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Die Geheimnisse des Majo-Viertels // magisch – mystisch - zauberhaft

von LoriiFee
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Atemu Bakura - König der Grabräuber Isis / Ishizu Ishtar Katsuya Jonouchi / Joey Wheeler Mokuba Kaiba Seto Kaiba
14.06.2022
23.06.2022
2
7.696
5
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9 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
23.06.2022 5.068
 
Hallo liebe Leute :-)
ich war fast schon überwältigt von der Reaktion auf das erste Kapitel.
9 Favoriten-Einträge und 4 Sternchen für die ersten knapp über 2.500 Wörter haben mich fast umgehauen! *.*
Und ganz besonders gefreut hab ich mich über die 4 lieben Kommentare, die mich dazu veranlasst haben, möglichst rasch Korrektur zu lesen, damit ich das zweite Kapitel uploaden kann.
Es braucht anfangs ein wenig Zeit, bis die Geschichte Fahrt aufnehmen kann, aber immerhin tritt nun ein neuer Charakter auf den Plan (wenn vl auch widerwillig, schließlich hat er eine Firma zu leiten ;-)).
Ich hoffe es gefällt! :-)
Alles Liebe
Lorii



"Du warst wo?!?", verärgert zog Seto Kaiba seine Stirn in Falten, während er auf seinen kleinen Bruder herabstierte. Der Kurze hatte in den letzten Jahren zwar einiges an Größe zugelegt, aber bis er mit seinem älteren Bruder auf Augenhöhe war, mussten wohl noch ein paar Jahre ins Land ziehen.
"Im Majo-Viertel...", knirschte Mokuba. Er hatte ja gewusst, dass Seto aufgebracht reagieren würde...
In diesem heruntergekommenen, ärmlichen Viertel hatte er laut seinem Bruder nichts zu suchen. Wer wusste schon, welche Gestalten dieses Milieu anzog und was für zweifelhafte Subjekte dort verkehrten?
"Ich habe dir schon tausendmal gesagt, dass du dort nichts verloren hast! Und was hast du da eigentlich an?!?", geringschätzig musterte der Größere das luftige Hemd, welches sein Bruder trug.
"Ich war total verschwitzt und da hat mir das jemand geborgt!", rechtfertigte Mokuba sich, "Ich hab da einen voll krassen Ort entdeckt, jetzt hör dir die Geschichte mal ganz zu Ende an!", forderte der Kleinere von seinem großen Bruder, bevor er ihm jedes Detail seines heutigen Ausfluges schilderte.
Es brachte ja nichts, Seto bekam es ja sowieso heraus, am besten erzählte er es ihm also freiwillig. Abgesehen davon, nach kurzer Reflexion, fand er sein heutiges Abenteuer irgendwie seltsam und aufregend zugleich und ein kribbeliges Gefühl in seiner Magengegend drängte ihn dazu, sein neugewonnenes Wissen zu teilen.
Sein Bruder reagierte allerdings eher ernüchternd auf diese Tatsache.
"Du warst bei irgendeinem Penner in seinem Hinterhof?", fragte er in seiner üblichen sarkastisch-grimmigen Manier.
Mokuba stöhnte entnervt.
"Yami ist kein Penner! Ich mein... ja... Ein bisschen seltsam scheint er schon zu sein... Aber jetzt nicht verrückt oder gefährlich oder so..."
Er blickte mit immer noch hoffnungsvoll geweiteten Augen zu Seto, während sich das Gefühl der Enttäuschung schön langsam durch seine Zellen fraß und ihn auf dem Boden der Tatsachen ankommen ließ.
Er wusste nicht genau, was er als Reaktion erwartet hatte, aber irgendwie fühlte sich die Situation frustrierend an.
Auch Seto war mit dem Verlauf dieses Gespräches nicht zufrieden. Sein Bruder war trotz seines Alters prinzipiell ein vernünftig denkender junger Mann, aber dass er all seine Warnungen in den Wind schlug und dann auch noch Begeisterungsstürme seinerseits erwartete...
"Wie auch immer...", versuchte er die Wogen zu glätten und fuhr sich fahrig durchs Haar, "Ich will nicht, dass du dich dort herumtreibst! Heruntergekommene Gegenden ziehen Gesindel an und ich möchte mir nicht ausmalen, was passiert, wenn du wirklich einmal an die Falschen gerätst, okay?"
"Okay...", murmelte Mokuba bedrückt, bevor er hoch in sein Zimmer trottete...

Eine Woche später hielt ein für diese Gegend viel zu teures Fahrzeug vor einem mehrstöckigen Wohnhaus im Majo-Viertel.
Der Fahrer, Seto Kaiba, checkte noch kurz die GPS-Daten auf seinem Handy, bevor er sich selbst zunickte und ausstieg.
Er wollte sich selbst ein Bild von diesem seltsamen Knilch machen, der seinem kleinen Bruder letzte Woche aus der Patsche geholfen hatte.
Des Weiteren würde er diesem vermutlich zahnlosen Hinterwäldler höflich zu verstehen geben, dass er keinen weiteren Kontakt zwischen ihm und seinem Bruder wünschte.
Kaiba-höflich verstand sich...
Er trat an die schmale hölzerne Tür heran und rüttelte an der Türklinke. Ärgerlich stellte er fest, dass das altmodische Vorhängeschloss versperrt und nicht offen war.
Eine Türglocke oder ein Videoüberwachungssystem suchte man hier vergeblich.
Ein wenig unschlüssig blickte er zuerst auf sein Handy und nachdem er sich vergewissert hatte, dass er vor dem richtigen Gebäude stand, bückte er sich nach einem rostigen Nagel und stocherte damit im Schließmechanismus des Schlosses herum, bis es schließlich klickte und nachgab.
Kaiba schnaubte.
Wegen dieser lästigen Sache konnte man ihn doch tatsächlich des Einbruches belangen. Nur gut, dass kein Richter der Welt glauben würde, dass er, der Milliardär Seto Kaiba, in ein schäbiges Wohnhaus im heruntergekommensten Bezirk Dominos einsteigen wollte.
Das wäre ja lachhaft!
Er drückte die schmale Holztür auf und schritt durch einen steinernen Gang in einen kleinen Innenhof.
Im Innenhof angekommen blickte er um sich.
Schäbig. Heruntergekommen. Armselig.
Mehr gab es zum Zustand dieses Gebäudes nicht zu sagen...
Aber eine Sache passte nicht.
Mokuba erzählte ihm von einer zweiten Holztür, die der ersten gegenüber liegen sollte.
Doch da war keine.
Der hölzernen Eingangstür gegenüber befand sich eine steinerne Mauer.
Ein wenig blickte er sich noch um, bevor er ungeduldig an die nächstbeste Tür klopfte. Auf sein Klopfen wurde nicht reagiert, kein Wunder, hier schien niemand zu wohnen. Auch die nächsten beiden Türen, die er ausprobierte waren verschlossen und niemand öffnete ihm.
Nach weiteren 5 Minuten die er hier verschwendete rauschte er wutschnaubend ab.
Verdammte Zeitverschwendung!!
Doch eines verstand Seto nicht.
Mokubas Erzählung wirkte, wenngleich auch ein wenig aufgebauscht, prinzipiell ehrlich. Zumindest hatte er kein Anzeichen von Unehrlichkeit bei seinem kleinen Bruder entdecken können und das war ihm bis jetzt doch fast immer gelungen, oder?
Vielleicht waren die GPS-Daten fehlerhaft??
Verärgert über die vergeudete Zeit fuhr er nach Hause.

*-*-*-*

"Ich hab dich nicht angelogen! Du wirst schon sehen!", insistierte Mokuba, während er gemeinsam mit Seto im Auto saß.
Nach dieser exorbitanten Zeitverschwendung hatte er seinen kleinen Bruder gerügt, woraufhin dieser ihm so lange auf die Nerven gegangen war, bis er sich dazu genötigt fühlte wieder ins Auto zu steigen und mit Mokuba hierher zu fahren.
Nach ca. 20 Minuten Autofahrt waren sie endlich angekommen.
Als sie vor der verschlossenen Holztür standen stutzte Seto zum ersten Mal. Er war sich sicher, das Vorhängeschloss nicht wieder verschlossen zu haben.
Mokubas "Komisch... Beim letzten Mal war das Schloss offen..." machte die Sache auch nicht besser.
Doch sie waren nicht hergekommen, um nun dumm Maulaffen feilzuhalten.
Kurzerhand bückte sich Seto wieder nach dem rostigen Nagel und begann damit das Schloss zu knacken.
Mokubas belustigten Blick ignorierte er dabei geflissentlich.
Nach kurzem war auch diese Hürde genommen und er rauschte in das Gebäude.
"Da siehst du es.", sagte er tonlos an Mokuba gerichtet.
Jener drängte sich an seinem großen Bruder vorbei und starrte sprachlos an die Wand.
Seto hatte recht.
Da ist nichts...
Er streckte seine Hand aus und befühlte die Wand.
Stein. Nichts als kalter, nackter Stein.
Von der warmen, zersplitterten Holztür, die leise knarrte, als er sie öffnete, war nichts zu sehen.
"Aber sie war da, das weiß ich genau...", murmelte er verstört.
Seto stand zwei Meter hinter ihm mit verschränkten Armen an die Wand gelehnt.
"Könnten wir diese Scharade jetzt endlich beenden?", kam es in scharfem Tonfall.
Mokuba presste die Lippen aufeinander und funkelte seinen Bruder wütend an.
"Also weder lüge ich dich an, noch bin ich verrückt oder so! Hier war eine Tür, ja ganz genau hier!", er fasste an die Steinmauer, "und durch diese Tür gelangt man in diesen abgefahrenen Garten! Und wenn du mir nicht glaubst, dann...", er brach ab.
"Du meinst also irgendjemand hat diese ominöse Tür kürzlich zugemauert? Ja, wirklich höchst wahrscheinlich...", beißender Sarkasmus lag in Setos Worten.
"Das muss ich mir nicht anhören!", gekränkt stürmte Mokuba an seinem Bruder vorbei und verließ das Gebäude.
Er starrte in den Himmel.
Kacke nochmal, was ist hier los? Ich bin doch nicht gestört, ich hab mir das nicht eingebildet!!!
Nein! Noch jetzt konnte er sich ganz genau daran erinnern welche Düfte er wahrgenommen hatte.
Und er war sich ganz sicher, dass sie im richtigen Gebäude standen. Beim Hereingehen war sein Blick ganz automatisch nach oben an die Decke geschnellt und er hatte das „Bild“ der einohrigen Katze entdeckt.
Die GPS-Daten unterstützten diese Hypothese.
Auch das Hemd, das sich nun frisch gewaschen und gebügelt in einer kleinen Tüte hier bei ihm befand, war ein unumstößlicher Beweis.
Also was übersah er?
"Hör mal, Mokuba!", setzte Seto an, als auch er wieder aus dem Gebäude kam.
"Nein, schon gut, fahren wir heim!", würgte Mokuba ihn ab und setzte sich auf den Beifahrersitz.
Er hatte jetzt keine Lust zu diskutieren.
Er war sich sicher, dass er recht hatte.
Irgendetwas ging hier nicht mit rechten Dingen zu und er würde herausfinden was, so wahr er Mokuba Kaiba hieß!
Seto wird schon sehen, dass ich recht habe!!!

Die nächsten Tage sprachen sie nicht mehr über dieses Thema, denn es würde ohnehin nur zu Diskussionen oder Streit führen.
Stattdessen recherchierte Mokuba insgeheim über das mysteriöse Majo-Viertel bzw. er versuchte es zumindest.
Die Sache gestaltete sich jedoch schwierig, denn es schien einfach kaum Aufzeichnungen zu diesem Teil der Stadt zu geben.
Ältere Familienangehörige konnte er leider nicht fragen. Denn abgesehen davon, dass es außer Seto niemanden mehr gab, hatten seine Vorfahren nicht in Domino gelebt.

*-*-*-*

Es war Samstagabend und Mokuba lümmelte auf der Couch vor dem Fernseher herum.
Die Woche war frustrierend verlaufen.
Er hatte versucht, etwas über das Majo-Viertel herauszufinden, war aber leider kläglich gescheitert.
Niemand schien sich überhaupt dafür zu interessieren, dass es diesen Stadtteil gab.

Während er nach wie vor darüber nachgrübelte, obwohl er sich eigentlich vorgenommen hatte es nicht zu tun, tauchte Roland, Setos rechte Hand, in seinem Blickfeld auf.
Es war nicht ungewöhnlich, dass der treue Assistent ab und an hier auftauchte, um wichtige Projekte und Vorgehensweisen mit Seto zu besprechen.
Mittlerweile war er so viel mehr, als ein langjähriger Mitarbeiter und wahrscheinlich der einzige Mensch, außer Mokuba, dem Seto unumstößlich sein Vertrauen schenkte.
„Gute Nacht, Mokuba!“, grüßte Roland, bevor er sich anschickte, das Loft Richtung Lift zu verlassen.
„Gute Nacht, Roland!“, gähnte Mokuba und winkte lässig mit seiner Hand.
Plötzlich schoss ihm ein Gedanke durch den Kopf.
Ich bin ja so ein Trottel!

„Warte noch kurz!“, rief er, während er sich aufrappelte, über die Sofalehne sprang und zum Lift hastete.
Seine eigenen Verwandten stammten nicht aus Domino, das war schon richtig… aber Rolands sehr wohl!
"Roland? Was weißt du über das Majo-Viertel?", platzte es neugierig aus Mokuba heraus, sobald er zu dem Älteren aufgeschlossen hatte.
Roland zog kurz die Augenbrauen zusammen.
"Wieso interessiert dich das?", stellte er eine Gegenfrage.
Mokuba verengte seine Augen ein wenig.
Weicht er mir aus oder bilde ich mir das nur ein?
"Uhm... Nur so... Ich war neulich dort und fand es sehr interessant.", bis zum Zerreißen gespannt beobachtete Mokuba jede von Rolands Reaktionen.
Dieser strich sich kurz über seinen Schnurrbart, bevor er antwortete.
"Nun... Der Stadtteil ist schon sehr alt und wird zu einem großen Teil von alteingesessenen Menschen bewohnt.“, erklärte Roland zögerlich.
"Hmm... Alteingesessen…“, überlegte Mokuba gespielt, „Das heißt dort wohnen ausschließlich Japaner?", fragte er lauernd.
"So würde ich das nicht sagen…", entgegnete Roland vorsichtig, „Das Klientel scheint durchaus internationaler Natur zu sein.“
"Du kennst dich dort aus, richtig?", hakte Mokuba nach.
Roland presste die Lippen zusammen und schwieg.

Ruhelos fuhr sich Mokuba durch sein rabenschwarzes Haar.
Eindringlich blickte er Setos Assistenten in die Augen.
"Du weißt irgendwas oder?", fragte er nachdrücklich, "Irgendwas stimmt dort doch nicht! Was ist dort los?", setzte er Roland fest.
Roland seufzte.
Mokuba konnte wie ein Pitbull sein, wenn er wollte
"Die Menschen dort leben in einer verschworenen Gemeinschaft und pflegen nicht viel Kontakt zu Außenstehenden!", begann er zu erklären, "Dass man dich hinein gelassen hat ist keine Selbstverständlichkeit!", setzte er dann noch nach.
"Echt?", Mokuba riss seine Augen auf, "Yami schien mir sehr nett zu sein..."
Roland antwortete nicht auf diese Behauptung.
Erneut kniff Mokuba seine Augen zusammen.
"Du kennst ihn oder?"
Nach einer Minute des Schweigens setzte er nach: "Bitte Roland! Ich werde noch verrückt! Was ist da los, was wird in diesem Viertel gespielt?"
Der Größere seufzte abermals, bevor er ein wenig näher an den Teenager herantrat.
"Na schön!", begann er resigniert, bevor er sich fahrig über die Stirn wischte, "Du weißt wie man das Viertel nennt oder?"
"Ja...?"
"Und du weißt auch, was das bedeutet oder?"
"Naja, man nennt es auch das Hexenviertel, aber-", Mokuba unterbrach sich selbst.
Im ersten Moment wollte er auflachen und widersprechen, doch dann blieb ihm das Lachen im Halse stecken und er warf alles was er gesehen, gehört und empfunden hatte in die Waagschale...
Kann das wirklich sein?
War hier sowas wie... Magie... oder Zauberei... oder was auch immer im Spiel?
Er dachte zurück an den Moment, als er die Holztür mit dem komischen Zeichen berührte. Er dachte an das Kribbeln in seinen Fingern und das Gefühl, das danach durch seinen Körper rauschte.
Auch als er die steinerne Wand berührte, hatte er das Gefühl, als ob da irgendetwas wäre... Irgendetwas was er weder benennen noch erklären konnte.
Plötzlich legte sich seine Aufregung und wich einer erstaunlichen Ruhe.
"Danke Roland! Das war sehr hilfreich!", bedankte er sich höflich, bevor er sich auf in sein Zimmer machte.
Er schloss seine Zimmertür und lehnte sich gegen eben jene.
Es ist wahr!
Er wusste einfach, dass es stimmte.
Das Majo-Viertel wurde auch Hexenviertel genannt und zwar aus dem Grund, weil es Hexen beherbergte. Oder wie auch immer diese Menschen sich nannten.
Das war die Ursache für all die seltsamen Begebenheiten.
Das war das Geheimnis!
Aber wie er das Seto beibringen sollte, wusste er beim besten Willen nicht.

*-*-*-*

Glücklicherweise war am nächsten Tag Sonntag und Mokuba fasste den Entschluss seine Theorie einer Prüfung zu unterziehen.
Er stieg erneut in die Straßenbahnlinie 13 und machte sich auf den Weg ins Majo-Viertel.
Den Weg zu besagtem Wohnhaus fand er mittlerweile auf Anhieb. Als er darauf zuhielt, konnte er schon von Weitem erkennen, dass die Tür verschlossen war.
Während er weiterging, schloss er die Augen und atmete tief durch.
Er rief sich die Erinnerungen an den zauberhaften Garten und Yami ins Gedächtnis und konzentrierte sich darauf. Die Gerüche nach saftiger Wiese und aromatischen Kräutern und nach Blumen, die er noch nie im Leben gesehen hatte. Das Summen der Bienen und das Brummen der Käfer, die ihm um die Ohren sausten, sowie das Geflatter der zahlreichen Schmetterlinge, die durch die Lüfte tanzten.
Und die Erinnerungen an Yami, den etwas seltsamen Bewohner dieses Gartens, mit seinen amethystfarbenen Augen und der mysteriösen Ausstrahlung.
Mysteriös und auf seltsame Weise respekteinflößend, aber nicht beängstigend.
All das rief er sich in Erinnerung, während er entschlossenen Schrittes weiterging.
Als er vor der schmalen Holztür stand, atmete er noch einmal tief durch, bevor er seine Hand an die altmodische Klinke legte.
Eine eigentümliche Gewissheit herrschte nun in seinem Kopf vor und er ließ sie durch seinen gesamten Körper strömen.
Er fühlte das kalte Metall an seinen Fingern und doch war da so viel mehr.
Es überraschte ihn daher kaum, dass es wenige Sekunden später leise klickte und das Schloss aufsprang.
Eine latente Aufregung waberte durch seinen Körper als er die Tür aufdrückte und sich durch den Eingang schob. Er brauchte gar nicht hinzusehen um zu wissen, dass sie heute da war.
Die zweite Holztür, mit dem komischen eingeritzten Symbol.
Seine Erregung steigerte sich, als er rasch den steinernen Durchgang und den Innenhof durchschritt und vor besagter Tür stehenblieb.
Vorfreude durchströmte ihn, als er auch diese Türklinke herunterdrückte und die Tür öffnete.
Sie war kaum einen Spalt offen, als ihm auch schon eine Brise dieses besonderen Aromas in die Nase wehte und da wusste er, er hatte es geschafft.
Man ließ ihn ein.
Schwungvoll öffnete er die Tür und schritt zügig hindurch.
Wieder stand er vor üppigen Sträuchern und Fliederbüschen und wieder schlüpfte er durch den schmalen Durchgang hindurch.
Da war er! Der geheimnisvolle Garten!
Er musste ihn Seto einfach zeigen.
Er muss das unbedingt sehen!
Hastig machte er auf dem Absatz kehrt und stürmte aus dem Garten, raus aus dem Gebäude, die Straße entlang.

Er spurtete in die nächste Straßenbahn am Ende des Viertels und hüpfte förmlich auf seinem Platz auf und ab während die 20 Minuten ins Stadtzentrum quälend langsam vergingen.
Endlich am Hochhaus, an deren Spitze sich ihr Loft befand, angekommen, preschte er hinein und fuhr mit dem Fahrstuhl hoch in ihre Etage.
Immer noch atemlos kam er oben an und stürmte ins Arbeitszimmer seines Bruders, wo er ihn um diese Zeit vermutete.
"Komm mit... Ich... muss dir was… zeigen!", presste er zwischen heftigen Atemzügen hervor, während er sich die Seite hielt, um die unangenehmen Stiche abzuschwächen.
Irritiert hob Seto eine Augenbraue.
"Was ist denn los, wovon sprichst du?", fragte er argwöhnisch.
Mokuba war inzwischen wieder etwas zu Atem gekommen und so entgegnete er weitaus besser verständlich: "Dieser abgefahrene Garten von dem ich dir erzählt hab… Ich hab ihn wieder gefunden! Los, komm mit!"
Verärgert zog Seto seine Stirn in Falten.
"Ich dachte wir hätten eine Abmachung!", herrschte er seinen kleinen Bruder an, "Ich hab dir gesagt, dass ich nicht will-"
"Jaja, weiß ich ja! Aber du MUSST das einfach gesehen haben, komm jetzt endlich mit!!"
Energisch packte er seinen großen Bruder am Ellbogen und zog ihn hoch.
"Also gut, Mokuba! Das ist das letzte Mal, dass ich dort meine Zeit verschwende und dann will ich von diesem leidigen Thema nie wieder auch nur ein Sterbenswörtchen hören, hast du mich verstanden?", knurrte er, bevor er sich sein Sakko über den Arm warf und seinem hibbeligen Bruder in die Tiefgarage folgte.

Die Fahrt verlief schweigsam.
Setos Verärgerung war nur zu deutlich spürbar und Mokubas Begeisterung wandelte sich immer mehr in Nervosität.
Würde die Tür auch noch da sein, wenn er seinen Bruder im Schlepptau hatte?
Beim letzten Mal hatte es nicht geklappt, was, wenn es nun auch nicht funktionierte.
Nein!
Er schalt sich in Gedanken.
Wenn er so anfing würde es nicht funktionieren. Er musste daran glauben, dass es klappte.
Und das sollte ihm auch leichtfallen, immerhin war es keine Stunde her, seit er ihn gesehen hatte.
Sie parkten vor dem ihnen mittlerweile gut bekannten Wohnhaus und Mokuba sprang aus dem Wagen.
Bevor sein Bruder den Gehweg erreichte versperrte er ihm allerdings die Sicht.
"Ich muss dich um etwas bitten!", mit flehenden Augen sah er zu seinem Bruder hoch, der nun nur noch argwöhnischer dreinblickte.
"Bitte gib mir die Hand und mach die Augen zu!", bat er leise.
Eine Weile starrte Seto seinen kleinen Bruder an.
"Also gut, ich weiß nicht, was mit dir in letzter Zeit los ist, aber wenn du nicht sofort mit diesem Schwachsinn aufhörst, fahren wir jetzt sofort ins Krankenhaus und ich unterziehe dich einem Drogentest!", knurrte er leise.
Mokuba atmete tief durch bevor er nochmal zu einem Versuch ansetzte.
"Seto, ich bitte dich mir zu vertrauen! Wir haben schon so viel gemeinsam durchgestanden und ich schwöre dir, bei allem was mir heilig ist und was ich besitze, dass ich nicht unter Drogen stehe und dich auch nicht verarsche. Bitte, BITTE, vertrau mir nur ein einziges Mal! Danach können wir auch nach Hause fahren und ich werde dieses Viertel nie wieder betreten und auch nie wieder erwähnen!"
Seto kämpfte mit sich.
Die Bitte seines kleinen Bruders war so unsinnig und schwachsinnig, dass sein erster Impuls war, sie sofort niederzuschmettern.
Aber wenn er ehrlich war... Was verlangte er schon von ihm?
Und so tat er, was Mokuba wahrscheinlich gar nicht zu hoffen gewagt hatte. Er schloss die Augen und streckte seinem Bruder seine Hand entgegen.

Mokuba wandte sich der schmalen Eingangstür zu und zog seinen großen Bruder behutsam mit sich.
Wie vorhin, erweckte er die Erinnerungen in seinem Kopf abermals zum Leben, bevor er seine Finger auf das kühle Metall legte und darauf wartete, dass das Schloss klickte.
Und tatsächlich.
Es sprang auf und Mokuba öffnete die Tür, um mit Seto hindurchzuschreiten.
Sie passierten den steinernen Gang und auch den kleinen, schäbigen Innenhof und Mokubas Herz hüpfte vor Freude, als sie auf die zweite schmale Holztür zuhielten.
Er legte abermals seine Hand auf die Türklinke und drückte sie nach unten.
"Gleich wirst du sehen, dass ich recht hatte!", erklärte er siegessicher, bevor er die Tür aufzog.

Ein eigenartiger Geruch strömte plötzlich Setos Nase hoch und reizte die darin liegenden Rezeptoren auf eine Weise, wie es wahrscheinlich noch nichts getan hatte.
Es war eine wahre Geruchsexplosion.
Er erschnupperte den Geruch nach Sommerwiese, nach würzigen Kräutern und stark blumige Düfte.
Ein angenehmer Luftzug verriet ihm, dass sie sich wohl wieder im Freien befanden.
Der Druck an seiner rechten Hand nahm ab, als Mokuba sie losließ.
"Du kannst die Augen jetzt wieder aufmachen!", forderte er ihn auf und Seto erkannte an seiner Stimme, wie erleichtert und zufrieden er war.
Der Größere öffnete die Augen und sah sich sogleich üppigem Strauchwerk und Flieder gegenüber.
Er drehte sich ruckartig um.
Hinter ihnen befand sich die steinerne Wand, in die eine schmale Holztür eingelassen war.
Seto hatte ein vortreffliches räumliches Vorstellungsvermögen und ein mindestens genauso gutes Gedächtnis.
Als er blind und an Mokubas Hand durch das Gebäude geführt wurde, konnte er trotzdem ganz genau sagen, wo er sich befand.
Und eigentlich hätten sie längst an der steinernen Mauer anstoßen müssen, aber nein...
Stattdessen waren sie durch eine weitere Holztür getreten und nun in dieser Wildnis gelandet.
"Wollen wir gehen?", fragte Mokuba aufgeregt.
"Wohin?", entgegnete Seto irritiert.
Der Kleinere zog eine Grimasse und kletterte plötzlich durch den Busch.
Kurz zögerte Seto, bevor er seinem Bruder hinterherging bzw. nahezu hinterher kroch.
Der pflanzliche Durchgang war nämlich eher schmal.
Nachdem er sich durch das Blattwerk gekämpft hatte, richtete er sich wieder zu seiner vollen Größe auf und ihm blieb beinahe die Spucke weg.

Vor ihm präsentierte sich der üppigste, farbenfroheste und lebhafteste Garten, den er jemals gesehen hatte.
Blumen, Beete, Sträucher und Bäume soweit das Auge reichte und auch die Fauna war hier artenreich vertreten.
Vögel, Bienen und Insekten flogen bzw. schwirrten emsig umher und Seto hätte schwören können, dass soeben zwei Eichhörnchen mit buschigen, haselnussbraunen Schwänzen von einem Baum zum nächsten gehüpft waren.
"Ich hab's dir doch gesagt!", feixte sein Bruder zu ihm hoch, bevor er sich in Bewegung setzte.
Er schien genau zu wissen wohin er wollte, blickte sich aber trotzdem ständig nach links und rechts um, als würde er nach jemandem suchen.
Auch er selbst kam nicht umhin zu starren.

Sie passierten mit reifen und prallen Früchten beladene Obstbäume, kamen an zahlreichen kleinen Kräuterbeeten vorbei und schritten an Sträuchern und Blumen vorüber, die so farbenfroh und prächtig waren, dass man beinahe neue Farben für sie erfinden hätte müssen.
Er versuchte es zwar zu vermeiden, aber auch Seto reckte, wie Mokuba, immer wieder den Hals, um die Eindrücke vollständig in sich aufnehmen zu können.
"Schau mal, da vorne!", riss Mokuba ihn aus seinen Gedanken, "Da vorne ist Yamis Haus!"
Seto blickte in die Richtung, in die sein kleiner Bruder wies und erblickte ein kleines steinernes Häuschen, das bestimmt schon das ein oder andere Jahrzehnt auf dem Buckel hatte.
Er straffte sich ein wenig, als sie darauf zuhielten und setzte seine übliche kühle Miene auf, als Mokuba klopfte.
Einige Sekunden später öffnete sich die Tür eine Handbreit und ein amethystfarbenes Auge erschien im Spalt.
"Ähm Hi! Ich bin's, Mokuba!", nervös fuhr sich sein kleiner Bruder durch seine schwarze Mähne, "Ich wollte mich noch einmal für deine Hilfe letztens bedanken und dir dein Hemd zurückbringen!"
Die Tür öffnete sich nun vollständig und zum Vorschein kam ein orientalisch aussehender, junger Mann mit dreifarbigem Haarschopf.
Seto versuchte sich seine Überraschung nicht anmerken zu lassen.
Er hatte sich diesen Sonderling als alten, tattrigen Greis vorgestellt und nicht als jungen und zart gebauten Mann. Jetzt wo er darüber nachdachte, wusste er gar nicht, wie er zu dieser Einschätzung kam, denn Mokuba hatte nichts über Aussehen und Alter des Fremden verlauten lassen.
Die außergewöhnlichen Iriden von diesem Yami richteten sich sofort auf ihn und Seto hatte sogleich das Gefühl, er würde geröntgt.
Augenblicklich verhärteten sich Setos Gesichtszüge und der Ausdruck in seinen Augen wurde ein paar Grade eisiger.
Er mochte den Blick des Fremden nicht.
Ganz und gar nicht.
Wenn hier einer den anderen unter die Lupe nahm, dann war er es und nicht anders herum!
"Soso... Du bist also der seltsame Knilch, der fremde Kinder in seinen komischen Garten lockt?", schnarrte er mit unüberhörbarer Provokation in seiner Stimme.
Er sah die Gesichtszüge seines Bruders entgleisen, ob seiner angriffslustigen Aussage.
"Seto!", entfuhr es Mokuba, "Spinnst du?!?"
Mit entschuldigender Miene wandte sich sein kleiner Bruder Yami zu.
"Bitte entschuldige! So war das nicht-"
"Gemeint?", fragte der Bunthaarige mit ausdrucksloser Miene, während sein Blick an Setos Augen geheftet war, "Ich denke das war es!"
Er blickte nun zu Mokuba und jener erschrak darüber, wie kühl und distanziert Yami nun im Gegensatz zum letzten Treffen wirkte.
Deutlich verunsichert räusperte sich Mokuba.
"Yami? Das ist mein offensichtlich unhöflicher Bruder Seto Kaiba!"
Yami fixierte den Größeren der beiden erneut. Schon wieder spürte Seto dessen forschenden Blick auf sich, doch diesmal beschloss er, es Mokuba zuliebe einfach auszusitzen.
Der starre Blick des Kleineren wurde allmählich wieder weicher und ein lebhaftes Funkeln trat in seine Augen.
Auch der verhärtete Ausdruck um seine Mundwinkel entkrampfte sich allmählich und gab den Blick auf relativ sanfte Gesichtszüge preis.
"Seto?", leise drang die auffordernde Stimme seines kleinen Bruders an seine Ohren.
Seto schnaubte kurz.
"Na schön... Offenbar hast du meinem kleinen Bruder vor einigen Tagen aus der Patsche geholfen. Es scheint fast so, als wäre ein Dank dafür angebracht."
Er gab er sich einen Ruck und streckte dem Bürschchen seine Hand entgegen.
Dieser beäugte die ihm dargebotene Hand mit kritischem Blick, bevor er sich offenbar ein Herz fasste und zögerlich mit seiner eigenen einschlug.
Yamis Hand war kleiner als seine eigene und angenehm warm.
Ein prickelndes Gefühl kroch durch Setos Körper, wo ihre Haut sich berührte und wanderte seinen Arm nach oben, über seine Schulter bis ins Genick, wo es dafür sorgte, dass sich die feinen Nackenhärchen aufstellten.
Kroch über seine gesamte Kopfhaut, bis in die letzte Haarspitze und von da an, seinen Körper wieder nach unten, bis das Gefühl in seinen Zehen angekommen war und schließlich aus ihm strömte und im Erdboden zu versickern schien.
Irritiert ließ er die Hand des Kleineren wieder los und starrte ihn an.
Ein kleines Lächeln schlich sich auf Yamis Gesicht.
"Schon gut.", winkte Yami ab.
Seine argwöhnische, reservierte Art schien gänzlich von ihm abgefallen zu sein und auch seine Stimme war nun nicht mehr unterkühlt, sondern so samtig und sanft, dass sie wie flüssiges Karamell den Gehörgang entlangzulaufen schien.
"Ihr könnt euch gerne setzen, wenn ihr wollt?", wies er mit der Hand einladend auf die kleinen Bänke vor dem Häuschen.
"Danke!", entgegnete Mokuba erleichtert, ob der geglätteten Wogen, "Aber ich würde mir gerne deinen Garten ansehen, wenn ich darf?", fragte er zaghaft.
Ein warmherziges Lächeln schlich sich auf Yamis Gesicht, wobei sich auf seinen Wangen kleine Grübchen bildeten.

Eine Weile schlenderten Mokuba und dieser seltsame Wicht durch den Garten, wobei ihnen Seto mit einigen Metern Abstand folgte.
Es würde es zwar nicht zugeben, aber die Vielfalt und Farbenpracht in dieser Grünanlage war wahrlich beeindruckend.
Allerdings gab es hier nicht nur brauchbare Pflanzen, sondern auch jede Menge nutzloses Grünzeug, auf das ihn sein Bruder gerade lautstark hinwies.
"Schau mal Seto, die ganzen Pusteblumen!"
Als kleines Kind hatte Mokuba diese flauschigen Dinger geliebt.
"Unkraut soweit das Auge reicht... Faszinierend...", erwiderte Seto betont gelangweilt.
"Nur weil du keinen Nutzen in etwas siehst, bedeutet das nicht, dass er nicht da ist!", belehrte ihn Yami mit funkelnden Augen, bevor er sachte gegen einen der flauschig-weißen Blütenbälle pustete.
Die einzelnen Federbüsche lösten sich und wirbelten davon, wobei sie sich langsam und in unnatürlichen Spiralbewegungen entfernten.
Fasziniert blickte Mokuba den davonfliegenden Samen nach, die sich nun langsam doch im gesamten Garten verteilten.
"Ähm... Yami...?", hob er bedächtig zum Sprechen an.
Der Angesprochene drehte sich langsam zum jüngeren der Brüder um.
Ein wissendes Lächeln lag auf seinen Lippen.
"Frag ruhig... Aber ich denke du kennst die Antwort bereits. Sonst wärst du jetzt nicht hier!", ein geheimnisvolles Lächeln lag nun auf seinen Lippen.
"Dann bist du echt... ein Zauberer oder so?", fragte Mokuba gedämpft.
Bevor Yami antworten konnte schnaubte Seto herablassend.
"Jetzt mach dich nicht lächerlich, Mokuba!", schnarrte er, "So etwas wie Zauberei gibt es nicht!"
Umgehend ruckten die Köpfe der beiden Kleineren in Setos Richtung.
Yami machte ein paar Schritte auf ihn zu und blickte ihm intensiv in die Augen.
"Gesegnet mit einem so scharfen Verstand und doch so blind für das Wesentliche...", stellte er amüsiert fest, "Du bist so furchtbar verkopft..."
Danach wandte er sich wieder Mokuba zu.
"Wir bevorzugen die Bezeichnung Hexer!", erklärte er mit einer Ruhe in der Stimme, die nicht darauf hinwies, dass er soeben etwas schier Unmögliches von sich gegeben hatte.

Seto traf ein warnender Blick von Mokuba, der ihm mehr als deutlich machte, dass er sich heute Abend warm anziehen dürfte, wenn er jetzt etwas Falsches sagen würde.
So ein Schwachsinn!
Und trotzdem schwieg er.
War im Grunde ja auch nicht sein Problem, wenn sich dieser Gartenzwerg für Harry Potter hielt.
Gefährlich schien er nicht zu sein und die Stadt war voll von geistig verwirrten Menschen, um die er sich bis jetzt auch nicht groß geschert hatte.
Er hatte immerhin eine Firma zu leiten.

Eine Stunde später kamen sie wieder Zuhause an.
Nach dem Rundgang im Garten hatten sie sich verabschiedet und Mokuba war ganz entzückt gewesen, als er ein Körbchen voller Früchte mit nach Hause nehmen durfte.
Ein Gutes hatte dieser Tag für Seto immerhin gehabt. Er konnte dieses leidige Thema "Majo-Viertel" endlich abschließen.

Zumindest war Seto Kaiba zu diesem Zeitpunkt tatsächlich noch davon überzeugt, dass dem so sein würde...

Fortsetzung folgt…
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