Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Vom Töten

von Sira-la
Kurzbeschreibung
SammlungDrama, Schmerz/Trost / P18 / Gen
Det. Nick Burkhardt Kelly Burkhardt OC (Own Character) Teresa "Trubel" Rubel
02.06.2022
17.07.2022
17
4.336
5
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
02.06.2022 472
 
Simon spürte, wie seine Haut aufplatzte, als die Äste gegen sein Gesicht und seine Arme peitschten. Dennoch beschleunigte er seine Schritte. Er durfte seine Beute nicht aus den Augen verlieren. Der verdammte Klaustreich terrorisierte das Dorf schon viel zu lang. Heute würde es enden. Es war Simons erste Mission und er würde nicht versagen.
Simon tastete nach dem Messer in seinem Gürtel, als er eine Lichtung erreichte, doch bevor er es ziehen konnte, prallte plötzlich ein Körper gegen ihn. Simon stürzte zu Boden. Der Klaustreich kniete fauchend über ihm, hob eine Hand und zog seine scharfen Krallen quer über Simons Schulter.
Simon schrie auf. Adrenalin strömte durch seine Adern und verstärkte seine Kraft. Er schubste den Klaustreich von sich und zog sein Messer.
„Mit dem Messerchen willst du mich töten, kleiner Grimm? Mich?!“ Der Klaustreich lachte spöttisch.
Bevor Simon wusste, wie ihm geschah, lag er erneut auf dem Boden. Das Messer war aus seiner Hand verschwunden. Im hohen Gras wäre es selbst dann nur schwer auszumachen gewesen, wenn Simon nicht die Zähne und Krallen des Wesens von seiner Kehle fernhalten müsste. Irgendwie schaffte er es, den Klaustreich ein zweites Mal fortzustoßen und wieder auf die Beine zu kommen. Nervös sah Simon sich nach seinem Messer um. Natürlich hatte er keine zweite Waffe dabei. Er war dem Klaustreich einfach blindlings gefolgt, als er ihn gesehen hatte.
Der Klaustreich lachte immer noch.
Mit bloßen Händen hatte Simon keine Chance gegen diesen Kerl. Er drehte sich um und rannte zurück in den Wald. Nur ein kleines Stück entfernt hatte er einen Baum gesehen, der ihm nun helfen konnte. Lange Efeuranken wickelten sich um den Stamm. Simon griff nach einer davon. Mit aller Kraft zog und zerrte er daran, bis sich eine der Ranken löste.
„Komm raus, komm raus, kleiner Grimm!“ Das gehässige Lachen des Klaustreichs traf Simon bis ins Mark. „So einen feigen Grimm wie dich hab ich noch nie gesehen.“
Simon ballte seine Hände zu Fäusten. „Und ich hab noch nie so einen haarigen Reinigen gesehen“, rief er zurück.
„Du wagst es …“ Der Klaustreich tauchte voll gewogt zwischen den Stämmen auf.
Simon grinste spöttisch. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals, aber er würde sich seine Angst nicht anmerken lassen. Er war ein Grimm und er hatte eine Waffe.
„Was willst du mit dem Grünzeug?“ Der Klaustreich ließ Simon keine Zeit für eine Antwort. Er sprang.
Im letzten Moment gelang es Simon, auszuweichen. Er dachte nicht nach. Er wickelte die Ranke um den Hals seines Gegners. Dann zog er an den Enden, weiter und weiter, bis der Körper des Klaustreichs erschlaffte.
Simon ließ die Ranke los. Zufrieden sah er auf das tote Wesen zu seinen Füßen. Sein erster Mord war erfolgreich gewesen. Nun war er tatsächlich ein Grimm.

~ 456 Wörter ~
~ ein Mord mit einer grünen Waffe ~



Link zum Projekt
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast