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Brave Heart

von Arsinia
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / Het
Alphamon Gennai OC (Own Character) Taichi "Tai" Yagami und Agumon Yamato "Matt" Ishida und Gabumon Yggdrasil
09.06.2022
07.08.2022
14
19.720
 
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Dieses Kapitel
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09.06.2022 1.577
 
Ich wurde als Tochter eines riesigen Konzernbosses geboren. Seit ich denken kann, bekam ich alles was ich wollte. Mir fehlte es an nichts und obwohl es so war, fühlte ich mich allein. Das große Haus mit Garten wäre eigentlich perfekt, für eine Großfamilie, aber hier lebten nur mein Vater, wenn er mal zuhause ist, meine Mutter, die sich mehr um sich selbst kümmerte als um mich und ich. Mein Vater liebte mich und das ließ er mich immer spüren. Auch wenn es schwer war, hatte er nie einen Geburtstag von mir verpasst. Heute war mein sechster Geburtstag und ich machte mich schick, da mein Vater was Tolles mit mir vorhatte.
„Du bist aber heute aufgedreht,“ sprach mich meine Mutter an. Ich schaute sie durch den Spiegel an.
„Natürlich, heute ist ein besonderer Tag,“ sagte ich und stand auf, um meine Schuhe anzuziehen.
„Ach ja, dein Geburtstag,“ kam es nur desinteressiert von ihr. Meine Mutter hatte noch nie wirkliche Gefühle für mich entwickelt, daher machten mir ihre Kommentare auch nichts aus. Mein Vater kam gerade nach Hause, als er schon nach mir rief. Sofort rannte ich runter.
„Papa,“ schrie ich und sprang in seine Arme.
„Hallo mein Schatz,“ sagte er und umarmte mich ganz fest.
„Du bist bestimmt ganz aufgeregt, nicht war mein kleiner Engel?“ fragte er und ich nickte freudig. Ein Lachen konnte er sich nicht verkneifen. Meine Mutter kam auch gerade runter, blieb aber auf der letzten Treppe stehen.
„Du verwöhnst sie zu sehr,“ fauchte sie und schaute ihn böse an.
„Das ist immer noch meine Entscheidung,“ sagte er kalt an ihr gerichtet.
„Papa?“ fragte ich dann, doch er hob mich nur auf den Arm.
„Wollen wir dann los? Dein Geschenk abholen?“ wollte er wissen und ich schenkte ihn ein Lächeln. Wir machten uns auf dem Weg zum Auto. Nachdem einsteigen fuhren wir auch gleich los. Natürlich musste ich hinten sitzen, aber das störte mich nicht. Die Zeit zusammen mit ihm, war für mich kostbar und ich genoss sie immer. Und dann änderte sich mein Leben. Ich erinnere mich nur noch an einen riesigen Knall, Stimmen die Schrien und Feuer. Dann wurde alles dunkel.


Das nächste Mal, als ich wach wurde, schaute ich an einer weißen Decke. Irgendein piep Geräusch war zu hören. Ich schaute mich um und erkannte, dass ich im Krankenhaus war.
„Papa?“ kam es schwach von mir. Eine Schwester kam gerade rein und blickte mich an.
„Hr. Doktor,“ schrie sie und kam zu mir. Auch ein Mann kam rein und die beiden fingen an, mich zu untersuchen.
„Kannst du dich erinnern, was passiert ist?“ fragte er mich, doch ich schüttelte nur den Kopf.
„Ihr hattet einen Unfall, jemand fuhr in das Auto deines Vaters,“ erklärte er.
„Papa?“ fragte ich wieder. Sein Blick wurde traurig.
„Es tut mir leid,“ waren seine Worte. Diese Worte, ich verstand sie genau. Mein Papa, mein alles geliebter Papa ist nicht mehr bei mir. Die Tränen stiegen mir in die Augen und ich konnte sie nicht mehr zurückhalten. Der Doktor nahm mich in den Arm und tröstete mich. Eine Woche musste ich noch im Krankenhaus bleiben. Eine Woche, allein mit meiner Trauer, da meine Mutter mich nicht besuchen kam. Die Schwester war gerade wieder bei mir.
„Freust du dich? Morgen wirst du entlassen,“ sagte sie, aber darüber freuen, konnte ich mich nicht. In diesem Haus, war er nicht mehr da. Sie sah meinen traurigen Blick und legte ihre Hand auf meinen Kopf.
„Es wird alles wieder gut,“ meinte sie und verließ dann mein Zimmer. Wie kann sie das sagen? Mein Papa ist nicht mehr da, daher wird nichts mehr gut. Ich verkroch mich unter die Decke und fing an, zu weinen. Plötzlich hörte ich einen Hilferuf. Sofort setzte ich mich auf und schaute mich im Zimmer um, doch hier war niemand. Dann hörte ich ihn wieder. Vorsichtig stand ich auf und ging zur Tür, die ich aufmachte und nach draußen auf den Flur schaute. Niemand war zu sehen, aber diese Stimme war jetzt etwas deutlicher. Mit langsamen Schritten suchte ich nach dieser Stimme.
„Hallo?“ rief ich, aber niemand reagierte. Wieder konnte ich eine die Stimme hören. Sie schien aus diesem Zimmer zu kommen. Ich machte die Tür auf und schaute rein. Dort saß ein alter Mann im Rollstuhl.
„Entschuldigen Sie, haben sie um Hilfe gerufen?“ fragte ich und ging auf ihn zu. Er schaute leicht in meine Richtung und nickte. Mit einem Finger zeigte er auf ein Glas mit Wasser drin.
„Oh, Sie haben Durst, keine Sorge, ich hole es ihn,“ sprach ich höflich mit ihm. Ich nahm das Glas und brachte es zu ihm.
„Hier, bitte sehr,“ sagte ich und schenkte ihn ein leichtes Lächeln. Er trank was und dann schaute er mich wieder an.
„Das war sehr lieb von dir,“ meinte er auf einmal.
„Aber sag, warum weinst du mein Kind?“ wollte er wissen.
„Mein Papa ist nicht mehr bei mir und fühle mich so einsam,“ antwortete ich und die Tränen fingen wieder an zu kullern.
„Oh, das ist aber schlimm, jemand so nettes wie du, sollte nicht allein sein, möchtest du einen Freund haben? Einer, der immer bei dir ist? Der dich nie allein lässt?“ fragte er mich dann.
„Ja bitte, ich möchte jemanden haben, der mir hilft und den ich vertrauen kann, der mich nie wieder alleine lässt,“ sagte ich und schaute ihn an. Er nickte nur und streichelte meinen Kopf.
„Dann solltest du ganz schnell in dein Zimmer gehen und dich hinlegen, denn schon bald, wirst du diesen Freund treffen, glaube einfach daran und lass dich nicht aufhalten und wenn die Zeit reif ist, treffen wir uns auch wieder,“ sprach er und lächelte mich an. Ich weiß nicht warum, aber ich vertraute ihm und machte genau, was er mir sagte. Es wunderte mich auch nicht mehr, dass niemand im Flur war und mitbekam, dass er nach Hilfe rief, obwohl in Nachhinein, passte die Stimme des alten Mannes nicht zur Stimme, die nach Hilfe rief. Am nächsten Morgen wurde ich auch entlassen, doch meine Mutter schickte einen Fahrer und kam nicht selber. Zuhause angekommen, war sie in der Wohnstube und unterhielt sich mit einem Mann.
„Ich bin zuhause,“ sagte ich, aber sie schaute mich nur an und zeigte mir, dass ich gehen sollte. Ich setzte mich auf die Treppe und lauschte ihr.
„Was soll das heißen, ich bekomme nur den Pflichtanteil? Ich bin seine Frau, mir steht alles zu?“ sagte sie erzürnt.
„Ja, normalerweise ist das auch so, aber ihr Mann hat ein Testament angelegt, wo genau drinsteht, was mit seinen Vermögen und der Firma passiert, im Falle seines Ablebens,“ erklärte er ihr.
„Und was bekomme ich? Das Haus? Geld? Was?“ schrie sie.
„Das wird alles morgen bei der Testamentseröffnung verlesen,“ sagte er. Ich merkte, dass dieses Gespräch gleich zu Ende sein wird, daher ging ich in mein Zimmer. Dort auf mein Bett saß mein Opa.
„Opa,“ rief ich und rannte auf ihn zu. Es kam selten vor, dass er nach Amerika kam, aber diesmal ist es halt sehr wichtig. Er nahm mich in den Arm. Es war fast so, wie bei Papa.
„Mein kleiner Engel, weine bitte nicht, alles wird wieder gut, das Verspreche ich dir,“ sagte er und drückte mich fest. Opa lebt eigentlich in Japan. Dadurch, dass er hier war, war es nicht so schwer und einsam in diesem Haus. Am nächsten Morgen gingen wir früh zur Testament Verkündung. Mutter wollte unbedingt wissen, was sie alles bekam. Ich verstand nicht gleich alles, die ganzen Paragraphen waren unverständlich, doch als Mutter sauer aufschrie und mich anschaute, wusste ich, irgendwas ist los. Sauer stürmte sie raus. Opa nahm mich an die Hand und wir verließen zusammen das Gebäude. Opa versuchte dann mit Mutter zu reden, in der Zeit, kam mein Onkel zu mir.
„Onkel, was hat Mama?“ fragte ich ihn. Er setzte sich hin und machte sich eine Zigarette an.
„Deine Mutter ist sauer, weil sie nur ihr Pflichtanteil bekommt und das ist lächerlich für Sie, dein Onkel bekommt die Firma und du mein Schatz, bekommst alles andere, verstehst du?“ wollte er wissen, doch ich schüttelte nur den Kopf.
„Das Haus, das gesamte Vermögen, einfach alles gehört dir, ab heute,“ sagte er. Das habe ich verstanden. Zuhause angekommen, war Mutter immer noch rasend. Mein Onkel brachte mich hoch zum Zimmer.
„Ach Kleines, hier, dass ist von deinem Papa, sein Geschenk für dich, zu deinem sechsten Geburtstag,“ sagte er und gab mir ein eingepacktes Paket. Es war nicht groß, aber das störte mich nicht. Es war das letzte Geschenk von Ihm. Mein Onkel verabschiedete sich dann von mir und ich war allein im Zimmer. Sofort machte ich es auf.
„Was ist denn das?“ fragte ich mich selbst. Es war ein kleiner Apparat, aber sowas habe ich noch nie gesehen.


An diesem Abend, änderte sich alles, denn es sollte sich herausstellen, dass es sich um mein Digivice handelte. In dieser Nacht, bekam ich auch mein Digipartner, viel mehr, erst das Ei aus dem es schlüpfte. Der alte Mann aus dem Krankenhaus stand in mein Zimmer und erklärte mir, dass ich ein Auserwähltes Kind bin, das die Digiwelt retten muss. Ich akzeptierte es, denn mein Papa wollte es anscheinend. Und so fing ich mein doppeltes Leben an. Das brave Mädchen am Tag und Digiritterin in der Nacht. Zehn Jahre, habe ich immer mit meinen Partner zusammen gekämpft. Nur er und ich. Jetzt gab es nur niemanden mehr hier, den es zu bekämpfen gab, daher entschlossen wir uns, ein neues Leben aufzubauen, irgendwo anders, aber immer zusammen.
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