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The second Potter

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
14.06.2022
23.06.2022
4
8.612
1
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23.06.2022 1.955
 
Ivan gähnte verschlafen als er am 1. September das Badezimmer betrat. William stand an der Tür angelehnt. ,,Ich werde dich vermissen.", meinte William und spielte mit einem Kugelschreiber herum.

Ivan sah ihn an. ,,Ich dich auch. Du hast keine Ahnung welche Angst ich habe dahin zu fahren. So weit weg von euch.", meinte er. ,,Und wer weiß wie man so lebt. Außerhalb.", meinte William und sah aus dem Fenster. ,,Ich denke da wird es keine Unterschiede geben.", meinte Ivan und verließ das Bad sobald er fertig war.

,,Du schreibst mir doch oder?", fragte William. ,,Soweit ich weiß, geht das nur über eine Eule. Da müsste ich erst meine Angst vor Raubvögeln überwinden.", meinte Ivan und lief mit William runter.

,,Das ist eine komische Welt.", meinte William während sie das Esszimmer betraten. ,,Du hättest diese Winkelgasse sehen müssen. Ein Chaos.", meinte er.

,,Ivan, wir haben alles geklärt.", meinte sein Vater dann beim Frühstück. Ivan der sich gerade ein Brötchen schmierte sah auf. Sein Vater wie immer mit seinem Kaffee in der Hand musterte nachdenklich ein paar wichtige Papiere von irgendwelchen Organisationen.

,,Was geklärt?", fragte Ivan. ,,Das heißt, was hast du geklärt. Was sollen die Menschen von dir denken wenn du nie ganze Sätze sprichst?", fragte er. ,,Charles.", meinte seine Mutter. ,,Was ist denn? Dir scheint das ja völlig egal zu sein, welchen Eindruck unsere Söhne auf andere machen. Mir ist das nicht egal.", meinte er streng.

,,Es tut mir leid Dad.", meinte Ivan leise. ,,Ich habe dir Proviant für die Hinfahrt in die Tasche gepackt.", meinte seine Mutter und beugte sich dann zu ihm vor. ,,Und etwas Taschengeld. Kauf dir ruhig eine Kleinigkeit.", flüsterte sie. Ivan lächelte.

,,Wie dem auch sei. Ich habe Oliver und Isaac gebeten dich zum Bahnhof zu begleiten.", erklärte sein Vater. ,,Dein Vater hat alle Hände mit Papieren und Veranstaltungen zu tun. Und ich bin auch gleich bei einem wirklich wichtigem Gespräch. Ich wäre wirklich gerne dabei gewesen mein Liebling.", meinte sie bedauernd.

,,Ich weiß Mum. Ich bin nicht sauer.", lächelte Ivan. ,,Können wir ihn begleiten zum Bahnhof?", fragte William. ,,Oh ja! Bitte Mummy!", flehte Harry.

,,William, du hast einen Berg von Hausaufgaben auf, wenn ich mich nicht recht erinnere.", meinte sein Vater während er etwas unterschrieb. ,,Natürlich dürft ihr. Du machst danach aber deine Aufgaben fertig.", befahl sie. William nickte brav.

Eine Stunde später zogen sie sich auch schon ihre Jacken an. Während Harry es lustig fand mit seinen Schuhen zu spielen alberten Ivan und William noch ein wenig rum.

Ivan stand vor dem Spiegel im Flur und richtete seine Kinnlangen dunkelroten Haare. Dann zog er eine graues jackett über sein braunes Poloshirt.

Im Auto sah er einfach schweigend aus dem Fenster. Bis zu den Weihnachtsferien keine nervigen Pflichten. Keinen Vater der an alles zu Meckern hatte. Und an einem Ort, in einer Welt wo er ziemlich unbekannt war. Und er würde lernen zu zaubern. Richtig zu zaubern!

Aber er würde seine Mutter vermissen. Und seine Brüder natürlich auch. Es würde sich soviel verändern. Was kommt auf ihn zu?

,,Zu welchem Gleis müssen Sie Prinz Ivan?", fragte Isaac. Isaac, ein Angestellter seines Vaters trug immer so eine lustige große Hornbrille und seine schwarzen Locken flogen immer überall herum. Oliver war nicht sehr gesprächig.

Ivan kramte in seinen Taschen und zog ein goldenes Zugticket hervor. Auf dem ganz groß zu Plattform 9 3/4 stand.

,,Ehm, zum Gleis 9 3/4.", meinte er. ,,Sir, dieses Gleis gibt es in diesem Bahnhof nicht.", erklärte Isaac. ,,Das muss es aber geben. Es steht auf meinem Ticket.", meinte Ivan und lief vor.

,,Ich helfe dir beim suchen.", beschloss William mit dem kleinen Harry an der Hand. Oliver und Isaac folgten ihnen mit seinem Gepäck.

,,Ivan!", rief auf einmal jemand. Sofort drehte er sich um. Harry, wieder in zu großen Klamotten und viel Gepäck, rannte auf sie zu.

,,Ach. Da bist du ja. Wo sind deine Tante und dein Onkel?", fragte Ivan. ,,Der Typ ist mit dir Verwandt?", fragte William. ,,Anscheinend.", meinte Ivan nur.

,,Die haben mich aus dem Auto geworfen und sind dann sofort weg. Das Gleis 9 3/4 muss irgendwo da vorne sein.", meinte Harry und zeigte gerade aus.

,,Oliver, nimmst du bitte sein Gepäck?", fragte Ivan. Oliver nickte sofort. ,,Oh das kann ich doch alleine. Schon in Ordnung.", lächelte Harry bescheiden. ,,Das ist doch viel zu viel. Wir konzentrieren uns lieber darauf das Gleis zu finden.", erklärte Ivan und lief weiter. Oliver nahm Harrys Gepäck ab und Harry holte Ivan auf.

,,Tun die zwei alles was du sagst?", fragte Harry. ,,Natürlich tun sie was wir sagen. Was denkst du denn?", fragte William. ,,Du hast ein Leben.", meinte Harry nur neidisch. ,,Ich tausche gerne.", grinste Ivan. ,,Das willst du nicht. Glaub mir.", meinte Harry.

Zwischen den Gleisen 9 und 10 blieb die Gruppe stehen. ,,Ich sagte Ihnen bereits, dass es kein Gleis 9 3/4 gibt.", erklärte Isaac.

,,Was machen wir jetzt?", fragte Harry. ,,Ehm...gute Frage.", meinte Ivan. ,,Möchten Sie wieder zurück nach Hause, Sir?", fragte Isaac. ,,Nein nein. Wir haben den Zug noch nicht verpasst.", erklärte er. ,,Aber wir werden ihn verpassen.", meinte Harry. Ivan dachte nach.

,,Und wenn wir jemanden fragen?", schlug William vor. ,,Gute Idee!", meinte Harry. ,,Nein, nein. Wir gehen davon aus, dass hier nicht magische Menschen in der großen Überzahl sind. Wahrscheinlich ist das Gleis irgendwie so, dass es verborgen ist, vor Muggelaugen. Versteht ihr? Ähnlich wie die Winkelgasse.", meinte Ivan.

,,Wie war das Gleis noch mal?", hörte Ivan jemanden fragen. ,,9 3/4 Mum!", hörte er die Antwort. Ivan drehte sich um. Eine rundliche Frau mit feuerrotem Haar lief an ihnen vorbei.

Ihr folgten insgesamt 5 Kinder die genauso rotes Haar hatten. 4 ihrer Kinder hatten genauso viel Gepäck wie Harry und Ivan dabei.

,,Du erst Fred.", meinte die Mutter. Einer der rotköpfe sah sie an. Direkt neben ihn stand sein eineiiger Zwilling.

,,Ich bin nicht Fred sondern George. Mal ehrlich, und du nennst dich meine Tochter?", fragte er. ,,Oh tut mir leid George.", meinte seine Mutter bedauernd. Der Junge ging nach vorne und grinste dann.

,,War nur n Scherz. Ich bin Fred.", rief er und rannte los. Und von einer Sekunde auf der anderen war er weg. Sein Zwilling genauso. Dann folgte ein etwa 15 jähriger Junge den beiden direkt auf die Absperrung zu und auf einmal war auch er weg.

,,Entschuldigung!", rief Harry und lief direkt auf die Mutter zu die noch zwei ihrer Kinder bei sich hatte. Ein kleines Mädchen an ihrer Hand. Und ein Junge in Harrys und Ivans alter.

Ivan folgte ihm und lächelte freundlich. ,,Ähm können sie ehm...", Harry versuchte seine Worte zu sammeln.

,,Ihr stellt euch an! Guten Tag Miss. Die beiden wüssten gerne, ob Sie ihnen erklären können, wie man zum Gleis 9 3/4 kommt.", meinte William.

,,Genau.", meinten Harry und Ivan synchron. ,,Natürlich! Ron fährt heute auch das erste mal!", erklärte sie und deutete auf ihren Sohn.

Ein großgewachsener Junge, mit rotem Haar und voller Sommersprossen der ein wenig Dreck an der Nase hatte.

,,Hey.", meinte Ron mit einem schiefen Lächeln. ,,Also, es ist ganz einfach! Du rennst einfach schnurstracks auf die Absperrung zwischen Gleis 9 und 10 zu. Geht ruhig vor. Rennt lieber ein bisschen, wenn ihr nervös seid.", lächelte sie. ,,Viel Glück!", rief noch das kleine Mädchen.

,,Ich lasse dir gerne den Vortritt.", lächelte Ivan. ,,Mum die Starren alle.", viel diesem Ron auf. Ivan sah sich um. Tatsächlich schauten einige zu ihnen rüber. Was wohl an Ivan und seinen zwei Brüdern liegen könnte.

,,Ich übernehme das!", grinste William und stellte sich auf eine Bank. ,,Hey! Wusstet ihr schon? Meine Eltern wollen mich auf das ich auf die Ludgrove Schule wechsel!", berichtete er und lenkte somit die Aufmerksamkeit auf sich.

,,Geh du vor Ivan.", meinte Harry. Ivan nickte nur und sah etwas unsicher zur Steinmauer vor sich.

Er schluckte und kniff seine Augen zu während er auf die Mauer zu rannte. Nach paar Sekunden öffnete er sie wieder und blieb ein wenig schockiert auf einem überfüllten Bahnhof stehen.

Kurz darauf kam Harry und stellte sich neben ihm hin. Ivan beachtete ihn jedoch nicht sondern sah zur Scharlachroten Dampflok dessen Rauch über die Köpfe der Familien flog.

Die verschiedensten Menschen liefen kreuz und quer herum. Er hörte unter den vielen Gerede Katzen miauen, Eulen schreien und er war sich sicher auch irgendwo eine Kröte gehört zu haben.

Er erschrack als ihn jemand auf die Schulter schlug. Sofort drehte er sich um und William grinste ihn an.  ,,Gern geschehen großer Bruder.", grinste er. Der kleine Harry an seiner Hand sah mit riesigen Augen zur Lokomotive.

,,Da will ich rein!", meinte er begeistert. Ivan lächelte und ging in die Hocke. ,,Das wird nichts. Du musst doch mit Wil wieder nach Hause.", meinte er und fuhr ihm durchs Haar. ,,Du kommst nicht mit?", fragte der 5-jährige mit tränenden Augen.

,,Ich komme wieder. Ich muss doch aufpassen, dass du keinen Misst baust.", zwinkerte er und wurde sogleich von ihm umarmt. ,,Ich hab dich lieb.", schniefte er. Ivan lächelte traurig. ,,Ich gehe auch nicht gerne fort.", gab er zu. Harry sah ihn an. ,,Also kommst du nachhause?", fragte der kleine Hoffnungsvoll.

,,Ich komme in den Winterferien. Und dann spielen wir etwas. Versprochen.", meinte Ivan und gab den kleinen den kleinen Finger Schwur.

Dann richtete Ivan sich wieder auf und sah William an. Das Isaac und Oliver den Bahnsteig betreten hatten, beachtete er nicht.

Ivan schniefte als er in Williams Augen sah und wischte sich schnell die Tränen weg ehe er sich um seinen Hals warf.

,,Manchmam frage ich mich wirklich, wer von uns beiden der ältere ist.", lächelte William. ,,Seit ich denken kann, waren wir beide nicht ein Tag getrennt. Und jetzt soll ich dich Monate lang nicht sehen?", fragte Ivan. ,,Ich wechsel doch morgen auch auf ein Internat. Wir hätten uns eh nicht gesehen.", gab er zu. Ivan nickte nur.

,,Kommst du?", fragte nun Harry nach dem er nach seiner Schneeeule gesehen hatte.

Ivan nickte. ,,Isaac? Helft ihr uns, das Gepäck in den Zug zu heben?", bat Ivan. Sofort nickten die beiden.

,,Ich hatte schon Angst, wie ich das mit dem Gepäck machen soll.", lächelte Harry als von beiden das Gepäck im Gang des Zuges stand.

Ivan winkte den anderen noch zu ehe er in den Zug stieg. Harry sah aus wie der glücklichste Mensch der Welt, während er durch den Gang lief. Ivan verspürte er Trauer und unbehangen.

,,Das Abteil ist noch frei!", stellte Harry fest und verstaute sein Gepäck auch sofort, ehe er sich ans Fenster setzte. Ivan drehte sich um. ,,Isaac würdest du -", er brach ab. ,,Oh.", stellte er fest.

Er nahm sein Gepäck und versuchte es irgendwie selbst am ende half ihm aber doch Harry bevor sie sich beide wieder setzten.

,,Daran muss ich mich wohl erstmal gewöhnen.", lächelte Ivan und holte ein Buch heraus.

Entspannt und auch mit großer Neugierde sah er aus dem Zugfenster. Etwas zog sich in seiner kleinen Brust zusammen als er seine Familie da am Bahnsteig stehen sah. Schnell, aus Angst jemand würde es merken, wischte er sich die Tränen weg.

Er warf einen Blick auf Harry der Gegenüber saß. Er grinste nur und sah aufgeregt aus dem Fenster. Und dann fuhr der Zug auch schon los. Direkt Richtung Norden...
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