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Das Gras auf der anderen Seite: Pendel

von Valefar
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Romance / P16 / Gen
Anthony Goldstein Astoria Greengrass Daphne Greengrass Draco Malfoy OC (Own Character) Pansy Parkinson
16.05.2022
27.06.2022
14
54.383
5
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
16.05.2022 1.003
 
Vorwort
 

Hallo!

Dieses Geschichte ist ein canonbegleitendes Projekt, welches ab dem vierten Teil der Originalromane spielt. Die Ereignisse werden aus der Sicht von Astoria Greengrass beschrieben und führen sie durch ihre Jahre in Hogwarts und darüber hinaus.

Vorab:
> Astoria ist in dieser Geschichte ursprünglich auf die Beauxbatons gegangen, kommt allerdings durch das trimagische Turnier zum ersten Mal nach Hogwarts (und führt dort ihre schulische Karriere fort aus Gründen, die sich im Verlauf der Geschichte zeigen werden)
> Ich halte mich stark an den Canon - allerdings sind Figuren wie die Familie Greengrass, Astorias Freundin Mar und eventuell weitere Charaktere von mir aus Plot-Gründen ergänzt worden. Astoria braucht immerhin ein Umfeld mit dem sie interagieren kann
>  Sobald es nach Hogwarts geht, werde ich mich größtenteils auf die in den Büchern genannten Charaktere beschränken

Pairing:
> Es wird ein slow burn Drastoria. Jegliches andere Pairing, das im Verlauf der Geschichte angedeutet wird oder stattfindet ist lediglich aus Plotgründen. Die berüchtigten Steine im Weg eben

Updates:
> Solange ich Vorrat habe update ich sobald ich dazu komme die Kapitel zu formatieren. Der erste Teil des Projekts ist beendet; da ich noch an den anderen schreibe, könnte sich die Uploadgeschwindigkeit später ändern.
> diese Geschichte stellt den ersten Teil eines vierteiligen Projekts dar

Mehr hab ich nicht zu sagen.

Viel Spaß beim Lesen!


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P R O L O G



Astoria fielen jedes Mal, wenn sie ihre Schwester sah, viele Gründe ein, aus denen sie sehr unterschiedlich waren.

Das begann bei der unterschiedlichen Haarfarbe der beiden; Astorias Haare ein sattes kastanienbraun, Daphnes Haare ein verspieltes Blond; und hörte bei ihren Meinungen auf, was die Ansichten ihrer Familie betraf. Zwei unterschiedliche Schwestern waren in einem Abstand von zwei Jahren in eine reiche, alte Zaubererfamilie geboren worden, die sich - wie viele andere magische Familien zu ihrer Zeit - der Ideologie des reinen Blutes zugeneigt fühlte.

In ihrem Streben nach einer reinen Blutlinie hatten sie sich über ganz Europa ausgebreitet - es war Tradition, dass keine der Töchter der Familie Greengrass zur selben Zeit dieselbe magische Schule besuchte; aus Gründen ihres starken Dranges das reine Blut der Nachkommen zu erhalten. Familien, die wahrlich reinblütig waren, wurden immer seltener und so erhöhte eine möglichst weite Ausbreitung der Familie über den Kontinent die Wahrscheinlichkeit, ihrer reine Blutlinie fortzuführen, ohne ihre Kinder zwangszuverheiraten oder innerhalb desselben Verwandtenkreises zweimal die Ehe zu schließen.

So fand sich ein Greengrass in vielen Stammbäumen anderer alter, reiner Zaubererfamilien weltweit wieder. Jedoch nicht in dem der Familie Black, welche zu ihrer Blütezeit durch ihren Wahn nach reinem Blut bereits Verträge über Eheschließungen abgeschlossen hatte, bevor ihre Kinder überhaupt das Licht der Welt erblickt hatten. Eine zu große Selektion der Familien, in die es als lohnenswert erachtet wurde einzuheiraten, führte nur dazu, dass der eigene Stammbaum irgendwann endete. So hatte auch das Haus Black über die Jahre an Einfluss und Ausbreitung verloren. Die letzten Töchter der Familie Black, hatten in andere, reine Zaubererfamilien, wie jener der Malfoys  und der Lestranges, eingeheiratet. Blutsverräter und Squibs wurden aus dem Stammbaum gebrannt, und so war der Name der Familie bald kaum mehr gesehen. Das langsame Aussterben einer der ältesten, reinen Zaubererfamilien hatte viele Familien umdenken lassen auch halbblütige Zauberer in ihren Kreisen zu akzeptieren.

Nicht jedoch die Greengrasses. Ihr Stammbaum war lückenlos von reinen Zauberern aus ganz Europa geziert, sodass sie zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts als eine der begehrtesten Zukünftige galten; was es mitunter schwierig machte zu unterscheiden, welche Anwärter es denn wirklich ernst meinten. Vielleicht war es ein kindlich naiver Gedanke, dass Astoria sich wünschte irgendwann aus Liebe zu heiraten. Wenn Greengrasses für eines bekannter waren als ihre lückenlos reine Blutlinie, dann dafür, dass sie allesamt ein Haufen hoffnungsloser Romantiker waren. So gab es unzählige Greengrass Sprösslinge, die unverheiratet blieben, weil sie sich weigerten eine Ehe aus puren Statusgründen einzugehen. Sie war dankbar, dass ihre Familie sie niemals zwingen würde eine arrangierte Ehe einzugehen, nur um ein Erbe fortzusetzen. Dennoch gab es einen Punkt der sie nachdenklich machte. Wenn Astoria sich nicht früher oder später in einen Reinblüter verliebte, wäre es ihr vorgesehen allein zu bleiben; etwas das sie tolerieren musste. Sie konnte die angespannte Atmosphäre nicht leiden, wenn Reinblut auf Reinblut traf und einer den anderen auf Vermögen und Einfluss studierte. Astoria konnte es sich nicht vorstellen sich jemals unter solch materialistischen Bedingungen zu verlieben...

Trotz dem sie Wert auf Blutreinheit legten, waren die Greengrasses keine Familie, die die Unterwerfung der Muggel forderte. Im Gegenteil. Sie pflegten Kontakte in der magischen und nicht-magischen Welt und waren überall dort, wo es Geschäfte zu machen gab oder das Gras sprichwörtlich  am grünsten  war. Auf manch einen mochte ihre Vernarrtheit nach Blutreinheit ganz unpassend zu ihrem restlichen Charakter erscheinen. So warf man ihnen mitunter vor unauthenisch und scheinheilig zu sein, doch die meisten Leute verfielen immer noch den Charm der wortgewandten und exotischen Familie.

Wenn der Sommer hereinbrach, verbrachten die Mitglieder der Familie ihre Zeit auf dem Anwesen in Somerset; eine Grafschaft im Südwesten Englands. Hier lag der Ursprung ihrer Familiengeschichte. Die Greengrasses besaßen durch ihre vielen Reisen und die Vermählung mit Zauberern unterschiedlichster Herkunft allerdings auch Residenzen in Frankreich, Norwegen und den baltischen Staaten. Durch die Entfaltung ihrer Familien in alle möglichen Länder, waren die Greengrasses im Besitz unterschiedlichster magischer sowie muggelstämmiger Artefakte  und hatten sich aus den etlichen Kulturgegenständen jeglicher Art ein kleines Geschäft gemacht, welches zum Reichtum der Familie beitrug.

In ihrer gesamten Familiengeschichte hatte es lediglich drei schwarzmagische Artefakte in ihrer Sammlung gegeben, so sagte man. Diese drei Gegenstände sollten einst über die Reinblütigkeit der Familie und deren Fortbestehen gewacht haben. Doch keiner der neuen Generationen hatte jemals etwas davon gesehen oder gehört und somit distanzierte sich die Familie Greengrass bis zum heutigen Tag davon jemals  etwas mit der dunklen Magie am Hut gehabt zu haben.

Immer auf der Seite, wo das Gras am grünsten war. Das sagte man über die Familie Greengrass. Es schien beinahe so, als hätten sie die Ursprünge ihrer Familie schon längst vergessen.
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