Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Mein Traum

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance / P16 / Gen
21.04.2022
02.07.2022
62
93.125
2
Alle Kapitel
62 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
21.04.2022 1.433
 
Nené Kinokuni war schon ganz aufgeregt, sie würde heute ihren ersten Tag in einem Luxus Resort haben. Die junge Köchin hatte gerade erst erfolgreich die Totsuki Akademie abgeschlossen und hatte daher überhaupt gar kein Problem damit einen vernünftigen Job zu bekommen.
So stand sie vor dem imposanten Gebäude und ging mit klopfenden Herzen hinein.
„Guten Tag ich bin Nené Kinokuni, ich werde bereits erwartet."
Flüsterte sie schon regelrecht und wurde ganz rot.
Die Dame am Empfang sah die Junge Nené mitleidig an.
„Sie wollen hier arbeiten?"
Fragte sie jetzt und schien sogar etwas geschockt zu sein von Nenés Anwesenheit.
„Äh Ja, deshalb bin ich hier. Entschuldigung das ich arbeiten möchte."
Sagte Nené jetzt etwas verwirrt.
„Wenn ich ihnen einen tip geben darf Fräulein, drehen sie um und versuchen sie ganz schnell woanders arbeiten zu gehen. Bloß nicht hier."

Flüsterte die Dame ihr noch zu und Nené war fassungslos über die Reaktion der Frau.
Sollte das hier vielleicht so ein Scherz sein denn Mann mit neuen macht?
„Entschuldigung, das finde ich jetzt nicht so witzig."
„Was soll denn hier witzig sein? Ich meine das komplett ernst."
Sagte die Frau und sah Nené jetzt mitleidig an.
„Ok aber warum eigentlich? Was ist denn mit diesem Hotel?"

„Die Chefs sind Vater und Sohn, die Eizans.
Der Junge Etsuya Eizan ist ihr direkter Vorgesetzter und der Küchenchef hier im Haus.
Sein Vater gehört alles hier.
Die beiden sind so knallhart das sogar seine Mutter abgehauen ist.
Die hatte auch keine Lust mehr auf dieses Theater, darum sage ich Ihnen noch einmal im guten, bitte laufen Sie weg. Und zwar sofort."

Nené glaubte der Empfangsdame nicht und lief einfach los zur Küche, so schlimm konnte der Chefkoch doch überhaupt nicht sein. Dachte sie und betrat die Küche, wobei Nené die Augen offen standen. Diese Küche war einfach nur unglaublich groß und total schön, bis plötzlich ein großer blonder Mann vor ihr stand und sie mit grünen Augen ansah, als würde er gleich sein Messer nach Nené werfen.
So langsam bekam Nené eine Vorstellung davon was die Frau an der Rezeption gemeint hat.

„Was hast du bitte in meiner Küche zu suchen? Der gastraum ist dort drüben kleine."
Sagte der Chefkoch jetzt noch sehr freundlich.
„Oh Entschuldigung, ich bin kein Gast.
Mein Name ist Nené Kinokuni, ich bin hier um zu arbeiten?"
Der Chef sah sie an und begann jetzt fürchterlich an zu lachen.
„Du kleines Ding möchtest in meiner Küche arbeiten? Dann bist du bestimmt die neue spülhilfe, komm mit ich zeige dir alles."
Meinte er und Nené lief ihm eilig hinterher, dieser eingebildete Spinner glaubte tatsächlich das sie nichts drauf hatte.

„Hey Moment mal, ich bin Nené Kinokuni und von der Totsuki Akademie her gekommen. Ich bin für mehr qualifiziert als zu spülen. Ich möchte so richtig kochen."
Meinte Nené und Eizan drehte sich wütend zu ihr um.
„Du bist doch viel zu klein dafür, als wenn du in der Lage wärst die schweren Töpfe zu benutzen.
Und du sollst auf der Totsuki gewesen sein? Da war ich nämlich auch und ich hätte davon erfahren.
Also ab zum spülen mit dir oder pack deine Sachen und geh gleich wieder nach Hause."

Meinte er ziemlich arrogant.
Nené wollte nicht aufgeben und diese Chance hier nutzen. Würde sie sich jetzt weigern, hätte sie nie wieder eine weitere Chance.
Also fügte sie sich denn Anweisungen und ging erstmal nach denn umziehen in die spülküche wo wohl schon sehr lange niemand mehr gewesen war.
Denn die Töpfe und das Geschirr stapelten sich nur so und die Berge an dreckigen Geschirr fielen fast um.
„Und so etwas will ein Sterne Koch sein? Hier sieht es ja schlimmer aus als in jeden chinesischen Imbiss an der Straßen Ecke."

Schimpfte Nené als sie sich an die Arbeit machte und erstmal alles zerbrechliche in Sicherheit brachte.
„Lass das bloß nicht denn Chef hören."
Lächelte eine rothaarige Köchin sie an und begann ihr zu helfen.
„Hat Mann dich auch gewarnt hier zu arbeiten?"
Fragte Nené sie jetzt vorsichtig, denn zumindest sie schien wohl gut gelaunt zu sein.
„Ich arbeite hier nur aushilfsweise, normalerweise habe ich ein eigenes Restaurant.
Aber ich kenne diesen kleinen Griesgram schon länger und helfe ihm wenn es ziemlich extrem wird wie heute.
Mach dir nichts aus seiner schlechten Laune, der gute ist ziemlich überfordert damit es seinem Vater recht zu machen.
Der drillt ihn nämlich ziemlich. Eigentlich sollte Mann eher Mitleid mit Etsuya haben.
Keine Frau oder Freundin, nicht einmal ein Haustier hat er.
Etsuya steht wirklich nur in der Küche, es wundert mich das der ärmste noch kein Bett in seinem Büro stehen hat.
Nimm nicht alles so persönlich, er ist eigentlich ziemlich nett. Ich bin übrigens Rindou Kobayashi und du?"

Meinte die Köchin und gab Nené freundlich die Hand.
„Ich bin die Nené von der Totsuki."
Erwiederte sie und Rindou musste lachen.
„Dein Ego ist mindestens genau so groß wie das von Etsuya oder? Aber glaub mir, damit alleine wirst du ewig in deiner spülküche bleiben, denn wir alle hier sind von der Totsuki.
Hier musst du Leistung zeigen und beweisen das du es würdig bist dort gewesen zu sein. Hier kommt ohne Totsuki Abschluss sowieso keiner rein."

Sagte Rindou und so beseitigten beide denn Abwasch, während Nené über ihre Worte nachdachte.
Sie hatte recht, nur damit anzugeben das sie von der Totsuki kommt würde hier nichts bringen.
Neugierig beobachtete sie die anderen Köche, sie waren in der Tat unfassbar gut.
Es war sehr still in der Küche und jeder wusste was er zu tun hatte.
Einige Sekunden blieb Nené einfach nur völlig fasziniert stehen, was Rindou natürlich nicht entgangen war.
„Hey Nené, weißt du jetzt was ich gemeint habe?"
Lächelte sie die junge Köchin an.

„Ja absolut und ich möchte auch so werden, bitte hilf mir dabei. Ich möchte zeigen das ich es wert bin hier zu arbeiten."

„Wow Nené, es ist dir tatsächlich ernst oder? Ich helfe dir sehr gerne, aber erstmal sollten wir diesen Haufen Geschirr bezwingen."
Grinste Rindou sie an und so erledigten sie auch schweigend noch denn Rest des Abwaschs.
„Seid ihr Mädchen auch mal endlich fertig?"
Hörten sie eine genervte Stimme des Chefs.
„Hey Etsuya, jetzt halt mal die Luft an. Es war schon ziemlich gemein die kleine mit dem ganzen Zeug hier alleine zu lassen. Sie kennt sich doch noch gar nicht hier aus.
Wo ist denn eigentlich Jared? Ist es nicht eigentlich seine Aufgabe?"
„Ich habe eigentlich damit gerechnet sie damit wieder los zu werden.
Jared kommt heute erst zum abendgeschäft, jetzt beeil dich bitte, denn ich brauche dich am Herd. Du bist ja leider nicht so oft hier."

Sagte Etsuya zu Rindou mit einem abfälligen Blick auf Nené und ging wieder zurück an denn Herd.
„Wer ist denn Jared?"
Fragte Nené jetzt neugierig.
„Das ist unser Spüler."
Sagte Rindou jetzt beschämt und trottete hinter Eizan her zu denn Herden.
Dieser arrogante mistkerl wollte Nené also mit so einer billigen Masche loswerden? Ohne sie, denn jetzt beschloss Nené sich erst recht ordentlich anzustrengen.

Nené beobachtete die Küchen Crew jetzt neugierig und war total neidisch.
Es sah tatsächlich sehr beeindruckend aus wie die Köche super zusammen arbeiteten und alles so phantastisch aussah.
Nené schlich sich irgendwann an Eizan ran und schaute neugierig in die Töpfe.
„Wow das riecht so lecker, ich bin so beeindruckt von Ihnen."
Lächelte Nené denn mürrischen Eizan und Küchenchef an.

Der drehte sich jetzt langsam zu Nené um und funkelte sie ziemlich wütend an.
„Hey du kleine rotznase, was fällt dir denn eigentlich ein dich hier einfach so anzuschleichen? So etwas hat Mann dir auf der Akademie garantiert nicht beigebracht oder?"
Motzte Etsuya die kleine Nené an und baute sich vor ihr auf das Nené zitternd zurück wich und Eizan sie finster ansah. Wie ein Raubtier musterte er die junge Köchin und überlegte sich wahrscheinlich gerade denn nächsten Schachzug um sie zu zerfleischen und endlich dazu zu bringen wieder zu verschwinden. Von alleine würde diese störrische göre allerdings wohl nicht wieder gehen.

So sahen sich jetzt beide feindselig in die Augen, keiner von denn beiden war bereit aufzugeben. Das hier war ein Kampf um die Ehre und ansonsten der totale Tiefschlag.
Als Absolventen der Totsuki einen Job zu verlieren war äußerst peinlich, Mann wurde öffentlich gedemütigt und bekam nie wieder einen Fuß als ernstgenommene Köchin oder Koch in die Gastronomie.
Nené hatte plötzlich höllische Angst, denn dieser Kerl war in der Lage Nenés ganzes Leben und Zukunft zu zerstören.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast