löste sich unter seiner Berührung in Rauch auf. Hermione wusste nicht so wirklich was sie dazu sagen sollte. Früher hätte sie gesagt, dass die Zaubererwelt nicht vor den Muggeln gerettet werden musste. Das war anhand der momentanen Lage allerdings ziemlich unglaubwürdig.

„Ich wollte nie dem Dunklen Lord dienen, Hermione“, sagte Malfoy und strafft die Schultern. „Aber dass die Muggel unser Untergang sein würden, damit hat er Recht behalten. Sie haben ihre schrecklichste Seite offenbart, als es uns am schlechtesten ging. Das Ministerium hat sie Jahrhunderte beschützt. Die magischen Wesen vor ihnen verborgen und wie danken sie es uns? Indem sie versuchen uns auszurotten.“

„Sie hatten Angst. Durch Voldemort sind über drei Millionen Muggel gestorben. Nie in ihrer ganzen Geschichte sind so viele auf einmal gestorben“, sagte Hermione schwach. Ihr war klar, dass sie das selbst nicht glaubte.

„Wenn du sie so verteidigst, dann kannst du damit jeden Massenmord der Geschichte verteidigen. Es ist falsch was sie tun und ich werde jeden von ihnen umbringen, der versucht uns etwas zu tun. Ich werde auch dich beschützen.“

„Ich will nicht, dass du für mich andere Menschen tötest“, erwiderte Hermione heftig. Malfoy verzog nur eine Augenbraue. Er stand auf und trat zu ihr an die Tür.

„Ich frage dich nicht nach Erlaubnis, Hermione. Wenn du nicht töten willst, um zu überleben, dann muss ich das akzeptieren. Ich werde dich nicht zwingen irgendwas zu tun was gegen deine Überzeugungen spricht. Aber du kannst nichts dagegen tun, wenn ich an deiner statt handele. Es ist das was die Todesser ursprünglich sein sollten. Die, die für andere die Sünden begehen.“

Malfoy stand ganz nah vor ihr und sie konnte in seine grauen durchdringenden Augen sehen. Ihr Herz begann einen Schlag aus dem Takt zu kommen, als sie zu ihm hochsah. Sie glaubte ihm. Sie glaubte, dass er niemanden verletzen wollte, es aber dennoch tun würde. Sie glaubte, dass ihm töten keinen Spaß machte, aber dass er sie beschützen würde. Sie spürte seine Gefühle durch den Ring an ihrem Finger und sie waren warm und stark. Er war entschlossen alles zu tun was er musste, um sie beide am Leben zu halten und mit einem Mal fühlte sie sich in seiner Umgebung unglaublich wohl.

Sie würde das Bild der zerfetzen Muggel niemals vergessen. Er hatte für sie getötet. Er hatte diese Sünde auf sich genommen und sie war ihm unendlich dankbar am Leben zu sein.

„Komm, lass und Nachrichten sehen. Du meintest doch da könnten wir viel erfahren“, sagte Malfoy und ging an ihr vorbei. Der Moment verpuffte und Hermione brauchte einen Moment, um wieder zu sich zu finden. Die Unterhaltung war vorbei.

„Ja, ich komme“, sagte sie und setzte sich neben ihn aufs Sofa.



Nachwort:

JKR hat mal veröffentlicht, dass die Todesser ursprünglich mal Ritter von Walpurgis hießen. Daher die Idee für die Maske. Auch die Assoziation mit Sündenesser liegt nahe, selbst wenn der Name wohl woanders herkommt. Mir hat diese Interpretation für meine FF trotzdem gefallen. Sie macht Draco nicht gut. Aber sie lässt ihn ein Todesser sein, den Hermione nicht abgrundtief hassen kann.

PS: Wie ihr sicher bemerkt habt gibt es einiges an Rechtschreibfehlern in der FF. Wenn sich jemand der deutschen Sprache gewachsen fühlt, würde ich mich freuen, wenn er sie Beta lesen möchte. Einfach melden.
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