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Ungewöhnliche Fälle der Winchesters

von Laila
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Charlie Bradbury Dean Winchester Jo Harvelle Sam Winchester
24.04.2022
20.11.2022
31
45.261
6
Alle Kapitel
33 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
17.07.2022 1.196
 
Hallo zusammen,

hier kommt wieder eine Geschichte für  Wochen-Challenge.
Viel Spaß.

Die Nacht im Hotel

Niemals hätte Jo erwartet, dass sich ihr Wunsch erfühlten würde. Dass sich dieser Traum doch tatsächlich erfühlte.
Sie war in Cardiff bei Jack und Ianto und natürlich Torchwood. Jack hatte sie eingeladen und ihr einen Firmenjet geschickt. Es war ja nicht so, dass Torchwood arm wäre.
Geld spielte hier nicht sonderlich eine Rolle. Das sah man schon bei der Ausstattung des HUB. Technik und Waffen waren modern und wirklich gut.
Vor allem die Computer. Sie waren hochmodern und besser als alles, was sie bis jetzt kannte. Da konnte ihr Laptop nicht mithalten.
Auch mit Toshiko verstand sie sich gut. Die junge Asiatin war ein echtes Genie und beide ergänzten sich perfekt.
Selbst Owen, der Arzt, war nett und sie konnte mit ihm reden. Nur Gwen war ein wenig eigenartig. Sie hatte ganz komisch gegrüßt und sich dann über die Amerikaner lustig gemacht. Etwas, das Jo gar nicht mochte.
Sie war stolz auf ihre Nation.

Der vergangene Abend war lustig gewesen. Da nicht viel los war, war sie zusammen mit Jack, Ianto und Tosh erst essen und dann etwas trinken gewesen.
Dabei hatte Jo erfahren, dass Tosh ein Auge auf Owen geworfen hatte. Der Arzt sah dies jedoch nicht oder wollte es nicht sehen.
„Das tut mir leid. Er ist scheinbar ein netter Kerl. Dann mach ihm doch mal klar, was für eine schöne Frau du bist. Denn das bist du ja“, meinte Jo.
Dankbar nickte Tosh und legte ihr eine Hand auf den Arm.
Die Amerikanerin war viel freundlicher und menschlicher als Gwen. Immerhin hatte Gwen auch mit Owen geschlafen, obwohl sie vergeben war.
„Danke dir. Wie soll ich das tun? Er sieht mich einfach nicht. Aber ich will nicht jammern. Wir wollen feiern“, gab sie zurück.
Jo nickte langsam und bestellte noch eine Runde Shots.
Sie tranken und lachten und auch Ianto genoss den Abend. Es gab viel zu erzählen und auch zu lachen. Jeder konnte kleine Anekdoten aus seinem Job erzählen. Vor allem Jack. Er kannte die besten Geschichten. Mit Raumschiffen, anderen Zeiten und Aliens.

Es war spät und alle mehr als nur angeheitert. Alle bis auf Jack. Den Captain störte der Alkohol nicht. Vor allem der auf der Erde. Es war viel stärkeren gewohnt. Wenn er da an den Hyper Vodka dachte. Das war Alkohol und der haute auch rein.
Aber da konnte die Erde nicht mithalten.
Da es schon spät war, wollte niemand mehr nach Hause fahren. Daher suchte Tosh ihnen drei Hotelzimmer in der Nähe. Es war gar nicht so schwer, auch wenn man zu viel getrunken hatte.
Das Hotel lag in der Nähe und war größer als gedacht.
Tosh gähnte und konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, als sie an der Rezeption standen. Der junge Mann dahinter war nett, sah sie jedoch ein wenig merkwürdig an. Aber die kleine Gruppe hatte zu viel getrunken, um das wahrzunehmen.
Jack überließ den Damen das Einchecken. Viel lieber küsste er Ianto und schob seine Hände unter dessen enges weinrotes Hemd. Sein Mann kicherte und schmiegte sich an ihn und Jack genoss diese Nähe. Immerhin mochte Ianto sonst keine Liebesbeweise in der Öffentlichkeit.
Der Hotelmitarbeiter übergab ihnen die Schlüssel und nannte die Zimmernummern. Jo bedankte sich und stolperte dann mehr, als sie ging, zu ihrem Zimmer. Da war sie nun schon in einer Bar groß geworden und hatte schon in jungen Jahren im Roadhouse gejobbt, aber dennoch spürte sie den Alkohol.
Dieser machte sie träge und langsam. Kaum stand sie in ihrem Zimmer, gähnte Jo auch herzhaft und ließ sich auf das Bett sinken.
Kaum hatte ihr Kopf das Kissen berührte, war sie auch schon eingeschlafen.
Auch Toshiko nahm in dieser Nacht von ihrem Zimmer nicht viel wahr. So viel Spaß hatte sie schon ewig nicht mehr gehabt und wohl auch nicht so viel getrunken. Dies forderte nun seinen Tribut.
Nur Jack und Ianto nutzen diese Nacht in vollen Zügen. Das Bett war leider nicht sonderlich groß, aber es würde reichen. Lieben konnte man sich überall und man brauchte nur ein wenig Platz.

Das nächste Morgen kam spät. Sie alle schliefen länger und musste sich ein wenig erholen. Dennoch war Jo die Erste, die wach wurde. Mit kleinen Augen setzte sie sich auf und gähnte. Dann schälte sie sich aus dem Bett und begann mit ein paar Dehnübungen. Ein wenig Bewegung tat gegen den Kater gut. Das Fenster stand schon offen und Jo atmete tief durch.
Nach einer heißen Dusche fühlte sie sich besser und verspürte auch Hunger.
„Und wo sind die anderen? Ich kann mich nicht mehr an die Zimmernummern erinnern“, murmelt sie. Dann zuckte sie die Schultern und machte sich auf den Weg zur Rezeption. Dort stockte sie überrascht.
Die kleine Lobby des Hotels war voll. Voller Menschen und Monster. Aber keine Monster im herkömmlichen Sinne, wie sie es kannte, sondern Kinder und Erwachsene. Alle waren verkleidet und bemalt.
Es sah aus wie die Kulisse zu einem Horrorfilm. Alles war sehr detailverliebt gestaltet wurden.
Jo blieb am Rand stehen und blinzelte mehrfach. War das noch ein Traum? War der Alkohol daran schuld?
Ihre Finger zuckten an ihre Hüfte, aber da war keine Waffe, nur das kleine Messer steckte in ihrem Strumpf. Es sollte ein lustiger Abend werden und sie hatte keine weiteren Waffen dabeigehabt.
Frustriert seufzte die junge Frau, als sie einen Werwolf und einen Rougarou erkannte. Aber auch andere Kreaturen gab es. Manche konnte man nicht erkennen, andere sahen furchteinflößend aus.
An die Wand gedrückt stand sie da und wusste nicht weiter.
Sicher, dass hier waren Kinder, also Unschuldige, aber dennoch blieb da dieses beklemmende Gefühl.
Was wäre, wenn sie echt wären?
Erschrocken wich sie zurück und musste einen Schrei unterdrücken, als sich eine Hand auf ihre Schulter legte. Entschuldigend hob Jack beide Hände.
„Ich wollte dich nicht erschrecken. Tut mir leid. Ich dachte, du hättest mich gehört.“
Jo schüttelte den Kopf und zwang sich zu einem Lächeln. Wie immer sah der Captain gut aus. Man sah ihm die durchzechte Nacht nicht an und Jo war neidisch.
„Ach schon in Ordnung. Es ist alles gut. Wo sind Tosh und Ianto? Weißt du, was hier los ist?“
Damit deutete sie um sich und Jack zuckte die Schultern.
„Ianto wollte Tosh abholen und dann gehen wir frühstücken. Was hier los ist? Keine Ahnung. Fragen wir einfach.“
Damit zwinkerte er Jo zu und machte sich auf dem Weg zur Rezeption.
Dort schenkte er der älteren Damen ein freundliches Lächeln.
„Hey, wir haben letzte Nacht hier übernachtet. Was ist denn hier los? Das sind ja viele kleine und große Monster.“
Die Dame hob den Kopf und ihre Wangen färbten sich rosa.
„Guten Morgen! Wir haben heute einen Vereinstag. Das Motto ist: Hotel Transsilvanien“, erklärte sie dann freundlich.
Jo und Jack sahen sich überrascht an und dankten dann freundlich.
Keiner von beiden wusste, was damit gemeint war, aber das sollte dann später Tosh erklären.
So hatte sie sich den Abend nicht vorgestellt.

ENDE



Kalenderwoche 28: von Caralia
Nach einer durchzechten Nacht findet sich deine Truppe in einem Hotel wieder, in dem es vor Monstern – und Menschen! – nur so wimmelt.
[inspiriert von der Kinder-Filmreihe „Hotel Transsilvanien“]
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