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Immer noch dieselben

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Maxim Drüner Nico Seyfrid Tarek "Tafel" Ebéné
14.06.2022
24.07.2022
10
16.324
3
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Dieses Kapitel
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14.06.2022 1.019
 
Jap, ich bin es schon wieder. Meine Maxico Hyperfixierung lässt mich irgendwie nicht los. Die Jungs haben es mir einfach angetan. Und jetzt probiere ich mal wieder mein Glück, gucke, was sich so beim Schreiben ergibt und hoffe, dass meine Kreativität nicht nachlässt :D

Die Geschichte spielt quasi im hier und jetzt. Die Rap über Hass Tour hat gerade begonnen…

Aber natürlich ist das alles nur Fiktion und rein aus meiner verdrehten Phantasie entsprungen.

Viel Spaß beim Lesen! :)

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Das Vibrieren meines Handys gepaart mit einem neckischen Kichern riss mich aus dem Schlaf. Wann war ich denn bitte eingepennt? Und wie lange hatte ich schon gepennt? Völlig verschlafen blinzelte ich durch die Gegend und sah schließlich Maxim breit grinsend mir gegenüber sitzen. “Was gibt’s denn da zu lachen?”, fragte ich und merkte, dass meine Stimme noch total rau und kraftlos klang. “Guck doch mal auf dein Handy.”
Ich holte mein Handy aus der Tasche meines Hoodies - Wieso trug ich das Ding überhaupt? Es waren fast 30 Grad draußen.
Unter anderem eine Nachricht von Maxim. Er hatte mich scheinbar beim Schlafen fotografiert und mir das Bild netterweise bei WhatsApp zukommen lassen.
“Du hast so süß ausgesehen, das musste ich unbedingt für die Nachwelt festhalten.”
Ich brummte nur und zoomte an mein Gesicht heran. Mein Mund war halb offen und mir lief ein wenig Sabber am Kinn herunter. Na geil. Reflexartig wischte ich mit der Hand über mein Kinn und es war tatsächlich noch nass vom Speichelfaden. Ein wenig angeekelt von mir selbst verzog ich das Gesicht.

“Seit wann sabber ich denn im Schlaf?”
Maxims Grinsen wurde nur noch breiter. “Ach, ab und an mal. Eigentlich nur, wenn du besoffen bist.”
“Gut, dass du das so genau weißt…”, murmelte ich eher zu mir selbst als zu irgendwem anders.
“Tja, ich kenn dich eben besser als du dich selbst, Schnuggi.” Als Antwort bekam er nur ein halbherziges Augenrollen zurück. Aus meinem Rucksack holte ich eine Flasche Club Mate und trank einen Schluck.
“Wie lange müssen wir eigentlich noch?”, fragte ich dann nach einigen Minuten des angenehmen Schweigens.
“Ach, wir sind bald da. Der Stau ist zumindest überwunden. Den hast du ja verschlafen.”
“Das sind die Überlebenstricks, ich sag dir das.”

Ich hatte unglaublich wenig letzte Nacht geschlafen. Irgendwie war ich aufgeregt. Dabei hatten wir gerade letzte Woche erst unsere ersten beiden Konzerte der Tour hinter uns gebracht. Mir war zwar schon vorher bewusst gewesen, dass ich das Touren und die Konzerte vermisst hatte, aber als ich dann endlich wieder auf der Bühne stand - dieses Gefühl war nicht in Worte zu fassen. Nach so einer langen Zeit war es wirklich bitter nötig gewesen. Eigentlich waren wir doch Profis und hatten schon tausende Konzerte gespielt. Und dennoch hatte ich gestern Abend so ein Lampenfieber gehabt, dass es mir schlicht ergreifend den Schlaf geraubt hatte.

An meinem Schlafmangel war allerdings nicht nur das Lampenfieber und die Vorfreude Schuld gewesen. Der andere Grund hatte mich in der Zwischenzeit mit WhatsApp Nachrichten förmlich bombardiert.
>> Heyyyyy, wieso antwortest du nicht?! << las ich gerade auf meinem Display. Ich konnte nicht anders als die Augen zu verdrehen. Meine Hand schnellte automatisch zu meiner Zigarettenschachtel. Eigentlich wollten wir nicht mehr im Tourbus rauchen. Scheiße, was waren wir spießig geworden. Trotzdem war die Kippe schon rausgekramt, mit welcher ich nun gestresst immer wieder auf den Tisch klopfte.

“Alles gut? Du siehst irgendwie aus als hättest du nen Geist gesehen.” Maxim grinste mich an und sein Blick war irgendwie herausfordernd.
Ich überlegte, was ich antworten sollte. Es brachte nichts jetzt zu lügen, aber ich hatte absolut keinen Bock auf dieses Gespräch.
“Ach Sonja…Naja-”
Maxims Lächeln erlosch in Sekundenschnelle als er diesen Namen hörte. Weder er, noch Tarek hatten auch nur ein einziges gutes Wort für sie übrig. Um es schön auszudrücken - sie waren ihr eher skeptisch gegenüber. Dabei hatten die beiden sie noch gar nicht so richtig kennengelernt.

Auch Tarek stand nun im Gang neben uns und setzte sich. “Gibt’s neuen Gossip von deiner Perle?”, fragte dieser breit grinsend mit ironisch interessierten Unterton. Ich atmete deutlich hörbar aus. “Liebesglück sieht für mich anders aus, Bruder!”, lachte Tarek nun und zeigte mit dem Finger auf mein wohl ziemlich angesäuertes Gesicht.
“Sonja ist echt in Ordnung.” In meiner Stimme schwang nur wenig Glaubwürdigkeit mit.
“Echt in Ordnung. Ohoooo. Klingt für mich definitiv nach der großen Liebe!” die beiden lachten nur noch weiter in sich hinein, ich schüttelte den Kopf. “Ich geh pissen.”, presste ich noch hervor, bevor ich aufs Klo verschwand.

Tarek und Maxim schienen doch etwas verwundert über meinen plötzlich Abgang, da ich sie hinter mir verstummen hörte. Auf dem kleinen engen Busklo angekommen, öffnete ich schließlich meine Nachrichten. Inzwischen waren das 8 Stück, die hinter Sonjas Namen angezeigt wurden. Okay, Augen zu und durch.

>> Na, wie ist die Fahrt? :* <<
>> Wie lange seid ihr so unterwegs? <<
>> Wo war dieses Festival nochmal? <<
>> Schatz?<<
>> Vermisse dich jetzt schon…<<
>> Heyyyyy, wieso antwortest du nicht?! <<
>> Naja, du scheinst ja nicht so viel an mich zu denken.<<
>> Viel Spaß noch. <<

Was sollte das denn? Ich setzte mehrmals zum Tippen an. Was erwartete sie bitte von mir? Dass ich ihr 24/7 schrieb? Hier konnte man einfach nicht das Richtige antworten. Für was sollte ich mich auch bitte rechtfertigen. Ach, drauf geschissen. Lügen würde jetzt auch nichts bringen.

>> Sorry, bin eingepennt. Wir sind gleich da. Können ja später noch mal telefonieren.<<

Als ich zurück zum Sitzbereich kam, waren Maxim und Tarek wieder am Lachen.
“Na, habt ihr euch immer noch nicht eingekriegt?”
“Schon Instagram gecheckt?”, ignorierte Tarek meine Frage. “Ne, wieso?”
Ich holte erneut mein Handy aus der Tasche und checkte die App. Natürlich hatte Maxim das Schlaffoto von mir in seine Story gepackt. Bei der Beschriftung musste ich dann auch lachen. ‘Bae ist so süß wenn er schläft <3”
Das meinte er also mit ‘für die Nachwelt festhalten’. Na, das schrie doch nach einer Revanche.
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