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Das Leid eines Pflegers

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
12.05.2022
12.05.2022
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Das ist das Leid eines Pflegers.

Die geringe Wertschätzung innerhalb der Gesellschaft trotz hoher Relevanz. Den zunehmenden Leistungsdruck durch das immer höhere Alter des Patienten und der Covid-Pandemie. Die vielen Überstunden, um sich als Team nicht gegenseitig im Stich zu lassen. Das verhältnismäßig geringe Einkommen für eine solch harte Arbeit. Und der allgemeine Pflegenotstand, der diese ganzen Faktoren bloß weitergehend verschärft.

All das ruht als schwere Last auf seinen Schultern. Über dessen muss er sich zudem gesellschaftlich mit seiner verminderten Authentizität als Gelehrter plagen. Nicht umsonst wollen Eltern oftmals, dass ihre Kinder den Weg eines Arztes einschlagen. Auf diese Weise erhalten sie Geld und besonders Ansehen von der Gesellschaft – erlangen Respekt.

Der Arzt ist natürlich unabdingbar. Er ist ein wichtiges Fundament, ohne das unser Gesundheitswesen keineswegs tauglich wäre. Doch man darf die anderen Elemente nicht unwichtiger einstufen als sie sind, da alles seine Bedeutung hat.


Der Arzt unter ihnen ist der Theoretiker. Er allein diagnostiziert und bestimmt über die zu verabreichende Dosis, sowie Vorgehensweise. Der Pfleger ist auf ihn angewiesen, damit der Patient die richtige Behandlung bekommt.

Der Pfleger hingegen ist der Praktiker. Er ist das Herz, das unaufhörlich bei Tag und Nacht als Schichtsystem arbeitet. Er allein versorgt und kümmert sich um die Bedürfnisse und Anliegen der Patienten. Der Arzt ist auf ihn angewiesen, damit der Patient eine Behandlung bekommt.

Alles baut stark aufeinander auf wie es überall der Fall ist. Fehlt eine Instanz, so fehlt ein ganzes Organ, wodurch das System zwangsläufig zum Scheitern verurteilt wäre.

Für den Pfleger ist es allerdings mit am schlimmsten, wenn ihm sein theoretisches Wissen abgesprochen wird, nur weil er kein Arzt ist. Auch er hat die Pflicht sich einige Jahre Theorie anzueignen, bevor dieser examiniert werden darf. Doch für manche Menschen ist dieses Wissen im Vergleich zum Arzt einfach nichts wert und widersprechen oft dem Pfleger. Besonders wenn die Aussage des Arztes und die dementsprechende Behandlung des Pflegers im Kontrast zueinander stehen, was daran liegt, dass Zusammenhänge vom Patienten nicht erkannt werden können, weil demjenigen das theoretische Wissen fehlt.

Aber sollte man nicht genau den Pfleger entlasten? Vielleicht ändert sich ja eines Tages die ganze Relevanz und verschiebt sich sogar im politischen Spektrum. Vielleicht aber stürzt unser System auch vorher ein, ohne dass man hätte einschreiten können.

Kann er es denn aufrechterhalten?
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