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Die Einsamkeit

von JaliceTo
Kurzbeschreibung
OneshotDrama, Freundschaft / P16 / Gen
Aztek Calypso Chilli
17.04.2022
17.04.2022
1
2.675
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17.04.2022 2.675
 
Achtung! dieser OS thematisiert Verlustängste, Gewalt, & Vernachlässigung - bitte lest mit Vorsicht oder sucht euch eine andere Horseland FF wenn ihr mit den genannten Themen nicht gut umgehen könnt.

Lg eure JaliceTo





Die Einsamkeit


"Habt ihr das gehört? Es klang wie ein Hilferuf.....ein Wiehern um Hilfe"

Das einstimmige Lachen der anderen Pferde aus ihren Boxen, ließen Chili beleidigt schnaufen. Er durfte sich erneut anhören, dass er sich all das doch nur einbildete und mal wieder ´Geister´ sah. Das war überhaupt nicht lustig und es war nicht das erste mal, dass Chili glaubte diesen Hilferuf zu hören.


Etwas war in den Wäldern, weit entfernt. Und es rief laut und deutlich um Hilfe. Es war ein verzweifelter Hilferuf. Und dieser stammt definitiv nicht von einem Geist. Chili war überzeugt, dass dieser Ruf kein Hirngespenst war. Es war real und irgendjemand dort draußen in den Wäldern war in Gefahr. Nur lag es im Moment außerhalb seiner Möglichkeiten der Sache nachzugehen.

Einige Stunden später war Chili auf der Weide und hatte den Hilferuf bereits vergessen. Er lieferte sich mit Jimber und Button ein Wettrennen und wollte unbedingt als Sieger daraus hervor gehen.

***


Einige Tage später waren Calypso, Chilli und Aztek gemeinsam mit ihren Menschen auf dem Weg zu einem der wunderschönen Wasserfälle. Die Kinder hatten ein Picknick organisiert und da Chloes Zwillingsschwester für ein Schulprojekt bei einer Klassenkameradin zu Hause lernen musste, würde sie beim nächsten Ausflug mitkommen. Heute würden sich also nur Chloe, Molly & Benny einen schönen Nachmittag machen. Bennys Mutter hatte ein paar leckere Dinge als Snacks eingepackt und diese waren in den Satteltaschen der Pferde verstaut worden, neben einer großen Picknickdecke und Getränken. Jedes der Pferde trug etwas von dem großen ganzen, so fühlte sich niemand ausgeschlossen oder konnte dem anderen vorwerfen, weniger Arbeit zu haben. Das Gespann machte sich auf den Weg und die Stimmung war ausgelassen. Die Pferde genossen den entspannten Ausritt und die Jugendlichen unterhielten sich auf dem Rücken der Pferde über die Schule, die neusten Filme oder wann das nächste Sleepover der Reitergruppe auf dem gemütlichen Heuboden der Farm stattfinden sollte.

Am Wasserfall angekommen durften die Pferde sich am langen Führstrick etwas von dem kalten Wasser des Flusses genehmigen und bekamen als Snack von ihren Menschen einen Apfel, die Kinder machten es sich auf der Picknickdecke gemütlich und aßen in vollem genoss all die Leckereien, die Bennys Mutter eingepackt hatte. Die Sonne schien in voller Wärme und Gemütlichkeit auf die Jugendlichen hinab und wärmte auch das Fell der Pferde angenehm. Es war ein wunderschöner Nachmittag. Ein leichter Wind wehte zu der Gruppe aus Menschen und Pferden hinüber und schon bald waren Chloe, Benny & Molly auf der Picknickdecke eingeschlafen.

Auch die Pferde fanden es verlockend sich einfach auf das warme Gras zu legen und wie ihre Menschen eine Weile zu träumen. Chilli spielte wirklich mit dem Gedanken sich auf den Boden zu legen, während Calypso ihren Kopf an einer Baumrinde rieb und so versuchte eine juckende Stelle zu beruhigen. Aztek gähnte einmal laut und zuckte dann mit dem rechten Ohr. Sein Blick ging zum Wald, hinüber zu den weit entfernten Tannen. Aufmerksam lauschte er. Neben dem Zwitschern der Vögel und dem Rauschen des Windes war da noch etwas.....ein dumpfes Wiehern eines Pferdes. Es klang so weit weg und dennoch bekam Aztek das Gefühl nicht los, dass ihm der Klang bekannt vorkam.

"Chilli....ich glaube du hattest Recht", sprach Aztek ohne den Blick vom Waldrand zu nehmen.
"Natürlich Aztek, ich habe immer Recht!", prahlte Chilli selbstgefällig.
"Womit denn? Dass du genauso eingebildet stolzieren kannst wie Pepper?", kam es lachend von Calypso.
"Nein, dass meine ich nicht....hört mal in die Richtung des Waldes. Dieses Wiehern, dass wie ein Hilferuf klingt. Könnt ihr es hören?", sprach Aztek ernst und Calypso hörte auf zu lachen und sich am Baum zu schubbern, und blickte stattdessen hinüber zum Waldrand.

***




Das Herz schlug schneller, das Brüllen des Berglöwen hallte in den Ohren des Pferdes wieder. Das Raubtier kam näher und es hatte nur ein Ziel. Das Pferd anzugreifen und sich einen saftigen Happen zu genehmigen. Die Angst in dem jungen Pferd stieg an. Trieb ihn noch mehr dazu schneller zu laufen. Jeder Schlag mit den Hufen auf dem Waldboden wirbelte mehr Staub auf. Der Fluchtinstinkt in ihm war geweckt worden. Ungleichmäßig versuchte er seine Lungen mit Luft zu füllen. Das Rauschen in seinen Ohren wurde stärker, eine Erinnerung benebelte seine Sinne. Den Hilfeschrei seines geliebten Zwillings ließen den jungen Hengst kurz abbremsen.

"Cream? Cream?!"

Ihr betörend bekannter Duft spielte sich in seine Nüstern. Eine Silhouette des Pferdes mit der pink-honiggelben Mähne tauchte wie aus dem nichts vor dem Hengst auf. Die Augen seiner Zwillingsschwester flackerten bedrohlich auf. Unsicherheit spiegelte sich in ihnen wieder. Gemischt mit purem Stress.

"Lauf! Lauf ich werde zurecht kommen Sugar! Bring dich in Sicherheit!"

Seine Hufe blieben auf dem Boden. Sein Hals reckte sich ein Stück weiter nach vorne, gewillt beruhigend seinen Kopf an dem seiner Zwillingsschwester zu reiben und ihr die Zuneigung und Sicherheit zu schenken, die Cream so sehr gebraucht hatte. In all den Momenten wo sie Angst gehabt hatte....in dem Moment wo ihr Besitzer die Entscheidung getroffen hatte die Zwillinge zu trennen....sie auf getrennte Höfe zu schicken. So viele Mondnächte entfernt voneinander. Doch sobald Sugar fast den Kopf von Cream hätte erreichen können verblasste diese Geisterhafte Erscheinung seiner Schwester wieder. Sie war nie hier gewesen, nicht bei ihm und nicht in diesem Waldstück in dem Sugar seit Tagen umher irrt.  Die traurige Wahrheit war, er hatte keine Ahnung wo seine Zwillingsschwester war.

Das aggressive Brüllen des Berglöwen riss Sugar wieder in die Gegenwart und er stieß einen letzten Hilferuf aus, wieherte so verzweifelt und laut, in der Hoffnung dass es irgendjemand hören musste - dann rannte er wieder los. Die Erschöpfung machte sich in Sugar bemerkbar und der junge Hengst wusste, dass er nicht mehr lange so weiter rennen konnte....alleine, ohne Herde und ohne jeden Schutz, doch er musste es versuchen - wenn er überleben wollte.

Der plötzliche Schmerz von Krallen in seiner rechten Hüfte ließen Sugar erschrocken aufschreien, instinktiv trat er aus und hörte den Schmerzensschrei des Berglöwen hinter sich. Sugar legte trotz der Verletzung die das Raubtier ihm verpasst hatte, noch mal einen Zahn zu und lief im Zick Zack Kurs durch  eine Reihe dichter Tannen. Sprang verletzt über einen kleinen Bach und hörte den Kampfschrei des Berglöwen dich hinter sich.

Während über ihm drei Schatten hinweg sprangen und als gemeinsame Einheit den Berglöwen in die Flucht schlugen - bracht Sugar für einen Moment vor Erschöpfung auf dem Boden zusammen. Er musste seinem Körper eine kurze Pause gönnen, bevor er kopflos weiter durch dieses fremde Gebiet rennen konnte. Schwerfällig ließ der junge Hengst mit dem weiß-grauen Fell und der hellblauen-weiß-grauen Mähne auf den Boden sinken und versuchte seine Atmung unter Kontrolle zu bringen.


"Freunde, ich weis wer hier um Hilfe gerufen hat. Das ist Sugar!"

Die Erkenntnis um wen es sich handelt bekam Sugar nicht mit, er gönnte seinen Augen eine ganz kurze Pause. Bis sein Körper mit der Wunde durch die Krallen des Berglöwen und sein Fluchtinstinkt ihn alarmierten - als drei andere Tiere näher kamen.

Ruckartig sprang er auf und trat nach hinten aus, wieherte drohend und drehte sich dann erst um.

"Bleibt weg! Verschwindet! Lasst mich in Ruhe hört ihr!"

Die Augen von Sugar weiteten sich in purer Angst und für einen Moment konnten Calypso, Aztek und Chili die Verlustängste und Panik in den Augen des ehemaligen Fohlens erkennen.

"Ihr sollt verschwinden! Ihr seid doch nur Geister und nicht echt!"

Als der junge Hengst mit den Huf erneut austrat, wichen die drei Pferde einen Schritt zurück und schenkten sich einen ratlosen Blick.

"Es tut mir Leid Aztek aber ich muss das jetzt tun", sprach Chili leise und bevor Aztek nachfragen konnte was Chili meinte, biss dieser auch schon in das rechte Hinterbein von Aztek. Das Pferd wieherte erschrocken und schnaufte Chili wütend an.
"Spinnst du Chili?! Das hat verdammt noch mal geschmerzt!", regte Aztek sich auf.

Den Sinn hinter der Aktion sollte sich bald von selbst beantworten. Denn Sugar hatte aufgehört sie anzubrüllen und um sich zu treten. Mit ängstlichen Augen und nach hinten gelegten Ohren blickte der junge Hengst hinüber zu dem Trio.

"Chili? Aztek und Calypso? Die Pferde von Horseland?"

"Ja und wie du sehen kannst, sind wir ziemlich lebendig und keine Geister", sprach Calypso besorgt und bemerkte als erste die Verletzung die der Berglöwe verursacht hatte.
"Du musst große Schmerzen haben du armer. Wie kommst du hier her Sugar? Und wo ist Cream?", fügte Calypso noch hinzu. Betroffen senkte Sugar den Blick und seufzte schwer.

"Ich weis es nicht....ich.....sie hat gesagt ich soll fliehen, nachdem ihr zukünftiger Käufer sie bestrafen wollte...Cream hatte Angst über eine der Hürden im Freilauf zu springen...er hat die Peitschte geholt und.....ihr auf die Nase gehaut mit voller Wucht. Ich habe dem Käufer die Peitsche aus der Hand gerissen und er hat mich....mit....einem Blitz....Ding....in den Transporter getrieben hat.....Cream hat mir noch zugerufen, ich soll sobald ich beim neuen Besitzer bin abhauen.....egal wohin.....und das habe ich getan....ich weis noch ob Cream noch beim alten Käufer ist oder bereits wo anders.....ich bin einfach los gerannt", brachte Sugar stockend hervor.

"Ihr....ihr seid nicht auf dem Gestüt groß geworden wo eure Mutter ist?", kam es betroffen von Aztek als er diese Geschichte hörte.
"Kurz nachdem wir euch verlassen haben und es unserer Mutter besser ging, hat uns eine nette junge Reiterin gekauft. Wir waren in einem tollen Stall am Meer. Doch nach einigen Jahren konnte sie das Geld nicht mehr aufbringen.....sie hat Cream und mich schweren Herzens verkauft....wir sind zu dem Käufer gekommen der....sehr strenge Methoden und Ansichten hatte....von dort aus sollten wir wieder getrennt werden.....", berichtete Sugar ängstlich.
"Deine Verletzungen sind nicht nur von dem Puma oder Sugar? Dein vorheriger Käufer hat.....es tut mir so schrecklich leid", wisperte Chili betroffen. Ihre Menschen konnten auch Stur sein, aber sie würde niemals zu solchen Mitteln greifen. Kein Pferdebesitzer sollte das tun.

Sugar schwieg und drehte sich einmal halblinks, dass die älteren Pferde eine bereits verblasste Narbe an seinem linken Hinterhuf erkennen konnten. Sie war durch Menschenhand zugefügt worden.
"Sie haben Cream und mir auch wenig  Nahrung und Wasser gegeben....der neue Käufer....ich habe Cream, wann immer es mir möglich war meine Portion Futter gegeben....weil ich der ältere Zwilling bin und auf sie aufpassen muss....was....was ist wenn ich Cream im Stich gelassen habe und....", Sugar fing unruhig an zu tänzeln, die Angst dass seine kleine Schwester nicht entkommen konnte machte ihn unsicher. Ließ Sugar den Schmerz durch den Berglöwenangriff ganz kurz vergessen.
"Bestimmt können Benny, Chloe und Molly helfen.....sie sind gute Kinder", schlug Calypso vorsichtig vor.

Beim Erwähnen der Menschen schritt Sugar einige Meter zurück. Zuckte aufgrund seiner Verletzungen zusammen und schüttelte den Kopf.
"Die Menschen hätten mir und Cream nicht solche Verletzungen zugefügt....sie hätten mich nicht dazu gebracht zu fliehen....so lange bin ich durch die Wälder geirrt, bin vor Raubtieren davon gerannt und habe aus Flüssen getrunken und mich in fremden Ställen, auf fremden Bauernhöfen ernährt.....das schlimmste ist die Einsamkeit in der Nacht....du musst ständig auf der Hut sein Calypso.....nicht einmal das große Pferd im Mond, von dem Scarlet uns in der ersten Nacht erzählt hat, konnte über mich wachen.....manchmal sehe ich Creams Geist....sie gibt mir Ratschläge....es ist so lange her, dass ich Cream gesehen habe", hauchte Sugar und nun fingen Tränen an seine Wangen hinunter zu fließen. Er muss Dinge auf seiner Flucht erlebt haben, von denen die älteren Pferde nicht einmal zu träumen wagten....schreckliche Dinge.

Es war Chili der einige Schritte auf Sugar zuging.
"Sugar? Wir werden nicht zulassen, dass dir etwas passiert und ich bin mir sicher, dass die Kinder und Will mit Benny versuchen werden Cream ausfindig zu machen....auch wenn die Kinder manchmal ihre Differenzen haben, so halten sie zusammen und....", Chili wurde von Calypso unterbrochen die seinen Satz fort führte.
"....und auch wenn wir uns bei eurer ersten Ankunft vor so vielen Jahren so schrecklich eifersüchtig verhalten haben.....", sprach Calypso und trat neben Chili. Dieses mal beendete Aztek den unterbrochenen Satz.
"...sind wir Freunde, und wir lassen dich nicht im Stich.....und wir werden versuchen Cream zu finden....du wirst wenn du mit uns nach Horseland kommst nie wieder die Einsamkeit spüren müssen. Die Kinder können den Tierarzt holen und deine Verletzungen versorgen....sie machen sich bestimmt auch große Sorgen", sprach Aztek einfühlsam. Die damalige Eifersucht auf die ´kleinen Zwillingsfohlen´ war ein Teil der Vergangenheit und die Pferde wollten dem nun ebenfalls jungen Erwachsenen Sugar helfen. Sie würden ihn gewiss nicht wieder zurück in die Wildnis oder zum Berglöwen schicken....oder was für Raubtiere dem armen Sugar dort während seiner Reise aufgelauerten waren.

"Ich....ich kann den Menschen nicht mehr vertrauen....sie haben Cream und mir in den letzten Jahren viel zu viele Schmerzen zugefügt. Ich erinnere mich zwar daran, dass eure Menschen mich und meine Schwester so wundervoll nett behandelt haben....aber mein Vertrauen in Menschen ist kaputt....und....ich weis nicht ob es jemals wieder hergestellt werden kann", düster ließ Sugar den Kopf hängen.

Vorsichtig stupste Calypso ihn an der Schulter an. Ihre warmen Augen funkelten aufmerksam und beruhigend.
"Das verlangt niemand von dir, so etwas geht nicht von heute auf Morgen. Vertrauen ist schwer", sprach Calypso und nun musste Aztek schmunzeln.
"Will hat eine kleine Tochter und es hat fast ein Jahr gedauert, bis sie sich alleine auf meinen Sattel getraut hat, sie hat zuerst zu Jimber Vertrauen fassen müssen....das Mädchen hatte es in der Vergangenheit auch nicht leicht gehabt und musste lernen den Menschen wieder zu vertrauen....aber mit unserer Hilfe hat es funktioniert.....lass uns dir helfen Sugar. Du bist nicht mehr alleine", versprach Aztek und Chili wieherte zustimmend.

"D....Die Menschen und der Tierarzt werden mir nicht noch mehr Schmerzen zufügen? Auf Horseland bin ich sicher?", schluchzte Sugar verängstigt. Er hatte solche Angst wieder von etwas getrennt zu werden, was er ins Herz schließen würde....er hatte Angst um Cream und dass es ihr nicht gut gehen würde. Er wollte nicht erneut Panik um zu wenig Futter und Wasser zu haben.
"Wir versprechen es dir Sugar", versprach Calypso ihm und es kostete Sugar jede Menge Mut, Kraft und Überwindung mit den Pferden langsam zurück zur Lichtung zu gehen, wo die Menschen waren.

Sugar hörte sie schon vom weiten und wich sofort zurück als sie voller Sorgen auf ihn zustürmen wollten. Doch Chili und Aztek bäumten sich beschützend vor ihm auf und machten den Menschen deutlich, dass irgendwas nicht stimmte. Diese Menschen waren schlau genug ihre Pferde zu verstehen und ganz in Ruhe wurde der Tierarzt nach Horseland gerufen.

Ihm wurde eine Box in den Stallungen eingerichtet und Chili, Aztek und Calypso wichen ihm auf dem Weg zur Tierklinik kaum von der Seite.

Es war ungewohnt auf einmal so viel Sicherheit zu haben. Doch das Vertrauen in die Menschen war kaputt.....die Angst von dem gemeinen Käufer gefunden zu werden war groß.
Und die Sorge dass sich die Einsamkeit wie ein lästiger Berglöwe nachts an ihn ranschleichen könnte, schien für Sugar allgegenwärtig zu sein.

Zu sehr hatten ihn die letzten Jahre und vor allem die letzten Tage und Wochen in der Wildnis gekennzeichnet, als dass er das Misstrauen und die Verlustängste nun einfach so ablegen könnte.

Vielleicht war die stetige Einsamkeit das einzige, auf was Sugar sich im Moment verlassen konnte.

Vielleicht war die Einsamkeit die eine Sache, auf die er sich so schmerzhaft verlassen wollte.

Weil sie allgegenwertig zu sein schien.

Seit so langer Zeit.



ENDE
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