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Der Wert eines Mannes oder auch Nur ein bißchen Wertschätzung

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Albus Dumbledore Hermine Granger Severus Snape
13.05.2022
04.10.2022
15
16.983
17
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18.05.2022 1.030
 
In der dunklen Zukunft :

Jetzt hatte Hermine ein Problem. Sie hatte zwar den Zeitumkehrer aber sie musste von Hogwarts weg. Es wäre viel zu auffällig in ihrer jetzigen Gestalt in der Vergangenheit aufzutauchen, außerdem würde es vielleicht zu lange dauern um zum Apparierpunkt zu gelangen. Ganz zu schweigen das sie gar nicht wusste ob dieser nicht von Auroren bewacht wurde. Auch auf Albus wollte sie nicht treffen. Das erklären würde zu lange dauern.
Ach verdammt! ALLES würde zu lange dauern.

Sie musste es schaffen direkt zum Grimmauldplatz zu apparieren wenn sie eingreifen wollte. Sie fluchte.
Sie war doch jetzt schon komplett am Ende. Da viel ihr etwas ein das Albus einst gesagt hatte. "Ich hatte immer Schmerzmittel und einen Stärkungstrank vorrätig falls Severus mal nicht in der Lage war alleine in seine Räume zu kommen. Er wollte nie das Popoy ihn so sah. Sie hätte ihn nicht mehr aus der Krankenstation gelassen" meinte er als er erzählte wie oft Snape verletzt von Todessertreffen kam. Dabei hatte er nie gewusst wie oft Severus am Tod vorbei geschlittert war. Er war ja nur im absoluten Notfall von diesem gerufen worden. Ein Trick unter Leglimentikern hatte dies ermöglicht.

Tja noch so ein Detail das sie aus dem Tagebuch hatte. Schon eigenartig das es ausgerechnet in Harry's Verlies in Gringotts gelegen hatte. Zwar war es als altes Schulbuch getarnt gewesen aber es war dort das einzige Buch gewesen. Wie war es bloß dorthin gekommen? Harry hatte es sicher nicht dort hin gebracht. Doch wie hätte Snape Zugang zu diesem Verlies bekommen? Und warum hätte er es ausgerechnet dort verbergen sollen?
Fragen über Fragen.

Nun das alles musste warten. Sie suchte noch einmal die verfallenen Räumlichkeiten ab. Schließlich wurde sie in der Nähe des zerstörten Denkariums fündig.
Sie stürzte die Flüssigkeiten herunter. Zwar mit etwas Abstand aber doch rascher als man sollte.
Sie spührte wie sie wieder zu Kräften kam. Das waren eindeutig Tränke aus Severus Privat-Vorrat. Klar Dumbledore war nie begabt in Zaubertränken gewesen und Poppy kannte gerade mal die Grundlagen. Sie seufzte. Wieder ein Grund mehr ihn zu retten. Wer sonst könnte die ganzen Heil- und sonstige Tränken brauen wenn sie gegen Voldemort kämpften?
Aber natürlich nicht nur deswegen. Sie hatte auch noch ganz andere Gründe. Nur würde SIE die nie umsetzen können.

Doch sie würde den Preis zahlen der nötig war um diese Gegenwart zu verhindern und womöglich auch ihr Schicksal zu ändern.
Langsam zog sie den zerschlissenen Mantel um sich den sie in einem der Korridore gefunden hatte. Leise und vorsichtig versicherte sie sich das keiner ihrer Verfolger zu sehen war.
Es schien wirklich so als hätte sie sie abgehängt. Sie atmete zitternd aus und glitt durch den Schutt, jede Säule und jeden Schatten nutzend.

Das Gelände war schwieriger. Deckung war nur mäßig vorhanden. Doch sie schaffte es sogar an Bellatrix vorbei die fluchend die Gegend unsicher machte. Hermine war nun nahe an der Grenze zum verbotenen Wald. Noch immer hatte sie nur Bellatrix gesehen. Wo waren die anderen?
"Keinem Schritt weiter Schlammblut" zischte es auf einmal in ihrem Rücken. Hermine erstarrte drehte aber trotzdem den Kopf um wenigstens das Gesicht ihres Henkers zu sehen.
Blondes Haar leuchtete im Sternenschein. Draco.
Hermine atmete schneller. Merlin sei Dank war es nicht Lucius. Draco war nicht so wie sein Vater auch wenn es so aussehen mochte.
"Lass mich gehen Draco" flüsterte sie.
"Damit mich der Lord bestraft weil ich dich habe entkommen lassen? Bist du nicht ganz dicht? Im Gegenteil. Er wird mich erneut ehren wie er es getan hat als ich den senilen Knacker getötet habe" lachte der Slytherin kaltschnäutzig während er ihre Erstarrung aufrecht erhielt.

"Das wolltest du doch gar nicht. Du wolltest nie zum Mörder werden. Wenn du mich gehen lässt wirst du es auch nicht. Severus wird es verhindern" meinte sie und sah ihm fest in die hellen Augen.
"Nenn diesen Namen nicht. Er wurde von euch getötet weil ihr herausgefunden habt das er ein Spion des Lords war" behauptete er Hass erfüllt.
"Du irrst. Severus hat sich selbst das Leben genommen weil DEIN 'Lord' ihn absolut brutal vergewaltigt hat und weil er erkannte dass wir ihn nicht würdigen" gab sie mit belegter Stimme zu und eine Träne entkam ihr.

Draco wurde bleich. Sein Patenonkel von dem Schlangengesicht vergewaltigt? Konnte das sein?
"Was hast du vor?" zischte er. Was hatte Granger vor? Was hatte sie gemeint als sie sagte Severus würde verhindern das er zum Mörder würde?
Hermine erkannte wie er mit sich rang. Er liebte seinen Patenonkel und ehemaligen Hausvorsteher wie einen Vater und dieser mochte ihn.
"Ich will Severus Snape retten. Er wird zusammen mit Harry dafür sorgen das Voldemort vernichtet wird" meinte sie ehrlich.
Draco schluckte. Severus retten? Er hatte alles getan was sein Vater und Voldemort von ihm verlangten und trotzdem hatte der Verlust seines Paten ihn mehr getroffen als alles andere was er davor oder danach getan hatte.
Es schüttelte ihn als er an das Grauen dachte das er verspürt hatte als er Albus Dumbledore töten hatte müssen. Hätte Severus ihm davon abgeraten?
Wenn er ehrlich war, war gerade Severus immer derjenige gewesen der gesagt hatte er solle nicht immer das machen was sein Vater wolle. Er hatte gesagt es gäbe Schatten die man nie wieder los wurde.
Wie wahr.
Einen Mord zu begehen hatte ihn abgestumpft, gleichgültig werden lassen. So wollte er doch eigentlich nie werden.

Draco nahm den Klammerfluch von Granger. "Geh. Aber belege mich wenigstens mit einem Zauber, denn falls du scheiterst habe ich zumindest noch eine Chance zu überleben" murmelte er kraftlos. Sein Stab war schon lange von ihr abgewandt.
Hermine nickte dankbar. Snape hatte recht gehabt. Malfoy war doch nur ein verängstigter, nach Lob heischender Junge.
Sie ging und erreichte nun unbehelligt die Grenze und verschwand.

In einer der Seitengassen angekommen, drückte sie sich hinter einer der Mülltonnen. Sie würden auch in der Vergangenheit dort stehen. Noch einmal atmete sie tief ein, verbarg sich ganz in dem Mantel.
Dann drehte sie den Zeitumkehrer und besiegelt sowohl ihr Ende sowie hoffentlich einen neuen Anfang.
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