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CEOs Addiction

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
05.05.2022
23.06.2022
8
14.022
9
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
23.06.2022 3.647
 
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1 Jahr Später


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Ramon kam von der Arbeit nach Hause, zog seine Jacke und Schuhe aus, ehe er schnurstracks zur Couch ging. Dabei genoss er die Aussicht, die sich ihm bot: Corey auf der Couch.

Es tat so gut, nach Hause zu kommen und den wichtigsten Menschen auf der Welt zu sehen.

Er war zum greifen nah und sobald Ramon in seiner Reichweite war, streckte er seine Arme aus, um Corey von hinten zu umarmen und sich an ihn zu pressen.

"Ich bin Zuhause, Corey", raunte ihm Ramon zu und kuschelte sich an dessen Nacken. Atmete ihn tief ein und summte zufrieden, als sein Herz warm wurde und er nichts als Freude empfand, dem anderen so nah zu sein. In all der Zeit, haben sich seine Gefühle nicht geändert. Corey ist sein bester Freund, aber… er ist so viel mehr. "Ich habe dich vermisst."

"Willkommen zurück, Ramon", sagte Corey, legte sein Lesezeichen in das Buch, um es dann zur Seite zu legen. Er lächelte Ramon an, mit nichts weniger als Liebe.

"Hast du mich nicht vermisst?", fragte Ramon mit gerunzelter Stirn und sah Corey von der Seite aus an. Seine Arme, die den Braunschopf eben noch fest umarmt hatten, lagen nun locker um seinen Oberkörper.

"Die Wahrscheinlichkeit besteht", sagte Corey frech. Ramon zog seine Stirn zusammen und Corey wusste, dass er schmollte. "Ein klitzekleines bisschen habe ich dich vermisst."

"Du solltest wirklich aufpassen, was du sagst, Corey", warnte ihn Ramon.

Es war kein Vergleich, was sie ein Jahr zuvor noch hatten. Corey war nach wie vor sein schüchternes Selbst. Aber er begann nun um Ramon mutiger zu werden, um ihn zu necken; absichtlich. Ramon grinste dunkel; denn das bedeutete, er würde Corey zurück necken.

"Dann lässt du mir keine Wahl", sagte Ramon, mit einem theatralischen Seufzen, doch dann blitzten seine Augen und er knurrte wie ein Tier. "Ich muss dich wohl bestrafen."

Corey bekam große Augen und schluckte schwer, während sein Herz so schnell schlug, als gäbe es kein halten mehr. Sein Gesicht begann fast sofort zu brennen und obwohl Ramon dominant rüberkam, war Corey kein bisschen besorgt; eher aufgeregt.

"Wie?", hauchte Corey. Er vertraute Ramon und darauf, dass er ihm nie wehtun würde.

"Die härteste Strafe, die es gibt", sagte Ramon ernst und Corey bekam augenblicklich einen trockenen Mund. Oh Scheiße, er freute sich darauf! Ramon bemerkte es auch. "Du darfst so oft und lange betteln wie du willst: Ich. Werde. Nicht. Aufhören." Ramon wartete einen Augenblick ab, beobachtete zufrieden, wie er Coreys Nervosität aber auch Verlangen nach der Strafe verstärkte. Oh Mann, ihnen beiden war nicht mehr zu helfen.

Dann fing er an und ließ Corey aufquietschen.

"Wahh! Nicht! Bitte! Nicht da!", jammerte Corey.

"Genau da", raunte Ramon und kitzelte stärker seine Seite, wo er wusste, dass Corey empfindlich war. Sein Lachen hallte in Ramons Ohren wieder und es war ein schöner Klang. Ramon war nicht so romantisch veranlagt. Er hatte keine Ahnung, was das für ein Konzept war. Er befand sich dabei ebenso auf Neuland, wie eine Beziehung zu führen.

Aber dafür hatte er Corey. Mit ihm an seiner Seite, begann er es langsam zu verstehen.

"R-Ramon!", bettelte Corey.

Ramon hielt inne. Er sah fasziniert in Coreys keuchendes Gesicht, seine Lachtränen und überhaupt sein fröhliches und strahlendes Wesen.

"Es tut mir Leid, okay?", jammerte Corey hicksend. "Ich habe dich sehr sehr sehr vermisst!"

"Das wollte ich hören", raunte ihm Ramon zu. Corey atmete erleichtert aus, bis Ramon sagte: "Aber leider kommt die Einsicht zu spät."

"Was? Nein! Bitte!", flehte Corey und wurde kurz darauf wieder durchgekitzelt.

"Wir sind noch nicht fertig", schwor Ramon dunkel. "Noch lange nicht."

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Corey wusste nicht, wie lange die Tortur ging, doch am Ende zeigte Ramon erbarmen.

"Hier." Ramon hatte sich bereits umgezogen und reichte Corey nun ein Glas Wasser.

"Danke", sagte Corey heiser. Er hatte soviel gelacht und geweint.

Ramon setzte sich in den Sessel statt der Couch, was Corey misstrauisch machte. Sein Freund würde es sich nie nehmen lassen, sich zu Corey auf die Couch zu setzen oder zu legen. Egal wie, hauptsache er hatte Kontakt mit ihm. Ramon war süchtig nach Streicheleinheiten, besonders wenn er von der Arbeit nach Hause kam.

"Ich habe dir etwas rausgelegt", sagte Ramon und ließ Corey sich fast an seinem Wasser verschlucken. Er sah mit großen Augen auf. "Zieh es für mich an, okay?"

"Äh, ich fühle mich ganz wohl, mit dem was ich anhabe", winkte Corey ab. Er konnte auf Ramons eher ausdruckslosem Gesicht, sehr wohl den Schalk erkennen, wenn er da ist.

Und er kannte Ramons Vorlieben, wenn er Corey etwas rauslegte.

"Ich möchte dich wirklich gern darin sehen", sagte Ramon.

"Dann zieh du es doch an, wenn es dir so sehr gefällt", konterte Corey.

"Ich habe es für dich rausgelegt, Corey", bemerkte Ramon trocken. "Was macht es da für einen Sinn, wenn ich es dann anziehe?"

"Aber warum muss ich es anziehen?", jammerte Corey wie ein Kleinkind.

"Weil es dir am Besten steht", sagte Ramon. "Du bist zwar immer wunderschön und sexy, aber darin, bringst du mich erst Recht um den Verstand."

Corey wurde rot um die Nase. Verdammt nochmal, wie konnte Ramon das nur mit solch einem ernsten Gesicht sagen, ohne Scham zu empfinden?!

"Ich konnte heute kaum arbeiten, weil ich unbedingt sehen wollte, wie du es für mich trägst."

Coreys Herz stotterte, während Ramons Augen sich auf ihn fixierten.

"Ich liebe dich, Corey", sagte Ramon, ohne mit der Wimper zu zucken.

Wie unfair. Ramon wusste, dass Corey empfänglich auf diese Worte war.

"Okay", gab Corey nach, wenn auch mit einem schweren Seufzen.

Augenblicklich hellte sich Ramons Miene auf. Er sah seinem Freund nach, bis er im Schlafzimmer verschwand. Ramon war verdammt aufgeregt. Er hatte sich kaum auf das Meeting konzentrieren können, weil ihm das Bild mit Corey permanent durch den Kopf schwirrte. Ramon hatte sich souverän durch das Treffen manövriert, aber hinterher musste er erst einmal die Toiletten aufsuchen, um wieder runterzukommen.

So ein Mann ist er jetzt geworden.

Bis vor einem Jahr war er die Kontrolle in Person.

Aber seit das mit Corey und ihm intensiver geworden ist und sie eine Beziehung führen, hatte sich Ramon verändert. Er dachte nun nicht mehr an Corey seinen besten Freund, und dem schlichten Wissen, dass wenn er nach Hause kommt, Corey da sein würde, der auf ihn wartet.

Nein, jetzt dachte Ramon an Corey, seinen supersensiblen und supsersüßen Liebhaber. Seine Gedanken drehen sich auch darum, was passiert, wenn er nach Hause kommt, doch sie rutschten so leicht ab ins sexuelle. Sie treiben es nicht wie die Karnickel, und fickten in jeder freien Minute, aber es änderte nichts, dass Ramon fast nonstop daran dachte. Also, wenn er sich für Corey schon zurückhielt und ihn nicht bei jeder Gelegenheit ansprang, dann konnte er doch wenigstens seine harmlosen Fantasien ausleben und vor allem auskosten.

Ramon hatte nun ein Ansatz von einem Grinsen in seinem Gesicht.

Sein Corey betrat gerade die Bühne und sein Gesicht glühte vor Scham.

Ramon hätte nie gedacht, dass er mal eine Besessenheit dafür entwickeln würde.

Aber er hatte einen Fetisch entwickelt und Corey war seine Muse dazu.

Auch wenn Corey am liebsten kreischend wegrennen möchte, ging er stattdessen mit hochrotem Kopf auf Ramon zu. Als er Corey sah, hatte er seine Beine breit geöffnet und Corey wusste, was er machen sollte. Es war dennoch soooooo peinlich.

Ramon sah ihn eindringlich an, bewunderte den Mann vor sich und wie Corey eins seiner Hemden trug. Es wirkte an ihm wie ein Kleid, weil es ihm bis zu den Knien ging.

Es war Coreys Schuld, dass Ramon auf den Geschmack gekommen ist. Das wusste er selbst, denn Ramon hatte keine Ahnung wie man eine Beziehung führte. Corey musste wirklich alles laut aussprechen, damit es intensiver und intimer wurde. Aber es gab auch Sachen, die passiert sind, weil Corey unvorsichtig war und Ramon dadurch auf neue Ideen brachte.

Das Hemd von seinem Partner zu tragen, war so ein Klischee.

Ramon hatte länger gearbeitet, was nicht unüblich ist. Einige wichtige Geschäftsgespräche fanden mit Firmen statt, die auf der ganzen Welt verstreut sind. Um bei ihnen tagsüber jemanden zu erreichen, musste man eben nachts von hier aus anrufen. Corey wusste nicht warum, aber an einem von diesen Abenden, hatte er eins von Ramons getragenen Hemden angezogen und war dann schlafen gegangen. Er hatte sich nichts dabei gedacht. Hielt es für harmlos. Oh Junge, hatte er sich geirrt.  

Als Ramon nach Hause kam, sich Bettfertig machte und zu Corey ins Bett stieg, stockte er. Es war nicht so stockdunkel, um nichts zu sehen. Meistens war die Fußbodenbeleuchtung an, ein mattes Licht, weswegen Ramon einen guten Blick auf Corey hatte. Corey trägt mein Hemd, hatte Ramon nüchtern festgestellt. Dann hatte er sich zu seinem Freund gelegt und ihn in seine Arme genommen. Corey trägt mein Hemd. Diesmal war der Gedanke besitzergreifender und ein Teil von ihm freute sich, dass Corey etwas trug, was ihm gehörte. Es war, als würde er ihm einen Stempel aufdrücken und noch mal deutlich machen, wem Corey gehörte. Corey trägt mein Hemd. Scheiße, Corey gehörte ihm und er wusste es.

Damit begann Ramons Fetisch, Corey in einem seiner Hemden zu sehen.

"Ich will es sehen", verlangte Ramon dunkel. Corey wimmerte und wand sich. Ramon genoss das Schauspiel, weil sie beide wussten, dass Corey nachgeben wird. Das tat er immer.

Corey zog schließlich das Hemd bis zur Brust hoch und wartete verlegen, auf die Dinge, die da kamen. Ramon nahm sich Zeit, Coreys Gesicht zu studieren und wie nicht nur sein Gesicht, sondern auch seine Ohren rot anliefen. Seine Reaktionen waren wirklich niedlich.

Dann ließ Ramon langsam seinen Blick schweifen, bis zu Coreys Körpermitte. Er sah auf das schwarze Spitzenhöschen, welches an einigen Stellen fast transparent war. Ramon beugte sich vor und begann den Stoff nachzufahren, zu fühlen und zu sehen, wie bequem es saß. Da er Corey gerne neckte und ihm erst das Höschen ausziehen wird, wenn er ihn feucht machte, holte Ramon dann und wann ein neues und überraschte seinen Freund damit.

Corey hatte in diesem Punkt wirklich keine Schuld; nicht so richtig.

Er hatte im Internet eindeutig Unterwäsche für Herren bestellt.

Das der Inhalt von seinem Paket mit dem eines anderen Kunden verwechselt wurde, war wirklich wirklich wirklich nicht Coreys Schuld! Als Corey also eines Tages von Arbeit nach Hause kam, hatte Ramon ihn erwartet. Das Schicksal war manchmal ein mieser Verräter, da dass Paket genau an dem Tag eintraf, an dem Ramon eher als üblich Zuhause war und da es bei ihnen keine Geheimnisse gab, hatte Ramon natürlich reingesehen.

"Deine Bestellung ist angekommen, Corey", hatte Ramon gesagt und dabei fast animalisch geknurrt. Corey hatte ihn seltsam angesehen, weil… es war Unterwäsche. Ramon benahm sich sonst nie so seltsam, wenn er welche bestellte. "Zieh es an für mich."

Damit hat das ganze Drama angefangen und seither war die Kombination aus dem Hemd vom Freund und dazu ein Spitzenhöschen tragen, zu etwas Dauerhaftem geworden. Wann immer Ramons Fetisch zu Tage kam, würde er Corey etwas nettes rauslegen.

"Dreh dich um, Corey", sagte Ramon rau, nachdem er genug die Vorderseite bewundert und damit gespielt hatte. Corey schluckte und drehte sich verlegen um. "Entspann dich", sagte Ramon, da Corey zu angespannt war und damit auch seine Pobacken zu sehr zusammenkniff. Ramon legte seine Hände zusätzlich auf Coreys Arsch, und massierte ihn "Besser, Corey", lobte er, als sein Freund sich entspannte. Dadurch bekam er einen besseren Blick auf seine Ritze und dem Stoff, der darüber verlief. Ramons Neugierde kannte keine Grenzen und er fuhr mit seinem Daumen immer wieder fasziniert darüber, neckte Coreys Eingang, zog an dem Höschen und fuhr einfach den Stoff entlang. Es machte Spaß, damit zu spielen; seinen Freund zu necken. Und welche wunderbare Töne Corey herausbrachte. Es war eine Mischung aus Wimmern und Stöhnen. Scheiße, Corey genoss die Show ebenso sehr wie Ramon es tat.

"Ah!", quietschte Corey auf, als Ramon ihm in den Hintern kniff.

"Dreh dich um, Corey", verlangte Ramon schließlich. Schmollend drehte sich Corey um, weil hey, es war gemein, ihm in den Arsch zu kneifen, okay? Es tat weh. Ramon lächelte nur unschuldig, griff nach Coreys Hand und zog ihn auf seinen Schoß. Corey wurde prompt noch röter, weil er Ramons Härte durch den Stoff spüren konnte. Am Anfang konnte Corey es nicht glauben, dass Ramon seinetwegen erregt werden könnte. Ramon hatte sich viel um Corey gekümmert, war aber selbst nie hart gewesen. Doch als sie die Grenze überschritten und Corey das erste Mal Ramons Schwanz anfasste, um ihn auch zu befriedigen, war es, als führte es ein Eigenleben und reagierte nun entsprechend auf Corey.

Das schmeichelte ihn, machte ihn aber zugleich auch immer wieder verlegen.

"Du siehst so gut darin aus, und du weißt es auch, verdammt noch mal", sagte Ramon ernst. Er kümmerte sich nicht um seine Erregung. Dann war er eben steinhart, Corey war auch zu niedlich und reizvoll, um es nicht zu sein. Er hatte sich dennoch im Griff. "Was ist los?", fragte er unschuldig und hatte wie gewohnt eine Hand um Coreys Hüfte gelegt, der Zeigefinger der anderen spielte mit Coreys Unterlippe.

"Du bist gemein zu mir", schmollte Corey. "Warum ziehst du nicht mal zur Abwechslung etwas peinliches an, was ich dir rauslege?"

"Das habe ich bereits", schnaubte Ramon. "Erinnerst du dich an das Hasenkostüm?"

"Das… das zählt nicht." Corey plusterte seine Wangen auf und verschränkte seine Arme.

"Natürlich zählt das."

"Tut das nicht."

Corey kniff die Augen zusammen.

Sie waren im Freizeitpark gewesen und Corey hatte Ramon dazu überredet bekommen, Haarreifen mit künstlichen Tierohren zu tragen. Ramon hatte die Hasenohren und Corey die Katzenohren. Es war zwar kein ganzes Kostüm, aber es war so verdammt niedlich, den anderen Mann damit zu sehen und Corey hatte wie verrückt Bilder davon gemacht. Eins zierte noch heute seinen Hintergrundbildschirm auf seinem Handy.

"Heute abend werde ich dich Schnurren lassen", hatte Ramon ihm geschworen und ja, Corey musste dann im Bett auch den Harreif tragen und für Ramon schnurren, während dem Sex.

Corey lief rot an bei der Erinnerung. Dann sah er zu seinem Freund, der ihn die ganze Zeit intensiv anstarrte. Ramon mochte es, Corey beim nachdenken zu beobachten. Sein Gesicht sprach Bände und außerdem, er wurde es nie müde, seinen Corey zu bewundern.

Corey derweil verzweifelte, wenn er daran dachte, zu was Ramon heute geworden ist.

Ein Sexmonster!!!

Sie trieben es zwar nicht nonstop, aber ganz zurückhalten tat sich Ramon auch nicht. Und auch wenn sie nicht jeden Tag Sex hatten, hatte Ramon andere Interessen denen er nachging. Dass er gerne mit Corey kuschelte und ihn küsste, war nichts Neues. Aber wenn Corey es nicht erwartete, war Ramons Hand plötzlich in seinem Schritt, oder gar in seiner Hose.

Egal ob sie gerade einen Film ansehen und Ramon ungerührt zum Fernseher sah, während er Corey einen runterholte, dann seine Hand ableckte, und diese dann auf sein Bein zurücklegte, als wäre nichts gewesen, während seine andere Hand noch um Coreys Schulter lag, und da sein Freund jetzt besonders sensibel durch den Höhepunkt war, würde er ihn reizen, während er seinen Hals- und Schulterbereich streichelte.

Der Klassiker war immer noch die Küche und das Kochen. Ramon würde plötzlich hinter Corey auftauchen, um neugierig zu sehen, was er da macht. Es machte keinen Unterschied, selbst wenn Corey Ramon sagte, was es zu Essen gab, würde er seine Arme um ihn legen und sich nah an ihn kuscheln und dann… war seine Hand in Coreys Schritt.

"Beeil dich, Corey", würde Ramon manchmal ungeduldig sagen. "Ich kann meinen Hunger nur schwer zurückhalten." Dabei fuhr er über Coreys Schritt, um ihn mal hart, mal sanft zu streicheln. "Oder ich werde dich bereits vor dem Essen vernaschen."

"Und zulassen, dass Sperma in die Soße kommt?" Corey schüttelte den Kopf und klopfte auf Ramons aufdringliche Hand. "Hör auf, lass mich wenigstens zu Ende kochen."

"Das ist einmal passiert", murrte Ramon, aber hörte nicht auf. Er passte jetzt eben besser auf, dass es nicht mehr passierte. "Und es hat trotzdem geschmeckt."

"Eww, nein", hatte Corey protestiert.  

"Doch, mein Corey schmeckt immer gut", hauchte Ramon ihm tief ins Ohr.  

Corey schreckte aus seinen Gedanken und verbarg sein glühendes Gesicht hinter seinen Händen. Corey hatte seinen besten Freund zu einem Perversen gemacht!

Oh Gott! Oh Gott!!! OH MEIN GOTT!!!

"Es tut mir Leid", jammerte Corey.

Ramon beobachtete ihn amüsiert, während eine Augenbraue hochging.

"Was tut dir Leid?", fragte er.

Corey wimmerte und spreizte seine Hände, um vorsichtig zu Ramon zu sehen.

"Das du meinetwegen so pervers geworden bist." Es laut auszusprechen, war wirklich peinlich. Also errötete Corey und schloss seine Hände, um sein Gesicht zu verbergen.

Ramon sah nachdenklich zu seinem Freund.

Nun, Corey konnte es nicht wissen, also war es nicht seine Schuld.

"Corey", sagte Ramon sanft. "Sieh mich an."

Er wartete geduldig, bis Corey seine Hände spreizte, ihn vorsichtig ansah. Doch da Ramon keine Anstalten machte weiterzureden, seufzte Corey schwer und nahm sie dann ganz runter.

"Ich war schon immer pervers, Corey", sagte Ramon unbekümmert und sein Freund bekam große Augen. Ramon schnaubte belustigt. "Du hast es nur nie gesehen."

Wie denn auch, Ramon hatte stets eine Frau aufgesucht. Und auch, wenn er viele One-Night-Stands hatte, hielt sich sein Vergnügen in Grenzen. Er wollte lediglich Druck ablassen, manchmal kam es nicht mal so weit, weil eine seiner Bettgeschichten meinte, die Regeln zu brechen. Ramon hatte es irritiert, jemandem zu nahe zu kommen; es fühlte sich falsch an.  

Ramon sah intensiv zu Corey und augenblicklich entspannte sich sein eben noch versteinertes Gesicht. Mit seinem Freund hingegen, fühlte sich alles richtig an. Es brauchte keine Regeln, damit er in Stimmung kam. Er musste Corey nur ansehen oder anfassen oder einatmen oder an ihn denken, oder eine Kombination davon und es war um Ramon geschehen.

Es gab keine Erklärung dafür, wie aus Freundschaft, Liebe werden konnte.

Es passiert einfach.

Sie haben sich mit 10 Jahren kennengelernt und wurden beste Freunde. Für Ramon wurde Corey zu einem der ihm wichtigsten Menschen auf der Welt. Es hatte nicht mal ein halbes Jahr gebraucht, bis er Corey so vertraute und liebte, dass er eine Entscheidung traf: Corey ist permanent.

Und doch hat es gut 15 Jahre gebraucht, damit sich etwas änderte.

Ramon schwelgte, als er daran dachte, wie Corey vor einem Jahr seinen Mut zusammenfasste und ihm ein Geständnis machte. Auf eine sehr unkonvertionelle Art und Weise.

Ramon hatte nie sexuell über Corey nachgedacht. Bis zu jener Nacht, dachte er wirklich, dass Corey zu rein und unschuldig war, und hatte sein Bestes getan, damit es so blieb.

Aber dann überschritt Corey eine Grenze und zeigte Ramon etwas, was er nicht erwartete.
Corey holte sich vor Ramon einen runter. Er ließ es zu, dass Ramon ihm dabei half. In dem Moment hatte etwas in Ramons Verstand geklickt. Als hätte er endlich eine Antwort auf eine Frage gehabt, die er nie gestellt hatte. Er hatte in dem Moment so viel mehr empfunden, als sonst, wenn er Sex gehabt hatte.

Als Corey mit erhitzten Wangen, bebenden Körper und lustverhangenen Augenliedern,  schließlich mit Ramons Namen kam, dachte er: Scheiße, ist das Geil!

"Du hast dich für mich entschieden, Corey", raunte Ramon ihm dunkel zu. "Jetzt übernimm auch die Verantwortung."

"Ja, Ramon", antwortete Corey ohne zu zögern. Sein Freund mochte ihn gerne necken und liebte es, ihm die Schamesröte ins Gesicht zu treiben; aber er bereute nichts. Corey war glücklich und führte mit seinem Freund eine richtige Beziehung. Es lag an ihm, zu sagen, was er sich vorstellte und wünschte. Corey seufzte. Was war schon dabei, eins von Ramons Hemden zu tragen, und dazu ein Spitzenhöschen? Es war zwar immer noch peinlich, aber sein Freund gab ihm dafür umso mehr zurück.

"Sag es, Corey", verlangte Ramon.

"Was meinst du?"

"Du weißt was."

"Ich gehöre dir, Ramon", hauchte Corey und sein Freund knurrte erregt.

Siehst du, allein diese Worte zu hören, machten Ramon unheimlich glücklich.

"Verdammt, das tust du, Corey", sagte Ramon und ergriff mit einer Hand nun Coreys Kinn.
Er beugte sich vor, und hielt kurz vor Coreys Lippen an. "Ich bin Zuhause, Corey."

"Willkommen zurück, Ramon", antwortete Corey und hatte kaum zuende gesprochen, als Ramon seinen Mund plünderte. Die Gelegenheit nutzte, dass der Mund offen war. Ramon küsste Corey stümisch und wild, hatte zu lange auf den anderen verzichten müssen.

Er war seit mehr als 10 Stunden auf Corey Entzug gewesen. Ramon musste erst einmal sein Akku aufladen und ein guter Anfang war, sich einen Begrüßungskuss zu genehmigen. Dann würde eine Kuscheleinheit folgen, wo sie sich einander erzählten, wie der Tag so war, gefolgt von einem späteren Abendessen und Film.

"Wir sind noch nicht fertig", hauchte Ramon. Er gab Corey Zeit zu Atem zu kommen, und sah derweil seinen Freund an, als würde er es für immer bereuen, wenn er es nicht tat. Was er sah, gefiel ihm: Sein wunderschöner Corey, und er gehörte nur ihm. "Noch lange nicht."

Der einzige Mensch dem er vertraut und liebt ist Corey, er wird ihn nicht gehen lassen.

Ende
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