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Happy Valentinesday

von Begon
Kurzbeschreibung
OneshotRomance, Erotik / P18 / MaleSlash
Dylan Parks Skinner "Skinny" Norris
23.06.2022
23.06.2022
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1.802
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23.06.2022 1.802
 
Warum ich einen One-Shot über den Valentinstag im Juni schreibe? Man weiß es nicht :D Viel Spaß^^

Valentinstag.

Der Tag der Verliebten.

Wie es ihn ankotzte. Skinny knallte mit der Schulter die Wohnungstür hinter sich ins Schloss. Scheiß Pärchen mit ihren beschissen glücklichen Beziehungen. Wem wollten sie eigentlich etwas vormachen? Die wahre Liebe gab es nicht und jeder, der sich etwas anderes einredete, war ein bedauernswerter Trottel.

Er ließ den Sixpack Bier, den er eben besorgt hatte, auf den Wohnzimmertisch fallen und sich selbst auf die Couch. Das Bier schmeckte wie Pisse, aber es war billig und machte, wenn man genug davon in sich hineinschüttete, auch betrunken. Denn nüchtern würde er diesen Tag ganz bestimmt nicht überstehen.

Gerade, als er die erste Dose öffnen wollte, hämmerte jemand gegen seine Wohnungstür, brachte das Holz damit zum Vibrieren. Für einen Moment erstarrte Skinny, das Bier in der Hand.

Wer zur Hölle…

„Hey du Arsch!“, ertönte eine ihm wohlbekannte Stimme. „Mach die scheiß Tür auf!“

Skinnys Schultern sackten nach unten und er stieß den angehaltenen Atem aus. Es war nur Dylan. Was wollte der denn jetzt?

Entnervt hievte er seinen Arsch vom Sofa, um die Tür aufzureißen. „Sag mal…“

Doch weiter kam er nicht. Dylan drängte sich an ihm vorbei, als würde ihm die Wohnung gehören. Er hatte sich eine McDonalds-Tüte unter den Arm geklemmt.

Wie auf Kommando, knurrte Skinnys Magen. Zugegebenermaßen, er konnte sich gerade nicht erinnern, wann er zuletzt etwas gegessen hatte. Und der Inhalt der fettgetränkten Tüte roch verführerisch. Nicht, dass er das zugeben würde. „Alter“, schnauzte er Dylan an, „hast du sie noch alle? Verpiss dich aus meiner Bude!“

„Reg dich ab, Prinzessin.“ Ungerührt von seinem rüden Tonfall, begann Dylan Burger und Pommes auf dem Wohnzimmertisch zu verteilen. Das Bier hatte er dafür einfach zur Seite geschoben. „Sieh nur, was ich Ihrer Hoheit kredenzen möchte.“

Skinny starrte ihn an, als wäre ihm ein zweiter Kopf gewachsen. „Bist du übergeschnappt?“

Dylan rollte mit den Augen. „Junge, ich hab dir Futter mitgebracht. Willst du jetzt was davon, oder nicht?“

Skinny kickte die Tür zu. Obwohl er Dylan am liebsten hochkant rausgeschmissen hätte, überwiegte gerade der Hunger. Er hatte seine letzte Kohle in das Bier investiert.

Schweigend ließ er sich neben Dylan auf das Sofa fallen und griff nach einem Burger.

„Na also, geht doch“, murmelte Dylan. Skinny hätte ihn den dummen Burger am liebsten um die Ohren gehauen, doch sein knurrender Magen hielt ihn davon ab. War man hungrig genug, schmeckte selbst McDonalds-Fraß wie Gourmetessen.

Für eine Weile war nichts anderes zu hören als ihr Kauen und Schlucken. Dylan hatte sich ungefragt an Skinnys Bier bedient, nippte allerdings nur daran.

Nicht dass er es ihm verübeln konnte, die Plörre war echt zum Abgewöhnen. Aber es war untypisch für ihn. Normalerweise trank er Bier auf Ex.

Allgemein war Dylan heute schweigsam. War er sonst nie um Worte verlegen, starrte er heute still Löcher in die Luft.

Eine Tatsache, die Skinny seltsamerweise noch mehr nervte, als sein übliches dummes Gelaber. Er stieß Dylan mit dem Knie an. Hart. „Alter, was ist denn verkehrt mit dir heute?“

Dylan zuckte zusammen, als hätte er Skinnys Anwesenheit komplett vergessen. „Das sollte ich dich fragen, du Wichser.“ Er rieb sich das Knie. „Zeig mal ein bisschen Dankbarkeit. Für das Essen ging mein letztes Geld drauf.“

Skinny spannte sich an. „Ist das mein Problem? Ich hab dich nicht dazu gezwungen, hier mit Fressalien anzutanzen.“

Dylan stand auf, sichtlich gereizt. „Ein einfaches Danke ist wohl zu viel verlangt, hmm?“

Skinny knüllte ungehalten das Burgerpapier zusammen. „Wie gesagt, ich habe dich nicht darum gebeten.“

Für einen Moment starrte Dylan schweigend auf ihn hinunter, seine Kiefermuskeln mahlten.

Skinny wich seinem Blick nicht aus, im Gegenteil. Seit seiner letzten anständigen Prügelei war es schon viel zu lange her. Und gäbe es einen besseren Tag hierfür, als den Valentinstag? Dabei kam man sich doch so richtig schön nahe.

Allerdings brach Dylan zu seinem Verdruss ihren hitzigen Augenkontakt und begann im Zimmer auf und ab zu tigern.

Frustration machte sich in Skinny breit. Kurzentschlossen warf er die Bierdose, die er gerade geleert hatte, nach Dylan. Er traf ihm am Rücken, brachte ihn dazu, wütend herumzuwirbeln. „Komm schon, man. Du willst es doch auch.“

Dylan gab ein Schnauben von sich, halb Lachen, halb Fluch. „Du scheiß Bastard hast keine Ahnung, was ich will.“

Die Ernsthaftigkeit in seinem Tonfall ließ Skinny die Augenbrauen zusammenziehen. „Ich werde für dich ganz bestimmt nicht den Seelenklempner spielen. Wenn du dich nicht prügeln willst, such dir jemand anderen zum Reden.“  Wäre ja noch schöner. Wer war er? Oprah?

Kopfschüttelnd und mit steifen Schritten lief Dylan zum Tisch, schnappte sich eine Dose Bier, öffnete sie und trank in großen Schlucken. Kaum hatte er die eine geleert, griff er sich schon die nächste. Er musste nicht mal rülpsen.

Skinny zog das Sixpack hastig an sich heran. „Das ist mein Bier, Arschloch.“

Den Blick, den Dylan ihm zuwarf, konnte man guten Gewissens als mörderisch bezeichnen. Vage beunruhigt ließ Skinny sich gegen die Sofalehne zurücksinken. Er kannte Dylan schon lange, aber so hatte er ihn noch nie angesehen.

Oh, er kannte diesen Blick durchaus. Dylan scheute sich nicht, sich die Hände schmutzig zu machen. Er war in etwa so groß wie Skinny, aber deutlich muskulöser. Der perfekte Mann fürs Grobe.

Skinny war dabei gewesen, als er einem säumigen Schuldner eine ‚Zahlungserinnerung‘ hatte zukommen lassen. Der Typ war danach nicht wiederzuerkennen gewesen. Fast hätte Skinny sogar so etwas wie Mitleid für ihn empfunden. „Okay, welcher Floh hat dich in den Sack gebissen?“

Dylan presste kurz die Lippen zusammen. „Du. Du gehst mir so dermaßen auf den Sack.“

Skinny lachte überrascht auf. „Also, soweit ich mich erinnern kann, bin ich dir schon seit einer ganzen Weile nicht mehr auf den Sack gegangen. Eigentlich seit du angefangen hast, die Kleine aus dem Lebensmittelladen zu vögeln.“

„Das ist vorbei.“ Dylan machte eine wegwerfende Handbewegung. „Sie hat angefangen zu klammern. Game Over.“

„Ach was“, spottete Skinny. „Und dann tauchst du wieder bei mir auf? Warst du auf der Suche nach einem Trost-Fick?“

Dylan zeigte ihm den Mittelfinger. „Wenn ich sie abserviert habe, werde ich wohl kaum Trost brauchen, oder?“ Er ließ sich wieder neben Skinny auf die Couch fallen.

Skinny betrachtete ihn von der Seite. Mit den dunklen Haaren und den sturmgrauen Augen flogen die Bräute auf ihn. Und nicht nur die. Dylan war nicht wählerisch mit seinen Affären. Er hatte wahrscheinlich genauso viele Männer- wie Frauenherzen gebrochen.

Und doch war er jetzt hier bei ihm aufgetaucht. Am Valentinstag. „Willst du Sex?“, fragte Skinny so ungerührt wie möglich.

Dylan drehte überrascht den Kopf zu ihm, dann schüttelte er den Kopf. „Bist du taub? Ich bin nicht hier für einen Trost-Fick.“

„Wirklich nicht?“ Skinny glitt vom Sofa, zwischen Dylans Schenkel. „Du willst keinen Blowjob?“

Dylan starrte auf ihn herab, die Zähne zusammengepresst. „Du bist so eine Schlampe, Norris.“

Skinny zuckte mit den Schultern. „Was soll’s? Der Valentinstag ist immerhin der Tag der Liebe.“ Er beugte sich vor und schmiegte sein Gesicht gegen Dylans Bauch. „Lass uns Liebe machen, Schatz.“ Der Sarkasmus in seiner Stimme war nicht zu überhören.

Er spürte wie Dylan in sein Haar griff, daran zog, bis er den Kopf in den Nacken legte. Skinny sah erwartungsvoll zu ihm auf, leckte sich über die Lippen.

Dylan zögerte, doch als Skinny abermals provozierend mit der Zunge über seine Unterlippe fuhr, gab er sich einen Ruck. „Mach meine Hose auf“, knurrte Dylan. Er schien noch nicht vollumfänglich überzeugt zu sein, aber immerhin machte er mit.

Skinny fackelte nicht lange und öffnete geschickt seine Jeans. Dylan trug eine enge schwarze Unterhose, die perfekt die Umrisse seines halbsteifen Schwanzes betonte. Leider war sie auch so eng, dass es ihm in Kombination mit der Jeans schwerfiel, tatsächlich an das Objekt seiner Begierde zu kommen. „Jetzt steh doch mal auf, man“, murmelte er nach einer Weile leicht ungehalten, als Dylan keine Anstalten machte, ihm zu helfen.

„Du willst meinen Schwanz, dann hol ihn dir.“ Dylan riss an seinen Haaren, der plötzliche Schmerz ließ Skinny scharf einatmen. Nichtsdestotrotz stand er auf, ermöglichte es ihm damit endlich, die Jeans mitsamt den Boxershorts hinunterzuziehen.

Dylan hatte einen tollen Schwanz. Lang und dick. Perfekt, um diese eine Stelle in ihm zu erreichen, die Skinny Sterne sehen ließ. Das hatte er bei diversen Gelegenheiten schon feststellen dürfen.

Skinny hob die Hand, wollte sie um Dylan schließen, doch ein erneuter Ruck an seinen Haaren hielt ihn davon ab. „Benutz deinen Mund und sonst nichts.“

Er verdrehte die Augen, gehorchte jedoch. Sollte Dylan eben seinen Willen bekommen. Als sich seine Lippen um dessen Schwanzspitze schlossen, atmete Dylan hörbar ein. Skinny saugte leicht, fuhr mit der Zunge über die empfindliche Eichel.

Dylan stöhnte unterdrückt, ein elektrisierendes Geräusch. Skinny selbst war längst hart, seine Erektion drängte sich gegen seinen Hosenschlitz. Doch er fasste sich nicht an.

Stattdessen ließ er mehr von Dylan in seinen Mund gleiten, gewöhnte sich an seine Länge und Dicke.

Dylans Hand an seinem Hinterkopf gab ihm den Rhythmus vor, als er begann, den Kopf zu bewegen. Hatte er am Anfang noch stillgehalten, kam er jetzt den Auf und Ab von Skinnys Kopf entgegen, stieß ungestüm zwischen seine Lippen.

Skinny ließ ihn seinen Mund benutzen, entspannte seinen Kiefer so gut es ging. Glück für ihn, dass er von Natur aus nahezu keinen Würgereiz hatte.

Dylan keuchte leise, sein Griff in Skinnys Haaren verstärkte sich. Er schien heute nicht lange durchzuhalten. Skinny presste die Lippen stärker zusammen und das war alles, was es noch brauchte, um Dylan über die Klippe stürzen zu lassen.

Salzige Flüssigkeit begann seinen Mund zu füllen. Skinny versuchte den Kopf wegzuziehen, doch Dylan hielt ihn unerbittlich fest. Erst als er gezwungenermaßen schluckte, ließ er ihn los.

„Arsch!“ Skinny schlug ihm hart gegen den Oberschenkel. Der leicht bittere Geschmack des Spermas ließ ihn würgen und er verzog angeekelt das Gesicht.

Dylan zuckte mit den Schultern, als er sich schwer atmend zurück auf die Couch fallen ließ. „Stell dich nicht so an.“

Skinny stand wütend auf, wischte sich über den Mund. „Mach das nochmal, und das war der letzte Blowjob, den ich dir gegeben habe.“

Wieder hoben und senkten sich Dylans Schultern. Er wirkte abwesend. „Kann ich mit leben.“

Skinny klappte die Kinnlade herunter. „Was soll der Scheiß? Du hast gerade zwei Minuten gebraucht, um in meinen Mund zu spritzen und tust jetzt so blöd rum?“ Ein Gefühl, das er nicht ganz zuordnen konnte, machte sich in seiner Magengrube breit.

Dylan stand auf und zerrte seine Hose nach oben. Als er den Reisverschluss zuzog, war seine Miene verschlossen. „Ich muss jetzt gehen.“

„Alter“, Skinny gestikulierte in Richtung seiner Erektion, die seine Jeans ausbeulte. „Hast du vielleicht was vergessen?“

Dylan starrte gespielt verständnislos an ihm herab. „Was denn? Ich kann nichts sehen.“ Er wandte sich lachend zur Tür. „Happy Valentine's Day, Baby.“
 
 
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