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My own Way (Next Gen 3)

von Erymea
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Azumane Asahi Matsukawa Issei OC (Own Character) Sawamura Daichi Sugawara Koushi
25.06.2022
17.10.2022
63
63.556
7
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Dieses Kapitel
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25.09.2022 1.246
 
Die Geschichte über Kawatabi-Sensei und mich machte in der Schule ebenfalls die Runde und die arme Saki traute sich kaum, mit mir zu sprechen. Sie war sogar dazu über gegangen, mich wieder mit meinem Nachnamen anzusprechen. Schließlich platzte mir der Kragen und ich fing die Erstklässlerin nach dem Training vor den Clubräumen ab.
"Saki-Chan!"
"Su-Sugawara! Ich... Ich... Ich muss jetzt nach Hause."
"Nein. Du bleibst jetzt mal hier, Saki-Chan. Egal, was dein Bruder auch für ein Mensch sein mag, du bist doch meine Freundin. Also hör auf, mir aus dem Weg zu gehen. Wir befinden uns kurz vor dem Interhigh. Und das letzte, was ich möchte ist, das du dich nicht mehr willkommen fühlst..."
Die jüngere wirkte erleichtert und lächelte mich schüchtern an.
"Sora-Nee... Ich... Ich schäme mich. Ich hätte viel eher merken sollen, das Shion wieder komisch drauf ist. Das er dann auch noch die K.o-Tropfen an mir getestet hat... Es tut mir so leid."
"Aber nicht doch... Du kannst am allerwenigsten dafür. Außerdem könnte ich dich nie mit ihm in einen Topf werfen."
Ich trat auf die Jüngere zu und umarmte sie. Dann lächelte ich.
"Und morgen hängen wir uns wieder richtig rein. Schließlich haben die Adler demnächst einige Spiele zu gewinnen."
"Ja! Ist gut, Sora-Nee!"

Dann begann das Interhigh. Wir hatten eine ausgewogene Gruppe erwischt und nervös saß ich im Bus, der uns zu unseren ersten Spielen bringen sollte.
"Sora-Chan, atme ein und wieder aus."
"Verdammt Nao! Das ist dein erstes Turnier seit..."
"Ja und?"
Ich blickte den braunhaarigen fassungslos an. Dieser grinste bloß.
"Ich spiele erstmal einen Satz und dann sehen wir weiter. Dr. Shirabu hat sein okay gegeben und auch Ennoshita-San war einverstanden."
Ich nickte langsam und wollte gerade etwas sagen, als Saki im Gang des Busses auftauchte und sich räusperte.
"Senpai, setz dich bitte woanders hin."
"Was?! Aber Saki-Chan! Ich sitze immer neben Sora-Chan!"
"Jetzt nicht. Setz dich neben Suguru-Sama."
Ernst blickte die jüngere auf Naoki herab und langsam erhob sich dieser. Doch Saki hielt seinem Blick stand und lächelte als Naoki sich schließlich motzend eine Reihe vor uns setzte.
"Ach komm, Nao", lachte Suguru.
"Du kannst ja mit mir Händchen halten."
"Halts Maul..."
Wir lachten und ich blickte zu Saki. Diese grinste mich an und ließ sich neben mir nieder.
"Sora-Nee! Ich bin so aufgeregt. Ich habe mir extra eine Videokamera eingepackt."
"Das war eine gute Idee. Ich bin froh, das du dabei bist."
"Danke Sora-Nee..."
Ich lächelte und stubste sie an.
"Hey, kein schlechtes Gewissen, okay? Alles ist gut."
Sie nickte und ich zeigte ihr den Daumen hoch.
Als wir endlich in der Halle ankamen, hefteten sich alle Blicke auf uns. Lächelnd lief ich neben Suguru und Naoki an der Spitze unserer Gruppe. Wir legten unser Gepäck ab und ich checkte noch einmal alle Taschen. Saki machte sich wieder einige Notizen. Ich blickte auf die Uhr und richtete mich auf.
"Geht euch umziehen und warm machen. Ich warte hier mit den anderen", sagte ich und Suguru nickte.
"Dann mal los! Machen wir uns fertig und dann gewinnen wir heute alle Spiele!"
"Ja!"
Die Jungs zogen ab und Karen-San gesellte sich zu uns.
"Na Mädels? Bereit?"
"Aber sowas von!"
Saki lächelte.
"Das erste Spiel gegen die Tokonami wird leicht...", sagte ich und blickte auf den Plan mit der Gruppenaufstellung.
"Entspann dich, Sora. Das wird gut."
Karen-San lächelte und ich nickte ihr zu. Heute trug sie den offiziellen Trainingsanzug der Lehrer der Shiratorizawa.
"Imoto, Sora. Kommt ihr bitte? Es wird Zeit."
Wakatoshi-Sama blickte uns auffordernd an.
"Saki-Chan, geh mit den anderen ruhig zur Tribüne. Wir sehen uns später", sagte ich zu meiner Kohai.
"Geht klar, Sora-Nee!"

Aufgeregt blickte ich aufs Spielfeld. Naoki wieder in der Startaufstellung zu sehen, machte mich nervös. Karen-San hatte ihr typisches Lächeln aufgesetzt und Wakatoshi-Samas Miene war nicht zu deuten. Als das Spiel angepfiffen wurde und der Ball auf unserer Seite angenommen wurde, passte Suguru Naoki an. Dieser sprang für einen Schnell Angriff ab und schmetterte den Ball übers Netz. Sauber landete er und zeigte bloß den Daumen hoch. Erleichtert atmete ich auf und grinste. Naoki hatte es geschafft. Er hatte sich nach fünf langen Monaten zurück aufs Feld gekämpft.
"Atme, Sora-Chan. Ihm geht es gut."
Karen-San lächelte mir zu und ich nickte. Tatsächlich hielt Naoki den ersten Satz ohne große Probleme durch. Dennoch wechselte Wakatoshi-Sama ihn für den Rest des Spiels aus. Während der kurzen Pause zwischen den Sätzen konnte ich mir mein Grinsen nicht mehr verkneifen.
"Schaut euch Sora-Chan an."
"Sie schwebt auf Wolke Sieben."
"Natürlich. So angespannt wie sie die ganze Zeit war... Sie war ja noch nervöser als Nao", lästerten die Jungs aber ich lächelte bloß weiter.
"Das stimmt, ich war super nervös. Aber es ist ja alles gut. Und jetzt hängt euch rein, damit wir auch den zweiten Satz gewinnen."
"Geht klar. Da fällt mir ein, passt auf ihre fiesen Finten auf", sagte Suguru und blickte ernst in die Runde.
"Geben wir auch im zweiten Satz unser Bestes, damit wir nichts bereuen müssen."
"Ja, Kapitän!"
Die Jungs liefen zurück aufs Feld und stellten sich auf. Naoki beugte sich zu mir und lächelte:
"Suguru ist definitiv ein besserer Kapitän, als ich es je gewesen wäre."
"Er hält die Mannschaft zusammen. Und nun geh in die Wechselzone. Der Satz wird jeden Moment angepfiffen."
"Ist gut, Sora-Chan."
Naoki lief zu den anderen Reservespielern und klatschte sich mit ihnen ab. Mir entging nicht, das er leicht humpelte. Aber allgemein schien er okay zu sein.
Den zweiten Satz holten wir uns auch und kamen somit eine Runde weiter. Während wir auf unser zweites Spiel warteten, klingelte mein Handy. Die Nummer meines Vaters wurde angezeigt.
"Ja, Papa?"
"Sora... Es gibt einen Termin für die Verhandlung. Außerdem wurde Kawatabis Wohnung durchsucht. Ihr habt doch jetzt eine zweite Managerin, oder?"
"Ja. Aber worauf willst du hinaus? Papa, ich verstehe nicht..."
"Gib mir bitte Ushiwaka."
"Okay."
Ich trat an Wakatoshi-Sama heran und übergab ihm mein Handy. Er lief in einige Entfernung und sprach mit meinem Vater. Dann nickte er und kam zu uns zurück. Er übergab mir das Handy und musterte mich kurz.
"Naoki und Sora, ihr beide werdet gleich von Sawamura abgeholt. Kawatabi, übernimm bitte am Spielfeldrand."
Saki nickte.
"Jawohl, Sensei."
"Toshi? Was ist los?"
Karen-San wirkte irritiert.
"Sie haben Kawatabis Wohnung durchsucht und dabei detaillierte Tagesabfläufe von Sora und Naoki gefunden. Außerdem eine Liste mit Personen, die in näherer Beziehung zu Sora stehen..."
Erschrocken schnappte ich nach Luft.
"Das heißt, er hat mich gestalkt?"
"Nicht nur dich, Sora. Auch Naoki. Deshalb fahrt ihr jetzt mit Sawamura. Es müssen einige Dinge geklärt werden. Naoki, geh dich umziehen. Um eure Taschen kümmere ich mich später."
"Danke Wakatoshi-Sama."
Ich verneigte mich tief.
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