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2022 04 21: Der Boxclub [by Cassandra Black]

Kurzbeschreibung
OneshotAllgemein / P12 / Gen
Harry Potter OC (Own Character)
21.04.2022
21.04.2022
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21.04.2022 2.983
 
Tag der Veröffentlichung: 21.04.2022
Titel der Geschichte: Der Boxclub
Song: Knocked Out von Freakso
Autor: Cassandra Black
Kommentar des Autors: Die Idee zu diesem kleinen One-Shot kam mir alleine durch den Titel des Songs ^^


Der Boxclub


Es war der erste September und damit der Beginn des siebten Schuljahres von Harry und seinen Freunden. In den letzten zwei Jahren hatte sich nicht viel an der altehrwürdigen Schule getan, doch das sollte sich an diesem Abend ändern. „Meine lieben Schülerinnen und Schüler, ich darf euch alle zu einem neuen Jahr auf Hogwarts begrüßen. Für manche von euch wird es das erste Jahr werden, für einige auch ihr letztes. In diesem Jahr darf ich euch eine große Neuerung ankündigen. Ab diesem Schuljahr wird es einen Boxclub in Hogwarts geben. Dieser wird für alle Schülerinnen und Schüler ab dem dritten Jahrgang zugänglich sein. Diesen Club wird Professor Nowak leiten.“ Verhaltener Applaus kam sowohl von der Schülerschaft, als auch von den anderen Professoren, während ein junger Mann von vielleicht 30 Jahren aufstand und sich in der Halle umsah. „Professor Nowak ist von Durmstrang aus hier her gekommen und wird jetzt auch noch ein paar Worte an euch richten“, damit trat Professor Dumbledore zur Seite und machte sein Rednerpult frei für den jungen Professor. „Vielen Dank, Professor. Guten Abend zusammen, wie Ihnen Ihr Direktor eben schon mitgeteilt hat, bin ich Professor Nowak und werde einen Boxclub hier in Hogwarts etablieren. So einen Club habe ich schon nach meinem Studium in Durmstrang geleitet und nun möchte ich ihn hier auf Hogwarts einführen. Es wird ein freiwilliger Club sein, so wie eure altbekannten Qudditch-Teams. Ihr werdet also keine Note für die Teilnahme erhalten, sondern am Ende eines jeden Jahres in einem kleinen Wettkampf um einen Gürtel für euer Haus kämpfen. Aber ich warne euch. Wenn ich bemerke, dass sich jemand nur für den Club angemeldet hat, um andere Schüler mutwillig zu verprügeln, dann werde ich diese Person sofort davon ausschließen und für den Rest seiner oder ihrer Schulzeit bannen. Ich dulde nur faire Kämpfe und werde das auch ganz genau im Auge behalten“, mit diesen Worten zog Professor Nowak seinen Zauberstab und ließ mehrere Pergamente aus der Großen Halle schweben. „Sie finden ab jetzt auf Ihren schwarzen Brettern eine Liste, wo Sie sich für den Club einschreiben können. Unser erstes Treffen wird diese Woche Samstag um drei Uhr nachmittags hier in der Großen Halle stattfinden. Wenn Sie also gerne das Boxen näher kennenlernen möchten, dann schreiben Sie sich gerne ein. Und ich richte mich hiermit auch an meine werten Kollegen und Kolleginnen. Sie sind auch alle herzlich dazu eingeladen, diesen Club zu besuchen. Es wird allerdings dann zwei Gruppen geben. Zum einen die Gruppe der Schülerinnen und Schüler und die der Professoren. Sollte aber ein Schüler oder eine Schülerin am Ende des Jahres gute Leistungen zeigen, dann kann diese Person auch gegen einen Professor antreten. Ich danke Ihnen und hoffe auf einige Teilnehmer“, nach diesen Worten ließ sich der junge Professor wieder am Lehrertisch nieder, während Professor Dumbledore erneut nach vorne trat. „Ich hoffe, ihr nehmt diesen Club ernst und er wird ein fester Bestandteil dieser Schule werden. Kommen wir nun zu den verbotenen Gegenständen …“ Spätestens jetzt schaltete die Schülerschaft auf Durchzug und begann über den neuen Club zu tuscheln.

„Das wäre doch die Gelegenheit“, meinte Ron leise und sah Harry direkt an. „Gelegenheit wofür?“, wollte der Angesprochene wissen und versuchte der Rede des Direktors zu folgen. Doch sein bester Freund ließ ihn nicht. „Na, um Malfoy offiziell eine zu verpassen oder Snape mal ordentlich zu verprügeln“, entgegnete der Rothaarige und grinste breit. Er würde sich auf jeden Fall bei diesem Club einschreiben. Wer wusste schon, wofür das Training da gut war? „Ron, du hast doch den neuen Professor gehört. Gerade so etwas will er nicht sehen!“, mischte sich nun auch Hermione ein und sah ihren Freund tadelnd an. „Der muss das doch nicht erfahren. Und wenn Harry Malfoy umhaut, dann war dieser eben nicht gut genug und hat sich überschätzt. Und die Gelegenheit gegen Snape anzutreten, sollte man sich doch nicht entgehen lassen“, grinste Ron und ließ sich nicht von seiner Idee abbringen. „Ich glaube nicht, dass sich der Professor so leicht hereinlegen lässt. Und außerdem weiß ich noch gar nicht, ob ich mich überhaupt anmelde“, meinte Harry und widmete sich dann dem Essen, welches gerade vor ihnen erschien. „Warum denn nicht? Du könntest das doch locker schaffen. Und ich werde mich auch anmelden. Und schau mal, selbst Snape sieht so aus, als wenn er darüber nachdenkt“, versuchte Ron seinen besten Freund davon zu überzeugen. „Weil Boxen auch eine Art von Kampf ist und nach dem Sieg über Voldemort vor drei Jahren hatte ich mir eigentlich vorgenommen bis zu meiner Ausbildung zum Auror nicht mehr zu kämpfen“, gab Harry ihm zu verstehen. Eigentlich war das nicht der wahre Grund dafür, dass er sich nicht anmelden wollte. Boxen erinnerte ihn immer an die Attacken seines Cousin und dessen Kumpanen und so wie dieser wollte er auf keinen Fall werden. Jemand anderen mutwillig verletzen, um eine Trophäe zu gewinnen. Das klang in seinen Ohren irgendwie falsch. Auch wenn er natürlich wusste, dass es unter den Muggeln viele Profis gab, die viel Geld damit verdienten. „Ach komm, Kumpel. Das wäre doch sicher ein gutes Training für die Ausbildung zum Auror. Oder ist da noch ein anderer Grund?“, harkte Ron nach, welcher den anderen sehr gut kannte. Seufzend legte Harry sein Sandwich zur Seite. Da war er ertappt worden. „Ich möchte niemanden mutwillig verletzen“, gab er schließlich den wahren Grund seiner Bedenken zu. „Harry, dass wirst du doch auch nicht machen. Ich glaube kaum, dass das Ministerium dem zugestimmt hätte, wenn wirklich große Verletzungsgefahr bestehen würde. Ich würde es auf jeden Fall mal versuchen. Und wenn du dich doch unwohl fühlst, dann kannst du immer noch aufhören. Du hast doch Professor Nowak gehört. Der Club ist wie Qudditch, also kannst du jederzeit aufhören und es wirkt sich nicht negativ auf deine Noten aus“, meinte nun auch Hermione und wurde von ihren Freunden verwundert angesehen. „Gerade von dir hätte ich erwartet, dass du uns die Idee austreiben willst, weil wir kurz vor dem Abschluss stehen“, schmunzelte Harry und aß sein Sandwich weiter. „Nun, eure Noten haben sich nach dem Sieg über Du-weißt-schon-wem so gebessert, dass ihr ruhig an dem Club teilnehmen dürft“, sprach die junge Hexe in mütterlichem Ton, woraufhin ein gemeinschaftliches „Danke Mutter.“ von den beiden anderen kam und sie gemeinsam lachen mussten. „Du hast Recht, Mione. Wenn es mir nicht zusagt, kann ich den Club ja jederzeit verlassen. Ich werde mich nachher eintragen und es dann auf mich zukommen lassen.“ Zu sich selbst nickend nahm Harry seinen Kürbissaft und genoss das restliche Festessen.

~*~

Am Samstagnachmittag standen etliche Schüler und Schülerinnen in der Großen Halle und sahen sich neugierig um. Die Halle war, bis auf den Lehrertisch und den Stundengläsern komplett leer. Insgesamt hatten sich an die 40 Schüler aus allen Häusern und Jahrgängen angemeldet. Neben Harry und Ron waren aus ihrem Jahrgang auch Draco Malfoy, Blaise Zabini und Anthony Goldstein anwesend. Aus den anderen Jahrgängen waren auch einige Mädchen dabei, nur aus ihrem Jahrgang nicht. Was aber vielleicht an den bevorstehenden Abschlussprüfungen lag, die den Mädchen wichtig waren, als den Jungen. „Es freut mich wirklich, dass sich einige für meinen Club gefunden haben. Als erstes möchte ich Sie alle bitten diese Sportkleidung anzulegen. Damit trainiert es sich besser, als in ihren Roben. Danach werde ich einen kleinen Fitnesscheck mit Ihnen machen, um zu sehen, auf welchem Level Sie stehen“, begrüßte Professor Nowak die Gruppe und reichte jedem einen Beutel, in welchem sich eine kurze Sporthose, ein T-Shirt und Turnschuhe befanden. „Und was ist, wenn uns die Sachen nicht passen?“, wollte ein Mädchen aus dem dritten Jahrgang von Hufflepuff wissen.

„Machen Sie sich keine Sorgen, Miss …?“

„McFiven, Sir.“

„Miss McFiven, Sie brauchen sich keine Sorgen machen. Die Kleidung ist mit einem einfachen Zauber belegt, sodass sie sich jeder Körpergröße anpasst. Nun ziehen Sie sich bitte um, damit wir beginnen können“, damit deutete der junge Professor auf eine Reihe von schwebenden Tüchern, hinter denen die Schüler nun mehr oder weniger begeistert verschwanden und sich umzogen.
Nach wenigen Minuten kamen alle wieder hervor und blieben vor ihrem Professor stehen. „Sehr schön, zunächst werden Sie von mir Namensschilder bekommen, da ich Sie noch nicht so gut kenne und Sie nicht jedes Mal nach ihrem Namen fragen möchte. Danach werden wir uns warm machen. Das ist das A und O für jeden Sport. Deshalb beginnen wir zuerst mit einigen Dehnübungen. Machen Sie mir einfach alles nach.“ Nach diesen Worten schritt er die Reihe der Schüler ab und zauberte jedem ein Namensschild an das T-Shirt. Danach zeigte Professor Nowak seinen neuen Schülern mit viel Geduld die Übungen, wobei er dabei schon erkennen konnte, dass etliche Schüler zwar sehr fit aussahen, aber es ihnen an der Beweglichkeit mangelte. Und auch teilweise an der Motivation sich zu bewegen. Diese Schüler würden den Club sicher in wenigen Wochen verlassen, da war er sich sicher. „Gut, als nächstes werden wir Seilspringen. Das ist die beste Aufwärmübung für das Boxen. Denn es aktiviert nicht nur die Armmuskulatur, sondern auch die in den Beinen und beides ist für diese Sportart wichtig.“ Wieder zeigte sich die Geduld des ehemaligen Durmstrang-Schülers, denn gerade ein gewisser blonder, junger Mann schien kein Interesse an dieser Aufwärmübung zu haben. „So, damit wären wir nun warm genug, damit ich Ihre Ausdauer testen kann. Sie werden nun alle zehn Runden um die Große Halle laufen“, mit diesen Worten schwang der Professor seinen Zauberstab und ließ zwei bunte Linien auf dem Boden erscheinen. „Die Jungen laufen den äußeren Kreis zwischen Wand und der roten Linie. Und die Mädchen bleiben im inneren Kreis zwischen roter und blauer Linie. Start und Ziel ist das Stundenglas von Gryffindor. Wir starten sobald Sie alle in Ihrer jeweiligen Bahn am Startpunkt stehen“, erklärte er ruhig, während er eine Uhr über dem Lehrertisch erscheinen ließ und alle Schüler schnell in ihre Bahnen liefen und auf das Startsignal warteten. Dies folgte in Form einer Trillerpfeife und schon rannten die Schüler los. „Ganz ruhig, dies soll ein Ausdauertest sein und kein Wettlauf“, gab er den Schülern zu verstehen, wobei ihm einige nicht zuzuhören schienen. Kopfschüttelnd ließ er ein Pergament erscheinen und machte sich einige Notizen zu jedem Schüler.

Keine drei Minuten später rief schon der erste Schüler freudig „Erster!“ und ließ sich grinsend am Lehrertisch nieder. „Das waren doch sicher keine zehn Runde, Malfoy! Du betrügst!“, rief ein weiterer Schüler und sah verärgert zu dem Blonden. All dies notierte sich Professor Nowak, während er weiter die anderen beobachtete und die Runden im Stillen mitzählte. Nach etwa einer halben Stunde war die letzte Schülerin fertig und er rief alle wartenden Jugendlichen zusammen. „Nun, damit haben wir den Fitnesscheck abgeschlossen und ich kann Sie in verschiedene Gruppen einteilen. Ich habe aber auch etwas zu bemängeln. Mr. Malfoy, dies hier war ein Ausdauertest und kein Wettlauf. Es ging nicht darum der Erste zu sein, der die zehn Runden absolviert, sondern mir zu zeigen, ob sie in der Lage sind, die zehn Runden locker durchzustehen. Deshalb mache ich auch Ihnen Mr. Zabini keine Vorwürfe, dass Sie nur acht Runden geschafft haben. Sie sind eben mit Ihrer Fitness noch nicht soweit. Aber das werden wir ändern, sofern Sie alle dabei bleiben wollen. Deshalb hören Sie mir in Zukunft alle ganz genau zu, was ich Ihnen sage. Das ist ganz wichtig, auch um Verletzungen zu vermeiden. Denn selbst beim Aufwärmen kann man sich verletzen, wenn man die Übungen falsch ausführt. Gut, da das nun geklärt ist, möchte ich Ihnen die erste Übung im Boxen zeigen. Mr. Potter, würden Sie bitte nach vorne kommen und mir als Demonstrationspartner zur Seite stehen?“, wandte sich Professor Nowak an den jungen Mann, während genervtes Schnauben und ein gemurmeltes „Typisch, Potter wird bevorzugt.“ aus den Reihen der Schüler kam. „Mr. Malfoy, zügeln Sie Ihre Zunge! Ich werde hier niemanden bevorzugen. Denn ich beurteile meine Schüler nicht nach den Taten, welche sie bisher getan haben, sondern nur alleine an den Leistungen, die sie in diesem Club zeigen. Und ich habe Mr. Potter für die Demonstration ausgewählt, da er eine bessere Kondition an den Tag gelegt hat, als alle anderen eben. Sie mögen zwar als Erster die zehn Runden absolviert haben, aber sowohl beim Dehnen, als auch beim Seilspringen war ihre Leistung noch nicht ausreichend. Von daher würde ich Ihnen raten, dass Sie in Zukunft besser aufpassen und die Sache ernst nehmen. Oder Sie können gleich gehen. Haben Sie mich verstanden?“ Mit strengem Blick sah der Professor den aufmüpfigen jungen Mann an, welcher sich jeden weiteren Kommentar sparte. Er würde schon noch die Gelegenheit bekommen, es Potter heimzuzahlen. Denn dieser war eindeutig Schuld daran, dass er gerade so angefahren wurde! Innerlich seufzend wandte sich Professor Nowak wieder dem jungen Potter zu. Anscheinend würde dieser Club doch noch eine Herausforderung werden.

~*~

Die Monate vergingen und die Prüfungen standen kurz bevor. Und damit auch die Aufregung vor diesen. Doch nicht so an diesem Tag. Heute waren die Schüler aus einem anderen Grund aufgeregt und das war der stattfindende Wettkampf des Boxclubs. In den letzten Monaten hatten einige Schüler den Club wieder verlassen, so dass nur noch gut 25 Schülerinnen und Schüler dazu gehörten. So war es auch nicht verwunderlich, dass ausgerechnet Draco Malfoy gegen ein Mädchen aus dem fünften Jahrgang von Ravenclaw antreten musste. So dachte es jedenfalls die Schülerschaft, welche nicht Teil des Boxclubs war. Denn die Kämpfe waren anhand der Leistungen in den Trainingsstunden zustande gekommen und nicht aufgrund von fehlenden Teilnehmern. Aber nicht einmal dieser Kampf war der Grund für die Aufregung, sondern der Höhepunkt des Wettkampfes. Der Kampf zwischen Harry James Potter und Severus Snape. Ein Schüler gegen einen Professor. Das hatte es ja noch nicht einmal in der Zeit des Duellierclubs gegeben! „Soll ich wirklich gegen Snape antreten?“, wollte Harry zum hundertsten Mal wissen und lief nervös hinter dem Vorhang auf und ab. „Kumpel, der Professor ist sich ganz sicher, dass Snape und du die perfekten Gegner seid. Mach dir keine Sorgen. Du hast doch sehr gut trainiert und die Fledermaus ist doch nicht aus Zucker. Den wirst du nicht mit einem Schlag umhauen. Das wird ein fairer, langer Kampf werden“, versuchte Ron den anderen zu beruhigen, während er seine Handschuhe noch einmal fester anzog. Sein Kampf gegen Blaise sollte gleich nach dem von Harry stattfinden und er freute sich schon darauf. Nur sein Kumpel machte sich mal wieder viel zu viele Gedanken. Seufzend blieb Harry stehen und sah den anderen an. „Du hast ja Recht. Snape ist kein Blümchen, was einfach umknickt. Er wird es mir sicher auch nicht einfach machen, also sollte ich das auch nicht“, entschied er und atmete tief durch. „Und damit ist der Kampf zwischen Draco Malfoy und Penelope Smith beendet. Gewonnen hat Penelope Smith mit 30 zu 27 Punkten. Kommen wir nun zu dem lang erwarteten Kampf zwischen Harry James Potter und Professor Snape. Ich darf die Gegner in den Ring bitten“, erklang die Stimme von Professor Nowak, ehe das Lachen der Schülerschaft, auf Grund der Niederlage von Draco Malfoy, in tosenden Jubeln umschwang und die Kontrahenten den Ring betraten. „Ich möchte einen sauberen Kampf sehen. Es wird drei Runden a 2 Minuten gekämpft. Keine Schläge unter die Gürtellinie und keine Schläge, wenn der Gegner am Boden liegt“, erinnerte der Leiter des Boxclubs und ließ den Kampf dann beginnen.

„Was für ein Kampf ... Die beiden Kontrahenten gönnen sich wirklich nichts! Ouh, das war ein guter rechter Aufwärtshaken, den Harry da einstecken musste. Aber das hat unseren Helden nur kurz ins Straucheln gebracht und sofort erwidert er die Attacke mit einer sauberen Geraden direkt in das Gesicht des Professors. Wie dieser wohl reagieren wird? … Doch was ist das? Die Gerade scheint unseren Professor aus dem Gleichgewicht zu bringen … Tatsächlich Professor Snape ist am Boden … Knocked Out … Unser Professor ist raus ... Gewonnen hat Harry James Potter durch K.O.“, hallte die Stimme von Lee Jordan durch den Raum, welcher als Gastsprecher für dieses besondere Ereignis nach Hogwarts eingeladen wurde. Anscheinend war es mal wieder etwas ganz Besonderes, dass er, Harry James Potter, Held der Zauberwelt, Bezwinger Voldemorts, geben Professor Snape antreten musste. Während gigantischer Jubel ausbrach, sah Harry geschockt auf seinen Professor, welcher immer noch auf dem Boden lag und langsam eine blaue Wange bekam. „Sehr gut gemacht, Mr. Potter. Wenn Sie wollten, könnten Sie sicher eine Karriere als Profiboxer beginnen. Damit steht nun auch schon fest, dass der Box-Gürtel im ersten Jahr an Gryffindor geht!“, erklärte Professor Nowak und nickte Harry anerkennend aus. Es war nur noch ein Kampf zwischen Gryffindor und Slytherin offen und Gryffindor lag mit seinen Punkten so weit vorne, dass dieser eine Kampf nichts mehr am Sieg des Hauses ändern würde. Selbst wenn Blaise Zabini ebenfalls ein Knocked Out schaffen würde. „Potter, ich verlange einen Rückkampf! Hier, in einem Monat und dann werden Sie hier vor mir liegen“, knurrte in diesem Moment Professor Snape, während er langsam aufstand und seinen Schüler fixierte. Davon angestachelt musste Harry nun doch grinsen. „In zwei Wochen bin ich kein Schüler mehr, Professor. Sie müssen also härter trainieren und dann treffen wir uns in einer Woche wieder hier im Ring“, gab Harry nun wieder besser gelaunt von sich und verließ den Ring. Dem Professor schien es ja gut zu gehen, wenn er schon von einem weiteren Kampf sprach und auch wenn er erst gar nicht von diesem Club begeistert war, fand er es nun sehr schade, dass er schon in wenigen Wochen die Schule verließ und nicht mehr daran teilnehmen konnte. Wie gerne wäre er im nächsten Jahr gegen Malfoy angetreten. Aber den zweiten Kampf gegen Snape würde er sich nicht entgehen lassen. Und wer wusste? Vielleicht würde er doch eine andere Laufbahn einschlagen und der erste Profiboxer werden, welcher schon vor seiner Karriere zwei Knocked Out geschafft hatte.
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