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Bunny-Hunt

von Sunivaah
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteHumor, Familie / P12 / FemSlash
Böse Hexe / Zelena Mills Böse Königin / Regina Mills Emma Swan Killian "Hook" Jones
15.04.2022
18.04.2022
4
5.934
6
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Dieses Kapitel
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16.04.2022 1.887
 
Snow strahlte von einem Ohr zum anderen, als am Ostersonntag nach und nach die Teilnehmer für ihre Schnitzeljagd eintrudelten. „Da seid ihr ja, Emma!“, kam es begeistert von ihr, als ihre Tochter und Regina aus dem teuren Mercedes stiegen.

Beide Frauen trugen Sportsachen und während der Anblick bei Emma ganz normal war, richteten sich viele Augenpaare sofort auf Regina, die die meisten nur in Business-Outfits oder den Kleidern der Bösen Königin kannten.

„Sag deiner Mutter, sie soll den Mund zu machen“, raunte Regina Emma zu, als sie Snows überraschten Blick registrierte.

„Hi, Mom“, grüßte Emma Snow stattdessen und umarmte sie kurz. „Wo ist Dad?“

„Kümmert sich um die Snacks. Ihr seid ja sicher hungrig, wenn ihr das Ziel erreicht“, meinte sie mit leuchtenden Augen.

Emma verkniff sich ihren gequälten Gesichtsausdruck und sah sich um. „Ist Henry noch gar nicht da? Er wollte doch mit Violet kommen.“

„Oh, die beiden werden nicht kommen“, meinte Snow schulterzuckend.

„Was?“ Dieses eine, kurze Wort von Regina schnitt derartig durch die Luft, dass sowohl Emma als auch Snow zusammenzuckten und sie anstarrten. „Wir veranstalten eine verdammte Schnitzeljagd und die einzigen Teilnehmer, die noch halbwegs als Kinder durchgegangen wären, sagen ab?“

„Naja, sie… hatten wohl nun doch andere Pläne für heute“, stammelte Snow.

Emma gab ihrer Mutter mit einem knappen Blick zu bedeuten, dass sie jetzt besser den Mund halten sollte und drehte sich dann zu Regina, der sie die Hände an die Oberarme legte. „Hey, sieh es doch mal so: Es ist schönes Wetter und es wird eine Art Osterspaziergang durch den Wald. Das kann auch romantisch sein. Du und ich und ringsherum die zwitschernden Vögel…“

„Also eigentlich werden wir die Paare auslosen“, kam es vorsichtig von Snow hinter Emmas Rücken.

Reginas Miene, die sich bei Emmas Worten leicht entspannt hatte, verfinsterte sich sofort wieder.

Nun fuhr jedoch auch Emma herum und starrte ihre Mutter entsetzt an. „Wie bitte? Es kann passieren, dass ich mit Hook durch den Wald laufen muss? Nur über meine Leiche!“

„Wohl eher über seine“, grummelte Regina und starrte düster und mit vor der Brust verschränkten Armen über die Wiese am Waldrand, an der sie sich getroffen hatten. Als sie dabei ihre Schwester erblickte, die mit einer Sonnenbrille auf der Nase und einem Cocktail in der Hand in einem der Liegestühle Platz genommen hatte, stapfte sie zu ihr und stellte sich genau in die Sonne.

„Hey, was soll… Oh, Regina.“ Zelena setzte sich auf und nahm die Brille ab. „Was verschafft mir die Ehre, Schwesterchen?“

„Was soll das Affentheater, Zelena? Warum hast du diesem Irrsinn zugestimmt? Wenn sie keine Teilnehmer gehabt hätten, hätte ich jetzt mit meiner Freundin in einem Spa liegen und mir den Rücken massieren lassen können! Was tue ich stattdessen? Ich renne durch den Wald, auf der Suche nach dem Osterhasen!“, wütete sie und riss ihr das Cocktailglas aus der Hand, als Zelena es an die Lippen setzen wollte.

„Ich dachte mir, dass das lustig werden könnte“, grinste die Rothaarige, völlig unbeeindruckt vom Wutanfall ihrer Schwester. „Außerdem fehlt mir die Gesellschaft von Erwachsenen. Du hast ja keine Zeit mehr für mich, seit du an Emma festgeklebt bist. Und es gibt sogar Drinks mit Alkohol drin, ist das zu fassen? Snow und David schenken tatsächlich Alkohol aus!“

Fassungslos starrte Regina sie an und konnte dabei nicht vermeiden, dass ihr Mund regelrecht offenstand. „Sag mal, bist du betrunken?“

„Ach, was heißt betrunken… Etwas beschwipst vielleicht“, grinste Zelena, wobei man eindeutig hören konnte, dass ihre Zunge ihr beim Sprechen nicht mehr vollständig gehorchte.

„Du kommst jetzt mit“, bestimmte Regina und ihrer Tonlage war deutlich zu entnehmen, dass sie es ernst meinte. „Los, beweg dich!“ Damit zerrte sie ihre protestierende Schwester am Ellenbogen auf die Füße und schleifte sie regelrecht zu der kleinen Gruppe zurück, zu der sich mittlerweile auch David und Hook gesellt hatten.

„Ladys, einen wunderschönen guten Tag“, kam es sofort von dem Piraten, der breit grinste und dessen Blick zwischen den beiden Schwestern hin und her schoss. „Na da haben wir doch direkt das erste Team, würde ich sagen!“

Emma holte Luft, um zu protestieren; immerhin war ihr klar, dass er das nur sagte, um mit ihr das zweite Team bilden zu können, doch bevor sie einen bissigen Kommentar dazu abgeben konnte, schaltete Snow sich bereits ein.

„Nein, so sind die Regeln nicht. Die Teams werden ausgelost. Womit wir auch gleich zu allen anderen Regeln kommen können“, kam es ernst von ihr, als ob es sich um die Olympiade handeln würde.

Hook zog eine Braue hoch und blickte sich auf der Wiese um. „Aye, Regeln finde ich gut. Aber wenn ich mir erlauben darf, zu sagen, dass wir damit vielleicht besser warten sollten, bis alle Teilnehmer eingetroffen sind?“

„Es sind alle eingetroffen. Ihr vier nehmt teil“, kam es von David, der immerhin den Anstand besaß und sich nicht ganz so freudig erregt benahm wie Snow.

„Die drei edlen Damen und ich?“, fragte Hook und zog seine Augenbraue hoch, bevor sich seine Lippen zu einem hinterlistigen Schmunzeln verzogen. „Na das wird interessant.“

Emma verdrehte die Augen und zog Regina zu sich, die daraufhin endlich Zelenas Arm losließ. „Hat sie getrunken? Sie trinkt doch sonst nie!“, zischte sie ihr zu.

„Lass uns bitte nicht davon reden“, seufzte Regina, schloss die Augen und hielt sich mit Daumen und Zeigefinger die Nasenwurzel.

„Also gut!“, lenkte Snow wieder die volle Aufmerksamkeit auf sich. „Die Regeln. Regel Nummer Eins: Keines Handys und keine Zauberei! Das gilt vor allem für dich, Regina.“

Empört sah die Brünette sie an. „Was soll das denn bitte heißen, besonders für mich?“

„Regel Nummer Zwei“, fuhr Snow ungerührt fort, als ob sie nie unterbrochen worden wäre. „Die Teams helfen sich nicht gegenseitig. Normalerweise solltet ihr euch ohnehin nicht begegnen, aber man kann ja nie wissen. Und Regel Nummer Drei: Die Partner werden nicht getauscht. Das Los entscheidet und ihr behaltet, wen ihr bekommt!“

Die Reaktionen auf die letzte Regel fielen bei allen Vieren gleich aus. Ein kollektives Augenrollen zeigte sich auf ihren Gesichtern.

Snow klatschte in die Hände und ein Strahlen legte sich abermals auf ihr Gesicht. „Gut, wunderbar. Was ihr zu tun habt, ist einfach: Jedes Team bekommt eine Farbe zugeteilt. Ihr findet im Wald Rätsel und Aufgaben, die mit eurer jeweiligen Farbe gekennzeichnet sind und die ihr bewältigen müsst, um weiterzukommen. Wenn ihr alles richtig macht, kommt ihr am Ende zum Ziel und das Siegerteam kann sich den Preis holen. Noch Fragen?“

„Ich hätte eine Frage“, meinte Regina. „Ist das hier ein Kindergeburtstag, oder was?“

„Regina, es geht darum, Spaß zu haben und den Teamgeist zu stärken. Etwas, was dir im Übrigen grundsätzlich guttun würde!“, entgegnete Snow.

Emma spürte, wie Regina neben ihr brodelte und legte ihr eine Hand auf den Rücken, um sie zu beruhigen. „Der Abend wird großartig“, flüsterte sie ihr zu, um sie daran zu erinnern, dass in ein paar Stunden bereits alles vorbei war und sie sich zu Hause auf der Couch austoben konnten, da Henry bei Violet übernachten würde.

Reginas Blick glitt zu Emma und als sie sicher war, dass Snow zu ihnen sah, drückte sie der Blondine einen langen Kuss auf den Mund. Während der Umarmung, in die sie sie anschließend zog, raunte sie ihr ins Ohr: „Versau das mit den Losen gleich bloß nicht!“

Emma seufzte, da keine von ihnen Einfluss darauf hatte und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Ich liebe dich auch.“ Neben sich hörte sie, wie Hook ein würgendes Geräusch von sich gab, schenkte ihm jedoch keine Beachtung.

„Also dann!“, kam es feierlich von Snow, die mit einem Korb herantrat, in dem vier zusammengerollte Zettel lagen. „Die jeweilige Farbe eures Teams befindet sich auf den Losen und ordnet euch eurem Partner zu.“

„Ladys first“, kam es von Hook, als Snow ihm den Korb zuerst hinhielt.

„Oh, ein Gentleman!“, rief Zelena begeistert aus, die sich an den Pfahl eines Weidezauns gelehnt hatte, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.

„Du kannst ihn gern direkt haben“, meinte Emma und schnappte sich einen der Zettel.

Schließlich war der Korb bis auf den letzten Zettel, der für Hook übriggeblieben war, leer.

Grinsend nahm Hook sich den Zettel und faltete ihn auseinander, ohne den Blick von den drei Frauen abzuwenden. „Team Rot“, verkündete er dann nach einem kurzen Blick auf das Los. „Nun, Ladys, wem gebührt die Ehre?“

„Mein Zettel ist Grün!“, triumphierte Zelena in diesem Moment, völlig angetan davon, dass sie ihr Lieblingsfarbe gezogen hatte.

Stöhnend schloss Emma die Augen. Damit stand immerhin schon fest, dass sie und Regina nicht im gleichen Team sein würden. Genervt blickte sie auf ihren Zettel. „Okay, niemals, das könnt ihr vergessen!“, rief sie daraufhin aus.

Regina sah ihr über die Schulter, woraufhin ihr Blick sich verfinsterte. „Auf keinen verdammten Fall laufe ich mit dem Piraten durch den Wald!“, wetterte sie, ohne ihren eigenen Zettel überhaupt auseinandergefaltet zu haben.

„Deine Schwester hasst mich!“, entgegnete Emma daraufhin.

„Selbst wenn, sie ist viel zu betrunken, um überhaupt zu merken, was eigentlich los ist. Ich muss mit diesem stinkenden Rüpel losziehen!“, entrüstete Regina sich.

Hook zog eine Augenbraue hoch und räusperte sich. „Es ist schön zu hören, wie ihr euch um mich reißt, aber vielleicht darf ich euch darauf hinweisen, dass ich nicht sturzbetrunken bin und eure Worte verstehe?“

Die Blicke von Emma und Regina hätten vermutlich töten können, doch bevor die Situation noch mehr aus dem Ruder laufen konnte, schaltete Snow sich ein.

„Wunderbar, dann haben wir jetzt also unsere Teams. Wenn ich um eure Handys bitten dürfte.“ Auffordernd streckte Snow die Hand aus.

„Ähm, Mom… übertreibst du das Ganze jetzt nicht ein bisschen?“, kam es vorsichtig von Emma, die es zwar gewohnt war, dass ihre Mutter bei solchen Angelegenheiten gern einmal über die Stränge schlug, doch das war selbst für sie sehr dick aufgetragen.

„Schätzchen, ich kenne euch eben“, kam es mit süßer Stimme von Snow. „Und es soll doch fair zugehen.“

Sichtlich belustigt gab Hook als Erster sein Telefon ab und begab sich an die Startlinie, die ein Band war, das David auf den Boden gelegt hatte. „Kommt schon, Eure Majestät. Ich will diesen Preis gewinnen.“

In Regina brodelte es immer mehr, als sie Snow lieblos ihr Handy in die Hand klatschte und sich so weit von Hook entfernt wie es nur ging an die Linie stellte. Ihre Körpersprache hätte abweisender nicht sein können.

„Zelena, gib ihr dein Handy“, kam es nach einer Weile genervt von Emma, die die Rothaarige mit zu Snow gezerrt hatte.

„Hab es gar nicht bei mir“, meinte sie schulterzuckend und mit einem Kichern. „Alle, die mich anrufen könnten, sind doch ohnehin hier.“

„Na schön“, grummelte Emma und packte sie erneut am Arm, um sie mit zum Start zu bringen. „Eins sage ich dir: Es ist nicht meine Schuld, wenn deine Schwester sich unterwegs das Genick bricht“, zischte sie Regina dann zu.

„Wahrscheinlich ist sie die Einzige von uns, die klug genug war, sich zu betrinken. Anders übersteht man das doch nicht“, murrte Regina.

„Team Grün geht nach links, Team Rot nach rechts“, ging Davids Stimme in diesem Moment dazwischen. „Auf mein Kommando. Auf die Plätze, fertig, los!“

Emma fragte sich, ob von ihnen erwartet wurde, dass sie nun losrannten; tatsächlich sah es jedoch so aus, dass sie zügigen Schrittes auf den linken Weg zulief, während sie Zelena stolpernd mit sich zog und Hook nach rechts abbog, Regina einige Meter hinter ihm und mit vor der Brust verschränkten Armen.
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