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Save Me - In den Fängen des schwarzen Drachens

von Jaduu
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Action / P16 / Mix
22.06.2022
27.06.2022
3
4.853
1
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22.06.2022 1.354
 
Entführung




Von einem auf dem anderen Moment war alles anders. Es ging viel zu schnell und ich konnte mich nur noch daran erinnern, wie ich die Tür des Cafés hinter mir schloss, um endlich Feierabend zu haben. Gerade als ich mich umdrehte und ich mir nichts sehnlichster wünschte als Nachhause zu gehen. Wurde ich von zwei Männer attackiert. Einer der beiden hielt mir ein Tuch vor dem Mund was dann geschah wusste ich nicht mehr.



Sieben Jahre zuvor:

„Sooyoung… Es tut mir leid dir das sagen zu müssen deine Eltern sind bei einem Autounfall gestorben. Man konnte nichts mehr für die beiden tun“

Dieser eine Satz entriss mich von null auf hundert aus meinen behutsamen Leben. Ich besaß noch nie etwas und Geld hatten wir auch keins. Nur mit ach und Krach konnte mein Vater uns über Wasser halten. Doch ich fand es nicht schlimm, denn alles was für mich wichtig war, war die Liebe meiner Eltern.
Erst später verstand ich, was wirklich geschah.
Nach dem Tod der Beiden drehte mir der Rest meiner Familie den Rücken zu und wandten sich von mir ab. Die Geborgenheit verstarb innerhalb weniger Sekunden und ich fragte mich wieso. Wieso war ich jetzt ein Waisenkind, wieso gab es nun niemanden mehr auf dieser Welt der mir half das alles zu verstehen.

Ich war neugierig und stöberte wochenlang sowohl im Heim, in das ich lebte als auch in diverse Zeitungen zu diesem Unfall. Bis zum jenen Tag als ich erfuhr das Kredithaie auf meinen Vater und meiner Mutter aus waren. Schlussendlich wurden sie von der Mafia auch bekannt als Black Dragon, brutal ermordet. Die Polizei ließ es als ein Autounfall darstellen. Denn selbst die Regierung hatte keine Macht gegen diesen Klan anzukommen.

Meine Familie schien dies zu wissen, wieso auch sonst hätten sie mich ins nichts abgeschoben.

Hass erfüllte mein Herz und von Liebe und die Lust am Leben war nicht mehr zu spüren.

Nach einigen Wochen später erschien plötzlich mein Onkel, von dem ich zuvor nie ein gutes Wort hörte. Er war in meinen Augen ein genauso hoffnungsloser Fall wie die gesamte Menschheit auf diesem Planeten. Er holte mich aus dem Waisenhaus raus und nahm mich mit in seine Bruchbude. Aber auch dafür gab es Gründe. Die Schulden meiner Eltern waren noch immer nicht beglichen und wurden einfach so auf mich abgewälzt und mein Onkel war ein hoffnungsloser Säufer. Ich war gerade mal 14 und arbeitete mich bei diversen Jobs durch, um meine Schulden zu zahlen, von meinem Onkel nicht auch noch vergewaltig zu werden und wenigstens etwas Nahrhaftes auf dem Tisch zu bekommen. Zu Schule ging ich nicht mehr und Zeit vernünftig zu lernen gab es auch nicht. Hätte mein Leben noch schlimmer kommen können?




Als ich meine schweren Augenlieder öffnete und ich noch ziemlich benebelt versuchte einen Blick von meiner Umgebung zu erhaschen, merkte ich das meine Hände gefesselt waren. Ich wollte losschreien, doch ich war noch so benommen das nicht mal ein leiser Pieps meinen Mund hätte verlassen können. Dennoch schaffte ich es meine Augen ein stückweit so zu öffnen, sodass ich mich umschauen konnte.

Um mich herum war alles so unschuldig und steril Weiß. Selbst ein Arzt hätte es sich nicht sauberer wünschen können. Der Boden war memoriert und fühlte sich kalt unter meinen Beinen an. Die Möbel, auch wenn es nicht besonders viele waren die in diesem Raum standen, hatten die Farbe von Petrol. An der Wand, etwas weiter von mir entfährt flackerte das Licht eines Kaminfeuers. Alles in einem sah es luxuriös aus und mit einer derartigen Furcht konnte ich erahnen, wo ich mich befand.

Schritte kamen auf mich zu. Die Schuhe klackerten laut auf dem Boden. Eine Gänsehaut machte sich breit und ängstlich zuckte ich zusammen.

„Sir sie sollten auf sich aufpassen, was wenn dieses Mädchen versucht sie zu töten?“

Ein Lachen war zu ertönen. Es klang tief und dennoch nicht halb so gruselig wie die Stimme des anderen Mannes.

„Mach dir weniger Gedanken um mich Jin“

Die Schritte kamen näher auf mich zu, bis ich merkte das einer von den zwei stehen blieb. Nur eine Person lief an mir vorbei. Er war groß gebaut, trug einen schwarzen Anzug und seine pechschwarze Mähne war nachhinten gekämmt. Dieser Mann, vielleicht ein paar Jahre älter als ich, beugte sich zu mir hinunter, schaute mich kurz an und blickte dann hinter mir.

„Jin ich habe gesagt geht sorgsam mit ihr um und nicht knebelt und foltert sie“

Dann zückte er ein kleines Taschenmesser und holte die scharfe Klinge hervor. Vorsichtig durchschnitt er das Klebeband was meine Hände gefangen hielt. Im selben Moment als ich merkte, dass ich frei war, wich ich nach hinten aus, um zu entkommen. Natürlich ging mein Plan, den ich nicht sonderlich bedacht hatte, nachhinten los und ich wurde von diesem Jin, ein ebenfalls junger Mann mit einer orangenen Mähne festgehalten.

„Los lassen, was wollt ihr von mir?“, schrie ich und bewegte mich immer wieder, sodass der Typ umso fester mein Handgelenk drückte.

„Jin ich bitte dich, sei nicht zu grob zu unserem Gast“

Im selben Moment wurde der Druck leichter, was die Sache nicht angenehmer machte. Der Mann im Anzug kam mit einen leichten grinsen auf mich zu und begutachtete mich. Seine rechte Hand wanderte an meinem Kinn und drehte diese zur linken Seite.

„Wer bist du?“, nuschelte ich worauf dieser von mir ließ und sagte „Viele nennen mich die rechte Hand des Teufels, andere nennen mich den schwarzen Drachen und du kannst mich Key nennen“

Ich sah in die Augen des Mannes, der vor mir stand. Trotz seines asiatischen Aussehens und seinen schwarzen Haaren hatte er sowohl eine braune als auch eine eisig blaue Iris. Was ziemlich ungewöhnlich war und ich nur von Katzen kannte. Genau durch dieses Auge verlief eine blasse Narbe. Ehe mir jedoch bewusstwurde, wo ich mich hier befand, senkte ich meinen Kopf.

„Ich zahle immer pünktlich das Geld was meine Eltern in den Tod geführt hat. Wieso halten sie mich nun gefangen, was habe ich getan?“

„Sagen wir es so. Dein Onkel hat dich für ein stolzes Sümmchen verkauft um seine Alkoholsucht so finanzieren“

Entgeistert sah ich ihn an. Das mein ach so lieber Onkel nicht mehr alle Latten am Zaun hatte war mir bewusst aber, dass er nun sogar so weit ging mich zu verkaufen… War das überhaupt legal?
Ach was dachte ich eigentlich. Immerhin handelte es sich hier um die Mafia. Die hatten keine Grenzen.

„Ich bleibe sicher nicht in den Händen so schmieriger Typen wie ihr es seid. Ich bin doch keine Ware, die man von A nach B transportieren kann. Lasst mich gefälligst los ihr Drecks Kerle“

Während Jin wieder kräftiger mein Gelenkt drückte und sich mein Gesicht vor Schmerzen verzog, näherte sich der andere wieder und flüsterte leise „Du kannst froh sein das du bei mir gelandet bist und ich eine gutherzige Person bin, hätten die anderen dich bekommen kann ich dir versichern wärst du entweder gestorben, um an deine Organe zu Geld zu machen oder du wärst ans Rotlichtmilieu verkauft worden. Also pass auf deine Art auf und sei mir dankbar“

Der schwarzhaarige drehte sich um und lief auf dem Kamin zu. Er sah sich nicht einmal mehr nach mir um und sprach monoton „Bring sie auf ihr Zimmer. Sorg dafür das sie isst und gebe ihre vernünftige Kleidung. Ihr Aufenthalt wird kein schnelles Ende finden, wie sie es sich erhofft“

Dann wurde ich auch schon aus dem Raum gezogen und in eins der unendlich vielen Zimmer gebracht.

Ich wusste nicht was schlimmer war. Mein Leben was ich bis zu diesem Zeitpunkt führte oder die Tatsache nun in den Fängen des schwarzen Drachens zu sein.


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Herzlich Willkommen zu meiner neuen Geschichte. Diesmal ist es keine Fanfiktion sondern etwas woran ich schon eine Weile arbeite nur habe ich mich bis jetzt nicht getraut meine Komfortzone zu verlassen. Jetzt wage ich einen kleinen Schritt :)
Das Kapitel fällt eventuell etwas mickrig aus und wahrscheinlich gibt es ein Haufen von Fragen. Eins kann ich versprechen die nächsten Kapitel werden länger, gefühlvoller, spannender und auch emotionsreicher. Also gebt mir eine Chance und begleitet mich auf meiner Reise :)
Ganz liebe grüße an euch
Jaduu
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