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Serena und Chase - Die ersten Hungerspiele

von arisains
Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Het
OC (Own Character)
30.05.2022
30.05.2022
4
11.024
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30.05.2022 2.188
 
„Serena, schnell wach auf! Sie kommen!", höre ich meine Mutter panisch. „Wer kommt?", murmle ich verschlafen. Doch dann traf es mich wie der Blitz. Das Kapitol. Sie bombardieren uns. Ich sprang auf und eilte meiner Mutter hinterher. Bombardierungen, Tot, Leid. Das war der Alltag den  uns Distrikt 13 zufügte. Sie fingen vor 2 Jahren an zu rebellieren. Gegen das Kapitol. Gegen die anderen Distrikte. Gegen alles.  Mein Zuhause ist, nun ja oder viel mehr war Distrikt 1. Meinem Vater gehört eine der Edelsteinmienen in denen die meisten von 1 arbeiten, dementsprechend sind oder waren wir eher gesagt wohlhabend und haben das Glück, dass unser Haus einen Bunker besitzt.. „Hier lang, schnell!", ruft mein Vater und öffnet eine Bodenluke im Garten, die den Bunker verdeckt. Nachdem ich die schmalen Treppen runter hechtete, fielen schon die ersten Bomben. Mein Vater schloss die Luke und ich hörte meine Mutter rufen: „Wir holen dich wenn alles vorüber ist, wir lieben dich!"

Eine Bombe nach der anderen fiel vom Himmel und riss unschuldige Menschen in den Tod. Nach einer gefühlten Ewigkeit hörte ich eine vertraute Stimme schreien. Mum. Ich rannte schnell die Treppen hoch und öffnete die Luke. Meine Gedanken kreisten nur darum meine Mutter zu finden. Um mich herum fielen weitere Bomben doch das kümmerte mich nicht. Ich rannte die Straße entlang, um mich herum Leichen und eingestürzte Gebäude. „Serena!", höre ich sie schreien, meine Augen suchten alles ab und dann sah ich sie. Meine Mutter blutete fürchterlich, dann sah ich, dass ihr ein Bein fehlte, meine Kehle schnürte sich zu und ich sank neben ihr auf  die Knie und fing an zu weinen. „Hör mir zu. Serena bleib stark. Finde deinen Vater, er bringt dich in Sicherheit. Er wird dich in den Wald führen, zu einer Hütte und da bleibst du, hast du verstanden?" Ich nickte und sie zog sich an mich. Ihr Herz schlug spürbar langsam und ich versuchte irgendwie die Blutung zu stillen, doch das war vergebens. „Ich liebe dich. Dich und deinen Vater. Hier nimm das.", sie drückte ihr Amulett an mich und es scheint, als wäre ein Augenblick später all ihr Leben ausgelöscht. "Mum! Mum nein!", ich schrie verzweifelt auf und fing unkontrolliert an zu weinen, als ich realisierte, dass sie für immer fort ist. Als ich mich verzweifelt nach meinem Vater umsah entdeckte ich, dass eine Gruppe Soldaten auf mich zu kamen.  Ich nahm das Amulett und stopfte es in meine Jackentasche, bevor ich aufsprang und los sprintete.

Bevor ich in die Nähe der abgelegenen Häuser komme, merke ich wie mich ein Soldat verfolgte und einholte, er kam auf mich zu und grinste gehässig. Vor lauter Angst stolperte ich und fiel zu Boden, der Soldat nutze die Chance und bäumte sich über mich. Ich hielt das Amulett fest und schloss die Augen. Ich wusste, dass dies nun mein Ende ist und fing stumm an zu weinen. Vor Angst und vor Hoffnung. Ich werde wieder meine Mutter und meinen Vater sehen und dieser Gedanke ließ mich lächeln. „Lass Sie in Ruhe!", höre ich meinen Vater schreien. Mein Kopf drehte sich in seine Richtung und sein Anblick erfüllte mich. Er war noch am Leben. Der Soldat reagiert nicht drauf und kommt weiter auf mich zu, die Machete in der Hand und auf meine Hüfte gerichtet. Ich schaute ihn an und fing an zu zittern. Bevor er die Klinge ganz in die Hüfte rammen konnte stoßt mein Vater ihn zur Seite und nahm ihm die Waffe aus der Hand. „Ich sagte lass sie in Ruhe!", schrie er und stellte sich schützend vor mich. Der Soldat grinste und zog eine  Pistole raus und bumm. Mein Vater stöhnte vor Schmerz auf und sackte zu Boden. „Dad!",schrie ich und robbte neben ihn. „Nein, bitte bleib bei mir, ich brauche dich!", flehte ich ihn an. „Es. Es tut mir leid, Serena. Es tut mir so leid.", stammelt er. Der Soldat kam wieder auf mich zu und Ich schrie um Hilfe und ein Junge nicht viel älter als ich kam zu uns, stoß den  Soldaten weg und rammte ihm ein Messer ins Herz. Ich fing an zu zittern  und der  Junge kam auf mich zu, nahm mich auf den Arm und trug mich weg. Er legte mich in einen ausgehöhlten Baumstamm und strich mir die Haare aus dem Gesicht. „Bleib hier und mach dich nicht bemerkbar, ich komme wieder." ,flüstert er und als er gehen will halte ich ihn fest. „Wie heißt du?", flüsterte ich erschöpft. Er lächelt mich an drückt mir einen kleinen Metallanhänger in die Hand. „Falls ich nicht mehr komme und alles vorüber ist, suche mich." ,mit diesen Worten wandte er sich ab. Als er weg war sah ich den Anhänger an und las seinen Namen. Chase. Er war genauso wie ich gerade erst 8 Jahre alt und er hatte mir das Leben gerettet. Vor lauter Erschöpfung schlief ich ein.



Schreiend wachte ich auf und schaute mich panisch um. „Hey, ganz ruhig Serena.", versucht mich Cheryl zu beruhigen. Cheryl ist meine Zimmernachbarin auf dem Internat in dem alle Waisen von Distrikt 1 nach der Rebellion untergebracht wurden. Die Rebellion ist nun knapp 10 Jahre vorbei und Chase kam nicht mehr zurück. Ich träume fast jede Nacht davon und frage mich, ob er noch lebt. Ich verdanke ihm mein Leben. Und ich konnte mich nicht einmal bei ihm dafür bedanken. Ich streiche mir eine Träne aus dem Gesicht und nehme das Amulett meiner Mutter in die Hand, daran habe ich den Anhänger von Chase ebenfalls befestigt. Cheryl schaut mich an und nimmt meine Hand. „Schon wieder der Traum?", flüstert sie und ich nicke leicht. „Ich muss ihn endlich finden..." ,antworte ich leise und sie lacht ein wenig auf. „Du weißt aber schon dass die meisten die Rebellion nicht überlebt haben oder?" Ich schaue sie böse an und realisierte, dass sie damit recht haben könnte. Trotzdem gab ich die Hoffnung nicht auf. „Ein Versuch ist es Wert, er hat mir das Leben gerettet." Sie lächelt einfühlsam und schaut den Anhänger an. „Wir haben hier einen Chase, er ist sogar in unserem Alter. Chase Tyree müsste er heißen, ich bin mit seinem Bruder Jimmy  gut befreundet." ,fängt Cheryl auf einmal an. Ich springe auf und eile zu meinem Kleiderschrank. „Serena du weißt schon, dass es grade mal 6 Uhr ist.", lacht sie und ich schaue auf die Uhr. „Und um die Uhrzeit sind die meisten wach und joggen." Auf unserem Internat haben wir einen strengen Plan, da wir wie in Distrikt 2 eine Ausbildung bekommen um uns auf die Nächste Rebellion, die hoffentlich nie kommen wird, vorzubereiten.

Ich ziehe mir meine Trainingshose und ein weißes Top an, schlüpfe in eine Strickjacke und meine Stiefel, gehe ins Bad und bereite mich auf den Tag vor. Als ich fertig bin stehen zwei Junge Männer in unserem Zimmer und ich bleibe wie angewurzelt stehen. „Cheryl was ist hier los?", frage ich sie und sie grinst. „Serena das sind Jimmy und Chase Tyree, du wolltest sie etwas fragen." „Schieß los.", sagt der größere von beiden. Ich ziehe das Amulett aus und zeige ihnen den Anhänger. „Er sagte mir, dass ich Ihn suchen soll, falls er nicht mehr kommt. Er hatte mir das Leben gerettet und ich konnte mich nie bei ihm bedanken.", sagte ich leise und bemerkte, wie der ältere blass wird. „Chase ist alles okay?", fragt Jimmy, doch Chase ignorierte ihn und kommt auf mich zu. Chase legte seine Hände behutsam auf meine Wangen und starrte mir tief in die Augen. „Lasst uns einen Moment alleine." Ohne widerrede verschwanden die zwei und er mustert mein Gesicht. Ich fing an zu zittern und er lächelt. „Ich kann es nicht glauben...", flüsterte er und strich mir eine Strähne hinter mein Ohr. „Du bist noch am Leben. Ich kam damals zurück, so wie ich es versprochen hatte, doch du warst nicht mehr da. Ich hasste mich dafür, dich alleine gelassen zu haben. Wir hätten dich suchen müssen, nachdem die Rebellion zu ende war, doch ich hatte Angst, dass du tot wärst und habe dich aufgegeben. Doch jetzt stehst du vor mir und...", verstummte und ich legte meine Hand auf seine Brust. "Ich lebe noch und ich habe es dir zu verdanken.", sagte ich einfühlsam und sah nur, wie er mich anlächelte. Dieses Lächeln ließ mein Herz schneller schlagen und ich starrte ihn an.  Chase zog mich in seine Arme und legte seinen Kopf auf meinen. „Ich habe dir es doch versprochen, dass ich wiederkomme. Nun bin ich da. Ich lasse dich nicht mehr allein." ,flüstert er und gibt mir einen Kuss auf die Stirn. Eine Weile blieben wir so stehen, bis er sich löste und den Anhänger nochmal ansah. „Willst du ihn wiederhaben? Ich brauche ihn ja nun nicht mehr.", flüsterte ich sanft und er schüttelt den Kopf. „Nein behalte ihn. Bitte." Er half mir dabei die Kette anzuziehen und berührte dabei sanft meinen Nacken, was mir eine Gänsehaut verpasste.

Als die Glocken klingelten schauen wir uns verwirrt an. Es war zu früh für Durchsagen.  „Liebe Schüler, heute entfällt der Unterricht, da die Trainerausbildung heute stattfindet. Wir haben uns lange überlegt, wer daran Teilnehmen darf. Hier die Namen aller die diese Ausbildung machen dürfen: Justin Friley, Bryce Jones, Chase Tyree, Rick Anderson, Jimmy Tyree,  Annie Blossom, Cheryl Jones, Arya Magson, Serena Arpatit und Anya Griffin. Bitte meldet euch bei Interesse in 5 Minuten im Trainingsraum." Chase strahlte und seine grünen Augen leuchteten wie Smaragde, was in mir eine wohlige wärme ausbreiten ließ. "Bist du bereit für die Trainerausbildung?", meinte er freudig und ich nickte. "Natürlich. Und du? Bereit dein können zu zeigen?", grinste ich und er lachte auf, nahm meine Hand und zog mich mit in Richtung Trainingsraum. Im Trainingsraum standen schon alle und warteten nur auf uns. Wir stellten uns zu Jimmy und Cheryl dazu und warteten auf den Ausbilder. Als der Ausbilder herein kommt  musterte er uns alle. „Gut nun dann lasst uns Anfangen. Geht bitte zu zwei zusammen. Ich teile euch ein. Justin und Rick, Bryce und Cheryl, Chase und Jimmy, Annie und Anya und dann noch Serena mit Arya." Ich schluckte und merkte wie ich mich versteifte. Arya Magson ist die Freundin von Chase und sie kann es überhaupt nicht leiden, eine andere Frau neben ihm zu sehen. Ich hoffte innig, dass sie nicht gesehen hat, dass er mich an der Hand hielt als wir reinkamen, sonst werde ich nicht mehr glücklich. „Na los, geht zusammen jetzt!", schreit er und ohne ein Ton stelle ich mich zu Arya. Ich linse ab und an zu Chase und versuche mir die Angst nicht anmerken zu lassen. „Du und Chase also. Du weißt schon, dass wir zusammen sind? Ich mach dir dein Leben dafür zur Hölle!", flüstert sie und ich zucke zusammen. Am liebsten würde ich den Raum verlassen, mich in mein Zimmer einsperren und nie wieder rauskommen.  „Wir fangen mit einfachen Übungen an. Die erste Lektion lautet wie man sich wehrt wenn man angegriffen wird." Er kommt zu uns und sagt: "Arya du greifst Serena bitte an und du wehrst dich." Ich nicke und Arya griff mich gleich an und stoßt mich zu Boden, schlägt auf mich ein. Der Trainer steht daneben und beobachtet das Szenario, ohne zu bemerken, dass ich keinerlei Chance habe mich zu wehren. Erst als ich vor schmerzen aufschreie, schreitet er ein und zieht Arya von mir. Ich krümme mich vor Schmerzen und bemerke einen Blutfleck oberhalb der Narbe, die ich seit der Rebellion bei mir trage. Der ganze Raum ist still und ich sehe nur noch wie Chase auf uns zugestürmt kommt und sich neben mich kniet, rechtzeitig bevor ich das erste mal mein Bewusstsein verliere. „Hey, Serena! Bleib bei mir!", ruft er panisch und ich komme wieder zu mir, als er mich auf den Arm nimmt. „Was soll das?", brüllt er und drückt mich behutsam an sich. „Was läuft da zwischen euch beiden? Du vergisst wohl, dass du schon eine Freundin hast! Du Mistkerl, ich wusste, dass du nicht treu sein kannst!",brüllt sie zurück und will sich aus dem griff des Ausbilders befreien. „Du meinst wohl Ex-Freundin und nur, dass das klar ist: zwischen uns läuft nichts, ausser das ich ihr bei der Rebellion das Leben gerettet habe und ich für sie da war, als sie niemanden mehr hatte! Und ich werde immer für sie da sein, das habe ich ihr versprochen.", Arya schaut mich wütend an, reißt sich vom Trainer los und stürmt auf uns zu und schlägt weiter auf mich ein. Chase stoßt sie mit dem Fuß weg und der Trainer, sowie Jimmy halten sie fest, bis zwei Friedenswächter kommen und sie mitnehmen. „Ich bringe dich um du Schlampe!", schreit sie noch und ich merke wie mir schwindelig wird und ich in Chase's Armen zusammensacke.
 
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