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Pottersche Freiheit

von Enoraa
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Harry Potter Severus Snape
30.06.2022
07.07.2022
5
21.616
71
Alle Kapitel
42 Reviews
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 
30.06.2022 4.944
 
Kurzer Disclaimer vorweg:
Natürlich gehören alle bekannten Charaktere nicht mir, ich habe keine Rechte an ihnen und verdiene auch kein Geld damit. Nach dem Ausleihen werden sie außerdem gut gefüttert zurückgegeben.
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Da es im Moment bei "Tränkemeister" nicht weitergeht, weil die Hitze vermutlich mein Gehirn gekocht hat und ich das Ende der Geschichte nicht versauen will in dem ich Grütze schreibe, bekommt ihr dieses kleine Zwischenspiel geschenkt :D
Die Geschichte ist sehr kurz, hat nur 5 Kapitel (ich hoffe, in Zukunft mit kleinen Storys zu den beiden zurückkehren zu können) und ich werde sie vermutlich im 2-3 Tagesrhythmus hochladen, einfach um diese verdammte Hitze zu überbrücken und mich trotzdem nicht schlecht zu fühlen :D

Also - viel Spaß! Eisspenden werden am Ausgang entgegengenommen ^.^

Kapitel 1 – Pottersche Sturheit


Severus wusste nicht, wie lange sie bereits hier saßen. Er hinter dem Gitter, Potter davor. Fünf Tage? Eine Woche? Es war schwer zu sagen, schwer den Überblick zu behalten, obwohl Potter mit seinem Patronus einen Großteil des Tages dafür sorgte, dass die Dementoren ihnen nichts anhaben konnten und in der restlichen Zeit, in der sie schliefen, immerhin noch ein magischer Schutz dafür sorgte, dass diese seelenlosen Wesen ihnen nicht zu nahekamen.
Anfangs hatte er sich fürchterlich über den verfluchten Hirsch geärgert. Mittlerweile war er auch darüber hinweg. Potters Sturheit wurde einfach von nichts in dieser Welt mehr übertroffen. Aber was anders, sollte man auch von dem Jungen-der-lebt erwarten? Von dem Kerl, der sogar zu stur zum Sterben war?
Severus war kaum zu sich gekommen, umgeben von den sterilen, weißen Wänden des St.-Mungos, als ihn bereits die Auroren packten und ihn in die kalte, einsame Zelle in Askaban warfen. Das war der Moment gewesen, in dem er sich wünschte, in der heulenden Hütte einfach krepiert zu sein.
Keine zwei Stunden später war der Hirsch durch die Gänge geprescht und vor ihm zum Stehen gekommen, dicht gefolgt von Potter selbst, der aussah, als sei er selbst einfach aus dem Krankenhaus weggelaufen. Er hatte einen Riss in der Augenbraue und humpelte leicht und sah noch dünner aus als zu Schulzeiten.
„Ich hole Sie hier heraus.“
Das waren Potters Worte gewesen und seither hatten sie keine weiteren gewechselt. Potter sprach auch nicht mit den Auroren, die versuchten, seinen lästigen Hintern aus dem Gefängnis zu bewegen. Er hatte klar gemacht, dass er erwartete, dass man Kingsley informierte, und er mit sonst niemandem sprechen würde, und wenn sie ihm Merlin persönlich herbrachten. Dann hatte er sich wieder auf den Boden an die kalte Wand gelehnt, seither dauerhaft den magischen Schutz um diesen Bereich des Gefängnisses haltend, und Merlin… dieser Bursche hatte eine Macht und Ausdauer.
Hätte er die mal im Unterricht gezeigt!
Nein, stattdessen setzte er sie in diese vollkommen sinnlose Rettungsaktion, von der Severus wusste, dass sie zum Scheitern verurteilt war. Im Grunde hatte er eine gute Ecke mit seiner Zelle erwischt. Er konnte von dem Gitter aus in zwei Richtungen in die Gänge schauen und hatte mitbekommen, wie immer und immer wieder geschnappte Todesser kurzfristig in eine Zelle gebracht wurden, nur um bald darauf wieder aufgesucht zu werden. Die Urteile wurden direkt in der Zelle vollstreckt. Er hatte nie hingeschaut, es nie sehen können, aber er wusste, dass sie nur noch seelenlose Hüllen waren, die nicht mehr schrien, nicht mehr riefen. Und keinen von ihnen hatte Potter mit seinem Zauber geschützt. Nein, der saß sich den Hintern vor Severus Zelle platt, ließ für sich und Severus regelmäßig Essen und Wasser von einem Hauselfen bringen und schwieg, als hätte er nichts anderes zu tun.
Anfangs hatte Severus das Essen verweigert, doch was sollte das bringen? Er würde so enden, wie die anderen. Ohne Verhandlung, ohne, dass ihm jemand nachweinen würde. Und das war letztlich wohl auch nur gerechtfertigt, ganz gleich was Potter sich in seinen strubbeligen Kopf gesetzt hatte.

Als Harry sich erhob, sah Severus auf, in der Annahme, dass ihm wohl endlich langweilig würde, doch so wie er den Zauberstab hob, bekamen sie stattdessen Besuch. Und dieses Mal waren es offenbar mehr als zwei Auroren, so wie er die Schutzzauber verstärkte. Einfach, weil ihm langweilig und der Boden ohnehin eisig kalt war, erhob er sich und trat an seine Zellengitter heran. Oh ja, da war ein knappes Dutzend Auroren unterwegs und die sahen alles andere als nachsichtig aus.
„Mister Potter, senken Sie ihre Schilde und begleiten Sie uns bitte“, wurde er aufgefordert. Der dachte jedoch gar nicht daran, sondern hob nur das Kinn leicht.
„Bringen Sie Kingsley her“, erwiderte er ruhig.
„Der Minister wird nicht hier mit Ihnen sprechen“, lautete die Antwort.
„Oh, das wird er – er weiß, dass seine Frist abläuft. Entweder er lässt Professor Snape aus dieser Zelle und zu einem anständigen Prozess gehen, oder ich bringe Professor Snape hier raus und dann scheiße ich auf irgendwelche Prozesse“, versprach er ganz ruhig und gefasst, was Severus doch blinzeln ließ. Das war es also, was Potter vor ein paar Tagen gekritzelt hatte.
„Mister Potter, wir müssen Sie jetzt hinausbegleiten“, erklärte der Auror ernst.
„Versuchen Sie es doch. Ich bin sicher, Sie werden viel mehr Erfolg darin haben, mich zu besiegen, als Voldemort“, entgegnete er kaltschnäuzig und lehnte sich sogar lässig an die Wand in seinem Rücken. Er konnte sehen, wie die Auroren sich leise berieten, offenbar beratschlagten, ob sie es wirklich riskieren sollten, Harry anzugreifen.
„Wir wollen nicht gegen Sie kämpfen, Mister Potter“, versuchte der Kerl es erneut.
„Na dann wissen Sie ja, was Sie zu tun haben.“
Anstatt seiner dreisten Bitte statt zu geben, begannen nun alle, bis auf zwei der Auroren, Harrys Schilde anzugreifen, die jedoch über Tage hinweg derart gefestigt waren, dass sie nicht einfach durchbrachen, was Harry die Zeit gab, Schutzzauber um Schutzzauber – und einige davon musste er von Dumbledore höchstselbst erlernt haben – wieder hinzuzufügen. Er sah dabei sogar regelrecht gelangweilt aus.
Erst, als die Männer auf die kluge Idee kamen, ihre Angriffe auf eine Stelle zu fokussieren und zu bündeln, waren deutliche Risse in der schimmernden Wand zu sehen und Harry unterbrach sein Tun, um stattdessen mit einer weitausholenden Geste einen Feuerkreis um sich, sein Stückchen Flur und Severus Zelle zu erschaffen.
Das Feuer strahlte eine derartige Hitze ab, dass Severus das erste Mal seit Tagen tatsächlich das Gefühl hatte, zu schwitzen, und war so hell, dass er die Augen zusammenkneifen musste.
„Ich würde davon abraten, durch dieses Feuer zu gehen – außer Sie wollen zu Staub zerfallen“, merkte er dabei an.
Eindeutig, einer von Dumbledores Zaubern…
„Mister Potter, bitte!“
„Sie können Ihre Bitten an mich richten, sobald der Minister hier ist.“
Und damit… ließ Potter sich wieder auf den Hosenboden sinken. Das Feuer tobte einfach weiter um sie herum, leckte über den feuchten Stein, ohne jedoch Schaden anzurichten. Die Auroren zerstreuten sich, nur zwei blieben zurück und auch Severus ließ sich an den Gitterstäben herabsinken. Die Dementoren kamen ihnen nicht zu nahe, nicht so sehr, als dass sie ihm seine glücklichen Erinnerungen absaugen und ihn mit Verzweiflung erfüllen könnten. Das änderte jedoch nichts daran, dass Askaban kalt und dunkel war, und die schlichte Anwesenheit hier erschöpfend.

„Mister Potter.“
Sie waren wohl beide weggenickt, denn sie hoben in ähnlicher Manier träge den Kopf – dennoch bestand die Flammenfront noch immer.
„Sofern ich mit dir sprechen soll, solltest du mich zu dir lassen.“ Kingsley, groß und dunkel und in die immer gleichen, violetten Roben gekleidet, sprach ruhig und unaufgebracht trotzdem er ganz offensichtlich nicht hier sein wollte.
Potter kam auf die Füße, den Zauberstab in der Hand.
„Kommen Sie durch, Kingsley“, entgegnete er. Der neue Übergangsminister sah skeptisch aus, trat dann jedoch furchtlos voran, und durchschritt das Feuer, ohne Schaden zu nehmen, selbst den Zauberstab in seiner Hand.
„Wollen Sie wirklich kämpfen?“, hakte Harry nach.
„Natürlich nicht.“
„Dann können Sie vielleicht Ihren Stab wegstecken?“, schlug er vor.
„Er bekommt seine Verhandlung“, entgegnete Kingsley, anstatt den Stab wegzustecken. „Wir bringen euch beide ins Ministerium. Jetzt sofort. Die Verhandlung findet in zwei Stunden statt“, verkündete er und Harry hob einen Mundwinkel.
„Schicken Sie die Auroren weg“, bat er dennoch. Kingsley zögerte kurz, musterte erst Harry, dann Severus aufmerksam, ehe er den Männern mit einem Deut zu verstehen gab, dass sie gehen konnten. Erst als sie allein im Gang waren, ließ Harry die Feuerwand verschwinden und den Minister an die Zelle herantreten, um die Tür für Severus zu öffnen, den er keines Blickes würdigte.
Der konnte noch nicht so wirklich glauben, dass er wirklich eine Verhandlung bekommen würde, wusste aber auch nicht, was genau das nun ändern sollte.
Etwas wackelig auf den Beinen trat er auf den Gang, wo direkt Potter an seiner Seite war, um ihn zu stützen.
Flankiert von dessen Hirsch und Kingsleys Luchs verließen sie das Gefängnis und traten hinaus auf den nackten Stein, wo ihnen die Gischt entgegenschlug. Es war so diesig, dass Severus nicht mit Sicherheit sagen konnte, ob es Morgen oder Abend war, doch das war ihm auch gleich. Als der Minister den Arm hob, griffen sie beide zeitgleich zu und disapparierten von diesem furchtbaren, lebensverachtenden Ort.

Glücklicher Weise stand Kingsley zu seinem Wort. Kurz hatte Severus Sorge gehabt, ob er wirklich einfach so nachgegeben hatte, doch er brachte sie umstandslos ins Ministerium und hier zu einem Waschraum, wo Severus ein ordentliches Hemd und eine Hose bekam, wo er sich waschen und rasieren konnte, sodass er gleich, zur Verhandlung, aussehen würde wie ein Mensch. Zwar wusste er nicht, wie gut das Gamot auf dieses Auftreten reagieren würde, wo doch jeder wusste, dass er gerade aus Askaban kam, allerdings ging er ohnehin nicht von einem guten Ausgang aus.
Kaum, dass er sich in aller Ruhe fertig gemacht und etwas getrunken hatte – offenbar war nicht bekannt, dass Potter in den letzten Tagen seine Versorgung übernommen hatte, wurden sie bereits abgeholt und in den Verhandlungssaal gebracht, wo er auf dem Stuhl in der Mitte Platz nahm. Er betrachtete die Armschellen kritisch, doch sie blieben still und behelligten ihn nicht. Potter, offenbar als einziger Zeuge, nahm an der Seite Platz und wirkte recht zufrieden mit sich selbst.
Severus schwieg, während der Saal sich füllte und die gesamte Gerichtbarkeit der englischen Zaubererschaft Platz nahm und auf ihn herabsah. Einigen sah man die Abscheu deutlich an, andere wirkten eher hämisch, manche zeigten jedoch nicht, was sie von ihm hielten. Kingsley übernahm als Minister den Vorsitz und eröffnete schließlich.
„Severus Snape, auf Bitten von Mister Harry Potter, gewährt Ihnen das Gamot die Möglichkeit, sich selbst zu vertreten. Die Befragung wird unter Veritaserum vorgenommen. Die Anklage lautet: Der Mord an Albus Dumbledore, Spionage und Verrat sowie die Unterstützung der Todesser und des Unnennbaren“, verkündete er und Severus musste zugeben, dass er mit dieser Anklage im Grunde noch recht gnädig davonkam. Dass er als Schulleiter mehr oder weniger die Folter von Minderjährigen befohlen hatte…
Ein Auror trat an ihn heran und verabreichte ihm einen ordentlichen Schluck Veritaserum, dass er ohne Gegenwehr zu sich nahm. Er hatte nichts mehr zu verheimlichen.
„Nennen Sie Ihren vollständigen Namen und Ihr Geburtsdatum“, forderte Kingsley ihn auf. Das Veritaserum wirkte, er plapperte einfach los.
„Severus Snape, neunter Januar 1960“, antwortete er.
„Haben Sie Albus Dumbledore getötet?“
„Ja.“ Diese Wahrheit war unumstößlich.
„Haben Sie ihn, dessen Name nicht genannt werden darf, mit Informationen versorgt?“
„Ja.“ Natürlich hatte er das getan, er war Spion gewesen!
„Haben Sie den Unnennbaren und die Todesser in ihren Machenschaften unterstützt?“
„Ja“, sagte er erneut.
„Und haben Sie all diese Dinge in vollem Bewusstsein, ohne den Einfluss des Imperius-Fluchs getan?“
„Ja.“
Kingsley sah hinüber zu Potter, der das Kinn deutlich anhob.
Warum haben Sie diese Dinge getan?“
Es war lächerlich. Potter hatte ein einziges Wort erwirkt. Ein einziges Wort, dass tatsächlich alles ändern könnte. Die Wahrheit war, wie sie war… und doch so viel komplizierter. Nur erhielt eben nie jemand die Möglichkeit zu erklären, warum die Dinge geschehen waren.
„Ich habe die Befehle von Albus Dumbledore ausgeführt“, brachte er umstandslos hervor und sorgte damit für anhebendes Gemurmel im Saal.
„Erläutern Sie“, verlangte Kingsley. „Warum sollte Dumbledore Ihnen befehlen, ihn zu töten?“
„Weil er sich bereits beinahe ein Jahr zuvor einen Fluch zugezogen hatte, der ihn langsam tötete. Ich versuchte diesen Fluch zu lösen, konnte ihn jedoch nur in seinen rechten Arm einsperren. Als klar wurde, dass dieser Fluch ihn letztlich töten würde und gleichzeitig der junge Draco Malfoy die Aufgabe auferlegt bekam, Dumbledore zu ermorden, wies Dumbledore mich an, mich für Draco Malfoy zu verbürgen. Ich leistete einen unbrechbaren Schwur, um zu verhindern, dass Draco zum Mörder würde… oder versagte. Ich tötete Albus Dumbledore, um das vollständige Vertrauen des dunklen Lords zu erlangen.“
Im Saal war es totenstill. Er war sich sicher, dass man die berühmte Stecknadel hätte fallen hören können. Die Hälfte der Anwesenden schien nicht einmal mehr zu atmen. Es war das eine, solche Dinge zu behaupten. Etwas ganz anderes war es, unter Veritaserum auszusagen, von dessen Einnahme sie alle Zeuge gewesen waren.
„Erläutern Sie den Plan weiter“, verlangte der Minister mit seiner tiefen, ruhigen Stimme.
„Ich sollte das Vertrauen des dunklen Lords soweit erlangen, um Schulleiter von Hogwarts werden zu können, sodass es mir möglich war, die Folter für die Schüler so gering wie möglich zu halten und permanenten Zugriff auf das Schwert von Gryffindor zu haben, von dem Dumbledore wollte, dass ich es zu gegebener Zeit Harry Potter zukommen lasse. Außerdem sollte der dunkle Lord glauben, dass ich, der ich Dumbledore tötete, Herr über dessen Zauberstab sei.“ Zugegeben, den letzten Teil hatte er sich selbst zusammengereimt, aber er war davon mittlerweile fest überzeugt und das Veritaserum tat sein Übriges. „Und gab mir die Aufgabe, Harry Potter zu entsprechender Zeit darüber zu informieren, was er tun müsste, um den dunklen Lord endgültig zu besiegen. All diesen Dingen bin ich nachgekommen“, schloss er.
„Sie waren dem Unnennbaren also nicht treu?“
„Nein.“
„Sie haben keinen Verrat begangen?“
„Nein.“

Freigesprochen. Er war… freigesprochen. Die Verhandlung hatte keine ganze Stunde gedauert, Potter hatte nicht einmal als Zeuge auftreten müssen, und nun stand er hier und bekam seinen Zauberstab überreicht und wurde gleich darauf von Potter aus dem Ministerium geführt, der ihm draußen den Arm reichte. Und weil er vollkommen überfordert mit dieser plötzlichen Wendung war, griff er einfach zu.
Gleich darauf fand er sich vor einem Landhaus mit wildem Garten wieder, umgeben von Bäumen.
„Willkommen zu Hause, Professor“, sagte Potter schmunzelnd und zog ihn mit sich, hinein in das hübsche Haus. Es war recht karg eingerichtet. Der Fußboden aus honigfarbenem Holz besaß keine Teppiche oder Läufer, im großzügigen Flur gab es nur eine Garderobe und eine Kommode, sowie einen einfachen Schuhschrank.
„Ich habe mir erlaubt, Ihnen eine Grundausstattung ins Haus zu stellen. Über dem Kamin im Wohnzimmer befindet sich ein Kästchen mit der Eigentümerurkunde für Sie und der Schlüssel zu Ihrem neuen Gringottsverlies“, erklärte Potter, als wäre das alles vollkommen selbstverständlich und so von Severus in Auftrag gegeben. Der sah ihn verwirrt an.
„Was?“, schnarrte er.
„Oh… soll ich… haben Sie mich nicht verstanden?“, fragte Potter unsicher.
„Natürlich habe ich Sie verstanden“, knurrte er zurück. „Was soll das hier?“ Das war doch die eigentliche Frage!
„Ach naja, ich kann Sie ja nicht aus dem Knast holen und Sie dann auf der Straße sitzen lassen, das wäre ziemlich gemein.“
In dem Moment wurde Severus überhaupt erst einmal klar, dass das Ministerium wohl alle Todesser sofort enteignet hatte. Das hieß, sein Haus in Spinners End gehörte ihm nicht mehr und auch der Inhalt seines Verlieses war an das Ministerium übergegangen. Vermutlich hatte man das Haus direkt pulverisiert aus Angst, es könnten schwarzmagische Objekte darin versteckt sein. Jetzt verstand er auch, was Kingsley vorhin für eine Entschädigung erwähnt hatte.
„Meine Hauselfe hat Ihnen außerdem ein paar Lebensmittel in die Küche gestellt. Ich wusste nicht, was Sie mögen“, fügte Potter an, aber Severus hörte ihm nicht zu.
„Sie wussten nicht, dass ich freigesprochen würde, also können Sie in dem Verlies auch nicht diese so genannte Entschädigung hinterlegt haben“, sagte er stattdessen. Potter runzelte die Stirn leicht.
„Nein, die kommt sicherlich erst in ein paar Tagen an“, stimmte er zu.
„Für welches Geld haben Sie dann das Verlies eröffnet?“
Potter sah ihn so unschuldig an, dass er ihm fast leidtat. Aber eben nur fast.
„Na… für das Geld, dass ich für Sie hinterlegt habe. Sie müssen sich ja neue Möbel kaufen und alles. Ich habe alles ganz schlicht gehalten, damit Sie nicht so viel austauschen müssen, aber trotzdem alles haben, was sie brauchen könnten“, erklärte er und Severus rieb sich über die schmerzende Stirn, ehe er sich in die Nasenwurzel griff.
„Also, wenn Sie etwas brauchen, meine Hauselfe, Jeemy, wird noch eine Weile hier sein, Sie hilft Ihnen“, versprach er, einen Schritt zurücktretend.
„Wo wollen Sie hin?“, knurrte Severus. Er holte ihn aus Askaban, warf ihn in ein neues, vollkommen unbekanntes Leben, an einem ihm vollkommen unbekannten Ort und wollte sich dann verziehen?
„Ich nehme an, dass… also…“ Er hob die Schultern unsicher.
„Bleiben Sie“, wies Severus ihn an und Potter… nickte.
„Oh… okay, ja“, stimmte er zu, offensichtlich etwas überfordert von dieser Wendung. Severus brummte leise.
„Haben Sie anderweitige Verpflichtungen?“ An sich konnte er ihn hier nicht einfach festnageln.
„Nein“, gab Potter jedoch zu.
„Dann… zeigen Sie mir mal dieses Haus.“

Das Haus war schön, das musste Severus zugeben. Das Wohnzimmer war groß und dank der hohen Terassentüren hell. Im Moment beherbergte es nebst dem Kamin nur ein schlichtes Sofa, obwohl es gewiss genug Raum für einen Essbereich bot. Die Küche war ebenfalls geräumig, im Moment im Grunde nur mit einem Schrank, einem Herd mit Ofen und einem Muggelkühlschrank eingerichtet – das Haus war mit vollständiger Elektrizität ausgestattet.
Es gab einen schlichten Holztisch mit vier Stühlen und ein wenig Geschirr im Schrank. Daneben befand sich ein kleines Gästebad und auf der anderen Seite ein Gästezimmer, das bisher jedoch gänzlich leer war – offenbar rechnete Potter nicht damit, dass er sofort Gäste haben würde. Und in der Ecke gab es schließlich einen Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine und Trockner.
Der Kellerraum war groß und trocken, perfekt um ein neues Labor anzulegen, wie Potter ihn wissen ließ, was er nur mit einem Augenrollen zur Kenntnis nahm, ehe er nach oben folgte, wo es einen großen, offenen Bereich gab, zwei kleine Kammern ohne definierten Zweck und ein riesiges… wirklich riesiges Badezimmer mit Wanne und Dusche. Die weißen Bodenfließen waren hellgrau marmoriert, die weißen Wandfließen beige marmoriert und der Bereich hinter der großen Dusche in einem angenehmen, nicht zu aufdringlichen Aquamarin.
Und dann gab es noch das Schlafzimmer hier oben mit einem schlichten, aber sicherlich bequemen Bett, einem Schreibtisch und einem Kleiderschrank, der fast schon ein eigenes Zimmer war.
Da Severus nichts zu alle dem sagte, führte Potter ihn wieder runter ins Wohnzimmer und von dort hinaus in den Garten. Die Terrasse war mit schweren Sandstein-Platten ausgelegt und halb mit Holz überdacht. Es gab einen kleinen Geräteschuppen und brachliegende Beete, ehe auch auf dieser Seite der Wald das Grundstück umzäunte.
„Wo zum Teufel sind wir hier?“, fragte er leise, anstatt auf dieses Haus einzugehen.
„Irgendwo in den Wäldern von Wales. Viel genauer weiß ich es nicht“, gab er zu und hob die Schultern.
„Und Sie haben dieses Haus gekauft für… mich?“ Das war, was er noch nicht so richtig verstand. Potter war ihm nichts schuldig, gar nichts.
„Also… genaugenommen gehörte es mir schon“, erklärte er. „Es gehörte zum Potter-Erbe, dass ich vorletzte Woche angenommen habe. Die meisten Immobilien sind nicht besonders interessant oder in kurzer Zeit in einen guten Zustand zu versetzen, aber das hier fand ich ganz nett.“
„Ganz nett“, wiederholte Severus und schüttelte den Kopf. „Warum bei Merlin schenken Sie mir ein verdammtes Haus?“, fragte er fassungslos.
„Wollen Sie es nicht?“, fragte der besorgt. „Wenn es Ihnen nicht gefällt-“
„Halten Sie die Klappe“, wies er ihn an. So bekam er zwar keine Antworten, aber das war ihm gerade angenehmer als Potters… Art.
Der biss sich auf die Unterlippe, kam der Aufforderung jedoch nach. Toll. Nun wusste er also weiterhin nicht, warum die Dinge so waren, wie sie waren.
„Welches Datum ist heute?“, fragte er stattdessen irgendwann.
„Der achtundzwanzigste Mai“, antwortete Potter ruhig und beobachtete ein Eichhörnchen, das zwischen den Bäumen hin und her sauste.
„Wie lange waren wir in Askaban?“
„Sechs Tage.“
Also hatte er zwanzig Tage im Krankenhaus verbracht, vermutlich in einem magischen Schlaf, damit sie ihn von den Folgen des Bisses heilen konnten. Was absurd war, wenn man ihn doch gleich darauf ohnehin nach Askaban brachte, wo ihn zweifelsfrei der Kuss der Dementoren erwartete.
„Können Sie kochen?“
„Etwas“, gab Harry zurück und hob die Schultern leicht.
„Kochen Sie ‚etwas‘.“ Er war sich selbst nicht ganz sicher, ob das nun ein Befehl oder eine Bitte war und so skeptisch, wie Harry ihn ansah, war er es auch nicht.

Das Etwas, das schließlich ihr Abendessen geworden war, hatte gar nicht mal so übel geschmeckt, im Gegenteil.
Und während Potter in der Küche hantierte hatte er sich etwas Zeit nehmen können, um zu verstehen. Die Schlüsse, zu denen er kam, waren im Grunde gar nicht mal schlecht.
Potter hatte ihm nicht nur zur Freiheit verholfen. Er bekam hier die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben geboten – etwas, dass er seit über zwanzig Jahren nicht mehr hatte. Seit er damals so dumm gewesen war, sich den Todessern anzuschließen, hatte er keine Wahl mehr gehabt.
Und nun? Nun war es plötzlich egal. Er konnte zum ersten Mal überhaupt sein, wer und was auch immer er wollte. Er hatte sich die Eigentumsurkunde und das Verliesverzeichnis angesehen. Das Haus gehörte ihm, das war beglaubigt worden. Niemand konnte es ihm so einfach wegnehmen. Und in dem Verlies hatte Potter genügend Geld hinterlegt, damit er sich recht neureich fühlte. Er hatte seinen Freispruch mit der Eigentumsurkunde und dem Verliesschlüssel zurück in das hübsche Holzkästchen gelegt und dieses dann verzaubert, sodass niemand außer ihm es öffnen konnte. Das hier, diese beiden Papiere und der winzige Goldschlüssel, waren jetzt sein Leben und seine Lebensversicherung.
Es war der gute Geruch von frisch gebratenem Fleisch und Gemüse, das ihn wieder in die Küche zog, wo Potter zwei ordentliche Portionen auftischte. Es war die erste Mahlzeit seit sehr langer Zeit, die Severus in aller Ruhe und mit Genuss zu sich nehmen konnte. Dementsprechend aß er langsam. Auch Potter nahm sich Zeit, sodass es wohl nicht unangebracht war, nebenbei ein Gespräch zu führen. So machten normale, freie Menschen das, nicht wahr?
„Was haben Sie jetzt vor?“
Das war besser als ihn weiter wegen diesen irrwitzigen Schenkungen zu befragen.
„Keine Ahnung, ehrlich gesagt. Ich habe irgendwie nie über das Danach nachgedacht. In den ersten Tagen wollten haufenweise Leute irgendetwas von mir und es gab ein paar Dinge zu organisieren, aber jetzt…“ Er stieß die Luft tief aus und Severus wurde klar, dass er an genau dem gleichen Punkt stand, wie er selbst. Sie waren jahrelang in diesem Strom gefangen gewesen, der sie einfach mit sich riss und ihnen kaum Gelegenheit für persönliche Entscheidungen ließ.
Jetzt waren sie an einer verlassenen, unbekannten Küste gestrandet und alles, was vor ihnen lag, war neu und unbekannt.
„Sie wollen kein Auror mehr werden?“
„Nein, ich… ich denke, ich hätte gerne einfach meine Ruhe“, entgegnete Harry und lächelte reichlich schief, den mittlerweile leeren Teller von sich schiebend. „Ich habe… ehrlich gesagt darüber nachgedacht, Harry Potter einfach verschwinden zu lassen. Aber da jeder mein Gesicht kennt…“, er hob die Schultern leicht. „Vermutlich werde ich mich einfach irgendwo verkriechen“, stellte er fest.
„Bleiben Sie hier“, sagte Severus, wobei er sich erneut nicht sicher war, ob das eine Bitte oder ein Befehl war und wieder sah Harry ihn skeptisch an.
„Das ist jetzt Ihr Haus, Professor“, erinnerte er.
„Warum auch immer Sie glauben könnten, dass ich dermaßen viel Platz benötige.“
„Naja, Sie können doch Freunde einladen und alles“, entgegnete Potter leise.
„Ihnen ist schon klar, dass meine sogenannten Freunde alle Todesser waren?“, fragte er trocken. Potter blinzelte ihn an.
„Es tut mir leid, Sir, ich wollte nicht…“
Severus unterbrach ihn, in dem er abwinkte.
„Haben Sie nicht. Ich trauere dem nicht nach“, versicherte er. Er mochte in seinem Leben wenige echte Freundschaften gepflegt haben, aber er hatte sie durchaus kennengelernt. Unter Todessern gab es so etwas gar nicht. Jeder war auf seinen eigenen Vorteil bedacht gewesen.
„Was ist passiert?“, fragte er schließlich und Potter senkte übergangslos den Blick. Er musste seine Frage nicht weiter ausformulieren, sie wussten beide sofort, worum es ging, wonach Severus fragte. Was war nach der heulenden Hütte geschehen? Er hatte Harry zum Sterben geschickt. Und doch saß er nun hier.
„Ich bin hingegangen. Ganz so, wie Dumbledore es wollte. Er… war schließlich sehr spezifisch bei der Planung unserer Tode“, seufzte er schließlich und Severus hörte so viel Enttäuschung aus diesen Worten heraus. Andererseits hatte er eben Recht. Sie waren beide von Dumbledore zum Tode verurteilt worden.
„Er hat den Fluch gesprochen, aber er… tötete nur den Teil von sich selbst in mir. Er ließ Narzissa Malfoy nachsehen, ob ich wirklich tot sei, und sie bestätigte das, nachdem ich ihr ungesehen mitteilen konnte, dass Draco noch lebt. Also haben sie mich zum Schloss geschleift, um mich den anderen vor die Füße zu werfen. Voldemorts Zauber gegen mich hatten kaum noch Kraft“, erklärte er, ganz konzentriert auf die Tischplatte blickend.
„Kaum, dass ich in Reichweite der Schlange war, habe ich den Kampf wieder aufgenommen. Neville hat die Schlange umgebracht und ich… ihn“, schloss er und schluckte, den Blick jetzt durch den Raum schweifen lassend.
„Wie steht es um die Anderen?“
Harry schüttelte den Kopf leicht.
„Bitte nicht“, murmelte er und schluckte erneut hart. Severus wurde klar, dass er viel verpasst haben musste… und Potter noch nicht an dem Punkt war, an dem er über die Verluste sprechen konnte.
„Die Gegenseite?“, hakte er trotzdem nach. „Bellatrix?“ Sie war, nachdem dunklen Lord, die Schlimmste von allen.
„Molly hat sie sich geschnappt“, murmelte Harry und schüttelte den Kopf leicht.
„Molly Weasley?“, fragte Severus ungläubig, aber Harry nickte.
„Ja, sie... war wirklich sauer“, erklärte er und Severus nahm auf, was Harry nicht aussprach – sie hatte Kinder in dieser Schlacht verloren.
„Die Malfoys?“
„Narzissa und Draco sind schon in Texas“, sagte er nun etwas ruhiger. „Lucius hat versucht unterzutauchen, nachdem sie einfach ohne ihn weg sind. Es war keine Verurteilung mehr nötig.“
Der alte Lucius hatte am Ende also keine geeignete Ausrede mehr gefunden. Severus stieß die Luft aus.
„Sie haben Narzissa und Draco geholfen?“
„Sie haben sich selbst geholfen… und mir. Das hat gereicht. Man wird sie nicht mehr behelligen“, versicherte er und klang damit auch ganz zufrieden. Potter war so ein widerlicher Gutmensch, pah.

„Es ist spät“, verkündete Severus eine Weile später, der sich ehrlich gesagt darauf freute, in Frieden in einem bequemen Bett schlafen zu können, ohne das Rauschen eines Kamins fürchten zu müssen, ohne die Anwesenheit der Dementoren.
„Soll… ich dann morgen früh wieder kommen?“
„Ich sagte: Bleiben Sie“, wiederholte Severus.
Potter sah mit gerunzelter Stirn zu ihm auf und musterte ihn einige Momente, ehe er die Schultern hob.
„Ich schicke Jeemy, um ein paar Sachen zu holen. Sie hat auch für Sie ein paar Sachen oben in den Schrank gelegt. Grundausstattung…“, erklärte er und Severus hatte Mühe, die Augen nicht zu verdrehen. Wie viel Kraft und Konzentration hatte er bitte hierauf verwendet?
Er ließ Potter in Ruhe, der seine Hauselfe rief, und ging nach oben. Im begehbaren Kleiderschrank war noch nicht viel, aber man sah, dass Harry ihn nur aus der Schulzeit kannte. Schwarze Hosen, schwarze Westen, weiße Hemden, schwarze Gehröcke mit schwarzen Umhängen. Severus schmunzelte unweigerlich. Ja, das war wohl, was man Professor Snape in den Schrank hängen würde. In einer Schublade fand er schwarze Socken, in einer anderen schwarze Unterhosen – gut, dass Potter Unterwäsche für ihn besorgt hatte, war doch ein bisschen merkwürdig. Weiße Unterhemden.
Ah, da. Zwei Pyjamas. Pah, wenn Potter wüsste. Aber immerhin waren sie dankenswerter Weise schwarz. Er sah sich in dem kleinen Räumchen um. Schwarz, schwarz, schwarz, schwarz, schwarz, weiß. Ja, das entsprach ungefähr der Farbpalette seines Lebens.
Den Kopf schüttelnd zog er eine der weichen, schwarzen Schlafhosen hervor und frische Unterwäsche und ging dann in aller Ruhe in das große Badezimmer hinüber.
Zwar hatte er sich im Ministerium waschen und rasieren dürfen, das änderte aber nichts daran, dass er jetzt unter die Dusche stieg und heißes Wasser über sich plätschern ließ. Es gab Dinge, die konnte man mit allem heißen Wasser der Welt nicht von sich waschen… aber kurzfristig half es.
Er trocknete sich ab, trocknete seine Haare magisch und stieg dann in die frische Kleidung und kehrte ins Schlafzimmer zurück… wo Potter auf dem Rücken auf dem Bett lag, ebenfalls mit nacktem Oberkörper, die Augen bereits geschlossen. Sein Körper sah ähnlich ramponiert aus, wie sein Gesicht, es gab diverse blaue Flecken und einige Risse, obwohl die Schlacht doch fast vier Wochen her war.
„Was tun Sie hier?“, fragte er irritiert.
„Sie haben gesagt, ich soll bleiben“, erinnerte er müde. Nun, das stimmte natürlich. Und in Anbetracht des leeren Gästezimmers und der kleinen Couch im Wohnzimmer…
Er zuckte mit den Schultern und schob sich schließlich auf der leeren Bettseite unter die Decke. Für heute war er zu erschöpft, um darüber großartig zu diskutieren. Dass Potter jedoch so nah an ihn heranrutschte, dass sie sich an den Schultern berührten, ließ die Müdigkeit noch einmal weichen.
„Ob Sie vielleicht den Anstand hätten, auf Ihrer Bettseite zu bleiben?“, brummte er.
„Ich schlafe schlecht… und es ist vermutlich für uns beide angenehmer, wenn ich uns nicht brüllend wecke. Außerdem liegen Sie über die Mitte“, entgegnete er und… war zwei Sekunden später eingeschlafen. Na toll.
Severus starrte schmollend an die dunkle Decke hoch, ehe er die Luft tief ausstieß. Im Grunde war das auch vollkommen egal.

--

Sodele :) Das nächste Kapitel kommt dann Samstag oder Sonntag, je nach dem wie gar ich am Wochenende bin :)
Und natürlich sehe ich trotzdem zu, Tränkemeister schnellstmöglich weiter zu updaten!

Ich hoffe es gefällt euch!

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