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Ungewöhnliche Fälle der Winchesters

von Laila
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Charlie Bradbury Dean Winchester Jo Harvelle Sam Winchester
24.04.2022
20.11.2022
31
45.261
6
Alle Kapitel
33 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
28.08.2022 1.361
 
Hallo zusammen,

hier kommt wieder eine Geschichte für die  Wochen-Challenge.

Viel Spaß beim Lesen.

Auf dem Jahrmarkt

Immer wieder sah Sam zu dem sehr ungewöhnlichen Paar neben ihnen. Zuerst hatte er es für einen Witz gehalten. Einen kleinen Scherz. Aber Rowena machte keinen Spaß damit.
Es gab so viele menschlich Freuden, die auch sie erleben wollte. Dazu gehört auch ein Tag auf einem Jahrmarkt. Auch wenn man solche Dinge der Hexe nicht zutraute. Sie hatte Freude daran. Vor allem mit ihrem Sohn zusammen.
Wenn man bedachte, dass beide sich zu Beginn töten wollten und Rowena das auch fast geschafft hätte, so waren sie jetzt auf einmal eine glückliche Familie. Mutter und Sohn, Hexe und König der Hölle. Ein ungleiches Paar, aber sie verstanden sich gut und hatten Spaß zusammen.
Dean wäre nur glücklich, wenn er nicht dabei sein müsste.
Er konnte sich jeden Ort vorstellen, nur nicht in der Nähe von Rowena. Aber leider waren sie genau hier. Sie waren alle vier zusammen auf einem Jahrmarkt unterwegs.
Als kleine Ausrede nannte Crowley einen Dämon, der nicht mehr nach den Regeln spielte. Aber im Grunde wollten beide nur raus. Und da es mit Sam und Dean lustig war, hatte Rowena auf ihre Anwesenheit bestanden.
Der ältere Winchester seufzte genervt und sah zu seinem Bruder und Geliebten. Sam erging es ähnlich. Auch wenn er mit ihren ungewöhnlichen Gästen besser zurecht kam er selber.
„Jetzt schau doch nicht so, Dean. Wir wollen Spaß haben und nicht wie ein Trauerkloß dastehen“, sagte die Hexe. Sie fixierte Dean über ihre Nase hinweg und der Jäger brummte leise.
„Ist ja schon gut.“
Sam schmunzelte und zog ihn näher an sich heran. „Ich gebe ihr ausnahmsweise mal recht. Ich kaufe dir etwas zu Essen, aber zuerst werden wir den Tag genießen.“
Wenn auch ungern, so stimmte Dean zu. So ein Jahrmarkt war schon eine tolle Idee, aber nicht mit dem Dämon und der Hexe.
Crowley blinzelte und gab Dean einen Klaps auf den Arm.
Er mochte den Jäger und wollte diese Freundschaft nicht hergeben.

Zu viert schlenderten sie über den Platz und sahen sich einige Dinge an. Rowena lachte und schien Spaß zu haben. Vor allem als sie einen Stand mit alten magischen Artefakten entdeckte. Wie dumm die Menschen doch waren. Hier waren echten Heilsteine dabei. Genau wie ein verzauberter Anhänger. Beide kostete nicht viel, da der Verkäufer es für Plunder hielt. Für die Hexe waren es jedoch Schätze.
Dann ging es weiter.
Vor dem Zelt einer Wahrsagerin blieb Crowley dann plötzlich stehen.
„Hier wollte ich her. Es geht um eine Dämonin. Wer will sich die Karten legen lassen?“ Fragend sah er in die Runde und Sam schüttelte sofort den Kopf.
Sowas kam gar nicht in Frage.
„Dann eben nicht, Fönie. Dann geht Dean. Mich erkennt sie ja. Das bringt dann nichts“, gab Crowley zurück.
„Ich gehe. Dean kann mich begleiten.“
Damit nahm Rowena Dean an die Hand und zog ihn Richtung Zelt. Dieser knurrte und wollte sich wehren, aber Rowena hatte mehr Kraft als man ihr zutraute. Hilflos sah er zu Sam und dieser zuckte die Schultern.
Kaum hatten sie das Zelt betreten, empfing sie schon der Duft von Räucherstäbchen und etwas, das Dean nicht zu ordnen konnte. Rowena hob eine Braue und unterdrückte den Drang zu husten. Das war widerlich!
„Hallo, hier ist Kundschaft“, rief sie und streckte sich.
Es dauerte nur einen Moment und schon erschien eine nicht ganz junge Frau mit einer bunten Hose samt dazu passenden Oberteil. Ihre Haare waren unter einem bunten Turban verborgen. Ihre Augen glühten fast schon im schwachen Licht, welches von einer Lampe stammte.
Der Ort sah aus, als er hätte er schon bessere Zeiten erlebt. Der Tisch samt Stuhl waren abgenutzt.
Die Frau lächelte.
„Wie schön. Seid gegrüßt. Bitte kommt näher.“
Rowena trat vor und setzte sich. Dean tat es ihr gleich. Wobei seine Hand auf der Waffe lag. Auch wenn er nicht schon wusste, dass die Wahrsagerin ein Dämon war, so war dies spätestens jetzt klar.
Es konnte am Licht liegen, aber es schien, als hätte die Frau Reptilienaugen. Eine Gänsehaut kroch Dean über den Rücken, als er sie genauer ansah. Der Wunsch sie zu töten machte sich in ihm breit und er verstärkte den Griff um die Waffe.
„Ich möchte mir gerne die Zukunft voraussagen lassen. Wie machen sie das?“
Neugierig sah Rowena die Frau an und diese lächelte begierig.
„Ich lege dir die Karten. Das Ganze kostet 20 Dollar. Bitte zuerst das Geld, dann können wir beginnen.“
Rowena hob bei dem Preis eine Augenbraue. Dieser war ganz schön stolz. Aber hier ging es nicht ums Geld. Sie wollten die Dämonin testen, die keine Ahnung hatte, wer sie beide waren. Wenn sie Ahnung von Magie hätte, dann wüsste sie es.
Nachdem sie bezahlt hatte, sah Rowena die Wahrsagerin an und wartete.
Dean versuchte sich ruhig zu verhalten und sich nicht zu verraten.
Die Dämonin legte ihre Tarotkarten auf den Tisch, bat Rowena eine Hand darüber zu legen und an eine Frage zu denken. Oder an einen speziellen Wunsch. Dann begann sie ein paar Dinge zu murmeln und legte die Karten.
Zuerst war nichts zu hören, aber dann sah sie unauffällig zwischen Dean und Rowena hin und her, als versuchte sie zu ergründen, wie beide zueinanderstanden.
Es dauerte lange, dann begann sie mit hoher Stimme zu sprechen.
„Sie werden viel Glück in der Zukunft haben. Der hübsche Mann an ihrer Seite wird sie lieben und bei ihnen bleiben. Die Karten sagen einen romantischen Urlaub voraus. Weit weg auf einer schönen kleinen Insel.“
Ihr Gesicht war in diffuses Licht getaucht als sie beide musterte.
„Pah, was für ein Blödsinn“, rief Dean.
„Das ist die Wahrheit, das sagen die Karten.“
Langsam beugte sich Rowena nach vorn und legte eine Hand auf den kleinen Tisch.
„Schätzchen, ich bin Rowena. Die Mutter des Königs der Hölle und eine der mächtigsten Hexen überhaupt. Der hübsche Mann hier ist Dean Winchester, ein Jäger und er steht nicht auf Frauen. Von Tarotkarten und deren Deutung hast du keine Ahnung.“
Die Dämonin wollte aufspringen, aber Rowena sagte ein paar Worte und sie klebte an ihrem Stuhl fest. Wütend fauchte sie die beiden an, konnte aber nichts ausrichten.
Dean hob seine Waffe und zielte auf ihrem Kopf, auch wenn er sie so nicht töten konnte.
„Ich und Rowena? Du bist ja echt krank, bäh.“
Die Hexe schlug ihm auf den Arm. „Wenn ich es wollte, würdest du mich lieben.“
Damit rief sie nach Crowley.
Der König der Hölle kam samt Sam in das Zelt geschlendert. Die Hände dabei lässig in den Hosentaschen. Ein majestätisches Grinsen dabei auf seinen Zügen.
„Nun da haben wir dich also gefangen, Ariani. Du hast nicht mit dem Jäger und meiner Mutter gerechnet. So wie ich das sehe, hast du beide auch noch verärgert. Tja, das war ein Fehler.“
Er warf Rowena einen Blick zu, die nur die Nase rümpfte.
„Dann hast du jetzt deinen Dämon. Ich will mir mehr ansehen und Zuckerwatte essen“, sagte sie.
Ergeben nickte ihr Sohn und schnippte mit den Fingern. Damit war Ariani verschwunden. Um sie würde er sich dann später kümmern. Seine Leute würden in der Hölle auf sie warten. Jetzt aber wollten sie noch etwas Spaß haben.
Dean verdrehte die Augen und stibitzte sich bei Sam einen Kuss. Dieser schlang die Arme um ihn und hielt ihn fest. Er brauchte ein wenig Trost.

Nachdem Dean von dem Erlebnis erzählt hatte, funkelte Sam die Hexe böse an. Aber Rowena zuckte nur lässig die Schultern.
„Jedes Mädchen braucht ein wenig Spaß. Aber ich lasse dir Dean. Ich denke, wir hätten eh keinen Spaß. Dafür gehen wir aber an eine Losbude und ich will Karussell fahren.“
Man mochte ihr das nicht zu trauen, aber Rowena mochte solche Dinge einfach viel zu gerne.
Crowley zuckte belustigt die Schultern.
„Dann kommt mit Jungs. Das hier war doch einfach. Jetzt wollen wir Spaß haben.“
Dean war sich noch nicht sicher, wie dieser Spaß aussah. Aber zumindest machte der Dämon keine Deals oder tötete Menschen.
Außerdem hatte er Sam und er würde ihm ein Kuscheltier schießen. Oder auch eine kleine rote Rose.

ENDE



Kalenderwoche 34:
Dein Charakter besucht einen Jahrmarkt und lässt sich die Karten legen.
Viel Spaß ^.^
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