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Hellfire Girl, Eddie Munson x Fem!Reader

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Billy Hargrove Dustin Henderson Eddie Munson
16.06.2022
29.06.2022
9
23.239
5
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
23.06.2022 2.183
 
» Wohin fahren wir?« fragte ich, während der Wind, von dem offenen Fenster, mir um die Haare sauste.

» Lass dich überraschen.« sagte Eddie und bog in den Wald ein.

» Du willst mich jetzt aber nicht umbringen oder?« sagte ich scherzhaft und holte einen Joint aus dem Geheimfach meines Rucksacks.

Er musste lachen und schüttelte den Kopf. Als er zu mir und dem Joint sah holte er hinter seinem Ohr auch einen hervor und hielt ihn in meine Richtung.

» Anscheinend hatten wir die gleiche Idee« und lachte erneut.

Wir fuhren auf jedenfall einen Berg hoch. An der Kuppel angekommen, bog er links in einen kleinen Waldweg ab und vor uns machte sich eine super Aussicht breit. Hinter dem kleinen Wald war ein atemberaubender offener Platz. Der Abhang war umzäunt so dass man nicht runterfallen konnte. Er parkte rückwärts ein und ging nach Hinten um die Türen aufzumachen. Derweil stieg ich aus und lief um den Van herum. Ich war total erstaunt über den schönen Ausblick. Von hier konnte man über komplett Hawkins schauen. Eddie breitete noch eine Decke im Heck aus, damit wir ein bisschen weicher saßen. Er platzierte sich bequem und klopfte dann neben sich um mir zu zeigen dass auch ich mich mit setzen sollte. Gesagt, getan setzte ich mich neben ihn in den Schneidersitz. Vorher zog ich noch meine Schuhe aus und ließ sie auf den Boden fallen.

» Wir können auch zusammen einen Rauchen, dann kannst du dir deinen aufheben für schlechte Zeiten« sagte er, steckte sich den Joint in den Mund und zündete ihn an.

Ich steckte meinen hinters Ohr und nachdem er einen kräftigen Zug genommen hatte, reichte er ihn mir rüber. Ich tat es ihm gleich und bließ, nach einem Moment des innehalten, den Rauch wieder aus.

» Seit wann spielst du Schlagzeug?« fragte er nach einer kurzen Schweigeminute.

» Eine ganze Weile schon. Ich glaube es sind jetzt 4 Jahre. Meine Eltern hassen es, wie so alles was ich tue. Deshalb hatte ich nur in der Schule nach dem Unterricht gespielt im Musikraum. Aber da konnte ich dann wenigstens das Spielen was ich wollte, da sowieso keiner da war.« sagte ich und reichte ihm den Joint.

» Ich hätte ja schon gern dich als Schlagzeugerin für die Band. Gareth ist zwar gut, aber das kurze Stück war unglaublich was du gespielt hast.« danach nahm er erneut einen Zug.

» Ich glaube wenn du Gareth raus schmeißt und durch jemanden, den du zwei Tage kennst, ersetzt, kannst du eure Freundschaft vergessen« sagte ich ihm ehrlich. Er reichte mir wieder den Joint.

» Du hast schon recht und als du sagtest, dass du nicht dazwischen Funken willst, war er dann ziehmlich gut drauf.« sagte er und ließ sich nach hinten fallen und seufzte. Seinen linken Arm legte er über seine Augen.

Ich nahm einen Zug und schmiss mich neben ihn. Den Joint steckte ich zwischen seine Finger, die auf seiner Brust lagen. Meinen Rauch pustete ich ihm ins Gesicht, er sollte ja jetzt wissen was es bedeutete. Als ich das tat sah er unter seinem Arm hervor und grinste wie der letzte Volltrottel.

» Was?« fragte ich und grinste auch.

» Sollte es jetzt das heißen, was du mir vorhin in der Schule gesagt hattest?« fragte er.

» Wer weiß..« tat ich rätselhaft und zuckte mit der Schulter.

Er ließ den Rauch, den er vor ein paar Sekunden inhaliert hatte, aus seinem Mund hinauslaufen und atmete ihn durch seine Nase wieder ein. Ich glaube, er weiß garnicht wie unglaublich attraktiv er dabei aussah. Da er ja sowieso gerade den Arm über seinen Kopf hatte, hatte ich die Möglichkeit seinen Körper zu erkunden. Sein Tshirt ist ein Stück nach oben gerutscht als er den Arm über sein Kopf legte. Unterhalb seines Bauchnabels verlief ein leichter Streifen dunkler Haare der in seiner Hose endeten. Ich legte mich genauso hin wie er da lag um meine Gedanken zu zügeln. Plötzlich regte sich Eddie und beugte sich über mich. Während er den nächsten Zug nahm, sah er mich an. Er kam mir näher und ließ den Rauch aus seinem Mund laufen. Seine Haare kitzelten mir im Gesicht, so nah war er mir. Ich wusste genau was er wollte. Ich sog den Rauch, den er hinaus bließ, wieder ein und kam ihm dabei auch etwas entgegen. Mein Herz schlug mir bis zum Hals, wenn er mir so nahe war. Den Rest pustete ich ihm wieder ins Gesicht. Er hielt mir den Joint an die Lippen, so, dass ich noch einen Zug nehmen konnte. Langsam fing er an zu wirken und mein Blutdruck zirkulierte sich wieder runter, den er mit seiner Aktion gerade zum überlaufen brachte. Er schnippte den Stummel aus seinem Van ohne mich aus den Augen zu lassen. Er sah selbst von unten so unglaublich gut aus. Wir verweilten wirklich lang so und sahen uns einfach nur an. Sein Kopf ratterte, das konnte ich sehen. Ich glaube, er wegte jede Möglichkeit ab, wie das hier jetzt ausgehen könnte. Er fing plötzlich an aus dem Nichts heraus zu grinsen.

» Was ist? Wieso lachst du?« fragte ich während sich meine Mundwinkel automatisch mit hinauf zogen.

» Ich hab noch nie mit jemanden zusammen einen Joint geraucht, schon garnicht mit jemand weiblichen« sagte er.

» Sind wir jetzt schon so weit, dass wir uns gegenseitig unsere Geheimnisse verraten?« strahlte ich ihn neckisch an.

» Dann verrate ich dir mein kleines Geheimnis« sagte ich, stützte mich auf meinen Ellenbogen ab um ihm noch näher zu kommen und flüsterte ihm dann ins Ohr » Ich hab Schoko-Kekse in meinem Rucksack dabei«

Wir sahen uns blitzschnell an und hatten sofort den selben Gedanken. Wir stürmten gleichzeitig nach vorn und wenn der andere schneller war, zogen wir ihn mit aller Kraft wieder zurück. Wir lachten von ganzem Herzen. Ich schaffte es aufzustehen und meinen Fuß aus seinem Griff zu befreien. Daher war ich die erste die, die Kekse erreichte und sie Eddie vor die Nase hielt. Ich feierte meinen Sieg gut gelaunt und stopfte erstmal einen in mich hinein. Eddie lief das Wasser im Mund zusammen und ich sah wie er sich quälte.

» Ich würde alles für einen Keks tun..« sagte er und ließ seine Hand auf den Boden fallen, denn dort lag er noch.

» Mhm, alles?« fragte ich etwas anzüglich und kam ihm auf allen vieren Näher

» Alles.. « summte er und kam mir, noch näher.

» Hol ihn dir!« forderte ich ihn auf.

Er kam näher und und ich lehnte mich nach hinten. Ich hielt den Keks so weit, wie es mir möglich war, von mir weg. Seine Hand ließ er hinter meinen Rücken gleiten, damit ich nicht Umfalle. Meine Brust drückte gegen seinen Oberkörper während er versuchte nach meinem Arm zu greifen. Er war mir so nah, dass sich fast unsere Nasen berührten. Sein Arm kitzelt an meinem und seine Locken wieder in meinem Gesicht. Leider war sein Arm ein Stück länger und er konnte sich den Keks ohne viel Anstrengung schnappen. Sein Lächeln drückte aus 'Netter versuch' als er wieder etwas von mir Abstand nahm und den Keks genüsslich in sein Mund schob. Er hielt mich noch immer fest und wir sahen uns einfach nur an.

» Wenn du stoned bist, fühlt sich auch alles für dich wie eine Ewigkeit an?« fragte ich ihn frei heraus.

» Ja..« hauchte er und kam wieder etwas näher. Ich spürte sein Herz schlagen so nah war er mir.

» Normalerweise stört mich das, aber wenn man einen Bruchteil des Moments mit der Ewigkeit verbinden könnte, dann würde ich gerade diesen wählen«

Kaum hatte ich das gesagt, lagen seine Lippen auch schon auf meinen. Er küsste mich so unglaublich sanft. Seine Hand an meinem Rücken, verstärkte den Druck und presste mich fester gegen ihn. Seine Hand die noch vor kurzem den Keks gehalten hatte schlich sich auf mein Gesicht. Seine Ringe kühlten meine heißen Wangen wieder etwas runter bevor seine Hand an meinen Nacken rutschte, um meine Lippen mit leichtem Druck noch fester an seine zu pressen. Unsere Münder drückten sich auseinander und vorsichtig suchte sich seine Zunge den Weg zu meiner. Er schmeckte rauchig-süß, genauso wie er auch duftet. In seinem Kuss lag die Leidenschhaft und eine Sehnsucht die von ihm aus ging. Das Gefühl das er mir dadurch vermittelte ließ alle Sorgen von mir abfallen. Es war als wäre es das gewesen was mir all die Jahre fehlte. Langsam fiel der Druck von meinen Lippen ab und er brachte uns auseinander. Seine Haselnussbraunen Augen sahen direkt in meine und auf seinem Gesicht zeichnete sich das verführerischste Lächeln überhaupt ab.

» Und jetzt, hätte ich gern noch einen Keks!« sagte er sanftmütig.

» Etwas süßes nach dem Süßen « fügte er noch hinzu und griff zur Kekspackung.

Ich wusste garnicht was ich darauf sagen sollte, er hatte mich einfach Sprachlos gemacht. Er legte sich wieder nach vorn, diesmal aber auf den Bauch. Und aß noch mehr Kekse. Noch immer kniete ich an dem selben Ort und hatte komplett vergessen wie ich funktionierte. Er sah nach hinten und klopfte mit seiner Hand neben sich.

» Kommpft du?« fragte er mich nuschelnd.

Ich nickte nur und legte mich auch auf den Bauch neben ihn. Ich stellte mir die Frage, was es jetzt zwischen uns änderte. Eigentlich hatte ich nicht vor mich im letzten Schuljahr noch zu binden, da ich sowieso hier weg wollte. Und alle meist auf verschiedene Colleges gingen, die im ganzen Land verstreut waren. Eddie unterbrach meine Gedanken als er anfing mit sprechen.

» Also eigentlich wollte ich das schon in dem Moment machen, als du Jason eins reingedrückt hast, aber ich dachte mir, dass es vielleicht etwas aufdringlich gewesen wäre.« sagte er und machte mit seinen Hände eine Bewegung als ob er was abwiegen würde.

» Hab ich dir etwa den Kopf verdreht, allein mit meiner Existenz?« sagte ich scherzend.

» Wahrscheinlich, so fühlt es sich zumindest an«

» Schockverliebt, so nennt man das« nuschelte ich.

» Was? « fragte er, weil er es wahrscheinlich nicht verstanden hat.

» Nichts, schon gut.« lächelte ich ihn an.

Wir lagen noch eine ganze Weile so da und aßen einen Keks nach dem anderen. Wir scherzten noch ein wenig rum und manchmal sahen wir uns einfach nur an. Er drehte sich auf die Seite, stütze mit seiner Hand seinen Kopf und holte sich seine Schachtel Zigaretten aus der Hose. Er öffnete sie mit einer Hand und holte sich mit dem Mund eine raus. Danach bot er mir auch eine an, die ich auch dankend annahm. Wir lagen genau gleich da und rauchten ohne uns aus den Augen zu lassen. Meine Augen wurden auch immer schwerer und ich auch immer müder. Ich warf meinen Stummel über meiner Schulter Kopf, zur Tür hinaus und legte meinen Kopf auf meine Arme. Eddie streichelte über meine Haare, meine Wange, meinen Arm und von meiner Schulter zu meinem Rücken. Es war so angenehm und seine Berührungen kitzelten auf meiner Haut, so dass ich lächeln musste.

» Hey, nicht dass du in meinem Van einschläfst und ich dich nicht nach Hause bekommen. Soll ich dich jetzt heim bringen? Wir müssen sowieso bald los.«

» Mhm« sagte ich nur, da mich seine Streicheleinheiten fast schon in die Traumwelt beförderten.

» Na komm, setz dich wenigstens noch auf den Beifahrersitz« lächelte er und half mir hoch.

Eddie schob noch eine Kassette rein und macht Musik an. Während der Fahrt redeten wir nicht viel aber trällerten ein paar Lieder mit. Leider konnte ich nie den ganzen Text und nur ein paar Zeilen mitsingen. Eddie trommelte während der Fahrt auf seinem Lenkrad herum und spielte mit einer Hand wechselweise Luftgitarre dazu. Er setzte mich wieder in der Parallelstraße ab und stieg mit aus. Jetzt standen wir herumdrucksend vor einander und ich wusste nicht wie ich ihm "Tschüss" sagen sollte. Sollte ich einfach nur etwas sagen und gehen? Oder sollte ich ihn Umarmen? Oder ihm gar einen Abschiedskuss geben? Ich war total überfordert mit einer Verabschiedung, wo sollte das noch hinführen. Aber ich brauchte nicht mehr lang darüber nach zu denken, da zog mich Eddie in seine Arme und gab mir einen Kuss auf die Stirn während er seinn Arm um meinen Kopf legte. Ich lächelte und winkte ihm noch zu als ich ging. Während ich mich noch einmal umdrehte lehnte er an seinem Van und wartete bis ich verschwunden war. Ich schlich mich zum Keller Eingang, den ich vorher geöffnet hatte. So leise wie möglich schloss ich die Klappe und tapste, wie eine Katze, nach oben in mein Zimmer. Wer hätte es gedacht. Genau zum richtig Zeitpunkt schloss ich die Tür und hörte wie meine Mutter die Treppe hinauf kam. Ich legte mich schnell ins Bett und tat so als würde ich gerade aufstehen und mein Wecker ausschalten, als sie zur Tür hinein kam.

» Essen ist fertig, Liebes. Kommet du? «

" Ja ich komm gleich runter« sagte ich mit meiner süßen Stimme.

Als sie die Tür hinter sich schloss, schmiss ich mich noch mal kurz ins Bett und atmete erstmal tief durch. Grundlos fing ich an zu grinsen wie ein Pferd. 'OH NEIN (Y/N)! Wag es es nicht! Wag es nicht dich zu verlieben, nicht jetzt und nicht hier!' - ermahnte ich mich selbst und machte mich auf den Weg hinunter zum Essen.
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