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Der Fluch der Unsterblichkeit

von Maxxi
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Bepo Don Quichotte de Flamingo Don Quichotte Rocinante / Corazon OC (Own Character) Shachi Trafalgar Law
28.05.2022
06.08.2022
12
65.573
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06.08.2022 8.053
 
Das Ende eines langen Lebens

Jahr 15xx


Ein zufriedenes Lächeln prangte auf meinen Lippen, während ich mit geschlossenen Augen dem Wind lauschte, der meine Haare in Wallung brachte und an mir zerrte, mich am liebsten mit sich ziehen wollte, hinaus auf das weite offene Meer, welches mich jederzeit mit hohen Wellen in Empfang nehmen würde. Ein Sturm hüllte die kleine, überschaubare Insel ein, auf dessen höchstem Punkt ich stand und die Arme weit zur Seite ausbreitete. Es war Sommer, die Wärme wich selten von diesem Fleck der Erde, da machte sich auch dieses Gewitter vergebliche Mühe, die Luft abzukühlen. Jahrelang beschäftigte ich mich mit dem Ausbau meines endgültigen, hoffentlich wirklich letzten Zuhause auf dieser Welt.
Blitze zuckten drohend durch den Himmel, warnten mich höflich, sie nicht zu unterschätzen, indem sie willkürlich von Wolke zu Wolke verliefen, als würden sie zögern, den Boden anzusteuern. Lauter, tosender Donner grollte durch die Luft, brachte sie zum Vibrieren und war Musik in meinen Ohren.

Akaya. Kenshin.
Habe ich ihn gefunden?
Den besten Platz?
Diese Insel schien mir damals perfekt.
Beinahe kreisrund,
nicht zu klein,
nicht zu groß,
unbewohnt,
wilde Natur.

Der äußere Ring war wunderschön,
wurde gezeichnet von
Palmen am weißen Sandstrand,
nicht eine Muschel zu sehen,
kein einziger Stein, auf den man treten konnte.

Der nächste Ring war tödlich
und bestand aus
dichtem Dschungel mit vielen Tieren,
seltsam aggressiven Vögeln,
riesigen Spinnen und
giftigen Schlangen.

Dann folgte ein trockener Ring,
einer Wüste gleich,
brennender Sandboden am Tag,
von der Sonne erhitzt
und das Heim der weißen Skorpione,
wohingegen bei Nacht eisige Kälte und
die blauen Sandwürmer das Land beherrschten
und mich selbst im Sommer frösteln ließen.

Dahinter breitete sich ein ruhiger Fluss aus,
führte einmal in die Runde,
spendete Trinkwasser,
so rein und klar.

Und inmitten all dieser Phänomene
stand ein Berg,
groß und breit,
majestätisch erhob er sich gen Himmel,
bewachsen von mutigen Bäumen,
die seinen Hängen trotzten und
Büschen, die jede Nische ihr Eigen nannten.


Von hier oben kam es mir so vor, als hätte ich alles im Blick, jeden noch so kleinen Winkel dieser– meiner kleinen Insel. Hier war ich allein, ganz für mich. Der trügerische Strand mochte zwar hin und wieder vorbeifahrende Schiffe anlocken und dazu verleiten, eine kurze Rast – Urlaub – einzulegen, aber spätestens, wenn die Riesenvögel des Dschungels auf sie vorpreschten, verging ihnen der Spaß. Selten war in den vergangenen Jahren jemand weiter ins Innere der Insel vorgerückt als zur Wüste. Der Dschungel war bereits tödlich, doch wer in der trockenen Steppe mit den kleinen, fiesen Skorpionen nähere Bekanntschaft machte, war des Todes.
Diese Insel war absolut perfekt.
Noch dazu spielten sich in dieser Gegend die schönsten Naturgewalten der Welt ab, reichten sich regelmäßig die Hand und versenkten das Land unter sich in Chaos. So wie heute. Vor einer Woche war es ein Hurrikan, der wenige Meilen an der Küste vorbeizog und für starke Überschwemmungen sorgte. Was hatten die Vögel sich aufgeregt, die Wüste durchqueren zu müssen um bei meinem Berg Zuflucht zu suchen, bis das Wasser wieder verschwand. Sie waren sauer, krächzten Tag und Nacht, fühlten sich ohne das dichte Blätterdach unwohl und angreifbar, obwohl sie diese Insel dominierten und eindeutig an der Spitze der Nahrungskette standen.
Heute war es ein heftiges Gewitter, das mich besuchte. Genau heute. Das traf sich gut, ich wünschte mir immerhin eine gute Aussicht in den Himmel, wenn ich starb. Ich werde es ausnutzen.

Akaya.
Dein Fluch wird sich bald lösen,
hoffe ich,
glaube ich.
Nein…
Ich weiß es!

Vor einigen Jahren,
waren es fünf?
Zehn?
Mehr?
Eigentlich war das belanglos,
nicht wahr?
Vor einigen Jahren klingelte es bei mir,
also…
die schleimige Teleschnecke, meine ich.
Es war Law,
wer auch sonst?
Immerhin gab er sie mir.
Er teilte mir mit, dass er über Don Flamingo siegte,
berichtete mir von seinen Abenteuern
und all den Geschehnissen auf Dressrosa,
jenen Ort, den ich längst verdrängt hatte.
Aber Law stürzte den Teufel nicht allein,
er tat es gemeinsam mit seinen
Freunden.
Nun ja, er bezeichnete sie nicht direkt als solche,
aber so wie sich das alles anhörte,
mussten sie welche sein.
Allianzpartner,
beteuerte er hingegen durchgehend,
worüber ich nur lachen konnte.

Aber der Hauptgrund seines Anrufs
war ein viel wichtigerer.

„Ich habe sie gefunden.“

Das sagte er schließlich
und schenkte mir so viel Hoffnung,
dass doch beinahe mein Herz stehen geblieben wäre.
Naja, so einfach war das dann auch nicht.

„Stell dir vor, du kannst Träume bändigen.
Sie real werden lassen.“


Es war anstrengend jene Frucht aufzuspüren, doch ich hatte Glück, dass sie noch niemand vor mir in die Finger bekam und aß. Law erzählte mir von einer Frau, auf die er im Palast von Don Flamingo stieß. Sie starb dort, wurde von Fäden durchlöchert, als ihre Kräfte zu eskalieren drohten. Angeblich rief sie selbst Tote zurück ins Leben, Law sprach von Corazon, der ihm erschien. Nur kurz, aber er war da, angeblich. Mir blieb nichts anderes übrig, als ihm zu glauben, er würde mich nicht anlügen und erst recht nicht, was seinen Retter betraf. Wir redeten erstaunlich lange an diesem Tag und direkt im Anschluss beschaffte ich mir alle Informationen, die ich benötigte. Zum Glück fischte Law ebenfalls hilfreiche Details auf, die mir weiterhalfen.

Kenshin.
Er hielt sein Wort,
verschaffte mir eine Möglichkeit,
dem Tod näher zu kommen.
Aber…
ich wollte sicher gehen,
hundertprozentig.
Ein einfacher Traum soll mein Leid lindern?
Nein, daran glaubte ich nicht,
niemals.
Es muss endgültig sein.
Wir müssen auf Nummer sicher gehen.
Und er stimmte zu.

Als ich das letzte mal zu Besuch
auf der Polar Tang war,
zu Übersetzungszwecken die Porneglyphen betreffend,
sprachen wir darüber.
Was mir wichtig war,
den Traditionen unserer Ahnen nach,
meinem Glauben nach,
wie und wo ich sterben wollte.
Von einem wann war hingegen nie die Rede.
Zeit war relativ.


Für einen Moment wurde mein Herz schwer, als ich an die Crew zurückdachte. Von den vier, die mich neben dem Capt´n persönlich kannten, waren nur noch drei übrig. Ich zuckte damals erschrocken zusammen, als man mir mitteilte, dass Kiba wenige Wochen zuvor dem Tod ins Auge blickte. Es waren Kopfgeldjäger, die es auf die Bande abgesehen hatten. Sie waren furchtbar stark und deutlich in der Überzahl, beförderten jeden einzelnen von ihnen in furchtbar ausweglose Situationen, trennten sogar erfolgreich den Capt´n weit vom Rest um leichteres Spiel zu haben. Um seine Freunde zu retten, fing sich Kiba eine Kugel ein, die gefährlich nahe des Herzen einschlug. Jede noch so kleine, falsche Bewegung hätte ihn auf der Stelle zu Grunde gerichtet. Shachi wich nicht von seiner Seite, gab sein Bestes, ihm das Leben zu retten, versuchte all das anzuwenden, was er von Law beigebracht bekam. Es war seine erste Operation in absoluter Eigenverantwortung und trieb ihn nicht nur an seine Grenzen, sondern weit darüber hinaus. Am Ende des Tages reichte es leider trotzdem nicht aus und Kiba starb. Seit jenem Tag fingen seine Hände an zu zittern, sobald er auch nur erste Hilfe leisten sollte und er brach seine Lehre ab, war in medizinischer Hinsicht zu nichts mehr zu gebrauchen.
Es bedrückte mich damals alles sehr. Nicht nur Kiba´s Dahinscheiden, sondern auch Shachi darauffolgende Probleme. Aber das Schicksal meinte es gut mit ihm, er fand Besserung, eine Art Hilfe als er jemanden kennenlernte. Eine Piratin in die er sich Hals über Kopf verliebte. Zu seinem Leidwesen waren diese Gefühle nur einseitig vertreten, aber die Zeit, die er mit ihr verbrachte, tat ihm gut. Die Frau gehörte wohl einer damals rivalisierenden Bande an und gelangte unter besonderen Umständen auf die Polar Tang. Law beschrieb sie mir als gefährlich und absolut tödlich, sollte man sie zum Feind haben. Er gab sogar indirekt zu, dass er ein wenig neidisch auf ihren Capt´n war, jemanden mit ihrer Stärke nicht in der eigenen Bande zu wissen. Sie tat Shachi so gut, dass er seine Ausbildung wieder aufnahm und sich der Herausforderung stellte, kaum dass sich die Wege der zwei wieder trennten. Es freute mich, als ich dies erfuhr. Wie auch immer es ihr gelang, seine Angst und Hemmungen zu heilen, dankte ich dieser Fremden im Stillen.


Viele Male war ich für kurze Dauer zu Besuch, ein paar mal im Jahr, hielt mich jedoch vor der mir gänzlich unbekannten Crew verborgen, bat Law darum, mein Geheimnis zu wahren und niemanden einzuweihen. Er gewährte mir diese Diskretion problemlos, wies auch Bepo, Penguin und Shachi an, sich daran zu halten. Sie waren die einzigen, die ich neben dem Capt´n traf, wenn ich zu Besuch war. Law drohte ihnen sogar damit, unsere Treffen zu unterbinden, sollten sie auch nur ein falsches Wort über mich an die restliche Crew verlieren. Als ich davon erfuhr, musste ich schmunzeln, hätte nicht gedacht, dass er sich meinen Wunsch wirklich so zu Herzen nahm. Dennoch bedeutete es mir sehr viel. Zwar sagte ich ihm, wenn es die Zeit anbot, dürfte er es ihnen eines Tages sagen und ihnen von mir berichten, aber auf ein persönliches Aufeinandertreffen mit seinen Leuten wollte ich gern verzichten. Nicht, dass ich sie von Grund auf nicht mochte. Nein, so war das bestimmt nicht. Aber die Kontakte, die ich bislang hielt, reichten mir aus. Es waren bereits mehr als ich jemals wieder zu pflegen dachte und mein Selbstschutzmechanismus, selbst zu ihnen – diesen vier – riet mir stets eine gewisse Distanz einzuhalten. Besonders zu Law. Ich verfiel ungern wieder in sentimentale Gedanken, sollte ich mich zu lange in seiner Nähe aufhalten und immer und immer wieder in Gedanken Kenshin vor mir stehen sehen. Nein, die Zeiten waren vorbei.
Trotzdem freute ich mich auf morgen. Dann würde er hierher kommen. Ich lud ihn ein, mir beizustehen bei diesem letzten Schritt, mir zu helfen, zu sterben. Um sicherzustellen, dass ich tot war und blieb. Mit diversen Mitteln, die wir zuvor absprachen. Doppelt und dreifach hält besser.
Genauso aufgeregt wie die zuckenden Blitze im Himmel blickte ich seiner morgigen Ankunft entgegen.

Kenshin.
Ich bat ihn um eine Stunde,
wollte ihm nicht zu viel seiner Zeit stehlen,
wollte ihn nicht zu sehr stören,
bei was auch immer er gerade trieb.
Sicher schmiedete er wieder Pläne
um irgendwo auf der Welt für Chaos zu sorgen.
Er war nun einmal Pirat.

Akaya.
Er sagte einfach Nein.
Ich konnte nicht glauben,
was ich da hörte,
fragte mich, was los war.
Immerhin versprach er mir zu helfen.
Woher also der Sinneswandel?
Genau jetzt, wo ich bereit war.
Er ließ mich einige Sekunden zappeln,
ehe ich ein amüsiertes Lachen vernahm,
das durch den Hörer der Teleschnecke
an meine Ohren drang
und mich stutzen ließ.
Aber als er dann fortfuhr,
hätte ich glücklicher nicht sein können.

„Das wird länger dauern.“,
versicherte er mir,
als wüsste er es ganz genau.
„Ich bin ab Mittag an der Küste.“

Das war alles, bevor er auflegte.
Er nannte mir kein Zeitlimit,
was mir Sorgen bereitete.
Er hatte sicher wichtigeres zu tun,
als sich um meinen Tod zu kümmern.
Seufzend hatte ich die Teleschnecke verstaut
und war in unnötig ausschweifenden
Gedanken versunken.
Darüber, was er mit seinen Worten meinte,
was er andeuten wollte
oder auch nicht.

Aber ich würde es schon bald erfahren.
Morgen.


Ein heftiger Blitz schlug auf die Erde nieder, bündelte all seine Energie am Einschlagpunkt und zwang meinen Körper zuckend zu Boden. Ja, es tat weh, aber als ich die Augen wieder aufschlug, konnte ich nicht anders, als zu lachen. Entweder ich war nun vollends verrückt geworden oder aber ich genoss diesen Fluch der Unsterblichkeit ein letztes mal in vollen Zügen. Die immense Naturgewalt am Himmel, welcher ich als Blitzableiter diente, erfüllte seinen Zweck zur genüge, brachte das bröckelnde Gestein der Bergspitze unter meinen Füßen in Bewegung, zerfetzte es regelrecht. Dies war kein normales Gewitter, die überragende Elektrizität aus den Wolken sorgte problemlos dafür, dass der dichte Fels den steilen Abhang hinunterrollte und mit einem lauten Geräusch am Fuße des Berges zu Bruch ging. In seine Einzelteile zerlegt, flogen beim Aufprall aufgrund der hohen Geschwindigkeit in Kombination mit der Schwerkraft große Steine durch die Luft. Dann wurde es still und ich richtete mich langsam wieder auf.
Zufrieden betrachtete ich das Ergebnis, blickte unter mich auf eine dicke Spezialverglasung, die den Blick auf meine Ruhestätte freigab. Dies war der letzte Akt. Ein freier Blick gen Himmel war mir wichtig, wenn ich diese Welt verließ.

Akaya.
Dieser Berg ist dir gewidmet.
Dir und deiner Affinität zu
Feuer und Zerstörung.
Tief unter der Erde befand sich
brodelnd heiße Magma.
Es war ein alter Vulkan,
auf dem ich für immer
meine Augen schließen würde.
Dir hätte das gefallen oder?
Durch meine Teufelskräfte sorgte ich dafür,
dass er nie ausbrechen würde.
Ich ließ diesen Traum einfach wahr werden.
Immerhin beabsichtigte ich nicht,
zufällig durch einen Vulkanausbruch
wieder zu erwachen.

Ich war aufgeregt,
konnte kaum ein Auge zumachen.
Und als es mir doch gelang,
lächelte ich vorfreudig.

Am nächsten Morgen
machte ich mich bereit.


Den Blick in die Ferne gerichtet, blickte ich der Polar Tang entgegen. Wenige Meilen vor der Küste tauchte das gelbe Ding aus dem Wasser auf und steuerte das zunächst einladend wirkende Land an. Es kam mir wie eine letzte kleine Ewigkeit vor, in der ich starr geradeaus blickte. Hier, hoch oben auf meinem Berg befand sich eine flache Ausbuchtung, die ich erschuf, damit man problemlos auf einer geraden Ebene sitzen konnte, anstatt sich den steilen Abhängen annehmen zu müssen. So war es viel bequemer und praktischer. Ich verbrachte seit jeher die meiste Zeit hier oben, wo der Himmel so nah erschien. Dies war mein ganz persönlicher Ort, mein Ausguck in die Ferne wie es das Krähennest eines Schiffes war. Nur, dass mein Schiff eine ganze Insel darstellte. Schmunzelnd stand ich auf, als ich in der Ferne mehrere Personen ausmachte, die Hals über Kopf vom Schiff stürmten. Ihnen allen voran ein großer Wolf, der sich ein Wettrennen mit Bepo lieferte. Dank meiner Teufelskräfte träumte ich mir eine geschärfte Weitsicht herbei, erkannte trotz der großen Entfernung, die zwischen der Küste und der Spitze meines Grabes lag, jedes noch so kleine Detail.
Shachi und Penguin ging es ebenfalls gut, sie strahlten übers ganze Gesicht, als sie den wunderschönen Sandstrand erblickten und schlossen sich gemeinsam mit der restlichen Crew den beiden pelzigen Kameraden an, welche kaum am weißen Strand angekommen erschöpft die Ohren hängen ließen. Ich hätte schwören können, Bepo beklagte sich soeben über die Hitze der Mittagssonne, die den Boden zusätzlich aufheizte. Dem Wolf konnte es nicht sonderlich besser gehen, bei dem weißen Pelz. Suchend glitten meine Augen weiter über das Deck, suchten nach der wichtigsten Person, die in exakt dieser Sekunde als letzter nach draußen trat.
Endlich!
Mit einer undefinierbaren Miene, schloss er die Tür hinter sich und sah sich um. Ertappt zuckte ich zusammen, als er zuallererst die Spitze des Berges betrachtete auf der ich stand. Es war unmöglich, dass er mich von dort unten erspähte, dessen war ich mir sicher. Ob er sein Observationshaki trainierte und meine Präsenz spürte? Oder war es der pure wunderschöne Anblick meines Grabes, der seine Aufmerksamkeit provozierte? Eigentlich auch egal, ob er meine Position ausmachte oder nicht. Immerhin wusste er mit Sicherheit, dass ich ihn jederzeit im Blick hatte und erwartete. Wie hätte es auch anders sein können. Und so wartete er. Auf ein Zeichen, das ich ihm gab. Oder einen Hinweis. Aber ich ließ mir Zeit, gönnte ihm einen Moment des Friedens, dort unten mit seinen Freunden.
Die Crew erfreute sich an der perfekten Badezone, genoss den kleinen Strandurlaub, den auch ich ihnen gönnte. Shachi und Penguin liefen bereits euphorisch mit Badehose bekleidet in die Fluten und forderten die anderen auf, es ihnen gleich zu tun, winkten sie herbei und riefen irgendetwas durch die Gegend. Allesamt sahen sie glücklich aus. Law hatte nun ebenfalls den Strand erreicht, hielt einen kleinen Plausch mit dem nörgelnden Bepo, der mit heraushängender Zunge im Sand hockte. Er imitierte scheinbar den Wolf, der gleich daneben saß und es ihm vormachte. Bei hundeartigen Tieren mag diese Methode zwar etwas bewirken, um den Temperaturhaushalt auszugleichen, aber bei Bären? Ich war mir nicht sicher, ob es den gleichen Effekt erzielte. Es gab in jedem Fall ein ulkiges Bild ab, was mich lächeln ließ. Law trug einen kleinen Rucksack bei sich, verzichtete auf sein Schwert, ließ es wohl auf dem Schiff zurück und selbst ihm schien die warme Luft dieser Insel zuzusetzen. Jedenfalls zog er sich bereits nach den paar Minuten an Land die Mütze vom Kopf und drückte sie mit einem schiefen Grinsen dem Wolf auf die Rübe. Protestierend schüttelte der sich und sprang auf, beschwerte sich der Körperhaltung nach zu urteilen energisch bei dem Schwarzhaarigen, während die Kopfbedeckung im Sand landete. Daraufhin sagte jener etwas und der Vierbeiner entspannte sich rapide, ließ entschuldigend die Ohren hängen und hob die Mütze mit dem Maul auf. Dies wiederum hatte eine unzufrieden verzerrte Grimasse des Capt´n zur Folge. Es war mir ein Rätsel um was genau es ging, konnte mir aber gut vorstellen, dass es Law erheblich gegen den Strich ging, Wolfsabber an seiner Kopfbedeckung zu wissen. Amüsiert beobachtete ich wie Bepo und der Wolf sich kurz darauf auf den Dschungel zubewegten, wohl auf der Suche nach Schatten und dabei die Vögel in den Baumkronen aufscheuchten. Sofort erhoben diese sich in die Lüfte und stießen sich bereits kurz darauf krächzend aus dem Himmel auf die Störenfriede. Einen Moment lang sah ich der Crew dabei zu, wie sie gemeinschaftlich in pures Chaos verfielen und unter einem genervten Blick des Capt´n die großen Vögel in die Schranken wiesen. Als durch den Lärm immer mehr ihrer Artgenossen angelockt wurden um die unerwünschten Urlauber von der Insel zu vertreiben, schritt ich ein. Meine Pupillen färbten sich in ein reines Weiß, als ich meine Teufelskräfte umfangreich anwendete und die Hand nach vorne ausstreckte. Zufrieden schaute ich den Vögeln nach, die nun ihren Flug auf die andere Seite der Insel antraten, um den Piraten ihren Aufenthalt nicht zu vermiesen. Ich war mir sicher, sie verdienten sich ihre Freizeit zur Genüge.
Misstrauisch sahen sich alle um, blickten den großen Geschöpfen fragend hinterher, während sich der Blick des Capt´n jedoch erneut auf meinen Berg richtete. Er wartete. Immer noch. Als nichts geschah, ging er einfach los, visierte den dichten Dschungel an. Um ihn willkommen zu heißen, ließ ich die Bäume weichen, schob sie beiseite und gewährte ihm gefahrlosen Eintritt in mein Reich. Die giftigen und tückischen Tiere ließ ich ebenfalls aus der Schneise weichen, wollte schließlich nicht, dass er durch das Gift des weißen Skorpions in der Wüste liegen blieb wie ich es tat, als ich damals dieses Land voller Tatendrang erkundete, kaum dass ich es fand.
Neugierig blickten seine Leute ihm hinterher, doch da schloss sich der Dschungel bereits wieder hinter Law und verwehrte ihnen den Eintritt. So war es abgesprochen, genau so wollte ich es. Er würde allein kommen. Das war mein Wunsch.
Wachsam verfolgte ich seine Schritte, ließ alle Hindernisse aus seinem Weg weichen und erschuf eine Treppe am Fuße des Berges, damit er problemlos zu mir hinauf gelangen konnte. Je weiter er nach oben stieg, desto nervöser wurde ich, war mir nur dem Grund nicht ganz sicher. Während ich wartete, setzte ich mich schließlich auf den Boden, blickte in die Ferne, hinauf auf das glitzernde Meer, welches in aller Seelenruhe meine Insel umschloss. Die See war spiegelglatt, nichts wies mehr auf den Gewittersturm des Vortags hin. Abgesehen von der hinabgestürzten Bergspitze.

„Das ist ein wunderschöner Ort.“, gab er zu und blieb hinter mir stehen. Er war gekommen, er war hier. Meine Teufelskraft deaktivierte sich, ließ die Treppe verschwinden, die ihn hinauf führte. Ein sachtes Lächeln lag auf meinen Lippen. Irgendwas… wollte ich erwidern, ihn begrüßen, aber… zugleich schnürte mir irgendwas die Kehle zu. Irgendwas war in meinem Innern los, irgendwas brachte meine Gedanken durcheinander und ließ mich stumm bleiben. Seine Stimme nach langer Zeit wieder zu vernehmen, war eine Wohltat. Die letzten male war sie leicht verzerrt, was bereits bei leichten Verbindungsproblemen mit den Teleschnecken rasch passierte. Den Blick weiterhin geradeaus in die Ferne gerichtet, legte ich den Kopf auf die Knie, welche von meinen Armen umschlungen wurden. Mein Griff festigte sich, die Finger krallten sich regelrecht in meiner Hose fest, zogen die Beine näher an meinen Körper heran.
Verhielt ich mich merkwürdig?
„Hast du Angst?“, fragte der Mann in meinem Rücken. In seine Stimme, die für gewöhnlich kalt und monoton klang, hatte sich etwas warmes verirrt. Es war ihm nicht entgangen, dass ich trotz der Wärme der Mittagssonne hier oben zitterte.
„Nein, ich…“, setzte ich an und wurde nervös. „Ich bin nur verwirrt.“
„Verwirrt? Warum?“, erkundigte er sich und ich nahm eine Bewegung hinter mir war. Er kam näher, trat auf mich zu. Dann ließ er sich neben mir nieder, platzierte seinen Rucksack neben sich und starrte ebenfalls in die Ferne hinaus. Das Meer war ruhig, wirkte geradezu unschuldig. Verwundert lugte ich zur Seite, als seine Hand sich auf meine Schulter legte. Eine so nebensächliche und zugleich absolut freiwillige Berührung einer anderen Person wäre früher unvorstellbar gewesen. Ich erinnere mich noch immer gut zurück, als meine Gefühle mit mir durchgingen und ich mich Hals über Kopf an ihn geschmissen und ihn in eine Umarmung gezwungen habe. Es war damals so schön, Kenshin wiederzusehen, dass ich einfach nicht an mich halten konnte. Er hingegen verfiel in Panik, aber heute… Scheinbar hatte er sich meinen Rat zum Abschied zu Herzen genommen und daran gearbeitet.
„Kneifst du etwa?“, neckte er mich und musterte mich prüfend aus den Augenwinkeln, während ein freches Lächeln auf seinen Lippen prangte. Die Röte schoss mir ins Gesicht.
„E-es, nein! Ich w-weiß d-doch auch nicht, was… Ich–“
„Schon gut.“, beendete er mein ertapptes Stottern und grinste mich aufmunternd an, was ich gar nicht von ihm kannte. „Lass dir Zeit.“ Und die nahm ich mir. Sogar viel mehr als ich zunächst dachte. Mein Zeitgefühl war nichts im Vergleich zu dem einer sterblichen Person. Es wurde still um uns herum, unfassbar still und es machte mich glücklich.

Kenshin…
Akaya…
Nach all der Zeit ist es nun soweit.
Ich freue mich
und fürchte mich zugleich.
Nach all den Jahren
ist es mir endlich erlaubt meinen Frieden zu finden.
Wenn auch indirekt.
Es ist kein echter Tod,
aber es wird mir wie einer vorkommen.
Da bin ich mir sicher.
Durch die Kraft meiner Teufelsfrucht
wird mir nichts mehr unmöglich sein.

Ich werde sogar sterben können.
Freut ihr euch für mich?
Ich kann es kaum erwarten.


„Es ist merkwürdig…“, unterbrach ich die Stille, die sich zwischen uns ausbreitete und die er mir nicht nehmen wollte. Er wusste wie viel es mir bedeutete, einfach nur in seiner Nähe zu sein und zu schweigen. Er war nicht du, Kenshin. Aber er sah so aus. Er wusste das. Er konnte nicht du sein, egal was er von sich gab und das wollte er auch nicht. Er war kein Ersatz und würde es nie sein. Aber er konnte mir das Gefühl geben, bei dir zu sein, nur heute, ein einziges mal. Indem er einfach dasaß und schwieg. Sich nicht rührte und einfach verharrte.
„Nach allem was ich erlebte, sehnte ich mir das Ende so sehr herbei, dass es mir jetzt so surreal vorkommt, es erreicht zu haben. Ist es komisch genau jetzt Angst zu haben? Wie wird es wohl sein? Werde ich etwas spüren? Oder werde ich alles vergessen? Wird es wirklich für immer sein? Oder werde ich eines Tages wieder aufwachen? Wird dann alles von vorne beginnen?“
„Es ist normal Angst zu haben, genau das beweist, wie menschlich du trotz all der vergangenen Zeit geblieben bist.“, sprach er mir Mut zu, weshalb ich vorsichtig den Blick hob und ihn irritiert musterte. Diese Worte waren seltsam, nicht die Worte an sich, aber sie aus seinem Mund zu hören. Stur sah er aufs Meer hinaus, würde sich garantiert nicht die Blöße geben, mich daraufhin anzusehen oder seinen Satz zu wiederholen.
„Du hast diese Kraft trainiert. Jahrelang, ununterbrochen. Sonst hättest du mich nicht hierher gerufen. Du bist soweit, nicht wahr?“, wechselte er den Fokus unseres Gesprächs prompt auf mich. Ein Lächeln huschte über meine Lippen.
„Ja.“, bestätigte ich mit einem Nicken. „Du hattest recht. Es ist eine äußerst schwierig zu kontrollierende Fähigkeit. Die Frau, die diese Kraft vor mir besaß, sie… sie muss sehr stark gewesen sein. Bei ihr war sie auch erwacht, sagtest du oder?“
„Du irrst dich. Ihre Kraft war zwar längst erwacht, als ich sie traf. Aber ihr fehlte die Routine, sie zu nutzen.“, korrigiert er meine Annahme. „Sie war gebrochen, innerlich ein Frack, nichts weiter als eine Gefangene im goldenen Käfig, unfähig ihre Kraft zu beherrschen. Es war äußerst gefährlich sich in ihrer Nähe aufzuhalten, so nah war sie dem Wahnsinn. Ein falscher Gedanke von ihr hätte ganz Dressrosa ins Unheil stürzen können. Lediglich die Anwesenheit einer… toten Person, eines… guten alten Freundes, der stets das Gute in ihr sah–“
„Du redest von Corazon.“, unterbrach ich ihn, erinnerte mich an seine Beschreibung der Geschehnisse damals. Ein kaum merkliches Lächeln fand den Weg auf seine Züge.
„Ja, er… verhinderte schlimmeres und man kann von Glück sprechen, dass sie eine warmherzige Frau war… Aber du kannst diese Kraft besser beherrschen als sie. Du bist stärker, da bin ich mir sicher. Auch, wenn du dir das selbst nicht eingestehen willst. Im Gegensatz zu ihr weißt du ganz genau, was du willst und wie du es erreichen kannst.“
Gemeinsam blickten wir hinaus aufs Meer, ganz wie in alten Zeiten. Erinnerst du dich, Kenshin? Wir drei saßen so oft auf unserem Hügel und beobachteten die Welt um uns herum. Wortlos, glücklich, für eine Ewigkeit bis irgendwann…
„Die Sonne geht unter.“, ließ er mich wissen, nachdem wir tatsächlich den halben Tag hier oben verbracht hatten. Unwohl darüber, dass ich womöglich noch seine kostbare Lebenszeit unnötig vergeudete, stand ich rasch auf. Verdammt…! Anfangs bat ich ihn um eine Stunde seiner Zeit und jetzt waren es schon gleich mehrere, die wir einfach nur stumm in die Ferne starrten. Eile war geboten, was er auch an meiner Stimme hörte.
„Tut mir Leid, ich habe ganz vergessen, dass–“ Er packte mich am Handgelenk, hielt mich auf.
„Willst du es dir nicht angucken?“, unterbrach er mich, was mich zutiefst irritierte. Wir saßen bereits mehrere Stunden hier herum und taten absolut nichts, sprachen nicht einmal miteinander. War ihm das denn nicht zu blöd?
„Es ist dein letzter Sonnenuntergang, nicht wahr?“, wies er mich daraufhin und deutete auf die rotorange Sonne, die bereits das Meer küsste. Als ich noch immer etwas verdutzt dastand und mich nicht rührte, erhöhte er den Druck um mein Handgelenk und zog mich prompt nach unten. Unbeholfen prallte ich gegen ihn, hockte mich neben ihm zu Boden. Viel zu dicht, dichter als je zuvor.
„Willst du der Sonne etwa Konkurrenz machen?“, erlaubte er sich einen Spaß, ehe ich überhaupt realisierte, dass mir ein weiteres mal die Röte ins Gesicht stieg. Ertappt zuckte ich zusammen und richtete den Blick zum Horizont. Das Meer glitzerte in farbenfrohen Tönen, die gespiegelte Sonne zuckte über die sanften Wellen, tanzte beinahe auf dem Wasser und verkündete etwas von einem Abschied.

Als die Sonne endgültig verschwunden war, stand ich entschlossen auf und griff dieses mal seine Hand.
„Komm.“, forderte ich und zog ihn geradezu drängend auf die Beine, ehe ich von ihm abließ und er sich den Rucksack schnappte. „Ich möchte dir den Ort zeigen.“, lächelte ich ihn zufrieden an und lief voraus. Gemeinsam schritten wir durchs Halbdunkeln, ließen unseren Sitzplatz an der felsigen Kante des Berges hinter uns und traten in dessen Herz ein. Die Höhle, die ich in den letzten Jahren mein Zuhause nannte und die ich Tag für Tag weiter ausbaute, war schon lange auf diesen letzten Schritt vorbereitet. Nervös, was er wohl davon halten würde, stoppte ich vor der entscheidenden Tür und drehte mich halb zu ihm um.
„Das ist sie.“, sagte ich mit etwas Stolz in der Stimme. „Meine Ruhestätte.“ Entschlossen legte sich meine Hand auf die Klinke und drückte sie herunter, um die Tür zu öffnen. Mit einem mal geradezu ungeduldig, trat ich ein und er folgte gemütlichen Schrittes. Eindringlich sah er sich um, betrachtete den Raum, der sich vor ihm erstreckte. Er war nicht gerade klein, aber auch nicht zu groß. Er besaß eine ziemlich angenehme Größe für den Ort, an dem ich mich für immer zur Ruhe legen würde. Ein bequemes Bett stand in der Mitte, frisch bezogen, unbenutzt, allein für diesen Tag und die Tage, die noch folgten. Rund herum stand ein Tisch samt Stuhl und unzählige Regale an den Wänden, auf deren Böden diverse Bücher standen. Sie trugen meine Geschichte in sich. Vom Anfang bis zum Ende. Naja, fast bis zum Ende. Während Law durch den Raum schritt und aus Neugierde eines der Bücher öffnete um flüchtig darin herumzublättern, schritt ich auf den Schreibtisch zu, welcher zum Kopfende des Bettes an der Wand stand. Auf ihm lag ein einzelnes Buch, das letzte der ganzen Reihe aus weit über dreihundertfünfzig, nahezu vierhundert Büchern. Sie waren nicht sonderlich dick, ich erinnerte mich nicht an jedes einzelne Erlebnis zurück, aber jedem einzelnen meiner Lebensjahre widmete ich ein Buch. Viele von ihnen waren nicht einmal bis zur Hälfte beschrieben, viele Seiten blieben leer, während andere bis auf die letzte verfügbare Seite voll waren. Mein Leben war lang, viel zu lang und es wäre noch ewig so weitergegangen, hätte ich ihn nicht getroffen.
„Ich habe eine letzte Bitte an dich.“, wandte ich mich zu ihm herum, das entscheidende Buch fest an meine Brust gepresst. Ein Stift klemmte zwischen den Seiten als Lesezeichen. Dort, wo ich aufhörte zu schreiben. Wortlos legte er das Buch in seinen Händen an dessen ursprünglichen Platz zurück und kam auf mich zu. Unmittelbar vor mir blieb er stehen und sah auf jenes in meinem Arm hinab, ehe unsere Augen sich kreuzten.
„Das Ende...“, setzte ich an und löste meinen Griff um den letzten Band, um ihn ihm zu überreichen. „Schreib du es nieder… Bitte. Sobald ich schlafe und du dir sicher bist, dass ich nie wieder aufwache… bitte schreib mein Ende nieder.“ Unsicher, ob er sich darauf einließ, drohten meine Arme bereits zu zittern, doch… schneller und viel entschlossener als ich es je erwartet hätte, packten seine Hände nach dem Buch und nahmen es mir mit einem sanften Ruck ab.
„Einverstanden.“, versprach er und setzte sich ungefragt auf die Bettkante. Das Buch zu seiner rechten ablegend, deutete er links von sich auf die Decke. „Setz dich. Ich habe noch etwas für dich.“ Irritiert runzelte ich die Stirn und ging der Aufforderung nach, während er in seinem Rucksack kramte. Er hatte etwas für mich? Ein Geschenk? Aber wozu? Ich brauchte doch gar nichts. Die Matratze gab ein kleines Stück nach, als ich mich neben ihm nieder ließ. Kaum zwei Sekunden später hielt er mir ein Buch vor die Nase, welches ich verblüfft musterte. Was hatte es damit auf sich? Ich wollte gleich sterben und nicht noch mehr seiner Zeit vergeuden, indem ich ein Buch las.
Wer von uns war nun merkwürdig?
Ehe ich es an mich nahm, sah ich in sein Gesicht. Als sich unsere Blicke trafen, entkam ihm ein genervtes Schnauben. Ein Zeichen dafür, dass er hier drauf eigentlich keine Lust hatte.
„Scheinbar bist du nicht die einzige, die Bücher mag.“, meinte er lediglich und drängte mir seines auf bis ich es schließlich annahm und das Deckblatt betrachtete, welches mich etwas nervös machte. „Bevor wir hier weitermachen, solltest du wenigstens einen Blick hineinwerfen. Sie haben sich wirklich viel Mühe gegeben, damit du sie nicht vergisst.“, ermutigte er mich dazu, es endlich zu öffnen.
Sie?
Neugierig, um was es sich wohl handeln mochte, fanden meine Finger ihren Weg an den Rand, öffneten das Buch, auf dessen pechschwarzen Deckblatt das gelbe Zeichen seiner Bande hervorstach. Nicht nur von außen war das Buch dunkel gehalten, selbst die einzelnen Seiten waren schwarz. Doch auf einer jeden erkannte ich verschiedenste Fotos aufgeklebt und Texte in weiß darunter. Bilder seiner Crew und ihre besten Wünsche an mich. Es tat etwas mit mir, ließ mein Herz erst aussetzen und dann schneller schlagen vor Überraschung. Es musste wahrlich komisch für sie gewesen sein, ihre Glückwünsche zu meinem Tod niederzuschreiben, doch ich hätte glücklicher nicht sein können, als ich mir jede einzelne Seite genaustens ansah und durchlas. Ich nahm mir Zeit, sehr viel Zeit. Auf den ersten großen Doppelseiten befanden sich mehrere Gruppenfotos der gesamten Mannschaft. Die meisten der Leute kannte ich zwar nicht, es waren so einige neue Mitglieder in den letzten Jahrzehnten dazugestoßen, die mir absolut nichts sagten. Shachi, Penguin, Bepo und Kiba waren die einzigen, die ich persönlich kannte. Der Rest wurde mir nur beschrieben, ab und an hörte ich mal ihre Stimmen aus dem Hintergrund, wenn ich meine monatlichen Pflichttelefonate machte. Dennoch freute ich mich ungemein über diese Geste.
Es waren sowohl ernste, als auch alberne Fotos mit dabei. Bilder auf denen sie ordentlich aufgereiht standen, aber auch solche wo sie strammstanden und mit grimmigen Gesichtern salutierten oder solche wo sie wilde Grimassen zogen – mit Ausnahme von Law. Ein Lächeln bildete sich auf meinen Lippen, während ich weiterblätterte. Nach den Gruppenbildern folgten jene der einzelnen Mitglieder, geordnet der Hierarchie an Bord. Doch kaum erblickte ich auf der rechten Seite das Bild eines Bären und vermutete auf der linken Seite das Foto des Capt´n, hielt mich eine tätowierte Hand davon ab, mir die Texte durchzulesen. Bestimmend blätterte er die Seite um, um sie zu überspringen. Fragend sah ich zur Seite. Was sollte das?
„Lies dir erst den Rest durch.“, wies er mich an, was ich einfach so hinnahm und meine Augen auf die mir noch allzu gut bekannten Tollpatsche Shachi und Penguin fielen, die mir freudestrahlend entgegen blickten. Sie schrieben einen gemeinsamen Text und füllten die gesamte Doppelseite aus, doch das, was mich am Ende erwartete, war wohl das wichtigste.

PS: Schau auf die letzte Seite!


„Die letzte Seite?“, wiederholte ich laut und war bereits im Inbegriff nachzuschauen, was sich wohl dort versteckte. Jedoch machte mir die gleiche Hand wie gerade eben einen Strich durch die Rechnung.
„Schön der Reihe nach!“, knurrte der Schwarzhaarige unzufrieden, schien sich wohl nicht so sehr darauf zu freuen, was sich noch alles in diesem Buch verbarg.
„Wirst du etwa nervös?“, riss ich beinahe die Augen auf vor Verwunderung, hatte eine solche Reaktion bei ihm noch nie zuvor wahrgenommen und war daher ernsthaft verblüfft. Als hätte ich einen Geist gesehen, starrte ich ihn eine Weile an, ehe mir ein Kichern entkam, welches langsam aber sicher zu einem Lachen mutierte. Er hatte sich im Laufe der Jahre verändert. Ins Positive, definitiv. Seine Freunde mussten dafür verantwortliche sein und sie machten ihre Sache sehr gut. Heute konnte man ihm sogar einen Hauch Verlegenheit anmerken. Davon hätte man vor einigen Jahren nur wage träumen können.
„Nun lass schon sehen, so schlimm kann es doch nicht sein!“, beharrte ich unverzüglich darauf, die letzte Seite zu betrachten und schlug seine Hand hinfort, um das Fotobuch einfach rückwärts durchzublättern.
„Nein, Akaya, das sollte da eigentlich gar nicht rein. Sie müssen es hinter meinem Rücken–“
„Zu spät!“, unterbrach ich ihn lachend, ließ mich nach hinten aufs Bett fallen, um das Buch aus seiner Reichweite zu befördern. Jenes hoch über meinen Kopf haltend, stockte ich, als ich das scheinbar – nein, definitiv! – verbotene Foto entdeckte, um welches es die ganze Zeit ging. Mein Herz setzte erneut aus, nur um im Anschluss noch schneller zu schlagen. Wie erstarrt lag ich da und konnte den Blick nicht von dem Bild nehmen. Ein Bild auf dem mir Kenshin entgegenblickte. Einen genervten Gesichtsausdruck aufgesetzt. Augen, die große Strafarbeiten ankündigten. Es war nicht wirklich Kenshin, es war Law, aber für dieses Foto, welches mir mehr als alles andere bedeutete, hatte er sich die Haare etwas länger wachsen lassen und sich rasiert.
Bepo, Penguin, Shachi, wie habt ihr das denn geschafft?
Die Ohrringe waren weg und es war, als wäre es Kenshin selbst, der für dieses Bild dastand. Naja, Kenshin hätte zwar garantiert gelächelt, weil er Fotos liebte, aber… es war perfekt so wie es war. Der Mann neben mir seufzte erneut genervt und schloss alles verdammend die Augen, als er mich den Schandfleck eingehend betrachten ließ.

„Danke.“, sagte ich irgendwann und löste den Blick vom Buch, setzte mich wieder aufrecht hin und legte das Geschenk auf meinem Schoß ab, war ernsthaft überwältigt. „Ich danke dir!“, wiederholte ich und umarmte ihn prompt, was ihn zusammenzucken ließ. Erst wollte er sich aus meinem Griff lösen, genau wie damals, riss sich dann aber doch zusammen und wartete geduldig ab, bis ich eigenständig von ihm abließ. Sein Verbot ihn jemals wieder so unvorbereitet zu umarmen, kam mir wieder in den Sinn. Ich rechnete es ihm verdammt hoch an, dass er sich an meinem letzten Tag auf Erden zusammenriss und keinen Kommentar darüber verlor.
„Danke, vielen Dank!“, wiederholte ich erneut und drängte die Tränen der Freude zurück, als ich mich dem Rest des Buches widmete. Ein jeder hatte einen kleinen Text für mich hinterlassen, egal ob sie mich kannten oder nicht. Scheinbar hörten sie Geschichten über mich und hofften mich mit ihren lieben Worten zu erreichen, unabhängig davon, dass wir uns gar nicht persönlich kannten. Trotzdem war ich jedem einzelnen unfassbar dankbar dafür, dass sie an mich dachten. Als ich mich schließlich rückwärts durch das Buch geblättert hatte und wieder vorne bei Shachi und Penguin ankam, stockte ich kurz und warf Law einen prüfenden Blick zu. Leicht angespannt wartete er ab, hielt mich jedoch nicht erneut davon ab, umzublättern. Im Gegenteil, denn er sah mich erwartungsvoll an und meinte: „Nun mach schon.“
Darum bemüht, mich zuerst nur auf die rechte Seite zu konzentrieren, verdeckte ich die linke provisorisch mit meiner Hand und las ich mir erst Bepo´s Text durch. Ein großer, weißer Pfotenabdruck prangte unter seinem Bild, auf welchen er mit schwarzem Stift geschrieben hatte. Jedoch erschien mir jener Abdruck ziemlich klein und unförmig für einen Bären, weshalb ich misstrauisch die Stirn runzelte, den Finger darauf richtete und den Mann neben mir ansah.
Als hätte er mir die Frage angesehen, erklärte er schmunzelnd: „Das war Takaya. Sie hat sich geweigert, dir zu deinem Tod zu gratulieren. Ihre Ansicht was das Leben angeht, ist nicht mit dem kompatibel, was wir hier heute tun… Aber sie will, dass du weißt, dass sie trotzdem bei dir ist und dich nicht verurteilt.“ Er deutete auf eine zierliche Gestalt hinter Bepo, die aus dem Hintergrund heraus einen unsicheren Blick in die Kamera warf. „Das hier ist sie.“ Nachdenklich betrachtete ich den Pfotenabdruck erneut. Ein Wolf? Ja, das könnte passen. Dann war sie das also dort am Strand bei Bepo.
„Richte ihr meinen Dank aus… Bitte. Ihnen allen. Das hier bedeutet mir wirklich… sehr viel. Das habe ich echt nicht erwartet.“, nickte ich und wagte schließlich einen letzten Blick in das wunderschöne Fotobuch. Und zugleich einen ersten Blick auf jene Seite, die die wohl bedeutendste Nachricht beinhaltete. Unter dem Bild des Capt´n standen nur zwei Zeilen.

Keine Widerworte mehr!
Willkommen bei den Heart-Piraten!


Verdutzt las ich die paar Worte nochmal und nochmal. Ihr Sinn erreichte mich jedoch erst, als ich den Kopf hob und Law ansah, welcher mich verschmitzt angrinste.
„A-aber w-was hat das zu be-bedeuten?!“, brachte ich mit Mühe und Not aus mir heraus, versuchte es mir selbst zu erklären, aber es gelang mir nicht so richtig.
„Du kamst zum Vorsprechen, als wir neue Mitglieder rekrutierten und ich schulde dir noch immer eine offizielle Antwort, nachdem unser Gespräch damals so prompt abgebrochen werden musste.“
„Du hast mich aus dem Zimmer befördert.“, erinnerte ich ihn daran, wer die Schuld daran trug, doch er ignorierte meine Worte einfach.
„Es ist genauso gemeint wie es da steht. Aus der Nummer kommst du nicht mehr raus, glaub mir.“
„Es ist mir eine Ehre, Law!“, teilte ich ihm überglücklich mit und schloss das Buch mit einem lauten Knall, legte es auf meinem Schoß ab, fuhr das Zeichen der Crew mit meinen Fingern nach. „Vielen Dank! Ich hätte nicht gedacht, dass ich einst so glücklich sein würde, wenn mein Ende kommt. Und… damit schon gar nicht! Ich danke dir!“ Stumm nickte er und erhob sich, betrachtete das Bett etwas länger, ehe seine Augen sich wieder auf mich richteten.
„Bist du soweit? Oder brauchst du noch einen Moment?“, erkundigte er sich. Kopfschüttelnd legte ich mich hin, zog die dünne Bettdecke über mich und platzierte meine Arme darauf, die Hände hielten noch immer das Fotobuch fest umschlossen.
„Nein, ich bin fertig. Es kann losgehen.“, teilte ich ihm mit und atmete einmal tief durch. Schweigend trat er zurück ans Bett und griff erneut in seinen Rucksack, holte zwei große Spritzen mit hellblauen und violetten Inhalt, sowie einen Dolch hervor und schien für einen Moment winzige Zweifel zu hegen.
„Ich will es so.“, lenkte ich seine Aufmerksamkeit auf meine Stimme, um ihm am Grübeln zu hindern. „Du tust das Richtige.“
„Ich weiß.“, ließ er mich wissen. „Aber du stimmst mir doch zu, dass es eine absolute Verschwendung für die Forschung ist, deinen einzigartigen Körper hier einzuschläfern oder?“ Der verdutzte Ausdruck in meinem Gesicht sprach Bände. Macht er nun einen Rückzieher? Will er mich verarschen? Ich hatte es ihm vor vielen Jahren bereits gestattet, an mir zu forschen und zu experimentieren, um seinen Wissensdrang zu stillen. Wortlos sah ich ihn an. „Ein wenig bedauerlich ist es schon. Du wärst ein gutes Übungsobjekt für angehende Mediziner.“, gestand er mit einem gefährlich schiefen Grinsen auf den Lippen, das mich am Ende meiner Tage noch ein letztes mal auf seine trockene Art verspottete. Ich schmunzelte, als ich die Belustigung in seinen Augen sah, die meiner Reaktion zuzuordnen war.
Er nahm mich auf den Arm.
Erleichtert seufzte ich und sagte dankend zum Abschied: „Außer dir kann mir niemand helfen. Ich muss auf Nummer sicher gehen, dass ich tot bleibe, also bitte… hilf mir zu sterben… Capt´n.
„Ich halte meine Versprechen.“, erklärte er um mich vollends zu beruhigen und schnappte sich die hellblaue Spritze. „Wie lange brauchst du um deine Traumwelt zu kreieren?“, erkundigte er sich.
„Das geht recht schnell, maximal zwei Minuten.“
„Gut. Du kannst nach der ersten Spritze anfangen. Sobald du schläfst, injiziere ich die zweite Dosis. Dann folgt der Dolch.“
„Ok.“, bestätigte ich zuversichtlich.
Ein fröhliches Lächeln zog sich quer über mein Gesicht. Ein Lächeln wie ich es mir viele Jahre zuvor nie wieder zu erträumen wagte. Er erwiderte die Geste mit einem sachten Lächeln.
„Eine Sache muss ich noch loswerden.“, fing er an, während er parallel zu seinen Worten, die Spritze ansetzte und durch meine Haut stach. „Falls das hier nicht funktioniert. Falls du irgendwann wieder erwachen solltest. Falls dir irgendwann jemand diesen Dolch aus dem Herzen zieht oder die Wirkung der Spritzen nachlässt… Dann tu dir selbst einen Gefallen und suche die Insel der Wolfsmenschen auf. Sie heißt Ada Cazira Nekare. Sie ist schwer zu finden, aber du schaffst das schon. Dort findest du ein Wesen, welches ebenfalls unsterblich ist, jedoch auf eine gänzlich andere Art und Weise. Leiste ihm Gesellschaft, erzähle ihm von Takaya und mir und er wird dir freundlich gegenüber treten. Er fürchtet die Einsamkeit und mag griesgrämig sein, aber Takaya schwört darauf, er sei ein guter Wegbegleiter.“ Es entging mir nicht, anhand seiner abwertenden Tonlage, dass er dies anders sah, doch ich nahm es kommentarlos hin. „Zwar wünsche ich mir für dich nur das Beste, aber–“
„In Ordnung. Ich verstehe, was du sagen willst. Danke. Falls das hier nicht klappt, werde ich die Insel aufsuchen. Aber ich bin auch zuversichtlich, Law. Ich habe das Träumen so lange geübt, ich bin mir sicher, es funktioniert. Du musst nichts weiter tun als die Spritzen zu setzen und mein Herz zu durchstoßen.“ Ihm war unwohl dabei, ich sah es ihm an, obwohl er es sich nicht anmerken lassen wollte. Er verstummte, als er sich neben mir aufs Bett setzte und den Dolch in seinen Händen drehte und betrachtete. Dann sah er auf und in mein Gesicht. Er nickte. Er war soweit. Ich nickte ebenfalls und lächelte, drückte das Fotobuch fest an mich. Es kribbelte leicht an der Einstichstelle, als er die entleerte Spritze entfernte und mich studierend betrachtete.
„Dein Körper sollte sich gleich schwer und starr anfühlen. Das Mittel integriert sich jeden Augenblick in deinen Blutkreislauf und wird dein Abwehrsystem herunterfahren. Anschließend lähmt es deine Muskeln, dann kannst du loslegen.“, erklärte er und machte sich bereits mit der zweiten Spritze bereit, während er mich aufmerksam beobachtete. Es dauerte eine ganze Weile bis ich die Wirkung spürte. Es war still um uns herum und ich genoss es wie wir uns am Ende anschwiegen.

Und es war die pure Stille, die er mir auch jetzt schenkte, in diesem für mich so wichtigen Augenblick. Es war dein Gesicht, Kenshin, welches mich tief hinab in die Finsternis begleitete, von welcher ich mir erhoffte niemals wieder hinfort zu kommen. Meine Augen schlossen sich und ich atmete ein letztes mal tief durch, ehe meine Gedanken abdrifteten und ich meine Teufelskräfte auf mich selbst anwendete. Ein ewiger Schlaf stand mir bevor und mein Capt´n, dein Ebenbild, würde den Rest übernehmen, um sicherzustellen, dass ich tot blieb.
„Ich danke dir.“, sagte ich, ließ ihn ein letztes mal meine Stimme hören, als ich die Grenze überschritt. „Danke, dass ihr mich endlich sterben lasst… Kenshin… Akaya…“






Dieses Bücher sind nicht für dich bestimmt.
Leg es sofort zurück und verschwinde.
Jetzt kennst du ihren Fluch, also lass sie in Frieden ruhen.
Es gibt Mächte, die den Tod überdauern.
Sieh es als Warnung und geh.
Oder bleib und mach dir mich zum Feind.


Trafalgar D. Water Law


Akaya, falls du das hier jemals liest,
Zuhause ist, wo dein Herz schlägt.







_______________________________

Das war´s mit dieser Story und ich hoffe, es hat Dir gefallen :)

(Ich habe in diesem Kapitel einige Hinweise auf meine anderen Geschichten hinterlassen, die im gleichen Universum spielen. Vielleicht kennst Du mich ja schon und es ist Dir bereits aufgefallen^^ Schau gerne mal in die anderen Story´s rein, bei Fragen einfach per PN melden)

Vielen Dank für Deine Lesetreue!
Damit es auch weiterhin viele Geschichten wie diese geben wird, habe ich eine Bitte an Dich :)

Lass mich gerne wissen wie es Dir gefallen hat, indem Du mir einen Review dalässt bevor sich unsere Wege trennen. Ein großer Anteil meiner Lebensenergie ist in diese FF geflossen^^
Es interessiert mich wirklich sehr was Du von meiner Geschichte hältst, was Du gut findest und was nicht.
Es fällt mir selbst ziemlich schwer ohne gänzliche Rückmeldung besser zu werden und an meinen Fehlern zu arbeiten.

Die Bilanz ist jedenfalls für mich persönlich enttäuschend, es ist nämlich nicht leicht, sich selbst einzuschätzen.
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5 Empfehlungen
nur 2! Reviews (Danke Dir, LaBertaeschchen :D)

Inhaltliche Beschwerden und Verbesserungswünschen werden gern zur Kenntnis genommen, aber wenn die letzten Wochen über schon nichts zu beanspruchen war, tja Pech gehabt, umschreiben tu ich es nicht mehr xD

Da ich leider besonders zur zweiten Hälfte der FF keinerlei Rückmeldung bekam, weiß ich nicht wie es Dir gefallen hätte, wenn ich zum Ende noch ein paar ausgiebige Rückblicke aus der damaligen Zeit eingebaut hätte. Oder auch abschließend ihren Traum näher beschrieben hätte mit dem sie nun für immer (weiß man es wirklich? o.O) einschlief.
Es gab viele Ideen in meinem Kopf, aber leider konnte ich mit niemandem darüber reden/schreiben/diskutieren/mich inspirieren lassen... Naja, je nachdem, ob Du und weitere sich die Zeit nehmen, ergänze ich diese Story eventuell noch um ein weiteres Kapitel oder zwei. Wünsche dürfen gern jederzeit geäußert werden :D

Fragen, die mich brennend interessieren! Positive und negative Antworten sind gern gesehen :)

1. Wie hat Dir das allgemeine Thema rund um die Unsterblichkeit gefallen?
2. Wie hat Dir die Darstellung der Hauptperson gefallen? Erschienen ihre Handlungen in Anbetracht ihres Schicksals nachvollziehbar?
3. Wie haben Dir die Abschnitte gefallen, in denen die Hauptperson gedanklich mit Akaya und Kenshin spricht? War das eine gute Idee oder hätte ich das weglassen bzw. einfach so in den normalen Text passend integrieren sollen?
4. Erschienen Dir die verschiedenen Charaktere einigermaßen realistisch oder habe ich jemanden überhaupt nicht gut getroffen?
5. Hast Du ein Happy End oder Sad End erwartet? (Meine Tendenz ging tatsächlich eher zu einem Sad End, doch ich habe mich dann nochmal umentschieden^^) Würdest Du Dir ein alternatives Ende durchlesen?
6. Hast Du ein Lieblingskapitel auserkoren? (Ich hatte am meisten Spaß daran, den Anfang des vorletzten Kapitels zu schreiben, wo sie zum Vorsprechen kommt und in der Schlange wartet bis sie dran kommt^^)
7. Was hältst Du von dem Abschiedsgeschenk der Crew? Gute Idee oder alberner Kitsch?
8. ??? Fällt Dir noch etwas ein, was Du loswerden möchtest? Ich habe bestimmt so einiges vergessen o.O

Ich danke Dir dafür, mir Deine wertvolle Zeit geschenkt zu haben und hoffe sehr, dass wir uns wiedersehen :)

Bis dann,
LG Maxxi
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