Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

In ein paar Tagen wird alles besser

Kurzbeschreibung
OneshotRomance, Schmerz/Trost / P12 / MaleSlash
Leopold "Butters" Stoch
31.05.2022
31.05.2022
1
598
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
31.05.2022 598
 
„Lev 18,22: ‚Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.‘ "Bradley biss sich auf die Unterlippe. Wiederholte das gesagte immer und immer wieder in seinem Kopf, doch einen Sinn darin sah er nicht.

Er zuckte leicht und schrieb den Satz noch einmal ab. „Lev 18,22: ‚Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.‘ " Seine Sicht war vom Schlafmangel schon leicht verschwommen und er zitterte ununterbrochen. „Nur noch drei Tage", flüsterte er zu sich und wünscht sich grade nichts mehr als bei Butters zu liegen und seinen Duft einzuatmen. Seit Tagen verzichtete er auf fast jede Form der Nähe zu seinem Freund, denn das Risiko erwischt zu werden war nicht nur hoch, sondern die Folgen wären fatal. Trotzdem, die Verlockung war groß, ein paar Meter von ihm entfernt schlief Leo nämlich seelenruhig und ließ ihn mit all seinen Bedürfnissen allein klarkommen.

Fast sofort wollte sich Bradley dafür ohrfeigen. Das waren böse Gedanken und er würde hier niemals rauskommen, wenn er diese Gedanken nicht in den Griff bekam. Außerdem war Butters ja auch nicht begeistert davon, das erkannte man schon allein daran, dass er überdurchschnittlich viel Zeit im Bad verbrachte.

Er drückt sein Gesicht in sein Kissen und stöhnte laut und verzweifelt auf. Ihm war gerade völlig egal, wer ihn hören konnte.

„Bradley?" Leo drehte sich um und blinzelte müde. Es war definitiv viel zu früh. Er langte zu seinem Nachttisch, nahm sich sein Handy und schaltete es ein. Die plötzliche Helligkeit ließ ihn blinzeln. „Es ist 1 Uhr 43. Kannst du wieder nicht schlafen? Willst du zu mir ins Bett kommen?" fragte Leo, setzte sich auf und machte seine Nachttischlampe an. „Lev 18,22: ‚Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.‘ " Bradley klang wie ein Roboter als er diesen Satz sagte und wenn Leo es nicht besser wüsste würde er denken das Bradley in manchen Momenten näher an einem Roboter war als an einem Menschen.

Er wurde stärker als die anderen darauf getrimmt nicht selbst zu denken, sondern das anzunehmen, was ihm die Betreuer sagten. Leo seufzte, machte sein Nachtlicht an und betrachtet Bradley wie er auf seinem Bauch lag, den Kopf auf seinem Kissen und ihn anstarrte als wäre er das schönste, was es auf der Welt gab. Wenn er ihm bewusst machen würde, was er da tat, würde Bradley wahrscheinlich ausrasten.

Das Licht der Nachttischlampe beleuchtet ihn gut genug, damit Bradley seine nackte Brust betrachten konnte. Leo lächelte in sich hinein. Nur noch drei Tage dann war das alles vorbei, dann würden sie nach Hause gehen, bis dahin musste Leo aufpassen das Bradley ruhig blieb, nicht zusammen brach und das sie bei nichts erwischt wurde, damit sie nicht länger bleiben mussten.

„Es fühlt sich nicht wie ein Gräuel an, weißt du…“, Leo lächelte schwach eh er weitersprach, „Wenn du neben mir liegst, dann fühle ich mich weniger allein in dieser großen Welt. Du fehlst mir, dabei bist du nicht einmal drei Meter von mir entfernt. " Man konnte es kaum erkennen, doch Bradley liefen Tränen über die Wangen:„ Du fehlst mir auch." Leo sah seine innere Zerrissenheit. „Weißt du Brad ich glaube, es ist kein Gräuel. Gott hat uns alle doch erschaffen, warum sollte Gott uns alle zu Sündern machen, wenn er selbst nicht auch ein bisschen schwul ist.“ Leo stand auf und setzte sich zu Bradley an die Bettkante. „In ein paar Tagen sind wir hier raus, weißt du? Dann wird alles besser.“
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast