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Krieg im Haus der Schlangen

von AnimeXXX
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Cedric Diggory Harry Potter Lucius Malfoy
25.05.2022
28.01.2023
38
44.181
24
Alle Kapitel
25 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
24.01.2023 1.234
 
Deckenteile und Staubpartikel springen vom Boden wieder hoch. Man kann die Hand kaum vor den eigenen Augen erkennen. Beinahe panisch beginnt Jay Schilde über Schilde um seine kleine Gruppe zu legen. Der Todesser vor ihnen wird von einem Stück Decke getroffen. Er sinkt zu Boden. Einer von Jays Gruppe erwischt ihn mit einer Ganzkörperklammer. Wie ein Brett bleibt er auf dem Boden liegen.

Jay atmet auf, als er die Schilde an sich zerren spürt. Er muss die Zähne zusammenbeißen, um keinen Schmerz verlauten zu lassen, schafft es aber. „Was zur Hölle machen die da? Es kann doch niemand was sehen? Wie kann man unter solchen Bedingungen noch Zauber werfen?“ kann Jay Dana zischen hören.

Der aufgewirbelte Staub wird von den Zaubern erleuchtet, die irgendwer hindurch jagt. Jay verkneift sich ein Fluchen. Dana tut das genug für die ganze Gruppe. Irgendjemand brüllt einen Zauberspruch, der Jay unbekannt ist, und der Staub verschwindet. Dafür kann Jay nun die fliegenden Sprüche erkennen. Einer zerschlägt eines von Jays Schilden.

„Wo kommen die denn alle her?“ Jay sieht bei Theos Aussage auf. Es sind viel mehr Personen im Raum als noch zuvor. Jemand kniet neben Nick und Jay meint Jill zu erkennen, doch die Person verschwindet mit Nick in dem Moment, in dem Jay sie sieht. Andere Personen greifen in die Kämpfe in der Halle ein, die nun wieder ausbrechen.

Die Halle wird von einem Lichtgewitter gefüllt. Zwei Todesser greifen Jays Gruppe an. Dana, Theo und Nevio feuern zurück. Jay konzentriert sich auf seine Schilde. Schweiß bricht auf seiner Stirn aus und läuft sein Gesicht herunter. Er zischt, als es mit der Wunde in Kontakt kommt. Für einen Moment ist seine Konzentration gebrochen.

Ein Schildbrecher erwischt sein Schild frontal. Es zerspringt. In dem Lichtregen erkennt Jay den zweiten Zauber nicht, der auf die Gruppe zurast. Nevio schreit vor Schmerz auf. Das Knirschen von Knochen jagt Jay Schauer über den Rücken. Wie erstarrt starrt er Nevio an.

Magie hüllt ihn ein. Jay sieht sich panisch um, erkennt dann aber Theos Magie. Gegen dessen Schild kracht ein weiterer Zauber, der das Schild zerreißt. Theo feuert zurück. Der Todesser wird an der Maske getroffen und geht zu Boden. „Jay! Schild!“ Theos Fauchen bringt Jay aus seinen Gedanken. Er hebt seinen Zauberstab, sammelt seine Gedanken und beginnt den Zauber für das Schild.

Ein Zauber trifft ihn in die linke Schulter. Jay sinkt gegen die Wand in seinem Rücken. Die rechte Hand zuckt zu seiner Schulter. Ungewollt feuert er einen Zauber, der den Todesser trifft. Der halbfertige Schildzauber bringt den Todesser zum Schreien und Jay starrt ihn fassungslos an.

Dana fackelt nicht lange. Sie schickt einen weiteren Zauber hinterher. Stille folgt dem Treffer. Dana erstellt ein Schild, dann wendet sie sich Jay zu. Vorsichtig tastet sie seine Schulter ab, doch sie ist nicht vorsichtig genug. Jay beißt die Zähne zusammen, doch ein kleiner Schmerzlaut entkommt ihm. „Da ist was kaputt. Mehr kann ich dir nicht sagen. Kannst du weiter machen, oder müssen wir dich hier rausbringen?“

„Passt schon.“ zwingt Jay zwischen seinen Zähnen hervor. Er richtet seinen Zauberstab auf seine Schulter und murmelt einen Spruch, den Jill ihm beigebracht hat. Bandagen schlingen sich fest um seine Schulter. Pfeifend zieht er die Luft ein und verzieht das Gesicht, dann erstellt er ein weiteres Schild.

Kein Zauber kommt mehr auf sie zu. Dana und Jay passen darauf auf, während Theo sich nach Nevios Zustand erkundigt. Auch er beißt die Zähne zusammen und versichert seinen Freunden, dass er es aushalten kann. Jay mag das Gefühl nicht. Nevio soll sich nicht zwingen verletzt hier zu sein. Er sagt aber nichts, immerhin ist er in derselben Position.

„Niemand scheint gemerkt zu haben, dass wir keinen Kampfpartner mehr haben.“ meint Dana und lässt ihren Blick wandern.

„Der Göttin sei Dank. Ich bin erschöpft und verletzt. Nev ist verletzt. Je weniger wir kämpfen müssen, umso besser.“ Jay lehnt sich gegen die Wand und nimmt alle Schilde runter, bis auf ein einziges. Schon allein das strengt ihn an, aber er kann es aushalten, besonders da das Schild nichts aushalten muss.

Viele der Leute, die zuvor noch in Kämpfe verwickelt waren, liegen in der Halle oder lehnen an den Wänden. Kaum noch aktive Kämpfe sind zu erkennen, aber die wenige, die es noch gibt, sind um Todesser herum ausgebrochen. Von den schwarz verhüllten Figuren steht kaum noch eine.

„Es scheint so, als hätten wir gewonnen.“ meint Dana.

„Noch nicht. Aber wir sind am Gewinnen. Die Todesser verlieren, und zwar böse. Sie hätten die Schilde um die Schule nicht heben sollen.“

„Im Nachhinein ist man immer schlauer, Theo. Auch wenn ich nicht glauben würde, dass sie das Lernen würden. Sie wollten vermutlich angeben. Ich bin nur dankbar, dass die Ordensidioten aufgehört haben und uns nicht mehr angreifen. Das würde ich jetzt echt nicht mehr aushalten können.“ bringt Jay hervor.

„Die sehen auch nicht so aus, als ob sie es sich leisten könnten, noch gegen Leute auf ihrer eigenen Seite kämpfen. Oh. Da verschwinden immer mal wieder Verletzte. Was ist das?“ fragt Dana.

„Jill meinte, dass sei Notheiler Protokoll. Wenn möglich Verletzte aus den Kämpfen holen und an sicheren Orten versorgen. Vermutlich sind mehrere von denen da und holen nun Verletzte, wenn sie gerade können.“

„Glaubst du Jill ist hi… wobei vergiss die Frage. Dein Vater ist da drüben.“ Dana deutet auf den Kampf, der noch immer rund um Voldemort tobt. Jays Atem stockt. In dem Moment, indem Dana auf ihn zeigte, hat auch Jay Lucius erkannt. Die blonden Haare sind unverwechselbar.

Jay rappelt sich auf und beißt die Zähne zusammen. Er stößt sich von der Wand ab, den Zauberstab noch immer fest in der Hand, und durchquert die Halle. Zu seiner Überraschung hält ihn niemand davon ab. Niemand kommt auf ihn zu und niemand fordert einen Kampf von ihm. Es ist, als würden alle ihm nur abwartend zusehen. Er zieht die Schultern hoch, Schmerz schießt durch seine linke, aber er lässt sich nicht von seinem Weg abbringen.

Voldemort duelliert sich gleichzeitig mit Lucius und den Potters. Von dem dunklen Lord fliegen vor allem die charakteristischen grünen Zauber, die jedem Magier Angst machen. Jay zieht zischend die Luft ein, als sich Lucius nur knapp unter einem der tödlichen Zauber wegducken kann. Die Ablenkung sorgt dafür, dass Lily Potter den dunklen Lord mit einem Zauber trifft.

Der schüttelt den Zauber aber ab, als hätte es den Zauber nie gegeben. Stattdessen wird der nächste Todesfluch auf sie abgeschossen. Das Voldemort dabei gackert, als hätte er den Spaß seines Lebens, macht das Ganze nicht besser. Seine Zauberstabhand zittert und Jay ballt die Faust um das Holz. Tief durchatmend hebt er die Hand, die aber noch immer zittert.

„Tutela venenum.“ Selbst er kann sein Zischen kaum verstehen und doch hat er das Gefühl, dass alle es gehört haben. Aus seinem Zauberstab bricht eine Schlange hervor, so dick wie Jays Unterarm und in demselben, giftig erscheinenden grün, dass auch der Todesfluch hat. Sie schlängelt sich durch die Luft, trifft Voldemort in den Rücken und scheint in ihm zu verschwinden.

Er dreht sich um und öffnet den Mund. Doch bevor ein Wort hervorkommen kann, bricht ein Schmerzensschrei hervor. Aus sämtlichen Körperöffnungen strahlt grünes Licht. Unter dem unheimlichen Kreischen zerfällt die Gestalt mit dem Schlangengesicht zu Staub. Das Kreischen bricht ab und Jay ist dankbar, denn es schmerzte in seinen Ohren.

Vor seinen Augen beginnen schwarze Punkte zu tanzen. Sein Zauberstab fällt auf den Boden, dann wird Jay schwarz vor Augen.
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