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Kalt wie der Winter (Darcy de Winter Oneshot)

von Scharick
Kurzbeschreibung
OneshotRomance, Freundschaft / P16 / Het
11.06.2022
11.06.2022
1
1.752
 
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11.06.2022 1.752
 
Ich lese gerade das Buch und wollte deshalb einen Oneshot mit dem kleinen Aristokraten schreiben xD
(Insider sind da)


>>> Warning! Es wird hier Spoiler geben! Wer das Buch noch nicht gelesen hat und das noch tun möchte, sei gewarnt.

Zusätzlich gibt es in diesem Oneshot fluff und kein Happy end!!. Nebenbei wird dass Ende etwas brutal beschrieben, weshalb ich auch eine Triggerwarnung für Blut und Tod aussprechen möchte.

Und: spoiler für den Os, aber trotzdem wichtig für die Triggerwarnung!
Autounfall. Passt bitte auf euch auf ovo


Wahrlich kein Happy End *sniff*
Aber jetzt... Bühne frei für Darcy de Winter! :D


>>> Erklärung
Y/N = your name/Dein Name
Y/L = your lastname/Dein Nachname
Y/C = your hair-, eyecolor/Deine Haar-, Augenfarbe



>>> Chataktere, die nicht mir, sondern dem Autor gehören
• Darcy de Winter
• Toby Bell







>>> Kalt wie der Winter


>>> Darcy's POV

Es war ein halbes Jahr vor dem Verschwinden seiner Schwester. Und ein halbes Jahr vor dem Zeitpunkt, an dem er so ernst geworden war. Darcys Charaktersänderung.

Darcy saß im Klassenzimmer und starrte nach draußen. Er sah Y/N zu wie draußen in der Sonne saß und ein Buch las. Dabei spieltest du mir einer deiner Y/C Haarsträhne.
Er liebte es, dir zuzusehen.
Du warst so schön dabei.
Toby stupste ihn an und er sah auf.
"Darcy... Du träumst schon wieder.", scherzte der Blonde und lächelte ihn lächelnd an.
Darcy - und Darcy lächelte zurück.
"Y/N...", erwiderte er leise seinem besten Freund.
Toby grinste wissend.
"Yeah... Ich weiß schon...", gluckste er und nickte in Richtung der Tafel.
"Du solltest lieber aufpassen, Darcy."
Darcy nickte, aber seine Aufmerksamkeit war längst wieder bei dir, Y/N.

Darcy verbrachte die komplette Doppelstunde Deutsch damit, dich zu beobachten. Auch wenn das zugegebenermaßen etwas gruselig herüber kam.
Denn du hattest seinen intensiven Blick auf dir gespürt und für eine Millisekunde aufgesehen. Du hattest seinen Blick für einen Herzschlag erwidert, dann aber wieder schnell auf dein Buch gesehen. Dass Darcy deshalb lächelte, sahst du nicht.
Trotz des kurzen Blickkontakts mit seinen dunkelbraunen Augen und deinen Y/C Augen musterte er dich weiterhin mit einem sanften Blick. Du jedoch widmest duch deinem Buch. Es war dein absolutes Lieblingsbuch, das du gerade zum siebzehnten Mal last.
Darcy verließ eilig den Raum als es gongte; samt seinen Schulsachen natürlich. Er war dabei nicht langsam. Sein bester Kumpel Toby konnte dabei kaum mithalten. Darcy konnte eben lange Schritte schnell hinter einander gehen. Man könnte es fast als eine seiner Stärken bezeichnen. Und trotzdem wollte er nur, dass seine Beine ihn einfach nur ganz schnell wohin brachten. Nämlich zu dir. Er musste mit dir reden. Deshalb verabschiedete sich Toby auch als diesem sich der Grund in seinem Kopf auftat. Toby grinste.
"Viel Erfolg noch, Turteltaube...", stichelte der Blonde. Dafür bekam er von Darcy einen freundschaftlichen Stupser in die Rippen. Dann gingen die Beiden verschiedene Wege. Toby zum Schlafraum der Beiden, Darcy zum Ausgang am südlichen Teil des Gebäudes. Darcy kannte sich sehr gut hier aus. Immerhin gehörte dieses Schloss seiner Familie seit etlichen Generationen. Lächelnd verließ er den Flügel über eine Treppe nach draußen. Er würde von hier aus nur fünf weitere Minuten gehen müssen. Frohen Mutes schritt er in seinen ziemlich eleganten Kleidern den Kiesweg entlang. Und nach fünf Minuten stand er vor dir.
"Guten Mittag, Miss.", begrüßte er dich freundlich und setzte sich neben dich. Du sahst kurz auf, lächteltest zurückhaltend zurück. Du warst sehr schüchtern, dass wusste er sehr gut. Du sahst wieder auf dein Buch und setztest deinen Leselauf fort.


>>> Y/N's POV

"Y/N Y/L.", versuchte dich Darcy sanft zu unterbrechen. Und wieder hobst du deinen Kopf. Du sahst ihm in die Augen, die von einem weichen Gefühl getrübt wurden. Und du hättest das Gefühl, dass er mit dir spielte. Du versuchtest den Ausdruck in seinem Gesicht zu entziffern. War es Zuneigung? Du hattest von anderen Schülern auf Schloss Stolzenburg gehört, Darcy de Winter wäre an eine Andere vergeben. Dass es ein Missverständnis war, wusstest du nicht. Er beobachtete dich - nur dich allein und würde es nicht wagen. Doch das wusstest du genauso nicht. Also blieb dir nichts anderes als das stille Bewundern übrig. Du hattest dich wahrscheinlich nicht mal getraut, es ihm, dem Burgprinzen, zu sagen.
"Was ist, Herr De Winter?", fragtest du mit professioneller Distanz und legtest das Buch vorsichtig bei Seite.
Darcy zögerte merklich und öffnete seinen Mund. Du wusstest, dass was er dir sagte, waren nicht die Worte, die er dir eigentlich sagen wollte.
"Ach, nichts...", brummte er dann schließlich und stand auf, um wieder zu gehen. Du sahst auf seinen Rücken, aber hielt ihn nicht ab. Du ließt ihn gehen. Seufzend widmetest du dich wieder dem Buch. Allerdings konntest du dich nach der Situation gerade kaum mehr auf ein einziges Wort konzentrieren und gabst es schließlich auf. Du klapptest das Buch zu und gingst damit dann ins Schulgebäude zurück.


>>> Darcy's POV

Es waren seit dem Geschehen bereits ein paar Tage vergangen und Darcy war gerade unterwegs zum Mittagessen im Speisesaal des Internats Stolzenburg. Darcy lief den Flur entlang, und er lächelte erfreut als er sah wie du ihm entgegen kam. Ja, du. Du warst hübsch wie immer. Es fiel ihm auf, dass du heute einmal keinen Zopf trugst. Sonst liefst du immer mit einem Haargummi im Haar und einem Pferdeschwanz durch das Internat. Er nickte dir höflich zu, während du peinlich berührt auf den Boden sahst. Du warst so fokussiert darauf, seinen Blick nicht zu erwidern, dass du schlussendlich gar nichts sahst und in ihn hineinliefst. Das kleine Buch, was du umklammertest fiel dir aus den Händen und Darcy sah dich verwirrt an.
"Y/N, ist alles okay mit dir?", fragte er sichtlich besorgt und hob dein Büchlein auf. Es war aufgeklappt auf den Boden gefallen und zeigte Zeichnungen. Gute Zeichnungen. Darcy war erstaunt. Er hatte nicht davon gewusst, dass du zeichnetest. Und dann so gut. Sein Mund stand etwas offen. Du hattest deinen Kopf vor ihm gesenkt und beruhrtest mit deiner Stirn fast seine Schulter.
"Entschuldige...", murmeltest du leise und bisst dir aus Frustration auf die Unterlippe. Dann realisierte er deine Zeichnungen. Es waren auch welche von ihm.
"Die sind gut. Aber ich sollte wohl nicht in deinem Eigentum stöbern.", sagte er dir charmant und hielt dir das Büchchen hin. Du bemerktest das nicht. Ein Seufzen aus deinem Mund ließ ihn verstummen.
"Was ist los mit dir, Y/N? Du verhältst dich seit Tagen so... merkwürdig. Sag mir, was los ist.", forderte der Dunkelhaarige unmissverständlich. Dir rollte erst eine Träne über die Wange. Du sprachst dabei nichts. Dann umarmtest du ihn und er war noch mehr verwirrt als zuvor.
"Erzähle mir...", brummte er in dein weiches Haar und schloss seine Arme um deinen Kopf und deinen oberen Rücken. Du warst genau groß genug, dass er seinen Kopf in deiner Halsbeuge legen konnte, ohne dass er sich dabei verrenken musste.
"Du... und diese... Vera? Ihr seid doch nicht...?", stammeltest du unsicher und emotional.
"Nein.", antwortete Darcy und zog dich näher an sich. Er roch den Hauch eines Parfüms an dir. Er fragte sich, ob das für ihn war, schüttelte diesen Gedanken allerdings schnell wieder ab. Minutenlang verharrtet ihr beiden so im Flur. Dann ließt du los, was ihn verwunderte.
"Heißt das... du magst mich?", fragte er dich lächelnd. Innerlich hoffte er natürlich darauf, zeigte es aber nach außen nicht.
"Ja...", gabst du zu und schautest zu Boden. Darcy lächelte dir sanft zu. Er merkte, dass du dich beruhigtest und die Tränen an deinen Augen versiegten. Er umarmte dich wieder. Er fühlte sich so nah bei dir wohl.
"Ich dich auch.", raunte er in dein Ohr und wartete auf eine Reaktion von dir. Du reagiertest nicht sofort, sondern stocktest. Dann versuchtest du auch zu lächeln. Darcy lächelte dich ebenfalls an, also konntest du dich ebenfalls zu einem bringen.

Darcy saß gerade auf einer Bank im Freien als er die Nachricht bekam. Auf seinem Smartphone. Es war Y/N. Sofort sah er auf sein Display und las sich deine Nachricht an ihn durch. Du batest um ein Treffen. Heute Abend um 19 Uhr im Dorf unten. Darcy entschloss sich dazu hinzugehen.


>>> Y/N's POV

Du wartetest wie abgemacht am Straßenrand bei deinem Lieblingsbaum im Dorf. Der Baum stand auf einer kleinen Wiese und gehörte niemandem. Also hattest du die Erlaubnis, dich dort aufzuhalten. Du hattest bereits eine Decke ausgebreitet und es fehlte jetzt nur noch eine Sache - Darcy. Du wurdest ungeduldig, sahst immer wieder auf die Straße nebenan und gingst zu ihr. Ein Auto, das viel zu schnell fuhr. Viel, viel zu schnell! Das Auto war nicht Darcy. Und das Auto fuhr nicht gerade. Es wankte gefährlich in Schlangenlinien auf der Fahrbahn hin und her. Du wichst Stück für Stück zurück. Doch das brachte dir nichts. Das Auto krachte trotzdem in dich hinein und dann gegen den Baum, der nur wenige Schritte von dir entfernt gewesen war. Du lagst halb unter den Reifen, halb davor. Dein ganzer Körper war zerquetscht worden und dein Kopf blutete aufgrund des Aufpralls. Du hustetest Blut und deine Augenlider wurden augenblicklich schwerer und schwerer. Du hattest dich doch eigentlich nur aus deinem Schneckenhaus getraut, oder? Warstu hier nicht erwünscht? Aus dem Augenwinkeln registriertest du zwei Personen. Eine der beiden wankte verräterisch, die Andere telefonierte. Du konntest die Gesichter der Beiden zwar nicht erkennen, wusstest aber, dass das eine Darcy war. Und dafür warst du dankbar. Du schlosst langsam deine Augen und glittest in die Dunkelheit. Es war eine warme Dunkelheit, die sich aber gleichzeitig auch kalt anfühlte. So kalt wie der Winter. Du schmunzeltest.




>>> Kleines Nachwort <<<

Der Oneshot ist tatsächlich ein Produkt der Spontanität. Ich habe das Buch "Emma, der Faun und das vergessene Buch" erst vor kurzem als Hörbuch angefangen und auch beendet und wollte mich einfach Mal ein bisschen ausprobieren, da ich sonst kaum Oneshots schreibe. Ich bin relativ zufrieden mit diesem, allerdings kommt mir es sehr wenig vor. XD

Ich hoffe trotzdem, dass es euch - meine lieben kleinen Kekse - gefallen hat. Lasst mich das gerne auch durch etwas Feedback wissen ;)

Lg Scharick ^^
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