Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ich gehöre zu...

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Het
Rin Sesshoumaru Setsuna Towa Higurashi
12.06.2022
26.06.2022
3
5.562
 
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
26.06.2022 2.298
 
Guten Abend liebe Leser,

nach längerer Zeit geht es mit dem nächsten Kapitel weiter. Ich freue mich dass meine Geschichte schon so oft angesehen wurde. Das macht mich sehr happy.  

Liebe Grüße

Eure SailorStar86

______________________________________________________________________________

„Wie kannst du es wagen...“ die Augen der Herrscherin des östlichen Reiches waren auf Setsuna gerichtet die ihr ohne mit der Wimper zu zucken entgegen schaute.
Na dem ich den Tumult im Hof vernommen hatte, ging ich sofort hin um zu schauen was der Auslöser dafür war. Tja, und jetzt stand ich hier…
„Du bist nur ein halber Dämon, also zeig gefälligst etwas Respekt.“ zischte Alayla weiter und schaute an meiner jüngeren Tochter vorbei. „Und wieso verteidigst du eine Menschenfrau?“ ihr Blick blieb auf meiner Gefährtin haften, die stumm auf den Boden saß und sich nicht rührte.
Ich tat einen Schritt nach vorne, als die blonde Dämonin sich zu mir umdrehte. „Sesshomaru, könnt ihr diese Person bitte zurecht weisen?“ ihr Finger deutet auf Setsuna. „Und so etwas...“ jetzt zeigte sie auf Rin, „hat hier doch gar nichts verloren.“
„Ihr führt Euch auf als wäre dies Euer Reich.“ mischte sich nun auch noch Towa ein und stellte sich neben ihre Schwester. Da erhob Rin ihren Blick. Kurz trafen sich unsere Blicke, ehe sie leise aufstand, auf die drei Frauen zuging, die sich noch immer feindlich ansahen, und sich vor sie hinkniete. „Ich bitte demütigst um Verzeihung edle Herrinnen, es steht mir nicht zu mich in ihrer Gegenwart lange aufzuhalten. Bitte verzeiht mir.“ ihre Stimme klang stark, doch ich bemerkte auch ein leichtes Zittern ihres Körpers. Towa und Setsuna schauten sprachlos auf ihre am Boden kniende Mutter, während die Herrscherin des östlichen Reiches triumphierend lächelte. „Na also, warum denn nicht gleich so. Menschen sind nichts wert, deshalb gehören sie eben in diese Haltung.“ sprach sie und fixierte die zwei Mädchen. Ich hatte diese ganze Szene stumm verfolgt, wie ich es meistens erst tat, ehe ich handelte. Doch es machte mich echt wütend, wie herab lassend Alayla mit meinen Töchter sprach und auch die Haltung meiner Frau. Ich musste etwas tun.
Doch ehe ich auch nur den erst Ton anschlagen konnte, erklang wieder Rins Stimme. „Edle Damen, ich werde...“
Die Hand von Alayla schnellte nach Vorne und packte Rin bei den Haaren. „Du wirst im Kerker darüber nachdenken können, wie du dich in Zukunft einem vollwertigen Dämon gegenüber zu verhalten hast.“ Mit einem Kopfnicken zu einer ihrer vier Gefolgsleuten, die mir vorher gar nicht aufgefallen waren, warf sie meine Frau zu ihm. „Bring sie in den Kerker.“ Am mich gewandt sprach sie weiter: „Ich möchte dass du diesem Menschenweib zeigst dass sie so nicht mit uns umzugehen hat. Und um sicher zu stellen dass dies auch, werde ich zwei meiner Leute hier bei Dir lassen Sesshomaru.“ Damit drehte sie sich um und verließ ohne ein weiteres Wort den Hof und das Schloss. Rin wurde weg gebracht und sie machte dabei keinen einzigen Laut.

„Werter Vater...“ sowohl Setsuna als auch Towa sahen mich an. In ihren Augen konnte ich deutlich sehen wie entsetzt sie waren, von dem was grade geschehen war. Ich erhob meine Hand um ihnen zu signalisieren dass ich darüber nicht mit ihnen reden würde. In mir brüllte mein Dämon, da es ihm gar nicht passte was grade geschah, doch ich zwang mich dazu ruhig zu bleiben. „Jaken.“ rief ich und schon kam der Kappa herbei. „Du wirst ein Augen auf diese Wachen haben und auf Rin.“ „Jawohl mein Herr.“ antwortete Jaken und machte sich auf den Weg hinunter in den Kerker. Ein leises Knurren erweckte mein Interesse und ich schaute in die Richtung aus der es kam. Towa stand da, die Hände zu Fäuste geballt und ihre Augen fingen an sich rot zu färben. Eigentlich hatte meine ältere Tochter ihren Dämon gut im Griff, aber jetzt grade scheinbar nicht. Mit einer schnellen Bewegung stand ich vor ihr und legte meine Hand auf ihren Kopf. Sie reagierte nicht darauf, ich ließ etwas von meiner Dämonischen Energie frei und da ich ihr Vater war und auch stärker müsste sich ihr Dämon mir beugen, doch dies geschah nicht. Es würde nicht mehr lange dauern und sie würde sich nicht mehr im Griff haben. Ohne zu zögern, schlug ich ihr in den Bauch, was sie zusammen sacken ließ in meinen Arm. „Setsuna, bring deine Schwester in ihr Zimmer und pass auf dass sie auch dort bleibt.“ befahl ich und übergab ihr die bewusstlose Towa.
Ich würde wohl bald ein Training mit den beiden machen müssen, damit sie lernten sich zu kontrollieren auch in solchen Momenten.
Auch ich betrat nun das Schloss. Dort ging ich in mein Gemach und starrte aus dem Fenster. In meinem Kopf spielten sich die ganzen Szenen des Abends nochmals ab. Hatte meine Mutter da ihre Finger im Spiel? Das sie Alayla ausgewählt hatte, stand ausser Frage, aber die Sache mit Rin und den Mädchen und wie sie über sie geredet hatte. Das kam mir seltsam vor.
Ich zog meine Kleidung aus und ging in das angrenzende Bad. Hier hatte man schon heißes Wasser in das hölzernen Badebecken gefüllt und ein paar Kerzen angezündet die mit ihrem schwachen Licht den Raum in eine gedämpfte Atmosphäre versetzten. Genauso wie ich es mochte.
Schnell stieg ich hinein und ließ mich von der Wärme des Wassers einhüllen. Sofort merkte ich wie meine Muskeln sich entspannten und auch mein innerer Dämon sich beruhigte. Doch es war nicht wie sonst wenn ich badete. Rin...Sie war immer mit dabei und ihre zarten Hände streichelten über meine Haut während sie sich an mich lehnte. Ein Seufzer entkam meinem Mund. Es war seltsam sie nicht hier zu haben. Statt dessen saß sie unten im kalten Kerker. Ich blieb noch so lange im Wasser bis es kühler wurde.
Als ich mir wieder etwas angezogen hatte verließ ich nochmals mein Zimmer. Ich musste wissen dass es ihr gut ging. Mit schnellen Schritten ging ich hinunter in den Bereich in dem die Kerker waren. Diese wurden nur noch selten benutzt, da die meisten Gegner sich mir beugten wenn ich sie besiegt hatte oder sie flohen. Daher war es hier unten auch sehr feucht und dunkel.
Meine Augen gewöhnten sich schnell an das geringe Licht dass hier herrschte. Der Duft von Rin stieg mir in die Nase und ich folgte ihm. Die zwei Leute von Alayla standen vor der Tür und blickten mich fragen an als ich auf sie zukam. „Lass mich zu ihr.“ befahl ich. Doch sie schüttelten nur mit dem Kopf. „Das dürfen wir nicht, Befehl unserer Herrin.“ antworteten sie gleichzeitig. Meine Hand schnellte nach vorne und packte den linken Typen am Hals. „Dies ist immer noch mein Schloss und mein Reich, also werdet ihr mich jetzt zu der Gefangenen lassen.“ knurrte ich und lies den Dämon in mir ein wenig hervor kommen. Es musste Wirkung zeigen denn er zuckte zusammen und senkte seinen Blick. „Ja...ja... sofort.“ stammelte er und machte durch fuchteln seiner Arme dem anderen klar dass er öffnen sollte.
Als die schwere Tür geöffnet worden war lies ich ihn los und er rutschte an den Gitterstäben der Seitenteile zu Boden. „Ihr werdet jetzt den Kerker verlassen und ihn erst wieder betreten wenn ich Euch ein Zeichen dafür zukommen lasse.“ sprach ich und ging in die Zelle hinein. Es war mir kaum möglich etwas zu sehen da die ganze Zelle im Dunkeln lag, doch ich nahm eine Bewegung in der hinteren rechten Ecke wahr. Kurz schaute ich zurück, ob die beiden Wachen wirklich gegangen waren. „Rin“ meine Stimme war ruhig und ich sprach leise. „Bitte nicht Sesshomaru, komm nicht näher.“ hörte ich sie sagen und wieder bewegte sich etwas auf der rechten Seite. Der Geruch von Blut und Tränen lag in der Luft. Ohne zu zögern ging ich hinaus, griff mir eine der Fackeln die in der Wandhalterung hing. Das Licht vertrieb die Dunkelheit und zeigte mir eine am Boden kauernde Rin. Mein Herz zog sich zusammen. Weinte Sie? Was war hier nur geschehen?
Stumm kniete ich mich vor sie und hob ihr Kinn mit meiner freien Hand an. „Sesshomaru, nicht...“ flüsterte sie und versuchte sich weg zu drehen. Doch ich hatte schon längst die Verletzungen gesehen. Sie hatte ein blaues Auge und ihr Lippe war aufgeplatzt und geschwollen. „Wer hat Dir das angetan Rin?“ knurrte ich und überlegte mir wie ich denjenigen bestrafen würde.
„Bitte, tue es nicht.“ sprach meine Frau und entzog sich meiner Hand. „Ich möchte nicht dass du wegen mir Schwierigkeiten kriegst. Es war mir schon immer klar dass ich Dir nur Probleme machen würde. Deshalb werde ich dies hier akzeptieren, denn du sollst wegen mir...“ weiter ließ ich sie nicht sprechen. So schnell, dass sie es gar nicht bemerkte, zog ich sie an mich und verschloss sanft ihre Lippen mit meinen. In mir brodelte es, die Wut war stark und wollte hinaus. Doch ich schob sie zur Seite. In diesem Augenblick war mir dies hier wichtiger. Meine Lippen auf Ihren. Seufzend löste Rin sich von mir. „Sesshomaru du solltest gehen.“ wisperte sie und schaute wieder nach unten. „Wenn dies jemand gesehen hat dann...“ „Dann ist es egal.“ beendete ich den Satz. Langsam erhob ich mich und schaute zur Kerkertür. Die zwei Wachen standen wieder da und beobachteten uns. Wie viel hatten sie wohl mitbekommen? Ein Rascheln hinter mir ertönte und ich wusste das Rin sich wieder in die Ecke verzogen hatte. Am liebsten hätte ich sie einfach mit mir genommen, aber das hätte dann wirklich wohl Problem mit sich gezogen. Aber ich konnte und wollte sie auch nicht so verletzt hier wissen. Was konnte ich tun?
„JAKEN.“ brüllte ich und meine Stimme ließ die Wände erzittern.
Wie aus dem nicht tauchte er auch schon auf. „Wie kann ich Euch dienen mein Herr.“ fragte er und verbeugte sich. Für die Wachen musste es wirken als wäre der Kappa wirklich grade erst hier her geeilt, doch ich hatte gewusst dass er sich in einer Nische versteckt hatte, von der er aus die Zelle im Blick hatte. „Versorge ihre Verletzungen.“ befahl ich und warf nochmals einen Blick zu Rin. Dankbar nickte sie, schaute mir dabei aber nicht in die Augen. Bevor ich ging gab ich stumm Jaken zu verstehen dass er dann nochmals zu mir kommen sollte. Ohne ein weiteres Wort verließ ich den Kerker.

„Bitte Sesshomaru, Vater, ihr dürft nicht zulassen dass Mutter dort unten bleibt.“ Towa stand mir gegenüber und schaute abwechseln zwischen ihrer Schwester und Jaken hin und her, ganz so als wollte sie ihre Unterstützung. Doch die Beiden schwiegen. Vor nicht mal einer Stunde, war Jaken zu mir gekommen, weil er mir Bericht erstatten wollte. Meine Töchter hatten es wohl bermerkt und waren direkt nach ihm in mein Arbeitszimmer gestürmt. Tja und nun standen wir alle hier und schwiegen. Mein Blick fiel hinaus in den Garten, wo allmählich das Licht des neuen Tages sich seinen Weg bahnte. Ich war die ganze Nacht wach gewesen. Seit dem ich Rin unten im Kerker zurück gelassen hatte, war ich ruhelos in meinem Gemach auf und ab getigert. Ihr Duft lag noch schwach im Raum und ließ meinen Dämon nicht zur Ruhe kommen. Also ging ich ins Arbeitszimmer um dort eventuell ein wenig dösen zu können. Doch auch dies war mir nicht möglich gewesen.
„Towa, mir sind die Hände gebunden.“ antwortete ich und hoffte sie würde es akzeptieren. Doch ich wusste genau dass es so nie sein würde. Und ich behielt recht. „Ihr seit der Herr dieses Schlosses, ihr seit der Dai- Youkai des Westens. Da werde ihr es doch schaffen eine Frau aus dem Kerker zu holen.“ tobte meine weißhaarige Tochter los. Ich musste mich nicht umdrehen um zu sehen dass in ihren Augen purer Zorn loderte. Ich fühlte ihren Blick auf meinem Rücken. „Towa.“ mischte sich jetzt auch noch Setsuna ein, die die ganze Zeit über geschwiegen hatte. Und auch Jaken rührte sich jetzt. „Es ist falsch von euch, mit dem werten Meister Sesshomaru so zu reden. Er weiß sehr wohl wie viel Euch an Eurer Mutter liegt. Doch wenn er jetzt etwas falsches tut, kann es sein das eben dies schwere Folgen für Rin hat.“ Ich hörte deutlich wie Towa mit den Zähnen knirschte. „Du musst lernen deine Wut und deinen Dämon im Griff zu haben.“ begann ich und wendete mich um. „So etwas wie gestern, darf nicht noch einmal passieren. Dein Dämon hat sich mir zu unterwerfen Towa.“ „Aber es ...“ begann sie verstummte aber sofort als sie meinen Blick begegnete.
„Ja Vater.“ murmelte sie und senkte den Kopf. Gut damit hatte ich ein wenig an dem einen Problem gearbeitet, doch noch immer blieb die Sache mit Rin.
„Setsuna, Towa geht in eure Gemächer.“ befahl ich und setzte mich an meinen Schreibtisch. Stumm nickte die zwei und gingen. Bevor sie aber die Tür hinter sich schloss drehte sich meinen ältere Tochter nochmals um. „Dürfen wir zu Mutter gehen um sie zu besuchen?“ fragte sie und ich sah in ihren Augen deutlich dass sie hoffte ich würde es nicht ablehnen. „Ja, aber kein Wort mit den Wachen wechseln.“ sagte ich und wandte mich den Papieren vor mir zu.
„Mein Herr, bitte verzeiht, vorhin erfuhr ich dass heute Abend wieder Besuch kommt.“ Jakens Stimme war immer leiser geworden, als ich meinen blick auf ihn richtete. „Wer?“ knurrte ich und spannte dabei meine Schultern an. „Die Tochter des Herrschers des südlichen Reiches, werter Sesshomaru.“ quickte der Kappa. Ein Stöhnen konnte ich nicht unterdrücken. War es die Absicht meiner Mutter mich zu quälen oder warum suchte sie grade diese Dämonin aus? „Gurume“ sprach ich und wünschte mir sofort das ein Krieg ausbrechen würde so dass ich diesem Treffen entkommen könnte.
„Jaken, ich hoffe du weißt wer sie ist und wie du sie zu behandeln hast.“ seufzend erhob ich mich. „Lass den Tisch wieder im kleinen Saal decken, aber dieses Mal noch reichlicher als bei der Herrscherin des östlichen Reiches...“
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast