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Ungewöhnliche Fälle der Winchesters

von Laila
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Charlie Bradbury Dean Winchester Jo Harvelle Sam Winchester
24.04.2022
26.06.2022
10
16.629
6
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.05.2022 1.695
 
Hallo zusammen,

ich möchte allen für die vielen Klicks der kleinen Geschichte danken. Das freut mich sehr.
Heute kommt wieder ein kleine Geschichte für die Winchesters bei der Wochen-Challebge .


Mein Dank geht wieder an Dokati fürs betalesen.

Dean und Sam

Es regnete immer noch und Sam hatte den Kopf eingezogen. Der Wind heulte um ihn herum und ließ ihn frösteln. Das war wieder eine der typischen Nächte, die man nicht brauchte. Leider wusste er nicht, wo er war und was genau geschehen war.
Da war nur dieses Gefühl, etwas, das nicht sein konnte. Allerdings konnte Sam es nicht greifen.
Da waren seine Gedanken an Dean, seinen Bruder und Freund? Sam war sich nicht einfach nicht mehr sicher. Was war nur passiert?
Ihm fehlte jegliche Erinnerung an die letzten Tage, aber auch so wusste er gar nicht mehr, was geschehen war.
Unsicher sah er sich um und fragte sich, wo er hinwollte.
Aus einem Impuls heraus folgte er der Straße, auch wenn er nicht wusste, wo diese überhaupt hinführte.
Es war immer noch dunkel. Der Regen machte es auch nicht besser. Er war komplett nass bis auf die Knochen und fror erbärmlich.
Das Wasser lief in seinen Kragen und Sam schüttelte sich.
Konnte es nicht einfach besser werden?

Unruhig tigerte Dean hin und her. Wo war Sam? Was genau war passiert?
Der Engel Gadreel hatte von seinem Bruder Besitz ergriffen. Nun gut, es war seine eigene Schuld gewesen. Sam war dank der Angriffe so schwer verwundet gewesen, dass er nicht überlebt hätte.
Dean hatte die Engel um Hilfe gebeten. Ezechiel hatte seinen Ruf erhört und durch einen Trick von Dean war er in Sam geschlüpft. Aber Ezechiel war in Wahrheit Gadreel und dieser arbeitete mit Metatron zusammen.
„Wir werden ihn finden“, sagte Charlie.
Die junge Frau saß am Schreibtisch und hatte mehrere Laptops vor sich stehen. Auf jedem lief ein Suchprogramm. Aber keiner wusste, wo er suchen musste.
Dean warf ihr einen Blick zu und knurrte dann ein wenig.
Er hatte gerade wenig Hoffnung. Wenn Gadreel wollte, konnte er sich verbergen. Wenn er nun zurück im Himmel war? Was war mit Sam passiert?
Dass der Engel sich eine andere Hülle gesucht hatte, daran glaubte er nicht. Scheinbar war Sam für seine Zwecke perfekt.
Über das Handy konnten sie Sam nicht finden. Eine andere Möglichkeit waren die ganzen Kameras. Charlie hatte bereits Jack angerufen und um Hilfe gebeten. Bis jetzt hatten sie aber noch kein Glück gehabt und nichts gefunden.
Dean ballt die Hände zu Fäusten. Er hätte am liebsten auf etwas eingeschlagen. Immerhin war er selber daran schuld. Wenn er nicht so dumm gewesen wäre. Aber das brachte jetzt nichts. Er musste an Sam denken und dass sie ihn fanden.

Unterdessen wanderte Sam weiter durch den Regen und die Nacht. Es wurde einfach nicht weniger. Wenn er nur eine Stadt erreichen würde. Vielleicht auch ein Telefon. Aber wenn sollte er anrufen? Wo sollte er hin?
Er wusste es einfach nicht.
Leider fehlte ihm jegliches Wissen.
Sein Magen knurrte und er sah irritiert nach unten. Das fehlte ihm gerade noch. Müde stolperte er weiter und hörte das Auto nicht, welches neben ihm hielt. Überrascht sah er auf, als es hupte. Neben ihm hielt ein Pickup. Am Steuer saß eine Frau. Freundlich sah sie Sam an und ein Lächeln spielte um ihre Züge.
„Kann ich Ihnen helfen? Ich bin Sheriff Donna Hanscum. Bei dem Wetter sollte keiner draußen sein“, sagte sie.
Überrascht blinzelte Sam das Wasser weg und nicke dann langsam.
„Ja danke, es wäre super. Das Wetter, der Regen hat mich total erwischt“, gab Sam zurück.
Donna deute auf die Beifahrertür. Erst jetzt erkannte Sam das Polizeiauto. Ein Gefühl wie Unbehagen machte sich in ihm breit. Sollte er nicht lieber wegrennen? Aber stattdessen stieg er ein und entschuldigte sich, da er alles nass machte.
„Ach schon gut. Verraten sie mir ihren Namen? Wo wollen Sie bei dem Wetter hin?“
Fachmännisch scannte sie Sam und sah, dass er kein Landstreicher war.
„Um ehrlich zu sein, weiß ich das gar nicht. Ich kann mich an Dean erinnern, meinen Bruder, denke ich zumindest. Aber mehr weiß ich nicht“, sagte er leise.
Er spürte Donnas Blick auf sich und traute sich kaum zu atmen.
„Was ist denn passiert? Drogen, Alkohol? Ich bringe Sie erstmal zur Dienstelle und dann sehen wir weiter“, gab Donna zurück.
Die Fahrt verlief schweigend und Sam war dankbar dafür. Er lehnte mit dem Kopf am Fenster und war versucht die Augen zu schließen. Wenn er nur seinen Namen kennen würde?
Donna sah ihn immer wieder an und wusste, warum sie zur Polizei gegangen war. Sie wollte anderen helfen. Und dieser junge Mann brauchte dringend ihre Hilfe.
Auf dem Revier parkte sie in der Tischgarage und nahm ihren Gast mit. In ihrem Büro gab sie ihm Kaffee und ein paar Snacks. Dankbar lächelte Sam.
„Ich habe kein Geld und keinen Ausweis. Nicht mal ein Handy“, sagte er leise.
Donna neigte den Kopf und seufzte.
„Ach, das macht nichts. Wir finden schon heraus, was mit Ihnen passiert ist. Ich schaue mal durch die Vermisstendatenbank. Vielleicht findet sich etwas. Wo wollten sie eigentlich hin? Vielleicht hilft uns das weiter.“
Sam zuckte die Schultern und drehte den Becher mit Wasser in der Hand.
„In die nächste Stadt zu einem Telefon. Ich wollte Dean anrufen, auch wenn ich seine Nummer nicht kenne. Ich weiß leider nicht, was passiert ist. Ob mich wohl jemand vermissen würde?“
Der letzte Satz war leise, aber Donna hatte ihn dennoch gehört. Sie schluckte heftig und legte dem jungen Mann eine Hand auf den Arm. Mitfühlend sah sie ihn an.
„Wir finden schon raus, was Ihnen passiert ist. Jetzt ruhen Sie sich ein wenig aus und trinken etwas. Dann sehen wir weiter. Ich mache vorher noch ein Foto.“
Sie nahm die Kamera zur Hand und schenkte Sam ein warmes Lächeln, dann machte sie ein paar Bilder von ihm.
Dieser ließ es über sich ergehen und war dankbar, als Donna den Raum verließ.
Er atmete einige Male tief durch und versuchte seine Gedanken zu sortieren. Was war alles nur geschehen? Was sollte er nur tun?
Sein Blick wanderte über dem Schreibtisch und zu einer Wand. Hier hing eine Karte von Stillwater. In Minnesota war er also. Allerdings half ihm das nicht wirklich.

Es dauert nicht lange, als der Sheriff wieder zurückkam. Donna lächelte und wedelte mit einem Handy herum.
„Ich hatte eben einen Anruf. Sie sind Sam Winchester. Ihr Bruder kommt sie gleich abholen. Ich frage mich nur, woher er wusste, wo Sie sind“, sagte Donna nachdenklich und kratzte sich am Kinn.
Überrascht blinzelte Sam. Ja, der Name kam ihm bekannt vor. Dann kam Dean ihn abholen. Bei dem Gedanken kribbelte es in seinem Bauch und er fühlte sich plötzlich viel leichter.
Dankbar nickte er und ein echtes Lächeln huschte dabei über seine Züge.
Donna setzte sich dazu und kümmerte sich um ein paar Akten.
Wenig später wurde es laut und Dean kam zusammen mit Charlie in das Büro gestürmt. Er sah sich um und kniete sofort vor Sam nieder.
Den Sheriff nahm er gar nicht wahr.
Charlie wischt sich über die Augen, als sie Sam sah und war dankbar, dass es ihm gut ging.
„Vielen Dank. Ich bin Charlie Bradbury. Wir haben Sam schon überall gesucht. Danke für Ihre Hilfe.“
Donna legte den Kopf schief und war überrascht.
„Ich bin der Sheriff hier. Daher gehört das aber zu meinem Job“, lachte sie.
Charlie grinste nur und warf Dean einen Blick zu. Der ältere Winchester strahlte und ein paar Tränen liefen über seine Wange. Heftig zog er Sam an sich und war dankbar, ihn wieder zu haben.
„Ich habe mir solche Sorgen gemacht. Was ist nur passiert? Was hat der Engel mit dir gemacht? Wo warst du? Ich habe schon Ianto angerufen. Sie haben alle Register gezogen und nach dir gesucht. Ach Sam“, schluchzte er.
Es war nicht seine Art, das war Sam klar und es berührte ihn tief.
„Ich erinnere mich nicht. Ich bin in einer alten Scheune aufgewacht. Wie ich da hinkam, weiß ich aber nicht“, stammelte er.
Die Umarmung tat gut. Er kroch näher an Dean heran und genoss die Nähe, wollte sie nicht wieder hergeben.
Dieser strich ihm über den Kopf, wie er es als Kind immer getan hatte.
„Ist schon gut. Wir kriegen das wieder hin. Erinnerst du nicht mehr an Gadreel? Er hat dich entführt.“
Das entsprach nicht ganz der Wahrheit, aber so viel wollte er nicht sagen. Viel lieber hielt er Sam fest, der die Finger unter sein Hemd geschoben hatten. Ihre Nasen berührten sich und Dean drehte ein wenig den Kopf. Er wollte einen Kuss, wissen, dass es Sam gut ging und er wieder da war. Kaum hatten sich ihre Lippen getroffen, war es, als wäre ein Damm gebrochen.
Sams Körper übernahm die Führung und presste sich näher an Dean.

Donna schnappte erstaunt nach Luft und sah Charlie fragend an. Aber der Rotschopf hatte ebenfalls Tränen in den Augen. Kopfschüttelnd verließ Donna ihr Büro und holte sich einen Kaffee.
Dass der Mann schwul war, hätte sie nicht gedacht. Dennoch freute sie sich für beide. Irgendwann kam Charlie zu ihr und setzte sich.
„Die Jungs brauche noch einen Moment für sich“, sagte mit einem Augenzwinkern.
Verstehend nickte Donna.
Sie fragte Charlie, was hier eigentlich los war, aber die junge Frau zuckte mit den Schultern. Sie konnte und durfte nichts sagen.
Auch Dean hielt sich bedenkt, als er mit Sam das Büro verließ. Er bedankte sich bei Donna.
Es war riskant ihren wahren Namen zu nennen, aber gerade jetzt war es egal. Er hatte Sam wieder und sie würden die Erinnerungslücken schon füllen. Wenn er Gadreel in die Finger bekam, würde er dem Engel die Federn herausreißen. Er hatte ihn verarscht und verraten. Das würde dieser ihm büßen, da war sich ein Dean Winchester sicher.
Charlie schnappte sich eine Karte von Sheriff Donna Hanscum und winkte zum Abschied.
Irgendwie war ihr klar, dass sie sich wiedersehen würden.

ENDE



Kalenderwoche 19: von Fenja Flower

Es ist noch dunkel und du bist auf einer Landstraße unterwegs. Es regnet schon seit einer Weile Nieselregen-Bindfäden. Warum bist du unterwegs und wer oder was begegnet dir? Und hilft er/sie/es dir?

Viel Spaß ^^
Sira
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