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Lightning Demons And Explosive Angels

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Fantasy / P18 / Het
01.05.2022
23.06.2022
10
14.667
1
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„Kommt alle mit zum Trainingsplatz. Wir werden einen kleinen Quirk-Erfassungstest machen.“, sagte Aizawa mit monotoner Stimme, woraufhin die Schüler unter viel Gemurmel aufstanden und sich nach und nach draußen auf dem Trainingsgeländer sammelten. Kazumi und Ayumi tauschten einen kurzen Blick.

Wozu mussten sie einen Quirk-Erfassungstest machen? Wusste die Yuei nicht, was für Quirks jeder einzelne Schüler besaß, spätestens nach den Aufnahmeprüfungen?
Neugierig und auch ein wenig verwirrt stellten die Zwillinge sich zu dem Typen mit der Brille und Ochaco, die Kazumi erfreut anlächelte. „Schön, dich wieder zusehen. Und auch dich, Hagimoto-Chan.“ Dabei blickte die Braunhaarige zu Ayumi, die lächelnd winkte und sich ansonsten auf die Worte des Lehrers konzentrierte. Auch, wenn sie den Sinn dieses Tests nicht begriff, würde sie dennoch ihr Bestes geben. Etwas anderes kam gar nicht erst in Frage…

Und spätestens, als Aizawa-Sensei verkündete, dass derjenige, der auf dem letzten Platz landen würde, von der Schule fliegen würde, war auch der Rest der Klasse absolut Feuer und Flamme.
Kazumi schluckte kurz; ihr gefiel das Ganze absolut gar nicht, aber sie würde dennoch die Zähne zusammenbeißen, es durchstehen und dabei das Beste aus ihr herausholen. Auf keinen Fall würde sie riskieren, on der Yuei geschmissen zu werden!

Aizawa wandte sich an den blonden Jungen, Bakugou, und rief ihn zu sich. Gab ihm einen Baseball und gab ihm die Aufgabe, diesen mit Hilfe seines Quirks so weit und hoch wie nur möglich zu werfen. Bakugou grinste breit und herausfordernd, streckte seine Muskeln und schoss den Ball mit einer lautstarken, beeindruckenden Explosion hinauf in den Himmel, begleitet von einem laut gebrüllten „Stirb!“ Kazumi hob eine Augenbraue und blinzelte verwirrt. ‚Stirb‘? Was sollte das denn? Dieser Bakugou war wirklich merkwürdig… allerdings auch sehr stark, denn die Höhe, die er erreichte, war wirklich beachtlich.

Als nächstes kam Izuku dran und unwillkürlich beugte Kazumi sich ein kleines Stück vor. Sie war gespannt, was für ein Ergebnis der Grünhaarige wohl erreichen würde… Das Bild, wie dieser den Roboter mit einem Schlag zu Schrott verarbeitete, blitzte in ihrem Kopf auf und sie spürte ein aufgeregtes Kribbeln in sich.

Izuku streckte seinen Arm, riss diesen nach hinten und warf… doch der Ball flog gerade mal ein paar wenige Meter weit und landete nur ein paar Schritte vor ihnen im Sand. Kazumi runzelte die Stirn. Hatte Izuku ein Problem mit seinem Quirk? Was war los mit ihm?
Geknickt und beschämt ging Izuku zurück zu den anderen, nachdem Aizawa ihn fortgeschickt hatte, allerdings nicht, ohne diesen noch einmal daran zu erinnern, das derjenige, der beim Test den letzten Platz belegte, von der Yuei Schule flog…

Nach Izuku kam Ayumi dran und die Lockige richtete ihre Aufmerksamkeit auf ihre Schwester. Sie war schon gespannt, wie weit und wie hoch sie den Ball bringen konnte… Ayumi nahm den Ball in ihre Hand, grinste und löste ein paar ihrer Federn von ihren Flügeln, die sich sogleich an den Ball klebten und ihn in die Lüfte hoben. Immer weiter, immer höher, bis er irgendwann nicht mehr zu sehen war. Ayumi blickte konzentriert nach oben, es schien so, als wäre sie noch immer dazu imstande, den Ball zu sehen – oder zu spüren – anders als bei den anderen.

Irgendwann sackten Ayumis Flügel plötzlich ein Stück herunter, sie seufzte leise auf und nach einiger Zeit erkannte man am Himmel einen Punkt, der schließlich immer näher gen Boden kam… bis der Ball ein gutes Stück entfernt von der Gruppe zu Boden fiel. Die Federn, die zuvor am Ball geklebt hatten, kehrten zurück zu Ayumis Flügeln und sie drehte sich mit einem leichten Grinsen zu Kazumi um, die mit stolzem Blick einen Daumen hob. Auch der Rest der Gruppe reagierte erstaunt, als Aizawa das Ergebnis verkündete: 1.895 Meter. Ayumi lächelte stolz und begab sich zurück zum Rest der Gruppe.

Nach und nach wurden weitere Schüler aufgerufen, die auch recht ansehnliche Ergebnisse erzielten, doch keiner schaffte es, Ayumis Ergebnis zu übertreffen. Noch nicht einmal Ochaco mit ihrem Zero Gravity Quirk. Nun war Kazumi dran, die einmal tief durchatmete, den Ball in ihrer Hand hin und her drehte und nach und nach ein paar kleine Federn aus ihren Flügeln löste, die sich wie schwarzes Pech an dem Ball festklebten. Dann ließ sie diesen fliegen, immer höher und höher… Sie spürte die Höhe so, als wäre sie selbst dort oben, einer der Nachteile, wenn sie ihre Federn auf einen Freiflug schickte: Sie spürte, was diese spürten, „sah“ was diese „sahen“… Es war so, als hätte sie eine Kopie ihrer Sinne erschaffen.

Kazumi spürte bereits, wie ihr Herz zu rasen begann, leichter Schwindel machte sich in ihrem Körper breit. Sie verfluchte ihre Schwäche für jegliche Art von Höhen. Da hatte ihre Zwillingsschwester doch ein wenig mehr Glück, denn sie hatte überhaupt keine Probleme mit irgendwelchen Höhen, sondern vielmehr mit der Weite einer Strecke. Je weiter sie flog, desto mehr Probleme machte ihr Quirk ihr. Genauso wie bei Kazumi im Moment, doch sie biss die Zähne zusammen und ließ den Ball weiter fliegen, höher und höher, bis sie es nicht mehr schaffte, die Federn weiterhin am Ball kleben zu lassen und sie spürte, wie diese sich von dem Ball lösten und wie Tinte in einem Wasserglas zerstoben und als eine Art schwarzer Schleier zu ihr zurückkehrten.

Weit am Himmel sah man den Ball, der wieder zurück gen Boden fiel. Kazumi atmete einmal tief durch und sah dann zu Aizawa-Sensei, der nun auch ihr Ergebnis verkündete: „1.297 Meter.“ Die Lockige lächelte leicht. Sie hatte doch ein besseres Ergebnis erreicht, als sie gedacht hätte.

Als nächstes kamen weitere Übungen, wie Weitsprung, in dem Kazumi eher mittelmäßige Ergebnisse erzielte, Ayumi jedoch recht gut war, dann kam die Griffkraft, in denen beide Zwillinge recht gut abschnitten, Sidesteps, bei denen Kazumi merkte, das sie vielleicht doch ein wenig mehr Sport machen sollte, als bisher und auch Ayumi erzielte nicht so gute Ergebnisse, wie sie gerne gewollt hätte, beim Sprint erzielten beide sehr gute Ergebnisse, was wohl hauptsächlich an ihrer Vergangenheit lag, denn es kam oft genug vor, dass sie vor Leuten flüchten mussten, die ihnen nicht unbedingt wohlgesonnen waren und zuletzt kamen Sit-Ups und Dehnen dran.

Doch bevor letztendlich die Gesamtergebnisse bekannt gemacht wurden, bekam Izuku noch eine zweite Chance im Ballwurf und Kazumi wünschte ihm wirklich, dass er es diesmal besser schaffen würde, als beim ersten Versuch… Der Grünhaarige hatte einen grimmig-entschlossenen Gesichtsausdruck, als er den Ball nun in die Hand nahm und weit ausholte.

Doch erneut flog er nur ein paar wenige Meter weit und Izukus entschlossener Blick wandelte sich um in Verwunderung. Auch Kazumi hatte das Gefühl, das dahinter mehr steckte und sah sich um. Kurz darauf erblickte sie Aizawa, dessen Augen rot glühten, seine Haare und der graue Schal schwebten in der Luft und er hatte den Grünhaarigen fest im Blick. Kazumi verstand nicht, was da vor sich ging, bis sie ein beeindrucktes Pfeifen neben sich hörte.

Ayumi sah den schwarzhaarigen Lehrer mit erhobener Augenbraue an. „So ein Quirk ist natürlich auch verdammt praktisch. Einfach so die Fähigkeiten eines anderen zu löschen. Er könnte selbst uns alt aussehen lassen glaube ich… Schon beeindruckend.“ Die Braunhaarige hielt kurz inne und grinste dann schelmisch. „Vielleicht ist Aizawa sogar der erste Erwachsene, den ich zumindest zu einem gewissen Grad respektieren würde. Vielleicht…“

Kazumi stöhnte leise auf und verdrehte die Augen. „Bitte tu mir den Gefallen und handel uns nicht all zu viele Schwierigkeiten ein, ja?“ Ayumi blickte ihre Zwillingsschwester an. „Was heißt hier ‚uns‘? Ich habe an sich nicht vor, dich Unschuldsengelchen in irgendwelche Probleme reinzuziehen.“ Breit grinsend ließ Ayumi ihren Blick zu Kazumis schleifen besetzten Hörnern wandern, die jedoch nur die Augen verdrehte. „Wir sind Zwillinge. Deine Probleme sind auch meine Probleme, schon vergessen?“ Ayumi lächelte leicht und wandte ihren Blick dann wieder nach vorne. „Wirklich süß gesagt. Aber ich wäre dir sehr verbunden, wenn du mit dem Süßholzgeraspel aufhören könntest, bevor ich noch Diabetes bekomme. Schau lieber deinem kleinen, süßen Brokkoli-Boy zu.“

Kazumi stieß ihrer Schwester in die Rippen, die dies nur mit einem kleinen Zucken ihrer Flügel kommentierte, bevor sie sich wieder nach vorne wandte. Gerade rechtzeitig, denn Izuku warf den Ball nun erneut… und das Ergebnis war beeindruckend: Eine heftige Druckwelle entstand, die selbst die Zwillinge erreichte und einen heftigen Luftzug durch ihre Haare und Flügel wehen ließ und der Ball schoss pfeilschnell in die Luft und war nach wenigen Sekunden nicht mehr zu sehen.

Aizawa verkündete schließlich das Ergebnis, das wirklich beeindruckend war. Er hatte sogar Bakugous Ergebnis in den Schatten gestellt, der nach Ochaco, Ayumi und Kazumi der Beste gewesen war. Allerdings hatte Izukus Ball-Wurf Ergebnis ihm nicht wirklich geholfen, denn am Ende war er dennoch Letzter. Kazumi sah besorgt zu dem Grünhaarigen, der leicht blass im Gesicht war, als Aizawa sich zu ihm und dem Rest der Klasse umdrehte und… vollkommen ruhig und mit einem gruseligen Grinsen erklärte, dass er nur geblufft hatte, um seine Schüler anzuspornen.

Kazumi atmete erleichtert aus, während Ayumi grimmig ihren Lehrer anblitzte. Also das war wirklich verdammt unnötig gewesen. Und an sich hätte die Braunhaarige ihrem ach so tollen Lehrer auch ordentlich die Meinung gegeigt, wenn nicht plötzlich Bakugous Stimme laut und aggressiv über den Platz schallte.

Die beiden Zwillinge drehten sich um und sahen den explosiven Blonden, wie er Izuku bedrängte. „Was soll dieser Scheiß, Drecks-Deku, hah?!“ Bedrohlich baute er sich vor dem Grünhaarigen auf, der nur die Hände hob und mit aufgerissenen Augen stammelte: „Ka...Kacchan, i-ich… ähm…“ Etwas silbergraues kam wie aus dem Nichts auf Bakugou zugeschossen, fesselte ihn und zog ihn von Izuku fort. Es war Aizawa, der seinen Fangschal ausgeworfen hatte, um den aufbrausenden Hitzkopf in Schach zu halten und ihn zu ermahnen, sich zu benehmen. Nachdem der grummelnde Blonde sich schließlich augenscheinlich beruhigt hatte, ließ der Schwarzhaarige ihn wieder frei und entließ die Klasse schließlich in die nächste Unterrichtsstunde.

Kazumi hatte das Ganze missbilligend beobachtet und schnaubte leise. „Willst du deine Wahl, was dein Objekt deiner Interesse betrifft, nicht doch einmal überdenken, Schwesterchen?“, fragte sie an Ayumi gewandt, die Bakugou nachdenklich nachblickte. Langsam schüttelte sie den Kopf. „Nein… Nein, ich glaube, da steckt mehr dahinter. Klar, er war super wütend aber… er schien auch verdammt enttäuscht. Fast schon hintergangen. Ich… werd mal schauen, ob ich dem grummeligen Explosion-Boy ein wenig mehr entlocken kann, was das von eben betrifft.“


Und damit war Ayumi mit einem herausfordernden Grinsen verschwunden. Kazumi schüttelte nur den Kopf und lächelte leicht. Bakugou konnte ihr ja beinahe leid tun… Die Braunhaarige ging zu Izuku, der ebenfalls in die Richtung blickte, in der Bakugou verschwunden war und hielt sich die Hand. Bei näherem Hinsehen erkannte Kazumi, das sein Zeigefinger bläulich-lila angelaufen war, ähnlich wie sein Arm bei der Aufnahmeprüfung. Kazumi zischte mitfühlend.

„Das sieht schmerzhaft aus.“, sagte sie leise und Izuku zuckte zusammen und blickte dann zu der Braunhaarigen. Er rieb sich nervös den Hinterkopf. „Ach was, alles in Ordnung. Es sieht nur schlimm aus.“
Kazumi hob eine Augenbraue. „Kann schon sein, aber ich würde es trotzdem von der Schulkrankenschwester behandeln lassen. Oder wenigstens einmal ansehen lassen. Ich…“ Nun wurde die Braunhaarige nervös und blickte kurz zur Seite, bevor sie wieder zu dem Grünhaarigen sah.

„Ich könnte dich hinbegleiten, wenn das okay für dich ist.“ Izuku sah sie erstaunt an, bevor er leicht lächelte und nickte.
„Gerne.“
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