Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Teufelstochter

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
OC (Own Character)
10.07.2022
06.08.2022
7
5.808
3
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
06.08.2022 1.296
 
Hi!
Da bin ich wieder aus meiner Sommerpause. Ich muss zugeben, diese Pause hat mir gutgetan.
Sorry, dass es zwei Tag später kommt, als geplant, aber mein Laptop ist mehrere Male abgestürtzt und hat es mir unmöglich gemacht noch zu schreiben.
Trotzdem wollte ich euch nicht länger warten lassen und ich glaube ich sollte mich kurzfassen, hier ist das sechste Kapitel :D.

LG Gewittermond

*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*

Pearl sah Geißel neugierig an. „Wann bekomme ich endlich ein Halsband?“,fragte sie den schwarzen Kater.
„Bald.“, erwiderte der Blutclan-Anführer, „Wenn du stark genug bist.“
„Ich kann es kaum erwarten.“ Pearl zwang sich dem Kribbeln in ihren Beinen nicht nachzugeben und blieb brav sitzen, den Schwanz ordentlich um ihre Pfoten gelegt, denn Geißel mochte es nicht, wenn sie zappelte.
Angel, Geißels neue Gefährtin, die neben ihm saß,blickte Pearl mit voller Zuneigung, aus ihren bernsteinfarbenen Augen an.
Geißel hatte sie einen Tag nach Doves Verschwinden als neue Favoritin vorgestellt und Pearl hatte die golden Getigerte sofort ins Herz geschlossen.
Sie war liebevoll, selbstlos, zuvorkommend, hilfsbereit. Ganz anders, als Dove. Die schwarze Kätzin verzog die Schnauze, als sie an ihre Mutter dachte. Dabei war sie es doch gar nicht wert, dass man auch nur ihren Namen in Gedanken erwähnte.
Ihre eigene Mutter hatte sie und ihren Vater im Stich gelassen, für ein Hauskätzchenleben und einen verweichlichten Hauskätzchengefährten. So hatte Geißel es ihr dann erzählt, als Gerüchte die Runde machten hatte er ihr schließlich die ganze Wahrheit gesagt.
Ehrlich gesagt, hatte Pearl es danach doch nicht mehr so genau wissen wollen.
Das alles war jetzt fünf Monde her und die Einzige greifbare Erinnerung, die sie an Dove hatte, war ihre wunderschöne sanfte Stimme und ihr weiches Fell.
Alles andere hatte sie aus Erzählungen anderer Katzen,wenn Geißel, Knochen, Schlange oder Eis nicht gerade in der Nähe waren.

Die Schwarze schüttelte sich. An Dove wollte sie nicht mehr denken, sondern an Angel. Angel war ihre neue Mutter. Und eine Bessere. Eine, wie Dove es nicht gewesen war. Verdammt! Sie wollte doch nicht an die Katze denken, die sich ihre Mutter zu nennen wagte.
Auf der Suche nach Ablenkung sah sie sich um und erblickte Hawk. Der braune Kater saß ein paar Schwanzlängen weiter entfernt und putzte sich.
Fragend blickte Pearl Geißel an, aber dieser hatte nur Augen für Angel. Verständlich. Pearl hatte noch nie eine so schöne Katze zu Gesicht bekommen.
Mit ihrem gold getigertem Fell, dem reinweißem Bauch und den warm funkelnden bernsteinfarbenen Augen, war sie ein echter Hingucker. Wenn Geißel nicht gewesen wäre, hätte sie selbst sich ihr nähern können, aber Pearl dachte gar nicht daran ihren Vater so zu hintergehen.

„Geißel?“, traute sie sich zu fragen. „Darf ich mich zu Hawk rübersetzen?“
„Warum?“ Der schwarze Kater bohrte seine eisblauen Augen in ihre und es fühlte sich so an, als würde der Blick ihre Seele durchdringen und Teile davon mit sich reißen.
Pearl schwieg fünf Herzschläge, doch bevor sie zu einer Erklärung ansetzen konnte, wurde sie von Angel unterbrochen: „Lass sie doch. Hawk ist, außer ihr, der Jüngste hier und wenn sie sich langweilt bringt sie sich vielleicht in Schwierigkeiten.“
„Na gut.“, grunzte Geißel widerwillg.

Zögerlich tappte Pearl zu dem braunen Kater. Er galt als mürrisch und war im BlutClan eher ein Einzelgänger, aber irgendetwas hatte er an sich, was die Schwarze immer fasziniert hatte.
„Hawk. Erzählst du mir von draußen?“
Der Braune zögerte kurz und blickte anschließend fragend zu Geißel. Dieser nickte und Hawk fing an: „Also, im Zweibeinerort ist alles verschieden und doch sehr gleich. Es gibt Zweibeinerbaue, dessen Gärten manchmal das Revier von Hauskätzchen sind. Aber die sind verweichtlicht ud rennen meist zu ihren Zweibeinern, wenn sie uns sehen. Manche überlassen uns sogar einen Teil ihres Futters und, oder Revieres, nur damit wir sie mehr oder weniger in Ruhe lassen.“
Pearls Augen weiteten sich erstaunt. Geißel war weitaus einflussreicher, als sie es sich ausgemalt hatte. Doch so wie Hawk es beschrieb, schienen die Hauskätzchen mit ihren Zweibeinern keine besonders große Herausforderung zu sein.
„Zwischen den Zweibeinerbauen befindet sich ein Labyrinth aus Wegen, auf denen Monster unterwegs sind.“
„Monster?“ interessiert spitzte Pearl die Ohren. Das hörte sich spannend an!
„Ja. Das sind keine Lebewesen, aber sie bewegen sich. Aber nur, wenn ein Zweibeiner sie zum Leben erweckt. Sie könnten eine Katze zerquetschen, wenn sie zwischen ihre Pfoten gerät.“
„Woah.“ Pearl staunte. Das hörte sich tatsächlich spannend an.
„Aber dir passiert nichts, wenn du gut aufpasst.“, fügte der braune Kater schnell hinzu, doch die schwarze Kätzin hörte nicht mehr richtig hin. Pearl konnte es kaum erwarten einem solchen Monster zu begegnen. Das war wenigstens etwas anderes, als dieser übergroße, dunkle, ewig stinkende Zweibeinerbau, in dem sie die einzige Katze ihres Alters war, weil sich im BlutClan keine Familien bilden durften.

„Wann darf ich endlich raus?“ Die Schwarze drehte sich zu Angel und Geißel um.
„Wenn du alt genug bist.“, erwiderte die goldene Tigerkätzin geduldig.
„Und wann bin ich alt genug?“
„Wenn Geißel es sagt -.“, Angel wollte noch etwas hinzufügen, wurde aber von einem Tumult am Eingang unterbrochen.
Geißel erhob sich seufzend und schlenderte gelassen zu der Katzenmenge, die sich dort versammelt hatte. Alle machten respektvoll Platz, als sie ihren Anführer sahen. Schweigen breitete sich aus und die Katzen wagten es nicht Geißel in Augen zu sehen.

„Was soll das hier?“ Der kleinwüchsige schwarze Kater blickte zuerst Knochen an, bevor er seinen kalten Blick in die Katze am Eingang bohrte.
Sie war schwarzweiß gescheckt und hatte ihre Lider ehrfurchtsvoll gesenkt, als sie die Stimme des Blutclan-Anführers vernommen hatte.
„Hier ist eine Kätzin.“, ergriff Knochen als Erster das Wort.
„Das kann ich selbst sehen Müllhirn.“, erwiderte Geißel und peitschte gereizt mit dem Schwanz. „Außerdem kann sie sicher für sich selbst sprechen. „Dein Name?“
Die Gescheckte blickte zum erstenmal auf und ihre Augen waren das schönste und zugleich unheimlichste, was Pearl je gesehen. Eine undefinierbare gefährliche Mischung aus hellgrün und gelb, was ihrem Blick einen leicht wahnsinnigen Ausdruck verleihte. Pearl lief ein kalter Schauer über den Rücken.
„Mein Name ist Juniper.“
„Was willst du?“
„Mich euch anschließen.“
Ein sadistisches Lächeln breitete sich auf Geißels Gesicht aus. „Bestehe die Prüfung und du bst immer willkommen.“
Pearl sah Juniper neugierig an. Sie sah stark und gesund aus. Solche Katzen konnte der Blutclan immer gebrauchen und unwillkürlich empfand die kleine Kätzin Mitleid mit ihr.
Sie hatte viele Gerüchte über die Prüfungen aufgeschnappt. Wenn Geißel und seine Getreuen auf Missionen unterwegs waren, trauten sich die Katzen des Blutclans überraschend viel.


Sie sollen schwer sein. Und blutig, Katzen, die sie nicht bestehen sterben. Manche verschwinden für immer. Doch Katzen die es schaffen Wasser über Blut zu stellen bekommen Halsbänder und Krallen als Zeichen ihrer Treue.
Die schwarze Kätzin verdrängt schnell den Gedanken an Juniper. Wenn man im BlutClan überleben wollte, durfte man sein Herz nicht zu sehr an eine Katze hängen. Das brachte nur Unglück.
Pearl wandte sich wieder Angel zu,die an ihrem Platz sitzen geblieben war und tippte sie leicht mit der Schwanzspitze an.
„Erzähl mir etwas über Dove.“
Angels Augen weiteten sich, bevor sie sich hektisch umsah.
„Auf keinen Fall.“, fauchte sie leise. „Was glaubst du,was Geißel mit mir, mit uns machen wird?“
„Er muss es ja nicht erfahren.“
„Im Blutclan bleibt nie etwas lang ein Geheimnis, das weißt du genau.“
„Aber du hast sie doch gut gekannt. Was glaubst du, warum sie mich verlassen hat?“
Angels Augen verhärteten sich.
„Dove braucht dich nicht zu interessieren. Zumindest jetzt noch nicht. Wenn du älter bist, werde ich dir vielleicht etwas über sie erzählen, was die Dinge in einem neuen Licht für dich erscheinen lässt.“
„Aber, warum nicht -.“ Ein Schrei übertönte Pearls Frage. Ein Schmerzensschrei. Und Chaos brach aus.


Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast