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Ungewöhnliche Fälle der Winchesters

von Laila
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Charlie Bradbury Dean Winchester Jo Harvelle Sam Winchester
24.04.2022
22.01.2023
40
56.252
6
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42 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.08.2022 1.956
 
Hallo zusammen,

und weiter geht es mit einer kleinen Geschichte für die Wochen-Challenge
Der Prompt sich eigenständig entwickelt.
Mein Dank geht wieder an Dokati fürs Betalesen.

Viel Spaß.

Hilferuf aus Cardiff


Der Notruf kam überraschend und Dean konnte immer noch nicht glauben, dass sie nun in Cardiff waren. Hier wollte er gar nicht sein, zumal er Fliegen hasste, aber als Jack sie um Hilfe bat, waren die Jäger samt Charlie nach Europa geflogen um zu helfen.
Immer wieder verschwanden Leute, an sich nichts Neues. Das war auf der kompletten Welt das Gleiche, da machte Cardiff keine Ausnahme. Zumal es hier noch den Riss gab.
Nur waren diese Fälle seltsam und in der Tat merkwürdig. Jack hätte sich gar nicht damit befasst, wenn er nicht die Zeugenaussage einer jungen Frau gelesen hätte.
Sie sprach von einem Fremden, der sich an ein Plakat lehnte und verschwand.
Es war immer das gleiche Plakat, eine Werbung für Schokoriegel.
Dieser Mann hatte sich an die Wand gestützt, da ihm etwas heruntergefallen war und dann war er plötzlich verschwunden. Ob es ein Licht gegeben hatte, konnte die Frau nicht sagen, aber etwas stimmte auf jeden Fall nicht.
Nun standen das Team von Tochwoood und die drei Jäger aus Amerika in der Straße und sahen sich um. Tosh scannte die Gegend und konnte erhöhte Strahlung feststellen.
„Von dem Plakat geht noch etwas anderes aus, das ich nicht benennen kann. Was sollen wir jetzt tun?“
Fragend sah sie in die Runde und Jack runzelte die Stirn. Er ging etwas näher, traute sich aber nicht das Plakat zu berühren. Es war albern, zumal man dort einen großen Schokoriegel auf einem Liegestuhl sehen konnte. Dieser stand auf einem kleinen Strand. Das Wasser um ihn herum war aus Milch. Zumindest sollte es den Anschein erwecken.
„Es könnte eine Tür, eine Art Portal sein. Wir müssen es testen. Owen bringt mal den kleinen Roboter her“, bat Captain Jack Harkness-Jones.
Neben ihm stand sein Mann Ianto und sah auf den kleinen Rechner in seiner Hand. Er wollte zusammen mit Tosh die Daten kontrollieren.
Owen tat wie ihm geheißen und brachte den kleinen Roboter. Diesen stellte er auf die Erde und begann mit den Einstellungen.
„Ich will die andere Seite erkunden. Was denkt ihr, ist es was Übernatürliches? Ich habe euch deswegen angerufen, da ich nicht glaube, dass es technisch bedingt ist. Es könnte doch auch dämonisch sein, oder?“
Sam runzelte die Stirn und sah dann zu Dean. Dieser wirkte ebenfalls ratlos.
„Dank euch wissen wir ja, dass beides dicht an dicht liegt. Es könnte auch ein Zauber sein, der die Menschen an einen anderen Ort bringt. Möglich ist alles. Ich würde ja gerne auch wissen, ob die Menschen noch leben“, meinte er nachdenklich.
Jack nickt bedächtig.
„Dann schauen wir mal.“
Er setzte den Roboter an und hoffte auf Informationen. Vor allem über die verschwundenen Menschen. Er dachte schon daran, das Plakat zu vernichten.
Der Roboter berührte das Plakat, aber nichts geschah. Er konnte darüberfahren und streichen und wurde nicht eingesogen.
„Es reagiert vielleicht nur auf menschliche DNA“, mutmaßte Owen.
Jack verzog das Gesicht und man sah ihm deutlich an, dass es ihm nicht behagte. Wenn er nicht verheiratet wäre, dann würde er das Abenteuer wagen und sich hindurch stürzen. Sein Blick wanderte zu Ianto, der nur eine Braue hob. Ihm war klar, was sein Mann dachte.
„Dann gehen wir“, meinte Dean mit fester Stimme.
Er warf Sam einen Blick zu und sein Partner nickte. Das waren genau die Abenteuer, die zu ihnen passten.
„Ich komme auch mit“, mischte sich Charlie ein. Andere Welten klangen immer gut und aufregend. Sie war auch schon in Oz gewesen. Da machte ihr das hier wenig Angst.
„Wir wissen aber nicht, wie ihr zurückkommt“, gab Jack zu bedenken.
„Das ist das Risiko als Jäger. Wir nehmen alle Waffen und ein Funkgerät mit. Wir suchen drinnen einen Weg. Sollten wir es nicht schaffen, dann ruft nach Castiel. Dann muss uns der Engel helfen. Oder ihr findet einen Weg“, erwiderte Dean gelassen.
Jack sah immer noch nicht überzeugt aus, nickte aber. Er wusste auch, dass er nicht widersprechen durfte. Er ließ einen Kommunikator bringen, der nicht von der Erde stammte.
Tosh würde die Daten erfassen und alles kontrollieren.
Ohne große Diskussionen ging es dann auch schon los.

Hand in Hand nahmen Dean und Sam den Übergang. Wohl war dem Jüngeren dabei nicht. Zumal sie nicht wussten, was sie erwartete. Am liebsten hätten sie Charlie hiergelassen, aber sie wollte unbedingt dabei sein.
Mit den Waffen und dem Kommunikator ging es los. Sam legte eine Hand auf das Plakat. Kaum berührte seine Haut das Papier, schon erfasste sie ein Licht und eine Art Sog zerrte an ihm.
Sam konnte nicht mal schreien, als er auch schon zusammen mit Dean und Charlie an einem dunklen Ort landete. Leider sah es gar nicht aus wie auf dem Plakat, was wohl auch besser war. Sonst wären sie noch in der Milch ertrunken.
Es roch muffig, wie eine Art Keller.
Dean rappelte sich auf und sah sich aufmerksam um. „Wo sind wir hier gelandet?“, fragte Charlie.
Sie schaltete ihre Taschenlampe an und griff nach dem Kommunikator. „Hallo Jack, hörst du mich? Wir sind auf der anderen Seite gelandet“, sagte sie.
Zuerst war da nur Rauschen, aber dann hörten sie ein erleichtertes Seufzen.
„Wir haben euch gefunden. Das ist kein Portal in eine andere Welt oder einen Planeten. Ihr seid auf der Erde. Wir scannen noch alles. Bleibt auf Funk. Geht es allen gut? Seht ihr etwas?“
So viele Fragen und Sam wollte gerne noch mehr stellen.
Das war ein waghalsiges Abenteuer und er stieß Dean in die Seite. „Es ging doch alles gut, mein Schatz. Bis jetzt hat uns noch nichts angegriffen. Ein wenig Abwechslung tut doch gut und wir hatten lange keinen Fall mehr. Außerdem sind wir in Cardiff. Ich musste fliegen. Also komm schon.“
Provokant sah er Sam an, der nur die Augen verdrehte. Das war wieder typisch Dean. So kannte er ihn und ja so liebte er ihn auch.
„Ist ja schon gut.“
Damit ließ er sich küssen und Charlie seufzte theatralisch.

Zusammen machten sie sich auf den Weg, um die Gegend zu erkunden. Es war allerdings kein Keller wie angenommen. Es war eine alte unterirdische Anlage. Hier unten gab es nur sehr wenig Licht, aber zu viele Schatten.
Plötzlich blieb Dean stehen und bat die anderen um Ruhe. Da war eindeutig ein Weinen. Sie teilten sich auf und machten sich mit den Waffen im Anschlag auf den Weg.
Das Weinen stammte von einer Frau. Sie hockte an der Wand und hielte sich die Hand vor die Augen. Ihre Sachen waren schmutzig und ihre Haare standen nach allen Seiten ab.
„Hallo, wir wollen ihnen nichts tun. Wie heißen Sie? Haben sie keine Angst“, sagte Sam leise und beruhigend.
Die Frau hob den Kopf und starrte sie mit leerem Blick an. Als sie sprach, klang ihre Stimme rau.
„Mein Name ist Sally. Ich bin hier gefangen.“
Sam nickte verstehend und hockte sich zu ihr. Dann bat er sie, zu erzählen, was geschehen war.
Langsam und schleppend erzählte sie ihre Geschichte und konnte die Tränen nicht aufhalten. Sie war jetzt drei Tage hier. Auch sie hatte durch Zufall das Plakat berührt. Im nächsten Moment war sie hier. Es gab noch andere Menschen und zwei Leichen. Aus dem Gewölbe gab es kein Entkommen. Zumindest hatte niemand einen Ausgang gefunden.
Einmal am Tag kam ein Mann und brauchte etwas zu Trinken und Nahrung. Viel war es jedoch nicht.
Aber scheinbar gab es keine Monster, was gut war.

Der Kommunikator knackte und Charlie lauschte Jacks Stimme. Torchwood hatte sie gefunden, dank des Funks, aber es gab noch keinen Zugang. Das Gelände war eine alte unterirdische Militärbasis. Dank dem Namen Torchwood bekam Jack jedoch recht schnell Zugang.
Das alte Gewölbe erstreckte ich knapp 15 Kilometer unter der Erde. Einen Eingang gab es, dieser war jedoch zubetoniert.
Mit befehlsgewohnter Stimme gab Captain Jack seine Anweisungen und beobachtete, wie große Geräte herbeigeschafft wurden, um den Beton aufzubrechen.
Ianto gab Dean eine Auskunft und bat noch um etwas Ruhe. Dank dem Scann von Tosh konnten sie erkennen, dass sich zwanzig Lebensformen in dem Gewölbe befanden.
Es würde schwierig werden alle Menschen zu finden, aber nicht unmöglich.
Dean befragte Sally, ob sie sich noch an etwas erinnern konnte, aber die Frau schüttelte den Kopf. Auch den Mann konnte sie nicht beschreiben. Frustriert sah er sich um und seine Hand zuckte zu seiner Waffe, als ein Schatten erschien.
Ein Dämon teleportierte sich zu ihnen und sah sich mürrisch um. Er hatte die Eindringlinge bemerkt und wollte herausfinden, was geschehen war.
Ohne Vorwarnung griff er an und schleuderte Sam zu Boden. Auch Charlie fegte er zur Seite. Diese landete mit einem Schrei auf dem harten Beton.
Sofort trieb Jack seine Leute weiter an. Er musste den Jägern helfen.
Aber diese konnten gut auf sich aufpassen. Dean schoss, traf den Dämon aber nicht. Wütend neigte dieser den Kopf und Dean zuckte zurück.
Der Dämon sah nicht menschlich aus, sondern eher wie ein Monster. So recht wusste er nicht, was es für ein Gegner war. Aber wie hatte sein Vater immer gesagt: Was blutet, kann man töten!
Auch er setzte nun alles daran, das Monster zu töten. Er machte einige Schritte zur Seite, als Sally zu schreien begann. Ohne auf sie zu achten, begann er sich von Sam und Charlie wegzubewegen. Er musste seinen Liebsten in Sicherheit bringen. Zum Glück bewegte er sich bereits.
Das Monster knurrte und stürzte auf ihn zu. Dean holte mit dem Gewehr aus und schlug ihn mit dem Kolben gegen die Brust, so dass er zurücktaumelte, dann zielte und feuerte er. Wieder schrie das Monster. Dann ertönten noch zwei Schüsse.
Durch das Mündungsfeuer erkannte er Sam und Charlie. Zu dritt lehrten sie ihren Waffen und das Monster blieb auf dem Boden liegen.
Was auch immer es war, nun war es nicht mehr zu erkennen.

Sam keuchte und hielt sich die rechte Seite, als er zu Dean trat. Zum Glück war niemanden etwas passiert. Wenn man von Angst und blauen Flecken absah.
Jack kam zusammen mit Ianto in das Gewölbe. Jeder eine Waffe in der Hand und auf einen Angriff gefasst. Sie sahen sich um, brachten dann die Menschen nach draußen, nachdem sie sich vergewissernd hatten, dass es allen gut ging.
Die Menschen drängten ins Freie. Einige waren schon Tage oder sogar Wochen hier. Andere ein paar Stunden, so schien es zumindest. Sie alle hatten das Zeitgefühl verloren.
Mit dem Tod des Monsters war auch die Macht über das Plakat erloschen. Trotzdem ließ Torchwood es zur Sicherheit abreißen.
Sam hatte Bilder des Monsters gemacht und sah bei der Obduktion zu. Ihm war schlecht, aber Owen schien wenig Schwierigkeiten zu haben. Er erzählte ein paar dumme Witze und verriet Sam, dass er mit Tosh Essen gehen würde.
Dabei zwinkerte er, als würde er Blumen sortieren und keine Leiche auseinandernehmen.

„Wir danken euch für eure Hilfe. Ich dachte, das Plakat führt in eine andere Dimension. Leider werden wir wohl nie die Absichten des Wesens erfahren. Meinen Dank an euch alle. Heute Abend gehen wir feiern“, meinte Jack.
Er strahlte die Freunde an und war dankbar für deren Hilfe.
Die nickten und Charlie klatschte in die Hände. „Vorher entführe ich dir deinen Mann, ich sterbe vor Hunger“, sagte sie.
Jack nickte bedächtig, auch wenn er Ianto ungerne gehen ließ.
Sie würden ihren Sieg auf jeden Fall feiern.

ENDE



Kalenderwoche 32: von Cassandra Black
Euer Charakter ist draußen unterwegs und lehnt sich zum Ausruhen an eine Wand, an welcher sich ein riesiges Werbeplakat befindet. Dies wäre kein Problem, wenn nicht ausgerechnet dieses Plakat in die Welt auf dem Plakat führen würde.
Wo landet euer Charakter? Was erlebt er dort? Und viel wichtiger: Wie kommt er wieder zurück in seine Welt?
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