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Fixing Charlotte 2

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P18 / Mix
OC (Own Character) Sabaton
31.05.2022
31.05.2022
2
2.450
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31.05.2022 1.092
 
Prolog

Jocke und Chris waren für ein paar Tage verreist und Charlotte verbrachte die Zeit mit Pär. Er hatte nicht viel Zeit für sie, aber das war für sie in Ordnung. Sie hatte Louise, die ihr tagsüber Gesellschaft leistete, sie kauften Essen und Kleidung für sie, machten Ausflüge zur Gruva und nach Runnsjön. Gegen fünf Uhr verabschiedete sich Louise mit dem Versprechen, am nächsten Morgen um neun wiederzukommen, also auch an diesem Tag. Gegen sieben, Pär und Charlie saßen beim Abendessen und unterhielten sich, wie immer, sehr gut, klingelte es an der Tür. Charlotte zuckte zusammen, die Türklingel machte sie immer noch nervös. Pär drückte ihre Hand und stand dann auf.

"Guten Abend", hörte Charlotte eine Männerstimme, "wir sind von der Polizei."

"Wollen Sie nicht reinkommen? Was führt Sie her?", Pär war wie immer überaus höflich, "hier entlang." Charlotte hörte Schritte, die vom Eingang in Richtung Wohnzimmer führten, und duckte sich die Treppe hinauf. Wenig später hörte sie Pär rufen: "Charlie, kommst du mal kurz her?" Sie brach in kalten Schweiß aus, ohne zu wissen, warum. Mit leicht zittriger Stimme rief sie zurück: "Bin gleich da", und ging ins Bad, um sich kaltes Wasser über Gesicht, Hals und Schädel laufen zu lassen.

Als Charlotte das Wohnzimmer betrat, sah sie Pär mit zwei Beamten, einem Mann und einer Frau, am Tisch sitzen. Sie setzte sich neben Pär, der ihren plötzlichen Stimmungsumschwung bemerkt haben musste und ihr unter dem Tisch die Hand drückte.

"Sie sind Charlotte?", fragte die Beamtin nicht ganz unfreundlich. Unfähig, ein Wort zu sagen, nickte Charlotte.

"Ich bin Anna Berggren", stellte sie sich vor, "wir haben eine anonyme Anzeige gegen Ihren Cousin Chris Rörland erhalten, dass er Sie entführt hat." Charlies Atem blieb mir im Hals stecken. Jannik, dieser Mistkerl. Wahrscheinlich hatte er sich hinter meine Mutter geklemmt. Eine solche Aktion war ihr durchaus zuzutrauen. Von einem Moment auf den anderen wurde sie wütend.

"Um das klarzustellen", begann sie mühsam kontrolliert, "Chris hat mich nicht entführt. Jannik, mein Ex, hat mich ins Krankenhaus geschlagen und ich habe Chris angerufen, damit er mich da rausholt. Mein Ex war zu dem Zeitpunkt schon dort, und ich hatte wirklich Angst, dass die Sicherheitsleute ihn beim nächsten Mal nicht rechtzeitig abfangen würden... Der Typ ist gefährlich, eine ganze Reihe von Anzeigen wegen Körperverletzung, auch schwere. Wahrscheinlich hat er sich hinter meine Mutter geklemmt, das würde zu ihr passen."

"Warum sollte Ihre Mutter so etwas tun?"

"Dank meines Vaters und ihr war ich schon mal mit einem Verbrecher verheiratet. Sie wollte vor allem nicht hören, dass er mich missbraucht. Als ich schließlich den Absprung schaffte ... sagen wir einfach, ich hatte seitdem keine Eltern mehr. Sie haben mich verstoßen... ich glaube, das ist das richtige Wort. Wenn ich Chris nicht gehabt hätte, hätte ich ins Frauenhaus gehen müssen." Charlotte brach erneut der Schweiß aus. Sie stand auf und ging in ihr Zimmer, um die gerichtsmedizinischen Fotos zu holen. Schweigend reichte sie sie Anna und ihrem Kollegen über den Tisch. Die Beamten machten große Augen vor Entsetzen.

"Das, meine Damen und Herren", erklärte Charlie ironisch, "war Jannik. Vielleicht verstehen Sie jetzt, dass ich mich lieber entführen lassen würde, als dorthin zurückzukehren."

"Soweit wir wissen, haben Sie eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkt", mühte sich Anna, ihre Fassung wiederzuerlangen.

"Allerdings", knurrte die zierliche Frau, "was glauben Sie, warum er zu meiner Mutter gegangen ist? Er will mir das Leben so schwer wie möglich machen."


Als die Beamten weg waren, nahm Pär meine Hand und drückte sie: "Gut gemacht."

Sie versuchte ein unsicheres Lächeln, "Danke..." Der Adrenalinstoß ebbte wieder ab, und sie bemerkte, dass ihr die Tränen kamen.

"Ich war nicht annähernd so selbstbewusst, ich war nur wütend", erklärte sie und schniefte.

"Ich weiß", streichelte Pär ihre Wange. Und sie brach wirklich in Tränen aus.

"Wir müssen Chris sagen, dass es eine Anzeige gegen ihn gibt", fuhr er fort, nahm sie in den Arm und streichelte ihren immer noch fast kahlen Schädel.

"Aber sag ihm nicht, wie fertig ich bin, sonst kommen sie gleich nach Hause", bettelte Charlie, den Kopf an seine Schulter gelegt, die Stimme zittrig. Schließlich wollte sie, dass die beiden ihren Urlaub genossen!

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Chris wütete: "Der kann was erleben! Und meine Tante, diese falsche Schlange, auch!"

"Pär hat uns versichert ...", begann Jocke.

"Charlie wird ihn darum gebeten haben, so wie ich sie kenne."

"Da hast du vielleicht recht, aber es deutet darauf hin, dass sie möchte, dass wir noch eine Weile bleiben. - Schatz, deine Cousine ist eine erwachsene Frau. Wenn wir jetzt dort aufschlagen, wird sie denken, dass wir sie nicht ernst nehmen. Außerdem hat sie doch Pär und Louise!"

Zögernd antwortete Chris: "Du hast wahrscheinlich recht. Aber ich kann einfach nicht aus meiner Haut!" In hilfloser Wut schlug er seine Faust mit voller Wucht gegen die Wand. Bevor er dies ein zweites Mal tun konnte, packte ihn der Sänger am Handgelenk.

"Pass auf deine Hände auf", brummte er, "du brauchst sie zum Gitarre spielen." Chris warf ihm einen finsteren Blick zu.

Joakim ließ sein Handgelenk los, nahm sein Gesicht in beide Hände und sah ihn liebevoll aus seinen waldgrünen Augen an. Dann legte er seine Lippen auf die von Chris. Er flüsterte ihm ins Ohr: "Entspann dich, Schatz!", schob Chris' langes braunes Haar zur Seite und küsste seinen Hals. Dieser spürte leicht saugende Lippen und eine Zunge, die über die Haut darunter strich und dann herumwirbelte. Und tatsächlich, Chris entspannte sich. Ermutigt verstärkte Joakim den Sog seiner Lippen und biss leicht in die Schulter seines Freundes. Ein leichtes Stöhnen war die Antwort; Jocke biss fest zu und ließ seine Zunge über die Stelle wirbeln.

Chris seufzte und schob seinen Freund sanft von sich: "Ich kann mich einfach nicht entspannen. So sehr ich es auch möchte."

"Müssen wir also zurück?", seufzte Jocke angesichts von Chris' gluckenhaftem Verhalten.

"Ich fürchte ja", schnitt Chris eine Grimasse. Immerhin wusste er, dass Charlie nicht nur Pär und Louise in Falun hatte, sondern auch Thobbe, die beiden Daniels und Peter, der in Borlänge wohnte. Mitsamt Partnern. Aber wie er sich selbst kannte, würde er keine Ruhe haben, bis er seine Cousine gesehen hatte.

"Also gut. Fahren wir."
 
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