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truth and vengeance

von xAnn
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
Connor Stoll Katie Gardner Travis Stoll
03.06.2022
23.06.2022
3
15.121
5
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
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23.06.2022 5.094
 
3



Katie hätte nie gedacht, mal mit jemandem zusammen zu arbeiten, um den Prinzen zu ermorden. In ihrem Kopf hatte die Idee des Mordes schon lange existiert, während sich das Verlangen nach Rache mehr und mehr in ihrem ansonsten leeren Herzen eingenistet hatte. Doch es war immer nur eine Idee gewesen, eine vage Vorstellung, die irgendwann in ferner Zukunft eintreten würde … und nun war diese Zukunft tatsächlich gekommen, und dabei sah sie doch ganz anders aus als in ihrer Vorstellung. Die hatte beinhaltet, dass sie ihre dunkle Attentäterkluft anlegte, sich unbemerkt ins Schloss schlich und dann dem Prinzen die Kehle durchschnitt – vorausgesetzt, sie wollte ihm einen schnellen Tod gönnen. Sie hatte mit dem Gedanken geliebäugelt, seinen Tod langsam und qualvoll zu machen, doch letztendlich musste sie einsehen, dass er den nicht verdient hatte. Er mochte zwar gemeinsame Sache mit denen machen, die ihre Familie umgebracht hatten, doch damals war er selbst noch ein Kind gewesen, das mit Bauklötzen statt mit gefährlichen Fackeln spielte. Sein Tod sollte ein Exempel statuieren und Katies Rachedurst zumindest ein bisschen stillen, mehr auch nicht.

Nun kam so gut wie alles anders. Sie trug nicht ihre dunkle Kleidung, die praktischen Hosen und das enge Hemd, hatte ihr Haar nicht zu einem straffen Zopf geflochten und denn dann aufgesteckt, damit er ihr nicht im Weg umherging. Stattdessen kratzte der dunkelblaue Stoff eines schlichten Kleides unangenehm an ihrer vernarbten Haut und sie musste aufpassen, dass die blütenweiße Schürze darüber bloß nicht schmutzig wurde. Ihr Haar war zwar zu einem Knoten geschlungen, doch darauf saß ein Häubchen im selben Farbton wie ihr Kleid, dessen vorderer Bereich ihr teilweise die Sicht zur Seite verwehrte. In den Händen hielt sie einen voll beladenen Wäschekorb.
Sie schlich sich auch nicht alleine bei Nacht ins Schloss, kletterte nicht an Fensterbrettern und Regenrinnen hoch, und sie stieg auch nicht unbemerkt in das riesige Zimmer des Prinzen ein, sondern marschierte einfach bei helllichtem Tage durch die breiten Gänge des Palastes – und das nun schon zum wiederholten Male.
Als Clarisse ihr diesen Vorschlag gemacht hatte, hatte sie nur ungläubig geschnaubt. Das war nicht ihr Stil, sich einzuschleusen anstatt einen einmaligen Angriff zu starten und die Sache damit zu erledigen. Doch je länger sie darüber nachgedacht hatte, desto mehr Sinn ergab es, und so war sie damals zu Lou gegangen und hatte um ihre Hilfe gebeten. Seltsamerweise hatte Lou sofort zugestimmt, so dass Katie nun nicht länger wie Katie aussah, sondern für Außenstehende blondes Haar und blaue Augen hatte und somit aussah wie eine kleine Dienstmagd, deren Name Lacy war. Katie hatte nicht nach ihrem Namen gefragt, aber Lou hatte ihn ihr trotzdem gesagt, damit du besser in deiner Rolle aufgehen kannst. Lacy schlummerte seit einer Woche in einer abgeschiedenen Besenkammer, die auf sonderbare Weise nicht mehr zu öffnen war.
An ihrem ersten Tag als Lacy hatte Katie eine derart Aufmerksamkeit erregende, schuldbewusste Miene getragen, dass ihre Mission beinahe schief gegangen wäre. Ein Mann hatte sie angesprochen, dabei wohl für die echte Lacy gehalten – logischerweise – und sie gefragt, was denn heute mit ihr los sei; gerade noch rechtzeitig hatte Katie ihn abwimmeln können, nur um wenig später von einem Soldaten angerempelt zu werden, der sie ebenfalls auf ihr Verhalten ansprach. Es war knapp gewesen, aber sie hatte es überstanden und inzwischen konnte sie viel ruhiger durch die königlichen Gänge gehen. Zu langsam durfte sie dabei allerdings auch nicht werden, denn die Mägde waren irgendwie immer in zurückhaltender Eile. Zu ihrem Leidwesen übernahm sie mit Lacys Gesicht auch deren Aufgaben, wodurch sie sich nicht in aller Ruhe umsehen und an ihren Plänen für die verschiedensten Situationen arbeiten konnte, sondern Wäsche waschen, Kamine auskehren und zu unmenschlichen Uhrzeiten anfeuern oder Regale abstauben musste. Ihr Rücken schmerzte mittlerweile vom vielen Knien, dabei war sie doch eigentlich gut in Form, wodurch das Ganze ja schon ein wenig an ihrem Ego kratzte.

Etwas Gutes hatte ihre neue Persönlichkeit aber auf jeden Fall: Sie und Lou hatten genau die Dienstmagd erwischt, die nicht nur in dem Bereich des Palastes arbeitete, in dem die Gemächer des Prinzen lagen, sondern auch noch in ebenjenen Gemächern selbst. Besser hätten sie es nicht treffen können. Es erlaubte Katie, sich umzusehen, ein Bild der genauen Umgebung zu bekommen, und niemand stellte Fragen, wenn sie sich in den engen Ecken umhertrieb, solange sie nur geschäftig mit einem Putzwedel herumfuchtelte. So bog sie auch jetzt in einen schmalen Gang, durch den nur die Bediensteten gingen, bis sie vor den Gemächern des Prinzen wieder herauskam. Der war unterwegs, ausgeflogen, wie man so schön sagte, was es Katie erlaubte, sich in Ruhe umzusehen. Sollte sie erwischt werden, musste sie einfach sagen, sie wolle schon mal das Feuer anmachen oder die Betten neu beziehen – denn natürlich genügte dem Prinzen ein einzelnes nicht, nein, er brauchte zwei, die Katie jeden Morgen herrichten musste. Bei ihrem Bett im Gasthof schüttelte sie morgens höchstens die Decke auf, um den Staub und Dreck der vergangenen Nacht loszuwerden; das war es dann allerdings auch schon wieder mit ihrem aufgebrachten Aufwand.
Sie vergewisserte sich mit an die Tür gepresstem Ohr, dass der Prinz wirklich fort war, ehe sie die Tür mit der Schulter aufstieß und eintrat. Schnell schob sie sie mit dem Fuß wieder hinter sich zu, da sie in den Händen immer noch den Wäschekorb hielt, den sie nun allerdings endlich abstellte. Eigentlich sollte sie die Wäsche im Ankleidezimmer des Prinzen – sie hatte früher gedacht, so etwas hätten nur Prinzessinnen, doch Olympias Prinz hatte ein enorm riesiges mit einem breiten Sortiment an Westen und Stiefeln – einsortieren, doch das musste sie auf später verschieben. Fürs Erste hatte sie eine andere Aufgabe.
Wie immer konnte sie nicht umhin, über den Reichtum des Prinzen die Augen zu verdrehen, während sie die Gemächer durchquerte. Zuerst befand man sich in einem Vorraum, in dem ein außerordentlich weiches Sofa mit einem allerdings sehr hässlichen Muster vor einem verschnörkelten Kamin stand. Davor lag ein flauschiger Teppich aus dem Fell irgendeines Tieres, damit die prinzlichen Füße auch bloß nicht kalt wurden, wenn der Prinz vor dem Schlafgehen barfuß vor dem Feuer saß – was er ziemlich oft tat. Katie hatte einen Geheimgang gefunden, der hinter einem Gemälde endete, in das sie ein kleines, unscheinbares Loch gebohrt hatte, so dass sie guten Blick auf den Vorraum hatte. So wusste sie, dass der Prinz jeden Abend vor dem Feuer saß, den Blick nachdenklich auf die lodernden Flammen gerichtet, die Katie zuvor für ihn angeschürt hatte. Sie wartete immer darauf, dass irgendetwas passierte, dass er womöglich über die Flammen mit den Magiern kommunizierte, aber nie geschah auch nur irgendetwas ansatzweise Spannendes. Stattdessen starrte er einfach nur vor sich hin, das Kinn in eine Hand gestützt und die Lippen zusammengekniffen.

Leider konnte Katie diesen Geheimgang für ihr Attentat nicht verwenden. Er führte nur zu dem Vorzimmer, das vom Schlafgemach des Prinzen durch eine schwere Tür abgetrennt war. Natürlich könnte sie die knacken, aber wenn sie ehrlich war, war ihr das schlicht zu langweilig. Außerdem bestand immer noch die Gefahr, dass die Leibwache des Prinzen von dem Geheimgang wusste und plötzlich beschloss, dessen Eingang zu bewachen. Der Leibwächter, dieser Jason, der Katie mit seinem ständigen plötzlichen Auftauchen überall ganz verrückt machte, trieb sich schon verdächtig oft in der Gegend des Zugangs herum.
Somit führten sie ihre zielstrebigen Schritte jetzt nicht zu dem Gemälde, sondern vorbei an Bücherregalen und einem verstaubten Piano zu der Tür, bis sie das Schlafgemach erreicht hatte. Auch hier wurde der Reichtum deutlich: Ein gewaltiges Bett mit Himmelvorhang und unzähligen Kissen und Decken, gearbeitet aus feinstem verzierten Holz, genau wie das kleine Kästchen daneben und der Schreibtisch vor dem Fenster. Auf dem lagen mindestens so viele Papiere wie Kissen auf dem Bett, in völliger Unordnung auf der schweren Holzplatte verteilt. Katie hatte sie alle durchgesehen – es war recht ernüchternd gewesen, weil es sich nicht um Arbeitspapiere handelte, sondern um schlichte Notizen, langweilige Gedankengänge und ein paar Kritzeleien, wobei sie festgestellt hatte, dass der Prinz absolut keine künstlerische Ader besaß. Der Arbeitsschreibtisch des Prinzen befand sich in einem anderen Raum, zu dem Katie jedoch noch keinen Zugang gehabt hatte, weil sich irgendwie immer, wenn sie dort war, ein Mitglied der Leibwache dort herumtrieb. Was äußerst verdächtig war und ihre Neugierde nur noch antrieb, aber sie konnte es nicht riskieren, deswegen erwischt zu werden, wenn der Zugang zu dem Raum nicht von höchster Bedeutung für ihre Mission war.

Trotz des offensichtlichen Reichtums wirkten die Gemächer des Prinzen jedoch ganz anders, als Katie erwartet hatte. Ja, das Holz war schwer und teuer und mit feinsten Verzierungen versehen. Ja, da waren mehr Regale und Bücher als notwendig, Erstausgaben, handbeschrieben. Ja, in dem Bett hätte eine ganze Armee gemütlich Platz, und die Kissen waren unglaublich weich und fluffig, so dass Katie einmal fast eingeschlafen wäre, als sie sich nur für einen kurzen Moment hatte hinsetzen wollen. Die ganzen Gemächer schrien Ich bin der Prinz!, und doch … es waren die kleinen Dinge. Das geschnitzte Holzpferd auf dem Nachtkästchen, verborgen hinter einer breiten Kerze. Die Art, wie die Bücher sorgfältig sortiert waren. Das Taschentuch unter dem Kopfkissen, mit einem gestickten L für die verstorbene Königin. Das Gemälde im Ankleidezimmer, das die ganze Familie zeigte: Den König mit noch nicht ergrautem Haar und aufrechter Haltung, der einen Arm um die Taille der jungen Königin geschlungen hatte. Die strahlte pure Lebendigkeit und Freude aus, mit ihrem gütigen Lächeln und den freundlichen Augen. Die gleichen Augen sahen den Betrachter gleich zweimal aus den Gesichtern von zwei Jungen an. Beide standen sie vor dem Königspaar, König und Königin hatten je einem eine Hand auf die Schulter gelegt, entweder wie um sie zu schützen, oder um zwei hektische kleine Jungen zum Stillstand für das Porträt zu bringen. Sie glichen einander wie ein Ei dem anderen: Braune, zerzauste Locken, denen anzusehen war, dass jemand versucht hatte, sie zumindest ein bisschen in Form zu bringen. Die Augen der Königin, hellblau und aufrichtig, wenn auch mit einem gewissen, gekonnt durch den Künstler eingefangenen Schalk. Ein breites Grinsen, das so aussah, als hätte die beiden jemand ermahnt, ein nettes Lächeln aufzusetzen, wobei sie allerdings deutlich gescheitert waren. Und obwohl Katie noch nie mit den Prinzen gesprochen hatte, hatte sie doch das Gefühl, sie zu kennen, einfach nur, weil sie das Gemälde angesehen hatte.

Trotz der Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Prinzen war doch deutlich zu erkennen, dass es sich um zwei verschiedene Personen handelte und nicht um Zwillinge: Der ältere, der mittlerweile verstorbene – wodurch der Prinz zufälligerweise in der Thronfolge ganz nach oben aufgerückt war –, war eine halbe Handbreit größer und seine Haare waren auch mehr wellig, wohingegen die des jüngeren deutlich gelockt waren. Auch zog der ältere die linke Mundhälfte mehr nach oben, wodurch sich dort ein Grübchen bildete, der jüngere hingegen grinste schief auf die rechte Seite und zeigte dabei ein bisschen seine Zähne. Beide strotzten sie nur so vor Lebensfreude, wodurch es undenkbar schien, dass der ältere nun tot sein sollte … und noch viel undenkbarer war es, dass der jüngere ihn umgebracht hatte. Katie wusste, dass dem so war, doch wann immer sie das Gemälde betrachtete, geriet sie ins Zweifeln. Da war eine gewisse Verbundenheit zwischen den Brüdern, die sie von sich selbst kannte – sie hatte einst auch Geschwister gehabt, wobei ihr ihre kleine Schwester am liebsten gewesen war. Sie hatten ihren Namen verdrängt, um den Schmerz und Kummer nicht mehr so stechend in ihrem Herzen zu spüren, doch sie erinnerte sich noch gut daran, wie es sich anfühlte, wenn sich eine kleine Hand schutzsuchend in die ihre legte oder wenn sich kleine Ärmchen um ihren Hals schlossen, so fest, dass sie ihr fast die Luft nahmen. Ihre Schwester war tot, verbrannt und am Rauch erstickt, und zuerst hatte ihr der Kummer die Seele verkümmern lassen, bis es ihr gelungen war, loszulassen. So kam sie nicht umhin, sich zu wundern, wie es dem Prinzen ging, der seinen eigenen Bruder ermordet hatte. Dachte er an ihn, wenn er abends in die Flammen starrte?

Letztendlich sollte es Katie wohl egal sein, wie sich der Prinz fühlte, weil er sehr bald gar nichts mehr fühlen würde. Gut, zuerst aber würde er Schmerzen verspüren, wenn sie ihm die Kehle durchschnitt, und genau deshalb ging sie jetzt auch zielstrebig auf das Fenster zu und entriegelte es. Ihr heutiges Ziel war, es so zu präparieren, dass es von außen aufzustoßen war, auch wenn man es von innen verschlossen hatte. Es bedurfte ein paar kniffligen Handgriffen, doch Katie wusste, wie sie vorzugehen hatte, weshalb sie sich geschäftig davor hinkniete und sich an die Arbeit machte. Die lästige Haube versperrte ihr immer wieder die Sicht; am liebsten hätte sie sie sich vom Kopf gerissen, doch wenn jemand hereinkommen sollte, musste sie sie aufhaben. Sonst wurde sie schneller rausgeschmissen als sie Mord sagen könnte, weil bei Hofe die Sitten anscheinend sehr streng eingehalten wurden, und das wäre nicht nur für sie blöd, sondern auch für die Dienstmagd, deren Gesicht sie trug.
Sie war vertieft in ihre Arbeit, nicht aber vertieft genug, um die Schritte nicht zu hören, die sich ihr plötzlich näherten. Obwohl die zugehörige Person versuchte, sich lautlos fortzubewegen, vernahm Katie sie schon von Weitem. „Du bist spät“, sagte sie, ohne von ihren Händen aufzusehen.
„Nicht jeder hat es so einfach wie du“, gab eine tiefe männliche Stimme zurück, was Katie nur mit einem Schnauben quittieren konnte. Travis konnte sich absolut nicht beschweren – sie hatte keine Ahnung, wie er es anstellte, aber anscheinend war seine Fassade als Dienstbote gut genug, um unbeschwert im Palast herumstolzieren zu können. Niemand schenkte ihm auch nur einen zweiten Blick, dabei schuftete er nicht mal, so wie Katie es tat. Nach eigener Aussage hatte er andere Dinge zu tun, woraufhin Katie ebenfalls immer nur schnaubte. Wahrscheinlich lag er faul auf dem Hintern, während sie Bettzeug schrubbte und Fenster putzte.
„Lass mich mal.“ Sie spürte eine Hand an ihrer Schulter, dann sah sie, wie er mit der anderen nach ihrer Hand griff, um sie zur Seite zu schieben. Nur widerwillig wich sie zur Seite und macht Travis Platz. Er war es gewesen, der ihr erklärt hatte, wie man das mit dem Fenster am geschicktesten anstellte. Als sie gesagt hatte, er solle es selber machen, hatte er nur den Kopf geschüttelt und gemeint, dass er heute Morgen noch etwas anderes tun müsse, also hatte Katie schon mal angefangen, damit er es jetzt beenden konnte.
Nachdem er ihr Werk kurz mit nachdenklicher Miene betrachtet hatte, nickte er zufrieden. „Gut gemacht.“
Katie verdrehte die Augen. „Sprich nicht mit mir, als wäre ich ein kleines Kind, das Lob braucht.“
Statt einer Antwort grinste er nur, ehe er dort weitermachte, wo sie aufgehört hatte. Für einen Moment stand Katie untätig daneben; dann erinnerte sie sich an den Wäschekorb und ging innerlich seufzend zurück in den Vorraum, in dem sie ihn abgestellt hatte. Während Travis arbeitete, sollte sie das wohl auch tun.


Katie hatte gerade mehrere Hemden so ordentlich wie möglich im Ankleidezimmer verräumt, als sie mit einem Mal hektische Schritte vernahm und Travis zu ihr eilte. Ehe sie fragen konnte, was los war, stieß er die Tür zum Ankleidezimmer hinter ihnen zu und packte sie am Arm, zerrte sie durch die plötzliche Dunkelheit mit sich, bis sie Stoff spürte und etwas verspätet erkannte, dass er sie in eine Ecke hinter mehrere Mäntel und Umhänge gezogen hatte.
„Was soll das denn?“, zischte sie verärgert und ruckte mit dem Arm, um sich aus seinem Griff zu befreien.
„Scht!“, machte Travis statt einer Erklärung und besaß doch tatsächlich die Frechheit, ihr den Mund zuzuhalten. Katie setzte schon dazu an, sich dagegen zu wehren, da hörte sie neue Schritte und Stimmen, und sie verstummte sofort.
„Danke, Jason“, drang es gedämpft zu ihnen, „ich werde mich jetzt ein wenig zurückziehen.“ Katies Herz machte einen erschrockenen Satz. Der Prinz! Der sollte doch erst in Stunden zurückkommen! Wenn sie eines hasste, dann, wenn sich ihre Opfer nicht an den Zeitplan hielten, den sie extra für ihre Ermordung erstellte. Allein dafür würde sie seinen Tod schmerzhafter als nötig machen.
„Bist du dir sicher?“ Jason klang besorgt. „Das sah ziemlich übel aus.“
„Ich werde mich jetzt zurückziehen“, wiederholte der Prinz, nun nachdrücklicher. Katie konnte es zwar nicht hören, war sich aber sicher, dass sein Leibwächter daraufhin tief seufzte. Irgendwie tat er das ziemlich oft, zumindest war es ihr in den letzten Tagen oft aufgefallen, wenn sie ihn wieder mal aus einer verborgenen Nische heraus zusammen mit dem Prinzen beobachtet hatte.
Eine Tür fiel ins Schloss, und dann herrschte erst einmal Stille und Katie hätte schon fast erleichtert aufgeatmet, bis sich plötzlich wieder Schritte näherten und mit einem Mal die Tür zum Ankleidezimmer aufgestoßen wurde. Angesichts der plötzlichen Helligkeit sog Katie scharf – und zum Glück lautlos – die Luft ein, doch Travis hatte sie in eine Ecke gezerrt, in der sie gut verborgen waren. Trotzdem konnte sie ihrerseits durch die Mäntel und Umhänge hindurch einen Blick auf den Prinzen erhaschen. Er hatte den Kopf gesenkt und wirkte erschöpft durch die herabgesunkenen Schultern, seine Schritte waren langsam, sowie er von der Türschwelle eintrat. Katie fiel erst auf, wie verdreckt sein ehemals blütenweißes Hemd war, als er es sich über den Kopf zog. Dabei spannten sich seine breiten Schultern deutlich sichtbar an, er brauchte viel zu lange dafür, und sie stellte verwirrt fest, wie sich Travis angesichts der Anstrengungen des Prinzen versteifte. Stirnrunzelnd warf sie ihm einen Blick zu. Seine Miene war in der Dunkelheit in ihrer Ecke verborgen, doch sie spürte, wie sich sein Körper an ihrem verkrampfte und wie er die Hände zu Fäusten ballte.

Sie richtete den Blick wieder auf den Prinzen, der das Hemd inzwischen losgeworden war und es achtlos beiseite geworfen hatte. Seine gequälte Miene zeugte deutlich von seinen Schmerzen, für die Katie zuerst keinen Grund erkannte … dann sah sie auf seinen Bauch und erkannte erschrocken die dunklen Striemen, die sich dort entlang zogen. Getrocknetes Blut zeichnete sich darum herum und auch stellenweise an seiner Brust ab. Für einen Moment erwischte sie sich dabei, wie sie seinen gezeichneten Anblick mit ihren eigenen Narben verglich, doch sie schalt sich schnell eine Idiotin dafür – der Prinz und sie hatten nichts, rein gar nichts gemeinsam, schon gar nicht ihre Narben. Da war eine über seinem Herzen, eine breite an seiner Seite, ebenso eine, die sich von einem Schlüsselbein aus herabzog, doch sie waren nicht mit den ihren zu vergleichen, die beim Gedanken daran unangenehm zu kribbeln begannen. Zu ihrem Glück war das Dienstmagdgewand äußerst bedeckend, mit langen Ärmeln und dicken Strümpfen, und die nervige Kappe verbarg auch ihren Nacken, denn obwohl sie Lacys Gesicht trug, hatte Katie nicht ihren Körper übernommen. Nur die Narbe an ihrer Wange war verschwunden. Katie hatte oft die Finger darüber gleiten lassen, wenn Lou sie zu Lacy gemacht hatte. Obwohl der Anblick und das Gefühl von glatter Haut tröstlich hätten sein sollen, hatte es sich doch nie richtig angefühlt.
Sie zwang sich, die Aufmerksamkeit wieder dem Prinzen zu widmen. Er war auf einen Schemel gesunken und hatte das Gesicht in den Händen vergraben, die sich in seinen Locken verkrampften. Es dauerte kurz, bis ihr auffiel, dass seine Schultern bebten. Weinte er etwa? Sie hatte ihn bis jetzt immer als emotionslos abgetan, mal abgesehen von seinem bedachten Starren ins Feuer. Ansonsten war er immer zurückgenommen, mit aufrechter Haltung und hin und wieder einem Witz, dessen Grinsen seine Augen jedoch nie erreichte. Und nie, absolut nie, hatte er bis jetzt Kummer oder Schmerz gezeigt.
Travis neben ihr war immer noch wie zur Salzsäule erstarrt. Katie machte sich eine gedankliche Notiz, ihn nachher darauf anzusprechen, ehe sie dazu überging, einen Plan zu entwickeln. Sie konnten nicht ewig hier bleiben, aber so, wie der Prinz aussah – irgendwie kaputt, zerbrochen –, würde er sich noch eine ganze Weile nicht bewegen. Er wirkte eine eine Marionette, deren Schnüre durchgeschnitten worden waren.
Zu ihrem Leidwesen kamen ihre Gedanken nicht mit einem Plan auf, so dass sie nur abwarten konnte, bis der Prinz wieder verschwand. Glücklicherweise bewegte er sich recht schnell wieder, stand von dem Schemel auf und ging zu einem Regal an der Wand, um sich ein neues Hemd zu suchen. Katie musste innerlich seufzen bei der Vorstellung, das alte bald reinigen zu dürfen. Wie froh sie sein würde, wenn er tot war und sie endlich wieder nicht mehr die Dienstmagd spielen musste!

Sie wusste nicht, ob sie sich irgendwie bewegt hatte. Ob es Travis gewesen war, oder vielleicht der Wind, oder vielleicht hatte der Prinz auch einfach nur ein enorm gutes Gespür. Was es auch war, mit einem Mal runzelte er die Stirn, wandte sich von seinen Hemden ab und drehte sich genau in die Richtung, in der Katie und Travis verborgen waren.
„Was machst du da?“
Katies Herz blieb stehen, ehe es ihr nach unten sank. Travis neben ihr versteifte sich, wenn überhaupt möglich, noch mehr, so dass sie Sorgen hatte, er hätte aufgehört zu atmen und wäre zu Stein geworden.
„Komm heraus.“ Seltsamerweise klang der Prinz müde. Nicht irritiert oder wütend, sondern so, als hätte er schlicht keine Lust, sich mit einem Eindringling zu befassen.
Katie zögerte noch, da hatte Travis ihr plötzlich einen Stoß versetzt, so dass sie Hals über Kopf aus ihrer Nische taumelte und vor Überraschung zu Boden fiel. Ein dumpfes Geräusch ertönte, als ihre Knie Kontakt mit dem harten Boden machten, woraufhin sie verärgert und schmerzhaft zugleich das Gesicht verzog.
„Wer bist du denn?“ Nun klang der Prinz überrascht, so als hätte er jemand anderen erwartet. Katie hörte, wie er sich bewegte, bis er plötzlich vor ihr kniete und eine kühle Hand ihr Kinn anhob. Sie wollte vor ihm zurückweichen, wollte ihm ins Gesicht spucken und ihn anfauchen, er sollte bloß seine Hände bei sich behalten, wenn sie ihm lieb waren. Gerade noch rechtzeitig erinnerte sie sich daran, dass sie als Lacy hier war, als eine einfache Bedienstete. Statt sich also zu wehren, wich sie seinem Blick aus, wie es eine treue Magd tun würde, und senkte ihren eigenen Blick.
„Sieh mich an. Ich kenne dich doch – du bist eine der Mägde.“
Katie blieb stumm. Sie hoffte, dass sie nach außen hin wirkte wie eine verschreckte, ertappte Dienstmagd und dass man ihr den Ärger, der in ihr drin brodelte, nicht ansah. Bestimmt lachte Travis in seiner Nische, wo er sicher war, während sie das alles nun ausbaden musste.
„Sprich“, befahl er ihr, zugleich barsch und doch nicht unfreundlich. Sie zählte im Kopf bis drei, bis sie leise sagte: „Ich bin Lacy, Prinz.“
„Lacy“, wiederholte er nachdenklich, die Hand noch immer an ihrem Kinn, so dass sie nicht zurückweichen konnte. Endlich erkannte er, dass er sie immer noch festhielt, und zog die Hand zurück. „Und was tust du hier, Lacy?“
„Ich …“ Katie biss sich auf die Unterlippe und hoffte, dass das Glänzen in ihren Augen wie Tränen aussah und nicht wie Ärger. „Ich habe aufgeräumt, mein Prinz.“ Sie deutete schwach auf den Wäschekorb, der tatsächlich halb leer neben der Tür stand. Anstatt ihrem Blick dorthin zu folgen, blieb der Prinz auf ihr fixiert, das merkte sie auch ohne ihn ihrerseits selbst anzusehen.
„Ich hatte nicht erwartet, dass Ihr schon zurück seid“, fuhr sie fort, „und als ich Eure Schritte hörte, habe ich mich erschreckt.“
„So sehr, dass du dich zwischen meinen Mänteln versteckt hast?“ Nun klang er amüsiert.
Katie verdrehte innerlich die Augen, zog nach außen hin dagegen die Nase hoch und hob vorsichtig eine Schulter. „Ja, mein Prinz. Ich bitte tiefgehendst um Verzeihung … das wird nicht wieder vorkommen.“
„Nun mach kein solches Aufheben darum, ich bin dir nicht böse. Wenn ich ehrlich bin, kommt es mir sogar ganz recht, dass du gerade hier bist. Und nun sieh mich endlich an und lass uns vom Boden aufstehen, es ist ganz schön kalt hier.“

Nur äußerst widerwillig ergriff sie seine Hand und ließ sich von ihm nach oben ziehen, während sie den Kopf hob, um ihm in die Augen zu sehen. Kurz erschrak sie vor seinem Blau, dieses helle, durchdringende Blau, das ihr so bekannt vorkam … doch sie konnte es nicht zuordnen. Seine Augen waren müde, vermischt mit hintergründigem Schmerz. Erst diese Feststellung ließ sie erkennen, dass er sich noch kein neues Hemd übergezogen hatte. Stattdessen stand er mit nacktem Oberkörper vor ihr, in der Haltung zwar offensichtlich ein Prinz, aber genauso offensichtlich erschöpft und von Schmerzen geplagt.
„Es sieht schlimmer aus, als es ist“, sagte er, als er ihren Blick bemerkte, und winkte ab. „Ich brauche nur jemanden, der mir dabei hilft, es zu verbinden … wenn ich mich selbst hinabbeuge, schmerzt es zu sehr.“
Katie konnte sich gerade noch davon abhalten, spöttisch die Lippen zu kräuseln. „Gewiss, mein Prinz. Alles, was Eure Hoheit verlangen.“
Er wies sie an, kurz zu warten, und kurz darauf kehrte er mit einem kleinen Kästchen und einer hölzernen Schale mit Wasser zurück. Bevor er sich ihr widmete, wanderte sein Blick kurz in die Ecke, aus der sie gekommen und in der Travis noch immer verborgen war.
Der Prinz blinzelte einmal, dann reichte er ihr das Kästchen. „Verbandszeug … es muss nicht ordentlich sein.“
„Warum geht Ihr nicht zu einem Arzt?“ Die Frage war ihr herausgerutscht, ehe sie sich daran hindern konnte. Eine Augenbraue wanderte hoch, doch der Prinz wirkte nicht verärgert, sondern eher belustigt, als er feststellte: „Doch nicht so schüchtern, was? Die Ärzte stellen zu viele Fragen … und zu viele Leute bekommen davon mit und machen ein riesen Aufheben um nichts. Es ist nicht schlimm.“
„Es sieht aber durchaus schlimm aus“, meinte Katie mit einem prüfenden Blick auf die Wunde an seiner Seite, während sie Mull und Tücher aus dem Kästchen zog. Die Augenbraue wanderte ein Stück weiter nach oben. „Interessant“, murmelte der Prinz. Dann winkte er wieder ab und ließ sich auf den Schemel sinken, damit Katie ihn besser verarzten konnte. Es missfiel ihr absolut, sich dafür zu seinen Füßen zu knien, aber es blieb ihr wohl nichts anderes übrig. „Ich bin vom Pferd gefallen“, erklärte er in normaler Lautstärke. „Es ist mir durchgegangen, aber in ein paar Tagen schon wird alles verheilt sein.“ Er fuhr sich mit einer Hand durchs Haar, um die dichten Locken aus seinen Augen zu schieben. Gegen ihren Willen verspürte Katie Mitleid mit ihm. Er sah so müde aus, so gezeichnet und erschöpft, dass sie sich sicher war, dass ihm nicht nur ein simpler Sturz vom Pferd zugestoßen war. Irgendetwas verheimlichte er … doch sie würde ihn nicht mehr lange genug am Leben lassen, um sich damit zu beschäftigen.

Sie tunkte ein Tuch in das Wasser und betupfte vorsichtig die Wunde damit. Vermutlich sollte sie sich über sein leises Keuchen daraufhin freuen, doch irgendwie konnte sie das nicht, sondern verspürte eher Mitleid mit ihm. In diesem Moment war er nicht der Prinz, sondern einfach nur ein verletzter junger Mann, der sich ihr anvertraut hatte, weil er zu keinem Arzt gehen wollte. Katie kannte sich recht gut mit Verletzungen aus, immerhin hatte sie selbst schon so einige erlitten: Ihr Training war hart gewesen und dort hatte es keine Ärzte gegeben, also hatte sie sich immer selbst um die Aufschürfungen, die Prellungen, die Blasen gekümmert. Auch nachdem ihr ehemaliger Meister gestorben und sie sich sich allein gestellt gewesen war, hatte sie keine Hilfe gesucht, wenn sie bei einem Auftrag mal wieder von einem Dach gefallen war. Das einzige Mal, als sie keinen Ausweg gehabt hatte, war sie blutüberströmt bei Clarisse gelandet. So waren ihre nun Handgriffe routiniert, ihre Bewegungen präzise. Trotzdem wagte sie sich nicht an Nadel und Faden, sondern wickelte nur einen Verband um die Seite des Prinzen, nachdem sie die Wunde gereinigt hatte, die nicht wirklich wie eine aussah, die man sich bei einem Sturz vom Pferd zuzog. Er saß die ganze Zeit über still, so still, dass sie manchmal nach oben an seine Brust blickte, um sich zu vergewissern, dass er überhaupt noch atmete.
Als sie fertig war, erhob er sich langsam, so als wären seine Glieder steif, und holte sich endlich ein neues Hemd. „Danke, Lacy.“ Er klang heiser. „Ich verlasse mich darauf, dass du kein Wort darüber verlieren wirst.“ Sein Blick auf ihr war ernst; keine Spur von dem Schalk, den sie auf dem Gemälde gesehen hatte. Überhaupt wirkte er so anders als dieser kleine Junge von damals – viel ernster und müder. So als handele es sich innerlich um zwei komplett verschiedene Menschen.
Sie nickte eilig. „Gewiss, Prinz. Kann ich sonst noch etwas für Euch tun?“
Der Prinz schüttelte den Kopf, den Blick auf etwas hinter ihr gerichtet. Eine Falte bildete sich auf seiner Stirn, als er kaum hörbar murmelte: „Und ich dachte doch …“ Dann straffte er die Schultern und schüttelte erneut den Kopf. „Nein, nichts, danke. Du bist entlassen.“

Katie konnte die Gemächer gar nicht schnell genug verlassen. Sobald sie außer Sichtweite war, lief sie nahezu fluchtartig los. Draußen atmete sie mehrmals tief durch, während sie versuchte, zu verarbeiten, was da gerade geschehen war, wobei ihre Gedanken seltsamerweise zu dem Wäschekorb wanderten, den sie nicht fertig aufgeräumt hatte.
Es dauerte nicht lange, bis Travis folgte. Katie hatte erwartet, dass es ewig dauern würde, bis er sich hinausgeschlichen hatte, doch zu ihrer Überraschung tauchte er nur wenig später neben ihr in ihrer stillen Ecke auf. Auch er sah erschöpft aus, dabei hatte er doch die ganze Zeit nur tatenlos hinter den Kleidern des Prinzen gestanden.
„Wie bist du so schnell heraus gekommen?“ Katie bemühte sich, die Neugierde aus ihrer Stimme zu verbannen.
Achselzuckend winkte Travis ab, eine Geste, die sie aus irgendeinem Grund an den Prinzen erinnerte. Sobald sie diesen Gedanken jedoch gefasst hatte, war er auch schon wieder verschwunden. „Connor war müde und hat sich gleich hingelegt. Er schläft jetzt.“
Ehe Katie sich darüber wundern konnte, dass er den Prinzen beim Vornamen genannt hatte, hatte er ihre Hand ergriffen und zog sie mit sich. „Komm. Wir haben eine Aufgabe.“



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so viel dazu, ich lade hier wahrscheinlich wöchentlich hoch, sorry :') ich war wieder allgemein nur wenig am Laptop und die Korrektur von längeren Kapiteln ist auch zeitintensiver als bei anderen, deshalb erst jetzt. Mir ist übrigens auch aufgefallen, dass ich mal geschrieben habe, es sind 6 Kapitel, aber es müssten doch nur 5 sein, das hatte ich mir irgendwie falsch gemerkt ^^' also jetzt dann nur noch zwei, die eigentlich auch mal ein großes waren, das dann aber wieder mal ausgeartet ist, so dass ich es getrennt habe. Ich fange an, die Story immer mehr zu mögen, obwohl sie nur so dahin geschrieben war, ohne fürs Hochladen gedacht zu sein, aber irgendwie finde ich so das Setting gar nicht mehr so schlecht :D ich habe jetzt ein bisschen Praktikums- und Bewerbungszeugs vor mir, aber ich gebe mir auf jeden Fall Mühe, trotzdem nächste Woche das nächste Kapitel hochzuladen, damit hier keine allzu lange Pause entsteht; immerhin ist schon alles fertig geschrieben. Also bis hoffentlich bald <3
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