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Ungewöhnliche Fälle der Winchesters

von Laila
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Charlie Bradbury Dean Winchester Jo Harvelle Sam Winchester
24.04.2022
20.11.2022
31
45.261
6
Alle Kapitel
33 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.07.2022 1.709
 
Hallo zusammen,

heute kommt wieder ein neues Kapitel der Winchesters.
Es ist wieder eine Geschichte der Wochen-Challenge .
Heute wird es lustig.

Ein ungewöhnlicher Nachtmittag

In den letzten paar Tagen war es ruhig, fast schon zu ruhig und Sam befürchtete das Schlimmste.
Es war die wohl bekannte Ruhe vor dem Sturm, zumindest hatte er das Gefühl. Der Rest des Haushaltes sah das allerdings wohl anders.
Jo und Charlie waren seit vier Tagen im Bunker und hatten sich häuslich eingerichtet. Dagegen hatte er auch nichts einzuwenden. Allerdings war seit gestern Abend Crowley zu Besuch und hatte Rowena mitgebracht, auch wenn Sam die Hexe mochte, das war ihm das doch nun zu viel.
Sie waren kein Hotel, sondern der Bunker und Männer der Schriften und Jäger.
Vielleicht war er auch nur sauer, weil er mit Dean allein sein wollte und es im Moment nicht konnte. Ständig waren auch die anderen da. Vor allem auch Crowley, der die Zeit mit Dean nutze und sich bei ihm einschmeichelte.
Sam war eifersüchtig und es behagte ihm gar nicht. Zumal er das sonst auch nicht kannte. Es gab nie wirklich einen Grund. Sicher, Dean kannte viele Frauen und sie sahen ihm gerne nach, aber keine kam ihm so nah wie jetzt Crowley.

Mit einer Flasche Bier in der Hand betrat er das Wohnzimmer und sah sich um. Die Mädels lümmelten auf einem Sofa, während Rowena in einem alten Zauberbuch blätterte.
Wie immer trug sie ein langes enges Kleid, welches ihr perfekt stand. Die roten Haare waren zu einer kunstvollen Frisur getürmt, während sie andächtig mit dem Finger über die vergilbten Seiten fuhr.
„Na Fönie, was guckst du so?“
Crowley winkte ihm zu und setzte sich etwas auf. Er hatte zusammen mit Dean in einem Magazin über Autos geblättert. Sam verzog nur das Gesicht und sah zu Dean.
„Kann ich mit dir reden, Dean?“
Ein wenig überrascht nickte der Ältere und erhob sich langsam. Er ließ das Magazin liegen und folgte Sam in die Küche.
„Was ist denn los? Du wirkst ganz schön genervt“, stellte Dean fest.
Sein Freund verschränkte die Arme vor der Brust und verengte die Augen.
„Was mit mir los ist? Sieh dich doch mal um. Sind wir jetzt schon eine WG? Ich habe nichts gegen Jo und Charlie. Aber jetzt auch noch Rowena und Crowley? Das geht zu weit. Wann waren wir das letzte Mal alleine? Ich weiß es nicht mehr“, fauchte Sam.
Wütend sah er Dean an und lehnte sich an die Wand.
„Ähm nun. Ich wusste gar nicht, dass es dich stört. Dann sag einfach was. Ich finde es mal ganz nett. So ruhig wie jetzt, war es schon lange nicht mehr. Wieso können wir das nicht zusammen genießen?“ Er schwieg kurz und lächelte dann frech.
„Oder bist du auf Crowley eifersüchtig? Denkst du, ich verbringe lieber Zeit mit dem König der Hölle als mit dir?“
Das war absurd, aber Dean gefiel der Gedanke an Sams Eifersucht. Dessen Blick verfinsterte sich noch weiter und er brummte genervt.
„Ja, na klar, ich bin eifersüchtig. Vergiss es, Dean. Aber ich hätte dich schon mal gerne wieder für mich.“
Entrüstet wollte er sich abwenden, dabei hatte Dean ja recht. Er war eifersüchtig und es behagte ihm gar nicht.
Aber Dean packte ihn am Arm und hielt ihn fest.
„Warte Schatz. Tut mir leid, das war dumm von mir. Ich finde es zwar so mal ganz nett, aber ich kann ihnen auch sagen, sie sollen verschwinden. Dann haben wir den Bunker wieder für uns.“
Er drängte Sam gegen die Wand und küsste ihn gierig.
Überrumpelt öffnet Sam den Mund und hieß die fremde Zunge willkommen, die sich zwischen seine Lippen schlängelte. Finger schoben sich unter sein Hemd und strichen über die Hüften.
Wie konnte Sam da böse sein?

Charlie stieß Jo an und beide lachten.
„War ja klar. Das sind typisch die Jungs“, lachte sie. Auch Jo stimmte mit ein.
Crowley verdrehte die Augen und setzte sich zu Rowena auf das Sofa. Das tat auch seinen Rücken gut, besser als der Boden war das allemal.
„Was hast du erwartet, mein Junge? Sam wird Dean immer wieder rumkriegen. Vor allem, wenn es dabei um Sex geht. Da kannst du nicht mithalten“, sagte die Hexe.
Der König der Hölle verzog das Gesicht. „Mir ist trotzdem langweilig“, maulte er und lehnte sich nach hinten.
„Dann spielen wir ein Spiel“, schlug Charlie vor. Sie klatschte in die Hände und sah die anderen fragend an.
„Ein Spiel? Wir sind doch keine Kinder“, gab Rowena zurück. Sie hob eine perfekt gestylte Augenbraue und sah in die Runde. Die Winchesters waren immer noch beschäftigt und mit den beiden Mädchen wollte sie nicht spielen.
Aber Charlie ließ sich nicht abbringen.
„Ja, ein Spiel. Ein Quiz wäre cool. Von mir aus wie Flaschendrehen. Nur mit Fragen. Also Fragen über alles und jeden. Die Jagd, Monster, Dämonen und das Liebesleben. Das wäre doch perfekt. Dann kann Rowena auch ein paar Sachen beantworten“, sagte Jo.
Sie strahlte die Hexe an, die gar nicht glücklich aussah.
„Hey Sam, Dean, kommt doch mal her“, rief Crowley.

Sam knurrte und hielt Dean einfach fest. Er wollte den anderen nicht hergeben. Aber Dean leckte sich nur die Lippen und sah ihm in die Augen.
„Einen Tag noch, dann werfen wir die Bande raus oder fahren weg. Ich verspreche es dir“, sagte er leise und küsste Sam erneut.

Einige Minuten später sahen sie alle auf dem Boden und Jo verteilte Namenskarten, so einfach nur zum Spaß. Dann setzte sie sich in die Runde. Die Winchesters samt Rowena waren nicht glücklich über das Quiz. Aber Jo hatten sie alle überredet. Es klang wie eine Art Zeitvertreib und es war nur Spaß, dennoch war es nicht jedem recht.
Auf dem Boden standen Bier und andere alkoholische Getränke, dazu noch Chips und Schokolade. Rowena hatte sich einen Kaffee herbeigezaubert und lehnte nun am Sofa. Fragend sah sie in die Runde und Charlie erklärte ein paar Spielregeln.
„Wir können alles fragen, was wir wollen. Wie gesagt, es geht um die Jagd, Monster, Geister, Dämonen und dann natürlich das Liebesleben der anderen. Wir können auch einen Preis festlegen, wenn ihr wollt.“
Genervt rollte die Hexe mit den Augen.
„Nein, das müssen wir nicht. Lasst uns anfangen, ich will diesen Mist beenden.“
Jo nahm einen Schluck von ihren Bier und räusperte sich dann.
„Also gut, dann die erste Frage. Wie viele Zaubersprüche hast du schon benutzt?“
Rowena neigte den Kopf und dachte eine Weile darüber nach.
„Keine Ahnung. Irgendwas bei 900 oder so. Wohl eher mehr. Weiter.“
„Was war das Schlimmste, das beim Zaubern schief gegangen ist?“
Da musste sie nicht lange darüber nachdenken. Ein Lächeln huschte über ihre Züge, als sie mit ihrem Zeigefinger an die Lippen tippte.
„Oh, da ging viel schief. Vor allem zu Beginn. Ich war talentiert, aber ohne einen richtigen Lehrmeister war es schwer. Ich wollte einen Menschen in ein Tier verwandeln, das klappte aber nicht. Er bekam ein paar Beulen, das war es dann. Aber ich habe auch mal die Zutaten schlecht gemischt und war dann in Glibber gebadet. Die Haare habe ich mir auch schon verbrannt.“

So ging es dann auch immer weiter. Jeder durfte drei Fragen stellen und dann war der Nächste dran. Mit einem Quiz hatte das im Grunde wenig zu tun. Es war mehr wie Wahrheit oder Pflicht. Aber es machte jedem Spaß und sie konnten alle lachen. Sogar Sam vergaß seine schlechte Laune und amüsierte sich köstlich, als Crowley ein paar Unterlagen herbeischnippte, um die Anzahl der Dämonen zu nennen. Bei den Namen von den Rittern der Hölle brauchten er auch ein wenig Hilfe, aber der König nahm es mit Humor. Hier ging es nicht um Staatsgeheimnisse, sondern um Spaß.
Der Alkohol floss in Strömen und sogar Rowena trank jetzt Wein.
„So Dean, jetzt du. Meine erste Frage. Wo hattet ihr das erste Mal Sex?“ Charlie kicherte über Jos Frage, aber sie sah ihn neugierig an.
„Oh, das war in einem Hotel. Wir hatten uns kurz vorher unsere Liebe gestanden und ich war so dermaßen scharf auf Sam. Wir haben den Fall beendet und sind ins Hotel zurück, da ist es dann passiert. Das war in Edina. Danach folgten viele Nächte“, antworte Dean und lehnte sich an Sam.
Dieser errötete leicht, genoss jedoch Deans Nähe.
„Mega und das letzte Mal?“
Dean nahm einen Schluck Bier und deutete Richtung Flur. „Letzte Nacht in unserem Zimmer.“
Charlie und Jo klatschten sich ab und Charlie stellte ihre letzte Frage.
„Was findest du sexy an Sam?“
Dieser verschluckte sich fast und sah die Freundin böse an. Dean strich ihm sanft über das Bein und warf ihm einen verliebten Blick zu. Das hier machte ihm Spaß.
„Seinen Arsch in Anzughosen.“
Die Antwort stand einen Moment im Raum und Rowena nippte an ihrem Wein, als sie Sam genauer musterte.
„Verständlich. Er ist auch ein Schnuckel.“
Dafür erntete sie einen bösen Blick von Sam und ein Lächeln von Dean. „Und er gehört mir.“
Die Hexe hob abwehren die Hände und kicherte.
„Er gehört ganz dir. Aber das Spiel gefällt mir.“

Die nächsten Fragen wurden nicht besser und Sam dachte an Flucht. Das hier war ihm peinlich, aber irgendwie auch charmant. Als er an die Reihe kam, war es nicht besser. Die Fragen bezogen sich auf sein Leben mit Dean. Sie waren mit Humor zu nehmen und er vertraute allen Anwesenden genug, um auch über solche Dinge zu reden.
Auch Jos Fragen wurden peinlich. Es ging um die Jagd und um die ersten Männergeschichten.
Sie erfuhren, dass sie gerne mal zaubern und mit Jack und Ianto eine Nacht durchmachen wollte.
Auch die Fragen an Charlie waren sehr privater Natur und brachten den Rotschopf zum Leuchten.
Sie musste Fragen zu ihrer ersten großen Liebe beantworten und welche Frau sie flachlegen wollte. Aber auch was sie schon alles gehackt hatte.

Im Grunde war es Blödsinn, aber ein wunderschöner, erholsamer Nachmittag. Ein Moment des Friedens im Kreise von Freunden. Der nächste Sturm würde bald an ihre Tür klopfen, da waren sich alle sicher.
Sogar Sam konnte seine Wut auf Crowley vergessen und war bereit, dem Dämon ein wenig Zeit mit Dean zu geben, so lange es anständig ablief.
Einen Gewinner gab es nicht, nur viel zu Lachen und neue Erkenntnisse.

ENDE



Kalenderwoche 27: von - Leela -

Dein Charakter ist Kandidat in einer Quiz-Show.

Viel Spaß :D
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