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Harry Potter und die Rache der Todesser

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy / P16 / Gen
Astoria Greengrass Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
06.07.2022
28.07.2022
15
42.312
 
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06.07.2022 2.969
 
Es ist vorbei. Harry konnte es gar nicht glauben, er sah zu Ron und Hermine die sich an den Händen hielten und spürt eine Welle der Dankbarkeit und Liebe aufkommen. So lange waren sie gemeinsam unterwegs, hatten Phasen der Ratlosigkeit und Verzweiflung erlebt, sind gemeinsam den größten Gefahren entgegengetreten und hatten doch zusammengehalten. Nun ja, wenn man den Ausrutscher von Ron mal beiseiteschiebt. Er war müde, sehr müde. Harry hatte das Gefühl er könnte die kommenden Tage durchschlafen. Jetzt wo alles vorbei war, er Voldemort entgegengetreten und vernichtet hatte, fühlte er sich erleichtert, aber auch etwas verloren. Langsam schritt er durch das Büro des Schulleiters und blickte aus dem Fenster, von dem aus er einen guten Blick über das Schloss und seine Ländereine hatte. Sein Herz schmerzte als er die Trümmer sah und er musste an den ersten Abend hier denken. Als er mit dem Zug aus London ankam. Mit Ron, Hermine und den anderen Erstklässlern auf den Bahnsteig stieg und Hagrid sie mit den kleinen Booten über den See führte. Er konnte sich so gut an das Gefühl erinnern als er Hogwarts zum ersten Mal sah. Dieses wunderschöne und imposante Schloss mit seinen Mauern, Türmen und hohen Fenstern aus denen Kerzenlicht schimmerte. Harry war so aufgeregt, freute sich aber auch auf alles was auf ihn zukommen sollte. Natürlich hatte er auch furchtbare Angst davor sich zu blamieren oder wieder zu den Dursleys zurückgeschickt zu werden, aber trotz aller Gedanken und Gefühle, die er damals so hatte, spürte er das Hogwarts sein zuhause war. Er öffnete das große Fenster und atmete tief durch. Der Staub des Kampfes hatte sich gelegt, die Luft war wieder klar und Harry fühlte sich etwas besser.
Plötzlich hörte er wie sich die Tür des Büros öffnete, wirbelte herum und hielt seinen Zauberstab hoch, bereit zuzuschlagen. Professor McGonagall trat ein und sah sich erst um bis sie Harry, Ron und Hermine beim Fenster stehen sah, alle mit erhobenem Zauberstab. Sie hob ihre Hände leicht an und die Drei ließen ihre Stäbe erleichtert sinken.
*
„Entschuldigen sie Professor, wir dachten“ sagte Harry und blickte sie etwas verlegen an. Professor McGonagall lächelte ihn sanft an und schritt auf ihn zu. „Potter, alle fragen nach ihnen. Sie wollen ihnen danken und ich denke der ein oder andere ist ganz begierig darauf zu erfahren was im Wald geschah.“ Als Harry den Mund öffnete, um ihr schroff zu antworten, hob sie ihre Hand und er verstummte sofort. „ Potter… Harry, dafür ist noch genügend Zeit.“ Sie sah ihn mit leicht glasigen Augen an „Ich habe etwas zu Essen in den Schlafsaal bringen lassen. Gehen sie, sie benötigen Ruhe.“ Harry sah sie dankbar an, nickte und wollte gerade zur Tür raus als sie ihn an die Schulter packte. Er zuckte leicht zusammen und drehte sich zu ihr um. „Wenn sie möchten, nehme ich ihnen den Elderstab ab und bringe ihn zu Dumbledores Grab. Ich denke dort ist er am besten aufgehoben.“ Etwas verwundert das Professor McGonagall über den Stab Bescheid wusste schüttelte er den Kopf und sagte „Ich möchte das gerne selbst machen, wenn sie nichts dagegen haben, Professor“.
Sie lächelte ihn an und nickte zustimmend. Als Harry, gefolgt von Hermine und Ron an der Schulleiterin vorbei gingen, erhob sie noch einmal das Wort „Ich bin stolz“ sagte sie in einer leisen, fast zarten Stimme. Sie drehten sich um und blickten zu ihrer Lehrerin, die den Tränen nah schien „So stolz, auf sie Harry und auch auf sie Ms. Ganger und Mr. Weasley“. Harry sah eine Träne an ihrer Wange runterkullern, sie lächelte. Harry blickte zu Hermine und auch sie hatte Tränen in den Augen, genau wie Ron, was ihn erstaunte. „Danke Professor“ sagte er leise und schenkte ihr ebenfalls ein kleines Lächeln. Sie drehten sich um und schritten durch die Tür.
*
Als Harry die Augen öffnete, ging gerade die Sonne auf. Er blickte an den Baldachin seines Bettes und dachte über den gestrigen Abend nach.
Ron und Harry aßen schweigsam die hochgebrachten Sandwiches und leerten die Krüge mit Kürbissaft in einem Zug. Ebenfalls schweigsam zogen sie ihre Pyjamas an und legten sich erschöpft ins Bett. Harry schlief sofort ein, Ron hingegen brauchte einige Zeit bis er einschlafen konnte, zu sehr musste er an seinen verstorbenen Bruder Fred denken.
Harry drehte seinen Kopf zur Seite und sah Ron an der Bettkannte sitzen. Er schien gerade geduscht zu haben denn sein Haar war offensichtlich nass und er war gerade dabei sich anzuziehen. Ron aber saß nur da. Er hatte gerade mal geschafft seine Boxershort anzuziehen und eine Socke. Die zweite hielt er in der Hand, sein Kopf war gesenkt und er zitterte. Kurz dachte Harry das Ron kalt sei, obwohl es im Schlafsaal wohlig warm war, aber dann sah Harry das er nicht vor Kälte zitterte, er weinte. Er wollte ihn trösten, aber er konnte nicht. Er schloss seine Augen und auch er weinte still. Harry musste an Fred, Tonks, Remus und all die anderen Helden denken, die mit ihm für Frieden gekämpft hatten und ihr Leben ließen.
Wieder schief Harry ein….
Ginny und er saßen am großen See. Sein Kopf in ihrem Schoß las er in einem Buch. Ginny spielte verträumt mit seinen Haaren und sah ihm beim Lesen zu. Die Sonne schien und die Wärme fühlte sich wohltuend an. Harry legte das Buch zur Seite und blickte zu Ginny hoch. Wie schön sie war. Sie trug ihre Haare offen und es fielen ihr einige Strähnen ins Gesicht. „Ich liebe dich Ginny“ flüsterte er ihr zu. Ginny lächelte und beugte sich zu ihm hinunter, um ihn zu küssen.
„Harry?“ Neville stand neben seinem Bett und blickte zu ihm hinunter. Harry öffnete die Augen und rieb sie sich verschlafen. Hatte er es nur geträumt? Er sah sich um, es war dunkel, nur der Kamin spendete dem Raum ein wenig Licht. Der Schlafsaal schien leer. Nur er und Neville schienen hier zu sein. „Wie spät ist es?“ sagte er zu Neville gewandt. „Es ist schon nach 20 Uhr, alle sind schon im großen Saal, die Feier beginnt gleich.“ Harry setze sich auf und versuchte seine Gedanken zu ordnen. Neville verließ den Schlafsaal und machte sich, so vermutete Harry, hinunter zur großen Halle. Obwohl Harry nicht zum Feiern zu Mute war, machte er sich auf ins Bad, duschte sich und zog anschließen saubere Sachen an. Er ging langsam zu seinem Bett, um sich die Schuhe anzuziehen als ihm sein Stechpalmen Zauberstab ins Auge fiel. Liebevoll nahm er ihn in die Hand und musterte ihn. Kein Schaden war mehr zu sehen, der Elderstab hatte ganze Arbeit geleistet, er sah aus wie neu. Er hob ihn etwas an und überlegte mit welchem Zauberspruch er ihn testen wollte. Er dachte an Mrs. Weasley, als sie das Fell von Hermines Katze Krummbein vor Ewigkeiten, so schien es, trockenföhnte. Er richtete den Zauberstab an seinen Kopf und murmelte „Ventus Calidus“. Sofort strömte ein warmer Wind aus der Spitze des Zauberstabs und trocknete seine Haare.
Wenige Minuten später ging Harry die Treppe hinunter Richtung großen Saal und er hörte durch die geschlossene Tür ausgelassene Stimmung. Zögernd stand er vor der Tür und überlegte einen Augenblick, ob er wieder zurück in den Schlafsaal gehen sollte, denn zum Feiern war ihm nicht zumute. Da er aber auch hungrig war und sich nach der Gesellschaft von Ron und Hermine sehnte und sein Herz nach Ginny rief beschloss er doch an der Feier teilzunehmen.  Harry atmete tief durch legte beide Hände an die große schwere Holztür und schob diese auf. Sofort verstummte der komplette Saal als Harry eintrat. Keiner schien an seinem eigenen Platz zu sitzen. Schüler, Eltern, Lehrer, Geister und auch Hauselfen saßen zusammen an den großen Tischen. Am Tisch der Slytherins saßen nur wenige Schüler dieses Hauses. Malfoy saß am Ende des Tisches und starre zu Harry.  Als Harry seinen Mut zusammennahm und gerade zu seinem Platz gehen wollte, standen plötzlich alle auf nahmen schweigsam ihren Trinkkelch in die Hand und prosteten ihm stumm zu. Er sah rüber zu Draco und war erstaunt, dass auch er stand und seinen Kelch in der Hand hielt und Harry ansah.  
**
Harry verlegen über die freundliche Geste nickte kurz und ging während sich alle setzten an den Gryffindor Tisch und nahm zwischen Ginny und Hermine platz. Sobald Harry saß, begann wieder das Stimmengewirr was Harry erleichterte denn es war ihm sehr unangenehm das ihn alle anstarrten. Er war es gewöhnt immer im Mittelpunkt zu stehen und auch wenn er es manchmal genoss, war es meistens lästig und einfach nur nervig. Plötzlich musste er daran denken, dass er vermutlich die letzten Tage seines Lebens in Hogwarts verbrachte.
Er war müde traurig und ängstlich, was würde in Zukunft auf ihn zukommen jetzt wo Voldemort tot war, welche Aufgabe hätte er dann. Harry konnte es sich nicht vorstellen wie jeder andere zu arbeiten, eine Familie zu gründen und Kinder zu haben. Er hatte sich nie großartig Gedanken darüber gemacht was er in Zukunft arbeiten möchte was aus ihm werden sollte. Klar, hatte er schon länger den Wunsch Auror zu werden, aber nun ohne richtigen Schulabschluss? Er war sich sicher, das Ministerium würde ihn niemals als Auror einstellen. Vielleicht war es Zeit darüber nachzudenken einen normalen Beruf auszuüben wie Muggel es tun. Einen Moment lang sah er sich in Onkel Vernons Firma Grundings arbeiten. Harry lachte kurz auf bei dem Gedanken und Tat sich Bohnen und ein großes saftiges Steak auf.
**
Mrs. Weasley und George waren in einem Gespräch vertieft genau wie Ron und Hermine. Harry sah sich um, jeder schien sich zu unterhalten. Ginny unterhielt sich angeregt mit Cho Chang über Quidditch und ihre Pläne sich bei einigen Teams nach Hogwarts zu bewerben. Am Ende des Tisches saß Hagrid. Er hatte ein dickes blaues Auge, aber es schien ihm dennoch gut zu gehen, er sprach mit Professor Flitwick und schien sich dabei gut zu amüsieren. Plötzlich sah Hagrid auf und winkte Harry lächelnd zu. Professor Flitwick drehte sich um, nahm seinen Kelch prostete Harry zu. Harry nahm ebenfalls seinen Trinkbecher, der mit Kürbissaft gefüllt war, hoch nickte dem Lehrer für Zauberkunst zu und nahm einen Schluck.
Es war für Harry schön zu sehen, wie sich alle trotz der letzten Anstrengungen, Gefahren und der ganzen Trauer unterhielten. Als Harry sein Steak gegessen, den Nachtisch verputzt und 2 Becher Kürbissaft getrunken hatte, rieb er seinen Bauch und wohlige Wärme kam in ihm hoch. Er streckte sich und merkte, dass er immer noch todmüde war. Wie lange hatte er denn geschlafen? Waren es zehn oder zwanzig Stunden, er wusste es nicht mehr. Aber plötzlich fiel ihm etwas ein. Als er wach wurde, es war früh morgens, sah er Ron weinend am Bettrand sitzen. Er sah Ron an aber keine Tränen waren zu sehen. Hatte er es sich nur eingebildet? Hatte er vielleicht geträumt? Hermine die gerade mit dem Essen fertig geworden war, legte ihren Kopf an Rons Schulter. Er legte seinen Arm um sie und nun saßen beide schweigend da. Auch er hatte das Bedürfnis Ginny zu umarmen, sie wie in seinem Traum zu küssen und ihr zu sagen, wie sehr sie liebte, aber er bekam keinen Ton heraus. Zu groß war seine Müdigkeit zu schwer war sein Herz. Harry drehte sich um und sah zu den anderen Tischen überall aßen, tranken und schwatzten die Menschen miteinander aber nicht nur Menschen auch der ein oder andere Kobold, Zentaur, Geist und Hauselfen. Firenze und die anderen Zentauren saßen nicht am Tisch. Für sie wurde ein eigener Platz geschaffen, es war offenbar Professor Flitwicks Werk. Dort wo normalerweise der Lehrertisch stand, wuchs eine wunderschöne Wiese mit Blumen und Sträucher. Firenze und einige seiner ehemaligen Herde, thronten majestätisch auf dem weichen Gras. Harry hatte es zuvor nicht gesehen nahm ist doch einen großen Platz in der Halle ein. Sein Blick wanderte weiter über den Tisch der Slytherin.

***
Gerade als Harry Professor McGonagall neben Professor Sprout sitzen sah, erhob sie sich und ging in die Mitte des Podestes, stellte sich an den Rednerpult, mit der wunderschönen Eule wo einst Professor Dumbledore stand um die Schüler in Hogwarts zu begrüßen. Die Schulleiterin tat es ihm gleich hob ihre Arme und der ganze Saal verstummte. Mit fester und ernster Stimme sagte sie „Schüler, Eltern, Lehrer, Geister und Geschöpfe. Liebe Freunde, heute möchten wir nicht nur das Ende der Schreckensherrschaft von Lord Voldemort feiern, sondern auch den Menschen gedenken, welche ihr Leben ließen. Ich möchte gemeinsam mit ihnen anstoßen.“ Der ganze Saal erhob sich und nahm zum zweiten Mal den Kelch in die Hand aber dieses Mal ging es nicht um ihn, Harry, sondern um all die Opfer der Schlacht von Hogwarts. Professor McGonagall hob ebenfalls ihr Glas hoch und sagte: „Trauer voller Kummer und Schmerzen, ihr werdet nie vergessen sein in unserem Herzen.“ Sie nahmen den Kelch an ihre Lippen und nippte von ihrem Getränk und alle taten es ihr gleich. Schweigsam setzten sich alle wieder hin und es dauerte einige Minuten bis wieder Stimmen zu hören waren.
….

Am nächsten Morgen war eine weitere Trauerfeier angesetzt. Alle Schüler und Lehrer versammelten sich bei Dumbledores Grab, neben seinem Grabmal stand eine große Glastafeln auf der mit goldenen Lettern die Namen der Opfer der Schlacht standen. Harry wusste, dass viele Menschen und Geschöpfe ihr Leben ließen aber die Namen auf dieser großen Tafel zu sehen machte es ihm deutlich wieviel die magische Gemeinschaft wirklich verloren hatte. Vor der Tafel standen Stühle und Bänke an dem die Schüler und Lehrer Platz nahmen nur noch wenige waren anwesend denn viele mussten ihr Zuhause neu aufbauen, ihre Familien aufsuchen und sich um den Schaden kümmern welcher in den letzten Tagen, Wochen und Monaten entstand. Auch viele der Schüler wurden von ihren Eltern nach Hause geholt. In der hintersten Reihe saß Grawp mit Hagrid auf den Schultern, die Zentauren standen auf der anderen Seite der Wiese und auch die Wassermenschen und der Krake blicken vom großen See hinüber. Während der Feier sprachen einige Lehrer und Schüler. Als Ginny aufstand und vor die Trauergäste trat, blickte Harry auf. Ginny wirkte ruhig als sie zu sprechen begann, es sah aus als hätte sie das ein Leben lang nichts anderes getan, ihre Souveränität beeindruckte Harry. Er wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und blickte sie stolz an. Ginny sprach über ihre gefallenen Freunde, ihren Bruder Fred und über Zusammenhalt Liebe und den Mut, den alle aufbrachten. „Es ist in den letzten Monaten so vieles passiert. Viele Familien wurden zerstört, viele haben ihre Heimat verloren, viele wurden verletzt oder getötet. Wir müssen gemeinsam alles wieder aufbauen. Für uns, unseren Familien und wir müssen denen helfen nicht im Stande sind sich selbst zu helfen. Wir müssen nach vorne sehen und unsere lächerlichen Differenzen beilegen was macht das aus woher jemand kommt welcher Rasse er angehört welche Sprache er spricht?! Wir alle haben Gefühle und wollen nur das eine Leben und geliebt werden.“
Harry sah aus dem Augenwinkel, dass die Zentauren nickten und sogar Bane, der wild aussehende Zentaur mit schwarzem Haar und Rappenkörper, schien ihr zuzustimmen. Als alle Redner fertig waren erhob sich die Menge und ging in Richtung Schloss nur Ron Harry und Hermine blieben zurück. Während Ron und Hermine Arm in Arm vor der Tafel standen und die Liste der Opfer durchgingen, zückte Harry seinen Zauberstab und ging Richtung Dumbledores Grabmal. Mit einem leichten Wisch seines Zauberstabes hob er die schwere Platte des Grabmals an, fischte den Elderstab aus seiner Tasche, beugte sich über Dumbledores Leichnam und legte ihn unter seine Hand auf seine Brust. Einen Moment lang sah es aus als würde Dumbledore nur schlafen. Sein Körper war vollkommen unversehrt. Harry flüsterte ein leises „Danke“, erhob sich und schloss das Grab. Als Harry einen Schritt zurück ging, kam Hermine hinzu nahm ihren Zauberstab und murmelte etwas vor sich hin. Sekunden später glitzerte ein Schleier um das Grab herum. Harry musste nicht fragen um was es sich handelte er wusste genau das Hermine einen Schutzzauber ausgesprochen hatte. In den letzten Monaten als sie auf der Jagd nach Horkruxen waren, wurde Hermine eine echte Expertin was Schutzzauber anging. Sie hatte es sogar geschafft einen eigenen Zauber zu erfinden und Harry vermutete sehr stark, dass sie genau diesen Zauber ausgesprochen hatte. „Keine Sorge Harry“ sagte Hermine leise „ich habe Professor McGonagall gefragt und sie war einverstanden, dass ich sein Grab versiegle. Nur ich kann den Bann beheben denn keiner weiß, wie es funktioniert. Keiner kennt die Formel außer ich.“ Ron sah Hermine beeindruckt an legte seinen Arm um ihre Hüfte und sie legte ihren Kopf auf seine Schulter.  
Als Ron, Harry und Hermine sich auf den Rückweg machten, sah Harry am Rand des Sees Ginny im Gras sitzen. Harry verabschiedete sich von den beiden und lief Richtung See. Vorsichtig setzte er sich neben sie und nahm sie in den Arm. Harry dachte das Ginny weinte, aber dem war nicht so. Sie saß ruhig da und starrte ins Wasser. Dann flüsterte er ihr zu „Das war eine schöne Rede sogar den Zentauren hat es gefallen.“ Er schmunzelte leicht und auch sie schenkte ihm ein kleines Lächeln. „Glaubst du“ fragte sie ihn leise „glaubst du, dass Mum und Dad jemals über den Tod von Fred hinwegkommen?“ Er sah Ginny einige Zeit schweigend an dann sagte er „Ich glaube nicht. Ich glaube es wird leichter, aber ich denke es gibt keinen größeren Schmerz als den, wenn Eltern ihr Kind verlieren.“ Ginny nickte und drückte sich eng an Harry. Sie saßen lange am See und schwiegen. Harry war zwar traurig über das was geschah, aber gleichzeitig war er auch unendlich dankbar und glücklich in diesem Moment mit Ginny so dazusitzen. Er dachte an den Traum, den er hatte und fand das er nicht annähernd das zeigte was er gerade fühlte. Er strich ihr über den Kopf und gab ihr einen Kuss auf die Stirn dann flüsterte er leise „Habe ich dir schon einmal gesagt wie sehr ich dich Liebe?“
 
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