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Wie man seine Koalition (nicht) aufbaut

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 / Gen
OC (Own Character)
28.05.2022
02.10.2022
23
208.354
14
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22.09.2022 7.827
 
Der Rat und die Sicherheitskräfte hatten die Halle geräumt. Schon seit Stunden gab es draußen eine Triage für alle, die sich untersuchen lassen wollten. Die Anhörung wurde offiziell für diesen und den nächsten Tag vertagt. Die meisten Besucher gingen einfach in ihre eigenen Königreiche, um sich zu erholen und zu berichten. Alle Alfea-Schüler wurden nach Linphea geschickt, um an deren Unterricht teilzunehmen. Das Klasse von Nebula und Blade hatte jedoch darauf bestanden, dass ihre Klasse bleiben durfte, da die Sicherheit hier viel besser war, obwohl einige Attentäter durchgekommen waren. Und niemand konnte wissen, ob die Angreifer versuchten, über ihre Freunde und Familien an Blade heranzukommen. Abgesehen von dem heftigen Wutanfall von Blades Eltern, welche an einen sicheren Ort eskortiert wurden, um die Anhörung dort zu verfolgen, sobald sie fortgesetzt wurde. Da sie von allen möglichen Zielen sie schließlich die schwächsten waren. Und es gab nichts, was Flaxa tun konnten, um ihrer Tochter zu helfen.  Blades Mutter, war wie eine Harpyie gewesen, als sie so sanft wie möglich aus Alfea herausgeführt geführt wurde. Während Trevan, ihr Vater, als Wächter selbst den Sinn dahinter natürlich verstand. Dennoch machte er vehement klar, dass er alle halbe Stunde ein Update haben wollte. Councillor Aithlin war stinksauer, dass die Sensenkinder es irgendwie an seinen Männern vorbei geschafft hatten, und er ließ es sie wissen. Außerdem forderte er mehr Sicherheit von seinem Orden in Yggdrasor an. Zu allem Überfluss musste eine weitere Gruppe von Councillorern vom Magie Rat entsandt werden, um den Vorfall in Alfea zu untersuchen. Viele der zwölf Councillorer waren darüber ziemlich stinkig, aber Gesetz war Gesetz, und in diesem Fall waren sie ebenso Zeugen wie jeder andere Mensch oder jede andere Kreatur im Raum. Im Moment jedoch zankten sie sich mit Griffin, Shanna und Faragonda bei den Ratsitzen.
"Hey, wagen Sie es nicht, mir das anzuhängen!" Griffin zischte: "Ich sagte bereits, sie ist einmal Berserk gegangen. Und ich habe das sofort unterbunden. Die Verletzungen, die diese Närrin erlitten hat, haben nichts mit uns Hexen zu tun."
              Councillor Neptun verschränkte die Arme: "Ach ja, wie kommt es dann, dass die Sensenkinder jeden angreifen, nur nicht Sie, Frau Direktorin? Adel aus Desertia, zwei Kronzeugen Feen, sogar die Bauern, aber kein einziger Kratzer bei einem von euch. Zufall? Ich glaube nicht", er blickte Griffin finster an.
"Das kann genauso gut eine Täuschung gewesen sein. Natürlich wird jedes Adelshaus nach Bestrafung verlangen. Wahrscheinlich wollten die Angreifer genau das", Shanna blickte in den Raum. Ihr Kopf pochte immer noch. Sie war in einem Überraschungsangriff von mehreren Leuten bewusstlos geschlagen worden durch Psi-Angriffe, genau wie Faragonda. "Diese Ziele wurden nicht zufällig ausgewählt..."
              "Das werden sie nie", fügte Councillor Shiri hinzu. "Ich bezweifle sehr, dass diese kleinen Racker das Geld oder das Wissen hatten, die Sensenkinder anzuheuern, um Lady Philopa anzugreifen, nur weil die Dinge nicht so liefen, wie sie wollten. Und dennoch gibt es für Lady Philopa keinen Grund, sie auf die Kinder loszulassen. Sie hatten nichts konkretes in der Hand gegen sie. Dieser Ring war ein Glücksfund. Oder haben Ihre Professoren, Schulleiterin Faragonda, absichtlich keine Hilfe geleistet und Lady Eshe sterben lassen?" Sie grinste verlegen. "Im Bericht stand doch ein Horrorschleim."
"Natürlich nicht! Also bitte, Councillor Shiri, meine Mitarbeiter würden niemals das Gesetz in die eigene Hand nehmen. Wenn sie sagen, sie hätten sie nicht gespürt, haben sie es nicht. Und wie sollten sie auch? Horrorschleime sind bekannt dafür, dass sie den Hexenwald durchkreuzen. Keiner weiß, welche Beute sie gemacht haben, es sei denn, man will ihn aufschneiden. Ihre Priorität war es, die Schüler sicher rauszubringen."
              "Und doch war es korrumpiert. Sie hätten die schwarze Magie spüren müssen", fügte Councillor Neptun wütend hinzu.
"Unwahrscheinlich", entgegnete Griffin ihm kalt, "es war ausgehungert und wenn es nur einen Feen Snack bekommen hatte, hätte es die Korruption mit seiner Energie aus der Verdauung zurückhalten können."
              "Ihr wisst furchtbar viel über diese Kreaturen, Schulleiterin Griffin", merkte Councillor Gadiel schlicht an.
"Es ist mein Wald, über den ich wache. Natürlich weiß ich sowas..." Griffin seufzte.
              "Und doch ist Lady Eshe an Euch vorbeigeschlichen", grinste Councillor Votzaak. "Werden Sie alt?"
"Ihr habt Runen, die Sensenkinder ist an euch vorbeigeschlüpft. Werdet ihr alt?" knurrte Griffin zurück.
Councillor Neptun gefiel der Ton gar nicht: "Ihr..."
              Virion saß neben Blade auf dem Boden. Er war der beste Heiler in der Wächtergruppe und hatte von Councillor Aithlin den Auftrag erhalten, Wache zu halten, während sie mit den drei Damen sprachen. Er hielt Blades Hand, um ständig den Puls zu prüfen. Es war ihm gelungen, seine Heilmagie gezielt auf die inneren Blutungen anzuwenden, damit Blade nicht in ihrem eigenen Blut ertrank, ohne dass er die Magie direkt einwirken ließ, es war im Grunde auf die seltsamste Weise geronnen, und deshalb funktionierte ein Lungenflügel nicht. Dennoch konnte er nichts mehr tun, um sie zu heilen. Er wartete achtsam darauf, dass sich ihr Drion- und Mana-System stabilisierte. 'Komm schon, wach schon auf ... Ich kann das in einer Sekunde in Ordnung bringen, wenn du nur ...' Er sah, wie ihre Augen zuckten. "Endlich."
Alle Blicke wanderten zu Virion und Blade. Sie alle entspannten sich sichtlich. Councillor Aithlin war am nächsten dran, trat auf die beiden zu und kniete nieder. "Gute Arbeit, Virion."
              "Sie ist noch nicht über den Berg, Meister Aithlin... Das zeigt nur, dass ihr Körper noch nicht den Bach runtergeht. Und die Gegenmaßnahmen zeigen ihre Wirkung. Es wird dauern, bis sie..." Er hörte auf zu reden, der Puls wurde auf einmal stärker. Eines seiner Augen leuchtete auf, als er Blade untersuchte. 'Was? Aber das ist doch ... Drion Regeneration setzt ein ...'
"Was ist los?" Faragonda drängte sich durch die Councillors, nur um erleichtert auszuatmen. "Dem großen Drachen sei Dank ... erschrecken Sie mich nicht ohne Grund. Councillor Eaden, können Sie die Nachricht an ihre Eltern weiterleiten?"
              "Schulleiterin Faragonda", Virion erhob sich, um sich ihr zuzuwenden, "bei allem Respekt, was verschweigen Sie mir? Ich bin ihr Heiler. Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, um zu schweigen. Wenn Ihr wollt, dass ich Eure Schülerin rette und nicht aus Versehen alles noch schlimmer mache, müsst Ihr es mir jetzt sofort sagen." Virion hatte so etwas noch nie gesehen oder gar darüber gelesen. Sicher, es gab einige Feen mit höherer Drion-Regeneration, aber das war auf dem Niveau einer Hexe. "Selbst wenn sie eine Gesinnung hat, ist ihre Drion-Regeneration für eine Fee ungewöhnlich hoch.  Sie sollte nicht so stark sein."
Faragonda fehlten die Worte, wie sollte sie die dunkle Feenform erklären? Sie hatten sich so sehr bemüht, die Information nicht nach außen dringen zu lassen, bis sie Antworten hatten. Doch sie hatte nichts darüber gefunden, wie diese Feenform zustande gekommen war.
              "Was. Erzählen. Sie. Mir. Nicht?" fragte Virion erneut. Er war angespannt und verärgert. Der Rat schien dieses Gefühl ebenfalls zu teilen. Alle starrten Faragonda an.
"Damit das klar ist, das war nicht meine Schuld. Sie hat bereits-" antwortete Griffin aus heiterem Himmel sehr defensiv.
              "Ich weiß", antwortete Shanna ruhig.
"Du weißt es!? Seit wann?" Faragonda konnte das nicht glauben, und Griffin auch nicht.
              Shanna gluckste: "Seit dem Interview, das ich geführt habe."
"Du machst wohl Witze? Ich habe dich im Vertrauen gefragt, ob du mir noch etwas sagen kannst", sagte Schulleiterin Faragonda, der es schwerfiel, ruhig zu bleiben, was so gar nicht zu ihr passte.
              "Und ich habe dir gesagt, dass es mir leid tut, dass ich dir keine besseren Nachrichten geben kann", wiederholte Shanna ihre Worte.
"Kannst? Ha!" Councillor Shiri inspizierte ihre Krallen. "Sie haben es euch also gesagt, und ihr solltet die Klappe halten ... und habt es getan."
              "WEN INTERESSIERT‘S?!" Virion hatte dagestanden und den Damen beim Zanken zugesehen, aber der Rat hatte sich selbst in die rätselhaften Gespräche eingeschaltet. Also verlor er irgendwie die Fassung: "Spuck's schon aus. Damit ich meinen Job machen kann... Oder ist es wichtiger, Geheimnisse zu wharen, als IHR LEBEN."  Er starrte sie alle an.
Faragaonda seufzte kurz, "Blade Ashfallow, hat eine permanente dunkle Feenform im-"
              "WAS!?!" Alle schrien aufgeregt, waren angespannt und bereit zu kämpfen. Obwohl Blade am Boden lag und sich nicht bewegte. Aber mit schwarzer Magie war selbst von einem Kind nicht zu spaßen.
"... Im wörtlichen Sinne. Wir sprechen nicht von schwarzer Magie", beendete Schulleiterin Faragonda ihren Satz.
              Shanna nickte: "Ms Ashfallow ist bei allen Gelegenheiten, bei denen sie diese dunkle Feenform benutzt, Herrin ihres eigenen Geistes. Ich habe es überprüft. Und nein, Councillor Eaden, ich habe nichts übersehen."
Schulleiterin Griffin fügte schnell hinzu: "In der Tat. Es handelt sich einfach um die gute alte dunkle Magie ... nun ja, fast ..."
              "Fast?" Virion fiel es schwer zu begreifen, was er gerade gehört hatte. Dennoch brauchte er alle Informationen, die er bekommen konnte: "Was meint Ihr mit fast? Ist es so oder ist es nicht so?"
Griffin suchte nach Worten, "Es ist und ist nicht... nun, wie soll ich es sagen... Im Gegensatz zu Hexen oder anderen weiblichen Anwendern dunkler Magie kann sie sich mit ihrer dunklen Magie mit der Natur verbinden. Sie hat sie häufig benutzt, um sich mit dem Wolkenturm zu verbinden."
              "..." Virion starrte Griffin an. "Es ist also eher eine Art Paladin- oder Zauberer-Magie?"
"Nein", antwortete Griffin kurz. "Sie ist extrem auf der Drion-Seite. So wie die Feen extreme Mengen an Mana verbrauchen. Sie ist das Gegenteil von allem, was ihr über Feen wisst, nun ja, wahrscheinlich... Wir hatten keine Zeit, es genauer zu überprüfen oder herauszufinden."
              "Okay..." Virion war verwirrt. "Das Gegenteil von Fee... großartig", er seufzte und drehte sich um, um seinen Patienten zu untersuchen und seinen Ordensmeister abzulösen, der an seiner Stelle Blades Vitalwerte überwacht hatte. 'Iolas!'
'Wow, nicht so laut?' antwortete Iolas in ihrem psychischen Wächterchat.
              Virion knirschte mit den Zähnen. Er legte seine Hand auf Blade, war sich aber nicht sicher, ob oder wie viel Magie er ihm zuführen konnte: 'Holt Lady Nebula her, sofort. Ich brauche jemanden, der wirklich weiß, womit ich es hier zu tun habe. '
              'Was machst du...?'
'Tu es einfach ... ich bin damit beschäftigt, sie nicht zu töten, frag Aithlin', knurrte Virion verärgert. Er wollte nicht denselben Fehler wie Votzaak machen.
              Councillor Cahagan war immer noch verblüfft und befand sich mitten in der Diskussion: "Moment mal, wir reden also nicht von einer dunklen Fee. Aber eine dunkle Feenform... Warum in Magix ist keiner von euch mit dieser Information zum Magie Rat gekommen? Ihr wisst doch alle, dass solche Dinge gemeldet werden müssen."
"Ich bin ihr Therapeut, kein Spitzel. Sie ist weder für sich noch für andere eine Gefahr. Ich würde niemals ihr Vertrauen in mich missbrauchen", regte sich Shanna auf. "Politiker ... tch."
              "Als ob ich nichts Besseres zu tun hätte. Ich habe Faragonda Bescheid gegeben, damit war meine Pflicht beeendet. Zieh mich nicht in diese Scheiße rein", Griffin wies alle Vorwürfe zurück.
Faragonda schloss die Augen: "Ich bitte um Entschuldigung. Ich wollte einfach nicht, dass sie die Gunst von euch allen verliert. Nur weil sie eine neue... unkonventionelle Verwandlung freigesetzt hat." Sie hielt inne: "Außerdem, kann irgendjemand hier sagen, dass ihr anders gehandelt hättet, wenn einer von euren Leuten eine Kraft manifestiert hätte, die eigentlich nicht möglich sein sollte? Oder würden Sie zuerst nach Antworten suchen?"
              Councillor Aithlin seufzte: "Das macht es nicht richtig, Schulleiterin Faragonda. Wir geben den Schulen bereits einen großen Spielraum, um Probleme selbst zu lösen. Dieses Vertrauen darf nicht missbraucht werden. Sie sind schon lange genug Schulleiterin, um das zu wissen."
Nebula kam mit einigen Wachen in die Halle gerannt. Sie raste nach vorne und um die Ratstisch herum: "Blade!" Keine Antwort. Iolas hielt sie zurück, bevor sie mit Virion zusammenstoßen konnte, als sie irgendwie auf den Knien zu ihr rutschte. "Was ist passiert? Was ist mit ihr los, Zombix! Ich, ach verdammt..." Sie hatte sich ausgeruht, seit sie bewusstlos geworden war und war immer noch etwas groggy. Sie war gedankenlos wie ein Blitz aus ihrem Zimmer gestürmt, nachdem die Wachen sie geweckt hatten und sie einfach aufgefordert hatten, bei der dunklen Feenform von Blade zu helfen, bevor sie sterben würde.
              "Zombix?" Councillor Votzaak legte den Kopf schief, "Es hat also einen Namen?" Er blickte Faragonda an, doch sie war ebenso überrascht wie Griffin.
"Konzentriere dich, vergiss die", wandte sich Virion ruhig an Nebula. "Sie hat ihr Mana und Drion - ich meine Körperenergiesystem - zum Bersten gebracht." Er wusste nicht, dass Nebula den Begriff Drion kannte. "Ihr Körper kann keine Magie speichern. Wenn ich sie heile und sie entweicht, kann die Magie wieder Amok laufen. Das wollen wir nicht... Verstehst du?" Er hielt kurz inne. "Also, was waren ihre letzten schweren Verletzungen? Was weißt du über die Form? Wie wurde sie aktiviert? Alle Feenformen haben eine Bedingung. Du weißt, wie sich ihre dunkle Magie anfühlt, ich muss das richtige Verhältnis finden. Wenn ich zu viel Drion oder Mana verwende, bringt das ihr System wieder aus dem Gleichgewicht. Und Ihr wollt doch jetzt nicht verlieren, oder? Nicht nach all den Tragödien, die Ihr bisher ertragen musstest. Ich möchte helfen, aber ich kann diese Art von Schaden nicht heilen, wenn ich nicht weiß, womit ich es zu tun habe."
              Nebula war etwas perplex, 'Was hat Blade den Wachen erzählt? Ah...' Sie ballte die Fäuste, "Eh- urgh, gut... Es ist vor allem keine schwarze Magie." Nebula stellte diesen Punkt zuerst klar. "Blade hatte diese riesige Infektion und wurde mehrmals wiederbelebt. Wir haben alle ein paar Mal Ausbrennen benutzt, aber gezählte haben wir nicht wirklich... denn wir hatten Zauberer im Palast, die uns sofort wieder aufgeladen oder geheilt haben. Es war kein Problem... Ehm, eh, sie kann Berserk gehen. Sie hat einmal ihre Flügel geopfert, um mehr Drion im Turm zu bekommen. Sie hat auch schon einen Arm geopfert, einen Finger auch. Generell frisst diese dunkle Magie ihre Ausdauer viel zu schnell auf. Die Zauberinnen konnten sowas problemlos heilen, soweit ich das beurteilen kann. ...Sie ist wirklich schlecht im Umgang mit dieser dunklen Magie. Sie hat ständig ihre Winx-Form übernommen, bevor Griffin und Organa ihr geholfen haben. Sie hat sich also gebessert. Organa sagte, sie verbraucht nicht genug Mana für ihre Zaubersprüche. Deshalb explodieren ihr die Zaubersprüche manchmal im Gesicht... ehm... wir haben es geschafft, Stimme der Natur in eine dunkle Version zu verwandeln, was ohne Probleme funktioniert hat. Ich würde sagen, dass sie in ihrer Zom-Dunkelfeen-Form stärker ist, was die Körperverstärkungsmagie angeht... ehm......Der Turm mag sie wie ein Haustier? Ich weiß nicht ... warte, das könnte helfen." Nebula sprang auf ihre Füße. Sie benutzte etwas metamorphe Magie und verwandelte sich in Blades Zombix-Form. "Hilft das!? Ich weiß nicht, was ich euch noch sagen soll. Ich..." Nebulas Gedanken rasten, um Informationen zu finden.
Alle hatten aufmerksam zugehört. Das war das ehrlichste, was sie seit langem von den beiden gehört hattenund tatsächlichen Informationen am nächsten kam. Councillor Eaden starrte sie an: "Du hältst immer noch Informationen zurück. Woher wissen Sie, dass es Zombix heißt?"
              Nebula grinste hilflos: "Na ja... komm schon, es sieht aus wie ein Zombie und alle Formen enden auf -ix. Also ... ich habe es einfach ausgewählt ... es war damals lustig ..."
"Sie wissen es also nicht..." Councillor Eaden klang ein wenig enttäuscht. "Councillor Votzaak, Sie kennen sich hier am besten mit dunkler Magie aus. Was sagen ... geht es Ihnen gut?"
              Councillor Votzaak starrte auf Nebula oder vielmehr auf die Illusion, die sie geschaffen hatte, und reagierte nicht auf Eaden. Er sah aus, als hätte er einen Geist gesehen.
Aithlin gefiel das nicht: "Councillor Votzaak?" Er trat näher an ihn heran. "Was ist los?"
              "Ich dachte, es sei ein Scherz..." Councillor Votzaak blickte weiter auf die Erscheinung vor ihm. "Mein Großvater kannte einen Kerl ... einen alten verrückten Kerl, er lebte in irgendeinem Wald. Er hatte immer die verrücktesten Geschichten... die meisten erwiesen sich von Anfang an als falsch oder durchgeknallt. Im Alter wurde er dement. Aber dann fing er an, immer eine Geschichte von einer dunklen Fee zu erzählen, die er liebte und aus Versehen getötet hatte. Je älter er wurde, desto mehr schwor er, dass seine Liebe zurückkam, um ihn heimzusuchen, aber das war einfach nicht der Fall. Mein Großvater grub tatsächlich die alten Aufzeichnungen aus. Darin stand, dass die betreffende Fee einen schrecklichen Tod erlitten hatte und von einem feindlichen Zauberer zu Asche verbrannt worden war. In jenen Tagen bekämpften sich die Königreiche ständig und ohne Gnade. Aber die Beschreibung ohne Glitzer und mit unheimlichen grünen Flügeln... wie ein Geist... wie ein Schatten. Ja, Shadion, das ist es! Der Bruder des alten Verrückten war ein Trunkenbold, der daraus eine Horrorgeschichte oder vielmehr ein Märchen gemacht hat. Er nannte die Heldin, eine Fee, Shadion... eine lächerliche Geschichte. Die Prinzessin trifft Prinzen. Sie kämpfen gegen den dunklen Phönix, aber am Ende tötet der Prinz die Prinzessin ohne guten Grund. - Und die Moral von der Geschicht': Vertrauen nicht - oder so ähnlich..."
              "Ha, in der Tat", lachte Griffin, "deshalb sagen die Hexen auch immer, Sei nicht dumm, Vertrauen bringt dich immer um."
"Ach ja, so enden die Geschichten der jungen Leute jetzt. Bei jedem Fest gibt es immer irgendeinen Idioten, der die Geschichte erzählt. Und sie wird jedes Mal falscher", nickte Councillor Votzaak.
              'Um Himmels willen, sind die alle so unfähig, wie soll mir das helfen, sie zu heilen!? ' Virion fluchte in den Psi-Link der Wachen.
'Du nimmst mir das Wort aus dem Mund", antwortete ihm Councillor Aithlin, bevor einer seiner Kameraden Virion warnen konnte, dass ihr Chef noch immer verbunden war.
              Councillor Eaden grinste Virion an: "Was braucht unser geschätzter Heiler denn noch?" Er hörte immer noch alle psi-Chats ab, wie es seine Pflicht war.
"Zu mindestens einmal die Zusammensetzung dieser dunklen Magie. Ich muss zuerst das Drion-System reparieren..." Virion blieb konzentriert, abgesehen von seinem sozialen Ausrutscher.
              "Jetzt aber", Faragonda hatte eine ganze Weile stillgestanden und hielt nun eine dunkle Flamme in ihren Händen. Sie hatte die Zeit genutzt, um das richtige Verhältnis zu finden und es Virion zu zeigen, während die anderen über alles Mögliche geredet hatten. "Meine Güte, das ist wirklich schwer. Es ist ewig her, dass ich die dunklen Künste angewandt habe..."
"Was zum..." Nebula starrte Faragonda an, die dunkle Magie benutzte. Es fühlte sich wirklich sehr ähnlich an wie das, was Blade benutzte. "Aber. was? Ehhhh..." Jetzt dämmerte es ihr. Der Grund dafür, dass Organa netter und viel geduldiger gewesen war. "Ihr seid..." Ein paar Leute starrten sie an, um sie zum Schweigen zu bringen.
              "Ich bin eine Großmutter Fee. Natürlich habe ich ihre Kräfte analysiert, als sie hier war. Das ist mein Job", beschwichtigte die Schulleiterin Faragonda.
Eines von Virions Augen leuchtete wieder auf und er starrte die Flamme an. "Endlich..." Er sammelte etwas Drion in einer Hand. '...jemand Kompetentes.' Die anderen Wachen grinsten kurz. "Und jetzt Ruhe bitte, ich muss mich konzentrieren."


"Guten Abend, Lady Avocet", belächelte Lady Philopa die Dame. "Ich hatte Mühe, Sie zu erreichen. Beobachtest ihr die Nachtvögel, wie immer?" Sie trat aus dem Schatten einiger Bäume hervor. Lady Philopa befand sich in einem der Stadtparks von Magix, der um diese Zeit menschenleer war. Sie hatte schon eine ganze Weile auf Lady Avocet gewartet.
              "Oooh, Lady Philopa, wie schön. Sollten Sie schon wieder auf den Beinen sein? Ich habe gehört, dass sich eine Fee den ganzen Tag über ausgeruht hat. Ihr seht auch noch ziemlich angeschlagen aus", begrüßte Lady Avocat von Songwind sie. "Hatte der Rat nicht eine Wache für euch aufgestellt?"
"Ach, wisst Ihr, ich ziehe meine eigenen Wachen vor. Sie fallen einem nicht so leicht in den Rücken", sie blickte die Dame finster an.
              "Nun, nach dem, was die Sensenkinder getan haben, ist niemand außer diesen Hexen sicher. Hinterhältiges Pack", Lady Avocet setzte sich auf eine Bank. "Habt ihr das gehört? Das ist eine Großohreule, sie ist ziemlich scheu. Komm, setz euch zu mir", sie winkte und signalisierte sich zu ihr auf die Bank zu setzen, und setzte sich selbst zuerst hin.
Zögernd gesellte sich Lady Philopa zu ihr: 'Ihr warst es, nicht wahr? Ihr habt einige eurer Kristalle benutzt, um den Angriff zu inszenieren. Die echten Sensenkinder können auf keinen Fall dahinterstecken. Sie versagen nicht so entsetzlich.'
              'Versagen? Ihr trefft mich schwer. Warum sollte ich jemals euren Tod wollen? Oder den der Feen oder der Bauern?' Lady Avocat schlug die Beine übereinander, als sie sich auf der Bank unter den Sternen entspannte.
'Tut nicht so unsculdig. Ich bin nicht blind. Lady Eshe hat es vermasselt, als sie sich auf einen Rachefeldzug begab und scheiterte. Aber die Feen haben nichts in der Hand. Esra ist ein Kind, niemand wird sie ernst nehmen. Ihre Ablehnung des Familienerbes ist nichts weiter als ein kindlicher Wutanfall. Wir alle haben geschworen, die Königreiche wieder zu den blühenden Königreichen zu machen, die sie einst waren. Starke Armeen mit viel magischer Macht, Könige und Königinnen, die sich tatsächlich gegen Bedrohungen wie Tritannus oder Valtor oder wer auch immer die nächste Bedrohung sein könnte, schützen können. Die Tötung des Königs und der Königin und diese blutlinienlosen Waisen war nur der Anfang für Desertia. Ich werde jetzt nicht wanken, nur weil ich meinen Mann verloren habe', Lady Philopa knirshte it den Zähnen. Der Verlust hatte sie schwer getroffen, aber ihre Wut war größer: 'Diese Feen sind erledigt. Ich werde sie vor Gericht zerquetschen. Sie werden es bereuen, jemals zurückgekommen zu sein.'
              Lady Avocet kicherte: 'Ihr seid also nicht als Spitzel hierhergekommen. Sondern um euch meiner Unterstützung und der der anderen zu versichern. Aber warum sollten wir überhaupt auf ein sinkendes Schiff springen? Es ist zu riskant, ich bin...'
'Das einzige wirkliche Problem, das wir haben, sind die Feen, die ihr in diesem Chaos nicht getötet habt. Mit ein bisschen mehr Finesse können wir sie loswerden. Die Hexen haben nichts weiter als die Aussagen dieser Bauern. Sie wollen einfach nur ihren Arsch retten. Sie brauchen keine Gerechtigkeit. Sie wollen sie nicht einmal, solange sie ihr unbedeutendes Leben leben können. Haltet mich nicht für dumm, ich weiß, ihr wolltet mich tot sehen. Aber wenn ich falle, werdet ihr alle irgendwann fallen. Wir brauchen uns gegenseitig', argumentierte Lady Philopa.
              Lady Avocet seufzte: 'Ich höre...'
'Wir opfern Shadaka, er ist ein Idiot. Er würde auf alles hereinfallen, im Gegensatz zu seinem Vater. Verdammt, was würde ich nicht dafür geben, den Hofmagier noch bei uns zu haben. Shadaka macht mehr Ärger, als seine Loyalität wert ist, und ist ein streitlustiger Hitzkopf. Wir schicken ihn, um die Feen zu ermorden als eines der Sensenkinder. Auf diese Weise sind sie tot und er wird getötet oder verletzt, das ist mir egal. Wenn die Feen tot sind, fällt der Fall der Hexen in sich zusammen. Und die Leute glauben bereits, dass der erste Angriff von den Hexen ausging, also werden wir alle unliebsamen Mitspieler bei der Anhörung los und schieben die Schuld auf die Hexen.' Lady Philopas Augen spiegelten sich im Mondlicht. 'Ihr habt doch sicher noch mehr Kristalle parat. Ihr seid doch keiner, der alles auf einmal verschwendet', schlug sie mit eiskaltem und grimmigem Ton vor. Sie war von sich und ihrem Plan überzeugt.
              'Hmmm', Lady Avocet lehnte sich zurück, 'Interessant... Ich habe diese Bürgerliche nie gemocht. Eine erbärmliche Ausrede für eine Fee. Ich habe einen roten Kristall, der ausreichen sollte. Aber das hängt alles davon ab, ob der junge Lord seine Deckung fallen lässt. Immerhin ist er ein Paladin', gefiel Lady Avocet dieser Gedanke.
Lady Philopa blickte auf den Rasen, über den eine Maus huschte: 'Er ist dumm wie Brot. Seine Magie ist schwach im Vergleich zu der seines Vaters. Shabaka schickte ihn immer auf einfache Missionen weit weg. Oder habt ihr jemals gehört, wie er mit seinem Sohn geprahlt hat? Glaubt es mir. Er ist gerade in einer Taverne, halb betrunken. Geht jetzt zu ihm und bereite alles vor. Er wird darauf erpicht sein, sich zu beweisen, nachdem ich ihn wegen seines Fehlers bei der Anhörung so hart gescholten habe.'
              'Nun gut, wie ich sehe, seid Ihr so kompetent wie immer und habt nur Pech mit Euren gegebenen adeligen Gesellen. Wir werden Euch unterstützen. Aber das wird Euch später, wenn Ihr auf dem Thron sitzt, einige Handelsrabatte kosten. Vergessen Sie das nicht", Lady Avocet stand im selben Moment auf, als eine Eule herabstürzte, um die Maus zu schnappen. "Wunderschön, nicht wahr? Stille Jäger der Nacht. Nun, ich fühle mich frisch. Guten Abend, Lady Philopa." Sie wandte sich ab, um zur Taverne zu gehen.


'Der Spektakuläre Ritter... Das ist eine Taverne? ...Meine Güte, was für ein Drecksloch, abgesehen vom Namen ist dieser Ort ein heruntergekommener...igitt,' Lady Avocet starrte auf die Bar im Rotlichtviertel. Sie setzte ihre Magie ein, um ihre Psi-Fähigkeit zu verbessern, und projizierte das Bild einer Frau in einem freizügigen roten Kleid. 'Ich würde mich niemals in so einer Absteige blicken lassen.' Sie kicherte laut und ging auf die Türsteher zu, die pfiffen und sie einließen, nachdem ihr einer kurz in den Hintern gekniffen hatte und sie darüber lachte. 'Du Mistkerl... Fokus, Avocet...Fokus...' Sie sah sich in der Taverne um, die mit fragwürdigen Leuten und Geschmäckern gefüllt war. Sie entdeckte Shadaka mit mehreren leeren und vollen Bechern vor sich, der sich an seinem Tischecke mit einigen Frauen unterhielt, die ihn gerade mit Nüssen fütterten, während sie sich großzügig Trinkgeld geben ließen.
              "Ich sage euch. Diese Sensenkinder... weißt du, alle haben geschrien und geschrien, und dann habe ich fünf auf einmal genommen und sie zurückgehalten. Und ich habe meine Magie eingesetzt und BAM! Alles wurde wieder normal..." Shadaka fing die nächste Nuss mit seinem Mund auf. "Ha ha, ich sagte doch, hundert! Nicht eine ist gefallen!" Die Mädchen kicherten.
'Fünf auf einmal? ...Pfff... er war auf dem Boden, bevor er es überhaupt bemerkte. Meine Güte... Philopa hat nicht gescherzt...' Avocet ignorierte die Pfiffe der anderen Tische und ging geradewegs auf seinen Tisch zu. Die anderen Mädchen sahen sie grimmig an. 'GEHT!' Sie übernahm das Kommando über sie. "Hallo, Shadaka..." Die Mädchen verließen langsam seinen Tischecke.
              "Ohh", der Paladin warf der Neuankömmlingin einen prüfenden Blick zu, "Du bist heiß...ist das die Spezialität, die ich bestellt habe?" Fragte er superbetrunken.
"Sicher..." Lady Avocet öffnete die Schnüre, die die Vorhänge zurückhielten, und sie fielen zu.
              "Oooh, direkt. Das gefällt mir", kicherte Shadaka und seine Wangen wurden rot.
Avocet schüttelte den Kopf und ließ ihre Projektion für ihn fallen: "Das wird nicht passieren."
'Junge... ' Er verschluckte sich an seinem Getränk. "Was machst du denn hier? Es ist nicht das, wonach es aussieht..." Er versuchte, sich zu konzentrieren.
'Was ihr mit eurem Geld und eurer Freizeit macht, ist nicht mein Problem.' Sie schaltete auf einen Psi-Link. 'Ich brauche eure Hilfe, mein Lieber. Die Hilfe eines starken und klugen Paladins wie euch. Sogar Lady Philopa braucht euch.'
              Shadaka machte einen Schlenker nach oben, "Aber natürlich, für euch Ladies alles", er unterdrückte ein Rülpsen, "ich bin ganz Ohr. Ganz Ohr... ahaha... ganz Geist wäre genauer, denn wir sprechen in...'
'In der Tat', Lady Avocet rieb sich ungläubig den Nasenrücken. 'Nun, ihr kennt die Sensenkinder. Wir haben sie benutzt, um zu versuchen, die Feen zu töten und es den Hexen in die Schuhe zu schieben, aber es ist fehlgeschlagen.'
              'Diese Dinger waren euer Werk?! Sie hätten mich fast umgebracht!' Er schrie so laut in den Psi-Link.
'Genau, fast. Das war von Anfang an unser Plan - natürlich mussten wir es gut aussehen lassen', erklärte Lady Avocet, auch wenn sie nicht sicher war, ob er ihren Standpunkt überhaupt verstehen würde.
              'Oooh schlau...' Shadaka grinste wie ein Possenreißer. Seine Konzentration war schon wieder weg. 'Es hat aber nicht funktioniert.'
'...Ja, eben... Also haben wir uns einen neuen, noch besseren Plan ausgedacht. Und Philopa sagte, er sei genau das Richtige für euch. Sie könnte sich niemand Besseren als euch vorstellen.'
              'Hat sie das?' Shadaka klang etwas verwirrt.
'Natürlich, ihr seid schließlich ihr treuester Verbündeter', Lady Avocet lächelte ihn charmant an.
              'Richtig, richtig ... Ja, das bin ich. Ha, Sie können auf mich zählen!' Er ergriff die Chance, sich zu rehabilitieren, oder vielleicht war er auch nur zu betrunken, um die Tragweite der Dinge zu begreifen.
'Nun, wir werden die Sensenkinder wieder einsetzen ... aber beim letzten Mal konnten wir nur schwache Menschen zu Sensenkindern machen. Dieses Mal geht ihr selbst als Sensenkind. Auf diese Weise könnt ihr in das Zimmer des Mädchens eindringen, wenn die Wachen mit den anderen Sensenkindern abgelenkt sind. Ihr könnt alle Feinde des Königreichs töten. Und das Beste von allem. Wenn ihr es als Sensenkind tut, könnt ihr nicht belangt werden, weil ihr unschuldig seid. Also, zwei Fliegen mit einer Klappe.' Lady Avocet erklärte den Plan kurz in seinen Grundzügen.
              'Das ... klingt nach einem Plan ... aber wie werde ich ein Sensenmann? Ihr braucht schwarze Magie und Psi. Ihr würdest erwischt werden, wenn sie unsere Psi-Verbindung abfangen. Councillor Eaden ist ... ', versuchte Shadaka zu denken, aber sein Kopf war hämmernd.
'Psssscht, kümmere euch nicht um die kleinen Details. Alles, was ich von euch brauche, ist, dass ihr diesen roten Kristall mitnimmt und euren Geist für mich vollständig öffnet. So kann ich einen Samen pflanzen', antwortete Lady Avocet ihm schnell, während sie einen roten Kristall auf den Tisch legte. 'Der Rest wird sich von selbst erledigen. Es sei denn, ihr fühlt euch der Aufgabe nicht gewachsen?'
              'Warum habt ihr das nicht gleich gesagt, das ist doch kinderleicht. Das kann ich auch betrunken!' Er scherzte. 'Nur zu. Macht es jetzt. Ich will sehen, wie es funktioniert!' Wie ein kleines Kind, das um einen Lutscher bettelte, griff er nach dem Kristall und ließ seinen Psi-Schutz aktiv herunter. Der Kristall leuchtete kurz auf und seine Augen wurden zu einem leeren Blick.
Lady Avocet hatte ihre Chance genutzt und mit einem winzigen Hauch schwarzer Magie, den niemand in diesem Drecksloch auch nur spüren würde, die vollständige Kontrolle über Shadaka übernommen. 'Oh, du bist wirklich ein Narr. Ich habe noch nie jemanden gesehen, der seinen Psi-Schutz so absolut und bedenkenlos aufgeben hat...', dachte sie bei sich. Shadaka hatte sich nicht in ein Sensenkind verwandelt, weil der rote Kristall eine andere Bestimmung hatte, aber das hatte er nicht gewusst. Er war jetzt nichts weiter als eine hirnlose Marionette. 'Jetzt hör mir gut zu. Du wirst den ganzen Tag hier bleiben und so viel Geld ausgeben, wie du willst, Wein trinken und dich amüsieren. Du wirst nicht zur Anhörung nach Alfea gehen. In der nächsten Nacht wirst du dich auf den Weg nach Alfea machen und diesen roten Kristall benutzen", sie schob ihm einen weiteren über den Tisch zu und nahm den anderen wieder an sich, '...Wenn du siehst, dass andere Sensenkinder die Wachen ablenken, wirst du diesen roten Kristall aktivieren, den ich dir gerade gegeben habe. Du verwandelst dich selbst in eines und gehst los, um Lady Nebula und Blade Ashfallow zu töten. Benutze alle Magie, die du aufbringen kannst. Und wenn du sie getötet hast oder wenn du versagst... bringst du dich selbst um.' Lady Avocet grinste teuflisch, als sie ihren Zauber sprach:  'Dies ist mein Auftrag, folge meinem Willen, denn mein Wille ist dein Wille.'
             'Das ist dein Auftrag, ich werde deinem Willen folgen, dein Wille ist mein Wille.', antwortete er ausdruckslos.
'Genieße nun deinen letzten Tag, meine kleine Marionette', Lady Avocet wartete, bis Shadaka den roten Kristall sicher weggesteckt hatte. Sie warf ihm noch ein paar Münzen zu. "Viel Spaß..." Sie schritt aus der Kabine und verließ das Etablissement.


Auf dem Weg zu ihrem Hotel machte Lady Avocet noch einen Abstecher durch einen weiteren Park und ließ sich wieder auf einer Bank nieder. Kurze Zeit später gesellte sich ein Mann zu ihr.
              'Also, machen wir weiter wie geplant?' fragte der Mann über seine eigene Psi-Verbindung.
Lady Avocet lächelte, 'Ja, hier ist das Amulett. Das sollte deine Psi-Fähigkeiten ausreichend verbessern, um deinen Job zu erledigen.'
              'Wir liegen also noch im Zeitplan?' Er war ziemlich nervös, als er das Amulett in seinen Händen drehte.
'Natürlich, das sind wir. Die Bombe befindet sich in dem Amulett; sobald man das Amulett benutzt, hat man fünf Sekunden Zeit. Diese Narren werden es nie kommen sehen', antwortete Lady Avocet mit einem zufriedenen Lächeln.
              Der Mann atmete aus: 'Und Sie versprechen, dass Sie mein kleines Mädchen aus allem heraushalten? Sie hatte nichts mit meinen Jobs zu tun. Sie werden sich um sie kümmern. Sie wird ein gutes Leben haben?'
'Natürlich, du hast die Papiere gesehen. Sie wird auf eine gute Schule gehen und einen Mann von höherem Rang heiraten. Genau wie du es dir gewünscht hast. Sie wird ihren Traum leben. Einen Traum, den du ihr aus einem Dimensiongefängnisses heraus nie bieten hättest können. – Vergesst aber nicht, dass wir alles über dich wissen. Wo du wohnst und womit du deinen Lebensunterhalt verdient hast. Wo du deine Finger im Spiel hattest... Wir wissen auch, wo sich deine Tochter jederzeit aufhält", Lady Avocet starrte den Mann grimmig an, 'Wir wollen doch nicht, dass ihr ein Unfall passiert, oder? Also, sei kein Narr und missbraucht dein kleines Geschenk nicht.'
              Der Mann knirschte mit den Zähnen: 'Natürlich nicht, na dann ... auf eine erfolgreiche Anhörung.' Er klappte das Amulett um seinen Hals. "Ich brauche einen Drink..."
"War es nicht das, was dich in Schwierigkeiten gebracht hat? ...Tja, schlechte Angewohnheiten lassen sich nicht so leicht ablegen", Lady Avocet stand auf und verschwand in der Dunkelheit des schwach beleuchteten Parks.


Die Mädchen waren im Zimmer von Nebula und Blade. Blade war erst am Abend richtig wach geworden. Virion war an ihrer Seite geblieben, bis sie erwacht war. Als sie wieder bei Bewusstsein war, hatte Virion sie einmal gründlich untersucht und dann das Zimmer den Mädchen überlassen. Die Mädchen waren erleichtert und konnten einfach nicht mehr schlafen. Alle hatten ihre Schlafsachen um Blades Bett herum platziert, um ein wachsames Auge auf sie zu haben. Und sie unterhielten sich immer noch mit Blade über alles Mögliche und natürlich auch über die Anhörung.
Blade streckte ihren Nacken, "... Verdammt, ich fühle mich so steif..."
              "Komm her, ich kann dir noch eine Massage geben", bot Dahlia an.
"Nein, nein, alles gut, ich fühle mich nur immer noch komisch..." Blade spürte, dass ihre Magie geschwächt war.
              Sienna sprang auf, "Ich sag der Wache bescheid."
"Ganz ruhig... wir haben ihn schon zehnmal reingeholt..." Nebula seufzte. "Er hat gesagt, der Rest ist einfach ausruhen. Und du darfst keine Magie benutzten." Sie blickte Blade an.
              " Ich hab's kapiert. Na gut ... Immerhin habe ich Ausbrennen in einer Situation, in der es um Leben und Tod ging, eingesetzt, wie Griffin es uns gesagt hatte. Woher sollte ich wissen, dass man es auch überstrapazieren kann? Es war ein Kampf nach dem anderen, weißt du", verteidigte Blade ihr Handeln.
"Ah ... das haben wir doch schon besprochen. Können wir nicht einfach mal feiern?", schmollte Snow, während sie sich auf ihrer Matratze wälzte.
              "Tss", grinste Rise, "Ich hoffe, die Jungs kommen schnell hierher. Wenn die Sensenkinder Amok laufen, sollten sie besser zurück zur Roten Fontäne... Ich kann nicht glauben, dass Lion nicht an sein Handy geht...uuurggh..."
"Vielleicht solltest du ihm nicht jede Minute eine SMS schicken, wenn er auf einer Mission ist?" Amber lachte laut auf.
              "Ja, es würde mich nicht überraschen, wenn er dich jedes Mal auf stumm schaltet, wenn er eine Mission beginnt", kicherte Blade.                          
"Ha, ha. Das würde er nie tun. Ich bin schließlich sein Glitzersternchen. Hmpf", verschränkte Rise ihre Arme.
              "Pssst, hört ihr das?" fragte Sienna die anderen.
Alle lauschten. "Ha, der Motor einer Eule. Hm, zwei, um genau zu sein", erklärte Blade stolz.
              "Das müssen sie sein!" Rise warf ihre Decke weg und stürmte auf den Balkon. Die Wachen gerieten in helle Aufregung, als sie sie wie ein wildes Pferd hinausstürmen sahen, entspannten sich aber, als sie zum Tor winkte. "Worauf warten die? Lasst sie herein." Sie funkelte die Balkonwächter an.  Kurz nach ihrer Beschwerde wurden die Jungs durchgelassen. Die Sicherheitsvorkehrungen waren um einiges verschärft worden. Die Jungs rannten durch den Innenhof und die Treppe hinauf.
"Hallo", die Jungs betraten das Zimmer, nachdem sie geklopft hatten, und gut zehn Minuten warten mussten, bis die Mädchen sich wieder angezogen hatten und das ganze Schlafzeug in einer Ecke von Blades Zimmer gestopft hatten.
              Rise umarmte ihn fest, "Lion!"
"Jemand hat dich vermisst", kicherte Seth.
              "Hallo, Glitzersternchen", lächelte Lion Rise freundlich an. "Hab deine Nachrichten gelesen. Und ja, wir sind in Sicherheit."
"Das sehen wir jetzt auch", Sienna lehnte sich gegen die Wand.
              "Was sollte das überhaupt? Wir waren ziemlich beschäftigt, weißt du?", fragte Julius etwas irritiert.
"Habt ihr meine Nachrichten nicht gelesen?" Nebula war völlig verwirrt.
              "Natürlich haben sie das nicht. Wir hatten Funkstille", Memphis nickte Nebula zu.
Blade schüttelte den Kopf, "Jungs..."
              "Wir sind Männer. Beleidige uns nicht", protestierte Kai und grinste. "Warum bist du nicht angezogen und liegst noch im Bett?"
Mercury hatte auf sein Handy nachgeschaut und die Nachrichten durchgescrollt, "Was!? Die Sensenkinder haben angegriffen... Lady Eshe war die Attentäterin und du bist schon wieder fast gestorben?! Mädchen, wann fängst du endlich an, auf dich aufzupassen? Alle zwei Monate tappst du in eine neue Todesfalle." Mercury war ein wenig verärgert und schimpfte mit Blade. Die Jungs starrten alle auf Blade.
              Blade sah ihn sprachlos an: "Ich..."
"Hey, sie hat sich bis zu dem Punkt, an dem die Sensenkinder angegriffen haben, sehr gut geschlagen. Das muss man ihr hoch anrechnen", Nebula fing Streit mit Mercury an.
              Keith seufzte, "Das ist nicht gut." Er hatte auch den Chat gecheckt. "Kannst du morgen überhaupt zur Anhörung kommen?"
"Natürlich werde ich das. Ich bin verletzt, nicht senil", zischte Blade zurück. "Ich bin nicht aus Zuckerwatte gemacht."
              "Trotzdem solltest du besser auf dich aufpassen", bemerkte Michael und scherzte herum, um die Spannung abzubauen, "Wir brauchen dich. Du bist die Geheimwaffe von Team E."
Tyson stellte sich neben seinen Bruder Keith: "Dass sie so weit gehen würden. Eine schwarzmagische Sekte anheuern, um dich zu töten."
              "Das hast du falsch verstanden. Die Sensenkinder haben nicht nur Blade, sondern auch Nebula angegriffen. Und die Bauern und die Adligen von Desertia. Es war ein Chaos", erklärte Dahlia ausführlicher.
"Ja, nur die Hexen wurden nicht angegriffen", fügte Snow hinzu.
              "Die Hexen?" fragte Alex aus Team A verwirrt. "Aber ... warum? Bitte sagt mir, dass sie nicht so dumm waren und sie angeheurt haben."
Damon lachte, "Natürlich nicht. Das ist wahrscheinlich das, was der Auftraggeber wollte, dass alle denken. Aber wenn du schon auf diese Idee kommst ..."
"... dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Gerüchte verbreiten", Dean, der Riese, rieb sich verärgert die Stirn.
              "Dann ist es ja gut, dass wir gekommen sind", sagte Max und setzte sich auf den Boden.
"Hast du was Neues?" Rise fragte geradeheraus.
              "Ja", Memphis stand auf, "Nachdem ich meine Versorgungstrip beendet hatte, habe ich den Chaostrupp zu einem unserer Verbündeten gebracht. Sie haben gesagt, dass sie bereit sind, loszulegen. Ruft sie her, wenn ihr bereit seid."
"Ihr auch?" Julius war überrascht.
              Lion freute sich: "Das ist großartig! Unsere auch."
Blade und Nebula starrten sich gegenseitig an und dann auf ihre Arme. Die Wappen leuchteten immer noch unverändert hell. Sie konnten ihre Freunde wieder nach Hause bringen, die drei Reiche hatten ihr Okay gegeben. Nach all dem Drama würden sie bald wieder alle zusammen sein. "...Dann... dann machen wir besser das Beste daraus. Wir werden es ihnen in die Fresse hauen, wenn sie es am wenigsten erwarten. Wir werden es beweisen, vor Gericht, nach den von ihnen gewählten Regeln." Sie krallte sich in ihre Decke. Sie konnte ihren Sieg bereits schmecken.
              "Klingt, als sollten wir ein Barbecue planen. Ein großes", Nebula konnte es nicht ganz glauben.
"Ich kann die Sonnensauce meiner Familie mitbringen", Rise sah Lion mit funkelnden Augen an.
              Kai wirkte sehr nachdenklich: "Ähh... ja, ich mache einen Salat."
"Salat? Du Fleischfresser machst einen Salat?" Keith gluckste.
              "Ja, mit Rindfleisch und Würstchen und kleinen Hühnerstückchen und hmm Petersilie?" schlug Kai vor.
"Oh, Junge ... bitte lass die Mädchen den Salat machen ..." Mercury schüttelte den Kopf und blickte dann noch eine Sekunde lang zu Blade. 'Es scheint ihr gut zu gehen. Nichts lässt sie zusammenzucken... unglaublich...' Es irritierte ihn, dass sein Herz ein bisschen schneller schlug als sonst, während er Blade betrachtete. Es war schließlich nicht das erste Mal, dass Blade in Schwierigkeiten war. 'Mann, warum bin ich so gestresst? Sag es mir nicht, wegen all dem, was wir hinter den Kulissen machen...'
              Blade lächelte strahlend: "Äh, ich kann ein paar Feuerwerkskörper besorgen! Mein Onkel hat das beste Zeug rumliegen."
"Super, ich kenne einen guten Platz am See hier in Magix. Keine Professoren, keine Trainer. Wir könnten ein Rennen mit den Windreitern machen."
              "Abgemacht!" Alex und Damon nahmen die Herausforderung sofort an.
"Ja, und wie wäre es mit..." Die Gruppe plapperte noch mindestens eine halbe Stunde lang, bis es erneut an der Tür klopfte. Und kurz darauf trat eine mürrische Griselda ein.
              Sie starrte die Jungs und Mädels an, die sich amüsierten: "Es ist schon lange nach der Schlafenszeit. Und Meister Codatorta vermisst zwei EUlen und einige Auszubildende..." Sie rückte ihre Brille zurecht. "Und Sie, Ms Blade, sollten sich ausruhen. Keine Magie für eine ganze Woche, schon vergessen? Also, raus mit euch, Jungs!"
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