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Die andere Seite

von Salarial
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Draco Malfoy Harry Potter
13.06.2022
11.07.2022
30
40.779
23
Alle Kapitel
40 Reviews
Dieses Kapitel
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13.06.2022 1.326
 
Die andere Seite

Titel: Die andere Seite
Autorin: Salarial
Pairing: Harry Potter / Draco Malfoy
Rating: P18
Updates:  Einmal am Tag
Genre: Liebesgeschichte
Disclaimer: Alle Orte, Namen und eben alles bekannte gehört nicht mir sondern JKR ich verdiene kein Geld damit. Erhebe auch keinen Anspruch welches damit verdienen zu wollen und ihr wisst doch sowieso, dass nichts mir ist also warum schreib ich’s eigentlich?
Anmerkung: Ähnlichkeiten mit anderen Geschichten sind nicht beabsichtigt… etc.


Kurzbeschreibung:
Eine kleine Liebesgeschichte zwischen Harry und Draco. Von einem Draco Malfoy, der lernen muss eine alte Weltanschauung hinter sich zu lassen und einem Harry Potter der einfach viel zu gut für diese Weltanschauung ist. Dazu noch eine Prise Galgenhumor und Selbstverachtung und schon kann es losgehen. Läuft während Band 6 & 7 HP/DM


Vorwort:

Um diese FF gut verstehen zu können, sollte man die Handlung des sechsten und siebten Bandes ungefähr kennen. Da ich viele Geschehnisse einfach Kanon treu lasse, sollte man z.B. wissen, dass Hermione und Ron die meiste Zeit wegen Lavender zerstritten sind und nichtmehr miteinander reden, Harry in Ginny verliebt ist, die mit Dean geht und Ron Probleme mit der Beziehung zwischen Dean und Ginny hat. Man sollte ungefähr wissen was Dumbledore Harry über die Horkruxe erzählt usw. Ich will das ganze Zeug hier einfach nicht nacherzählen und es wird als vorausgesetzt angesehen. Natürlich wird es aufgrund der Handlungen in der FF Abweichungen von den Büchern geben, aber jeder, der die Bücher kennt, kann sich ungefähr vorstellen, was einfach nicht geschieht. Um den Rest geht es hier schließlich.

Dies ist keine FF bei der es darum geht Voldemort zu besiegen oder den sechsten und siebten Band irgendwie abgewandelt zu erzählen. Es ist nichts mehr als eine kleine Liebesgeschichte für zwischendurch.

Es gibt jeden Tag ein kleines Kapitel und die Sichtweisen von Harry und Draco wechseln sich ab. Die Kapitel sind sehr unterschiedlich lang. Nur so als Warnung.

Beginnt in Band 6.


~~~Point of view ~~~Draco Malfoy~~~

Mit einem flauen Gefühl im Magen stand Draco Malfoy vor dem steinernen Wasserspeier.

Er wusste genau, warum er hier stand, und trotzdem fühlte es sich an wie Verrat. Es war Verrat, schalte er sich selbst. Es würde zum Verräter werden und es fühlte sich verdammt mies an. Aber hatte er denn eine Wahl?

Ja, Dumbedore umbringen und ein Leben im Verleugnen seines Selbst führen. So eine Scheiße. Seit sein Vater in Askaban saß, war sein verdammtes Leben den Bach runter gegangen. So eine verdammte Scheiße.

„Willst du hier ewig rumstehen oder endlich sagen was du willst?“, fauchte ihn irgendwann der Wasserspeier vor ihm an. Draco hatte bestimmt schon fünf Minuten regungslos vor dem Wasserspeier gestanden.

„Ich will zum Schulleiter“, sagte er schließlich gereizt. Er hatte wenig Lust sich von einer Statue anmotzen zu lassen. Seine Laune war sowieso schon im Keller.

„Professor Dumbledore erwartet dich“, sagte der Wasserspeier einen Augenblick später und gab den Weg, eine steinerne Treppe empor, frei.

Draco stellte fest, dass seine Hände schweißnass waren, als er die oberste Treppenstufe erreicht hatte. Vor ihm war eine hölzerne Tür. Erschrocken stellte Draco fest, dass seine Finger zitterten, als er zur Türklinke griff und er rief sich selbst zur Ordnung. Dumbledore war doch einer von den Guten, oder? Noch hatte er auch nichts Böses getan. Er brauchte verdammt nochmal Hilfe und es kostete ihn allen Stolz, um hierher zu kommen. Mit eiserner Willensanstrengung unterdrückte Draco das Zittern in seiner Hand und öffnete die Tür.

Es war noch nie im Büro des Schulleiters gewesen. Es war ein kreisrunder Raum und jede Menge magischer Gegenstände standen auf verschiedenen Tischen. Wäre Draco zu einem anderen Zeitpunkt, unter anderen Umständen, hier drinnen gewesen, hätten sie ihn durchaus interessiert, doch so würdigte er sie nicht mal eines Blickes.

Der Schulleiter saß hinter seinem Schreibtisch in einem hohen Lehnsessel und musterte ihn aufmerksam über seine Halbmundbrille hinweg. Draco fühlte sich seinem Blick wie ausgeliefert.

„Guten Abend, Draco. Setz dich“, sagte der Schulleiter und plötzlich war ein freundliches Lächeln auf seine Züge getreten. Er deutete auf einen der Stühle vor dem Schreibtisch und Draco setzte sich.

„Guten Abend, Professor“, sagte Draco. Plötzlich war er sich gar nicht mehr so sicher, ob das noch so eine gute Idee war. Er legte sein Leben in Dumbledores Hände. In die Hände dieses muggelliebenden Narren. Aber hatte er denn eine andere Wahl?

Sie schwiegen sich an. Dumbledore schien zu warten, dass er etwas sagte, doch Draco rang noch mit Worten.

„Möchtest du mir nicht sagen, warum du hier bist, Draco?“, fragte der Schulleiter schließlich.

Draco seufzte. „Sonst wäre ich nicht hier“, sagte er und es klang schärfer als er wollte. Er verfluchte sich innerlich selbst. Er wollte doch, dass Dumbledore ihm half.

„Es tut mir leid, Professor. Danke, dass sie Zeit für mich haben“, entschuldigte er sich reuig. Es tat ihm wirklich leid.

„Nicht dafür, Draco. Wir alle sind wahrscheinlich alle etwas nervös, wenn wir unser Leben auf die Goldwaage legen, nichtwahr?“, sagte Dumbledore belustigt. Und Draco hätte beinah höhnisch aufgelacht. Wusste der alte Mann etwa, warum er hier war? Dumbledore war einer der mächtigsten Zauberer, die es gab. Vielleicht wusste er es tatsächlich.

„Was wissen sie?“, fragte Draco mit mulmigem Gefühl.

„Vielleicht erzählst du mir einfach was du sagen möchtest, Draco.“

Draco seufzte und nickte. Er wollte schließlich Hilfe. Dumbledore brauchte ihn nicht.

„Es geht um den Dunklen Lord. Er benutzt das Haus meiner Familie als Hauptquartier“, sagte Draco schließlich und Dumbledore nickte ernst. Das schalkige Lächeln war aus seinem Gesicht verschwunden.

„Als mein Vater vor den Ferien nach Askaban kam, war er sehr wütend und hat mich dafür zur Verantwortung gezogen“, sagte Draco und ein Schauer lief ihm über den Rücken, als er an die Folter dachte, die er hatte ertragen müssen. Dabei hatte er nichts dafürgekonnt.

„Lord Voldemort war noch nie sonderlich gerecht, was Bestrafungen anging“, sagte Dumbledore und Draco zuckte bei dem Namen etwas zusammen. Das Gefühl der Angst kroch in ihm hoch, wenn er sich zurückerinnerte.

„Das war nicht alles, Sir. Er brannte mir das Dunkle Mal in den Arm und verlangt von mir, dass ich sie umbringe, um die Fehler meines Vaters wieder gut zu machen.“

Draco hätte zu gerne gewusst was Dumbledore jetzt dachte. Doch der Schulleiter schien nichts sagen zu wollen. Ein Phönix flog von einer Vogelstange auf Dumbledores Schreibtisch.

„Und wie möchtest du das Anstellen?“, fragte Dumbledore und streichelte den Phönix. Der Phönix trillerte etwas und dieser Gesang beruhigte die Unruhe in Dracos Innerem. Ein Gefühl der Hoffnung breitete sich in ihm aus.

„Gar nicht“, erwiderte Draco fest. „Ich habe nicht vor zu versuchen sie zu ermorden, Professor. Das ist doch verrückt. Mal angenommen ich wäre wirklich in der Lage sie zu überlisten, wäre davon auszugehen das ich will, dass der Dunkle Lord gewinnt. Aber ich will eigentlich gar nicht, dass er gewinnt. Ich will, dass sie gewinnen und dass Harry Potter gewinnt. Ich will das der Dunkle Lord verschwindet. Auch nur zu versuchen sie umzubringen, widerspricht allem was ich möchte.“

„Ich muss gestehen, ich bin wirklich von dir überrascht Draco. So viel Mut hätte ich dir nicht zugetraut. Aber der Sprechende Hut hat schon öfter den Mut übersehen, der in den Schülern des Hauses Slytherin steckt.“

Draco wusste nicht so recht, was er damit anfangen sollte.

„Ich freue mich, dass du zu mir kommst. Aber dir muss klar sein, dass ich dich nicht ganz aus diesem Krieg heraushalten kann, Draco. Ich kann das Mal auf deinem Arm nicht entfernen. Das heißt, dass du irgendwie in diese Konfrontation hineingezogen werden wirst. Es freut mich sehr, dass du lieber für die menschenfreundliche Seite kämpfen möchtest. Aber vielleicht solltest du mir noch erzählen, warum du dich entschieden hast, dass Lord Voldemort nicht gewinnen soll.“

„Was meinen sie, Professor?“, fragte Draco und begann sich etwas unwohl in seiner Haut zu fühlen.

„Den wirklichen Grund, warum du hier sitzt, Draco“, sagte Dumbledore und musterte ihn eindringlich. Draco begann sich ziemlich unwohl zu fühlen. Er hatte ihn durchschaut. War er so leicht zu durchschauen?
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