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Rescue <MMFF>

von Filou
Kurzbeschreibung
MitmachgeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16 / Gen
01.05.2022
23.06.2022
4
4.363
4
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
23.06.2022 1.267
 
Heyy,
Eigentlich wäre das Kapitel bereits anfangs Woche fertig gewesen, aaaaaaaaber irgendwie habe ich es vergessen hochzuladen xD Tut mir leid.

Ich freue mich, die ersten Charaktere vorstellen zu dürfen. Vielen Dank dafür :D

Danke Wolfrox für das Review, die Antwort kriegst du noch ;)

Wer noch mitmachen will, darf sich gerne melden.

***

POV Silver

„Flicks, wenn du noch mehr Bacta einpackst, dann muss ich mir Sorgen machen, dass die Kanonenboote nicht mehr abheben können“, stichelte der Silberhaarige. Sein Bruder Flicks, der nun zum Einpacken von Bactaverbände gewechselt war, zog kritisch eine Augenbraue hoch.

„Ich erinnere dich liebend gern daran, dass ich weniger hätte einpacken sollen, wenn du am Boden liegst, dich vor lauter Qualen herumwälzt, vor Schmerzen schreist, am Verbluten bist und ich dir helfen soll, aber kein Bacta mehr habe“, lächelte der Sanitäter süffisant, während er ununterbrochen Material in seinem Rucksack verstaute.

Grinsend schüttelte Silver den Kopf und drehte sich einmal im Kreis, um zu schauen, ob er noch etwas aus dem Material-Hangar brauchte. Zufrieden nickte er, blickte nochmals zu Flicks, dessen Haare passend zu ihren Rüstungen Bordeauxrot waren.

Schritte erklangen und ein schwarzhaariger Bruder trat ein. Den Farben der Rüstung zu entnehmen, gehörte er zu Commander Sayshs Jungs. Einige feine Narben zierten das unfreundlich dreinblickende Gesicht. Ohne sie zu beachten oder gar die Andeutung einer Begrüßung auszusprechen, lief er zielstrebig auf einen Stapel Kisten zu. Er stellte seinen Rucksack auf den Boden, dann holte er Detoniten, Plasmagel und Richtbomben aus der Kiste. Jede wurde vom Schwarzhaarigen begutachtet, bevor er sie in seinen Rucksack steckte.

„Was starrst du mich so an?“, knurrte auf einmal der Sprengmeister, wie Silver vermutete.

„Ach, du packst fast genauso viel ein, wie unser lieber Flicks hier, nur mit dem Unterschied, dass er Medic ist und du wohl Sprengmeister“, grinste Silver, der Schwarzhaarige verdrehte nur genervt die Augen. Die Rüstung des anderen hatte viele blaue Streifen, welche sich immer von oben nach unten über die einzelnen Teile zogen.

„Tz, die gute Laune erdrückt mich fast noch. Wir sehen uns nachher bei der Besprechung, Flicks“, er nickte dem Sanitäter als Verabschiedung zu, was dieser erwiderte, dann wandte Silver sich an den Schwarzhaarigen, „Wie war der Name nochmals, ich muss ihn wohl überhört haben.“ Der Sprengmeister versuchte, ihn mit einem tötenden Blick einzuschüchtern. Es funktionierte definitiv nicht. Silver grinste ihn weiterhin an.

„Lieutenant Whisper! Sergeant!“, fauchte der Schwarzhaarige überlegen. Auf den Lippen formte sich sogar ein spöttisches Grinsen, als der Silberhaarige nichts mehr erwidern konnte. Der Andere stand in der Rangfolge über ihm.

Der Silberhaarige wollte bereits gehen, als sich die Augen des Lieutenants auf einen Punkt hinter ihm fixierten. Silver drehte sich zum Eingang herum, wo in diesem Moment ein schmächtiger Klon mit dunkelvioletten Haaren eintrat. Die Rüstung war blank poliert und sah unbenutzt aus, kein einziger Kratzer zierte die weiß-blauen Teile. In seinen Händen hielt ihr Bruder ein Data-Pad, auf welchem er konzentriert herumtippte. Der Umgebung schenkte er keine Beachtung.

Er schien sie noch nicht bemerkt zu haben. Whisper holte hämisch grinsend einen Thermaldetonator aus seinem Rucksack und warf ihn einmal in die Luft, dann vor den Neuankömmling, welcher zu sehr in seine Notizen vertieft war.

„Thermaldetonator!“, schrie Silver dem Schmächtigen zu.

Dieser blickte verwirrt von seinem Data-Pad auf und zu ihnen. Es geschah nichts, keine Explosion erschütterte den Raum.

Lachend näherte sich Lieutenant Whisper dem Violetthaarigen. Er deutete dabei nach unten, wo noch immer der Thermaldetonator lag. Vor Schreck machte der Andere einen Satz zurück. Weiterhin lachend hob der Lieutenant den Sprengstoff auf und trat neben den Schlankeren. Silver konnte ihm ansehen, dass die Präsenz seines Bruders ihm Unwohl zu sein schien.


„Kabuum!“, zischte Whisper ihm zu. Es war laut genug, dass sowohl Silver, als auch Flicks es hören konnten. Wieder zuckte der Violetthaarige zusammen, dann senkte er den Kopf. Hätte Whisper den Thermaldetonator tatsächliche aktiviert, dann wäre er tot gewesen und sie gleich mit ihm, denn in diesem Raum gab es viel Explosives. Eigentlich hätte er wissen müssen, dass der Lieutenant den Detonator niemals zünden würde. Das Training, welches ihnen beinahe schon intravenös eingeflößt wurde, hatte sich durchgesetzt. Spätestens nach wenigen Minuten auf dem Schlachtfeld übernahm der Überlebensinstinkt die Kontrolle.

„Sie sind tot, Captain! Aber eigentlich trägst du diesen Rang nur in der Theorie. Du hast keine praktische Erfahrung, deswegen nimmt dich niemand ernst“, höhnte Whisper. Seine ganze Körperhaltung zeigte eine reine Abneigung gegen den Captain, den er nicht zu respektieren schien. Wie konnte Commander Saysh so ein Verhalten zulassen? General Gaster, Avasar und Captain Snipe verlangten von ihnen, dass sie sich vertrugen. Sie mussten sich zu jedem Zeitpunkt aufeinander verlassen können. Selbstverständlich gab es auch einmal kleinere Streitereien, doch die gehörten schnell der Vergangenheit an.

„Verschwinde wieder hinter deine Bücher, wir brauchen dich nicht bei uns!“, fauchte Whisper in diesem Moment und schubste Log zurück zum Eingang. Silver konnte sehen, wie der Violetthaarige versuchte seinen verletzten Blick zu verstecken, doch in seinen Augen flackerte er zu stark auf. Hastig drehte sich der Captain um und eilte aus dem Material-Hangar. Lachend drehte sich der Lieutenant wieder zu ihnen.

„Schaut mich nicht so an, das ist kein Captain, bloß eine Beleidigung für uns Klone. Als ob ich einen echten Thermaldetonator gebrauchen würde. Das ist eine Attrappe“, zischte er und verdrehte die Augen, als weder er noch Flicks sich amüsierten. Die beiden tauschten einen Blick aus, verloren jedoch kein Wort über das Geschehene.

Silver schnappte sich sein 773-Firepuncher-Gewehr und verließ den Raum, nachdem er sich mit einem Nicken von Flicks verabschiedet hatte. Den Lieutenant ignorierte er. Suchend blickte er sich im Gang des Kreuzers um, doch vom vertriebenen Captain war keine Spur zu sehen.

*

POV Rosha

Rosha hielt ihre Arme vor der Brust verschränkt, während ihr Buschiger Schweif unruhig umher peitschte. Die Ohren zuckten, während sie mit ihren hellblauen Augen die Situation vor ihr betrachtete.

Narsakk hielt dem Ferraner Kio die Kette hin, welche mit ihrem machtdämmenden Halsband verbunden war. Die Handfesseln hatte man ihr nicht mehr angelegt, doch das mussten die Trandoshaner nicht, sie würde sich nicht wehren.

„Sie ist ganz zahm, das verspreche ich dir, denn sie weiß, was ihr blüht, wenn sie zickt“, zischelte Narsakk seine giftigen Worte in Kios Ohren. Unschlüssig blickte der Ferraner sie an. Narsakks Drohung hallte in ihrem Kopf wieder.

„Erlaub dir einen Fehltritt und meine Gefangenen werden leiden. Ich werde sie Foltern, bis sie irgendwann sterben. Als erstes knöpfe ich mir wahrscheinlich den Jedi vor. Was denkst du wie viel Schmerzen er aushält, bis er zu schreien beginnt?“

Angewidert sträubte sich ihre Nackenhaare. Diese Trandoshaner ekelten sie an. Ihr Verhalten war überlegen und sie sahen sich im Recht.

„Ich weiß nicht…“, murmelte Kio nervös.

„Sie gehört dir, sie ist ein Geschenk von mir an dich. Du bist nun auf der richtigen Seite“, zischelte Narsakk grinsend. Er schloss die Finger des Ferraners um die Kette. Als er triumphierend zu Rosha blickte, bleckte sie die Zähne. Ein Fauchen konnte sie im letzten Moment noch unterdrücken, es hätte Folter für Meister Gaster zur Folge gehabt. Sie hätte dies nie vergessen können, da es ihre Schuld wäre.

Traurig beobachtete sie Kio, wie der vorsichtig lächelte. Misstrauisch beobachtete Rosha, wie sich Narsakk zum Ferraner beugte. Er zischte so leise, dass sie nichts verstehen konnte. Erschrocken stellte sie das gefährliche Blitzen in den Augen des Ferraners fest. Was er auch immer gehört hatte, es schien ihn zu erzürnen. Er verabschiedete sich von Narsakk, höflich, dann verließ er gefolgt von Rosha den Saal. Als sie einen Blick zurückwarf, konnte sie die Warnung im hässlichen Gesicht des Trandoshaners erblicken. Was hatte dieses Reptil nur für giftige Worte gezischelt? Und weswegen war Kio so wütend?
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