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Kein Grund zur Besorgnis

von rexword
Kurzbeschreibung
GeschichteThriller, Action / P16 / Het
03.07.2022
04.07.2022
2
7.282
 
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03.07.2022 2.447
 
Festmahl

„Die Truppen befinden in unmittelbarer Nähe zur Westgrenze. Angeblich für ein groß angelegtes Manöver. Wie der Präsident verlauten ließ, sieht er jedoch keinen Grund zur Besorgnis. ‚Wir sind auf alles vorbereitet. Außerdem wird niemand so verrückt sein und unser Land anzugreifen. Der letzte Krieg ist schon fast 70 Jahre her und wir leben in Frieden mit unseren Nachbarn.‘ Auf Nachfrage …“

Kateryna schaltete den Fernseher aus, die immer gleichen Nachrichten langweilten sie. Politik war was für ihre Eltern. Sie interessierte das nicht.

„Papa! Ich bin dann mal weg!“ Ein letzter Schluck von ihrem Orangensaft, dann stellte sie den Plastikbecher in Spüle. Die Schale mit Haferbrei spülte sie kurz aus und platzierte sie auf der alten zerschrammten Anrichte ihrer Küche. Krümel, die unter den Schrank fielen und sammelten die Kakerlaken begierig ein.

Zum Schluss schulterte sie ihren Rucksack und machte sich auf den Weg zur Uni.

„In Ordnung, Schatz!“, kam der gedämpfte Ruf aus dem Arbeitszimmer im ersten Stock. „Denk bitte daran, dass du …“ Rumms. Die Tür fiel ins Schloss.

Ja, ja. Kateryna nervte, dass Dmytro sie bemutterte. „Bevaterte“ müsste es wohl heißen. Die Sonne schien ihr ins Gesicht und es roch nach Frühling, als sie sich mit ein paar Schritten durch ihren winterlichen Vorgarten sprang. Das schmale Haus, dass sie sich mit ihren Eltern sowie Oleksandr ihrem nervigen älteren Bruder bewohnte, lag am Stadtrand. Der Campus befand sich eher in Richtung Stadtzentrum. Sie holte ihren zerschrammten E-Scooter aus dem rostigen Ständer und fuhr los. Das vordere Rad eierte ein wenig, das war bequemer als zu Fuß zu laufen oder mit ekligen Leuten im Bus zu sitzen.

Es war das letzte Semester ihres Elektrotechnikstudiums, mit Sprachen und anderen Geisteswissenschaften konnte sie nie was anfangen. Während sie weiter über den Gehweg rollerte und sich dem Innenstadtbezirk näherte, überlegte sie sich, was welcher Job ihr in Zukunft gefiel. Sie könnte bei einem der diversen Start-ups anheuern, die versuchten, den boomenden Weltmarkt mit ihren Drohnen zu erobern.

Mario, ein ehemaliger Kommilitone, arbeitete für einen dieser Läden. Mit glühender Begeisterung schwärmte er davon, dass dort ein bekannter amerikanischer Investor eingestiegen war. Im Anschluss hatten es die beiden Gründer ordentlich krachen lassen und die ganze Belegschaft zu einer Sause eingeladen. Seine großzügige Wohnung lag in der Nähe der Uni. Für heute Abend hatte sie sich mit ihm und ein paar Freunden zum Feiern verabredet. Die perfekte Gelegenheit, ihn zu fragen, ob sie dort ebenfalls einsteigen könnte.



Die frischen Bäume der modernen Allee, die erst letztes Jahr fertiggestellt worden war, zogen an ihr vorbei. Die vordersten neuen Gebäude des Campus wurden sichtbar. Sie rollerte durch ein begrüntes Neubaugebiet mit vierstöckigen Wohnblöcken, das an das Unigelände grenzte.

Ein seltsames Zischen und Rauschen ertöne. Das Geräusch kam von oben und näherte sich. Kateryna stoppte ihr Gefährt und schaute zusammen mit anderen Passanten verwundert in den Himmel. Fünf schwarze Zylinder schossen in niedriger Höher über ihren Kopf hinweg und hinterließen rauchige Kondensstreifen. Was war das? Raketen?

Chaos brach aus. Sirenen auf den Dächern der Häuser heulen auf. In der Ferne erklangen dumpfe Donnerschläge. Die Menschen reagierten unterschiedlich. Einige riefen lautstark Fragen, blieben stehen oder schauten alarmiert auf ihre dünnen Smartphones. Andere rannten in verschiedene Richtungen davon.

Kateryna blickte sich panisch um. Ihr Herz klopfte bis zum Hals und ihre Eingeweide zogen sich vor Angst zusammen. War das ein Angriff? Was sollte sie tun? Zurück nach Hause war es mindestens zwanzig Minuten mit dem Roller. Gab es einen Schutzraum? Damit hatte sie sich nie beschäftigt. Wo rannten all die Menschen hin?

Ihr Smartphone! Panisch holte sie das alte Teil mit den albernen Katzenohren aus ihrer Tasche und drückte auf den Button, um ihren Vater anzurufen. Inzwischen stand sie allein auf Gehweg. Der Autoverkehr nahm zu. Kein Netz! Scheiße! Was war mit Dmytro?

Weitere Raketen zischten böse über ihren Kopf hinweg. Das waren verdammt viele! Unter das Heulen des Fliegeralarms mischten sich die Sirenen der Rettungskräfte. Detonationen erklangen. Scheiße! Scheiße! Scheiße! Das war nicht weit entfernt! In der Entfernung stieg hinter den hohen Häusern Rauch auf.

Zu Mario! Ihr fiel nichts Besseres ein und sie musste von der Straße runter. Er wohnte direkt um die Ecke. Hoffentlich war er daheim und hatte eine Idee, was zu tun war. Also gab sie Schwung und fuhr den Roller um die nächste Kurve der Grünanlage. Warum war dieses Teil so scheißlangsam!!



Es blitze. Eine Detonation zerriss Wohnblock auf der anderen Seite der gepflegten Wiese neben ihr. Ohrenbetäubendes Krachen folgte. Kateryna schrie auf. Eine Druckwelle mit Steinsplittern fegte sie von ihrem Roller und schmiss sie ungebremst auf den Gehweg. Harter Asphalt schrammte über ihr Gesicht, als sie auf dem Boden aufschlug.

Überall Staub und Schreie. Ihren Ohren fiepten. Alle Geräusche waren wattig gedämpft. Sie hustete, spuckte Blut und Dreck aus. Eine Gesichtshälfte brannte wie Feuer.

Was war passiert? Bedächtig richtete sie sich auf und schaute sich verwirrt um. Wo sich vorhin die Grünfläche war, lagen Schutt und Steine. Langsam hörte sie wieder normal. Autoalarmanlagen lärmten, Autos gehupten und Menschen schrien.

Auf der Straße waren staubbedeckte Fahrzeuge ineinander gefahren. Wer konnte fuhr hupend über das Geröll daran vorbei. Von dem Wohnblock neben ihr existierte noch ein Gerippe, in der es brannte. Einzelne Personen stolperten daraus hervor. Viele lagen bewegungslos auf dem Boden davor.

Mit wackeligen Beinen erhob sie sich. Staub rieselte von der Jeansjacke und aus ihren langen Haaren. Erneut hustete sie und spuckte Blut. War sie verletzt? Erst jetzt besann sie sich und tastete sich ab. Autsch! Ihr Gesicht war auf der einen Seite über das Pflaster geschrammt und ihre Lippen blutig aufgeplatzt. Ansonsten bemerkte sie keine ernsthaften Verletzungen. Ihr Herz wummerte, trotzdem versuchte sie, durchzuatmen.



Ruhig Kateryna. Denk nach! Rief sie sich zur Ordnung. Scheinbar war sie einem nahen Raketeneinschlag entgangen. Oh, Scheiße. Das war der Wohnblock, in dem Mario wohnte. Nein! Das durfte nicht sein! Sie schritt langsam vorwärts. Vielleicht hatte er überlebt und sie war in der Lage ihm zu helfen. Wie im Traum bewegte sie ihre Beine in die entsprechende Richtung. Verstaubte und blutenden Menschen mit auf aufgerissenen Gliedmaßen und großflächigen Wunden kamen ihr entgegengehumpelt. Sie ignorierte sie. Sie musste Mario finden.

Größeren Trümmer und auf der Seite liegenden Autowracks lagen überall verteilt. Das war ein gewaltiger Einschlag. Es roch nach verbranntem Gummi und heißen Stein. Als sie an einem zweijährigen Mädchen vorbeikam, das reglos mit Plüschhasen in der Hand im Dreck des zerstörten Spielplatzes lag, stieg in ihr Übelkeit auf. Kateryna kotze sich die Seele aus dem Leib. Anschließen fühlte sie sich besser. Diverse Leichen lagen auf der Wiese verstreut, gnädigerweise von Staub bedeckt. Scheiße, wer tat denn so etwas? Warum hatte man eine Rakete in einen Wohnblock gefeuert, in dem unschuldige Kinder und Familien lebten?

Mario! Sie musste weiter. Den Toten konnte sie nicht mehr helfen. Hoffentlich gehörte keiner der Körper auf der Wiese zu ihm.

„Mario?“, brülle sie, als sie näher am zerstörten Gebäude heran war. „Mario! Ich bin es Kateryna! Mario!“

Wer in der Lage war, hatte das Areal verlassen. Weitere Menschen suchten zwischen den Trümmern scheinbar nach Freunden oder Angehörigen. Sie riefen und durchstöberten das übrig gebliebene Gerippe des Wohnblocks. Dort drin hatte niemand das Inferno überlebt. Keine Chance.

Ratlos schaute sie sich um. Eventuell war er nicht zu Hause, sondern in der Stadt unterwegs gewesen? Dann könnte sie lange suchen.

Ihr fielen siedend heiß Ihre Eltern und Oleksandr ein. Wie konnte sie die nur vergessen haben! In dem Chaos und ihrem Schockzustand hatte sie an die drei keinen Gedanken verschwendet. Erneut holte sie ihr Smartphone heraus, es war zum Glück in ihrer Tasche. Allerdings war es ohne Empfang.

Sie musste nach Hause, um nach ihnen zu schauen. Also drehte sie sich um und lief wie betäubt wieder zurück zur Straße. Die anderen Verletzten und Toten um sie herum bemerkte sie nicht. Was zählte, war ihre Familie.



Als sie beim Gehweg ankam, hörte sie ein Brüllen in der Luft. Oh, nein! Was kam jetzt? Sie hockte sich hin und sah erneut panisch in den Himmel, dort schossen drei Kampfjäger des Militärs vorbei. Dieses Mal in die entgegengesetzte Richtung. Vermutlich ihre eigenen Soldaten. Was sollte das ändern?

„Kateryna? Bist du das?“ Von der gegenüberliegenden Straßenseite kam ein jüngerer Mann mit dunkelbraunem Haar auf sie zugelaufen. Mario! Er hatte überlebt!

„Mario! Was bin ich froh, dich lebend zu sehen!“ Sie stolperte ein paar Schritte nach vorne und umarmte ihren Freund. Fest drückte sie ihn in sich. Auf seiner Kleidung war kein Staub. „Oh, man. Ich dachte schon, es hätte dich erwischt.“

„Bist du in Ordnung?“ Ihr ehemaliger Studienkamerad hielt sie an den Schultern vor sich und schaute sie besorgt an.

„Ja. Nur ein paar Schrammen. Weiß du, was passiert ist? Ich kann meine Familie nicht erreichen.“

„Die haben uns tatsächlich angegriffen. Diese Schweine. Damit hatte niemand ernsthaft gerechnet. Es gibt doch seit Jahrzehnten keinen Krieg mehr und wir leben in Frieden.“ Er schüttelte ungläubig den Kopf. „Es gibt kein Internet mehr, daher weiß niemand etwas Genaues. Jetzt lass uns schnell von der Straße verschwinden.“

Das Heulen der Sirenen war inzwischen verstummt. Scheinbar waren zumindest für den Moment keine weiteren Geschosse zu erwarten. Der Staub senkte sich langsam und ließ das ganze Ausmaß der Zerstörung erkennen. Überall über der Großstadt stiegen schwarze Rauchsäulen auf. Die Raketen hatten mit Sicherheit Hunderte Opfer gefordert. Ihr Verstand weigerte sich, zu glauben, was er sah.

„OK. Ich will zu meinen Eltern. Was ist mir dir?“, fragte sie ihn und schaute sich nach einer Transportmöglichkeit um.

„Ich begleite dich. Meine Familie wohnt weit außerhalb denen geht es hoffentlich gut. Lass uns eines der Autos anhalten. Vielleicht nimmt uns jemand ein Stück mit.“ Damit schaute Mario kurz nach einem passenden Gefährt und trat, ohne zu zögern, auf die Fahrbahn, um einen zerbeulten Lada anzuhalten. Am Steuer saß ein einzelner alter Mann.

„Haaalt! Wir brauchen Hilfe!“ Er stand mit winkenden Händen auf der Straße. Hoffentlich hielt das Auto rechtzeitig an. Tatsächlich kam das Fahrzeug mit einem quietschen zum Stehen.

„Hey! Bist du wahnsinnig?“ Der Alte lehnt sich dem Fenster, um ihn mit einem Winken zu verscheuchen.

Mario schritt direkt auf den Fahrer zu: „Tut mir leid, wir mir müssen dringend in den Außenbezirk. Die Großeltern meiner Freundin hier sind auf Hilfe angewiesen. Ist auch nicht weit. Könnten Sie uns ein Stück mitnehmen?“ Das war gelogen, klang aber drängender, als wenn sie nur nach ihrer Familie schauen wollte.

Der rang Fahrer kurz mit sich. Dann meinte er: „In Ordnung steigt ein. Man hilft, wo man kann.“

Mario stieg vorne ein. Sie öffnete eine der hinteren Türen mit einem Quietschen und quetschte sich neben diversen Kisten und Hausrat, den der Alte scheinbar auf die Schnelle in das Fahrzeug gestopft hatte. Mehr würde ihm von seinem aktuellen Leben nicht bleiben.

Am Ende fuhren los in Richtung ihrer Familie. Hoffentlich war ihnen nichts passiert.



Der uralte 4x4 Lada war zum Glück stabil genug, um über die Trümmer und Leichen, die überall im Weg herumlagen, hinweg zu holpern. Andere Autofahrer hatten Pech, rissen sich die Reifen auf und blieben stecken. Da Alte keine Rücksicht kannte und stumpf über Gehwege oder durch Vorgärten bretterte, kamen sie gut voran.

Immer wieder wollten verdreckte und blutenden Menschen bei ihnen mit einsteigen. Ganze Familien standen weinend am Straßenrand oder schleppend sich über die Wege. Marios zerstörter Wohnblock war bei Weitem nicht der einzige. Zwischendurch hörten sie erneut Sirenen und das Dröhnen von Kampfjets. Dumpfen Vibrationen der Detonationen mischten sich in die Kakofonie, als Bomben weitere Gebäude und Menschen zerrissen.

Der Alte ignorierte das stoisch und fuhr seinen Weg. Was sollte er auch groß tun? Anhalten würde ihr Leben nicht retten, falls sie das Pech hatten, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

Nach rund 20 Minuten, kaum schneller als Kateryna heute Morgen mit ihrem Scooter, erreichten sie ihr Viertel.

„Halt!“, rief sie und klopfte auf den Sitz des Alten. „Hier muss ich aussteigen! Vielen Dank!“

Als der Wagen stand, sprang sie heraus und schaute sich gehetzt um. Ihr Stadtteil war scheinbar bisher dem Armageddon in der Innenstadt entkommen. Ihre Nachbarn waren auf der Straße, packten ihr Hab und Gut oder fuhren in Richtung Stadtgrenze. In der Ferne stiegen Rauchwolken auf. Die alten Häuser und verdorrten Vorgärten schienen unangetastet.

„Und jetzt?“ Überrascht dreht sich Kateryna sich um. Mario war ebenfalls ausgestiegen, ohne dass sie es bemerkt hatte.

„Mario! Ich … Ich dachte, du würdest mit dem Mann die Stadt verlassen?“

„Im Moment kann ich nichts für meine Familie tun, aber euch kann ich helfen.“ Er zuckte mit den Schultern. „Wohin müssen wir?“

„Da vorne um die Ecke. Los!“ Sie rannten im Laufschritt in Richtung ihres kleinen Hauses. Hoffentlich ging es allen gut. Vielleicht hatten sie bereits ihre Sachen gepackt und waren ohne sie verschwunden? Ihr Herz klopfte, als sie sich dem Gebäude näherte, das seltsam still da lag. Die Nachbarn waren scheinbar alle abgereist oder hatten sich in ihren Kellern verbarrikadiert.

Als sie am rostigen Ständer vorbeiging, in dem vorhin noch ihr Scooter stand, wurde die Tür aufgerissen und ihr Vater stürmte heraus.

„Kateryna! Oh Gott!“ Dmytro hatte wie immer seine graue Strickjacke an, rannte die paar Schritte zu ihr und umarmt sie fest. Sie weinte hemmungslos. Nach all dem Schrecken fühlte sich das wunderbar normal an. Eine Weile später ließ er sie los.

„Was bin ich froh, dass du lebst. Ich hatte schon das Schlimmste befürchtet.“ Ihm standen Tränen in den Augen. „Und das ist …?“

„Mario. Ein guter Freund.“ Stellte sie ihn vor.

„Ok. In Ordnung. Dann kommt erst mal rein. Deine Mutter und Oleksandr packen schon unsere Sachen. Wir fahren zur Oma auf das Land. Da sollten wir erst mal sicher sein.“ Die Stimme Ihres Vaters war erstaunlich gelassen. Das klang, dass sie es wiedererwarten schaffen könnten.

Sie gingen zum Eingang, da blitzte er es hinter ihr auf. Eine Hitzewelle brandete über ihren Rücken. Kateryna drehte sich erschrocken um. In wenigen Hundert Metern Entfernung dehnte sich eine gigantische Feuerblase zwischen den Häusern aus. Wie in Zeitlupe. Einen Moment später folgten die ohrenbetäubende Detonation und eine Druckwelle, die sie auf den Boden warf sowie sämtliche die Fenster zerbersten ließ.

Erneut schlug sie scherzhaft auf die Steine. Als sie sich aufrappeln wollte, riss man ihr ruckartig die Luft aus den Lungen. Schmerz explodierte in ihrem Brustkorb. Der Druck verkehrte sich in das Gegenteil und zerrte Menschen, Autos und Gestände in Richtung des Explosionszentrums. Sie bemerkte, wie sie zusammen mit Dmytro und Mario meterweit über ihren Garten flog. Dann schlug ihr Kopf schwer gegen etwas Hartes und ihre Welt versankt in gnädiger Dunkelheit.



Die Vakuumbombe hatte in weitem Umkreis jegliches menschliche Leben ausgelöscht, als sie nach der ersten Explosion und Verbrennung ihres Aerosols der Luft schlagartig sämtlichen Sauerstoff entzogen hatte.

Lediglich die Kakerlaken unter Katerynas Küchenschrank blieben gänzlich unbeeindruckt und gingen ihrer täglichen Nahrungssuche nach. Auf sie wartete ein Festmahl.
 
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