Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The second Potter

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
14.06.2022
23.06.2022
4
8.612
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
14.06.2022 1.989
 
,,Wach auf! Los aufstehen!", donnerte es am Montag morgen durch den Ligusterweg Nr. 4. Harry schreckte hoch und stieß mit dem Kopf gegen die Decke des Schrankes in dem er schlief.

Stöhnend rieb er sich seine Stirn und kroch aus dem Schrank wo er dann sogleich von seinem Cousin gegen die Wand geschubst wird.

Harry warf ihm noch einen finsteren Blick zu ehe er schnell in die Küche flitzte und das Frühstück der Familie zubereitete.

9 Jahre alt ist er! Genauso alt wie Dudley. Und dennoch war es unfair, dass er so viel arbeiten musste und Dudley garnichts tun musste. Er kann sich nicht erinnern etwas getan zu haben was das rechtfertigen würde.

Als er alles gedeckt und schnell sein Frühstück verschlungen hatte huschte er in seinen Schrank zurück und zog sich wahllose Klamotten über ehe er ins Bad lief.


Noch immer recht müde griff er nach seiner Zahnbürste und blinzelte verschlafen in sein klägliches Spiegelbild.

Die schwarzen Haare wuchsen so wild wie sie wollten, egal was Tante Petunia dagegen tat. Seine Brille wurde von Tesa zusammengehalten und seine Klamotten waren ausgeleihert und drei Nummern zu groß.

Kein Wunder, die hatte er nämlich von seinem hässlichen Cousin Dudley. Er hatte nämlich noch nie eigene Sachen bekommen. Und Geburtstagsgeschenke und Kuchen existierten für ihn nur in Märchen.

Immer wieder warf er einen flüchtigen Blick in den Flur ob sich seine Tante Petunia oder sein Onkel Vernon näherten. Dudley, der mehr einem Schwein als einem Menschen ähnelte hörte er sowieso von Meter weiter Entfernung.

,,Junge! Wo steckt der Bengel schon wieder? Wenn er nicht pünktlich fertig ist, dann kann er zur Schule laufen!", fluchte sein Onkel. Harry warf die Zahnbürste weg und stolperte aus dem Bad.

,,Ich bin hier Onkel Vernon.", rief er und schlüpfte in seine kaputten Turnschuhe. ,,Dudley sitzt schon längst im Auto. Ich habe keine Lust dir immer hinterher zu rennen.", fauchte er und schubste ihn grob aus dem Haus. Harry kam ins Stolpern fasste aber schnell sein Gleichgewicht.

Stumm setzte er sich in den Wagen und machte sich klein. Dudley redete munter davon, dass er nachmittags zu einem Freund eingeladen war. Harry seufzte nur leise.

Er hatte keine Freunde. Die Schulpausen verbrachte er immer alleine, oder mit Dudley, wenn er beschlossen hatte ihn mal wieder zu ärgern. Es brachte nichts seinem Onkel davon zu erzählen. Seine Verwandten konnten ihn alle nicht leiden und das ließen sie ihn auch spüren.

Während er aus dem Auto stieg schaute er auf seine schrumpeligen Finger die schon etliches an Geschirr spülen mussten.

Dudley lief sofort zu seinen Freunden während er selber mitten im Hof stehen blieb. Er sah sich um aber keiner beachtete ihn. Nicht einmal die Lehrer die Hofaufsicht hatten.

Er setzte sich irgendwo hin und bearbeitete schnell seine Matheaufgaben. Die Dursleys gaben ihm nämlich kaum Zeit für seine Hausaufgaben.

Er winkte knapp einem Jungen aus seiner Klasse zu doch der rannte schnell zu seinen Freunden. Alle hatten Angst, wenn sie mit ihm reden würden, dass Dudley auch sie ärgern würden. Sogar die Viertklässler fürchteten sich vor seinem Cousin!

Er zog sein Mathebuch aus der Schultasche und fing an seine Hausaufgaben zu machen. Zuhause war er immer so zugestellt mit Aufgaben, dass er für die Schule nur wenig Zeit fand.

Seine Schrift war von der eile ganz krakelig. Schnell schmiss er die Sachen in seinen Ranzen und stand auf um in den Klassenraum zu gehen.

Ein paar tuschelten als er den Raum betrat. Harry beachtete es nicht und setzte sich an seinem Platz am Fenster um einen desinteressierten Blick auf die vollgekrakelte Tafel zu werfen. Papierkügelchen und Radiergummifetzen flogen durch die Luft und lautes Gerede drang in seine Ohren. Das er den Klassenraum betreten hatte, hatte niemand bemerkt. Für die meisten war er einfach unsichtbar. Und so würde es vermutlich immer sein.

Ein paar Kilometer entfernt in London saß Ivan auf seinem Bett und packte seine Schulsachen. Ehe er sein Zimmer verließ und ins Bad lief. Dort schnitt William vor dem Spiegel ein paar Grimassen. Ivan grinste nur und machte die Frisur des 7 jährigen Kaputt. ,,Hey!", potestrierte er. ,,Tja dann mach mir Platz.", grinste Ivan. William schubste ihn zur Seite.

Ivan schubste ihn grinsend zurück. ,,Du bist gemein!", lachte William nur. ,,Raus jetzt! Ich muss mich fertig machen.", meinte er. ,,Du bist doch eh schon zu spät.", grinste William während Ivan ihn rausschob. ,,Hat Hannah dich nicht geweckt?", fragte William noch. ,,Doch, aber deswegen stehe ich doch nicht auf.", meinte er und schloss die Tür.

Er wusch sich schnell und zog sich dann an. Er grinste in den Spiegel und richtete seine Haare. Ehe er aus dem Bad lief.

Er lugte in einem Raum wo Miss Green gerade etwas auf die Tafel schrieb. Ivan grinste und schlich sich schnell vorbei. Unterricht ist doch viel zu langweilig. Da hatte er eine bessere Idee!

Leise schlich er sich aus dem Haus und stand in dem riesigen Garten. Er erschrack, weil seine Mutter gerade mit den 5 jährigen Harry auf einem Teppich saß. Ivan hielt sich hinter einem Baum versteckt.

Ivan zuckte zurück als er Ameisen auf dem Baum erkannte. Er sah zum Tor welches aber von Wachen bewacht wurde. Nadenklich sah er sich um und schlich sich zum nächsten Baum.

,,Du brauchst dich gar nicht zu verstecken Ivan. Wo willst du hin?" meinte seine Mutter amüsiert.

Ivan stöhnte genervt auf. ,,Ehm nirgendswo.", lächelte er unschuldig. ,,Du willst dich davon schleichen. Ist es wegen heute Nachmittag?", fragte sie. Ivan sah verlegen weg. ,, Ich weiß, dass dir die öffentlichen Auftritte schwierig fallen, aber dein Onkel hat uns eingeladen um deine Cousine kennenzulernen, es wäre Schade wenn du nicht dabei wärst.", erklärte sie.

,,Wieso laden sie uns ausgerechnet im Buckingham Palace ein? Es gibt immer so viel Trubel wenn wir zur Oma fahren.", meinte er genervt. ,,Ivan, wir haben doch darüber geredet. Dein Onkel zeigt seine Tochter heute zum ersten mal dem Volk. Natürlich wollen alle sie sehen und es ist doch schön sich wieder mit der Familie zu treffen.", lächelte sie. ,,Total.", meinte Ivan sarkastisch.

Seine Mutter lächelte blos und nickte zum Eingang. ,,Geh jetzt erstmal in den Unterricht mein lieber. Dein Vater stehen sonst vor Wut noch die Haare zu Berge.", gluckste sie. Ivan machte bloß ein abfälliges Geräusch und lief wieder rein. Genervt setzte er sich in den Unterrichtsraum wo sein Bruder William schon brav seine Aufgaben erledigte.

William war erst 7 und trotzdem hatte natürlich dementsprechend viel leichtere Aufgaben als er.

,,Schön, dass Sie uns auch die Ehre erweisen Prinz Ivan.", lächelte Miss Green. Ivan nickte. ,,Verzeihen Sie bitte die Verspätung. Ich musste noch mit meiner Mutter eine Kleinigkeit besprechen.", erklärte er . William warf ihm kurz einen irritierten Blick zu. ,,Haben Sie ihre Hausaufgaben?", fragte sie. ,,Ja.", meinte Ivan und kramte in seiner Tasche.  

Miss Green sah darüber. ,,Wie immer keine Fehler.", meinte sie. ,,Und dabei lernt er nie.", grinste William.

,,Ich lerne nur, wenn ich es muss. Das versteht sich doch von selbst.", meinte Ivan. ,,Und ich muss voll viel lernen.", seufzte William frustriert. ,,Tja so ist es nun mal, wenn man wahrscheinlich Kömig wird. Da muss man sich schon als Kind anstrengen.", grinste Ivan und fing an seine Aufgabe zu bearbeiten. William murmelte noch etwas unverständliches.

Gegen Mittag saß Ivan dann im Auto und sah gelangweilt aus dem Fenster. Der kleine Harry hampelte aufgeregt in seinem Sitz herum. William versuchte ihn zu beruhigen. ,,Schau mal wie viele Leute!", staunte William und beugte sich über Ivans Schulter. ,,Viel zu viele.", murmelte Ivan nur.

Vor dem Palast blieben sie stehen und sogleich wurde ihnen die Tür geöffnet. William stieg aus und richtete seine Kleidung ehe er freundlich den Leuten zu winkte. Harry rannte einfach drauf los und musste von seinem Vater aufgehalten werden.

,,Ivan kommst du?", fragte seine Mutter. Ivan seufzte und stieg aus dem Wagen. Sofort wurde von ihnen Fotos geschossen.

Seine Mutter legte einen Arm um seine Schulter und lächelte ihm aufmunternt zu. Ivan lächelte leicht und winkte zörgerlich den Leuten zurück. Seine Mutter lächelte zufrieden. Sein Vater trug Harry auf die Kutsche. William stieg stolz von alleine ein. Ivan nahm neben ihm Platz.

Etwas unsicher betrat er den Palast und grinste als Harry vor dem Spiegel faxen machte. Er lief zu ihm hin und zog ihn vom Spiegel weg. ,,Komm schon.", lächelte er und betrat dann mit seiner Familie einen Raum.

Sofort kam sein Onkel Andrew auf sie zu und begrüßte sie freundlich. ,,Charles, Diana, schön dass ihr Zeit gefunden habt.", lächelte er und schüttelte William und Ivan die Hand wärend Harry schon kichernd unter den Tischen kroch. William gluckste.

,,Dürfen wir Eugenie sehen?", fragte William aufgeregt. ,,Natürlich!", lächelte er. ,,Sie ist da vorne bei eurer Tante. Lässt ihr mich mit euren Eltern reden?", fragte er. Ivan nickte und lief mit seinem Bruder zu seiner Tante die am Fenster stand.

,,Wenn dass nicht Ivan und William sind. Groß seid ihr geworden Jungs.", lächelte sie. ,,Natürlich!", grinste William und stellte sich auf Zehenspitzen. Sarah lächelte und setzte sich. ,,Hier ist sie.", meinte sie sanft. ,,Du musst leise sein Will. Sie schläft.", flüsterte Ivan. ,,Darf ich sie auf den Arm nehmen?", fragte er. Sie nickte.

Ganz vorsichtig nahm Ivan das Mädchen auf den Arm. ,,Schon 1 Jahr alt bist du kleine Eugenie.", lächelte er. ,,Harry war kein so süßes Baby.", stellte er fesst. William kicherte.

,,Oh, da kommt euer Onkel.", stellte seine Tante fest. Ivan und William drehten sich um. ,,Edward, spät dran!", rief sein Vater. ,,Tut mir leid.", grinste er.

Ivan sah aus dem Fenster und starrte auf die vielen Menschen. ,,Alle möglichen Familien hätten mich damals aufnehmen können und ausgerechnet in so einer Bekannten muss ich landen.", brummte er.

,,Nicht jedes Kind hat die Ehre von dem Thronfolger Prinz Charles adoptiert zu werden.", gluckste Sarah. Ivan schaute wieder nach draußen. Seine Großmutter kam natürlich wie er es gewohnt war zuletzt. Und begrüßte jeden einzelnen. Ivan versteckte sich deshalb hinter seinem Vater der ihn jedoch nach vorne schob. ,,Sei nicht so schüchtern.", meinte er nur.

Ivan sah zu ihr hoch und nickte. ,,Guten Tag.", meinte er freundlich. ,,Charles, ich dachte dein Junge würde etwas auftauen sobald er älter wird, aber Ivan ist ja immer noch so ein schüchterner Junge.", gluckste sie. ,,Er ist kein Fan von großen Menschenversammlungen Mum.", entschuldigte er Ivan der sich zu seiner Mutter zurückzog.

William packte sein Handgelenk und zog Ivan auf den großen Balkon. Ein paar Leute zeigten von unten mit den Finger auf sie. ,,Will was soll das?", zischte Ivan. ,,Was soll was? Wir sind die bekanntesten Grundschüler Englands. Was macht das denn für einen Eindruck wenn du dich immer versteckst Ivan. Die Menschen wollen uns sehen.", erklärte er und beugte sich grinsend über das Geländer und winkte.

Ivan wollte schon rein gehen. Jedoch wurde er von seinem Bruder festgehalten. ,,Komm schon Ivan.", lächelte er. Ivan seufzte und drehte sich wieder um. Er hob leicht seine Hand und lächelte Knapp. William zog seine Hand hoch und winkte. ,,Will!", zischte Ivan musste aber lachen.

,,Jungs was macht ihr denn da?", fragte seine Mutter amüsiert. ,,Na wir sagen England hallo.", grinste William. ,,Genau.", meinte Ivan der nun etwas Mut gefasst hatte.

,,Will auch!", rief Harry und stellte sich auf Zehenspitzen. Dann kamen auch die anderen dazu. Ivan lächelte. ,,Siehst du. Isz doch gar nicht schlimm. Du stellst dich immer so an.", gluckste William. ,,Mir gefällt einfach nicht der Gedanke von allen beobachtet zu werden.", erklärte er. ,,Aber so ist es nun mal.", meinte William und lehnte sich entspannt nach vorne. ,,Am Ende reden sie eh nur über Oma.", grinste Ivan. ,,Da hast du recht.", lachte William.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast