Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ein Zaubertrank mit unerwarteten Folgen

von Nahmichan
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Fantasy / P18 / Het
Hermine Granger Severus Snape
23.06.2022
15.08.2022
13
13.410
23
Alle Kapitel
28 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
12.08.2022 1.138
 
Noch lange lag Severus in dieser Nacht wach. Das Bild von Hermine in der Wanne wollte ihn einfach nicht loslassen. Er musste sich dringend etwas einfallen lassen, um Hermine näher zu kommen. Das ständige kalte duschen, konnte auf Dauer auch nicht gesund sein. Je länger er grübelte, desto mehr nahm ein Plan in seinem Kopf Gestalt an.

Die Stimmung beim Frühstück war sehr verhalten. Hermine wusste immer noch nicht, wie sie damit umgehen sollte, dass Severus sie halb nackt gesehen hatte. Ob ihm der Anblick gefallen hatte? Eine leichte Röte überzog ihre Wangen, als sie merkte, in welche Richtung ihre Gedanken schon wieder abdrifteten.

"Was hältst du von einer kleinen Schneewanderung?" fragte Severus unvermittelt? "Hinterm Haus ist ein kleines Wäldchen und ein Berg. Die Aussicht von oben ist fabelhaft. Wir könnten uns ein Picknick packen lassen und in einer kleinen Hütte oben auf dem Berg Mittagessen. Danach können wir den Berg mit Skiern oder einem Snowboard wieder herunter fahren."

Hermine gefiel der Gedanke mit Severus im Schnee wandern zu gehen und ihm vielleicht den einen oder anderen Schneeball zu verpassen. Aber keine 100 Pferde würde sie auf Skier bekommen. Eher flog sie die Strecke auf einem Besen zurück.

Ihr Gesicht schien Bände zu sprechen. Noch ehe sie antworten konnte, ergänzte Severus: "Ich glaube im Gartenhaus steht auch noch ein großer Schlitten, wenn dir das lieber ist."

Mit einem Mal strahlte Hermines Gesicht. "Ich war früher immer mit meinem Eltern Schlitten fahren. Das habe ich ewig nicht gemacht. Wenn wir den Schlitten verkleinern, können wir ihn bequem mit dem Rucksack mit hoch tragen." Sofort wirbelte sie herum und lief los. Severus wusste kaum wie ihm geschah. "Ich bespreche schnell mit Tilly was wir zu essen mitnehmen können und ziehe mich dann um. In einer halben Stunde an der Tür?" So bald Severus auch nur ein Nicken angedeutet hatte, war Hermine wie der Blitz verschwunden. Schmunzelnd sah er ihr hinterher. Das konnte ja ein anstrengender Tag werden.



Eine halbe Stunde später trafen sich beide an der Haustür. Hermine hatte gerade den Picknickkorb verkleinert und verstaut und Severus hatte bereits den Schlitten vor der Tür bereit gestellt. Immer noch strahlend verkleinerte Hermine auch diesen und lies ihn in dem kleinen Rucksack verschwinden. Anschließend schnappte sich Severus den Rucksack und setzte ihn auf. Elegant reichte er ihr seinen Arm und Hermine hakte sich unter. So stapften beide durch den Knöcheltiefen Schnee in Richtung Berg davon. Das kleine Wäldchen erwies sich als ausgewachsener Wald, es dauerte über eine halbe Stunde ihn zu durchqueren. Da hinter erhob sich ein kleinerer Berg und Hermine freute sich schon auf die Aussicht. Jedoch musste sie schnell feststellen, dass sie sich getäuscht hatte. Das Wort klein traf es nicht ganz. Ihr Aufstieg dauerte schon fast 3 Stunden. Hermine war total fertig. Gleichzeitig total verschwitzt und halb erfroren. "Wie weit ist es denn noch bis zu der Hütte? Meine Füße bringen mich um!" beschwerte sich sich bei Severus. "Wir haben es bald geschafft. Siehst du die kleine Baumgruppe etwas über uns? Dahinter steht die Hütte." Tatsächlich kam die Hütte nur ein paar Minuten später in Sicht. Hermine war so in den Anblick vertieft, dass sie gar nicht mitbekommen hatte, wie sich Severus zurück fallen lies. Sie hörte ein unterdrücktes Lachen hinter sich und als sie sich nach der Quelle umsah, zischte eine Schneeball dicht an ihrem Kopf vorbei.

"He! Na warte." Hermine schnappte sich etwas Schnee formte einen Ball und schoss ihn zurück. So entbrannte eine kleine Schneeballschlacht zwischen den beiden. Immer wilder flogen die Bälle zwischen den beiden hin und her und beide hatten reichlich Schnee in den Haaren hängen. "Sevii?" Hermine wusste das er diesen Spitznamen nicht leiden kann, als er irritiert aufsah, traf ihn ein Ball mitten im Gesicht. Lachend lief sie ein paar Schritte weiter und Severus hinter ihr her. Plötzlich stolperte sie und versuchte sich auf dem Hintern abzufangen. Dies brachte auch Severus aus dem Tritt und er landete auf ihr.

Kleine Schneekristalle glitzerten in Hermines Haaren. Ihre vollen Lippen waren geschwollen von der Kälte und Severus konnte dem Drang nicht wieder stehen. Langsam und abwartend wie sie reagieren würde senkte er seinen Kopf. Als Hermine ihre Augen schloss, überbrückte er die letzten Zentimeter und küsste sie. Ganz sanft und vorsichtig, als wäre sie eine Eisskulptur die jederzeit zerbrechen könnte. Schon nach kurzer Zeit löste er sich wieder von ihr und stand auf.

Er reichte ihr seine Hand und half ihr auf. Da er etwas zu viel Schwung hatte, fiel Hermine direkt gegen seine Brust und schlang die Arme halt suchend um ihn. "Nicht so stürmisch," meinte Severus und grinste nach unten. "Idiot" war alles was Hermine lachend antwortete.

Da beide mittlerweile komplett durchgefroren waren, legten sie die letzten Meter zur Hütte in Rekordzeit zurück. Sobald Severus die Hütte geöffnet hatte, entfachte Hermine ein Feuer im Kamin und sprach einen Trocknungs- und Wärmezauber über die beiden. Severus zog einen Schmollmund. "Alles ok?" fragte Hermine.

"Ich dachte, ich könnte dich wieder warm kuscheln," antwortete er immer noch schmollend.

Lachend schälte sich Hermine aus ihrer Jacke und lies sich auf die kleine Couch am Kamin fallen. Sie zog ihn einfach mit sich. Nun war es Severus der sich halt suchend an Hermine klammerte. Er merkte wie Hermine unruhig unter ihm hin und her rutschte. Als er den Kopf drehte sah er, das er mit dem Gesicht auf ihren Brüsten gelandet war, das erklärte, warum er so weich gefallen war. Verlegen räusperte er sich und setzte sich neben Hermine. Diese begann das Picknick aus dem Rucksack zu räumen und wieder auf normale Größe zu vergrößern.

Anschließend kuschelten sich beide in die Polster, sahen in den Kamin und genossen ihr Essen. Es war Ruhe eingekehrt in der Hütte und Hermine lehnte sich entspannt an seine Schulter. Severus hätte noch Stunden so sitzen bleiben können. Aber im Winter wurde es zeitig dunkel und es ging sicher schon auf zwei Uhr zu. "Wir sollten langsam aufbrechen, wenn wir die Aussicht noch genießen wollen, ehe wir wieder runter fahren."

So packten die beiden alles zusammen, löschten das Feuer und mummelten sich wieder in ihre dicken Jacken. Der Aufstieg zum Aussichtsplateau dauerte kaum noch 20 Minuten. Völlig überwältigt ließ Hermine ihren Blick über die Landschaft gleiten. Hinten am Horizont, als kleiner Fleck hinter dem Wald, konnte sie das Manor entdecken. Etwas weiter war ein großer See zu sehen, seine Oberfläche funkelte wie tausende Diamanten, er schien zu großen Teilen zugefroren zu sein. "Die Aussicht ist der Wahnsinn. Bist du oft hier?" Erst als sie keine Antwort bekam, fiel ihr ein, dass er ihr diese Frage vielleicht gar nicht beantworten konnte. "Mein Gefühl sagt ja," kam es zögernd von ihm.
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast