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Flammen und Finsternis - Dramione

Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / Het
Draco Malfoy Hermine Granger Lucius Malfoy
05.07.2022
02.08.2022
5
13.897
9
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
05.07.2022 3.320
 
Hallo Leute und Welcome back. Ich halte es nicht mehr aus euch die Geschichte nicht zu zeigen. Leider bin ich noch nicht fertig aber ich bin guter Dinge. Und jetzt viiel spaß mit einer eher düsteren Dramione Fanfiktion! Bitte lasst mir eure Meinung da, damit ich weiß ob euch so etwas auch gefällt.

~feenzauberglanzparty
*****


„Verdammt Harry. Schnell hilf mir. Meine Tasche schnell!"

Harry Potter tat was von ihm verlangt wurde und warf seiner besten Freundin ihre Tasche entgegen.

"Ronald Weasly! Immer machst du solche Sachen.", schniefte sie als Harry immer näher kam. Am Boden lag sein bester Freund. Sein Gesicht schmerverzerrt, seine Schulter, offen, sodass beinahe der Knochen herausragte. Blut, überall wo Harry hinblickte. Verdammt.

Harry, Ron und Hermine befanden sich in ihrem letzten Schuljahr in Hogwarts, mitten im Krieg und auf der Flucht. Die drei Hogwartsschüler waren seit Wochen unterwegs. Auf der Suche nach Horkruxen. Auf der Suche nach dem scheinbar unauffindbaren, nach Dumbledores Hirngespinsten. Seit Wochen erfolglos, einsam und am Ende aller Kräfte. Immer dazu bereit weiterzuziehen und sich zu verteidigen. Gerade hatten die 3 einen neuen Zeltplatz aufgeschlagen, nachdem Sie am Morgen ein paar Greifern entkommen waren. Sie waren mitten im Wald, mitten im nirgenwo. Ungeben von Weißeichen, ungeziefer und einer Eiseskälte. Ron war beim Apparieren zersplittert und somit waren sie wieder einmal gezwungen ihre Suche zu unterbrechen.

„Was meinst du Hermine? Wann wird er wieder fähig sein zu reisen?“, fragte Harry leise, als Rons Schlaftrank endlich wirkte. Müde blickte Sie ihren besten Freund an. „Ich glaube wir müssen ohne Ron weiter. Wir werden ihn verschleiern und hierlassen. Tonks und die anderen werden ihn in den Fuchsbau oder zum Grimmauldplatz bringen sobald er geheilt ist.“ Ungläubig starrte der blasse Junge seine beste Freundin an.

„Wir können uns nicht noch mehr Ausrutscher erlauben Harry. Ron ist in diesem Zustand nur eine Last für uns.“

Traurig blickte Sie zu Ron, doch sie wusste, dass sie Recht hatte. Sie mussten sich von Ron trennen, um die letzten Horkruxe zu finden. Seufzend stand Harry auf und ging nachdenklich umher.

„Ein Verschleierungszauber also?“ Hermine nickte.

„Und Tonks und die Anderen werden ihn finden?“

Der Auserwählte war äußerst skeptisch. Selbstverständlich wollte er seinen besten Freund nicht einfach einsam und verletzt im Wald zurücklassen.

„Sie werden ihn abholen Harry. Mach dir keine Sorgen. Ich hab alles im Griff.“

Und Harry glaubte Hermine, da sie immer alles unter Kontrolle behielt. Nachdem Hermine Ron verschleiert und einige Schutzzauber gesprochen hatte, legten sie sich neben den rothaarigen Jungen und probierten noch einmal so viele Kräfte wie nur möglich für die nächsten Tage zu sammeln.

Harry schreckte mitten in der Nacht auf, als seine Narbe begann zu schmerzen.
„Aaaurgh.“, stöhnte er und hielt sich den pochenden Kopf.
„Hermine! Hermine wach auf!“

Irgendetwas stimmte nicht.

„Hermine deine Schutzzauber wirken nicht mehr. Sie kommen, sie haben uns gefunden. Die Greifer."

Die beiden Männer, welche sie bereits seit heute Morgen jagten, hatten sie aufgespürt. Hermine sprang sofort auf ihre Beine. Noch nie hatten Ihre Schutzzauber versagt. Die beiden zückten ihre Zauberstäbe.

„Na na, wen haben wir denn da?“, grinste Scabior, den Hermine schon öfter gesehen hatte.
„Harry Potter höchstpersönlich und das kleine Schlammblut.“, er leckte sich anzüglich über die Lippen. Hermine lief ein eiskalter Schauer den Rücken hinab.

„Wo habt ihr den anderen Vollidioten gelassen?“, fragte der zweite. Das musste bedeuten, dass zumindest der Verschleierungszauber funktioniert hatte und die beiden Ron nicht sehen konnten.

„Harry.“, flüsterte Hermine.
„Harry…verschwinde hier!“

Dann zückte Sie Ihren Zauberstab und feuerte einen Explosionszauber auf die beiden Greifer.

„Ich finde dich Harry.“, schrie Sie und feuerte einen Zauber nach dem anderen. Harry verstand was er zu tun hatte. Er nutzte Die Rauchwolke, die entstand um zu apparieren. Und weg war er.

Hermine begann zu rennen. Sie musste die beiden von Ron weglocken, ehe ihr Zauber doch noch gebrochen wurde.

„Du brauchst nicht wegrennen kleines Schlammblut. Wir tun dir nichts. Wir wollen doch nur spielen.“, säuselte der eine.

Hermine konnte sich nur gut vorstellen, welche widerlichen Spiele den beiden in den Sinn kamen. Sie rannte so schnell sie konnte. Weit weg von Rons verschleiertem Körper. Beinahe stolperte sie über eine große Wurzel, welche aus dem Erboden ragte, doch fing sich in letzter Sekunde noch auf. Sie rannte weiter, immer weiter in den Wald hinein. Dann traf sie plötzlich aus dem Nichts einer der Zauber direkt ins Kreuz. Hermine wurde heftig auf den Boden geschleudert und ihr Zauberstab flog im hohen Bogen direkt in Scabiors Hände, der plötzlich vor ihr auftauchte. Sie schrie als ihre Knie aufschlugen und Ihre Nase beim Aufprall ihres Gesichtes brach. Atemlos blieb Sie liegen. Verdammt, sie war nun völlig auf sich allein gestellt. Hermine zappelte als die beiden Männer auf sie zu kamen.

„Nunja…einer ist besser, als keiner.“ Der größere von beiden zuckte mit den Schultern.
„Die anderen holen wir uns auch noch.“

Hermine wurde rücksichtslos vom Boden gezerrte und unsanft über die Schulter geworfen.

„Hände weg ihr widerlichen Mistkerle.“

Sie waren stark. Zu stark für Hermine. Sie war verletzt und erschöpft. Sie hatte alles getan um Ihre besten Freunde zu beschützen. Und sie wusste, dass die beiden ebenfalls alles tun werden um sie zu retten. Also beschloss Hermine Granger, es einfach über sich ergehen zu lassen. Und wenn sie sie dem Lord persönlich zum Fraß vorwerfen würden. Sie würde nichts verraten. Eher würde sie sterben.

Es fühlte sich an wie mehrere Stunden, seit Hermine von den Greifern verschleppt wurde und Sie hatte da so eine Ahnung, wo sie wahrscheinlich bald aufschlagen würden. Wenige Minuten später bestätigte sich ihre Vermutung.

Die Festung der Dunkelheit.

Malfoy Manor.

Ausgerechnet in die Arme ihrer Schulkollegen und sogar in die Arme ihres Lehrers. Hermine wusste, dass Snape dort sein würde. Sie wusste, dass er nichts tun konnte. Jedenfalls nichts Offensichtliches, um Hermine zu retten. Und ihre Mitschüler würden sich wahrscheinlich ins Fäustchen lachen. Pansy Parkinson, Blaise Zabini und natürlich Draco Malfoy, würden mit Sicherheit keine Anstalten machen ihr zu helfen.

„Los rein da Schlammblut.“, rief Scabior wütend und schubste sie unsanft in einen großen Raum.

Hermine hatte sich immer vorgestellt, wie es hier wohl aussehen würde. Und zu Ihrem Bedauern aber gleichzeitig zu ihrem Erstaunen, hatte sie es sich genauso vorgestellt. Das Manor glich einem Palast. Einer Festung, welche vor Dunkelheit trotzte. Dieses Gebäude und seine Bewohner waren so mächtig, dass sich die junge Gryffindor Ihrer ganzen Magie beraubt fühlte und das nicht nur weil sie keinen Zauberstab mehr hatte. Sie schluckte, ehe ihr noch einmal ein Stoß verpasst wurde und sie geradewegs vor Lucius Malfoy auf die blutenden Knie fiel. Langsam und vorsichtig hob sie den Kopf und blickte in Lucius hasserfüllte Augen.

„Miss Granger, willkommen in meinem bescheidenen Heim.“

Hermine öffnete Ihren Mund um etwas zu erwidern, als sie plötzlich Draco erblickte. Draco Malfoy, Arroganz in Person und ihr persönlicher Lieblingsfeind stand lässig gegen eine Wand gelehnt, die Arme verschränkt und den Kopf gesenkt.

„Draco!“, rief Lucius und sein Sohn wusste genau, dass es ein Befehl war.
„Sag, willst du deiner lieben Klassenkameradin nicht guten Tag sagen?“

Draco und Hermines Blicke trafen sich und ruhten einige Sekunden aufeinander. Er trat neben seinen Vater und ihr wurde bewusst wie unglaublich ähnlich sich die zwei Männer sahen. Beide hatten diese weißblonden Haare, diese arrogante Ausstrahlung und diese unfassbar eisigen Augen. Und Hermine konnte nicht leugnen, dass die Schönheit der Malfoys atemberaubend war.

Ihr Körper wurde magisch nach vorne gedrückt, sodass es den Anschein machte, sie würde sich vor Draco verbeugen.

„Hallo Schlammblut.“, knurrte er.

Dann wurde sie von zwei Todessern grob an den Schultern gepackt und auf die Beine gezogen.

„Malfoy.“, keuchte sie atemlos.

Der Tag war anstrengend gewesen, Ihre Glieder schmerzen, ihr Hals war trocken und ihr Kopf pochte laut.

"Was haben du und Potter vor kleines Schlammblut? Wo habt ihr euch die letzten Wochen rumgetrieben? Und wo verdammt ist er?" Lucius packte Hermine grob am Hals.

Ein wenig Hoffnung flammte in Hermine auf. Sie wussten es nicht. Sie wussten nichts von den Horkruxen und ihrer Suche danach. Sie hatten keine Ahnung, dass Harry wusste, wie man Voldemort aufhalten konnte. Und sie würden es sicher nicht von ihr erfahren. Hermines Kehle wurde zusammengedrückt. Selbst wenn sie es wollte, hätte sie nicht anworten können.

"Sperrt sie ein! Sofort!“, rief Lucius und die beiden Todesser gehorchten.
„Kein Wasser, kein Brot. Lasst sie schmoren! Ihr wisst, wie es läuft.“

Hermine wurde panisch.

"Du wirst schon noch reden kleines Schlammblut."

Ihre Augen flackerten und sie fing an sich zu wehren. Sie blickte im Raum umher und suchte nach Hilfe. Sie wollte nach Snape rufen. Er war doch ihr Lehrer. Dumbledore engster Vertrauter. Er konnte das nicht einfach zulassen. Doch sie konnte ihn nicht entdecken. Und selbst wenn, dann hätte sie nicht lauthals seinen Namen brüllen und seine Tarnung auffliegen lassen können. Sonst hätte sie ihr Versprechen an Dumbledore gebrochen, alles für sich zu behalten. Alles was sie in den letzten Monaten herausgefunden hatte und womit sie Dumbledore und Snape konfrontiert hatte. Sie verpflichtete sich zur Verschwigenheit, sonst hätte Snape sie nicht gehen lassen. Hermine starrte in die Grimassen verzerrten Gesichter von Fenrir Greyback und Bellatrix Lestrage, die sich scheinbar unheimlich amüsierten sie so am Boden zu sehen. Pansy Parkinson stand in einer Ecke mit Ihren Eltern zusammen, doch sie sah keineswegs glücklich aus. Die Angst stand ihr ins Gesicht geschrieben. Und Draco Malfoy? Ja Malfoy sah, wenn sie es sich genauer überlegte alles andere, als glücklich aus. Er sah emotionslos und leer aus. Anders, als sie es von ihm gewohnt war. Doch es rührte sich niemand. Dann wurde ein Zauber auf Hermine gefeuert, welcher sie außer Gefecht setzte. Ihre Beine wurden unbeweglich und stocksteif. Sie hatte verloren. Von nun an war sie eine Gefangene im Manor.

Man schleppte sie grob durch einige Gänge des Anwesens. Vorbei an Familienportraits, an Skulpturen und Kunstwerken, die voller dunkler Magie strahlten. Hermine erschauderte es. Desto weiter sie die Treppen hinunter geschleppt wurde, umso kälter wurde ihr. Sie musste sich mittlerweile einige Meter unter der Erde befinden. Sie hörte es leise wimmern und weinen, was bedeuten musste, dass die Malfoys noch andere Gefangene hatten.

„Sag hallo zu deinem neuen Zuhause Schlammblut!“

Hermine wurde unsanft in eine Zelle gedrängt und die Zellentür versiegelt. Das war es also…ihr neues „Zuhause“. Hier war sie gefangen und konnte nicht mehr entkommen. Nicht ohne ihren Zauberstab, nicht ohne fremde Hilfe. Kraftlos ließ sie sich auf den dreckigen Boden sinken.  Das Gemäuer war alt und kalt. Es glich einer Tropfsteinhöhle. Die brüchigen Steinwände waren von Moos und Efeu übersäht. Es tropfte von der Decke und roch fürchterlich. Hermine durfte gar nicht darüber nachdenken, sonst hätte sie sich übergeben. Sie schaute sich um und probierte sich in der Dunkelheit zurecht zu finden. Die Hosen, welche Hermine trug, waren zerrissen und entblößten ihre blutigen Knie. Wenn sie hier nicht in wenigen Tagen rauskommen würde, oder wenigsten frisches Wasser bekommen würde, dann bedeutete dieses Verließ ihr Ende.

Es vergingen Stunden, dann Tage. Oder vielleicht waren es sogar Wochen. Hermine glaubte das jedenfalls. Sie hatte mittlerweile ihr Zeitgefühl verloren. Sie wusste nicht, ob es Tag oder Nacht war. Wenn Sie so darüber nachdachte, wusste sie nicht einmal an welchem Wochentag sie gefangen wurde, geschweigedenn welcher Tag heute war oder welche Jahreszeit herrschte. Hermine dachte an ihre Eltern. An Harry und an Ron. Sie hoffte, dass die anderen ihm gefunden und in Sicherheit gebracht hatten. Irgendjemand musste die Suche nach den Horkruxen beenden. Und sollte Harry nicht durchkommen, lag alles an Ron. Hermine lachte verbittert auf, ehe ein Hustenanfall den nächsten jagte. Ronald Weasly. Retter der Zaubererwelt. Dazu war mehr als eine Flasche Felix Felicis notenwendig.

Bisher hatte keiner nach Ihr geschaut. Sie hatte weder Trinkwasser noch etwas zu Essen bekommen. Ihr Magen knurrte. Mittlerweile waren ihre offenen Knie, dreckige, verkrustet Wunden. Ihre Nase hatte sie selbst zurechtgerückt, sodass der Bruch zumindest gerade heilen konnte. Seit einiger Zeit hatte sie einen trockenen Husten, der sie kaum zur Ruhe kommen ließ. Sie kauerte auf dem kalten Boden herum und war nur noch eine kraftlose Hülle. Wieder einmal schloss sie die Augen, versuchte ihre Atmung zu kontrollieren und bei Bewusstsein zu bleiben. Plötzlich hörte sie ein Geräusch welches sie aufschrecken ließ.

“Harry.“, krächzte sie.

Es musste einfach Harry sein. Er würde Sie retten, da war sie sich sicher. Die Brünette versuchte ihre Augen zu öffnen, doch blickte nur ins Dunkle. Das Geräusch kam näher.

„Harry…“, keuchte sie leise.

Die Schritte kamen näher und sie sah ein Licht. Jemand fuchtelte wild mit einer Fackel vor Hermines Zellentür herum.

„Granger?“, flüsterte die Person. „Granger?!“ Hermine saß in der hintersten Ecke ihrer Zelle. Es war nicht Harry. Niemals würde Harry sie so nennen.

„Granger verdammt!“, knurrte kein geringerer als Draco Malfoy.

Dann hörte sie das Schloss ihrer Zellentür knacken und er trat ein. Panik machte sich in der jungen Gryffindor breit. Was wollte er? Er würde sie doch nicht Ihr-wisst-schon-wem ausliefern? Nicht in ihrem Zustand. Sie würde keine 2 Minuten überleben, wenn er Sie jetzt den Todessern zum Fraß vorwerfen würde. Als er sie in der Dunkelheit erkannte verzog er angewidert das Gesicht. Sie musste schrecklich aussehen.

„Verdammt Granger!“

Er schüttelte den Kopf und irgendwie sah er schockiert über Ihren Zustand aus. Er kam näher und Hermine rutschte einige Zentimeter auf dem Boden von ihm davon.

„Was willst du hier?“, hustete sie.

„Na wonach sieht es denn aus Granger?“, knurrte er genervt.
„Ich komme um dir zu helfen.“

Zu helfen? Hermine musste sich verhört haben. Trotz Ihres erbärmlichen Zustands, musste sie beinahe laut auflachen.

„Fahr zur Hölle Malfoy!“, entgegnete Sie und drehte sich weg von dem erstaunten Slytherinprinzen.

„Verdammt Granger!“, wiederholte er wieder.

Grob packte er sie am Handgelenk, welches er vor lauter Schreck sofort wieder gehen ließ. Sie war so dünn geworden. Hermine Granger bestand nur noch aus Haut und Knochen. Ihre Kurven waren verschwunden, ihre Haare verfilzt. Der körperliche Zustand des Mädchens war unterirdisch. Wie würde es also ihn ihrem Innern aussehen? Draco schüttelte den Kopf um wieder zu sich zu kommen. Hermine zischte.

„Lieber sterbe ich hier, als mir von dir helfen zu lassen.“ Malfoy öffnete den Mund um etwas zu erwidern. Doch er beschloss lieber zu handeln, anstatt zu diskutieren. Es griff wieder Hermines Arm und zog sie zu sich.

„Lass mich sofort los!“, schrie sie so gut es ihre Stimme zuließ.

„Trink das!“, befahl er.

„Lieber verdurste ich.“

Hermine wollte nicht auch noch ihre komplette Würde verlieren. Er hielt ihr ein kleines Fläschchen vors Gesicht. Es sah aus wie ein Trank. Ein Trank für was? Malfoy rollte genervt mit den Augen und packte sie grob am Gesicht. Sie presste sie Augen zu Schlitzen zusammen und wehrte sich. Wäre ihr Mund nicht sowieso schon so trocken gewesen, hätte sie ihm vermutlich vor die Füße gespuckt.

„Es wird dich nicht umbringen Granger, also mach deinen verdammten Mund auf.“

Sie schüttelte heftig mit dem Kopf und versuchte sich aus seinem Griff zu befreien. Dann kannte der Eisprinz keine Gnade mehr. Er legte ihrem Kopf nach in den Nacken, öffnete Ihren Mund und leerte ihr die undefinierbare Flüssigkeit in den Rachen. Hermine wollte spucken, sie konnte doch nicht einfach schlucken was er ihr einflößen wollte. Doch er ließ sie nicht. In Ihren Augen sammelten sich Tränen. Hilflos und flehend blickte sie ihm in die eisigen Augen.

„Es wird dich nicht umbringen Granger!“, wiederholte er, ohne ihren Blick loszulassen.
„Schluck, dann geht’s dir besser.“

Hermine schloss die Augen und tat was, was sie noch nie zuvor getan hatte. Sie vertraute Draco Malfoy. Sie schluckte die Flüssigkeit herunter, welche sofort ein wohlig warmes Gefühl in ihrem Körper auslöste. Sie fühlte sich plötzlich nicht mehr hungrig, hatte keinen Durst mehr und ihre Knie taten nicht mehr weh. Als er sie endlich los ließ keuchte sie überrascht auf.

„Was bei Merlin?!“

Er verdrehte genervt die Augen.

„Enttäusch mich nicht Granger. Dir müssten Stärkungstränke doch ein Begriff sein.“

Und selbstverständlich hatte er Recht. Hermine kannte sich mit normalen Katertränken oder Mittel gegen Übelkeit und Kopfschmerzen aus, aber das hier hatte eher etwas vom flüssigen Glück. Immer noch starrte sie ihn ungläubig an. Ihr ging es wieder gut. Sie war beinahe wieder die Alte. Alles Unwohlsein der letzten Stunden oder Tage, war wie weggeblassen.

„Mach den Mund zu Granger. Wenn alles vorbei ist bekommst du schon das Rezept.“, erwiderte er.

„Wieso?“, fragte sie leise.

„Wieso? Na weil, dass ein wirklich klasse Stärkungstrank ist und du ihn sicher noch öfter nötig hast bei dem was uns bevor steht."

Jetzt war es Hermine, die genervt den Kopf schüttelte, während sie sich auf ihre nach wie vor wackeligen Beine stellte.

„Nein, verdammt.“ Sie rieb sich den Kopf.
„Wieso tust du das?“

Zögernd blickte er sie an. „Wir haben keine Zeit für Erklärungen Granger. Komm mit und beeil dich!“

Hermine hasste es, wenn man sie im Dunkeln ließ. Wenn sie keine Kontrolle hatte. Doch sie folgte Malfoy. Sie hatte schließlich nichts mehr zu verlieren.

Sie schlichen durch den Kerker des Manor. Wo brachte er sie nur hin? Immer wieder hörten sie leises wimmern und schluchzen. Hin und wieder hallte ein schriller Schrei durch die Gänge und Hermine erschauderte es am ganzen Körper. Wenn Sie je fliehen konnte, musste sie die armen Seelen dort unten befreien. Das nahm sie sich zumindest Felsenfest vor. Plötzlich blieb Malfoy stehen. Die beiden hörten Schritte die immer näher kamen. Todesser. Ehe sie realisieren konnte, was da gerade passiert, drückte er sie plötzlich rückwärts gegen die Wand und hielt ihr seine Hand vor den Mund.

„Kein Mucks Granger!“

Sie zitterte am ganzen Leib als sich sein warmer Körper an ihren presste und sie seinen Atem hören konnte. Das war die erste Berührung seit einer gefühlten Ewigkeit. So nah, war ihr lange keiner mehr gekommen. Endlich konnte sie wieder Wärme fühlen. Sie starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Die Schritte kamen nicht mehr näher. Sie verstummten. Trotzdem verharrten die beiden jungen Zauberer in dieser Position. Draco nah an Hermine gedrängt und Hermine mit weit aufgerissenen Augen und zitternd. Draco schien sich wieder zu sammeln. Er räusperte sich und ließ abrupt von Hermine ab, welche sofort erleichtert aufstöhnte.

„Komm, wir müssen weiter.“, flüsterte er.

Weiter. Immer weiter durch die kalten Gänge, bis sie vor einer Art Tor zum stehen kamen. War das eine Art Ausgang? Er konnte sie doch nicht einfach gehen lassen oder doch?

„Warte hier!"

Ehe sie etwas erwiedern konnte, war er bereits durch das Tor verschwunden und sie stand alleine in dem dunklen Gang. Sollte sie verschwinden? Doch wohin? Hermine hatte keine Ahnung wo sie sich genau befand und wie sie hier je alleine raus kommen sollte. Das Tor öffnete sich und sein blonder Kopf erschien.

„Komm!", befahl er.

Hermine erwartet alles hinter dieser Tür, doch sicherlich nicht das, was sie dann erblickte. Sie starrte in die Gesichter ihrer Slytherin-Mitschüler, in die Gesichter von Luna und von Fred und George.

„Was..?" Fassungslos schüttelte sie den Kopf.

„Hermine!", rief George und kam sie zu gerannt. Seinen starken warmem Arme umschlossen die junge Gryffindor. Endlich, nach all der langen Zeit fühlte sie sich nicht mehr allein. Tränen rannen ihr über das Gesicht.

„George.", flüsterte sie und blickte den älteren der Weasly Zwillinge überglücklich an. „Fred! Luna." Auch ihre anderen Freunde kamen nun auf sie zu.

„Was bei Merlins Bart ist hier los?"

Hermine konnte kaum glaube, dass sie wirklich in Mitten ihr bekannter Gesichter stand. Malfoy war es, der nun als erster das Wort ergriff. Wir waren schließlich immer noch in seinem Haus.

„Chrrrm, ich unterbreche euer unerträgliches Gesülze nur ungern aber wir haben jetzt wirklich wichtiges zu tun. Granger.", rief er.

„Du wirst dich sicher fragen was hier los ist und ich will es dir erklären. Die anderen können gehen!"

Hilflos blickte sie zu George als sich plötzlich alle in Bewegung setzten.

„Keine Sorge Hermine. Draco wird dir alles erklären."

Draco? Hatte George Malfoy gerade wirklich beim Vornamen genannt? Wie lange war Hermine nur eingesperrt gewesen?
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