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Zwischen Leben und Tod

von gerex007
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P12 / Het
Alexandra Rietz Gerrit Grass
27.05.2022
13.08.2022
9
8.460
3
Alle Kapitel
11 Reviews
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27.05.2022 873
 
Hier nochmal *!TW!* |
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Dieses Mal etwas anderes, seid von dem Einstieg nicht verwirrt, ihr werdet es verstehen. Viel Spaß beim Lesen.
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Ein Seitenblick zu Gerrit.
Er stand neben ihr und lächelte sie an.
Auf seiner Stirn glänzte Schweiß.
In seiner Hand eine Schutzweste.
Normale Bedingungen - ein normaler Einsatz.
Wenigstens bis zu diesem Augenblick.

Ein Amoklauf in einer Mittelschule.
Das kam zum Glück in Deutschland nicht so häufig vor, wie in Amerika, doch es war nicht ausgeschlossen.

Es war kalt auf dem Schulhof, auf dem jetzt ein halbes Dutzend Polizeiautos und doppelt so viele Polizisten standen.
Alex sah ihren Atem in weißen Wölkchen vor ihrem Mund und war froh über den dicken Wintermantel, für den sie sich an diesem Tag entschieden hatte.
Vor einer halben Stunde hatten sie den Anruf bekommen, seitdem waren die Streifenwagen und das SEK-Fahrzeug angerückt. Die kugelsicheren Westen wurden angelegt, die Dienstwaffen noch einmal überprüft.
Alex hoffte zwar, dass diese nicht zum Einsatz dieser kommen würde, doch unbewaffnet würde sie nicht dem Irren gegenübertreten.

Sie lächelte zurück und schob dann die Pistole ins Halfter.
5 Tote, mindestens.
Das hatte zumindest einer der Schüler gesagt, die vor wenigen Minuten zittert und mit der blanken Panik in den Augen aus der Schule gestürmt waren.
Einer der 7 Schüler, die zu spät dran waren und das Geschehen nur durch ein Fenster beobachtet hatten.

"Alle fertig?", fragte Karl Reinser in die Stille hinein.
Ein Nicken war die Antwort.
Daraufhin gab er das Kommando. Die Teams gingen nacheinander in die Schule hinein.
Alex und Gerrit waren im Zweiten.
Sie tauschten einen ermutigenden Blick aus, und traten dann mit erhobenen Waffen ins Schulhaus.
Ein langer Korridor lag vor ihnen.
Einer der Schüler hatte ihnen gesagt, dass die Aula hinter der 3. Tür von rechts lag.
Die beiden Beamten aus dem ersten Team stellten sich links und rechts davon auf, Gerrit warf Alex einen prüfenden Blick zu, diese nickte entschlossen.
Die Tür wurde geöffnet und Alex und Gerrit traten hinein.

Zuerst sah Alex das Blut auf dem Fußboden, dann die Leiche eines jungen Mädchens.
Kopfschuss.
Alex schluckte, dann riss sie sich zusammen und hielt nach dem Täter Ausschau.

Die Aula war groß und in zwei Bereiche abgeteilt. Zwischen diesen Bereichen war eine Mauer.
Die Beamten schlichen leise zu der Mauer. Alex warf einen Blick auf die andere Seite und formte mit der Hand einen Daumen, der nach oben zeigte.
Bingo!
In der Ecke stand ein Haufen verängstigte Schüler.
Davor, mit einem fiesen Grinsen im Gesicht ein 15 oder  16- jähriger Schüler. In der Hand hielt er eine Glock 17.

Vorsichtig trat Alex näher an den Jungen heran.
"Sie sind umstellt, legen sie bitte die Waffe weg.", sagte sie mit einem beruhigenden Unterton.
Sie waren für solche Situationen geschult.

Der Schüler fuhr herum und ziehlte mit seiner Waffe auf Alex.
Diese hörte Gerrits Atem wenige Zentimeter hinter sich und wurde plötzlich ganz ruhig.
Ohne Nachzudenken wechselte Alex zum Du.
Sie wollte, dass es dem Schüler wie ein normales Gespräch vorkam. Etwas das ihn reizte könnte fatale Folgen haben.

"Du willst das doch nicht. Du willst doch nicht, dass noch mehr Menschen sterben. Du musst nur die Waffe weg legen, dann wird alles gut.", versuchte Alex es weiter.
Es würde nicht alles wieder gut werden!
Was war denn mit den Opfern? Mit ihren Familien und Freunden?
Dachte er an die?
Alex zwang sich nicht darüber nachzudenken, das würde sie später eh noch lange beschäftigen.
Außerdem musste sie jetzt ruhig bleiben.

"Komm..."
"Ich glaube ihr versteht mich nicht richtig! Ich Stelle hier die Vorderungen! Waffen runter, sonst ist die Frau tot!", der Junge zielte auf Alex. Seine Hand zitterte und in seinem Blick war der pure Wahnsinn.

"Junge, das bringt doch alles nicht, was du da machst.", einer ihrer Kollegen kam Alex zu Hilfe.

"Haltet die Schnauze!", rief der Amokläufer.
"Komm schon", wieder der Kollege.

Die nächsten Sekunden liefen ab wie Zeitlupe, Alex sah, dass der Junge den Abzug drückte, sie hörte Gerit etwas schreien, während er zu ihr lief, drücke er selbst auch den Abzug. Der Junge ging zu Boden und dann hörte Alex wieder jemanden Schreien. Sie nahm alles wie durch Warte hindurch war, merkte, dass sie selbst geschrien hatte und blickte sich panisch nach Gerrit um, als sie etwas traf.

Die Watte war weg, doch darauf folgt nur der Schmerz.
Ihr Blick traf den von Gerrit. Dann sank sie zu Boden.
Sekunden vergingen, doch es kam ihr vor wie Stunden.

Alex blinselte, Gerrit war über ihr.
Alex wusste, das sie getroffen war, doch wo? Ihr ganzer Körper schmerzte, doch am schlimmsten waren die Kopfschmerzen. Sie hob einen ihrer Arme, doch er fühlte sich so unglaublich schwer an. Unter Anstrengungen Gurte sie ihn zu ihrem Kopf. Als sie ihn zurückzog klebte Blut daran, ihr Blut. Alex würde schwindelig und sie sah, dass sich Gerrits Lippen bewegten, er sagte etwas, doch sie hörte ihn nicht.
Alles verschwand in einem Nebel, den die nicht durchdringen konnte. Sie hörte noch Worte wie Krankenwagen, Alex und spürte, dass ihr Gesicht nass war. Hatte sie geweint? Es fühlte sich alles so leicht an. Dann war da nur noch Dunkelheit, ewige, undurchdringbare Dunkelheit.
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