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Deception or truth

von sunrise82
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
19.06.2022
07.08.2022
40
52.000
14
Alle Kapitel
165 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
06.08.2022 1.227
 
Warum fühlt es sich so gut an, als Emily erwacht. Geborgenheit und Wärme umhüllt sie. Mikes Arme liegen um sie, was sich mehr als wundervoll anfühlt. Fest kuschelt sie sich an ihn, er scheint noch zu schlafen. Würden sie nicht hier auf ihrem Sofa liegen, könnte Emily fast vergessen, was alles passiert ist. Eine Weile geniesst sie seine wohltuende Nähe, bis er sich regt. Wie wird Mike reagieren, fragt sie sich. Lässt er sie los, er war nur nett zu ihr, weil er bemerkt hat, dass sie einen Albtraum hatte.

„Guten Morgen, wie geht es dir?“, dringt seine tiefe und vertraute Stimme zu ihr durch „Guten Morgen, dank dir besser… danke… tut mir leid, ich…“, sie will sich schon von ihm lösen, weiss nicht, ob es ihm unangenehm ist, wenn sie sich an ihn ankuschelt. Seine Arme, lassen sie aber nicht los, ziehen so sogar wieder sachte an seinen Körper „Nicht… das fühlt sich gut an“, hört sie kaum seine leise Stimme. Was er damit in ihr auslöst, kann Emily kaum beschreiben. Ihr Innerstes bebt vor lauter Glück. Und ein warmes Gefühl strömt durch ihre Adern. Ein Teil von Mike, den sie kennt, scheint zurück zu sein.

Sie halten sich eine Weile einfach nur ganz fest, er lässt seine Hand an ihrem Rücken auf und ab gleiten. Jede noch so kleine Berührung saugt sie in sich auf. Diese angenehmen Gefühle verdrängen die schlimmen. Emily kann sich fallen lassen, in diese wundervolle Umarmung. Mikes zufriedenes Brummen, dringt direkt in ihr Herz, vertreibt komplett den Schmerz, den sie darin gespürt hat „Ich… da sind Bilder… ich glaube, es sind Erinnerungen. Von dir und mir, Emily. In einem Holzhaus, vor einem Kamin. Im Wald… auf einer Schaukel und… kann das sein, in einem echt genialen Auto.“ Sie kann nicht anders, löst sich ganz leicht von ihm, damit sie ihn ansehen kann.

„Oh Mike, das sind Erinnerungen“, sie bringt ihr Strahlen kaum aus dem Gesicht „Und was das Auto betrifft, ich habe dich mit meinem Mustang fahren lassen.“ Seine Mundwinkel heben sich und er strahlt sie an „Danke… danke, dass du mir Zeit gibst, geduldig mit mir bist. Ich will mir nicht vorstellen, wie das alles für dich sein muss. Jetzt weiss und verstehe ich, warum du meine Freundin bist. Spüre es immer mehr, du bist eine fantastische Frau, Emily.“ Seine Worte sind wie Balsam für ihre Seele. Am liebsten würde sie ihn jetzt küssen, hält sich zurück, strahlt ihn lediglich an. Schmiegt sich fest an ihn, vergräbt ihr Gesicht an seiner Halsbeuge.

Ein sanfter Kuss landet an ihrer Schläfe, sie könnte dahinschmelzen, wie hat sie sich nach solchen Berührungen von ihm gesehnt. Dachte in Philadelphia für einige Zeit, dass sie dies nie wieder geniessen könnte. Sie ihn verlieren würde. Doch er ist hier bei ihr, ihre Nähe und seine Erinnerungen scheinen wiederzukommen. Emily könnte nicht glücklicher sein, Hoffnung macht sich in ihr breit. Auch wenn sie sich zu gerne bei ihm vergräbt, seinen vertrauten Duft einatmet. Noch mehr, möchte sie ihm in seine braunen Augen sehen. Was sie tut, sie sehen sie mit einem Ausdruck an, den sie kennen und lieben gelernt hat.

Mikes Finger, streichen sachte über ihre Wange, vergraben sich in ihren Haaren. Seine Lippen legen sich an ihre Stirn, Schläfe wandern immer weiter, bis sie nahe ihrem Mund sind. Wie sehr sie sich einen richtigen Kuss herbeisehnt. Lässt ihm die Zeit, welche er braucht. Hält den Atem an, weil sie es kaum erwarten kann. Ein leiser Seufzer entfährt ihr, als Mike endlich seine Lippen, mit den ihren vereint. Gott, das fühlt sich noch besser an, als jeglicher Kuss davor. Als würde er all ihre Sorgen, Ängste und negativen Gefühle wegwischen. Zärtlich, aber nicht minder intensiv, küssen sie sich. Sie schwebt gefühlt auf Wolken. Hofft, dass dies hier kein Traum ist.

Erst nach einer ganzen Weile lassen sie voneinander ab. Er legt seine Stirn gegen die ihre „Wow… was für ein erster Kuss“, flüstert er leise. Für ihn war es das und irgendwie auch für Emily. Als würden sie einen neuen Abschnitt damit beginnen „Ich kann es noch immer nicht fassen… das ich so vieles vergessen konnte. Besonders nicht dich… sowas Wundervolles, was ich jetzt gerade verspüre, kann man doch nicht vergessen. Dafür fühlt es sich umso schöner an, jetzt da ich es erleben darf.“ Sie könnte dahinschmelzen, bei seinen Worten, vereint ihre Lippen wieder mit den seinen.

Mit einem glücklichen Lächeln, sitzen sie am Tisch, frühstücken gemütlich. Sehen sich dabei immer wieder an, wie zwei frisch verliebte. Es fühlt sich irgendwie auch so an, als würden sie sich ein zweites Mal ineinander verlieben. Gerne würde sie den ganzen Tag nur damit verbringen, sich neu kennenzulernen. Doch sie entschliessen sich, nach Ellijay zu fahren. Mike braucht seine Sachen, hat nur das Nötigste mitgenommen. Er bekommt ein breites Lächeln auf den Lippen, als sie zum Wagen laufen „Sorry… aber du darfst leider noch nicht Autofahren, dies hat der Arzt verboten.“ Mike zieht einen leichten Flunsch, lächelt aber und steigt auf der Beifahrerseite ein. Sieht sich, wie schon damals im Inneren neugierig um. Da ist er wieder, dieser Ausdruck eines neugierigen Jungen. Immer mehr, dringt Mikes wahres Ich, wieder an die Oberfläche.  

Während der Fahrt reden sie, was sich für Emily komisch anfühlt. Da sie das Meiste bereits erzählt hat. Dennoch ist da dieses angenehme Gefühl in ihr und zwischen ihnen. Mike lacht auch immer wieder, was sie sehr freut. Nur macht sich bei ihm auch die Müdigkeit breit und er schläft ein paar Minuten. Sie hat heute vor lauter Freude ganz vergessen, dass er sich immer noch erholen muss. Noch nicht ganz fit ist, er immer wieder Erholungsphasen braucht. Er sieht so unglaublich süss und zufrieden aus, wenn er schläft. Emily muss sich konzentrieren, dass sie nicht die ganze Zeit, zu ihm rüber sieht. Als würde er es spüren, macht er etwas verschlafen seine Augen, kurz vor Ellijay auf.

Sein Blick wandert umher, die ganze Zeit, besonders als sie in den Wald abbiegen. Sie den Wagen, neben seinem Pick-up abstellt. Gefühlt eine Ewigkeit ist es her, dass sie hier waren. Und erst recht, hat sich so vieles ereignet in der Zwischenzeit. Mike schluckt leer, zieht Emily eng an sich, als sie ausgestiegen sind. Sie kann spüren, wie sich sein ganzer Körper anspannt und allmählich wieder beruhigt. Seine Muskeln unter ihrer Hand werden locker. Fest drückt er Emily an sich, haucht einen Kuss auf ihre Schläfe „Es ist alles wieder da… unsere ganze gemeinsame Zeit…“

Sie atmet tief ein und aus „Auch Philadelphia… ich hatte solche Angst um dich Emily, dachte ich würde zu spät kommen… dann sah ich dich mit diesem Mistkerl. Danach kann ich mich aber an nichts mehr erinnern, erst als ich im Krankenhaus erwacht bin. Du bist die ganze Zeit bei mir geblieben… Tut mir leid… auch das du meine Eltern kennenlernen musstest. Es ist besser, wenn sie weg sind… ich brauche nur dich, Emily. Du bist mein Ein und Alles.“ Sie glaubt ein weiters Mal, dass sie nur träumt. Aber er hat dies wirklich alles zu ihr gesagt, spürt seinen kräftigen Herzschlag unter ihrer Hand, welche sie auf seine Brust gelegt hat.

Emily hebt ihren Kopf, damit sie ihm in die Augen sehen kann, welche sie mit einer Intensität ansehen, welche sie nicht beschreiben kann „Mike… du bist auch alles für mich“, ihre Worte bekräftigt sie, mit einem langen und zarten Kuss.
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