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Phönixtränen (Grindeldore)

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / MaleSlash
Aberforth Dumbledore Albus Dumbledore Anton Vogel Gellert Grindelwald Minerva McGonagall OC (Own Character)
09.05.2022
13.08.2022
33
89.281
24
Alle Kapitel
161 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
06.08.2022 3.304
 
Inhaltliche Warnung:  Fesselung

Ich schicke das lieber mal vorneweg, weil es natürlich sein kann,  dass es jemandem nicht zusagt, wenn nicht zu jeder Zeit alle Körperteile frei beweglich sind. Alles weitere nach dem Kapitel. :)

Wie so häufig: Vielen lieben Dank für euren Support! <3 <3 <3
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Einer spontanen Eingebung folgend waren sie aus dem Zédel verschwunden und im gedanklichen Nurmengard wieder aufgetaucht. In eben dem Schlafzimmer, in dem sich ihre Wege zuletzt getrennt hatten, damals nach dem Kandidatendinner. Wieder hier zu sein, fühlte sich durchaus ein wenig seltsam an, doch Albus beschloss, sich auf das Genussgefühl zu fokussieren, welches bereits den überwiegenden Teil ihres Abends bestimmte. Einen solchen Abend hatten sie schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr miteinander verbracht, obwohl am vergangenen Wochenende die Körperlichkeit hoch im Kurs gestanden hatte. Verlangender werdende Küsse prägten ihren eher taumelnden Weg hinüber zu dem noch gut bekannten Bett, gegen das Albus mit seinen Kniekehlen stieß und nur vom Fallen abgehalten werden konnte, indem ihm Gellert die Hand stützend in den Rücken legte.

„Nicht so hastig“, murmelte dieser, während er sich gerade ausgiebig mit Albus´ Hals beschäftigte. Wenige Minuten zuvor hatte der Feldherr ihm breit grinsend eröffnet, in dieser Dimension nach Belieben viele Liebesmale auf seinem Körper verteilen zu können, ohne dass sich später jemand daran störte. Auch diese Erkenntnis trug maßgeblich zur Vorfreude auf das, was diesen Abend zum krönenden Abschluss zu bringen mochte bei. Verlangendes Saugen wechselte sich mit sanften Bissen ab; beides entlockte dem Professor ein wohliges Keuchen und zittrige Finger, sodass er immer wieder kurz vom Öffnen der schrecklich vielen Hemdknöpfe ablassen musste. Eng miteinander verschlungen standen sie vor dem weichen wartenden Bett, den Schritt gefährlich nah aneinander und je länger sie in dieser Position ausharrten, desto mehr fühlte Albus die wachsende Enge unter dem tannengrünen Stoff.

Kleidungsstücke fielen achtlos zu Boden, Lippen spielten mit Lippen und Fingerspitzen gruben sich in feste Rückenmuskulatur, bevor Albus schlussendlich nicht mehr so viel Beherrschung aufbringen konnte, weitere Minuten im Stehen zu verbringen und den anderen Körper schlicht und ergreifend mit sich in die kühlen Laken zog. Er rutschte ein ganzes Stück nach hinten, nicht ahnend, dass Gellert einfach kurz hinter der Bettkante sitzen bleiben und ihn erst einmal ausgiebig betrachten würde. „Überlegst du, ob du mich doch noch festkettest?“, neckte er ihn mit über die Lippen huschendem Grinsen und streckte eine Hand nach ihm aus. Sein Verlangen blieb unerfüllt. Vielmehr legte der Feldherr seinen Kopf leicht schief und betrachtete den nackten Körper vor sich eingehend. Mit jeder weiteren Sekunde prickelte die aufgeregte Haut. „Provozier mich besser nicht dazu“, schnurrte Gellert sodann in der verführerisch dunklen Stimmlage, die Albus schon immer verrückt gemacht hatte.

Endlich rutschte er ein Stück in die richtige Richtung, drückte Albus´ Beine auseinander und nahm dazwischen Platz, ehe er mit beiden Händen langsam an den Innenseiten der Oberschenkel entlangfuhr und damit Albus´ Nervenenden zu einem wundervollen Gesang verleitete. Für einen kurzen Moment schloss er die Augen und öffnete sie erst wieder, als er das Gewicht des anderen Körpers vollständig auf seinem spürte. Blau traf auf blau mit gleichsamen Berühren ihrer Nasenspitzen. Albus liebte diese Nähe und auch wenn er gleichwohl vernahm, in der realen Welt noch immer auf dem Sofa zu verweilen, konzentrierte er sich voll und ganz auf die schmetterlingsgleichen Berührungen in dieser Dimension. Trotz der wenigen Bewegungen erzeugte das leichte Reiben in der Leistengegend einen elektrisierenden Schauer, der ihm über den Rücken nach vorne in die Körpermitte lief. Mit beiden Händen umgriff er den Nacken des Jüngeren und zog ihn so nah an seine Lippen, dass diese sich mit seinen im nächsten süßen Kuss vereinten.

Albus seufzte in den Kuss hinein, genoss den zärtlichen Biss auf seiner Unterlippe und fuhr mit einer Hand recht fordernd über Gellerts Schulterblätter. „Wie willst du es?“, hauchte dieser in eine weitere Berührung ihrer Lippen und brachte Albus damit in eine leidige Position. Im Grunde flehte sein Körper geradezu danach, genommen zu werden. Verlangend, hart, einnehmend, wenn man so wollte. Doch die in diesem Zeitpunkt vorherrschende langsame Zärtlichkeit übte einen ebenso großen Reiz auf ihn aus. „Überrasch mich!“, stöhnte er deshalb angesichts der willigen Bewegung, die seinen Unterleib unvermittelt traf. Albus war hier definitiv nicht der Einzige, der ihrer Vereinigung entgegenfieberte. Gleichwohl entschied sich Gellert für ein langsames Verwöhnen. Jedenfalls machte die sachte Art, in der ihm eine grau-braune Locke aus der Stirn strich diesen Anschein.

Mit nur einer Fingerspitze fuhr der Feldherr Albus´ Konturen entlang, malte hier und da federleichte Kreise auf seine Haut und arbeitete sich so Stück für Stück nach unten, während seine Lippen in einem noch gediegeneren Tempo folgten. Die Entschleunigung fühlte sich einerseits traumhaft an, entfachte andererseits hingegen eine gewisse Ungeduld in sämtlichen Nervenenden. Immer wieder versuchte er ihn mit den Händen ein Stück weiter zu dirigieren, obwohl er jede einzelne dieser spielerischen Rangeleien verlor. Solange bis Gellert lächelnd seufzte, beide Handgelenke mit einem Ruck packte und so tief in die Matratze drückte, dass er den Anschein erweckte, den Untergrund durchbrechen zu wollen. Erst hielt es Albus für ein schiefgelaufenes neues Spiel, doch Gellerts sich immer mehr entrüstender Blick verriet den Kern des Problems.

„Es wird nicht funktionieren“, ließ er den Jüngeren schmunzelnd wissen. „Du kannst in dieser Dimension keine Magie verwenden.“ Dass ihm dieser Umstand bisher nicht aufgefallen war, belustigte Albus auf gar kindliche Weise. Mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und Frustration betrachtete ihn der andere, ließ sogar von ihm ab und versuchte sich an einem simplen stablosen Zauber, erneut ohne den gewünschten Effekt zu erzielen. Ein unbeherrschtes Schnauben folgte einem beinahe schon wütenden Stöhnen. „Wir können ohne großartige Anstrengung von Ort zu Ort wechseln, aber einen einfachen Zauber zu wirken bleibt uns hier verwehrt?“, hakte er nach um noch einmal ganz sicher zu gehen. Albus gluckste. „Stell dir vor es wäre anders“, antwortete er dann. „Welche Motivation bestünde sonst, nicht das ganze Leben hier zu verbringen?“

Ohne zuzugeben, wie recht Albus damit hatte, lehnte sich der Weißhaarige erneut gegen den erhitzten Körper, fuhr mit dem fort, was er begonnen hatte und schob Albus´ Hände jedes einzelne Mal wieder in ihre Ausgangsposition zurück, wenn dieser versuchte, sie auch nur in die Nähe seines Körpers zu bringen. „Zeig mir anders, wie sehr du es willst!“, forderte Gellert ihn auf und biss im selben Moment zaghaft in deinen der empfindlich aufgestellten Nippel, um denselben kurz darauf mit einem liebevollen Kuss zu versehen. Der Professor versuchte der Bitte nachzukommen, er versuchte es ernstlich. Doch schon einige liebkosende Berührungen später entglitt ihm die Kontrolle über seine Arme erneut und er fuhr mit beiden Händen wieder an den Nacken seines Verführers.

Ein Zucken fuhr durch seinen Unterleib, als sich Gellert blitzschnell aufsetzte, nach den Handgelenken griff und sie abermals in die Laken drückte. Erst nachdem er sich sicher war, dass diese dort vorerst auch verbleiben würden, kletterte er aus dem Bett, um nach etwas auf dem Boden zu angeln. Regelrecht hungrig beobachtete Albus dabei die steil aufgestellte Erektion, welche seiner vorfreudigen Erwartung in nichts nachstand. Manchmal fragte er sich, ob es in diesem Bereich so etwas wie eine Kategorisierung der Schönheit gab. Er kam dabei auf keinen Nenner, außer dass Gellerts Körper unbestreitbar wundervoll war, auch was dieses Körperteil anging. Faszinierend mochte man fast sagen.
Mit Albus´ silbern glänzenden Krawatte in den Händen kehrte der Feldherr zurück und sorgte damit einerseits für Irritation, allerdings auch für ein aufflammendes Kopfkino hinter den glasigen Augen des Professors. Er schlang die Beine um Gellerts Oberschenkel, kippte ihn gleichsam nach vorne und vernahm zufrieden das Zusammentreffen ihrer Haut. Mit einem leichten Biss in die Unterlippe wurde diese spontane Eingebung quittiert, bevor sich Gellert wieder aufrichtete. „Gib mir deine Hände“, forderte er ihn, erneut zwischen Albus´ Beinen kniend, mit strengem Unterton auf und sah ihn erwartungsvoll an.

Der Ältere kam dem Befehl nach, hielt ihm die Handgelenke hin und beobachtete mit einer Mischung aus Faszination und Erregung, wie fachmännisch Gellert einen festen Knoten darumband. Aus purer Neugierde versuchte er mit leichtem Kraftaufwand die Fesselung zu lösen und stieß auf herben Widerstand. Im Zweifelsfall hätte er sich vermutlich daraus befreien können, doch stand ihm in diesem Moment überhaupt nicht der Sinn danach. Liebevoll umfasste der Feldherr beide Unterarme, führte sie über Albus´ Kopf zurück auf die Matratze, drückte sie dagegen und verfing sich in einem innigen Kuss dem ihm nunmehr recht ausgelieferten Mann. „Fühlst du dich wohl?“, fragte er aufmerksam, gleichwohl nach Albus´ Unterlippe schnappend und vernahm die heiser gesprochene Bestätigung mit einem zufriedenen Grinsen. „Lass sie dort oben“, wies er ihn zum wiederholten Mal an, bevor er sich zielstrebig dem bereits leicht verschwitzten Brustkorb zuwandte.

Derart in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt zu sein, fühlte sich fremd, jedoch nicht unangenehm an. Konzentriert hielt er die Arme in ihrer Position, was Albus´ Beine bei jeder Berührung durch die talentierten Lippen zum Zucken brachte. Er spürte den anderen an seiner Haut entlang schmunzeln, keuchte ob des immer fester werdenden Saugens und angesichts der einfühlsamen Liebesbisse, verlor sich in den schmalen Linien, die Geller an seinem Körper entlang zeichnete. Wie gerne hätte er ihm nun die Hände in den Nacken gelegt und an seine sehnsuchtsvollen Lippen gezogen. Doch es ging nicht. Der Stoff um seine Handgelenke hinderte ihn auf furchtbar anregende Weise daran, sich auch nur einen Millimeter in diese Richtung zu bewegen. Stattdessen schloss er die Augen, um sich noch intensiver auf jede einzelne Liebkosung zu konzentrieren. Zunächst an seiner Brust hinunter, über die kitzlige Muskulatur an seinem Bauch, was ihn ein paar Mal in ein ersticktes Keuchen trieb, über seine Hüfte zum linken Oberschenkel, auf dessen Innenseite die leicht geschwollenen Lippen zunächst verharrten.

Auch hier ließ sich der andere Zeit. Gellert atmete. Er atmete ein und er atmete langsam, mit geöffneten Lippen wieder aus, sodass warme Luft über die Härchen an Albus´ Haut flimmerte, was diesem ein wohlig warmes Gefühl durch seine Adern trieb. Immer und immer wieder, abwechselnd mit zärtlichen Küssen, die Gellert in Richtung des Schambeins verteilte. „Du bist so schön, Liebster“, säuselte er geradezu verzückt, wohlwissend, dass sein heißer Atem ob der Nähe inzwischen an Albus´ aufgestelltes Glied stieß, dort abprallte und sich wie eine Umarmung entlang des Schafts verteilte. „So schön“, wiederholte er ein paar Mal. „Und so unglaublich hart für mich.“ Die Luft scharf einziehend biss sich Albus auf die Unterlippe, um nicht der Versuchung zu erliegen, augenblicklich über die Klippe zu stoßen.

Vorwitzig schnellte Gellerts Zunge hervor, um sich an der Länge vorzutasten, bis sie die empfindliche Spitze erreicht hatte, aus der inzwischen vereinzelt Lusttropfen austraten, die der Jüngere schlicht und ergreifend wegküsste. „Lass sie über dem Kopf“, wies er Albus grinsend an, da er das Zucken in seinen Armen registrierte. Der Professor fühlte sich ertappt. Am liebsten wäre er mit beiden Händen durch das grau-weiße Haar gefahren, hätte sich daran festgeklammert und ihn dirigiert. Mit ein bisschen Mühe ließ sich das sogar mit zusammengebundenen Händen bewerkstelligen. Aber Albus blieb gehorsam, obgleich er das Zucken in Lendengegend nicht weiter zu unterdrücken vermochte. Mit einer Hand drückte Gellert sanft gegen die aufgeregte Muskulatur, während die Finger der anderen erst sachte, mit der Zeit jedoch immer fordernder an der Erektion entlangfuhren, um sie schlussendlich ganz zu umgreifen.

Albus stöhnte heftig unter den Bewegungen; er wusste nicht wie lange, weil er das Zeitgefühl verlor. Gellerts andere Hand wanderte den erhitzten Körper wieder hinauf, beschäftigte sich damit über die Haut zu streichen, brachte Albus damit zum Zittern und Ächzen und stoppte nicht, bis sie jeden Zentimeter einmal erkundet hatte. Gleichwohl hatte er die Härte inzwischen vollständig in Mund und Kehle aufgenommen, leckte, saugte, schluckte und brachte Albus damit dazu, vollständig die Gewalt über seine Stimmbänder zu verlieren. Der Ältere war ihm fast schon dankbar als er abließ, nur um sich einer anderen Region mit nicht minderer Intensität zu widmen. Leise lachend zog die Pobacken ein wenig weiter auseinander und strich mit einem Finger quälend langsam über die empfindsamen Nervenenden. Albus seufzte tief. Eigentlich hatte er damit gerechnet, sodann eine Fingerspitze an seinem Eingang zu spüren, stattdessen waren es Lippen. Federleicht setzten sie Küsse darauf und schließlich, endlich spürte Albus die warme Feuchte der Zunge, welche sich vorsichtig vortastete um ihn zu liebkosen.

Langsam, liebevoll, zärtlich, als hätten sie alle Zeit der Welt. Vollkommen anders als sonst, wenn sich Gellert nahm, was er begehrte, aber keineswegs weniger aufregend und vor allem nicht weniger stark das Geschehen dominierend. Mit jedem Zungenschlag konnte der Ältere weniger als sich halten, bis er schließlich, zu Gellerts offensichtlichem Wohlgefallen, mit dem Becken nach vorne zuckte. „Du musst dich hier nicht zurückhalten“, animierte er ihn heiser, wohlwissend dass er damit die ersten deutlichen Liebesbekundungen provozierte. Den ersten Finger dazu zu nehmen, brachte die Situation vollends zum Eskalieren. Albus wandte sich unter den Berührungen, kämpfte gegen den Drang an, seine Hände zu befreien. Bei Merlin und Morgana, Gellert hatte einen unweigerlich präzisen Spürsinn dafür, mit was er ihm einen subtilen zusätzlichen Kick verschaffen konnte. Mit jedem weiteren Finger, der dazukam, sich krümme, spreizte und den vorfreudig erregten Lustpunkt in seinem Innern streifte, nahm sein Atem einen deutlich flacheren, abgehakten Rhythmus an. Kurz bevor er die Klippe endgültig überschritt, zog sich der andere aus ihm zurück, umfasste Albus´ Wurzel und versenkte den pulsierenden Schaft erneut in seinem Mund.

Ein wenig schämte er sich dafür, so ungeniert und in mehreren Wellen in Gellerts Mund gekommen zu sein, doch schließlich entsprach das ganz offenbar sogar dem Plan des Jüngeren. Beschwingt grinsend stemmte er sich zu ihm hoch, umrahmte Albus´ Gesicht mit beiden Händen und küsste ihn auf innigste Art und Weise, sodass dem Professor für einen kurzen Moment die Luft wegblieb. Dann griff Gellert ihn an den Oberschenkeln, schob ihm geschwind ein Kissen unter den Po, umfasste Albus´ Handgelenke und drückte sie gegen den Widerstand, während er gleichwohl mit einem gutturalen Aufstöhnen endlich ihre Körper vereinigte. Trotz des Umstands, ihn in dieser doch recht ausgelieferten Position schnell nehmen zu können, ging es Gellert auch hierbei langsam an. Abermals verwickelte er Albus in tiefe Küsse, fuhr von Zeit zu Zeit durch seine wilden Locken, hielt ihn fest, wenn er vor erneut anwachsender Lust zu zerbersten drohte und kam schließlich, mit Albus´ Namen auf den Lippen, selbst zum ersehnten Höhepunkt.

Eine ganze Weile lag er noch halb auf ihm, Herzschlag an Herzschlag, bis sich Gellert von ihm herunterrollte in eine seitliche Position, von der aus er zunächst mit einem Finger in den Krawattenknoten griff um ihn zu lockern und das Band zu lösen. Es war ein seltsames Gefühl, sie plötzlich einfach wieder bewegen zu können und so störte es Albus nicht, dass der andere seine Handgelenke weiterhin umgriffen hielt und diese sehr genau besah, bevor er mit einem zufriedenen Lächeln den Stoff über die Bettkante warf, seine Beine mit denen des Professors verschränkte und ihn nah an seine Brust zog. Nasenspitze traf Nasenspitze und Lippen auf Lippen. Das Nachbeben war ein herrliches Gefühl, besonders wenn es sich so lange zog.

„Es ist eine wahre Schande“, murmelte er luftausstoßend. „Wir hätten diese Dimension für so viel Schönes, so viel Neues nutzen können, all die Jahre.“ Albus Arm wanderte sanft um Gellerts Seite, hin zu seinem Rücken, wo er zur Ruhe kam. „Lass die Vergangenheit ruhen“, hauchte er zwischen zwei Küssen. „Wichtig ist die Zukunft, Gellert.“ Er gluckste, lachte auf. „Erlaube mir die Bemerkung – die Aussicht auf eine Wiederholung sagt mir äußerst zu. Mit allem, was wir heute getan haben und noch mehr.“

„Noch mehr?“, hakte der Weißhaarige interessiert nach, den Rotschimmer auf Albus´ Wangen küssend. Der Ältere ließ es unkommentiert, aber die Sache mit der Krawatte würde ihm wohl noch einige Tage nachhängen. Es war so anders gewesen als sonst und doch nicht gänzlich fremd. Ein seltsam aufregendes Gefühl. Anstatt weiter darauf einzugehen, setzte er sich kurz auf, angelte nach einer Decke, warf sie über sie beide und schmiegte sich eng an Gellerts Körper, um so liegen zu bleiben. Am liebsten die ganze Nacht, auch wenn das nicht ging. Sie lagen dort, wortlos, für eine Zeit bewegungslos, schlicht den Geräuschen lauschend, die ihr Atmen produzierte.

„Ich liebe dich so sehr“, seufzte der Professor in einen weiteren Kuss hinein. „Mehr als alles auf der Welt, meine Seele.“ Mit geschmeidigen Fingern strich er ihm eine Strähne aus der Stirn und beobachtete die eisblauen Augen aufmerksam. Sie wurden glasig mit jeder Sekunde, die verging. Fragen legte er den Kopf ein wenig schief, soweit es ging. „Gellert?“, flüsterte er dann bekräftigend und traute seinen Augen nicht als eine einzige kleine Träne aus dessen Augenwinkel trat. Albus fing sie mit dem Daumen auf, zog ihn an seine Lippen und küsste ihn erneut. „Warum?“, fragte er leise, aber keinesfalls vorwurfsvoll oder mitleidig. Der andere drängte sich weiter an ihn, bis kein einziges Blatt mehr zwischen sie passte.

„Die Vision“, meinte er dann bekümmert. „Die Vision, Albus. Von dir auf diesem Turm. Sie lässt mich nicht mehr los. Wie du dort stehst und diesen Mann darum bittest, dich zu töten. Und wie du dann über das Geländer fällst…“

Jedes seiner Worte versetzte Albus einen kleinen Stich mitten in die Brust. Es schmerzte, ihn so erfüllt von Furcht auf die Zukunft blicken zu sehen, zumal noch nicht einmal sicher war, dass es so geschehen würde. „Gellert“, murmelte er gegen die warme Stirn und strich ihm behutsam über den Rücken. „Es ist nur eine Möglichkeit von vielen, meine Seele.“ Der andere schüttelte kaum merklich den Kopf. „Nein“, erwiderte er heiser.
„Es ist keine Möglichkeit, Liebster. Das werde ich zu verhindern wissen.“ Mit zittrigen Händen umgriff er Albus´ Gesicht und zog es so, dass sie sich wieder in die Augen blickten. Blau traf auf blau. Weiches Himmel- auf entschlossenes Eisblau. „Der Tod ist unaufhaltsam“, fuhr er dann etwas gefestigter fort. „Er ist Anfang und Ende des ewigen Kreislaufs. Aber bei allem, was mir lieb und teuer ist, Albus, werde ich nicht zulassen, dass du die reale Welt auf so unwürdige Art und Weise verlässt.“ Er verschloss Albus´ Lippen mit einem weiteren Kuss, bevor er schließlich versprach: „Wenn die Zeit gekommen ist, dann gehst du in meinen Armen. Leise, friedlich und den Tod empfangend wie einen alten Freund.“

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So, 3 Dinge:

1. Das hier war mal was Neues, nicht? ;-)
Jahaaa, es wird noch mehr in diese Richtung geben. Wie viel insgesamt weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Es existiert jedenfalls aktuell 1 Kapitel mit Dominanzspiel  & Fesselung. Ein ab jetzt absolut fester Bestandteil ihrer sexuellen Beziehung wird es allerdings nicht; es bleibt ein zusätzlicher Reiz. :)

2. Hintergrund dieser Entwicklung: Ich habe gelesen. 4 Bücher von Jessica Graves. :)
Jedem, der sich mal mit erotischer Literatur beschäftigen möchte, die BDSM beinhaltet, lege ich ans Herz mal bei ihr vorbeizuschauen, denn sie macht das einfach sehr sehr gut. :)

Nun, der dadurch aufgekommene grundsätzliche Spleen mit dem Thema , welcher sich in meinem Gehirn manifestierte,  hat sich jedenfalls auf Gellert & Albus übertragen und sie ließen mich nicht in Ruhe, bis das eben erwähnte Special geschrieben war. ^^ Dieses hier ist ein Ausläufer dessen, damit es später dann nicht völlig aus heiterem Himmel kommt. XD

3. Natürlich darf auch eine Vorschau auf das nächste Kapitel nicht fehlen:

Der gestandene Auror schien verhältnismäßig unbeeindruckt von dem unterschwelligen Vorwurf mangelnden Vertrauens. Luft ausstoßend betrachtete er den Professor für Verteidigung eingehend. „Sie äußerten in aller Deutlichkeit, noch immer Gefühle für ihn zu hegen, Albus. Das spricht nicht gerade für die Unvoreingenommenheit, die eine solche Aufgabe voraussetzt“, gab er zu bedenken und brachte damit, nicht nur Albus, sondern auch Armando zum Lachen. „Entschuldigen Sie!“, japste Albus, nahm sich einen Moment Zeit um sich zu fangen und erklärte sich. „Kennen Sie jemanden, der gänzlich unvoreingenommen an diesen Prozess herangehen würde? Die allermeisten meiner Kollegen würden Gellert Grindelwald vermutlich gänzlich ohne Verhandlung wegsperren, während ich ihm wenigstens eine faire Verhandlung zugestehe. Von Neutralität ist diese Angelegenheit meilenweit entfernt. Allerdings fügt sich die radikale Ansicht anderer deutlich besser in die Linie des Ministeriums. Gehe ich recht in dieser Annahme, dass meine Ausführungen zutreffen?“

Bis zum nächsten Mal. <3
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