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Blackout

von ElliHill
Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi / P12 / Gen
Daniela Stamm Michael Naseband Philipp Steher Robert Ritter
08.07.2022
26.11.2022
16
12.279
3
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08.07.2022 735
 
Philipp Stehler wachte mit einem dicken Schädeldröhnen auf. Sein Wecker oder besser sein Handy spielte seinen Lieblingssong und doch hätte er das Gerät am liebsten gegen die Wand geknallt. Was für eine Nacht, dachte er nur und quälte sich aus dem Bett. Er setzte sich an die Kante, fuhr mit seinen Händen durchs Gesicht und atmete tief ein. Plötzlich spürte er, dass er nicht allein im Bett gelegen hatte und wandte sich der Person zu. Neben ihm lag eine blonde Frau und mit Verspätung erkannte er in ihr, die Servicekraft aus dem Sportclub indem er Mitglied war. Wie kam sie in sein Bett? So viel hatte er doch gar nicht getrunken und er war doch nur mit Stefan unterwegs gewesen. „Hey! Aufwachen! Ich muss arbeiten!“ rief er und stieß sie an. Keine Reaktion. Philipp dachte nach, diese Frau war absolut nicht sein Typ. Wieso war sie in seinem Bett. Das konnte doch nur ein Scherz sein. Verdammt, wieso konnte er sich nicht erinnern.“ HEY! AUFWACHEN!!“ rief er lauter. Nichts passierte. „Okay, dann werde ich jetzt unhöflich.“ knurrte er, stand auf und zog ihr die Decke weg. „so jetzt auf…“ Der Rest blieb ihm im Hals stecken. Die Frau lag in einer großen Blutlache und in Höhe des Bauchnabels sah man deutlich das Einschussloch. Für einen Augenblick stand Philipp nur da und starrte auf die Leiche. Er brauchte ein paar Minuten bis er wieder reaktionsfähig war. Er nahm sein Handy und rief Robert an.

„Ritter“ meldete sich Robert am Handy. „Ich bin es, Philipp. Robert, ich … ich …“ stammelte Philipp. „Was ist denn los? Hast du ne Leiche im Bett?“ lachte Robert. „Ja.“ kam von Philipp. Robert stutzte. Sein Freund und Kollege schien ziemlich durcheinander. „Bitte was? Philipp, was ist los? Wo bist du?“ hakte er nach und wurde ernst. Er hörte wie sein Freund tief durchatmete. „In meinem Bett liegt eine tote Frau. Sie wurde erschossen…“ kam mit gepresster Stimme von Philipp. Robert fiel das Handy fast aus der Hand. „Ist das ein Scherz?“ fragte er noch einmal nach und Philipp wiederholte, was er eben gesagt hatte. „Bei mir liegt eine tote Frau im Bett.“ Robert atmete tief durch. „Okay, ich bin gleich bei dir! Du fasst nichts an, hast du verstanden?“ wollte er von seinem Freund wissen. „Ja, klar…Ich weiß…“ gab Philipp zurück. Robert steckte sein Handy weg und wollte gerade das Büro verlassen, als Michael Naseband eintrat. „Guten Morgen!“ meinte er und erkannte sofort, dass etwas nicht stimmte. Robert zog sich seine Jacke an. „Haben wir einen Einsatz?“ wollte Michael wissen und Robert sah ihn an. „Morgen Micha. Philipp hat mich gerade angerufen. Er hat eine tote Frau im Bett.“ erklärte er und Michael drehte sich um. „Dann nichts wie hin!“ forderte er auf und schon waren die Beiden unterwegs. Auf dem Weg zum Wagen kam Alex ihnen entgegen. „Bin ich zu spät?“ fragte sie keck, doch der Ausdruck in den Gesichtern der Männer, ließ sie verstummen. „Probleme?“ hakte sie sofort nach. „Das sage ich dir, wenn ich es weiß. Wir müssen los, Alex.“ erklärte Michael und ließ sie einfach stehen.

Robert versuchte sich während der Fahrt zu konzentrieren. „Konnte Philipp dir schon mehr sagen?“ wollte Michael während der Fahrt wissen. „Er war ziemlich verstört. Er sagte, die Frau sei erschossen worden.“ gab Robert von sich. „Hat er gesagt, wer es ist? Oder was genau passiert ist?“ ging es bei Michael weiter und Robert schüttelte den Kopf. Nur wenige Minuten später waren sie bei Philipp am Haus angekommen. Als sie klingelten, dauerte es nur Sekunden, bis Philipp ihnen öffnete. Der Oberkommissar war blass und unkonzentriert. „Micha…?“ fragte er verwundert. „Gut, dass ihr da seid…“ hängte er erleichtert an und ließ die Männer eintreten. Michael und Robert traten ein und sahen sich direkt um. „Hast du gefeiert?“ wollte Michael sofort wissen. “Ja, ich war gestern mit Freunden noch auf ein Feierabendbier. Es war wirklich nicht viel, was ich getrunken habe, das schwöre ich. Höchstens zwei Bier! Ich war ganz sicher nicht so dicht, dass ich diese Frau abgeschleppt habe. Sie ist gar nicht mein Typ. Ich war nicht zu, das schwöre ich, aber ich fühle mich, als hätte ich ne ganze Kneipe allein ausgesoffen.“ stöhnte Philipp. Michael sah ihn prüfend an. „Wir werden auf jeden Fall einen Bluttest durchführen. Das dient zu deiner Entlastung.“ Legte er fest. Philipp nickte. „Oder auch Belastung. Micha, ich habe nur zwei Bier getrunken! Ich schwöre!“ wiederholte er.
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