Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Eine Band mit gewissen Vorzügen

von Klopapia
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Christian "Flake" Lorenz Christoph "Doom" Schneider Oliver Riedel Paul Landers Richard Kruspe Till Lindemann
20.06.2022
16.07.2022
13
20.027
3
Alle Kapitel
13 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
22.06.2022 1.594
 
+

Till fängt an:,,Das ist schon ein paar Jährchen her, da war diese Frau, wunderschön, kurze dunkle Haare, sehr liebevoll und zärtlich, ein hammer Charakter, einfach eine klasse Frau. Es war abgesprochen, dass wir beide nichts ernstes suchen und einfach nur mal wieder Spaß haben wollten, also haben wir uns im Park getroffen, sie stand auf Outdoor-Spielchen und ich hab damit auch kein Problem. Die Stimmung war vom ersten Moment an super, wir haben viel gelacht und uns wirklich gut verstanden. Irgendwann haben wir uns eine ruhige Ecke gesucht und angefangen, uns auszuziehen, wild und hemmungslos, wir haben total vergessen, dass wir ja immer noch in einem Park waren oder es war uns einfach egal. Wir waren also voll bei der Sache, beide kurz vor’m Orgasmus und dann haben wir es gesehen. Ein Pärchen, beide um die 80, standen ein paar Meter von uns entfernt und haben den Mund vor Staunen gar nicht mehr zubekommen. An sich kein Problem, aber der letzte Stoß hat uns beide zum Höhepunkt gebracht und so musste das Paar uns dabei zusehen, wie wir keuchend, stöhnend und zitternd auf das Gras fielen und wie gelähmt liegen blieben. Wären die beiden einfach weiter gegangen wäre es ja halb so wild gewesen, aber sie kamen auf uns zu, riefen uns ein: ,,Das scheint ja ein voller Erfolg gewesen zu sein, viel Spaß noch ihr beiden” zu und gingen schmunzelnd weiter.” ,,Wie jeetzt? Die habeen euchauch noch angequadscht?”, der leicht betrunkene Paul kann nicht mehr vor lachen und auch ich amüsiere mich prächtig.

,,Okay jetzt bin ich dran”, melde ich mich zu Wort. ,,Ich hab mich vor einigen Jahren mit einem Mann getroffen, ein paar Jahre jünger als ich, wir kannten uns schon länger und haben beschlossen mal auszuprobieren ob wir auch im Bett so harmonieren. Das Problem war nur, dass er zu der Zeit bei seiner Großmutter lebte, die aber glücklicherweise im Urlaub war. Ich bin also zu ihm gefahren und es brauchte nicht lange, bis wir festgestellt haben dass es passt perfekt und er nackt vor mir auf dem Sofa saß. Er wollte mir unbedingt einen blasen und ich habe ihn machen lassen, er wusste definitiv genau was er da tat. Es hat nicht lange gedauert da konnte ich nicht mehr und hab abgespritzt. Er war mindestens so überfordert wie ich mit der Menge die in heißen Schüben aus mir geschossen kam und so ging ein Teil daneben, auf die schöne Couch von seiner Oma und auf das kleine viereckige Katzenprint-Kissen was neben ihm lag. Wir konnten nicht mehr vor lachen, ich sag’s euch. Wir haben es zwar am nächsten Morgen geschafft, die Flecken ein wenig auszuwaschen, aber ich vermute die kleine Katze hat bis heute ein paar weiße Flecken auf der Nase.” Jetzt konnte Till sich vor lachen nicht mehr halten und Paulchen lag auch schon wieder prustend auf dem Tisch.

Die Stimmung ist viel zu gut um einfach so ins Bett zu gehen, aber Paul befindet sich langsam am Ende seiner Kräfte, lallt ein paar Buchstaben aneinander und nennt das dann Wörter. Für den Kleinen ist definitiv Schluss. „Till, wollen wir langsam? Ich glaub Paulchen überlebt die Fahrt morgen sonst nicht ohne Kotztüte und das muss nicht sein.“, schaue ich unseren Sänger an, welcher mir stumm zunickt. „Wie gut, dass wir alle im gleichen Hotel übernachten, so können wir ihn wenigstens sicher ins Bett bringen.“, geht es mir durch den Kopf während Till und ich, selbst etwas stärker torkelnd als sonst, den sternhagelvollen Paule aus der Kneipe stützten.

Wie wunderschön er ist. Waren seine Arme schon immer so breit? Und glänzen seine Tattoos schon immer so attraktiv und verheißungsvoll wenn er verschwitzt ist? Ich schwöre mir, das in den nächsten Tage etwas genauer zu beobachten, jetzt ist erstmal wichtig dass dieser kleine knackige Arsch seinen Weg in ein Bett findet.

Endlich im Taxi angekommen setzen wir den wirklich sehr betrunken Paul in unsere Mitte. „Dauert ne gute Dreiviertelstunde, hält der solange durch ohne mir das Auto vollzukotzen?“, raunt der Taxifahrer uns zu, sichtlich genervt uns mitnehmen zu müssen. Wir nicken alle in Richtung Rückspiegel und endlich geht es los in Richtung Bett.

Till schaut die ganze Zeit aus dem Fenster und bewundert das rege Nachtleben auf den langsam hellwerdenden Straßen, Paul hat seine Augen geschlossen und ich streiche ihm ermutigend über den Arm. „Das nächste Mal vielleicht ein paar Shots weniger, dann geht’s dir nicht so dreckig.“, ich schaue ihn mir ganz genau an, registriere jeden Zentimeter seines wunderschönen Gesichts, bemerke wieder einmal, wie unglaublich attraktiv der Typ neben mir aussieht und mir wird heiß. So richtig heiß. Ich finde ihn ja so schon geil aber unter Einfluss von Alkohol muss ich ihm nur einen Blick zuwerfen und bin absolut scharf auf diesen unglaubliche Körper. Seine Arme, seine Beine, sein weiches aber männliches Gesicht, die kleinen Fältchen auf der Stirn, die Schultern welche perfekt zu dem Rest seines Körpers passen, all das ergibt das Bild eines unfassbar gut aussehenden Typen.

Nein, nicht jetzt. Er ist viel zu betrunken.

Paul scheint registriert zu haben, wie ich ihn anschmachte und öffnet seine Augen, diese wunderschönen dunkelblauen Augen schauen direkt in Meine und ein Grinsen breitet sich über dem noch schöneren Gesicht aus.

Iich will dich ficken, jedsd!“, raunt er mir leise ins Ohr und das Grinsen verwandelt sich in einen düsteren, lustvollen Blick. Ich muss mir ein Lacher über seine lallende Aussprache verkneifen und streiche ihm nur über das stoppelige Kinn „Das geht jetzt nicht, Paulchen. Till sitzt neben uns und du bist wirklich zu betrunken.“ flüstere ich ihm so leise wie möglich ins Ohr. „Dann haalt im Hotell, achkommschon, du bisd doch mindestens genau so schaarf wie ich.“ Und immernoch dieser unwiderstehliche Blick in seinen Augen, dieses Verlangen. „Lass uns erstmal ankommen, dann schauen wir weiter, ja?“ entrinnt es mir, sichtlich angespannt.

Er hat ja nicht unrecht, ich bin heiß auf ihn und das nicht zu knapp. Mich wundert es, dass er die sich deutlich abzeichnende Beule in meiner Hose noch nicht bemerkt hat. Ich hoffe einfach, dass er bis zum Hotel eingeschlafen und das Gespräch vergessen ist, zumindest mein Verstand sagt mir dass ich darauf hoffen soll. Mein Schwanz sagt was anderes aber der muss jetzt zurück stecken.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der Paul mir noch etliche Male gesagt hat wie sehr er mich spüren will und ich ernsthafte Probleme damit hatte, nicht an Ort und Stelle über ihn herzufallen, ist er endlich eingeschlafen.

Kurze Zeit später kommen wir endlich im Hotel an, bezahlen das Taxi und versuchen den den halbschlafende Paule irgendwie ins Hotel zu kriegen. Till’s Zimmer befindet sich am Ende des Flurs, Paulchen’s und Mein’s sind direkt die ersten beiden, ich verabschiede mich von Till und wünsche ihm eine gute Nacht, er grummelt vor sich hin und schon ist er in seinem Zimmer verschwunden.

Ich helfe dem mittlerweile halbwegs Wachen immer noch sturzbesoffenen in sein Zimmer und aus den Klamotten, ehe ich mich versehe torkelt er nackt vor mir her und wieder einmal muss ich mich beherrschen, mir nicht gleich die Kleider vom Leib zu reißen und ihn zu ficken.

Egal wie besoffen er ist, seine Sinne sind geschärft wie eh und je, er torkelt auf mich zu und fängt an meine Hose zu öffnen. „Nein, Paul, das geht nicht. Wirklich nicht. Schlaf deinen Rausch aus, wir müssen morgen fit sein.“, mein Verstand bleibt das führende Element, was mich selbst ein wenig schockiert. „Ich will dich aber jetzt. Sonst hast du doch auch kein Problem damit, warum jetzt auf einmal?“, fährt er mich sichtlich nüchterner an. Ich gehe einen Schritt zurück, so aufgebracht habe ich ihn lange nicht mehr erlebt. „Paul, bitte bleib ruhig. Ich würde dich unfassbar gern ficken, hier und jetzt, dir einen Höhepunkt verschaffen wie du ihn noch nie erlebt hast, aber es fühlt sich einfach falsch an.“, gebe ich ehrlich zu.

Bis eben wusste ich nicht mal, dass sich sowas falsch anfühlen kann. Ich hatte nie ein Problem damit, es jemandem zu besorgen. Egal wann, wo und wem. Wenn mein Gegenüber Bock hat und ich auch nicht abgeneigt wird gevögelt.

Paul’s Blick verändert sich, die Wut verlässt seine Augen und Verzweiflung nimmt ihren Platz ein. „Wenn du schon nicht mit mir schläfst, bleibst du über Nacht wenigstens bei mir?“, er guckt mich mit seinen tiefblauen Augen traurig und zugleich fragend an. Ich sehe, dass er meine Nähe braucht und ich gebe sie ihm ohne Wiederworte. Mit einem liebevollen „Klar bleibe ich bei dir, wenn du mich brauchst.“ streife ich meine Klamotten ab, schiebe sie auf einen Haufen in sein großes Zimmer und kuschele mich mit ihm ins Bett. Ein ziemlich großes, gemütliches Bett mit hellgrauer Bettwäsche bezogen und es duftet herrlich nach männlichem Schweiß.

Jetzt wird mir klar, warum es sich falsch angefühlt hat, Paul meine Hose bearbeiten zu lassen, er wollte nicht ficken, er wollte Nähe, Zuneigung und Liebe. Genau das gebe ich ihm jetzt, ich ziehe ihn zu mir, umarme ihn, streichle ihn und lasse ihn spüren wie viel er mir bedeutet. Als mein engster und innigster Freund, ein Teil meines Lebens ohne den ich schon so oft verzweifelt wäre.

Richard?“, höre ich eine leise brüchige Stimme, „Danke!“ und schon ist er in meinen Armen eingeschlafen. Ich beobachte den Kleinen noch eine Weile, entscheide mich dann aber auch dazu, noch etwas Schlaf zu tanken. Ein Schnarchen füllt den Raum und wiegt mich langsam in das Land der Träume.

Ich schlafe so gut wie lange nicht mehr. Keine Alpträume, keine Halluzinationen, nur ruhiger Schlaf und Erholsamkeit.
+
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast