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Starscream [Top Gun Maverick]

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
30.05.2022
06.08.2022
28
21.095
3
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06.08.2022 1.704
 
Warum es letztendlich Rooster und nicht Hangman wurde, war einfach wie simpel. Goose. Es lag schlicht und ergreifend an Mavericks alten Wingman.

'Ihr Ziel ist eine eindeutige und akute Gefahr. Eine geheime Urananreicherungsanlage eines Schurkenstaates. Ein unterirdischer Bunker versteckt zwischen diesen beiden Bergen. Ihre Angriffsroute ist schwer bewacht durch Bodenluftraketen und Jägern der fünften Generation. Sobald Ihr F-18 Schwarm die Grenze überquert, beschießt die U.S.S. Lady Golf parallel mit Tomahawk Rakete die feindliche Basis hier. Dadurch wird deren Rollfeld zerstört. Aber Sie müssen mit Flugzeugen rechnen, die in der Luft patrouillieren. Sobald die Tomahoks einschlagen, weiß der Feind, dass Sie kommen. Ihre Zeit bis zum Ziel ist zwei Minuten und dreißig Sekunden. Brauchen Sie länger, werden Sie zum Ziel von Flugzeugen, die eventuell von den Tomahawks verfehlt wurden.' "Wenn du stirbst, bekomme ich dann dein Flugzeug?", stellte sich Kim neben Mitchell als dieser über seine F/A-18 strich.

"Weil ich es ja dann nicht mehr brauche", worauf Pete wissentlich zu nicken begann, "Ein Grund mehr, nicht zu sterben."

"Vielen herzlichen Dank", der Captain gönnte ihr wohl überhaupt nichts, fügte die Stimme in Kims Kopf ironisch hinzu, "Spiel nicht den Helden.... oder, mach was Dummes."

Eine Sache, in der Maverick extrem gut war.





•●•





Um sich das, im Kontrollraum zu ersparen setzte sich Kim an die Kante des offenen Cockpits von Jakes F/A- 18 Fliegers und ließ ein Bein hinunterbaumeln.

"Ist dies deine Art zu zeigen, dass du glücklich bist, dass ich nicht fliegen darf?", wollte Jake von Kim wissen, nachdem diese einigermaßen rutschfest saß.

"Im Kontrollraum würde ich es nicht aushalten", schüttelte Kim den Kopf, "Nicht in der Konstellation und ich würde mit Sicherheit irgendwann hinausgeschmissen werden, wenn es zu einer Meinungsverschiedenheit kommen sollte."

"Kann ich mir überhaupt nicht vorstellen", witzelte der blonde Pilot und schaute zu der Braunhaarigen hoch, die ihm einen nüchternen Blick schenkte, weil es dermaßen witzig gewesen war, "Ich glaube daran, dass die es schaffen werden. Alles wird gut."

"Wir werden sehen", man sollte den Tag schließlich nie vor dem Abend loben, daher wollte Kim lieber abwarten, "Wir werden sehen."

Da Kim nicht sonderlich optimistisch klang, klopfte Jake ihr mit der Hand auf den Oberschenkel als Zeichen dafür, dass sie ruhig ein wenig positiver denken könnte.





•●•





"Dagger One startklar an Katapult eins.", war Mitchell über den Funk in Jakes Hornet zu hören.

"Dagger Reserva in Bereitschaft.", meldete sich Jake daraufhin.


Die beiden Dagger Four, Payback und Fanback, und Three, Phoenix und Bob, meldeten sich ebenfalls bereit, wie auch Dagger Two, Rooster. Kurz darauf folgte die Startfreigabe und Bestätigung, dass die Dagger erfolgreich abgehoben und nun in der Luft seien, erfolgte keine dreißig Sekunden später.

Was von nun an geschah, würde bloß noch über Funk zu hören und zum Teil, auf dem Radar im Kontrollraum zu verfolgen sein.





•●•





Da der Luftraum frei war, daher sanken die vier Dagger unter den Radar und würden in den nächsten sechzig Sekunden, das Feindgebiet erreichen. Auf Mitchells Zeichen wurden die Tomahawks losgeschickt, welche innerhalb einer Minute einschlagen werden. Noch ehe die Raketen einschlugen und die feindliche Landebahn zerstörten, begann der Flug auf den Bunker und die zweieinhalb Minuten zu laufen.

Laut Mitchell war die erste Raketenbasis über ihnen und nach Phoenix Worten, war die Radarerfassung negativ, worauf Pete direkt meinte, dass dem nicht sicher war.

Die nächsten Sams Geschütze folgten auf drei Uhr, wo ihnen noch zwei Minuten blieben und die Tomahawks dreißig Sekunden bis zum Einschlag bräuchten. Zu diesem Zeitpunkt gab es die Meldung, dass es zwei feindliche Flugzeuge gab, welche jedoch südwestlich flogen und somit, sich von dem Squad entfernten.

Bis jetzt. Was sich jede Sekunde ändern dürfte, wenn die Tomahawks die Landebahn erreichten.

Der Einschlag erfolgte; die beiden Flugzeuge auf Patrouille machten auf Anhieb kehrt und wie von Mitchell zu hören war, hing Rooster hinten dran.

Eine Minute Vorsprung.

"Er versteht es nicht", sagte Kim, die mit leicht zusammen gekniffenen Augen auf die schwarze Box in der Hornet schaute, " 'Wenn du denkst, bist du tot'. Es ist etwas, was Pete immer wieder sagt. Es ist zu viel für Rooster. Seine Gedanken kreisen um all das, was passieren könnte."

"Er fängt sich schon wieder", wäre schlecht, wenn nicht, dachte Kim bei Jakes Worten, "Er weiß, was von dieser Mission abhängt.

Hoffentlich. Es war schlicht weg, zu hoffen.

In dreißig Sekunden würde sich herausstellen, ob Petes Wunder Nummer eins wahr werden würde oder es scheiterte.

Erst als zu hören war, dass das Ziel getroffen war, atmete Kim aus und schloss vor Erleichterung die Augen.

Diese Erleichterung hielt allerdings nicht lange an, denn es gab bei Rooster, Payback und Fanboy Probleme. Nicht nur, dass diese hinterher hingen, auch der Laser zur Zielerfassung besaß eine Fehlfunktion, sodass es ein 'Blindschuss' wurde.

Es brauchte nicht lange, da wurde Wunder Nummer zwei bestätigt. Der Bunker war somit zerstört. Da blieb nur noch, das wahre Wunder übrig.

Die Todeszone zu überleben.





"Wenn wir wieder Zuhause sind, haben wir ein richtiges, erstes Date.", war es von Jake zu hören.

"Abgesehen davon, dass dies, nicht gerade der beste Augenblick dafür sein dürfte, ist es schön zu hören, dass du, selbst wenn du es versuchst, dich nicht änderst", entgegnete Kim, die bloß kurz zu Jake geschaut hatte, " 'Wenn wir wieder Zuhause sind, haben wir ein richtiges, erstes Date'. Es ist...."

"Wenn wir wieder Zuhause sind, gehen wir dann, auf ein richtiges, erstes Date?", fragte Jake, der verstanden hatte, worin Kim Problem lag, "Ich bin nicht lernresistent, auch wenn du dies glauben magst."

"Gut zu wissen.", in diesem Punkt vielleicht, dachte Kim, bei anderen Dingen, sah womöglich anders aus.





•●•





Stille. Es folgte Stille.

Kein Zwischenstatus. Nichts.

"Dagger One getroffen", drang die aufgebrachte Stimme von Phoenix auf einmal aus dem Funkgerät, "Ich wiederhole. Dagger One getroffen."

"Nein. Ah ah, nein, das, nein", begann Kim zu stottern, die es nicht glaubte, weil dies nicht möglich sein konnte und lehnte Phoenix Mitteilung ab, "Auf keinen Fall. Nein."

"Maverick wurde abgeschossen.", wurde es von der panischen Phoenix wiederholt.

"Dagger One Status?", erkundigte Rooster mit panischer Stimme, "Status? Sieht ihn jemand?"

'Sieht ihn jemand?'

Nein, auch keinen Fallschirm, laut Payback.





•●•




Anordnung zum Rückzug für die übrigen drei Daggers, da die feindliche Patrouille in einer Minute bei ihnen war. Zu einem Luftkampf durfte es nicht kommen, ansonsten würden nur die auf dem Schiff lebendig an Land zurückkehren.

"Dagger Spear, erbitte Starterlaubnis zur Luftraumsicherung.", dabei machte sich Jake bereit zum Start bereit, erhielt aber keine Freigabe.

"Es wird schon.", doch es war Kim anzuhören, dass es das Letzte war, woran sie glaubte.

"Eine Minute ist gar nichts", merkte Jake entrüstet an, der es nicht fassen konnte, dass ihm keine Starterlaubnis gegeben wurde, um das zu tun, wofür dieser eingeteilt wurde, "Du hast es selbst gehört. Selbst Maverick würde keinen Kampf mit einer F-18 eingehen."

"Und worin sitzt du gerade?", stellte Kim die Gegenfrage, um dem Piloten das Training zurück ins Gedächtnis zu rufen, "Nichts tun oder etwas aushalten, gehört mit zu den schwersten Dingen, die es gibt. Jeder von denen weiß, worauf er sich eingelassen hat. Wir müssten abwarten."





•●•






Mit Befehlen hatte es Rooster es offensichtlich nicht. Die Bestätigung, ob Dagger two verstanden habe und zurückkehrte, blieb aus, stattdessen war wenig später zu hören, dass immer wieder nach ihm gefragt wurde und keine Antwort kam.

'Dagger Two getroffen'.

Ob es jetzt die Patrouille war, die schneller als erwartet war, oder weitere Sams, wusste niemand.





•●•




Mit angehalten Atem starrte Kim auf das Funkgerät. Mehr tat sie nicht. Es wollte einfach nicht ihren Kopf.

Das Undenkbare war eingetreten. Ne. So einfach? So einfach stirbt doch Pete Mitchell nicht.

Hinzukam Bradshaw Junior. Beide tot?

Die Sekunden wurden zu Minuten, in denen nichts zu hören war. Keine Neuigkeit nichts. Das einzige, was geschah, war, dass Phoenix, Bob, Payback und Fanboy zur Landung ansetzen.

'Sir? Wir empfangen ein Signal von Roosters Notfallsender. Scheint aber eine Fehlfunktion zu haben.... doch Sir, aber er bewegt sich mit Überschall.' Die Luftraumüberwachung meldete eine F-14 Tomcat in Kurs auf den Flugzeugträger.

"Ach, scheiß was drauf", wurde Kim von Jake in die Gegenwart gerufen, der begann seine Maschinen vorzubereiten und sie noch schnell, für einen Kuss, hinunterzog, "Wir sehen uns in fünf Minuten wieder."

"Was hast du vor?", langsam rutschte Kim an dem Metall der Hornet herunter und schaute anschließend, mit der Hand an der Stirn, hoch zu Jake, als sie auf dem Boden stand, "Du nimmst dir jetzt aber nicht ein Beispiel an Pete. " "Zusehen, dass zwei Pechvögel nach Hause kommen", sagte Jake noch schnell, "Alleine bekommen die es anscheinend nicht auf Reihe."

Zügig verließ Kim die Start- und Landebahn; hob die Hand, als die F-18/A ans Katapult gespannt wurde und Jake zum Abschied, mit Zeige- und Mittelfinger, zweimal gegen seinen Helm tippte.





•●•




An einem der Funkgeräte der Crew am Deck, verfolgte Kim das Geschehen, wobei es nicht viel zu verfolgen gab, bis auf jenen Knall, der nach einigen Minuten zu hören war.

"Guten Tag Ladys and Gentleman", drang die gut gelaunte Stimme von Jake aus dem Funkgerät und dank seiner Wortwahl und des Tons, wusste Kim, dass dort oben etwas geschehen, was gar nicht gut für dessen Ego war, "Hier spricht Ihr Retter. Bitte legen Sie die Sicherheitsgurte an, klappen Sie ihre Tische nach vorn und machen sich bereit zur Landung."

"Hey Hangman", folgte ein lebendiger Rooster, "Siehst gut aus."

"Ich bin gut Rooster", das war Kims Bestätigung, dass es Jakes Ego dort oben bestärkt worden war, "Ich bin sehr gut. Wir selbst uns an Deck."

"Der wird ebenso wenig erwachsen werden wie Mitchell.", entfuhr es Kim schnaufend.
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