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You'd better end up alone

von xExelx
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Boruto Uzumaki Chouchou Akimichi Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sarada Uchiha
10.06.2022
27.09.2022
32
174.707
11
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
23.09.2022 8.190
 
Kapitel 31 – Last Friday Night  




„Boruto...“, stieß seine Freundin überfordert aus, aber der Blonde dachte nicht daran von ihr abzulassen.
Als es ihr zu viel wurde, beugte sie sich runter und zog ihn wieder zu sich hoch.
„Meine Güte, was hast du heute nur mit mir vor.“
Er grinste teuflisch.
„Heute Abend muss ich das Geburtstagskind mit jedem teilen, ich muss Vorarbeit leisten“, lachte er und stellte sich zwischen ihre Beine.
Er hob die Hüfte seiner Freundin an, stieß schnell und fordernd in sie hinein.
Sarada krallte sich mit ihren Fingern in seinen Rücken, was Boruto nur als Ansporn nahm weiter zu machen.
Sie keuchte verzweifelt seinen Namen, kam ihm auf jeder Bewegung genauso eifrig entgegen. Boruto würde nicht aufhören, nicht bis seine Freundin immer wieder und wieder seinen Namen stöhnte, es war beinahe als würde sein innerliches Wesen danach verlangen.
Beide waren komplett umschlungen, unter heftigem Stöhnen und Keuchen, Zungen verfangen in einem heißen Tanz.

Die beiden Shinobi waren noch in der absoluten Anfangsphase ihrer Beziehung, welche nur dadurch bestärkt wurde, dass der blonde Ninja suspendiert war und die Jonin aktuell wenig Arbeit im Büro zu erledigen hatte, zudem hatte Naruto ihr heute komplett frei gegeben.
Egal wie viel sie beide vielleicht in den letzten Jahren verpasst haben mögen, sie waren gut damit beschäftigt es gemeinsam aufzuholen.
Dabei war kein Zimmer, kein Möbelstück sowie keine Uhrzeit verschont von ihren Aktivitäten.
Als er endlich mit ihren Namen auf seinen Lippen tief in ihr kam, seufzte sie zufrieden auf, vermutlich eine Mischung aus Orgasmus und Erleichterung, dass es vorbei war, denn der Sohn des Hokage hatte seine Freundin heute mit noch nichts verschont.

Schwer atmend hielten sie sich im Arm bis Sarada heiser lachte.
„Jetzt musst du den Küchentresen gleich nochmal abwischen.“
Er stieg in ihr Lachen ein und küsste sie sanft, ehe er sie aus seinen Armen entließ.
„Kein Wunder, wenn du so schmutzig bist“, sagte er amüsiert, während er sich ein paar Taschentücher von der anderen Ecke der Küche griff.
Bitte?“, fragte sie schrill nach und sah ihn fassungslos an.
„Naja. Ich kann manchmal nicht glauben, dass die Sarada, die ich geglaubt habe vor ein paar Wochen zu kennen und die, mit der ich gerade heißen Sex in der Küche hatte, ein und dieselbe Person sind“, erklärte er, während er seine Boxershorts vom Boden aufsammelte.
„Ich weiß nicht was du meinst“, sagte sie mit einem Schmollmund.
Er drehte sich wieder zu ihr um, seine Freundin saß noch auf der Küchenzeile und hatte beleidigt die Arme verschränkt.
„Hast du dich eben selbst gehört? Zur Erinnerung: Ohh, Boruto, härter! Ich brauche deinen langen, dicken Sch...
„BORUTO!“
„Keine Sorge, Captain. Ich genieße deine unerschütterliche Liebe für mein bestes Stück sehr“, kicherte er in ihre Richtung, verschränkte leicht die Arme und nickte anerkennend.
„Oh Gott, Boruto, bitte!“, sagte sie und verdeckte beschämt ihre Augen mit einer Hand, die Brille fassungslos in der anderen.
„Hmmm ja. Genau so. Ein bisschen lauter, außer Atem und mit deinem heißen Befehlston. Das höre ich wirklich gerne.“
„Du bist unmöglich!“
Borutos Mundwinkel zuckten unkontrolliert in ein Grinsen.
„Aber keine Sorge. Wie gesagt, ich genieße das sehr und kann dich verstehen! Immerhin vergöttere ich auch deine kleine, süße Pu...“
BORUTO UZUMAKI!“, rief sie aus und warf einen klitschnassen Küchenschwamm nach ihm.
Er duckte sich darunter hinweg und sah sie gerade noch gespielt beleidigt ins Bad verschwinden.
Der Blondschopf hatte sich nicht mal die Mühe gemacht sie wegen des Namens zu korrigieren.
Anscheinend hatte er neue Wege gefunden Sarada zu ärgern.

Boruto schmunzelte und machte sich daran seine Hausarbeit wieder aufzunehmen.
Mit einem frischen Lappen putzte er die Küchenzeile ab, fischte den Küchenschwamm, welcher kurz zuvor als provisorische Munition gedient hatte, vom Boden auf und begann danach das Geschirr vom Frühstück zu spülen, welches er ihr ans Bett gebracht hatte.

Sarada hatte gelacht und gesagt er soll bloß mit dem Aufwand aufhören, aber Boruto interessierte das nicht.
Für ihn war das alles kein Aufwand und wenn sie ihn glücklich anlächelte, die Wangen dabei rosa und ein wenig verlegen, war es das absolut wert.
Außerdem war es ihr Geburtstag.
Er summte leise und lächelte dümmlich vor sich hin.
Er hatte leider kein richtiges Geschenk mehr bekommen, nur eine Kleinigkeit.
Er wusste zwar, dass seine Freundin auch keins erwartete, aber er fühlte sich trotzdem schlecht deswegen.


Seine Arbeit und Gedanken wurden eine Viertelstunde später von der Klingel unterbrochen.
Er schielte auf die Uhr.
Wahrscheinlich waren es ihre Eltern, es könnten aber auch Freundinnen von ihr seien, wie Chocho oder Sumire.
Er stellte seine Vorbereitungen ein, schlüpfte schnell in eine Jogginghose und betätigte den Öffnungsschalter.
Sarada kam ihm entgegen und er drückte ihr einen schnellen Kuss auf die Wange.
Er selbst verschwand wieder in der Küche, falls es sich wirklich um einen ihrer Freunde handelte.
Boruto konnte auf blöde Kommentare heute Abend verzichten, das Wochenende Ruhe wäre noch ganz angenehm.

„Alles Gute, Sarada!“, ertönte es mit vertrauten Stimmen.
Es waren doch ihre Eltern.
Boruto holte summend das Teegeschirr aus dem Schrank, deckte gerade den Tisch als sein Vater durch die Tür kam.
„Yo!“, machte er und hielt seine bandagierte Hand hoch.
Boruto brummte und nickte ihm zu.

Er hatte sich den Abend zuvor mit seinem Vater ausgesprochen und beide waren der Meinung, dass sie versuchen würden sich zu bemühen.
Naruto mit mehr Zeit und Aufmerksamkeit, Boruto mit verzeihen und weniger nachtragend sein.
Es war nichts, was man änderte und erwartet direkt Ergebnisse zu sehen, sondern würde ein schleichender Prozess werden.

„Hey Dad“, sagte er lächelnd.
Naruto kicherte.
„Sohn, zieh deine Hose richtig herum an, bevor deine Mutter kommt.“
Boruto sah nach unten und wurde feuerrot, in der Eile hatte er es total verpennt.
Er schlüpfte schnell heraus und drehte die Hose herum, noch bevor die erste Person, in diesem Fall Sakura, durch die Tür kam.
Sein Vater legte ihm einen Arm um die Schulter.
„Ja, macht schon Spaß, weißte.“
Boruto schlug sich die Hand vors Gesicht, war plötzlich sehr genervt, dass sein Vater sich bemühte und begrüßte nebenbei Sakura.

„Boruto! BORUTO!“, rief Sarada plötzlich aufgeregt vom Flur aus.
„Ey! Halt! Ich bin der Hokage, ich mach das“, sprang Naruto sofort dazwischen bevor sein Sohn gucken konnte, weshalb seine Freundin so laut und glücklich die halbe Nachbarschaft zusammenbrüllte.
Verwirrt blieb der Blonde mitten im Wohnzimmer stehen, hörte wie seine Freundin und sein Vater sich kurz im Flur verbal kabbelten, bis Naruto zurückkehrte und ein, in Plastik eingeschweißtes, Kleidungsstück sowie einen Zettel hochhielt.
„Was ehrlich?!“, rief Boruto aus und schnappte ihm die Jacke aus der Hand.  
Naruto grinste nur und am Türrahmen lehnten seine Mutter sowie Sarada und lächelten ihm zu.
„Glückwunsch zur bestandenen Prüfung. Du bist ab sofort Jonin, wenn auch noch immer ein suspendierter“, verkündete sein Vater und lachte am Ende etwas geschlagen.
„Ich hoffe es ist okay, dass ich das jetzt sofort gemacht und dich nicht erst ins Büro bestellt habe“, stieß er noch schnell aus.
Fassungslos starrte er auf die Joninjacke und grinste breit.
„Normal dauert die Prüfung der Unterlagen doch mehrere Tage?“, fragte er skeptisch worauf Naruto  sich nervös am Kopf kratzte und seine Freundin die Daumen umeinander kreiste.

„Eventuell haben wir etwas genervt....“, murmelten beide gleichzeitig.
Der blonde Jonin schüttelte belustigt den Kopf, deshalb hatte seine Freundin so verbissen am Telefon gegen ihren Gesprächspartner gewettert.  

Gemeinsam saßen sie am Tisch und machten sich über einen Kuchen her, den Hinata gebacken hatte.
Sarada war die viele Aufmerksamkeit sichtlich unangenehm, zumal die Sticheleien und Witze über ihr Zusammenleben mit dem Shinobi sie verlegen machten.

„Sasuke hat uns geschrieben, er kommt heute leider noch nicht wieder, aber zum Event ist er da“, sagte Naruto nun und sah Sarada versöhnlich an.
Seine Freundin lächelte zwar ebenfalls, aber Boruto konnte ihre Enttäuschung spüren.
Dass es das dritte Jahr in Folge war, machte die Sache nur schlimmer.

Er kreiste nachdenklich seine Daumen umeinander.
Eigentlich wollte er immer wie Sasuke werden.
Sein Blick schwang auf Sarada, die zwar lächelte, aber noch immer einen enttäuschten Ausdruck in ihren Augen hatte.
Boruto zweifelte an seinem Ziel.
Wollte er das wirklich?
Das musste auch ohne monatelange Abwesenheit gehen, so etwas verletzte nur die Menschen um einen herum.
Seine Augen wanderten weiter auf Sakura, die ebenfalls Sarada beobachtete, allerdings auch einen wehmütigen Blick hatte, obwohl sie das schon seit über 20 Jahren mitmachte.
Sein Blick schnellte wieder zu seiner Freundin, die weiterhin das falsche Lächeln gegenüber Naruto aufrecht erhielt.
Das wollte er definitiv nicht.
Sarada würde ihn bei allem unterstützen, dessen war er sich sicher, aber wenn er die zwei Uchiha Frauen so beobachtete und an ihr Gespräch am alten Anwesen dachte, zweifelte er an seiner Bewunderung gegenüber dem Schattenhokage von Konoha.
Sasuke war ein unfassbar talentierter, maximal cooler und furchtloser Shinobi, darum ging es hierbei nicht.
Dafür würde er den Schwarzhaarigen immer bewundern.
Aber dafür?
Sicherlich nicht.
Die Jacke war der Beweis dafür, dass er den nächsten Schritt auf seinem Weg geschafft hatte, aber wohin sollte dieser überhaupt schlussendlich führen?

„Wenigstens das“, hörte er Sarada nur erwidern.
„Und hat mein Sohn dir was Schönes geschenkt?“, fragte Hinata und schielte zu ihm.
„Blumen“, lächelte sie glücklich.
Narutos Blick schwang auf den Bund pfirsichfarbender Rosen, er grinste und gab seinem Sohn unauffällig einen Daumen nach oben.
Boruto lächelte auf die Geste seines Vaters und gab ihm ein Zeichen zurück.
Die Augen seiner Mutter hingegen klebten skeptisch auf ihrem Sohn.
„Sonst muss er mir doch nichts schenken! Die Kette und der Ring sind doch wertvoll genug“, lachte Sarada nun und wedelte aufgeregt mit den Händen.
Wenn keiner ihrer Freunde dabei war trug sie das Schmuckstück offen sichtbar über dem Oberteil, was Borutos Herz Purzelbäume schlagen ließ.

„Mein Sohn, ich hoffe dir ist bewusst was für ein Glück du hast. Jede andere Frau würde dich beleidigt den gesamten Tag ignorieren“, warf Hinata ihrem blonden Spross an den Kopf.
„Nicht jede Frau heißt Himawari“, gab er scharf zurück.

„Wir haben auch nur eine Kleinigkeit für dich“, fing Naruto an und kramte in einer Tasche.
„Das wäre nicht nötig gewesen.“
„Egal. Es ist auch eher für euch beide“, winkten die Uzumakis ab.
Sie hatten ihr ein Fotoalbum mitgebracht, welches mit Bildern von den beiden Shinobi aus Kindertagen begann, über die Akademieprüfung, die Chunin Prüfung, vor und nach Kara ging und schlussendlich bei dem Schnappschuss vom Abendessen endete, die nächsten, gut 50, Seiten waren leer.
Noch vor dem ersten Bild hatten alle auf einer schwarzen Seite mit einem silbernen Schrift ihnen Glück, Liebe, Gesundheit und Erfolg gewünscht.
Boruto erkannte Kawakis gezwungene Handschrift, die wunderschöne Kalligrafie von seiner Mutter und Schwester, sowie das Gekritzel seines Vaters.
Naruto reichte Sakura den Stift und sie schrieb auch noch in das Buch hinein.
Sie reichte es ihrer Tochter zurück, welche rot anlief und dann in ein Lachen ausbrach.
„Ich hasse dich so sehr!“
Boruto schielte auf die Seite und grinste.
Die Mutter seiner Freundin hob nur schulterzuckend die Arme.
„Ja komm. Das ist auch wichtig.“  
Die Schwarzhaarige neben ihm klappte nur schnaubend das Album zu.
„Dein Vater malt sicher nur einen Grabstein mit meinem Namen drauf rein“, murmelte Boruto und der Tisch brach in Gelächter aus.

Den restlichen Vormittag hatten sie aufgeräumt, die Getränke kalt gestellt, überall Schüsseln verteilt und Essen sowie Knabbereien vorbereitet.
Boruto hatte die gesamte Zeit Sarada beobachtet, wie sie ausgelassen vor sich hin brabbelte, mit ihm herum alberte und durchgehend lächelte.
Sakura hatte recht behalten, dass Sarada mit jedem Tag etwas mehr Ruhe fand.
Er hatte sie ihr ganzes Leben noch nicht so gesehen, nicht dass sie unglücklich gewesen war, aber er freute sich, dass diese lockere Seite an der Schwarzhaarigen zu einem Dauerzustand mutierte.
Sie war sonst seit Kara immer so ernst und verschlossen gewesen, aber als sie aus Ruan zurückkamen wurde sie offener, hatte Spaß und statt dem ernsten Blick waren ihre Augen von einer Leichtigkeit erfüllt, die er an ihr noch nie festgestellt hatte.
Seine Freundin hatte zwar Momente, in denen er, verstärkt seit seinem Geburtstag, Wehmut und  Schmerz hörte, aber den Hintergrund dafür hatte er noch nicht ergründet.
Genauso wie sie noch immer die Albträume plagten.
Selbst als sie einmal nur kurz auf der Couch weg gedöst war, hatte Boruto sie wenig später zusammengerollt mit den Händen am Kopf vorgefunden, es schien keine speziellen Auslöser zu haben, mehr ein zufälliger Fluch.
Er war froh, dass sie wenigstens außerhalb ihrer Albträume glücklich zu sein schien.  
Boruto hielt bei seinen Vorbereitungen inne und beobachtete sie.
Sarada fegte aufgeregt durch die Wohnung und checkte wieder alles doppelt ab, während sie ihm beim Vorbeilaufen immer strahlend entgegen lächelte.
Nein, das wollte er definitiv nicht monatelang auf Solo Missionen missen.
Wie schaffte sein Sensei das?
Vor allem seit er nicht mehr durch die Dimensionen reisen musste, um das Dorf und seine Familie zu beschützen?
Mal eine längere Mission war völlig in Ordnung, aber seit 20 Jahren kein festes Zuhause?


Als Sarada gerade die pfirsichfarbenden Rosen mit einer Schere bearbeitete, wippte sie leicht und summte vor sich hin.
„Du bist ja gut drauf, trotz des Familienchaos gestern“, grinste er.
Sie lächelte unbeirrt weiter und winkte ab.
„Ach was. Ich mag so eine große Familie, ich war als Kind schon immer ein bisschen neidisch auf dich und Himawari. Ich hatte keine Geschwister. Ich liebe deine Familie so sehr wie dich“, sagte sie, während sie hochkonzentriert einige Dornen entfernte, damit Mao sich im Zweifelsfall nicht verletzte.
Seine Augen weiteten sich und mit offenen Mund sah er sie an.
Es hatte beinahe drei Wochen gedauert bis sie diese Gefühle zueinander eingestehen konnten, abgesehen von eventueller jahrelanger Blödheit, aber nun sprach sie darüber als würde sie ihm erklären, dass der Himmel blau und Wasser farblos sei, als sei es selbstverständlich, dass sie so tief für ihn und seine gesamte Familie inklusive aller Schäden und Schwierigkeiten empfand.
Der blonde Ninja schritt hinter seine Freundin und nahm sie fest in den Arm.
„Ich liebe dich“, flüstert er ihr ins Ohr.
Sie lehnte sich nach hinten und sah ihn direkt an.
„Ich dich auch, du Idiot.“


Sarada und Boruto hatten sich gerade umgezogen, als es am frühen Abend an der Tür klingelte. Denki und Shikadai, welcher von Denki mitgebracht wurde, kamen als Erstes herein.
Letzterer holte mit Boruto die Karaokemaschine in die Wohnung, dazu schenkte Denki Sarada eine Musikanlage.
Als sie abwinkte und sagte, dass das viel zu großzügig sei, winkte Denki ebenfalls ab.
„Ach quatsch ich habe eine Kooperation mit der Firma. Außerdem muss ich dann nicht beides wieder zurückschleppen“
Sarada grinste daraufhin schief.
„Mit welcher Firma hast du eigentlich keine Kooperation?“
„Diese Firma müsste in Konoha erst noch gegründet werden“, lachte der junge Shinobi.
Er ging an ihr vorbei und baute mit Boruto alles auf.

Shikadai humpelte mit seinen Krücken durch die Wohnung und Sarada zog ihm einen Stuhl heran.
Er war endlich den Rollstuhl los.
„Danke“, sagte er und ließ sich auf den Stuhl fallen.
„Willst du was trinken?“, fragte Sarada ihn.
„Ein Bier wäre klasse.“
Sie reichte ihm eine Flasche und setzte sich neben ihn.
„Also du und Boruto, ja?“, fragte der Schwarzhaarige leise nach.
Sie errötete und nickte leicht.
„Sieht ganz so aus.“
„Ich habe ihn noch nie so ruhig erlebt“, grinste der beste Freund ihres Freundes.
„Was hast du mit ihm gemacht?“
Sarada lachte heiser.
„Wieso fragen mich das alle?“
Den Kommentar hatte sie schon öfter gehört und tatsächlich war Boruto viel ruhiger und ausgeglichener geworden.
Selbst als er erfahren hatte, dass Himawari einen Freund hatte, der zudem ein guter Freund war, dessen frühere Eskapaden mit Fremden jedoch allzu bekannt waren, war er relativ ruhig geblieben.
Früher wäre er direkt ausgeflippt, um seine Schwester vor einem Riesenfehler zu bewahren.

„Vielleicht war er in der Akademie ja auch immer nur laut und peinlich, um deine Aufmerksamkeit zu bekommen.“
Die Schwarzhaarige lachte nur.
„Das bezweifle ich doch stark.“
„Ich bin jedenfalls gespannt wie die anderen reagieren, wenn ihr es öffentlich macht. Aber, dass du es Chocho nicht erzählt hast, wundert mich dann doch“, sagte er und zog eine Augenbraue hoch. Sarada grunzte.
„Ich liebe Chocho, wirklich. Aber ein Geheimnis bleibt bei ihr nicht lange eins. Nicht so ein Geheimnis jedenfalls.“
Shikadai grinste breit, nippte weiter an seiner Bierflasche.

Abends füllte sich die Wohnung immer mehr.
Chocho kam quietschend rein und warf sich ihrer besten Freundin an den Hals.
„Alles Guteeee!“, rief sie überschwänglich.
Sarada bedankte sich und drückte sie zurück.
Jedes mal, wenn Sarada Chocho sah, kroch das schlechte Gewissen in ihr hoch, dass sie es ihrer besten Freundin noch nicht gesagt hatte.
Inojin und Iwabee waren die letzten Gäste, die rein kamen.
Sie begrüßte die beiden.

„Sag mal Sarada...“, fing Iwabee mit rauer Stimme an, woraufhin er sich sofort räusperte, ehe er fortfuhr.
„Siehst du eigentlich mit Absicht so gut aus in letzter Zeit?“, fragte er skeptisch.
„Du findest, dass ich gut aussehe?“, erwiderte sie perplex.
Sie trug eine hautenge schwarze Jeans, dazu ein rubinrotes, rückenfreies Oberteil.
Boruto hatte vorhin auch schon aufgeregt ihr Outfit kommentiert, aber, naja, er war ihr Freund.
Der Blonde würde ihr aktuell auch begierig einen Kartoffelsack ausziehen und fand sie selbst mit zerzausten Haaren im wild verrückten Pyjama um 2 Uhr nachts attraktiv – nicht dass es ihr andersrum nicht auch so gehen würde.
Nur die Ketten hatten sie heute beide sicher im Nachttisch verstaut und das Schlafzimmer vorsichtshalber abgeschlossen.
Iwabee legte sich verlegen die Hand an den Hinterkopf.
„Ich glaube sonst hätte mein betrunkenes Ich sich nicht so sehr zum Deppen gemacht.“
„Schon verziehen. Mein Tag war auch mehr als bescheiden gewesen.“
„Ich werde mit meinen Witzen aber nicht aufhören.“
Sarada seufzte.
„War mir klar, so bist du nun mal Iwabee. Irgendwann wirst du es bereuen.“

Sie folgte ihm ins Wohnzimmer, wo Chocho schon aufgeregt auf sie wartete.
„Du hast eine Katze?“, fragte sie und deutete auf die Kratzmöbel und Näpfe.
Sarada nickte.
„Ja, aber er streift gerade durch die Gegend, ich glaube er fühlt sich mit so vielen Leuten unwohl.“ Chocho plusterte die Wangen auf.
„Och, schade. Ich komme die Tage einfach mal alleine vorbei.“

Sarada nickte erneut und suchte mit ihren Augen Boruto.
Er stand in einer Ecke mit Himawari und Kawaki.
Die Jonin drehte sich um.
Sumire stand bei Narabi, anscheinend hatten die beiden sich schon angefreundet.
Sarada fröstelte.
Die Forscherin blickte immer wieder verstohlen auf Kawaki, welcher zwischendurch zurück grinste.
Wenn man es wusste war es wirklich so offensichtlich.
Sie tat Sarada fast leid, auch wenn sie nur zu genau wusste, warum man etwas geheim hielt.
Sumires aktuellste Arbeit würde auf dem Event vorgestellt werden und bis dahin wollte Kawaki nicht, dass irgendetwas ihre Präsentation vor der Öffentlichkeit gefährdete.
Die Schwarzhaarige lächelte vor sich hin – irgendwo war Kawaki doch ein Guter.  
„So Leute! Da wir alle da sind lasst uns mit der Party starten!“, rief Chocho und hob anerkennend ihr Glas.
Der Rest stimmte ein.

„Sarada“, wand Chocho das Wort an sie.
Zum Himmel, nein, dachte Angesprochene sofort.
„Wir feiern heute vor allem deinen Geburtstag, aber Uzumaki wird auch schlecht bei wegkommen, versprochen. In Konoha drückt sich niemand vor einem peinlichen Geburtstag.“
Boruto hob abwehrend die Hände.
„Also ich bin absolut zufrieden, wenn wir den Tag ganz Sarada widmen.“
„Keine Ausreden, Dummkopf. Reicht schon, dass du deine imaginäre Freundin nicht mitgebracht hast. Außerdem habe ich eben erfahren, dass du auch befördert wurdest, Glückwunsch Dickschädel“, erwiderte die Akimichi schnippisch, aber hob auch für seine Leistung anerkennend das Glas.
Er lachte nur, während um ihm herum die Glückwünsche eskalierten.
„Jedenfalls. Natürlich haben wir noch ein paar Partyspiele zu spielen.“
Die Anwesenden seufzten und Sarada schüttelte belustigt den Kopf.
„Du willst wirklich immer Wahrheit oder Pflicht spielen, oder?“, fragte sie mit einem schiefen Grinsen.
Chocho nickte eifrig.
„Selbstverständlich! Aber wenn man etwas nicht beantworten oder machen will, kann man heute ausnahmsweise einen Kurzen trinken. Dann geht der Abend schneller den Bach runter!“, grinste sie schelmisch.

„Ich habe das Gefühl aus der Geschichte komme ich sowieso nicht mehr heraus“, stöhnte Sarada genervt und ließ sich auf einen Stuhl nieder.
„Du wirst es überleben“, versicherte ihre beste Freundin.

„Erstmal auf Sarada! Und auf Borutos Beförderung!“, schrie Inojin und hob sein Bier hoch.
Alle prosteten und Sarada schüttelte den Kopf.
Sie war diese viele Aufmerksamkeit aktuell nicht gewohnt.
Sie war trotzdem glücklich, dass es alle heute geschafft hatten aufzutauchen.
Außer denselben wie an Borutos Geburtstag waren noch Himawari, Wasabi, Narabi, Kawaki und Tsubaki gekommen.
Eine gemütliche Runde wie Sarada fand.

Das Geburtstagskind war immer wieder erstaunt wie sehr Chocho und Sumire Karaoke liebten und verdammt gut darin waren.
Die schwarzhaarige Jonin umging das Karaoke so gut es ging, erstmal konnte sie nicht so gut singen und außerdem hatte sie gerne die Kontrolle und Verwaltung über alles, füllte Snacks auf, sammelte und sortierte Flaschen ein, brachte neue ins Wohnzimmer.
Mit den Aufgaben fühlte sie sich wohl.

Schnell floss der Alkohol, den die Gäste zum Glück zusätzlich selbst mitgebracht hatten, nur so in Strömen.
Sarada und Boruto waren noch die nüchternsten unter ihnen, bereiteten sich eher mental auf die Partyspiele vor.
Sie lachten alle laut, als Iwabee sie mit seiner rauchigen Stimme und einem sehr eindeutig zweideutigen Song zu betören versuchte.
Boruto zwang Kawaki und Inojin zu einem schmalzigen Boyband Klassiker aus Sunagakure, wobei Sarada nicht wusste welches Druckmittel der blonde Ninja benutzt hatte, um die beiden dazu zu bringen.

Und so standen die drei Männer, die alle etwas mit dem Haushalt der Uzumakis zu schaffen hatten, sei es durch Geburt, Adoption oder die Partnerin, dort und bekundeten auf schnulzige Art und Weise ihre Liebe.
Die Jonin bildete sich aber ein, dass es eigentlich keinen von ihnen wirklich extrem gestört hatte.
Anders ging es Himawari und Sumire, die ihre Drinks umklammert hielten, tiefrot und versuchten sich nichts anmerken zu lassen.
Himawari wurde jedoch nicht von lustigen Kommentaren verschont, während sich die Lilahaarige so gut es ging in einer Ecke verkroch.  

Sarada umging die bettelnden Blicke der Gäste so gut es ging, bis sie schließlich einknickte und sich auch dem Wunsch nach Karaoke unterordnete.
Die Uchiha hatte dazu relativ wenig Lust – fand sich dann aber doch mit Boruto in der Mitte des Raumes zu ein paar Songs.
„Und deshalb seid ihr das beste Zweierteam!“, brüllte Iwabee und kippte beinahe hintenüber, da er überschwänglich hin und her wippte.

Sarada setzte sich wieder auf ihren Stuhl und griff nach einem Bier.
Himawari stand mittlerweile hinter ihr und lächelte ihr zu.
„Ihr seid so süß“, flüsterte sie in ihr Ohr.
Sarada grunzte und winkte ab.
Ihr Blick schweifte durch den Raum und kreuzte den von Shikadai, Kawaki und Narabi, die sich mittlerweile mit der Forscherin in einer Ecke befanden.
Alle außer Sumire hatten ein wissendes, hämisches Grinsen auf den Lippen.
Shikadai Grinsen war dabei besonders auffällig.
Sie lächelte verlegen – natürlich wusste Shikadai alles.
Kein Paar war ein Geheimnis für ihn.

Als nächstes bereiteten sie sich auf einige Runden Ich hab noch nie vor.
Sarada schluckte, das konnte entweder harmlos werden, oder maßlos eskalieren.
Bei ihren Freunden vermutete sie eher letzteres.
Sie saßen gemeinsam in einem großen Stuhlkreis und einigten sich darauf einfach im Uhrzeigersinn anzufangen.
Ihr Blick fiel auf Borutos und sie konnten sich schweigend darauf einigen, auf die meisten Fragen einfach wahrheitsgemäß zu reagieren.
Sarada vermutete bei den geröteten Gesichtern ihrer Freunde schon, dass der Alkoholpegel dementsprechend war, vermutlich würden sich viele nicht mal mehr an die Fragen erinnern.
Die Jonin würde es zwar nicht zugeben, aber..
..die Antworten einiger ihrer Freunde interessierten sie schon.

„Also ihr wisst ja. IHR stellt eine wahre Aussage über euch, von der ihr vermutet, dass die anderen das Gegenteil getan haben.“
Chocho opferte sich freiwillig die erste Aussage zu treffen.
„Ich hab noch nie meine Eltern belogen.“
Alle Shinobi grunzten genervt.
Definitiv eine Sache, um alle betrunkener zu machen.
Da Chocho eine offene Person war, die kein Blatt vor den Mund nahm, konnte sie eine solche Aussage auch in den Raum stellen.
Sie hatte ihre Eltern wirklich noch nie belogen.
Der Rest setzte schneller ihr Getränk an, als Sai und Inojin in rasender Wut einen Vogel zeichnen konnten.
Iwabee lächelte schon betrunken wie ein Irrer und wippte aufgeregt herum, in dem Bewusstsein, dass er bald dran sein würde.
„Ich habe noch nie Ninjatools verabscheut“
War klar, dass so etwas von Sumire kommen würde.
Boruto und drei andere setzten zum Glas an.
Noch bevor alle abgesetzt hatten grölte Iwabee herum.
„Ich habe noch nie auf einer Mission masturbiert!“, grinste er blöd.
„Und das soll dir jemand glauben Iwabee?!“, ertönte es furios von Chocho.
„Hallo? Ich bin in einem reinen Männerteam! Das ist totaler Abturn!“, rief er entsetzt aus.
„Wer will da schon Hand anlegen.“

Sarada schüttelte belustigt den Kopf, wurde allerdings neugierig, als neben Inojin, Wasabi und Chocho, auch ihr Freund einen Zug aus seiner Bierflasche nahm.
Ihr amüsierter Blick kreuzte seinen und mit roten Wangen wand er den Blick ab.
Ohhh Sarada hatte etwas gefunden, um sich für das nette Gespräch am Vormittag zu revanchieren.

„Keine Sorge Leute, jeder in gemischten Teams hatte schon mal die Hots für einen seiner Teamkollegen“, kicherte Iwabee und fand sich mal wieder ziemlich genial.
Die Shinobi schnaubten genervt, anscheinend nicht gewillt eine Diskussion über Sexfantasien mit Teamkollegen zu starten, und machten weiter.
Sarada sah sich in den nächsten halben Stunde oft trinken.
Nicht immer, aber oft.
Es waren auch ein paar allgemeine Sachen dabei wie:
Ich habe noch nie einen Missionsbericht gefälscht.
Sie trank nicht, missbilligte jedoch die Shinobi, die es taten.

Problematisch wurde das Spiel erst, als wieder die interessanteren Aussagen kamen.
„Ich hab noch nie jemandem meine Liebe gestanden.“
Dass ausgerechnet mal der kleine, schüchterne Metal sich für solche Themen interessieren würde, hätte Sarada zur Akademiezeit niemals gedacht.
Gedankenverloren setzte sie zum Trinken an, was ihr einen verdatterten Blick von ihrer besten Freundin einheimste.

Anscheinend hatte niemand anderes es bemerkt oder als merkwürdig empfunden, aber Chochos Augen schickten ihr eine eindeutige Nachricht:
Wir reden da noch drüber Fräulein!
Sie schluckte, sowohl ihr Getränk als auch ihre Nervosität, herunter und nickte leicht.
Sarada wollte es ihr morgen sowieso erzählen, allerdings durfte sie sich nun auf eine gerechtfertigte Standpauke einstellen.

Als Saradas Kopf schon zu brummen begann klinkte sie sich, gerade noch rechtzeitig, aus dem ersten Partyspiel aus.
Iwabee hatte natürlich sowieso wieder lauthals bekundet, dass Sarada sich gerne bei den schlüpfrigen Themen raus halten durfte.
Sie beobachtete belustigt wie Boruto mit hochrotem Kopf die Aussagen wahrheitsgemäß beantwortete und trank.
Mittlerweile war Sarada schon froh, wenn sie heute Nacht nicht einen Eimer an seine Bettseite stellen müsste.
Die Jonin lächelte darüber bis ihr auffiel, dass die anderen Rückschlüsse ziehen würden, sobald sie erfuhren, dass sie das alles mit dem blonden Ninja gemacht hatte.
Die Kommentare konnten nur unnötig werden, aber da musste sie dann durch.

Sie ging auf den Balkon raus, um etwas abzukühlen und von der lauten Musik wegzukommen.
Anhand des Gelächters und dass die Gruppe sich mit einer leeren Flasche auf den Boden gesetzt hatte, ging Sarada davon aus, dass sie bereits zu Wahrheit oder Pflicht übergegangen waren.
Sie sog die kühle Luft ein und setzte sich einige Minuten auf einen Balkonstuhl, um ein wenig abzuschalten.
Seit Kara waren ihr große Menschengruppen nach einiger Zeit zu viel und sie musste erstmal durchatmen.

Sarada fasste sich an den Kopf und versuchte ihren Blick zu fokussieren, sie war angetrunkener als sie erst angenommen hatte.
„Darf man deine Ruhe stören?“
Geschockt sprang die Jonin beinahe aus dem Stuhl und instinktiv vom Balkon herab.
„Mitsuki! Erschrecke mich doch nicht so“, lachte sie und entspannte sich augenblicklich wieder.
„Tut mir Leid“, lächelte er und nahm auf der Bank platz.
„So anstrengend mit Boruto zusammen zu leben, dass du die stille Nacht genießt?“, sagte er leise und ruhig, sodass ihre Worte nicht nach Innen schweben würden.
Sarada lachte laut, war ja klar, dass Mitsuki es wusste.
„Das Bild?“, fragte sie leise.
Mitsuki verzog das Gesicht zu einem leichten Grinsen.
„Und er wusste direkt wo sich alle verschiedenen Gläser, Besteck und Getränke befanden, außerdem wusste er, dass du noch zusätzliche Servierten und Strohhalme in der kleinen Küchenkammer hast. Etwas zu vertraut mit der Wohnung für einen einfachen Besucher.“
Ihre Freunde konnten wirklich raffiniert sein, wenn sie wollten.
„Ich vermute Chocho sagst du es selbst?“, fragte er ruhig und griff nach seinem Bierglas, das Sarada bis eben gar nicht auf dem Tisch bemerkt hatte.
Sie nickte.
„Morgen.“
„Was machen die Albträume?“, fragte er leise und sah sie etwas mitleidig an.
„Sind noch da“, antwortete sie schlicht und schluckte den ekelerregenden Geschmack, der nicht von ihren Getränken stammte, herunter.
„Ich habe leider nicht so viel Glück wie du, dass sie bereits enden“, stieß sie etwas neidisch aus.
Ihr blasser Freund nickte nur zustimmend und damit waren die wichtigsten Themen anscheinend für ihn erledigt.

Leise unterhielten sie sich über den Stand der übrigen Dinge, während immer mal wieder das Lachen und Getratsche der Shinobi nach draußen drangen.
Als sie wieder herein gingen, bekamen sie gerade noch mit wie Boruto die Flasche drehte und sie auf ihrer besten Freundin landete.
„Also?“
Chocho zuckte mit den Schultern.
„Wahrheit.“
„Kann Mitsuki alles verlängern?“
Die anderen lachten, aber Chocho wackelte nur mit den Augenbrauen.
Mitsuki lächelte neben dem Geburtstagskind auch nur vielsagend.
„Bah. Grausam. Kein Wunder, dass ihr so gut zusammenpasst“, stieß Boruto nun aus.
Sarada schüttelte den Kopf.
Der Abend würde wirklich den Bach runtergehen.
Die Flasche landete mit dem nächsten Twist wieder auf Boruto, der wie selbstverständlich Pflicht wählte, vermutlich um bei Wahrheit nicht nach seiner Freundin gefragt zu werden.
Chocho ließ Boruto einen einhändigen Handstand vollführen, bei dem er zu allem Überfluss eine Bierflasche, mithilfe seines Chakra, auf der Unterseite seiner Nase balancieren sollte.
Einige Sekunden ging das gut, ehe er vorne überkippte und für schallendes Gelächter sorgte.
Die Jonin lachte selbst, abseits davon, dass sie schon wusste wer den Boden wischen durfte und nahm ebenfalls im Kreis platz.
Die paar Runden würde sie irgendwie überleben.

Boruto setzte sich geschafft auf seinen Platz und sah den nächsten Darbietungen zu.
Er kannte seine Freunde und ihre dummen Fragen zu gut.
Trotzdem stockte er, als Iwabee sich von Sarada bei Pflicht ein sehr anzügliches Lied beim Karaoke wünschte.
Er sah ihr an, dass es ihr unangenehm war.
Chocho hatte das Lied schon ausgewählt und Sarada weigerte sich.
Boruto wollte gerade einschreiten als er wieder Iwabee hörte, der versöhnlich lachte.
„Ach Sarada keine Sorge, eine verklemmte Kunoichi wie du kann auch einfach einen Kurzen trinken und der Aufgabe entgehen.“
Sie schüttelte nun lächelnd den Kopf.
Boruto ballte seine Hände zu Fäusten und biss sich in die Innenseite seiner Wange.
Er musste ruhig bleiben, seine Freundin brauchte einfach keinen Beschützer.
Trotzdem war er mehr als überrascht als Sarada doch noch in das laufende Lied einstieg, jedoch nicht ohne sich einen Stuhl zu schnappen und sich rittlings direkt vor Iwabee zu setzen.
Ihre Beine waren leicht gespreizt und ihre Stimme war dunkel.
Boruto kannte diesen Tonfall nur zu gut, aber aus einem anderen Kontext.
Sie sah Iwabee dabei direkt in die Augen.

Boruto schluckte, seine Armhaare stellten sich vor Erregung auf als er sah wie eindeutig seine Freundin auf dem Stuhl saß, absolut im Fokus Iwabee bis auf die Unterhose zu blamieren.
Dessen Augen öffneten sich erschrocken und er lief knallrot an.
Sarada zog das Schauspiel einige Zeilen durch, bis Iwabee ihr nicht mehr in die Augen sehen konnte, wodurch sie es als ihren Sieg verbuchte und wieder aufstand.
„Komischer Frauenheld“, rief sie ihm mit einem Zwinkern entgegen und stellte den Stuhl zurück, schaltete die normale Musik wieder ein.
Die Jungs lachten über Iwabees Reaktion und die Mädchen pfiffen Sarada anerkennend zu.
Chocho klopfte ihr lachend auf die Schulter, während Sarada die Flasche erneut drehte und darauffolgend Inojin anordnete auf dem Hinterhof einen Rückwärtssalto inklusive Getränk zu machen, ohne einen Tropfen Bier zu verschütten.
„Iwabee hast du es aber gegeben“, lachte ihre beste Freundin noch.
Boruto lachte genauso laut wie die anderen, sein Blick fiel vergnügt auf Sarada – wie er es sich dachte, sie konnte sich selbst verteidigen.

Inojin drehte die Flasche wieder, die auf Iwabee zeigte und dieser Wahrheit wählte.
„Mit wie viel Frauen warst du wirklich schon in der Kiste?“
„Keine Ahnung? 17?“, überlegte er und zählte leise für sich durch.
„Kann ich gar nicht so recht glauben nach deiner Reaktion auf Saradas Showeinlage“, lachte der Maler laut und zeigte auf Iwabees Gesicht.
„Ach kommt Leute, das war doch gar nichts“, winkte Iwabee ab, noch immer mehr als rot und drehte die Flasche erneut, sodass sie wieder auf das Geburtstagskind fiel, das sich gerade erst wieder setzen wollte.
„Ahh wenn man vom prüden Teufel spricht“, grinste er zufrieden.  
Boruto sah aus dem Augenwinkel wie Sarada, die neben ihm stand, eine Hand in die Hüfte stemmte.
„Meine Güte Iwabee. Was muss man eigentlich tun, damit du deine Klappe hältst?“, fragte sie genervt.
„Seit Jahren darf ich mir das gleiche von dir anhören. Wird das nicht langweilig? Was muss man in deinen Augen eigentlich tun, um nicht verklemmt zu sein. Halb Konoha vögeln?“
Angesprochener grinste nur bescheuert.
„Warum so weit gehen? Ich hab dich bisher nicht mal mit jemanden beim Knutschen gesehen.“
„Ach das reicht dir?“, fragte sie mit hochgezogenen Augenbrauen.
„Ist das deine Pflichtaufgabe?“

Iwabee zuckte mit den Schultern
„Ja, aber eine gute Session dauert schon so 20 Sekunden.“
Sie ging im Raum umher, legte nachdenklich einen Zeigefinger an ihr Kinn, so als würde es ihr schwer fallen jemanden auszuwählen.
Schlussendlich zuckte sie geschlagen mit den Schultern und ging wieder auf Iwabee zu.
Boruto rutschte unruhig umher, hatte sie das vor, was er dachte?
Als sie gerade an ihm vorbei ging, ihren Blick noch fest auf Iwabee gerichtet lächelte sie zuckersüß.
„Weil du es bist Iwabee.“
Iwabee lief wieder rot an und stammelte, hob abwehrend die Hände, befürchtete wohl, dass Sarada weiter auf ihn zugehen würde.

Stattdessen warf sie Iwabee ihre Uhr mit aktiver Stoppuhr zu und ließ sich rückwärts sinken, nahm mit übereinander geschlagenen Beinen quer auf Borutos Schoß platz, legte schnell ihre Hände an seine Wangen und zog ihn in einen Kuss.
Zunächst nur ein schüchterner, der schnell und holprig in einen zweiten überging, ehe Boruto seine Fassung gefunden hatte und sich beim dritten in einen längeren Kuss verführen ließ.

Sie hatten in Ruan eine Show als Ehepaar abgezogen, sie würden auch eine spontane Knutscherei unter besten Freunden für ein blödes Partyspiel hinbekommen.
Und selbst wenn ihre betrunkenen Freunde nun darauf kommen würden, wäre es ihm völlig egal.
Aufgrund der eigenen anbahnenden Betrunkenheit war es nicht schwer so zu tun als wäre das kein vertrautes Szenario, ihre Küsse waren schlampig und unpräzise, trotzdem befeuerten sie sein Inneres mit einer Welle von Wohlbefinden und Erregung.  
Um sie herum war es komplett still geworden, nur die Musik dröhnte ihm in den Ohren, während er seine Freundin küsste, bedacht darauf sie nicht in eine innige Umarmung zu ziehen und ihr die komplette Führung zu überlassen – was ihm wiederum weniger schwer fiel.
Mechanisch drehte er den Kopf, wenn sie es tat, erneuerte den Lippenkontakt, wenn sie es forderte.
Er unterdrückte den Drang den süßen Geschmack ihrer Zunge zu erkunden, das würde den mentalen Widerstand direkt untergraben, wenn der Alkoholgehalt in seinem Blut diesen nicht schon genug unter Beschuss setzte, wie eine Trainingsattrappe beim Shuriken Wurftraining.
Oh, die Dinge die sie jetzt tun könnten, würden nicht unzählige andere Menschen um sie herum sitzen.
Boruto bemerkte wie ihre Fingernägel leicht über seinen Nacken kratzten.
Sie sollten wohl den Kuss beenden, bevor es eskalierte.
Er konnte nicht versprechen, dass er sie nicht über seine Schulter warf  und gegen ihren Willen ins abgeschlossene Schlafzimmer entführte.
Als sie sich lösten, konnte er ihre Gefühle sehr eindeutig an ihren Augen ablesen, mit der Garantie, dass sie das definitiv noch fortführen würden, alleine.
Nachfolgend stand Sarada schnell wieder auf, holte sich ihre Uhr zurück und zeigte den Timer mit 29 Sekunden herum.
Um sie herum brach das absolute Chaos aus.
Die Jungs jubelten wie verrückt, bis auf Iwabee, der wie gebannt auf die Jonin starrte.
Die Mädchen tuschelten aufgeregt miteinander.

„Tja Uzumaki, du hattest wohl eine Freundin, oder verheimlichst du ihr Sowas?“, lachte Metal und stieß ihm in die Seite.
Auch die Mädchen sahen interessiert auf ihn.
Boruto lachte nur und winkte ab.
„War doch nichts dabei. Es ist eine Party. Lasst das meine Sorge sein.“
Er würde am liebsten fragen, ob sie eigentlich alle so geistig beschränkt waren, wie es gerade auf ihn wirkte oder ob sie sich bereits jegliche Gehirnzellen am heutigen Abend weg gesoffen hatten.
Dass sie es wirklich nicht schnallten würde er ihnen wochenlang unter die Nase reiben.
Wochenlang.

„Vielleicht solltet ihr mal einen Dreier schieben, ihr macht doch sowieso alles zusammen“, lachte Inojin nun komplett betrunken, wobei er beinahe von der Couch und Borutos Blick auf Himawari fiel, die sich die Hand vor den Mund schlug, fassungslos über die Aussage ihres Freundes.
Sarada und Boruto sahen ihn scharf an.
„Halt die Klappe“, sagten beide gleichzeitig.

Chocho zog Sarada am Arm zu sich heran.
„Was war das?“, fragte sie scharf und Sarada wurde von der plötzlichen Drehung schwindlig.
„Ich hab wirklich keine Ahnung. Ich glaube, ich sollte nichts mehr trinken.“
„Du kannst doch nicht jemanden küssen, der in einer Beziehung ist, Sarada. Das mache nicht mal ich. Und ich tue ja schon fragwürdige Dinge.“
Sarada schmunzelte über ihre Bemerkung, wobei Chochos Worte langgezogen und schluderig waren, anscheinend keinen Zusammenhang fanden, in dem was sie gesehen hatte.
„Keine Sorge.“
„Bist du dir sicher?“, fragte sie nochmal skeptisch nach, zuckte dann aber mit den Schultern.
„Er muss es ihr ja erst mal erzählen.“
„Das sollte er! Wenn er sie wirklich liebt“, stieß Sumire nun neben ihnen aus.
Sarada fühlte sich nun schlecht wegen der Situation, aber sie war stolz solche guten Freundinnen zu haben, die sich darüber Sorgen machten und sie zur Not zur Vernunft bringen würden, selbst komplett betrunken, zumindest eine davon.
Sie wusste selbst nicht was sie dazu gebracht hatte.
Iwabees Getue hatte sie wirklich genervt und der Alkoholpegel sank nicht gerade mit dem Voranschreiten des Abends.

„Saaaaraaadaaaa“, jammerte Chocho nun neben ihr, als Sumire sich zu Kawaki stahl und Sarada sah, oder sich vom Alkohol einbildete, dass die Lilahaarige seine Hand kurz berührte.
„Hn?“, machte sie dann in die Richtung der Orangehaarigen.
„Hast du mein Geschenk vom letzten Jahr eigentlich noch?“
Sarada überlegte und nickte nur.
Im Besitz? Ja.
Mal verwendet? Nein.
Ehrlich gesagt hatte sie seit genau einem Jahr nicht mehr daran gedacht.
Ihr Blick fiel auf ihren Freund, der gerade aus der Küche kam und die Schwarzhaarige dachte über Chochos Frage nach.
„Als ob ich ein Geschenk wegwerfen würde“, antwortete sie gedankenverloren.
Ihre beste Freundin grinste nun und schluderte mit den Worten weiter.
„Sehr gut, denn hier hab ich dieses Jahr noch die dazu passenden..“, fing sie an und reichte ihr das Geschenkpaket, das anscheinend nicht jeder sehen sollte.
Sarada presste ihr blitzschnell eine Hand auf den Mund, um ihre lauten Worte zu unterbinden und wurde rot.
„Chocho!“

Boruto ließ sich mit einem Bier wieder auf seinen alten Platz sinken.
Er müsste nun aus dem gröbsten raus sein, auch wenn er wirklich Mühe gehabt hatte sich kurz in der Küche zu verstecken bis die Beule in seiner Hose sich gelegt hatte.
Absolut schlechte Idee in dieser über-pubertären Phase aktuell eine Jogginghose aus dünnerem Stoff zu tragen, wenn seine Freundin in einer verdammt engen Jeans durch die Gegend lief und sich anscheinend völlig zufällig Mal auf seinen Schoß setzen konnte, um wild mit ihm rumzumachen.
Diese Frau würde definitiv seinen Tod bedeuten.
Shikadai stieß ihm in die Seite.
„Hm?“, fragte er.
Sein bester Freund deutete mit seinem Kopf Richtung der Ecke, in der Sarada zusammen mit Kawaki, Chocho und Sumire stand.
„Und das musst du bändigen? Sollte ich mal an so ein Temperament geraten, frage ich dich erst nach Tipps“, grinste er verschmitzt.
„Ich weiß allerdings gerade nicht ob ich neidisch bin oder Mitleid mit dir habe.“
Boruto lachte laut und stieß ihn zurück in die Seite.
„Ich kann's nicht leugnen, ich steh total drauf“, grinste er leise zurück, was Shikadai ein Lachen entlockte.

Der restliche Abend verlief ereignislos ab, sie tranken noch etwas und beantworteten sich wieder peinliche Fragen.
Der vorherrschende Pegel machte ein Partyspiel dafür weniger nötig.
Boruto wollte jedoch eigentlich nicht wissen, dass seine Schwester ihre Unschuld schon mit 15 verloren hatte, dass Mitsuki auch mal eine zeit lang auf ihn stand, Shikadai einen Faible für Outdoor Sex hat (und es trotzdem nervig fand) oder dass Kawaki mal nackt durch das Haus geschlafwandelt war.

Irgendwann nachts verabschiedeten sich alle von Sarada und verließen die Wohnung.
Sarada seufzte und wartete an der Haustür, sie hatte extra die letzten Stunden nichts mehr getrunken und fühlte sich schon deutlich besser.  
Boruto war mit den anderen raus gegangen und würde warten bis alle weg waren, um wieder rein zu kommen.
Sie lehnte die Tür an, schloss das Schlafzimmer auf und wühlte einige Momente im Schrank, überlegte kurz, schüttelte über ihre beste Freundin den Kopf und zog sich schlussendlich trotzdem schnell um.

Mao war mittlerweile wieder Zuhause und schlief, trotz der leisen Musik, auf seinem Kratzbaum.
Sie lächelte, kraulte das Tier und begann danach die Wohnung aufzuräumen.
Boruto schritt vom Balkon in das Wohnzimmer zurück.
Verwirrt sah sie ihn an.
„Sind die anderen schon weg? Bist du etwa auf den Balkon gesprungen?“, lächelte sie müde.
Er zuckte mit den Schultern.
„Hab von vornherein einen Schattendoppelgänger raus geschickt und schon den Balkon aufgeräumt“, grinste er breit.  
„Du und deine Kreativität“

„Hast du ihre Blicke vorhin gesehen?“, grinste sie zurück, als sie gerade dabei war die leeren Flaschen und Dosen einzusammeln.
Er lachte heiser aber wurde schnell wieder ernst.

„Sarada...du warst so unheimlich sexy. Ich glaube, Iwabee ist für immer geschädigt“, sagte er im rauen Ton, seine blauen Augen glasig alleine bei der Erinnerung daran.
„Ach nur Iwabee? Da bin ich aber enttäuscht“, wisperte sie ihm zu.
Er grinste nun breit über sein, von Trunkenheit angeschlagenes, rotes Gesicht.
Ich bin sowieso schon hoffnungslos, was das angeht.“
Sie zog eine Augenbraue hoch.
„Ach? So sehr, dass du auf Missionen deine Griffel nicht von deinem besten Stück lassen konntest?“
Sein Gesicht wurde noch röter, als Sarada noch angetrunken dazu kicherte.
Das eine Mal, murmelte er so leise vor sich hin, dass sie es beinahe nicht gehört hätte.

„Sag mir Boruto“, fing sie mit heiserer Stimme an zu flüstern, zog ihn in eng an ihren Körper.
„Auf welcher Mission wurdest du schwach?“
Ihre Finger fuhren langsam Schritt für Schritt über seine Wirbelsäule und sie spürte die Haut darunter erschaudern.
Sie hörte ihn stockend ausatmen, als sie anfing von seinem Kiefer an abwärts zu küssen und leicht in seine Haut zu beißen.
„Das würdest du gerne wissen, oder?“, antwortete er provokant, wobei sein Keuchen es weniger gefährlich wirken ließ.
„Ja, das interessiert mich brennend“, atmete sie aus und ließ eine ihrer Hände über seinen Körper wandern, ließ mit Absicht seine anbahnende Erregung aus.
Der blonde Ninja wusste vielleicht welche Knöpfe er bei ihr drücken musste, aber Sarada wusste auch ganz genau was ihren Beinahe-Ehemann um den Verstand brachte.
Er kam ihr mit seiner Hüfte entgegen, rieb sich beinahe an ihr, aber Saradas Hände blieben an seinen restlichen Körperteilen, bedacht das Feuer in ihrem eigenen Inneren noch zu ignorieren.
„Also?“
Er schwieg, anscheinend in der Hoffnung, dass Sarada zu drastischeren Mitteln greifen würde, um ihn zum Reden zu bringen.
Wenn er das so wollte, konnte er das haben.
Die Jonin war eine hervorragende Vernehmerin, sie würde ihm entlocken was sie hören wollte.
Sie fuhr mit ihrer Hand direkt über seine Jogginghose und gab ihm durch den Stoff ein paar sanfte Auf- und Abwärtsbewegungen, die seinen Atem nur weiter beschleunigten.
„Hast du dir das vorgestellt? Waren das deine Gedanken dabei?“, brachte sie ihm zuckersüß entgegen und hörte mit den Bewegungen auf.
Sie konnte sehen wie er frustriert seine Zähne fletschte und angesäuert etwas murmelte.
„Hm?“, fragte sie nach.
„Ja“, atmete er angestrengt aus und ließ seine Hände nun über ihren Körper fahren.
Wenn er wollte könnte er die Kontrolle über die Situation jederzeit an sich reißen, aber sie konnte in seinen Augen sehen, dass er das kleine Spielchen genoss, was der Kunoichi wunderbar in den Kram passte.

Die ehrliche Antwort belohnte sie damit, dass sie sich mit einer fließenden Bewegung das rubinrote Oberteil von ihrem Körper streifte, es über ihn herüber in eine dunkle Ecke warf, während er sie bereits instinktiv in seine Arme ziehen wollte, ehe seine Augen langsam nach unten wanderte und er stoppte.
Sarada wurde kurz unsicher und nervös, als Boruto weder etwas sagte noch sich weiter bewegte, sondern nur mit offenen Mund auf die schwarze Spitzenunterwäsche starrte, von der Chocho ihr den Büstenhalter bereits letztes Jahr geschenkt hatte.
Irgendwann wirst auch du Verwendung dafür finden – hatte die Akimichi gesagt und gelacht.
Oh und wie recht ihre beste Freundin behalten hatte.
Sie war sich sogar ein paar Augenblicke unsicher, ob ihr Freund noch aktiv atmete oder der nächste lebenserhaltende Luftzug von einem Reflex seines Körpers ausgelöst werden musste.
Die Schwarzhaarige hörte ihn hart schlucken, ehe er seine Worte wiederfand.
„Meine Vorstellungen werden dem nicht ansatzweise gerecht“, erklang es grölend und tief aus seiner Brust, alleine die Vibration seiner Stimme brachte ihr Herz zum Rasen und vertrieb jegliche unangenehmen Aspekte, wie der süßliche Geruch vom Altbier und Softdrink-Whisky Gemisch, das ihr Freund so gerne auf Partys trank und ihr sanft entgegenschlug.
„Du hast es mir auf dem Weg nach Ruan aber auch echt nicht leicht gemacht in diesem blöden kleinen Hotel, mit nur einem gottverdammten Bett“, schnaubte er weiter.
Das Geständnis ließ sie auflachen, der Alkohol tat sein übriges.
Sie legte ihre Arme um seinen Nacken und sah ihn herausfordernd an.
Beinahe sofort legten sich seine Arme um ihre Hüfte, als wären ihre Bewegungen Puzzleteile, die nur darauf warteten ineinander einzurasten.
„Gefällt es dir denn?“, fragte sie unsicher.
Der blonde Jonin liebte sie, das würde sie niemals hinterfragen, aber das hieß nicht, dass ihm alles gefallen musste.
Er grölte darauf erneut begierig und sah sie ungläubig an.
„Gefallen? Du bringst mich beinahe um. Hab ich etwa schon wieder Geburtstag?“, stieß er wehmütig aus.
„Ich brauche dafür zwar keinen Anlass, aber ich habe gehört, dass jemand heute befördert wurde“, antwortete sie grinsend und zog ihn in einen Kuss, der ihren vorherigen beim Partyspiel in nichts nachstand.
Der Geschmack vom Alkohol verging in sekundenschnelle und die Küsse machten nur platz für jegliche Empfindung, die Boruto ihr entgegenbrachte.
Liebkosungen, die zwischen sanft und liebevoll sowie gleichzeitig leidenschaftlich und brennend schwankten.
Anders als in der Trainingshalle, anders als in ihrer Fake-Beziehung, zu einer Zeit, in der diese Berührungen beinahe ausschließlich der sexuellen Spannung geschuldet waren.
Seit sie ehrlicher mit ihren Gefühlen umgingen hatte die Natur ihrer Küsse sich verändert, sie waren ausbalancierter, wie der Klang eines perfekt gestimmten Klaviers, dessen Melodie sowohl einen langsamen, beruhigenden Largo als auch einen spielerischen, schnellen Vivace bis ins Herz tragen konnte.
Sie schwang nach dem Kuss ihren Kopf leicht über seine Schulter bis zu seinem Ohr.
„Oh und wenn dir das schon gefällt, warte ab bis du die dazu passenden Nylonstrümpfe siehst, die Chocho mir heute geschenkt hat“, flüsterte sie und bemerkte wie Borutos Griff um ihre Hüfte sich verstärkte.
Sarada erwiderte augenblicklich den sengenden Kuss, den er ihr daraufhin als einzige Antwort anbot, während Boruto schon eifrig an ihrer Hose arbeitete und mit seiner Freundin durch das Zimmer stolperte, ehe die Schwarzhaarige, aufgrund der plötzlich rapide ansteigenden Dynamik, überrascht mit dem unteren Rücken gegen den Esstisch knallte.
Zufrieden summte sie gegen seine Lippen und Sarada war sich sicher, dass es der beste Geburtstag seit langem war.



Chocho fröstelte.
Sie hatte doch tatsächlich ihre Jacke bei Sarada vergessen.
Eilig, dennoch stark schwankend, lief sie durch die Straßen von Konoha.
Die Haustür war noch durch einen kleinen Keil für die Raucher offen, sodass sie gedankenverloren die Treppe hinauf laufen konnte.
Zu ihrer Verwunderung war die Wohnungstür nur angelehnt.
So konnte sie wenigstens ihre Jacke holen, ohne Sarada zu wecken.
Sie ging vorsichtig in den Eingangsbereich und griff nach ihrem Kleidungsstück an der Garderobe.
Ihre Gedanken wurden von einem stöhnenden Geräusch in Fahrt gebracht.
Sie fror in der Bewegung ein.
Die Kunoichi bemerkte, dass im Wohnzimmer eine schwache Lichtquelle schien, zudem lief die Musik noch.
Chocho vernahm das Geräusch von küssen, saugen, stöhnen sowie, neben der Stimme ihrer Freundin, eine dunkle, gedämpfte Stimme, die im Bass der Musik unterging.
Sie schlug sich die Hand vor den Mund.
Das waren definitiv Sarada und irgendein Mann!
Wer war denn nicht mit ihnen runter gekommen?
Oh zum Himmel sie schlief doch nicht betrunken mit Iwabee, oder?
Oder Metal?
Unmöglich!
Sie zählte an den Fingern ab, ob sie jemanden vergessen hatte, aber sie war sich sicher.
Es mussten alle mit runter gekommen sein, denn sie war die letzte gewesen, die die Wohnung verlassen hatte!
Oder hatte Sarada einen heimlichen Verehrer?
Sie hielt ihre Jacke eng an ihren Körper gepresst.
Wenn Sarada einen heimlichen Verehrer hatte würde so vieles Sinn ergeben.
Alles würde Sinn ergeben!
Vor allem das Gespräch vor dem Pub neulich.
Dazu das mit dem Liebesgeständnis, das ihre Freundin laut Spiel getätigt hatte.
Als sie das Geräusch von klirrenden Geschirr vernahm, das seinen Weg auf den Boden fand, gefolgt von Saradas lachender Bemerkung, dass ihr Partner nicht den gesamten Tisch dafür abräumen müsste, nahm Chocho ihre Beine in die Hand, schloss leise die Tür und hetzte die Treppe herab.
Das ging sie nun wirklich nichts an.
Sie würde morgen mit ihrer Freundin reden müssen.
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